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Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 14.09.2006 - 21:11 |  |
Große Pläne
1.Kapitel
Es war ein herrlicher Tag. Es war eine Wolke am Himmel und die Praiosscheibe schien in voller Pracht auf die Stadt des Raben und dessen Gladiatorenarena. Die Bal-Honak Arena strahlte in vollem Glanz, als Gaius Verus den Arenavorplatz betrat. Das Gedränge war groß, denn zur Zeit veranstaltete der Patriarch Amir Honak eine Festspielwoche. Erst jetzt merke ich, wie sehr mir Al'Anfa gefehlt hat dachte Gaius und genoss den Anblick, bevor er sich in die Arena aufmachte.
Rund um die Arena waren Kaufleute unterwegs, die lauthals ihre Waren anpriesen: „ SITZKISSEN! WEICHE SITZKISSEN! AUS FEINSTEN STOFFEN! NUR 3 OREAL DAS STÜCK! GREIFT ZU, SOLANGE IHR NOCH KÖNNT!!“
„GETRÄNKE! KALTE GETRÄNKE! NUR 5 DIRHAM!“
Kurz vor dem Eingang zu den Logen richtete Gaius noch seine Rüstung und seinen purpurroten Umhang, bevor er zum Eingang trat. Dort standen 2 Söldner, allem Anschein nach von der Dukatengarde, da sie jeweils einen großen Sklaventod als Bewaffnung trugen. „HALT! Wo wollt ihr denn hin? Das Betreten der Logen ist untersagt!“ „Der Praefectus Militaris wünscht mich zu sehen.“, entgegnete Gaius gelassen. „Dann seid ihr Gaius Verus?“ „Ja der bin ich.“ „Nun gut, mein Herr erwartet euch bereits.“
Als Gaius die Loge betrat, begrüßte ihn der Praefectus Militaris Rahjadan Bonareht freundlich: „ Ah, Boron zum Gruße, Kriegstribun Gaius Verus.“ „Ich grüße euch Praefectus.“ „ Setzt euch. Wir können später mit der Besprechung anfangen. Doch lasst uns zuerst das heutige Festspiel der Arenakämpfe genießen.“ Als sich der Praefectus und Gaius hinsetzten, kamen Sklaven, die ihnen mit Palmwedeln Luft zufächerten. Es kamen weiter Sklaven, die erlesene Früchte auf Silbertabletten trugen.
In diesem Moment erklang ein Fanfarenstoß und ein paar Logen weiter erhob sich ein großer Mann mit kurzen schwarzen Haaren und prunkvoller Kleidung und sprach mit lauter Stimme: „ MÖGEN DIE SPIELE BEGINNEN!“ Ein Fanfarenstoß erklang. Ein Rattern war zu hören und sechs Jäger mit Speeren bewaffnet traten aus einem Tor hinaus. Sofort jubelten die Fanas ausgelassen und auch von den Granden und anderen Würdenträgern erklang Applaus, wenn auch verhaltener. Die sechs Jäger, Sklaven allen Anschein nach, grüßten den Patriarchen, der auch anwesend war, und erwarteten ihr Schicksal. Nach einigen Augenblicken erklang erneut ein Fanfarenstoß und es wurde still. Wieder ertönte ein Rattern und alle Augen starrten gebannt auf das andere Tor. Aus der Dunkelheit erklang ein markerschütterndes Knurren und zum Vorschein kamen drei Säbelzahntiger. Die Menge hielt kurz den Atem an, aber dann setzte Jubel ein. Die Jäger formierten sich zu einem Kreis, während die Säbelzahntiger um die Gruppe herumpirschten und auf eine günstige Position warteten. Plötzlich sprang ein Säbelzahntiger unvermittelt auf einen Jäger, der sich zu weit nach vorne gewagt hatte. Schreiend ging er zu Boden und schon war der Säbelzahntiger über ihm und grub seine Zähne in den Hals des Mannes, aus dem nur noch ein Gurgeln zu hören war. Sofort waren seine Genossen da und ein Speer schlug in die Flanke des Säbelzahntigers, der aufjaulte und sich seinem neuen Angreifer wigmete. Der Jäger ließ den Speer los und zog ein Jagdmesser, mit dem er den Schädel des Tigers spaltete. Dieser sackte in sich zusammenm während sich eine Blutlache um den Tiger bildete. Nun gingen auch die restlichen Säbelzahntiger auf die Jäger los und es gelang ihnen zwei weitere Jäger niederzureißen und zu töten, wurden aber letztenendes doch von den übrigen Jägern abgeschlachtet. Als der kampf endete, brandete donnernder Applaus auf und die restlichen Jäger verließen erschöpft die Arena. Nun kamen Sklaven in die Arena, die die Kadaver wegschafften und auch schnell wieder verschwanden.
„Wie gefallen euch die Gladiatorenkämpfe?“, fragte der Praefectus unvermittelt Gaius. „Sehr unterhaltsam, obwohl ich ein Schlachtfeld eher vorziehe.“, antwortete Gaius. „Nun, ihr habt es zweifelsohne zu etwas gebracht. Und das in relativ kurzer Zeit. Ihr seid ein junger Befehlshaber, der Befehlen gehorcht. Genau solche Leute braucht der Patriarch und nicht solche Intriganten. Euer strategisches Geschick hat euch bekannt und berüchtigt gemacht. Meines Wissens nach habt ihr die Horasier ein ums andere geschlagen und seid noch unbesiegt auf dem Schlachtfeld. Ihr seid der geeignete Mann für unser Vorhaben. Doch genug der Worte. Lasst uns die Spiele weiter verfolgen.“ Mit einem Nicken deutete der Praefectus auf die Arena. Mit einem Fanfarenstoß erhob sich erneut der Praefectus Ludi und sprach: „ VOLK VON AL'ANFA! IHR SEID GEKOMMEN UM BLUT ZU SEHEN UND BLUT WERDET IHR BEKOMMEN! WERDET ZEUGE, WIE DIE TAPFEREN GLADIATOREN UM LEBEN UND TOD KÄMPFEN! LASST DIE KÄMPFE BEGINNEN!“ Mit einem weiteren Fanfarenstoß öffnete sich das Tor und die Gladiatoren traten in die Arena. Es waren sechs an der Zahl. Drei Pescatores, die mit Netzen und Dreizacken ausgerüstet waren, und drei Secutores, die mit Schwert und Schild antraten. Außerdem hatten sie Helme und Arm- und Beinschienen an, im Gegensatz zu den Pescatores. Alle sechs Gladiatoren richteten sich zum Patriarchen, verneigten sich und sprache laut und deutlich: „ DEN ZWÖLFEN HEIL DIR, PATRIARCH! MORITURI TE SALUTANT!“ Der Patriarch nickte kurz und die Gladiatoren begaben sich in die Aufstellung. Dann ging es los! Die Menge jubelte, während die Gladiatoren kämpften. Die Pescatores wichen immer weiter vor den Secutores zurück, aber plötzlich warf ein Pescator sein Netz über einen Secutor und stach mit dem Dreizack nach ihm. Der Secutor hob seinen Schild, konnte aber nicht verhindern, dass das Netz ihn gefangen nahm. Dann stolperte der Secutor und fiel auf den Rücken. Die Menge johlte auf. Nun war der der Pescator über ihm und versuchte, den Dreizack in den Gegner zu stoßen. In dem Moment gelang es dem Secutor, mit dem Schwert das netz zu durchtrennen und verpasste dem Pescator einen Schildstoß in die Beine, sodass sein Gegner strauchelte. Dies nutzte der Secutor und stand wieder auf und setzte dem Pescator mit einer Reihe von Schlägen nach. Schließlich traf ein starker Schwerthieb den Schaft des Dreizacks und dieser zerbrach mit einem Splittern. Mit einem gezielten Stich ins Herz beendete der Secutor seinen Zweikampf. Neben ihm ging ein Secutor mit klaffendem Hals röchelnd zu Boden. Am Ende standen nur noch zwei Secutores , der eine stark verletzt. Das Publikum war in Rage. Es tobte auf den Rängen und lobpreisten die beiden Gladiatoren mit Hochrufen.
„ Nun lasst uns über eine Angelegenheit sprechen, die von äußerster Wichtigkeit ist. Der Patriarch plant etwas großes und ihr scheint der geeignete Mann zu sein. Nun kommt. Es gibt viel zu besprechen.“ mit diesen Worten erhob sich der Praefectus und bedeutete Gaius, ihm zu folgen.
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DerNamenlose  Segler
    

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Das römische Reich meets Al'Anfa.
Interessante Komposition.
Die kurze, fast dokumentarische, aber lebhafte Beschreibung der Kämpfe finde ich gelungen; insbesondere unter dem Aspekt, daß Du darin keine unnötige Beschreibung von Brutalität & Leid benötigst um ein abgerundetes Bild zu schaffen.
Eine leichte Beschreibung der auftretenden Hauptcharaktere statt nur ihrer Namen könnte die Vorstellung des Gespräches noch etwas intensiver werden lassen.
be waiting for Kapitel 2...
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Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 15.09.2006 - 14:48 |  |
Ich habe in der Regionalbeschreibung nachgelesen, dass Al'Anfa dem römischen Reich nachempfunden ist. Alle Bezeichnungen und Personen( bis auf den Hauptcharakter) sind offiziell. Und keine Sorge: Der Hauptcharakter wird noch beschrieben werden.
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DerNamenlose  Segler
    

Status: Offline Registriert seit: 30.07.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 16.09.2006 - 01:57 |  |
Oh,
ich spielte bzw. spiele die Gegend in und um Al'Anfa immer eher wie eine Mischung aus "1000 & einer Nacht" gemixt mit zahlreichen Einwirkungen von diversen Filmen, Mythen etc.
(Also Scheichs, Nomaden, Karawanen, Sklaven, Eunuchen, Dschinns, Sandwürmer, Tempeln like Indiana Jones, usw. usw.)
Das römische Reich hätt' ich dort nie gesehen, aber s' ist gut zu wissen...
bin gespannt auf Kapitel zwei...
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Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 17.09.2006 - 14:38 |  |
2.Kapitel
Vor dem Sitz des Hohen Rates der Zwölf hielt eine Sänfte und der Praefectus Militaris stieg aus. Hinter der Sänfte stieg ein großer Mann vom Pferd. Er wirkte muskulös und groß. Sein Gesicht sah wettergegerbt aus und seine schwarzen Haare trug er kurz geschnitten. Gaius trug eine prunkvolle Rüstung, die er mit einem purpurrotem Umhang trug. Als Bewaffnung trug er ein verziehrtes Langschwert. Gaius begleitete den Praefectus in das Gebäude. In einem großen Raum standen zwei weitere Männer. Der eine, ein großer, massiger Hüne, war der Custos Coloniae Nareb Emano Zornbrecht. Der andere, ein mittelgroßer Mann mit langen dunkelbraunen Haaren, war der Patriarch Amir Honak persönlich. An einem großen Tisch angekommen, verneigten sich Gaius und der Praefectus Militaris vor dem Patriarchen. Dieser nickte knapp und sprach: „ Boron sei mit euch. Ihr kommt etwas spät, Praefectus.“ , sprach er zu Rahjadan Bonareth, der erwiderte: „ Verzeiht eure hochwürdigste Erhabenheit, aber...“ „ Genug, ihr seid zu spät! Das reicht! Keine Ausreden!“, entgegnete der Patriarch hart. „Aber...“, begann Bonareth, wurde aber vom Patriarchen ignoriert, der sich nun zu Gaius wandte: „ Ihr müsst Gaius Verus sein. Der tapferste Mann in meiner X. Legion, wie die Soldaten erzählen. Euer Ruf eilt euch vorraus. Ihr seid der richtige Mann für mein Unternehmen.“ und deutete auf den großen Tisch, auf dem zwei Karten lagen. „Tretet näher. Der Praefectus Militaris wird euch den Plan erklären.“ Nun trat auch Bonareth an den Tisch und wies auf die große Karte. „Wie ihr sehen könnt, umfasst die Karte den ganzen Süden. Von Mengbilla über Al'Anfa bis zu Brabak. Der Patriarch plant, Brabak endgültig zu vernichten und die Vorherrschaft zu übernehemen. Nun brauchen wir euren Rat als zukünftiger Heerführer.“ Gaius blickte überrascht zuerst von der Karte zum Praefectus und dann zum Patriarchen, der kurz nickte, und sprach: „ Es wird mir eine Ehre sein, euch mit Rat und Tat zur Seite zu stehen.“ „Zuerst müssen wir sichergehen, dass unsere Bündnisspartner ihren Schwur leisten.“, fuhr Bonareth fort. „Eure Aufgabe wird es sein, mit 5 Galeeren der Golgari-Klasse in Richtung Mengbilla aufzubrechen, um sicherzugehen, dass sich Mengbilla auch an der Militäraktion beteiligt. Ihr werdet in Mengbilla alle weiteren Befehle erhalten. Soweit alles verstanden?“ „Ja natürlich, Praefectus. Ich werde mein bestes geben. Ich werde euch nicht enttäuschen. Wann soll ich aufbrechen?“, fragte Gaius die anderen Männer. „In einer Woche. Zur Zeit werden die Schiffe noch überprüft. Die Schiffe liegen im Kriegshafen.“, antwortete diesmal Nareb Zornbrecht, der vorher schweigend das Ganze beobachtet hatte. „ Euch werden 3 Banner von der Dukatengarde und 1 Banner der Rabengarde unterstellt. Außerdem bekommt ihr einen Adjatanten, der euch in allem unterstützt.“, sagte der Patriarch nun und Bonareth sprach: „ Nun, ihr müsst euch sicherlich vorbereiten. Ich werde ein Quartier für euch herrichten lassen und euch steht die Waffenkammer zur Verfügung. Dies wäre im Moment alles.“ Mit diesen Worten war Gaius entlassen und so schritt er zur Tür, um sich auf dem Markt umzusehen.
Es war später Nachmittag, als Gaius, auf dem Weg zum Perlenmarkt, an der Alten Richtwiese vorbei kam. Eine Menschenmenge erregte seine Aufmerksamkeit, die tumultartig zusammengerottet war. Was ist denn da los? Das sehe ich mir mal an. Warscheinlich eine Hinrichtung, oder ähnliches...dachte Gaius und mischte sich unters Volk. Auf einem Podium waren sechs Wachen von der Stadtgarde zu sehen, ein Mann in Ketten und ein Mann, der eine prunkvolle Robe trug. Dieser trat vor, holte eine Schriftrolle aus seiner Robe hervor und sprach mit deutlicher Stimme: „ HÖRT, VOLK VON AL'ANFA! RONDRIGO QUESEDA WIRD BESCHULDIGT, DAS SKLAVENZEICHEN UND DAS SIEGEL DES HAUSES PALIGAN GEFÄLSCHT ZU HABEN! DER IUS IMPERII MERIDIANAE SIEHT FÜR DIESE TAT DEN TOD DURCH DIE KLASSISCHE HINRICHTUNG VOR! KRAFT MEINES VON BORON VERLIEHENEN AMTES WIRD DIESES VORTEIL VOLLSTRECKT! MÖGE DIES EINE WARNUNG FÜR ALLE ANDEREN SEIN!“ Mit diesen Worten betrat ein Scharfrichter das Podium mit einem Richtschwert. Der Verurteilte wurde von der Stadtgarde auf den Rücken gelegt und festgehalten. Der Verurteilte wehrte sich energisch, war aber zu erschöpft, um sich erfolgreich zur Wehr zu setzen. Letztendlich lag er auf dem Rücken und der Scharfrichter trat an ihn herran. Die Menge hielt den Atem an. Der Scharfrichter hob das Richtschwert. Die Augen des Verurteilten weiteten sich vor Todesangst, denn er konnte die Klinge die Ganze Zeit über sich sehen. Der Scharfrichter sah zum Richter, der nickte, und ließ das Schwert niederfahren. Die Klinge grub sich in den Hals und durchtrennte diesen mit einem sauberen Schnitt. Blut spritzte auf, als der Kopf des Verurteilten auf das Podium rollte. Sofort waren Wachen zur Stelle, um den leblosen Körper vom Podium zu schleifen. Sie werden den Körper sicherlich den Raben überlassen.dachte Gaius. Die Menge löste sich auf. Es lag eine bedrückte Stimmung über den Menschen, die sich nun in alle Himmelsrichtungen zerstreute. Armer Kerl... ein hartes Schicksal für einen Menschen...dachte Gaius auf dem Weg zum Perlenmarkt. Reiß dich zusammen... Er war ein Verbrecher, nichts weiter! ermahnte sich Gaius selbst, als er am Perlenmarkt ankam. Hier zwischen den Palmen war die Hitze des Tages nicht ganz so extrem, wie auf der Alten Richtwiese. Gaius ging zu einem Stand und sprach zum Händler: „ Ein Stück Wassermelone und Wein.“ Der Händler holte beides und sagte: „ Das macht 4 Dirham für das Stück Wassermelone und 15 Oreal für den Rotwein. Es ist ein excellenter Jahrgang.“ Gaius gab ihm das Geld und setzte sich mit seinen Speisen in den Schatten der Palmen und genoss das bunte Treiben am Markt. Nachdem er die Wassermelone gegessen und den Wein ausgetrunken hatte, schlenderte er über den Markt. Der Markt war mit feinstem Kalk gepflastert und die Stände waren gut gepflegt. Die Händler boten u. a. Jaguarfelle, Obsidianschnitzereien und exotische Vögel in geflochtenen Käfigen an. An anderen Ständen wurden auf schrägen Tischen aus Edelholz, oft sogar mit Perlmutt belegt, feinste Efferdsfrüchte und Fische präsentiert. Zwischen der Ware lagen rote Fächerkorallen, Tigermuscheln, Perlenaustern und frische Orchideen als Dekoration.
Gaius beschloss, sein Unterkunft aufzusuchen. Der Praefectus hatte sicherlich schon sein Quartier herrichten lassen. So ging er zum Sitz des Hohen Rates der Zwölf. Vor dem Eingang wurde er von 2 Wachen aufgehalten. „ HALT! Wer seid ihr und was wollt ihr?“ , fragte eine Wache Gaius. „Ich bin Gaius Verus, Kriegstribun seiner hochwürdigsten Erhabenheit. Ich wünsche den Praefectus Militaris zu sprechen.“ , entgegnete Gaius gelassen. „ Verzeiht mir Tribun. Natürlich könnt ihr hinein. Der Praefectus ist im Kartenraum.“ Schweigend ging Gaius an den Wachen vorbei, ins Gebäude. Im Kartenraum stand der Praefectus mit anderen Ratsmitgliedern um den Kartentisch herum. Als Bonareth aufblickte, sah er Gaius und trat auf ihn zu. „ Ah, Gaius, schön euch zu sehen. Ich habe euer Gemach herrichten lassen. Es befindet sich in der Zwingfeste auf dem Silberberg. Der Kommandeur der Feste wird euch euer Zimmer zeigen. In der Feste ist auch die Waffenkammer. Dort könnt ihr euch für euren Auftrag ausrüsten. Wenn ihr mich nun entschuldigt, die Ratsmitglieder erwarten mich.“ „ Habt Dank, Praefectus.“ Bonareth kehrte zum Kartentisch zurück und Gaius beschloss, dass er nun zu Bett gehen sollte.
An der Zwingfeste angekommen, wurde Gaius vom Kommandanten zu seinem Gemach begleitet. „So, da wären wir. Hier ist euer Gemach. Ich wünsche euch eine angenehme Nacht, Tribun. Alles weitere können wir morgen besprechen.“ „ Ich danke euch, Kommandant. Mögen die Götter mit euch sein.“ Mit diesen Worten ging Gaius in sein Zimmer und schloss die Tür hinter sich ab. Er sah sich um. Das Zimmer war sehr geräumig. Neben einem Fenster stand ein großes Himmelbett und eine Truhe. In dem Zimmer standen außerdem noch ein Schrank und ein Rüstungsständer. Die übrigen Sachen von Gaius waren im Schrank untergebracht. Gaius zog seine Rüstung aus und stellte selbe auf den Rüstungsständer. Dann wusch er sich und ging ins Bett.
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DerNamenlose  Segler
    

Status: Offline Registriert seit: 30.07.2006 Beiträge: 402 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 09:11 |  |
Hat was.
Insbesondere die Marktbeschreibung hat mir gut gefallen. Die Detailmengen in dem leichtgängig zu lesenden Stil macht es mir sehr leicht diesen Markt in Gedanken zu betreten.
Ich glaube, ich kaufe etwas Fisch mit frischen Algen als Salat, versetzt mit einigen saftigen Beeren, dazu noch ein leichtes Brot und einen guten Saft bevor ich mich auf eines dieser steinernden Geländer setzte, und unter der warmen Sonne auch das bunte Treiben beobachte...

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Kjaskar  Hetmann
         

Status: Offline Registriert seit: 16.05.2006 Beiträge: 636 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 22:33 |  |
Mehr, meeeeeehr 
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Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 19.09.2006 - 16:24 |  |
Danke @all, Das 3. Kapitel ist in Arbeit.
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Raven  Matrose
     

Status: Offline Registriert seit: 05.06.2006 Beiträge: 628 Nachricht senden | Erstellt am 21.09.2006 - 21:03 |  |
3.Kapitel
Am nächsten Morgen schreckte Gaius schlaftrunken auf. Was zum...? Wer wagt es mich zu stören?dachte Gaius verärgert und rief: „ Einen Moment! Ich komme gleich!“ Mit diesen Worten schwang er sich aus dem Bett und streifte sich einen Mantel über, den er aus seinem Schrank holte. Dann schritt er zur Tür, schloss sie auf und öffnete diese. Vor der Tür stand eine Wache. „Was wollt ihr?“, fragte Gaius mit einem müden und gequältem Gesichtsausdruck. „Verzeiht Tribun. Der Kommandant sagte mir, dass ihr schon wach wärt. Er hat euch etwas mitzuteilen und wünscht euch zu sprechen.“ „Dann richtet dem Kommandanten aus, dass er sich gefälligst noch zu gedulden habe. Ich werde ihn etwas später aufsuchen.“ mit diesen Worten knallte Gaius die Tür wieder zu. Die Wache zuckte förmlich zusammen und entfernte sich rasch. Nachdem er die Tür zugeknallt hatte, ging Gaius zum Waschzuber, wusch sich gründlich und zog sich an. Diesmal wählte er eine schwarze Hose, ein rotes Hemd, darüber ein Brustharnisch zu Präsentationszwecken. Dazu trug er schwarze Stiefel und seinen purpurroten Umhang. So gekleidet verlies er sein Gemach und ging zum Kommandanten, der sich im Hof der Zwingfeste aufhielt und sich mit ein paar Personen unterhielt. Gaius schritt auf den Burghof. Der Kommandant bemerkte ihn, löste sich von der Gruppe und trat auf Gaius zu und sagte: „Ah, Tribun. Zerzeiht meine Respektlosigkeit, aber ich war mir nicht sicher, ob ihr schon wach wart. Wie dem auch sei. Ich möchte euch mit zwei Offizieren bekannt machen.“ Dabei wies er auf die beiden Männer, die hinter ihm standen. „ Zum einen wäre da Quintalian Olibantin, euer neuer Adjatant. Zum anderen wäre da noch Tirato Tiamartin, ein weiterer Kriegstribun, der an der großen Aktion beteiligt sein wird. Nun, ich lasse euch jetzt alleine, da ich mich noch um andere Dinge kümmern muss. Ihr wisst ja, die üblichen Vorbereitungen für einen Krieg.“ Mit einem Lächeln verschwand der Kommandant in der Feste. Quintilian Olibantin trat auf Gaius zu und verneigte sich. „Quintalian, zu euren Diensten, Tribun Gaius Verus. Ich bin euer neuer Adjatant. Und dies ist Tirato Tiamartin. Er wird euch unterstützen so gut es geht.“ „Danke Qintalian. Sag bitte einfach Gaius zu mir. Lasst uns auf den Markt gehen, um zu speisen. Was meint ihr?“ Beide nickten. „Nun denn. Lasst uns zum Perlenmarkt gehen. Dort ist die Hitze noch am ehesten zu ertragen.“ „Sollen wir die Pferde nehmen?“ fragte Quintalian. „Nein, lieber nicht. Zu Fuß sind wir schneller. Du kommst nicht aus Al'Anfa, hab ich recht?“ fragte Gaius. „Nein, ich stamme aus Port Corrad. Dort war ich unter dem Komando von Oderin du Metuant, der lebenden Legende.“
Der Tag war sehr heiß und schwül. Die Hitze hing wie eine riesige Glocke über der Stadt. Gaius, Quintalian und Tirato brachen vom Silberberg auf. Vom Silberberg aus konnte man die ganze Stadt überblicken. Auf den Hafen, mit dem mächtigen Koloss von Al'Anfa. Direkt über der Einfahrt in den Hafen ragte, auf zwei Felsen stehend, breitbeinig der bronzene Koloss auf, mit 50 Schritt Höhe die größte Monumentalstatue des Kontinents und eines der Zwöf Menschenwunder. Schon einmal erhob sich eine derartige Statue über dem Hafen, bis sie fast gleichzeitig mit dem Untergang Havenas einstürzte. Nach fast 40-jähriger Bauphase trägt der heutige Koloss in der einen Hand ein Leuchtfeuer, das dem des Leuchtturms von Sylla ebenbürtig ist, in der anderen eine Waage aus mit Hylailer Feuer gefüllten Fackelschalen, die gekippt werden können, um eindringende Schiffe gebührend zu empfangen. Die Waage aber ist zugleich Symbol für Hanel und Reichtum und Borons Totenwaage. Die Statue zeigt das Haupt eines gekrönten Raben. Vom Gold seiner Krone könnte man alle Armen Al'Anfas ein Jahr lang ernähren. Im Inneren befand sich eine riesige Glocke, mit der einlaufende Schiffe begrüßt wurden. Sobald der Gong ertönte, stürzte ein Beamter der Hafenmeisterei an das Nabelloch, um abzuschätzen, wie viel bei dem Fremden wohl zu holen sei. Dann signalisierte er es seinem Kollegen im Hafengebäude mit komplizierten Fahnensignalen. Dies war ein sehr prächtiges Schiff, was gerade in den Hafen fuhr. Dafür dürfte der Kapitän mit einer hohen Steuer rechnen. Und die ist in Al'Anfa sehr hoch.
Auf dem Silberberg standen alle Villen und Palläste der Granden. Der Zutritt für einen Fana ist nicht erlaubt. Wer es dennoch versuchte, wurde von den Stadtwachen davon abgehalten.
Vom Silberberg aus ging es zum nächsten Viertel. Auf der Söldnerinsel konnte man ein mechanisches Meisterwerk bewundern: der Schrägaufzug. Die ungewöhnliche Lage Al'Anfas auf drei kaum verbundenen Ebenen war den Stadtherren und der Bevölkerung schon immer ein Ärgernis. Bis vor hundert Jahren waren Treppen und primitive Flaschenzüge die einzige Transportmöglichkeit zwischen den Ebenen. Dann entwarf der junge Hesinde-Geweihte Tarion Hellinger nach den lange als verschollen gegoltenen Plänen eines zyklopäischen Baumeisters den Schrägaufzug, einen mechanischen Aufzug, den der Rat der Zwölf tatsächlich bauen ließ. Auf einer durch zahlreiche Streben und Pfeiler gestützten Rampe, die die 50 Höhenschritt auf 100 Längsschritt überwindet, laufen zwei wagengroße Schlitten, die durch Seile und eine Umlenkrolle auf der oberen Brücke verbunden sind. Unter den beiden Schlitten befinden sich Wannen, die über eine Rinne mit dem Wasser des Hanfla gefüllt werden. Dieser wiederum stürzt unter dem Wärterhaus einige Schritt senkrecht in die Tiefe. Durch das eigene Gewicht fährt der eine Wagen nun abwärts und zieht den zweiten zugleich hinauf. Unten angekommen, wurden die Wannen durch ein Spundloch entleert. Innerhalb von 5 Minuten kann der Schlitten eine Last von zwei Quadern befördern, was einem schweren Wagen oder zwanzig Personen mit Handtraglasten entspricht. Wegen des Tagfahrverbotes ist der Aufzug In der Nacht vor allem damit beschäftigt, schwere Wagen und ihre Zugtiere zu transportieren. Gaius, Quintalian und Tirato passierten den Aufzug und gelangten in die Altstadt. Sie kamen am Sklavenmarkt vorbei, der einer Parkanlage gleicht. Am Sklavenmarkt vorbei, kam die Bal-Honak-Arena in Sicht. Neben dem Hippodrom von Gareth, dem Stadion von Punin und der Arena von Fasar ist diese Arena die größte Schauanlage Aventuriens. Direkt unterhalb der höchsten Stelle des Bruches gelegen, bildet sie ein Oval von 75 Schritt Länge, 55 Schritt Breite und 12 Schritt Außenhöhe. Das ganze Areal ist von einer drei Schritt hohen Mauer mit zwei Toren umgeben, die mit dem schwarzen Löwenkopf des Kor verziert sind. Die Arena besteht aus Basalt und Obsidian, im Inneren wurde an Alabaster von Maraskan, Jade aus Altoum, Notmärker rotem Marmor und anderen edlen Baustoffen nicht gespart.
Sie gingen am großen Hafen vorbei, der wahrlich gigantisch ist. Es ist ein Bild von Macht, Größe und Poesie: das tiefblaue Meer, die sanft schaukelnden schwarzen Galeeren und auswärtigen Handelssegler, die Kommandorufe von den Bugsierschinakeln, das geschäftige Treiben der Schauerleute und Träger, die Rudersklaven, die am Ufer angekettet wenige Stunden frische Luft genießen, das Knarren der Takelage, das Knattern der Flaggen- und all das überschaut vom gigantischen Koloss von Al'Anfa.
Am Hafen entlang gingen Gaius, Quintalian und Tirato zum Perlenmarkt. Es war bereits später Mittag, da die Straßen immer voll waren und sie so nur sehr langsam vorran kamen. Am Perlenmarkt angekommen, kaufte sich jeder sein Mittagessen und saßen gemütlich im Schatten der Palmen. „Wo kommst du eigentlich her, Tirato?“ , fragte Gaius. „ Ich komme aus Mirham. Doch dann wurde ich hierher versetzt. Ich verteidigte außerdem das Reich gegen die Novadis im Norden. Was ist eigentlich mit deiner Familie?“ „Nun, mein Vater war auch bei den Legionen und ich folgte ihm. Meine Familie hatte einen Landsitz südlich von hier, aber sie starben alle, als Söldner von Brabak unseren Sitz plünderten, während ich an der Front kämpfte. An dem Tag schwor ich mir, meine Familie zu rächen. Durch Zufall erfuhr ich, wer der Anführer der Söldnerbande war. Es war der Sohn der Familie Hammerfaust. Die Hammerfausts, die einer der Adelsfamilien von Brabak ist. Und in diesem Feldzug werde ich mich an ihnen rächen! Aber genug davon. Es schmerzt mich, darüber zu reden.“ Schweigend aß er sein Essen und starrte fremd in die Umgebung. „Und eure Familien? Erzählt von euch.“ , sagte Gaius nach einer kurzen Zeit. Quintalian fing an: „ Nun, meine Familie war eher arm. So beschloss ich, mit 16 Jahren zu den Legionen zu gehen. Dort wurde ich unter das Kommando von Oderin du Metuant. Er führte ein strenges Regiment, aber es war sehr hilfreich. Von dem Geld, was ich verdiente, schickte ich jeden Monat zwei drittel an meine Familie, damit sie sich ernähren konnten. Jetzt geht es ihnen zu Glück besser. Phex und Boron sei Dank.“ Nachdem Quintalian geendet hatte, sprach Tirato: „ Nun,. Ich komme aus einer reichen Kaufmannsfamilie. Mein Vater wollte, dass ich mal seinen Beruf fortführe, aber Handel liegt mir überhaupt nicht... Also beschloss ich den Legionen beizutreten und für Al'Anfa zu kämpfen. Mein Vater versuchte verzweifelt mich umzustimmen, aber ich konnte einfach nicht. Nachdem er es eingesehen hatte, unterstützte er mich, wo er nur konnte.“ „Schön. Auf den Kampf! Auf das er gelingen möge!“ sprch Gaius und hob seinen Krug mit Wein. So stießen sie an und redeten noch bis zum Untergang der Praiosscheibe über die Abenteuer, die sie erlebt hatten. Am Abend machten sie sich wieder auf den Weg zu Zwingfeste.
[Dieser Beitrag wurde am 22.09.2006 - 19:28 von Raven aktualisiert]
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Arashka  Schiffsjunge
  

Status: Offline Registriert seit: 24.08.2006 Beiträge: 189 Nachricht senden | Erstellt am 25.09.2006 - 17:10 |  |
Ich habe jetzt wirklich keine ausgefallene Meinung zu dem Text.
Ich find ihn einfach scheiße gut!
Mehr davon!!
Signatur Ein Lächeln lang leuchtet es hell,
zwischen dir und mir.
Wie Wetterleuchten groß hell und vorbei.
Ein Lächeln lang dreh ich mich um..
und ich bin frei! |