| Ersteller | Thema » Beitrag als Abo bestellen |  |
BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 04.11.2006 - 00:24 |  |
Hackfleisch, vielseitig und gut!
Hackfleischverordnung - was ist das?
Die Hackfleischverordnung, das ist eine Gesetzesregelung aus dem Jahr 1976. Sie wurde zum Schutz der Verbraucher erlassen, da Hackfleisch aufgrund der Zerkleinerung eine schöne Angriffsfläche für Mikroorganismen bietet und somit ein hygienisches Risiko darstellt.
Nun gilt diese Verordnung allerdings nicht nur für Hackfleisch, sondern auch für fast alle rohen Produkte, die in irgendeiner Form bearbeitet wurden, z.B. Fleischbrät, Geschnetzteltes, Schaschlik. "Rohe" Frikadellen, Sind diese bereits
gegart, fallen nicht unter diese Verordnung.
Auch getrocknete, gepökelte und geräucherte Produkte gelten hier als "gegart".
Das wichtigste, in dieser Verordnung, besagt, dass das Hackfleisch (u. a.) am Tag der Herstellung auch verkauft werden muß. Also, wenn der Supermarkt am Abend noch Hack übrig hat, muß er dieses vernichten, oder im Sinne der Verordnung
garen.
1992 und 2004 wurde diese Verordnung überarbeitet und seit 2004 dürfen Betriebe auch Hackfleisch (natürlich verpackt nach Hygiene-Vorschrift) in Fertigpackungen unter einer Schutzfolie mit einer Haltbarkeit bis zu 1 Woche anbieten.
Wenn Hackfleisch sofort nach der Herstellung tiefgekühlt ( -8 bis -18 Grad) wird, darf es sogar bis zu 6 Monate angeboten werden.
Natürlich ist in dieser Verordnung auch genaues über die Reinigung (z.B. des Fleischwolfes), Anforderungen an Personen und Herstellungs- sowie Verkaufsräume, usw. geregelt. Wer daran interessiert ist, unter diesem Link finden Sie die
aktuelle Fassung der Hackfleischverordnung.
Hackfleischverordnung
Nun ist das ja alles gut und schön, wenn die Herstellung und der Verkauf durch den Gesetzgeber geregelt ist, allein der Verbraucher muß das Seinige dazu tun:
das Fleisch nicht über das Haltbarkeitsdatum hinaus aufbewahren, bei abgepacktem Fleisch muß die Folie geschlossen bleiben, das Fleisch muß richtig durchgebraten sein, usw....
quelle: www.kochmeister.com
Signatur Die Natur kann ohne uns locker leben.
 |
BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 02.09.2007 - 07:35 |  |
Hackfleisch
Gäbe es Hackfleisch noch nicht, man müsste es glatt erfinden. Reich werden würde man noch obendrein, denn kein anderes Fleisch scheint so beliebt zu sein.
Egal ob Pute, Schwein oder Rindfleisch, egal ob gemischt oder ganz rein, Hackfleisch taucht in unzähligen Varianten und international auf. Wir deutschen lieben Klopse und Buletten, die Schweden essen Köttbular, Griechen verstecken Schafskäse darin, in Italien kennt man Hackfleischpizza und in der Türkei grillt man Hackfleisch sogar am Spieß. Kaum ein anderes Fleisch lässt sich so mühelos, schnell und unkompliziert zubereiten. Unterschiedliche Gewürze und Kräuter geben dem Hackfleisch immer wieder eine neue „Farbe“. Hackfleisch kann scharf schmecken, oder ganz zart auf der Zunge zergehen. Es paart sich mit Tomaten genauso gerne wie mit Rosenkohl. Hackfleisch wird gekocht, gebraten, überbacken, gegrillt, als Füllung, warm oder kalt und sogar roh als Tatar angeboten.
Leider kann es auch ganz schön kalorienreich sein, besonders wenn es sich um fettes Schweinehackfleisch dabei handelt.
Fettgehalte
Tatar: höchstens 6 %
Rinderhackfleisch: nicht mehr als 20 %
Schweinehackfleisch (Mett): höchstens 35 %
gemischtes Hackfleisch: höchstens 30 %
Wie kam das Hackfleisch zu seinem Namen?
Der Begriff "Hackfleisch, Gehacktes, Hack, Hackepeter oder Schabefleisch" drückt jene Zubereitung aus, die in den Zeiten noch notwendig war, als die Köche weder Fleischwolf noch moderne Küchenmaschinen kannten. Wollte man Hackfleisch, musste man Fleisch, meist Schweine- oder Rindfleisch, mit dem Küchenbeil klein hacken. Dies geschah sicherlich mal mehr, mal weniger energisch, erklärt aber auf jeden Fall den Volksmund: „Ich mach gleich Hackfleisch aus dir!“ erklären.
quelle: www.swr.de
Signatur Die Natur kann ohne uns locker leben.
 |
BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 02.09.2007 - 07:36 |  |
Mehr zum Hackfleisch
Die Zubereitung
Das starke Zerkleinern bedingt, dass sich die Struktur der Fleischfasern auflockert. Das ist der Grund, warum Hackfleisch sowohl roh auf dem Brötchen (aber bitte mit Zwiebel!) und gebraten so schnell gar wird. Hackfleisch ist sehr empfindlich, was seine Haltbarkeit betrifft. Deswegen unterliegt Herstellung und Verkauf von Hackfleisch strengen gesetzlichen Bestimmungen. Es dürfen bei der Herstellung und Zubereitung z.B. keine Ringe an den Händen getragen werden. Weitere Verordnungen finden sich bezüglich der Kleidung, dem Tragen von Schürzen sowie Haarnetzen und vielem mehr. Die Hygienebestimmungen der Hackfleisch-Verordnung gelten für die Erzeugnisse aus zerkleinertem Fleisch, das sich ganz oder teilweise in rohem Zustand befindet
Hackfleisch in der Metzgerei
Allgemein versteht man unter Hackfleisch hier rohes, durch den Fleischwolf gedrehtes Fleisch. Je nach Belieben kann man dieses mit Salz, Pfeffer und Zwiebeln oder anderen Zutaten würzen. Manchmal ist das Hack schon fix und fertig gewürzt und in Form gebracht. Im Kräuterregal finden sich neben verschiedenen Würzmischungen auch solche, die extra für Hackfleischgerichte gemixt wurden. Die alte Küchenregel gilt aber auch hier: Je liebevoller und eigenständiger etwas zubereitet wird, desto besser schmeckt es. Das gilt auch für die kleine, schnelle Hackfleischküche.
Welches Fleisch?
Hackfleisch wird meist aus Schweine- oder Rindfleisch gewonnen, es kann aber auch aus Lammfleisch oder Ziegen hergestellt werden. Aus Bauchfleisch, Knochenputz, Geflügel- und Wildfleisch, darf kein Hackfleisch hergestellt werden. Dennoch kann es bei Fertiggerichten vorkommen, dass auch Geflügel- oder Wildfleisch verwendet wird. Damit diese Gerichte angeboten werden dürfen, müssen sie unmittelbar nach der Herstellung tiefgefroren werden (-18 Grad Celsius) und dürfen nur so, also tiefgefroren, im Handel angeboten werden.
quelle: www.swr.de
Signatur Die Natur kann ohne uns locker leben.
 |
BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 02.09.2007 - 07:38 |  |
Von Tatar bis Haltbarkeit
Tatar
Tatar oder auch Schabefleisch besteht aus fettarmem Rindfleisch mit maximal 6% Fett. Rindergehacktes wird aus grob entsehntem Rindfleisch mit bis zu 20% Fett, hergestellt. Schweinehackfleisch aus grob entsehntem Schweinefleisch besitzt höchstens 35% Fett. Gemischtes Hackfleisch aus Schweine- und Rindfleisch hat einen Fettgehalt bis zu 30%.
Fix und fertig zubereitetes Schweinehackfleisch (Hackepeter und Thüringer Mett) darf keine anderen Zutaten außer Speisesalz, Zwiebeln und Gewürzen haben.
Tiefgekühltes Hackfleisch
Der Verkauf von tiefgekühltem Hackfleisch unterliegt bestimmten Bedingungen:
1.) Unmittelbar nach der Herstellung muss das Fleisch mindestens einen Zentimeter pro Stunde auf minus 18 Grad Celsius tiefgefroren werden
2.) Es muss hygienisch einwandfrei und verschlossen verpackt sein.
3.) Die Verpackung muss widerstandsfähig, weitestgehend wasserdampf- und luftundurchlässig sein.
4.) Fleisch in ganz oder teilweise aufgetautem Zustand darf nicht angeboten werden.
5.) Die Temperatur des Fleisches darf auch bei Transport und weiterer Lagerung minus 18 Grad Celsius nicht überschreiten.
6.) Kurzfristig ist eine Temperaturerhöhung bis auf minus 15 Grad Celsius zulässig.
7.) Tiefgefrorene Hackfleischerzeugnisse dürfen nach ihrer Herstellung nur bis zu 6 Monaten angeboten werden
Haltbarkeit
Hackfleisch ist leicht verderblich und sollte deshalb innerhalb von 1 Tag aufgebraucht werden. Einzelhändler, Supermarkt und Metzger müssen hohe Vorschriften der Zubereitung und Kühlung beachten, bieten sie Hackfleisch an. Daheim gehört es sofort in den Kühlschrank und bald wieder heraus und in den Backofen oder die Pfanne. Hackfleisch ist also noch am Kauftag gut durchzubraten. Danach hält es sich für 1 bis 2 Tage im Kühlschrank.
quelle: www.swr.de
Signatur Die Natur kann ohne uns locker leben.
 |