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Kewa ...



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...   Erstellt am 02.05.2007 - 15:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


GGeboren um zu leiden, geboren um zu sterben Wenden Sie nicht Ihren Blick ab von diesen Augen. Kalt und tot, sieht man in ihnen allen Abscheu und alles Leid derer, deren einziges Vergehen es war geboren zu werden. Einzig, damit der Tod dieses Hundes nicht umsonst gewesen sein und das Ersterben seines Schreies, das Zerreissen seiner Haut und das Ende seines Kampfes dazu dienen möge, dass andere nicht dasselbe Schicksal erleiden müssen.

Er war jung und stark, aber etwas dürfte nicht gut gelaufen sein für ihn. Vielleicht lief er nicht so schnell wie er sollte, vielleicht ist ihm eine Beute entwischt, vielleicht verlor sein Besitzer aber auch nur eine Wette und seine Strafe damit war der furchtbarste aller Tode, der langsamste, der grausamste. Wie lange musste er kämpfen sich aufrecht zu halten, damit seine Beine weiterhin das Gewicht seines Körpers tragen konnten? Warum weiterleben? Um sich am Ende doch einfach fallen zu lassen. Und am Ende seines Lebens mit diesem Tod der Befreiung näher zu kommen, der Ruhe.

Seit seiner Geburt musste er beweisen, dass er stark war, nützlich. Neben seiner Mutter laufend und seinen Brüdern. Suchend, die Beute schlagend ohne sie zu verzehren. Seine Belohnung war, in den Zwinger zurück zu kehren, wo er seine tägliche Ration Fett und trockenes Brot erhielt, wo er mit Flöhen und Zecken zusammen leben musste, wo der Geruch nach Urin und Exkrementen erstickend war oft, wo er in der eisigen Kälte des Winters und der erstickenden Hitze des Sommers auf seinen Herrn wartete, um erneut auf''s Feld hinaus zu ziehen, zu laufen, zu beweisen, dass er nützlich war, dass er der Beste war. So auch diesen Tag und jeden anderen Tag.




Manchmal band ihn sein Herr zum Laufen ans Motorrad und auch wenn ihn der Abgasrauch zu ersticken drohte, täuschte er vor, dass ihm dies nichts bedeute, dass er wirklich wollte, dass er der Beste war.

Er sah, wie einer seiner Brüder auf dem Asphalt ausgestreckt liegen blieb, blutendenden Körpers, weil er den ihm aufgezwungenen Rhythmus nicht mehr mithalten konnte. Er musste weiter kämpfen, er hatte das Herz eines Siegers.

Seine Mutter war eine wahre Heldin gewesen und, obwohl sie bereits über zehn Jahre alt war, gebar sie alle sechs Monate hinreissende Welpen, die wiederum an andere Galgoeros (Jäger) verkauft wurden.

Zumindest er hatte das Glück gehabt bei ihr bleiben zu können. Nachts hatte er die Wärme ihres Körpers genossen und sich erinnert, wie seine Mutter ihm als Welpen die Schnauze geleckt und ihn zärtlich gebissen hatte, um das Ungeziefer zu töten, das seinen Körper befiel und bei der Rückkehr von der Jagd ihm seine Wunden leckte.

Für seinen Herrn wäre es einfach überflüssig gewesen den Tierarzt zu holen.
Wozu auch? Es war doch so einfach und billig einen neuen Galgo zu bekommen.






Aber heute, mit kaum zwei Jahren, ging etwas daneben. Was war es? Wo hatte er sich geirrt? In nichts, nur, mit knapp zwei Jahren war ein Galgo zu nichts mehr nütze. Andere, ältere Hunde sind bessere Zuchttiere und andere, jüngere Hunde sind bereit die Herauforderung und den Kampf aufzunehmen der Beste zu sein.

Und so, heute wie andere Tage auch, verließen sie den Zwinger auf''s Feld hinaus, aber heute, als sie an einem alten verlassenen Gebäude vorbeikamen, abseits aller Blicke, warf ihm sein Herr einen Strick um den Hals und band ihn an den Galgen. Seine Hinterbeine berührten eben noch trippelnd den Boden und es kostete ihn große Kraft, sich auf den Beinen zu halten.

Aber all seine Anstrengungen nützten ihm nichts, nichts sein Geheul, seine Schreie, sein Strampeln und Keuchen. Es machte nichts aus, sein Herr setzte sich daneben, zusammen mit seinen anderen Jagdhunden, um zuzusehen wie er zwischen Leben und Tod hing, wie er kämpfte in einem Kampf, den er in jedem Fall verlieren würde.

Und - was er wiederum nicht wusste - er würde sein Leiden damit nur verlängern und so sollte er den anderen Galgos als Beispiel, damit diese die Strafe für das Versagen sähen, die Strafe für den Fehler, die Strafe dafür, als Galgo geboren zu sein.




Die Situation der Galgos in Spanien

Am 17. Mai - und einmal mehr durch Zufall - fand man im Ort Pedro Muñoz [Ciudad Real/Spanien] in einem verlassenen Gebäude einen auf „Klavier spielen“ genannte Art erhängten Galgo, zusammen mit den Resten anderer, mit Sicherheit nach Ende der vergangenen Jagdsaison ebenfalls erhängten, Galgos.

Seit Jahren verurteilen spanische und internationale Tierschutzorganisationen das konstante Abschlachten von Galgos durch ihre Besitzer, weil diese in jeder Saison „Neue“ (so nennt man in Spanien die jungen Galgos) besitzen möchten. Alles was man bislang erreichen konnte, war die Unterstützung ausländischer Organisationen, die wiederum in anderen Ländern Familien für diese armen Tiere suchen. Aber immer wieder findet man Jahr für Jahr erhängte Galgos, ertränkt in Brunnen, mit gebrochenem Rücken auf den Feldern ausgesetzt, damit diese sich nicht mehr bewegen können.Andere wiederum werden einfach „nur“ ausgesetzt und finden dann ihr Ende auf der Landstraße überfahren zu werden, zu verhungern, zu verdursten, bedeckt mit Zecken, die ihnen, im wahrsten Sinne des Wortes, das Blut aussaugen.

Aber trotz all dieser Vorkommnissen trifft die spanische Verwaltung keinerlei Maßnahmen, ausser mehr „Tierheime“ zuzulassen und mehr „Firmen“, die sich damit beschäftigen, die nach der Jagd ausgesetzten Galgos einzufangen, mit dem Ziel, dass diese auf „legale“ Art und Weise „getötet“ werden können und trotzdem es sich um Jungtiere von maximal 2-3 Jahren handelt.

Seit drei Jahren sammelt die Organisation „LAS NIEVES“ diese Jagdhunde direkt bei den Galgueros ein, verbunden mit einer gleichzeitigen Kampagne zur Bewusstseinsbildung bei den Jägern, mit der erreicht werden soll, diese davon zu überzeugen, dass die einzige Lösung dieses intensive Gemetzel unter den Hunden die kontrollierte Zucht sein kann. Aus dem einfachen Grund heraus, weil es nie genug Familien geben kann, um die Abertausenden – man geht von mehr als 30.000 Galgos aus, die jedes Jahr in Spanien auf diese Art getötet werden – von Hunden zu adoptieren.

Die verpflichtende Implantation des Mikrochip (bis heute gibt es noch weite Teile wo dies nicht verpflichtend war) erweist sich als völlig ungenügend, da es nicht ungewöhnlich ist, Galgos mit schweren Halsverletzungen zu finden, die von den Jägern als durch die Jagd verursacht bezeichnet werden, von denen wir aber mit Sicherheit wissen, dass sie den Hunden zugefüg wurden, um den Mikrochip zu entfernen. Natürlich sind wir grundsätzlich gegen diese Form der Jagd, wir wissen aber auch dass es starke wirtschaftliche Interessen gibt, die die Abschaffung derselben verhindern.


Wir möchten hiermit
vor der österreichischen Öffentlichkeit –
denn dies in Spanien zu tun ist offensichtlich sinnlos –
diese furchtbare Situation, in der diese Galgos
in unserem Land leben, anklagen.

Seitens unserer Organisation wurde nun auch
eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen um vor dem Europäischen Parlament durchzusetzen, dass auf unser Land in diesem Sinne eingewirkt wird.Bitte helfen Sie uns und unseren Hunden. p.s. wer mit helfen möchte, kann ich den Link zumailen (online-protest)


P.s. ist schon etwas älter (von 2005)





Signatur
Laß uns die Anmut des jungen
Pferdes nicht verdriesen, denn sie ist
wie der Blütenstaub, der - einmal
zerstört - niemals wiederkehrt.


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