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Elliz ...

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...   Erstellt am 01.07.2008 - 10:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Großbritannien

Wenn ich mich recht erinnere, redeten wir als Kinder nicht von Großbritannien, sondern von England. Schottland, Wales, Irland - alles England. Unser erster Englischlehrer erklärte uns, dass wir mit bösen Blicken oder schlimmerem zu rechnen hätten wenn wir einen Schotten als Engländer bezeichnen würden.

Das Zweite, was ich lernte war, dass die Briten einen seltsamen Humor haben. Der Lieblingswitz meines Englischlehrers erzählte von einer alten Frau, die in ihrem ganzen Leben noch nie das Meer gesehen hatte. Also erfüllte man ihr den Wunsch, fuhr sie zum Meer, wartete während sie da stand und schaute und schaute. Dann drehte sie sich zu ihrem Fahrer um und fragte: "Is it all it does?".

Wenn ich an Großbritannien denke, fallen mir spontan ganz viele unterschiedliche Dinge ein, die wir sicher eingehend behandeln/beschreiben werde: Insel, Monarchie, das grüne Irland mit seiner fröhlichen Musik, dem Katholizismus und dem Terror der IRA. Schottland und Wales mit grandiosen Landschafen. Die Aufstände gegen gegen die englische Vorherrschaft, Robert the Bruce. Wunderbare alte und neue Bauten, ehrfurchtgebietende Ruinen. Die Lossagung von der katholischen Kirche, Kriege, Morde, der Sieg gegen die spanische Armada, Kolonialherrschaft. Ich denke an teatime und Butler, an schräge Mode und Vivienne Westwood, an schwarze Komödien, Monty Pythons, an die Beatles und die unglaublichen Einflüsse der britischen Musik. Dazu Regen in Irland, Nebel in London und heftiger Wind in Schottland (mit Wales kenn ich mich nicht aus). Edgar Wallace, Jack the Ripper, die Kronjuwelen im Tower, Schafe in Schottland....

Ich freue mich sehr darauf, dies alles mit Euch zusammen auszuführen, zu lesen und zu diskutieren

Elliz





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dergeissler ...

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...   Erstellt am 01.07.2008 - 16:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


England, das ist für mich auch Stonehenge, Merlin und Mystik. Wenn es mir wieder besser geht, dann dazu mehr.




Rajabeat ...
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...   Erstellt am 01.07.2008 - 17:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Von Stonehenge habe ich auch Bilder Geissler, die kommen später einmal dran.
Zuerst trinken wir ein Ale oder ein Lager.
So grauslig das Essen in England ist (Schottland hat eine andere Küche), so gemütlich sind die britischen Pubs. Also Cheers, auf Grossbritannien.









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focour 

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...   Erstellt am 01.07.2008 - 21:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


England

England ist der größte und am dichtesten besiedelte Landesteil im Vereinigten Königreich Großbritannien und Nordirland. Oft wird England fälschlicherweise auch als Synonym für den Staat des Vereinigten Königreichs oder für die gesamte Insel Großbritannien gebraucht. Der Name England stammt vom westgermanischen Volk der Angeln (altengl. Englas) ab.

Geografie

England umfasst den größten Teil des südlichen Abschnitts der Insel Großbritannien, grenzt im Norden an Schottland und im Westen an Wales und die Irische See. Im Osten grenzt England an die Nordsee, im Süden liegt England am Ärmelkanal und der Südwesten Englands liegt am Atlantik.


Politik

Die Regierung des Königreichs hat, ebenso die königliche Familie, ihren Sitz in der englischen Hauptstadt London. England hat - im Gegensatz zu Schottland, Wales oder Nordirland - weder ein Landesparlament noch eine Landesregierung. Deren Aufgaben werden vom Parlament und der Regierung des Vereinigten Königreiches wahrgenommen. Jedoch ist in Planung, England in verschiedene administrative Regionen mit eigener Verwaltung aufzuteilen. England ist das einzige Land in Europa ohne niedergeschriebene Verfassung - daher kann man die Frage, ob England „nur“ ein Landesteil oder ein eigenständiger Staat ist, nicht eindeutig beantworten.


Die gegenwärtige Verwaltungsgliederung

Im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde die Verwaltungsgliederung teilweise den neu entstandenen Ballungsgebieten angepasst. Dadurch veränderten sich auch die Grenzen der 39 historischen Countys. So wurde zum Beispiel 1965 die Verwaltungseinheit Greater London eingerichtet. 1974 entstanden 6 metropolitan counties und die so genannten non-metropolitain counties, darunter auch einige kleinere neue Grafschaften wie Avon, Humberside und Cleveland, die jedoch in den 1990er Jahren zum Teil wieder aufgelöst wurden. Die Countys untergliedern sich in Bezirke (Metropolitain Districts bzw. Distrikte), die aufgrund ihrer Aufgabenstellung etwa den Stadtverwaltungen Deutschlands entsprechen. Diese Distrikte bestehen meist aus einer Vielzahl von Städten und kleineren Siedlungen, die jedoch keine eigene Verwaltung haben. Man spricht von einer „zweistufigen Verwaltung“ (1. Stufe Grafschaften; 2. Stufe Distrikte) 1986 wurden die Grafschaftsräte bzw. -verwaltungen der metropolitain counties aufgelöst. Ihre Aufgaben wurden an die untergliederten metropolitain districts delegiert, so dass diese alle Aufgaben der Grafschaften und der Distrikte erledigen („einstufige Verwaltung“). In ihrer Funktion können die Metropolitain Districts seither als „unitary authorities“ bezeichnet werden. Dennoch wurde die Bezeichnungen der 6 Metropolitain Counties beibehalten und ist seither aber nur noch für die Beschreibung der geographischen Lage bzw. für statistische Zwecke von Bedeutung. Zahlreiche Non-Metropolitan Distrikte wurden Mitte der 1990er Jahre als Unitary Authorities aus den Grafschaften ausgegliedert. Sie erledigen seither die Verwaltungseinheiten der Grafschaften mit und sind somit den Metropolitain Distrikte vergleichbar.



Englische Städte

Quelle





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contra torrentem

Judith7 
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...   Erstellt am 01.07.2008 - 23:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bei England fällt mir als Teatime ein, das scheint allerdings eher ein Begriff außerhalb Englands.
Ich mache mir da später einmal Gedanken darüber, heute bin ich deutlich zu müde. Quartalswechsel in der Praxis ist wirklich anstrengend!



Die meisten Briten trinken ihren Tee mit Milch.

Läßt das den Schluß zu, ich wäre Enländerin?





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... und hätte der Liebe nicht, so wäre ich ein tönendes Erz oder eine klingende Schelle.

Judith7 
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...   Erstellt am 02.07.2008 - 15:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Afternoon Tea


Das Teetrinken gehört bekannterweise zur typisch britischen Lebensart. Vor allem der Nachmittagstee wird förmlich "zelebriert" und nach ganz bestimmten Regeln serviert.

Mitte des 17. Jahrhunderts begann Erngland damit, Tee aus China zu importieren. Er galt damals als Statussymbol, da er so teuer war, daß ihn sich lediglich die Oberschicht leisten konnte. 1783 wurden die hohen Teesteuern gesenkt so daß das Getränk auch für die Mittelschicht erschwinglich wurde. Etwas später dann auch für die Arbeiterfamilien. Das Handelsmonopol besaß die East India Company.



Die Teetrinkerinnen, Gemälde von Mary Cassatt um 1880


Die englische Art Tee zuzubereiten ist der ostfriesischen Art sehr ähnlich. Fast ausschließlich schwarzer Tee wird getrunken, vorzugsweise unaromatisiert, obwohl der bekannte Earl Grey Tee nach einem Briten benannt ist.
Eher kräftige Sorten werden bevorzugt, nicht unbedingt die hochwertigsten. Die Teeblätter werden lose in die Kanne gegeben und mit kochendem Wasser überbrüht, wo sie auch bleiben, was mich ziemlich entsetzt. Der Tee wird so allmählich immer stärker. Deshalb wird mitunter zusätzlich heißes Wasser nachgegossen. Die meisten Briten trinken den starken Tee mit Milch, denn dadurch wird er milder.

Eine Streitfrage im Königreich ist, ob zuerst der Tee eingegossen wird oder zuerst die Milch. Sie wird sicherlich nie entschieden, denn es gibt sowohl Anhänger der Prinzips Milk-in-first (Mif) als auch Befürworter von Tea-in-First (Tif)
Queen Elizabeth II. soll eine Tif-Anhängerin sein.

Einige Briten nehmen ihren Tee sogar mit Zitrone!

Der Aftnernoon Tea (Nachmittagstee) der Duchess of Bedford, zu dem sie ausschließlich weibliche Gäste einlud wurde Anfang des 19. Jahrhunderts bekannt. Es war eine Art Imbiss, der die Pause zwischen Mittag- und Abendessen überbrückte, denn zum Tee wurden stets auch Gebäck und Sandwiches serviert.

Sandwiches der traditioneller englischen Küche bestehen aus zwei oder mehr dünnen Brotscheiben, zwischen denen sich ein herzhafter Belag wie kalter Braten, Schinken, Thunfisch, Käse, Gurken- oder Tomatenscheiben befindet. Die verschiedenen Zutaten können auch gut kombiniert werden. Die klassischen Sandwiches werden meist aus ungeröstetes Toastbrot ohne Rinde zubereitet, die belegten Scheiben werden diagonal zu Dreiecken geschnitten.





Der Afternoon Tea wird auch Low Tea genannt, weil er traditionell im Salon an einem niedrigen Teetisch eingenommen wurde, nicht am Esstisch. Die klassische Zeit für den Afternoon Tea ist 16 oder 17 Uhr; in großen Hotels wird dieser Tee häufig zwischen 15 und 19 Uhr serviert.

Wir haben vor 2 Jahren den Afternoon Tea im Hotel Peninsula in Hong kong genossen, was very british war.





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Rajabeat ...
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...   Erstellt am 02.07.2008 - 17:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Oxford liegt an der Themse 60 Meilen nordwestlich von London, hat ca. 150.000 Einwohner und ist Sitz der alten und berühmten Universität Oxford.
Oxford ist bekannt als „city of dreaming spires“, ein Begriff, den Matthew Arnold aufgrund der harmonischen Architektur der Universitätsgebäude prägte. Anders als der grosse Rivale Cambridge ist Oxford eine Industriestadt.

Oxford tauchte zum ersten Mal zur Zeit der Sachsen unter dem Namen Oxanforda auf. Es geht auf die Gründungen des Klosters einer sächsischen Prinzessin und Nonne namens Frideswide im 8. Jahrhundert zurück und wurde in der Angelsächsischen Chronik von 912 erstmals urkundlich erwähnt. Im 10. Jahrhundert wurde Oxford eine militärisch äußerst bedeutende Stadt im Kampf zwischen den Königreichen Mercia und Wessex.
Die University of Oxford ist erstmals in Aufzeichnungen aus dem 12. Jahrhundert zu finden. Die ersten Colleges der Universität waren das University College (1249), Balliol College (1263) und Merton College (1264).
Die Christ Church Cathedral ist eine Collegekapelle und eine Kathedrale. Ursprünglich die Hauptkirche von St. Frideswide, wurde das Gebäude erweitert und als Kapelle in die Struktur des Christ Church College eingegliedert. Seine doppelte Funktion sowohl als Kapelle für das College als auch als Kathedrale für die Diocese of Oxford hat es seit 1546. Diese Partnerschaft war des Öfteren sehr schwierig und viele Studenten wurden am St Scholastica Day Riot von 1355 getötet.







Oxford, 1986





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Elliz ...

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Sprachen in Großbritannien

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Nordirland hat keine offizielle Amtssprache. Englisch ist jedoch de facto offizielle Sprache und wird von 95 % der Bevölkerung als einzige Sprache gesprochen.

Als "Hochsprache" gilt die so genannte Aussprachevariante der Received Pronunciation. Dieses Englisch wird auch in den meisten Schulen Deutschlands unterrichtet. Allerdings haben zwei Teilstaaten offizielle Sprachen: In Wales sind sowohl Englisch als auch Walisisch offizielle Sprache. In Nordirland sind dies Englisch, Irisch und Ulster Scots. Zusätzlich wird in den Äußeren Hebriden die Schottisch-Gälische Sprache anerkannt. Daneben gibt es in Großbritannien diverse lokale Dialekte des Englischen, die aber keinen offiziellen Status haben und meist rein mündlicher Natur sind. Noch bis in die jüngste Vergangenheit hinein empfand man Dialekte und dialektal gefärbte Aussprache im klassenbewussten Königreich als sozialen Makel.

Die Minderheitensprachen sind durch die Europäische Charta für Regional- und Minderheitensprachen anerkannt und geschützt. Walisisch genießt in Wales Gleichberechtigung mit Englisch; in Schottland ist dies Scottish Gaelic, in Cornwall die Kornische Sprache, in Nordirland das Ulster Scots. Die Gehörlosen verwenden die British Sign Language.

Laut der Volkszählung von 2001 wird Walisisch von rund 20 % der Bevölkerung in Wales gesprochen (ca. 600.000 Menschen), schottisches Gälisch von rund 60.000 Menschen, Irisch von rund 20.000 Menschen (7 % der Bevölkerung Nordirlands) und Kornisch von 3500 Menschen (etwa 0,6 % der Bevölkerung von Cornwall).

Schreibweise des Landesnamens in den offiziell anerkannten Sprachen:

* United Kingdom of Great Britain and Northern Ireland (Englisch)
* Teyrnas Unedig Prydain Fawr a Gogledd Iwerddon (Walisisch)
* An Rìoghachd Aonaichte na Breatainn Mhòr agus Eirinn a Tuath (schottisches Gälisch)
* Ríocht Aontaithe na Breataine Móire agus Thuaisceart Éireann (Irisch)
* An Rywvaneth Unys a Vreten Veur hag Iwerdhon Glédh (Kornisch)
* Unitit Kinrick o Great Breetain an Northren Ireland (Scots)
(Quelle: Weltbericht)





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focour 

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Wales

Wales ist ein Landesteil und Teilstaat des Vereinigten Königreichs Großbritannien und Nordirland. Die Hauptstadt von Wales ist Cardiff (walisisch: Caerdydd).


Geschichte

Wales hat eine ausgeprägte Vorgeschichte, in der viele Megalithanlagen entstanden und Menhire aufgerichtet wurden.

Die Römer errichteten im südlichen Teil des Landes eine Reihe von Kastellen, das westlichste lag bei Caerfyrddin/Carmarthen (Maridunum). Bei Caerleon (Isca Silurum) wurde ein Legionslager errichtet; das dazu gehörende Amphitheater zählt zu den am besten erhaltenen in ganz Großbritannien. Die Römer waren auch im Nordteil aktiv.

Wales wurde aufgrund des heftigen Widerstands der Bevölkerung und wegen des hügeligen Terrains nie durch die Angelsachsen erobert. So blieb Wales eine keltische Region. Der Landesname stammt vom germanischen Wort welsch, was so viel wie Fremder bedeutet. Es bezeichnet ein Volk, das eine nicht-germanische, also fremdartige Sprache spricht. Aus dem gleichen Grund wird in der Deutschschweiz die Romandie, der französischsprachige Teil der Schweiz, auch "Welschland" oder "Welschschweiz" genannt. Ebenso bezeichnen die Südtiroler die italienische Sprache als "Walsch".

Tanygrisiau, Gwynedd, Nord Wales, mit den Moelwyn-Bergen im HintergrundWales wurde schon vor England und Schottland christianisiert. Der Nationalheilige Sankt David unternahm im 6. Jahrhundert eine Pilgerreise nach Rom und diente nach seiner Rückkehr als Bischof. Zu einer Zeit also, als die Christianisierung in England gerade erst begonnen hatte. Die druidischen Bräuche, die sich bis heute erhalten haben sollen, waren meist eine Erfindung von "Historikern" des 19. Jahrhunderts.

Als die Normannen unter Wilhelm von der Normandie (später Wilhelm der Eroberer) im Jahre 1066 England eroberten, machten sie um Wales vorerst einen weiten Bogen. Nur mit den Grenzgebieten und südlichen Ländern Wales' (Welsh Marches, Mark Wales im Osten, Walisische Mark, gegenüber dem zunächst nicht unterworfenen Rest-Fürstentum Wales im Westen) belehnte Wilhelm der Eroberer seine Gefolgsleute. Doch 1282 besiegten die Normannen unter Führung von Edward I. die Armee des letzten unabhängigen walisischen Fürsten Llywelyn. Die Waliser gaben sich jedoch nicht geschlagen und revoltierten mehrmals. Der ernsthafteste Versuch war jener von Owain Glyndwr, dessen Rebellengruppe im Jahre 1401 bei Pumlumon eine englische Armee besiegte. Er versuchte die Unterstützung der Franzosen zu gewinnen, doch 1409 wurden seine Truppen vernichtend geschlagen. Der englische Thronfolger trägt seit dieser Zeit den Titel Prince of Wales (Fürst von Wales, nicht "Prinz von Wales").

Der Act of Union (Vereinigungsvertrag) aus dem Jahre 1536 unterteilte Wales in dreizehn Grafschaften. Das englische Recht galt nun auch in Wales. Dies bedeutete, dass das Englische als Amtssprache eingeführt wurde. Dies hielt die meisten Einheimischen von öffentlichen Ämtern fern.

Wales wurde in der Neuzeit stark industrialisiert, auf der Grundlage umfangreicher Kohlevorkommen. Die Mine von Penrhyn war Ende des 19. Jahrhunderts das größte von Menschenhand erzeugte Loch im Erdboden. Die Zeit zwischen 1830 und 1850 war von Unruhen und Aufständen geprägt. 1831 wurde ein Aufstand in Merthyr Tydfil blutig niedergeschlagen. 1839 rebellierten Chartisten in der Region um Casnewydd/Newport. Im selben Jahr sowie 1842 bis 1843 wurden von Vertretern der Landbevölkerung in Südwest-Wales mit Zentrum in Carmarthenshire die sogenannten Rebecca Riots durchgeführt, welche die Abschaffung der Maut auf den neuen Turnpike Roads zur Folge hatten[1]. Für zusätzliche Spannungen sorgte 1847 die Publikation eines im wesentlichen von anglikanischen Geistlichen erarbeiteten Parlamentsreports (Blue book), welcher die Bevölkerung von Wales als faul und moralisch schwach bezeichnete und die Schuld dafür der Zugehörigkeit zu nonkonformistischen Kirchen und der Nichtbeherrschung der englischen Sprache gab.[2] Wales wurde in den folgenden Jahrzehnten eine Hochburg der Gewerkschaften, des Syndikalismus und Sozialismus. Von 1901 bis 1903 wurde die Mine von Penrhyn bestreikt, wobei gelegentliche Auseinandersetzungen nicht ausblieben. Wiederholt wurde in dieser Zeit auch das Militär eingesetzt, um Streiks niederzuschlagen. Bei einem Eisenbahnstreik 1911 wurden zwei Arbeiter durch das Militär erschossen. Das erste Mitglied der Labour Party im Parlament, Keir Hardie, wurde für den walisischen Wahlkreis von Merthyr Tydfil im Jahr 1900 gewählt. Religiöser Nonkonformismus prägte die walisische Gesellschaft in dieser Zeit.

Nationalismus wurde eine größere Erscheinung im 20. Jahrhundert. Die Partei Plaid Cymru, die 1966 ihren ersten Parlamentssitz erringen konnte, setzte sich für mehr Autonomie und die Wiederbelebung der walisischen Sprache ein. Größtenteils als Ergebnis dessen wurde Dezentralisierung zu einem Hauptanliegen der Labour Party, und 1998 wurde schließlich die Nationalversammlung von Wales gebildet, die die Vollmacht über die öffentlichen Ausgaben innerhalb von Wales erhielt.




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Ich habs ja mit den interessanten Frauen...

Königin Boudicca

Boudicca war eine britannische Königin und Heerführerin, die in den frühen Jahren der römischen Besetzung Britanniens den letztlich erfolglosen Boudicca-Aufstand (60–61 n. Chr.) anführte.

Boudicca war die Frau des Prasutagus, des Königs der Icener, eines keltischen Stammes im Gebiet des heutigen East Anglia (Norfolk und Suffolk). Nach Prasutagus’ Tod verschlechterte sich das Verhältnis zwischen Einheimischen und Römern, wohl aufgrund der repressiven Okkupationspolitik römischer Kolonisten und Beamten. (Wikipedia ist so penibel im Umgang mit Worten - die Römer haben also die armen Leute ausgequetscht). Im Jahr 60 n. Chr. erhoben sich Icener und Trinovanten gegen die Römer und zogen zusammen nach Süden, um die römischen Siedlungen anzugreifen und zu plündern. Ihr erstes Opfer war die Veteranenkolonie Camulodunum, das heutige Colchester. Darauf folgten Londinium (London) und Verulamium (St Albans). Vermutlich über 50.000 Kämpfer hatte Boudicca um sich herum versammelt, und nach den anfänglichen Erfolgen kamen neue Anhänger hinzu.

Zwar waren die keltischen Ureinwohner Britanniens in mancher Hinsicht hoch entwickelt und versiert, jedoch nicht in der Kriegsführung. Ihre Ausrüstung war schlicht, und die Organisationsstufe der britischen Krieger war mit der des Feindes in keiner Weise vergleichbar. Obwohl stark in der Überzahl, hatten sie gegen die disziplinierten, besser bewaffneten und straff organisierten Truppen Roms keine Chance in der Endschlacht. Nordwestlich von Verulamium stellte der römische Feldherr und Statthalter Britanniens Gaius Suetonius Paulinus mit zwei Legionen die Briten und schlug sie vernichtend.

Über das weitere Schicksal Boudiccas gibt es zwei Versionen: Tacitus berichtet, dass Boudicca sich ihr Leben durch Gift nahm, Cassius Dio hingegen meint, dass Boudicca erkrankte und starb.





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