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Elke_Graeber ...
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...   Erstellt am 17.01.2007 - 11:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gustav Klimt

Klimt Gustav - geboren am 14. 7. 1862 Wien,
Maler, Zeichner und Graphiker; Bruder von Ernst
Klimt, Vater von G. Ucicky. Sohn eines Graveurs,
bedeutender Vertreter der Wiener Secession. 1876-83
Schüler an der Wiener Kunstgewerbeschule bei J. V.
Berger und F. Laufberger, ab 1879 Zusammenarbeit
mit seinem Bruder und F. Matsch senior. Klimt
führte
in dieser Zeit teils dekorative, teils von H.
Makart beeinflusste Gemälde für öffentliche Gebäude
aus (Theater von Reichenberg 1882/83, Bukarest
1885, Rijeka 1885, Karlsbad 1886; Hermesvilla in
Wien-Lainz 1885, Stiegenhäuser desWiener
Burgtheaters 1886-88, Stiegenhaus des
Kunsthistorischen Museums in Wien 1890/91). Nach
dem Tod seines Bruders 1892 übernahm Klimt den
Auftrag für die Deckenbilder (die Fakultäten) in
der Aula der Wiener Universität mit F. Matsch
(1894). 1905 trat er von dem Auftrag zurück,
nachdem die Präsentation seiner "Philosophie" und
"Medizin" scharfe Proteste ausgelöst hatte.Klimt
war 1897 Mitbegründer der Wiener Secession und bis
zu seinem Austritt 1905 deren Präsident. Sein Stil
wandelte sich deutlich, brach mit dem akademischen
Ideal und zeichnete sich nun durch intensive
Farbgebung, häufige Verwendung von Goldgrund und
ornamentale Flächengestaltung sowieteilweise starke
Symbolhaftigkeit aus. Als Hauptvertreter und
Repräsentant der Wiener Secession hatte Klimt eine
einflussreiche Stellung im Kunst- und
Kulturschaffen der Monarchie inne und war ein
beliebter Porträtist der Wiener Gesellschaft (S.
Knips, A. Bloch-Bauer und andere). 1902 schuf er
den Beethoven-Fries für die Secession. Eine enge
Freundschaft verband Klimt mit den Gründern der
Wiener Werkstätte (1903) J. Hoffmann und K. Moser.
Ab 1905 entwarf Klimt den Mosaikfries für das
Palais Stoclet in Brüssel, der 1911 von der
Werkstätte L. Forstners ausgeführt wurde. Bedeutend
wurde Klimt ferner für die Landschaftsdarstellung,
vor allem aber als Graphiker. Sein umfangreiches
zeichnerisches Werk weist eine stark ausgeprägte
erotische Komponente auf. Als Bindeglied zwischen
Historismus und den modernen Strömungen, zum
Beispiel der Kunst E. Schieles, kommt Klimt eine
Schlüsselstellung in der österreichischen
Kunstgeschichte zu.

Literatur: F. Novotny und J. Dobai, G. Klimt, 1967; A.
Strobl, G. Klimt - Zeichnungen, 4 Bände, 1980-89; G.
Fliedl, G. Klimt, 1989; C. M. Nebehay, G. Klimt, 1992;
G. Klimt, Ausstellungskatalog, Zürich 1992; G. Frodl,
Klimt, 1992; M. Bisanz-Prakken, Heiliger Frühling. G.
Klimt und die Anfänge der Wiener Secession 1895-1905, 1999.
Jürgen Tesch u.a.: Kunst! Das 20. Jahrhundert.
München: Prestel Verlag, 1997

[Dieser Beitrag wurde am 17.01.2007 - 11:10 von Elke_Graeber aktualisiert]





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