Taschunko 
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 1562 Nachricht senden | Erstellt am 15.05.2006 - 21:14 |  |
Taschunko schrieb
Mal einen Ausschnittaus dem 1. Band:
(Schweigen und reiten, reiten und schweigen, den ganzen Nachmittag, genau wie am Vormittag! Aber ich muß zufrieden sein. Immerhin hab´ ich heut schon zwei richtige Gespräche mit Winnetou geführt. Hundemüde bin ich auch bereits. Doch leider, jetzt fragt er mich nicht danach. Es fängt schon sachte zu dämmern an.)
"Wir sind heute sehr weit geritten und hötten längst lagern können. aber nicht fern von hier ist auf unserem Weg ein Tal mit einer Höhle. Winnetou weiß, daß es heute nacht regnen wird. Du bist nicht gewöhnt im Nassen zu schlafen, daher will Winnetou diese Höhle erreichen."
"Oh meinetwegen muß das nicht sein. Ich habe schon manche rauhe nacht im Freien verbracht."
"Die Squaw weiß nicht. daß Flüsse vom Himmel stürzen, wenn es hier regnet. Wir bleiben in der Höhle. Howgh!"
(Gut, du bist der Führer, und ich schlafe auch lieber trocken. Wie rasch es hier Finster wird!)
"Die weiße Squaw mag das Packpferd und Iltschi halten. Wir sind nicht weit vom Taleingang. Ich gehe kundschaften, ob alles sicher ist. Warte hier!"
(Schon ist er verschwunden, und ich sitz da mit drei Pferden im Stockfinsteren. Kein Stern am Himmel, un der Winmd macht so viel Lärm in den Blättern, daß man nichts anderes hören kann. Ich fürcht mich ja nicht im dunkeln, aber die Situation gefällt mir irgendwie nicht. Doch was bleibt mir übrig, als auf dem Pferd sitzen zu bleiben und hier zu warten, damit Winnetou mich wieder findet. Wie er das macht, ist mir ohnehin ein Rätsel. Wenn er nur bald wieder käme! Es kribbelt mich so in den Fingern, ich hab direkt das Gefühl, daß etwas unangenehmes auf mich zukommt. Da ... der Schatten ... wer ist´s?)
"Winnetou?"
(O Himmel, da ist einer hinter mir auf´s Pferd gesprungen und preßt seine Arme um mich. Ich kann vor Schreck kaum atmen.)
"Mein Bruder nehme die Pferde am Zügel und führe sie. Ich bleibe hinter der Gefangenen sitzen und halte sie, es ist nur eine Squaw."
(Komatschen ... er redet in der Sprache der Komatschen, da haben wir die Katastrophe Ob ich schreien soll?)
"Ist der Schnelle Pfeil sicher? Seit wann reitet Winnetou mit einer Squaw?"
(Damit erübrigt sich das Schreien - sie haben auch Winnetou!)
....
(Mein Lieber Winnetou, hat dich dieser Ausdruck des Häuptlings so geärgert, daß du jetzt meine Vorzüge ins helle Licht rückst? Na vielleicht ist das eine gräßliche Beleidigung, wenn einem vorgeworfen wird, mit einem Säugling zu reiten. Mich hat die eigentlich belustigt.)
"Meine Schwester mag mich jetzt zum Schnellen Hirsch begleiten. Der Häuptling will dich sehn."
"Mich - eine Squaw?"
"Er will die Squaw sehn, der er den Sieg über die Komatschen verdankt."
"Aber Winnetou, den verdankt er doch dir."
"Uns beiden. Doch du hast die Absicht der Komatschen erlauscht, du hast den Plan ersonnen und dein Leben eingesetzt, damit er gelingt. Winnetou hat dem Schnellen Hirsch alles erzählt! Komm!"
(Nun will mich der Schnelle Hirsch also sehn, mich, die Squaw, die er beim ersten mal gar nicht beachtet hat! Da soll man nicht Stolz werden! Das Tal wimmelt haut von Indianern, Gott sei dank sind es jetzt freundlich gesinnte. Die Feuer brennen auch schon wieder. Und der Schnelle Hirsch kommt uns sogar entgegen. wie er mich betrachtet, wie ein Wundertier! Ich muß wohl auf eine anrede warten.)
Der Schnelle Hirsch hat von Winnetou erfahren, was er und seine Krieger der Schwester Old Shatterhands verdanken. Du mußt ein sehr tapferes Herz haben! Durch deinen Mut und deine Umsicht hast du uns zum Sieg verholfen und vielen Kriegern, Squaws und Kindern der Jicarillas das Leben bewahrt. Du wirst immer ein willkommener Gast sein in unseren Zelten. Welchen Namen hat meine weiße Schwester?"
"Friedel."
"Uff, das ist ein kein Wort dür die Zunge eines roten Mannes. Ich werde dich Tapferes Herz nennen, und alle meine Brder und Schwestern sollen dich auch so nennen."
"Das ist ein sehr ehrenvoller Name, den mir der große Häuptling da gibt. Ich bin sehr glücklich, den tapferen Krieger der Jicarillas etwas geholfen zu haben. Für meine geringe Hilfe verdiene ich eigentlich diesen schönen Namen, aber ich werde mich mein ganzes Leben lang bemühn , ihn mit recht zu tragen. Haben die Jicarillas viele verwundete?"
..........
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Das stand auf Seite eins als letzter Beitrag! Ich könnte dir noch ein paar lustige Szenen hinzufügen!? 
Signatur Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kreigen - Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir recht handeln und wenn zwischen jeedem einzelnen MEnschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht.
(Spruch der Mohawk)
"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen."
(Altes Indianersprichwort) |
Taschunko 
      

Status: Offline Registriert seit: 13.05.2006 Beiträge: 1562 Nachricht senden | Erstellt am 16.05.2006 - 09:38 |  |
okay!Das kann jetzt aber ein wenig langwerden! Aber hauptsache man versteht den Sinn und man amüsiert sich!
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(Schweigen und reiten, reiten und schweigen, den ganzen Nachmittag, genau wie am Vormittag! Aber ich muß zufrieden sein. Immerhin hab´ ich heut schon zwei richtige Gespräche mit Winnetou geführt. Hundemüde bin ich auch bereits. Doch leider, jetzt fragt er mich nicht danach. Es fängt schon sachte zu dämmern an.)
"Wir sind heute sehr weit geritten und hötten längst lagern können. aber nicht fern von hier ist auf unserem Weg ein Tal mit einer Höhle. Winnetou weiß, daß es heute nacht regnen wird. Du bist nicht gewöhnt im Nassen zu schlafen, daher will Winnetou diese Höhle erreichen."
"Oh meinetwegen muß das nicht sein. Ich habe schon manche rauhe nacht im Freien verbracht."
"Die Squaw weiß nicht. daß Flüsse vom Himmel stürzen, wenn es hier regnet. Wir bleiben in der Höhle. Howgh!"
(Gut, du bist der Führer, und ich schlafe auch lieber trocken. Wie rasch es hier Finster wird!)
"Die weiße Squaw mag das Packpferd und Iltschi halten. Wir sind nicht weit vom Taleingang. Ich gehe kundschaften, ob alles sicher ist. Warte hier!"
(Schon ist er verschwunden, und ich sitz da mit drei Pferden im Stockfinsteren. Kein Stern am Himmel, un der Winmd macht so viel Lärm in den Blättern, daß man nichts anderes hören kann. Ich fürcht mich ja nicht im dunkeln, aber die Situation gefällt mir irgendwie nicht. Doch was bleibt mir übrig, als auf dem Pferd sitzen zu bleiben und hier zu warten, damit Winnetou mich wieder findet. Wie er das macht, ist mir ohnehin ein Rätsel. Wenn er nur bald wieder käme! Es kribbelt mich so in den Fingern, ich hab direkt das Gefühl, daß etwas unangenehmes auf mich zukommt. Da ... der Schatten ... wer ist´s?)
"Winnetou?"
(O Himmel, da ist einer hinter mir auf´s Pferd gesprungen und preßt seine Arme um mich. Ich kann vor Schreck kaum atmen.)
"Mein Bruder nehme die Pferde am Zügel und führe sie. Ich bleibe hinter der Gefangenen sitzen und halte sie, es ist nur eine Squaw."
(Komatschen ... er redet in der Sprache der Komatschen, da haben wir die Katastrophe Ob ich schreien soll?)
"Ist der Schnelle Pfeil sicher? Seit wann reitet Winnetou mit einer Squaw?"
(Damit erübrigt sich das Schreien - sie haben auch Winnetou!)
"Es ist bestimmt eine Squaw, eine weiße Squaw. Sie ist ganz starr vor Schreck, und ihr Herz klopft stark. Der Schnelle Peil hätte lieber einen tapferen Krieger gefangen. Was liegt Vupa Umugi an einer Squaw!"
"Dafür freut sich der Häuptling um so mehr pber den fang Winnetous. Wir werden ihn in unser Dorf schaffen und aus seinem Tod ein großes fest machen."
"Und was meint Langes Messer, was wird mit dieser weißen Squaw geschehen?"
"Uff, was fangenwir mit einer Weißen Squaw an. Das kostet wieder Krieger zur Bewachung und zum Transport. Der Häuptling braucht jeden Mann für den Überfall auf das Dorf der Jicarillas."
"Zehn mal zehn son ihren Kriegern sind auf der Jagd."
"Das weiß Langes Messer, aber es sind noch genug im Dorf. Wir brauchen keine Squaw auf einem Kriegszug. Sie ist Winnetous begleiterin und wird erschossen."
(Wie häßlich, mir das ins Gesicht zu sagen! Sie ahnen freilich nicht, daß ich ihre Sprache verstehe.)
"Doch Vupa Umugi wird nicht gleich entscheiden können."
"Nein, er muß warten, bis Nale Masiuv den Tag nach Morgen mit unserem Haupttrupp kommt."
(Also noch eine Gnadenfrist, das Herz wird mir leichter.)
"wie Schade, dass uns Old Shatterhand entgangen ist!"
"Ja, wenn wir gewußt hätten, welchen Reiter wir so unvermutet begegnet werden, hätten wir ihm eine Falle gestellt. Aber sein Pferd kann niemand einholen."
"Winnetou wird uns sagen müssen, wohin sein Bruder geritten ist."
"Langes Messer muß über Schneller Pfeil lachen. Winnetou ist ein Hund von einem Apatschen, aber tapfer. Er wird Schweigen, und wenn wir ihm die Finger einzelnt abschneiden."
"Es wäre für uns vielleicht doch wichtig zu wissen, wohon Old Shatterhand geritten ist."
"Natürlich , dieser Cojote ist ja überall dort, wo er nicht sein soll. Doch diese Squaw wird es uns sagen müssen."
"Und wenn auch sie schweigt?"
"Uff, Vupa Umugi wird ihren Mund schon öffnen."
(Wenigstens gut, dass ich bereits jetzt erfahre, was mir alles bevorsteht. Auch hab ich mich, Gott sei Dank, wieder etwas gefangen von meinem Schreck. Ich bin nur froh, Karl haben sie nicht gefangen. Aber wenn sie mich zwingen zu sagen, wohin er ist, schicken sie ihm bestimmt Krieger nach. Das kann den Gefangenen und sogar ihn das Leben koste. Ich darf nichts sagen, ich muss schweigen! Liebes Mädchen, mach dir doch nichts vor, das hälts du doch nicht durch, du weißt schon: Jeden Finger einseln ... Was mach ich nur? Lieber Gott, hilf mir, was mach ich nur? Keiner wird mir glauben, dass ich Old Shatterhands Ziel nicht kenne. Und eine Lüge erfinden? Mir fällt nichts plausiebles ein, und ich kann schlecht Lügen, eigentlich gar nicht, sogar die Roten oder gerade die Roten müßten es mir an der Nase ansehen. Die stumme spielen? Hab aber doch schon geredet, nämlich Winnetou gerufen. Fällt mir den gar nichts ein? O doch, ich hab´s! Ich rede Deutsch mit ihnen. Ich kann kein Englisch, hab es nie gekonnt, ich bin ein Sprachenantitalent, ich kann mir keinen Satz in einer fremden sprache merken. Der Gedanke ist gut, das ist die einzige Möglichkeit, das Geheinmis zu wahren. Hoffentlich mach ich das konsequent und glaubenswürdig. Und davorne haben wir schon die Bescherung! So ungefähr fünfzig Rote, die eben kleine Feuer anzünden. Nun kann ich mir auch die beiden Galgenstricke anschauen, die mich gefangen haben. Langes Messer sieht grauslich aus. Genauso, wie man sich einen ganz wilden Indianer vorstellt. Und Schneller Pfeil, der mich so liebevoll an sich preßt? Der ist noch sehr jung, und sieht ganr nich mal so übel aus. Begenete ich ihm woanders, würd ich sagen: fast sympatisch. Der große würdevolle mit dem Federschmuck dort am Feuer ist wahrscheinlich der Häuptling. Und daneben liegt mein armer Winnetou, streng gefesselt. Er hat die Augen scheinbar geschlossen, aber jetzt fällt doch ein Blick auf mich unter den Wimpern hervor. willst du sehen, ob ich sehr niedergeschlagen bin? Gar nicht, mein Lieber. Wenn mich die erste Schwirigkeit umwürfe, wär ich wirklich besser daheimgeblieben. du hast zwar innerlich gelacht über den "Häuptling kleines Mädchen", aber etwas von dem dazu passenden Geist steckt doch in mir. Freilich, das Lweben ist anders. wie sie mich jetzt Fesseln und meine Taschen ausleeren, das unterscheidet sich sehr von unserem Spiel. Nun werd ich dem Häuptling wie ein Braten vor die Füße gelegt, den er verspeisen soll, und ganz so schaut er mich auch an. Gut, chau ich ihn genauso an. Ich bin die Begleiterin von Winnetous, Angst soll er keine in meinen Augen sehn.)
"wer bist du, und wie ist dein Name?"
(Dein Englishc ist mäßig, großer Häuptling, aber meines existiert überhaupt nicht. Ich hab es vor fünf Minuten verlernt. Ich werde dir höflich in Deutsch antworten.)
"Ich heiße Friedl und komme aus Wien."
"Was für Laute spricht die weiße Squaw?"
"Das ist Deutsch, das solltest du lernen."
"Uff, Uff, sprichst du nicht Englisch?
"Nur an manchen Tagen, heute nicht."
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Das wäre es erst mal!
Signatur Friede ist nicht nur das Gegenteil von Krieg, nicht nur der Zeitraum zwischen zwei Kreigen - Friede ist mehr. Friede ist das Gesetz menschlichen Lebens. Friede ist dann, wenn wir recht handeln und wenn zwischen jeedem einzelnen MEnschen und jedem Volk Gerechtigkeit herrscht.
(Spruch der Mohawk)
"Wir haben die Erde von unseren Eltern nicht geerbt, sondern wir haben sie von unseren Kindern nur geliehen."
(Altes Indianersprichwort) |