Cobra  Oberleutnant

Status: Offline Registriert seit: 01.05.2005 Beiträge: 787 Nachricht senden
| Erstellt am 03.05.2005 - 23:18 |  |
Hallo Leute, ausschlaggebend für mein Vorhaben war der Besuch in Rottau 2004 auf dem Militärtreffen, wo ich mich mit anderen Modellbauern, die schon ein 251er in 1/16 gebaut hatten, recht lange unterhielt und auch Fotos von deren Modellen machte. Als Vorbild sollte mein 1/18er Modell von 21-Century-Toys herhalten, von dem ich auch die Maße abgenommen habe. Als Material kamen Poly-Platten in einer Stärke von 1 und 2 mm zum Einsatz. Werkzeuge wurden von mir folgende benuzt: Akku-Schrauber, Dremel, Teppichmesser, diverse Feilen, Schraubendreher und Schleifpapier. Als Klebstoff verwendete ich den Revell-Plastikkleber-Contacta.
Dann ging es an die eigentliche Planung. Bei der Vorderachse handelt es sich um die Oldtimer-LKW-Achse von Veroma in 1/16. Die sich als sehr gut passend erweisen sollte. Bei den Vorderrädern war es schon schwieriger etwas passendes zu finden. Aber in der elektronischen Bucht wurde auch hier was passendes gefunden.
Das Kettenlaufwerk stammt vom Tamiya-Panther in 1/25, was um das Leitrad und eine Laufrolle verkürzt wurde. Auch der Kettenspanner wurde nach vorne gesetzt. Als Halterung für die Karosse wurde auf beiden Seiten der Wanne ein 10x10 mm Aluprofil angeschraubt.
Nun lagen einige fertig geschnittene Teile und das Laufwerk auf meinem Tisch, der Bau sollte nun beginnen.

Nun wurde der Träger der Schutzbleche für die Vorderachse auf die richtige Höhe gebracht, mittels unterlegen von Polystücken. Auch die Ausspahrung für den Lenkservo ist schon vorhanden. Dann wurden die Seitenwände angeklebt und die schräge Platte mit Schlitz für das Lenkservokabel eingesetzt.

Als nächstes wurden die Seitenwände komplettiert.

Dann wurde das Laufwerk und die Vorderachse angepasst. Auch bei der Vorderachse mussten Polysücke untergelegt werden, um mit dem Kettenlaufwerk auf eine Höhe zu kommen.

Nun wurde die Motorhaube und die vordere Panzerplatte von mir angebracht. Bis jetzt lief ja alles noch sehr gut, aber die Schwierigkeiten sollten nicht mehr lange auf sich warten lassen.

Jetzt folgte das Anbringen der seitlichen Motorabdeckungen. Was sich aber als nicht so ganz einfach herrausstellte, da ich mit den Winkeln hinten und vorne nicht zurecht kam. Die Teile musste ich mehrmals anfertigen und passen wollten sie einfach nicht. Dann kam mir die Idee: Butterbrotpapier über die Seiten spannen und nur die Eckpunkte zu markieren. Diese habe ich dann verbunden und nun passten die Teile wie angegossen. Malen nach Zahlen lässt grüßen !! 

Nun war es an der Zeilt die Heckplatte anzubringen, aber das Teil das ich vorbereitet hatte passte auch nicht wirklich. So musste ich die Platte nochmals anfertigen und mit den Maßen etwas inprofisieren, was mir aber ganz gut gelungen ist, glaube ich.

Hier noch ein Detailbild von der eingebauten Vorderachse und dem Lenkservo.

Jetzt ging es daran die vorderen Schutzbleche zu komplettieren. Die "Ränder" wurden aus 1 mm Poly gemacht. Das ist etwas Fummelarbeit bis das alles so passt wie man es sich vorstellt.


Die Karosse wurde nun mit Revell-Plasto gespachtelt, wobei fast eine ganze Tube drauf ging. Dann ging es ans schleifen, "was eine Drecksarbeit", aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Auspuff wurde aus Restteilen vom Tamiya-Tiger1 1/16 und Gießästen gemacht.


Nun ging es daran die Details wie Tarnscheinwerfer, Abschlepphacken usw. anzubringen. Viele dieser Teile stammen vom Spritzling B des Tamiya-KöTi-Bausatzes 1/16. Für die vorderen Peilstangen verwendete ich 2mm Messingrohr, 1,4 mm Eisendraht und Stecknadelköpfe in der passenden Größe.

Auch wurden jetzt die Seitenkästen angedeutet, mit 1mm Poly. Das 1/18er Modell musste jetzt auch daran glauben, denn davon stammen die Scharniere der Motorhaube, sowie die Fahrer-Guck-Lucken.


Nun war es an der Zeit eine Idee von mir zu verwirklichen, nämlich die der Besatzung. Dazu nahm ich 2 Tamiya-Kübelwagenfahrer die mit den Armen der Figuren aus dem Tamiya-KöTi-Standmodell-Bausatz 1/16 versehen wurden. Die Arme passten zu meinem Erstaunen echt gut. Es musste fast nichts angepasst werden. Der Heck-MG-Halter entstand auch wieder aus Gießästen.

Jetzt sollte endlich mal Farbe auf das Modell. Als Grundfarbe habe ich Revell-sandmatt Nr. 16 genommen. Für meine eigenwillige Tarnung habe ich die Farben Revell-lederbraun Nr. 84 und Revell-bronzegrün Nr. 65 verwendet.


Es ist alles schön getrocknet und so konnte ich nun die Decals anbringen, diese stammen vom RC-Kübelwagen (Divisionsabzeichen, Nummernschilder), TigerI (Balkenkreuze) und dem Panther 1/25 (Nummern). Ich entschied mich für die 24. Panzer-Division, da ich in einem meiner Bücher ein Bild eines 251er fand und ich vom Kübelwagen diese Decals noch übrig hatte.

Der Besatzung ging es nun an den Kragen, besser gesagt an das Finish der beiden Figuren. Washing mit brauner Ölfarbe, für Gesicht und Hände, schwarze Ölfarbe für den Rest und dann noch etwas Trockenmalen. Dann noch die Ausrüstung an den Figuren angebracht und gut is !!


Danach folgte dann das Washing des Kettenlaufwerks, was dann auch wieder trockengemalt wurde.

An der Karosse brachte ich nun die Werkzeuge, wie Schaufel, Hacke usw, an. Die wiederum aus dem Spritzling B des Tamiya-KöTi-Bausatzes sind. Die kleinen Schlösser an den Seitenkästen habe ich von einem befreundeten Modellbauer bekommen.

Jetzt folgete das Washing und Trockenmalen der Karosse. Das war dann auch der letzte Arbeitsschritt an dem Modell.

Und noch ein Bild bei Tageslicht:

Und noch ein Bild im Gelände:

Hoffe mal das euch mein kleiner Bericht gefallen hat und jemand was damit anfangen kann !! Fragen beantworte ich natürlich gerne.
[Dieser Beitrag wurde am 03.05.2005 - 23:41 von Cobra aktualisiert]
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Cobra  Oberleutnant

Status: Offline Registriert seit: 01.05.2005 Beiträge: 787 Nachricht senden
| Erstellt am 04.05.2005 - 12:04 |  |
Hallo Jungs, danke für das viele Lob !! 
Lenken lässt sich Halbkette über die Vorderachse, schlägt diese nach links oder rechts ein, dann wird das Kettenlaufwerk über den Kreuz-Mischer meiner MC-10-Funke dazu gemischt. Wie beim Panzer wird dann die kurveninnere Kette abgebremst und die kurvenaüßere beschleuniget. Und das klappt echt gut !!
An der Halbkette habe ich ca. 2 Monate gebaut, jeden Abend ein paar Stunden, manchmal kann man nur ein oder zwei Teile ankleben und dann muss das Ganze wieder über nacht trocknen !!
[Dieser Beitrag wurde am 04.05.2005 - 12:07 von Cobra aktualisiert]
Signatur MfG Klaus, fahre Kanal 56 u. 59
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