ForumNewsMitgliederSuchenRegistrierenMember LoginKostenloses Forum!


Neuer Thread ...
More : [1] [2] [3] [4]


ErstellerThema » Beitrag als Abo bestellenThread schließen Thread verschieben Festpinnen Druckansicht Thread löschen

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 30.12.2018 - 18:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Olaf19 schrieb

    Mir hat die schauspielerische Leistung von Gräwert als "Hans Bredow" in der Kress-Folge "Der amerikanische Onkel" sehr gut gefallen!

    Bei seinen Regiearbeiten sehe ich eine breite Streuung, von Gurke bis Hammerfolge ist alles dabei.

    Eine Sache fällt mir an seinem Regiestil auf: der wirkt auf mich immer ein wenig hastig bis hektisch. Gräwert zerschnipselt viele Szenen, die zeitlich parallel stattfinden, in kurze Clips und verschränkt diese zeitlich ineinander. Also statt Szene 1 – Szene 2 macht Gräwert oft: Szene 1a, 2a, 1b, 2b, 1c, 2c...

    Was mir bei Gräwerts Regiearbeiten sonst noch auffällt:
    – Bei seinen Kress-Alten fängt der Film mit dem Vorspann bereits an, es gibt keine "Appetithäppchen" mit zusammenhanglosen Schnipseln aus der Geschichte, so wie bei den anderen Regisseuren. Das finde ich schade, weil damit zum einen ein Spannungselement verloren geht, zum anderen passt die hochdramatische Titelmusik meist überhaupt nicht zum Geschehen
    – Gräwert muss ein Faible für die Musik von Helmut Trunz gehabt haben, den IMHO mit Abstand schlechtesten Filmkomponisten bei Derrick und Der Alte. Andauernd dudelt Trunz bei Gräwert, eine Zumutung!
    – Wenn Christa-Maria Bandmann das Drehbuch geschrieben hat, führt fast immer Gräwert Regie
    – Wenn Roswitha Schreiner mitspielt, führt fast immer Gräwert die Regie
    – Seine Folgen enden nie mit einem Freeze-Frame, sondern der Film läuft im Abspann einfach weiter, meistens im Büro der Kommissare. Wirkt auf mich... irgenwie merkwürdig.

    Aber genug gemeckert – insgesamt ist Günter Gräwert schon ein guter Regisseur. "Eine Rose im Müll", "Das Lächeln des Doktor Bloch" und "Gefährlicher Weg durch die Nacht" sind echte Klassiker!




Das mit dem Verzichten auf den üblichen Vorspann war nicht das Alleinstellungsmerkmal von Gräwert, auch Haugk hat das zweilen (gerade bei Kress) gerne gemacht.
Bei "Gefährlicher Weg durch die Nacht" tue ich mich schwer, den als Klassiker zu bewerten, und auch die Platzierung in den Top 3 der hiesigen Rangliste habe ich nie so ganz verstanden. Es ist eine ordentliche und grundsolide Folge. Aber eine der drei besten Folgen? Naja, Geschmäcker sind halt verschieden. EINE ROSE IM MÜLL und DOKTOR BLOCH sehe ich als viel bessere Gräwert-Folgen an.





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 31.12.2018 - 15:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Und was das GeTrunze angeht, es stimmt zwar, dass Gräwert den häufiger hat komponieren lassen, aber angeschleppt hat ihn der ansonsten musikalisch so geschmackssichere Wolfgang Becker (oder war es damals schon Ringelmann?). Und irgendwie hat wohl auch Ringelmann Gefallen an dieser Fahrstuh-Dudel-Musik gefunden haben, denn auch Ashley und Grädler setzten den häufiger ein, und selbst Haugk und Weidenmann (in seiner letzten ALTE-Folge) bekamen den Helmut je einmal aufs Auge gedrückt, zudem war er für die Musik von DER MANN OHNE SCHATTEN verantwortlich. Bei SISKA ging in der 1.Folge bei mir der Trunz-Alarm hoch, es war dann aber doch der Ebbse Schoener.





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

Olaf19 ...
Inspektor-Anwärter
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 20.11.2011
Beiträge: 919
Nachricht senden
...   Erstellt am 31.12.2018 - 20:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


OberinspektorDerrick schrieb
    Und was das GeTrunze angeht, (...) angeschleppt hat ihn der ansonsten musikalisch so geschmackssichere Wolfgang Becker (oder war es damals schon Ringelmann?). Und irgendwie hat wohl auch Ringelmann Gefallen an dieser Fahrstuh-Dudel-Musik gefunden haben,...

Nichts gegen Fahrstuhl-Musik ("Muzak"), wenn sie gut gemacht ist!

Es war wohl eher Ringelmann; Trunz und Becker passt so überhaupt nicht zusammen

OberinspektorDerrick schrieb
    Bei SISKA ging in der 1.Folge bei mir der Trunz-Alarm hoch, es war dann aber doch der Ebbse Schoener.

Einige Werke von Eberhard Schoener sind mit Trunz schwer auseinander zu halten. Schoener weist musikalisch allerdings die wesentlich höhere Bandbreite auf; z.B. ist der Soundtrack zu Derrick: "Das leere Zimmer" ein echtes Meisterstück. Das wäre aber eher ein Thena für einen eigenen Thread.

OberinspektorDerrick schrieb
    Das mit dem Verzichten auf den üblichen Vorspann war nicht das Alleinstellungsmerkmal von Gräwert, auch Haugk hat das zweilen (gerade bei Kress) gerne gemacht.

Hab ich gerade gesehen: "Das Spiel ist aus" von Dietrich Haugk – da zeigt der Vorspann ein tristes Fabrikgelände an einem trüben Samstagvormittag. Nix Vorschau mit Appetizer-Schnipseln.

Prinzipiell ist dagegen auch nichts einzuwenden, wenn das Ambiente wenigstens einigermaßen zur Titelmusik passt. Aber bei einem Szenario wie z.B. "belebtes Straßencafé an einem heiteren Sommertag" wirkt es fast unfreiwilig komisch, wenn dazu eine düster-dramatische Spannungsmusik ertönt.

OberinspektorDerrick schrieb
    Bei "Gefährlicher Weg durch die Nacht" tue ich mich schwer, den als Klassiker zu bewerten, und auch die Platzierung in den Top 3 der hiesigen Rangliste habe ich nie so ganz verstanden.

Ja okay, "Top 3" finde ich auch übertrieben. Allein von Theodor Grädler – der noch nicht einmal mein Lieblings-Regisseur ist – fallen mir spontan mindestens 3 Folgen ein, die ich höher bewerten würde (Abitur, Der Klassenbeste, Hoffmanns Höllenfahrt).-





Signatur
"Holt schon mal den Wagen, ich komm' gleich nach!" (Kommissar Kress in: "Der Anschlag", Folge 167)

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 31.12.2018 - 21:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich muss sogar sagen, dass einige von Duvals späten Werken leicht an Trunz erinnert, auf der letztjährigen CD gibt es da 2-3 Sachen, die las Trunz-Werke - allerdings bessere - durchgehen könnten. Schoener hat einige wirklich gute Sachen geschrieben. Und ja, so wie Ringelmann in den 80ern Schoener angeschleppt hat (oder war es da Jürgen Goslar), hat er dann wohl bei einer Hochzeitsfeier den Alleinunterhalter Trunz aufgegabelt.





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

Olaf19 ...
Inspektor-Anwärter
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 20.11.2011
Beiträge: 919
Nachricht senden
...   Erstellt am 01.01.2019 - 02:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alter...! Am Silvesterabend um die Uhrzeit noch im Forum posten? Nichts mit feiern? – Ich war wie meistens bei meinem Lieblings-Portugiesen, habe aber zeitig Schluss gemacht, da ich ziemlich erkältet bin und ins Bett gehöre. Mit dem Notebook auf dem Nachttisch, versteht sich

OberinspektorDerrick schrieb
    Und ja, so wie Ringelmann in den 80ern Schoener angeschleppt hat (oder war es da Jürgen Goslar), hat er dann wohl bei einer Hochzeitsfeier den Alleinunterhalter Trunz aufgegabelt.

Das ist ein ganz vorzüglicher Vergleich. Ja, es klingt alles irgendwie penetrant nach Keyboard. Etwa so, als wenn man um 1990 herum bei einem billigen General-MIDI-Soundmodul beim Einschalten die Tasten Power-On + Enter + Edit + Cursor-rechts (oder eine ähnlich krude Kombination) gedrückt gehalten hat, um den Demosong-Playmodus zu aktivieren. Das klang meistens ziemlich nach Plastik, besonders bei Synthies von Kawai.

Disclaimer: es gab hervorragende(!) Demosongs für Synthesizer, auch schon zu der Zeit, vor allem bei Roland-Geräten. Eric Persing – der Mann ist eine echte Kapazität und beinahe schon Legende! – hat da immer mitgestrickt, sowohl bei der Soundprogrammierung als auch bei den Demo-Songs, z.B. beim Roland D-50: https://www.youtube.com/watch?v=VggsB5eZ0oM

Sorry, aber da können die Trunze dieser Welt echt einpacken...





Signatur
"Holt schon mal den Wagen, ich komm' gleich nach!" (Kommissar Kress in: "Der Anschlag", Folge 167)

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 01.01.2019 - 22:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Olaf19 schrieb

    Alter...! Am Silvesterabend um die Uhrzeit noch im Forum posten? Nichts mit feiern? – Ich war wie meistens bei meinem Lieblings-Portugiesen, habe aber zeitig Schluss gemacht, da ich ziemlich erkältet bin und ins Bett gehöre. Mit dem Notebook auf dem Nachttisch, versteht sich


    Das ist ein ganz vorzüglicher Vergleich. Ja, es klingt alles irgendwie penetrant nach Keyboard. Etwa so, als wenn man um 1990 herum bei einem billigen General-MIDI-Soundmodul beim Einschalten die Tasten Power-On + Enter + Edit + Cursor-rechts (oder eine ähnlich krude Kombination) gedrückt gehalten hat, um den Demosong-Playmodus zu aktivieren. Das klang meistens ziemlich nach Plastik, besonders bei Synthies von Kawai.

    Disclaimer: es gab hervorragende(!) Demosongs für Synthesizer, auch schon zu der Zeit, vor allem bei Roland-Geräten. Eric Persing – der Mann ist eine echte Kapazität und beinahe schon Legende! – hat da immer mitgestrickt, sowohl bei der Soundprogrammierung als auch bei den Demo-Songs, z.B. beim Roland D-50: https://www.youtube.com/watch?v=VggsB5eZ0oM

    Sorry, aber da können die Trunze dieser Welt echt einpacken...


Bei manchen Derricks war Trunz ja auch Kameramann, da hat man dann einen Mann für zwei Jobs gehabt. Ich habe mich mittlerweile an Trunz gewöhnt (bis gerade in den Kress-Folgen von 2002-2003, da hat ja durchweg fast nur Trunz die Mucke gemacht, insgesamt 111 Folgen bei Kress und Herzog).





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

Olaf19 ...
Inspektor-Anwärter
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 20.11.2011
Beiträge: 919
Nachricht senden
...   Erstellt am 02.01.2019 - 16:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


OberinspektorDerrick schrieb
    Bei manchen Derricks war Trunz ja auch Kameramann, da hat man dann einen Mann für zwei Jobs gehabt.

Das ist sicher ein ganz nettes Zusammentreffen, sollte aber nicht wirklich ein Kriterium sein. Ein Kameramann muss bei der Filmproduktion immer vor Ort sein, während ein Komponist – ähnlich dem Drehbuchautor – nur im Hintergrund arbeitet. Das sind also schon recht verschiedenartige Jobs.

Evtl. ist diese "Ämterhäufung" sogar kontraproduktiv, etwa wenn der Komponist zu wenig Zeit hat, sich um die Musik zu kümmern, weil er ja gleichzeitig noch als Kameramann bei jedem Dreh dabei sein muss.

OberinspektorDerrick schrieb
    Ich habe mich mittlerweile an Trunz gewöhnt (bis gerade in den Kress-Folgen von 2002-2003, da hat ja durchweg fast nur Trunz die Mucke gemacht, insgesamt 111 Folgen bei Kress und Herzog).

Also ich habe schon den Eindruck, dass er sich über die Jahre etwas entwickelt hat, dass es mit der Musik besser geworden ist. "Lange Schatten" z.B. finde ich ganz gelungen.

Demnächst beschäftige ich mich mit den Folgen 200+, also ab Box 13, da freue ich mich schon drauf...

Was die von dir konstatierten Ähnlichkeiten zwischen Duval/Schoener/ Trunz angeht: nun, jeder ist ein Kind seiner Epoche. Die Sounds, die von diesen 3 Komponisten um 1990 verwendet wurden, treffen ziemlich genau den Nerv jener Zeit, als es en vogue war, traditionelle Instrumente mit irgendwelchen Synthies "nachzuäffen". Man war damals einfach fasziniert davon, dass das überhaupt ging und hat über quaitative Mängel im Gesamtklang großzügig hinweggesehen, ist mein Eindruck.

Aus heutiger Sicht wirkt das teilweise unfreiwillig komisch, diese pieksigen Violinen, kratzigen Celli und quäkenden Fagotte, wie sie z.B. bei Eberhard Schöners "Pseudo-Sinfonieorchester / Kammermusik"-Arrangements vorkommen. "Der Tod des Uhrmachers" ist ein ganz schönes Beispiel dafür.

Bummm... jetzt habe ich den Thread gesprengt. Und an allem ist Günter Gräwert schuld





Signatur
"Holt schon mal den Wagen, ich komm' gleich nach!" (Kommissar Kress in: "Der Anschlag", Folge 167)

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 03.01.2019 - 21:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Also zurück zu Gräwert, ohne Trunz. Interessantwerweise gab es das Team Gräwert/Duval bei allen Serien zweimal. Bei "Derrick" die "Rose im Müll" und "Doktor Bloch" interessanterweise mit einem Abstand von 10 Jahren, bei Köster "Umsonst ist der Tod" und "Zwei Särge aus Florida", nur knapp 2 1/2 Monate Abstand, wobei "Umsonst ist der Tod" in der Produktionsreihefolge Folge 78, die "Särge" Folge 77 war. Und bei Kress liegen auch mal gerade 3 Monate bzw. 4 Folgen zwischen "Der sanfte Tod" und "Verwischte Spuren."

Was Gräwerts Regie-Arbeiten angeht, so sehe ich die eher gemischt. Dass er in der Spätphase von Köster sehr viele Folgen inszeniert hat, lag wohl daran, dass er mit dem zunehmend unwilligen und unlustigen Lowitz einfach am besten umgehen konnte. Dass er dann in der Kress-Anfangszeit viele Folgen inszenierte, ist dann an sich konsequent (er hat ja u.a. auch die erste Kress-Folge zusammen mit Vogeler und Ahlsen geschrieben). Wobei lustigerweise die erste Folge die zweite war, die gedreht wurde. Aber bei "Derrick" war ja "Waldweg" eigentliuch die 4. produzierte Folge. Horst Tappert bringt dann auch in seinen Memoiren auch die eigentlich erste Folge "Mitternachtsbus" und "Waldweg" durcheinander, wenn er schreibt, dass Wolfgang Kieling den geistig zurückgebliebenen Bruno gespielt habe (um dann auch anzumerken, dass bei Reinecker die geistig Minderbemittelten häuzfig Bruno hießen, das ist ihm also auch aufgefallen.

Übrigens ist es erfreulich, dass scheinbar mit Olafs Rückkehr wieder ein wenig Leben in das fast schon friedlich entschlafende Forum gekommen ist. Sehr schön.





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

Olaf19 ...
Inspektor-Anwärter
.........

...

Status: Offline
Registriert seit: 20.11.2011
Beiträge: 919
Nachricht senden
...   Erstellt am 04.01.2019 - 15:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


OberinspektorDerrick schrieb
    Was Gräwerts Regie-Arbeiten angeht, so sehe ich die eher gemischt. Dass er in der Spätphase von Köster sehr viele Folgen inszeniert hat, lag wohl daran, dass er mit dem zunehmend unwilligen und unlustigen Lowitz einfach am besten umgehen konnte.

Dem Vernehmen nach hatte Siegfried Lowitz ja auch Alfred Vohrer als Regisseur vergrault. Der sollte in der Kress-Ära wieder zum Zuge kommen und "Terzett in Gold" inszenieren, verstarb dann aber an den Folgen eines tragischen Unfalls.

Gräwert kommt bei seinen Einsätzen als Schauspieler ziemlich muffig und grummelig rüber; bei manchen Rollen passt das ja auch. Vielleicht konnte er gerade deswegen so gut mit Lowitz!

OberinspektorDerrick schrieb
    Dass er dann in der Kress-Anfangszeit viele Folgen inszenierte, ist dann an sich konsequent (er hat ja u.a. auch die erste Kress-Folge zusammen mit Vogeler und Ahlsen geschrieben).

Ja, unter dem Pseudonym "Tobias Bertram". Manchmal frage ich mich, ob "Christa-Maria Bandmann" nicht auch nur ein Pseudonym für jemanden aus dem Gräwert-Umfeld ist, vielleicht sogar ihm selbst. Auffällig ist jedenfalls, dass Bandmann als Autorin ziemlich plötzlich auftauchte und ebenso plötzlich wieder verschwand. Im Netz findet man so gut wie nichts über diese Dame.

OberinspektorDerrick schrieb
    (um dann auch anzumerken, dass bei Reinecker die geistig Minderbemittelten häuzfig Bruno hießen, das ist ihm also auch aufgefallen.

Nicht nur bei Reinecker, auch bei Vogeler... Siehe Kress: Tödliche Beziehungen (1992). Keine Ahnung, was dieser Vorname verbrochen hat. Fixe Idee von Ringelmann?

OberinspektorDerrick schrieb
    Übrigens ist es erfreulich, dass scheinbar mit Olafs Rückkehr wieder ein wenig Leben in das fast schon friedlich entschlafende Forum gekommen ist. Sehr schön.

Eines ist ein bisschen schade bei Razyboard: man bekommt nicht automatisch Antworbenachrichtigungen, wenn man in einem Thread gepostet hat. Man muss schon daran denken, den Thread zu abonnieren. Hier wäre ein Opt-Out-Verfahren dem allgemein bevorzugten Opt-In deutlich vorzuziehen.

Daher glaube ich, dass viele interessante Antworten auf eigene Beiträge leicht übersehen werden. Sonst wäre hier noch mehr los!





Signatur
"Holt schon mal den Wagen, ich komm' gleich nach!" (Kommissar Kress in: "Der Anschlag", Folge 167)

OberinspektorDerrick 
Inspektor
............

...

Status: Offline
Registriert seit: 24.03.2016
Beiträge: 671
Nachricht senden
...   Erstellt am 04.01.2019 - 17:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Olaf19 schrieb

    Dem Vernehmen nach hatte Siegfried Lowitz ja auch Alfred Vohrer als Regisseur vergrault. Der sollte in der Kress-Ära wieder zum Zuge kommen und "Terzett in Gold" inszenieren, verstarb dann aber an den Folgen eines tragischen Unfalls.
    Gräwert kommt bei seinen Einsätzen als Schauspieler ziemlich muffig und grummelig rüber; bei manchen Rollen passt das ja auch. Vielleicht konnte er gerade deswegen so gut mit Lowitz!


Möglich. Oder er konnte dessen Launen gut wegmoderieren, Lowitz soll ja als Schauspieler bei aller Klasse wohl manchmal ein richtiger Kotzbrocken gewesen sein. Das mit Vohrer war sehr schade, der war sicher auch von Ringelmann für weitere Kress-Folgen eingeplant. Die näheren Umstände zu Vohrers Tod hat ja m.W. erst Horst Tappert in seinen Memoiren geschildert, davor hieß es m.W. "Herzinfarkt" oder "Herzversagen". Ich glaube auch nicht, dass Wolfgang Becker da noch wesentliche Vewränderungen vorgenommen hat, man konnte die Drehrabietrn ja nicht für mehrere Wochen verschieben, die Gast-Schauspieler waren verpflichtet und hatten vermutlich schon Engagements im Anschluß an die "Terzett!-Dreharbeiten. Zudem vermittelt die Folge auch ein gewisses Vohrer-Feeling.

Olaf19 schrieb
    Ja, unter dem Pseudonym "Tobias Bertram". Manchmal frage ich mich, ob "Christa-Maria Bandmann" nicht auch nur ein Pseudonym für jemanden aus dem Gräwert-Umfeld ist, vielleicht sogar ihm selbst. Auffällig ist jedenfalls, dass Bandmann als Autorin ziemlich plötzlich auftauchte und ebenso plötzlich wieder verschwand. Im Netz findet man so gut wie nichts über diese Dame.


Kann sein, muss aber nicht. Frau Bandmann hat zwar mehrheitlich Drehbücher zu Gräwert-Folgen abgekliefert, aber da ja Gräwert sonst auch Bücher unter seinem Namen verfasst hat. Zwei Drehbücher wurden von Brynych und Weidenmann verfilmt.
Und dann ist da noch "Christina Christoff". Die taucht auch erst Mitte der 90er Jahre auf, und verschwand dann wieder.

[Dieser Beitrag wurde am 04.01.2019 - 17:50 von OberinspektorDerrick aktualisiert]





Signatur
"Harry, der Pfarrer, der Pfarrer hat einen beneidenswerten Beruf."

More : [1] [2] [3] [4]

Ähnliche Themen:
Thema Erstellt von Antworten Forumname
Günter Gräwert Widanje 2 squire1971
Günter Lüdke Sascha1971 0 squire1971
Ein Fall für Zwei: Günter-Strack-Gesamtbox kommt Olaf19 4 squire1971
Neuer Thread ...

Geburtstagsliste:
Heute hat nur 1 User Geburtstag
ayrton (46)




Impressum

Dieses Forum ist ein kostenloser Service von razyboard.com
Wollen Sie auch ein kostenloses Forum in weniger als 2 Minuten? Dann klicken Sie hier!



blank