focour


Status: Offline Registriert seit: 30.07.2004 Beiträge: 9133 Nachricht senden | Erstellt am 24.01.2006 - 12:53 |  |

"Adele Bloch-Bauer I" von Gustav Klimt
Kauft Österreich Klimt-Bilder zurück?
Wien (dpa) - Die österreichische Regierung will den Rückkauf von fünf weltberühmten Gemälden des Wiener Jugendstil-Malers Gustav Klimt (1862-1918) über einen langfristigen Bankkredit finanzieren. Dies berichtet das Nachrichtenmagazin «Profil» in seiner neuesten Ausgabe.
Die Bilder, die jahrzehntelang in der Österreichischen Galerie Belvedere hingen, müssen nach dem Urteil eines österreichischen Schiedsgerichts an die in den USA lebenden, rechtmäßigen Besitzer zurückgegeben werden. Ihr Gesamtwert wird auf mehr als 200 Millionen Euro geschätzt.
Die Chancen, dass sich reiche Sponsoren aus der österreichischen Wirtschaft finden, um die Transaktion zu finanzieren, erlitten am Wochenende einen Dämpfer. Der Klimt-Sammler und Mitverleger des Boulevard-Blattes «Kronenzeitung», Hans Dichand, erklärte, er habe für eine solche Aktion wegen eines Rechtsstreits mit der «Westdeutschen Allgemeinen Zeitung» zurzeit keine Mittel frei.
Die fünf Gemälde, zwei Porträts (darunter das berühmte Porträt «Adele Bloch-Bauer») und drei Landschaftsbilder Klimts, waren als NS-Raubgut aus dem Besitz der jüdischen Industriellenfamilie Bloch-Bauer nach dem Krieg zunächst an die Österreichische Galerie gefallen. Nach einem mehr als sechs Jahre dauernden Rechtsstreit zwischen Maria Altmann, der Nichte der ursprünglichen Besitzerin, und der Republik Österreich war am vergangenen Dienstag entschieden worden, dass die Werke an die Erbin zurückgegeben werden sollen. Die Gemälde wurden am Donnerstag abgehängt, nachdem bei dem Anwalt Altmanns per E-Mail eine Drohung eingegangen war, die Werke zu zerstören. Der Täter wurde Stunden später gefasst.
Nach Angaben von «Profil» verhandelt die Regierung in Wien seit Tagen mit einem Bankenkonsortium über einen Kredit mit einer Laufdauer von 20 Jahren, über den der Rückkauf der Gemälde finanziert werden soll. Ein Bankensprecher bestätigte die Gespräche. Allerdings sei man noch «in der Sondierungsphase». Es sei «kein Problem», das nötige Geld bereitzustellen. Aus dem Kultusministerium verlautete dazu, es gebe derzeit kein Kaufangebot für die Bilder. Im Übrigen sei zwischen den Rechtsvertretern beider Seiten Vertraulichkeit vereinbart worden.
Dichand dämpfte Hoffnungen, dass sich genügend reiche Sponsoren in Österreich finden, um die Werke in der Alpenrepublik zu halten. «Man hofft auf Sponsoren? Darauf soll man sich nicht verlassen.» Es sollte der Regierung dennoch möglich sein, wenigstens das Porträt Adele Bloch-Bauers zu kaufen. Die anderen Bilder seien «weniger bedeutend», sagte Dichand der Nachrichtenagentur APA.
Kenner des internationalen Kunstmarktes fürchten allerdings, dass durch den Wirbel um die Rückgabe der Bilder der Marktpreis allein für dieses Bild auf über 100 Millionen Euro steigen könnte. Der Anwalt Altmanns, Randol E. Schoenberg, hatte dessen Wert auf rund 105 Millionen Euro veranschlagt. Schoenberg, ein Enkel des Komponisten Arnold Schoenberg, ist direkt am Verkaufserlös beteiligt. Bei der Galerie Belvedere sind die fünf Bilder mit rund 120 Millionen Euro versichert.
[Dieser Beitrag wurde am 19.06.2006 - 17:18 von focour aktualisiert]
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RAJABEAT  Redakteur mit Ehrenstern *


Status: Offline Registriert seit: 03.08.2004 Beiträge: 7803 Nachricht senden | Erstellt am 27.01.2006 - 14:45 |  |
220 Millionen Euro ist der Preis für alle fünf Bilder, das wurde am Mittwoch bekanntgegeben. Am Tag darauf entblödet sich unsere Kulturministern nicht, im Fernsehen zu sagen, mann müsse nachfragen was die Bilder kosten. Ein lebendes Beispiel für Grenzdebilität, die gute Frau. Nachdem die Einnahmen aus der LOhnsteuer 2005 um 700 Millionen höher ausgefallen sind, als erwartet, wäre ein Erwerb der Kunstwerke wohl kein Problem. Die bestellten (fluguntauglichen) Abfangjäger kosten ein Vielfaches. Sonst wird hier jede Kuscheisse gesponsert, es fehlt schlicht und einfach der Wille.
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focour


Status: Offline Registriert seit: 30.07.2004 Beiträge: 9133 Nachricht senden | Erstellt am 19.06.2006 - 17:17 |  |

„Adele Bloch-Bauer I“ von Gustav Klimt
Teuerstes Gemälde der Welt
Ein Porträt des österreichischen Malers Gustav Klimt (1862-1918) ist für den Rekordpreis von 135 Millionen Dollar (107 Millionen Euro) verkauft worden. Das Bild aus dem Jahr 1907 stellt Adele Bloch-Bauer, die Ehefrau eines jüdischen Zucker-Industriellen aus Wien dar.
Das Bild wurde von dem Kosmetikhersteller Ronald Lauder für die „Neue Galerie“ in Manhattan erstanden. Es sei die höchste Summe, die jemals für ein Gemälde gezahlt worden sei, schrieb die Zeitung. Bisher lag der Rekord bei 104,1 Millionen Dollar für einen Picasso, der bei einer Versteigerung des Auktionshauses Sotheby´s im Jahr 2004 den Besitzer gewechselt hatte.
Die „Neue Galerie“ ist ein kleines Museum, das ausschließlich deutsche und österreichische Kunst ausstellt.
Quelle
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