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Darkprinzess  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1109 Nachricht senden | Erstellt am 22.01.2008 - 18:18 |  |
Das Werden der Welt der Riesen und Götter (Asen oder Ansen)
Einst so glaubten unsere Vorfahren die alten Germanen gab es eine Zeit da alles nicht war: nicht Erde und Meer noch der Himmel mit seinen unzählbaren Sternen nichts war da als ein ungeheurer finsterer Abgrund: Ginnungagap, die gähnende lautlose tote Kluft.
Aber in dem grenzenlosen schweigenden All lebte Fimbultyr der geheimnisvolle große allmächtige Weltgeist den nie ein Auge gesehen. Allvater ist`s der Starke von oben der alle steuert und ordnet ewige Satzungen an. Nach seinem Willen entstand im hohen kalten Norden das finstere Nebelreich Nifelheim und fern im Süden Muspelheim das Reich der Gluthitze des Feuers. Und ein Brunnen entsprang im urkalten Nifelheim: Hwergelmir der brausende Kessel. Aus seiner grundlosen Tiefe brachen zwölf Ströme hervor die sich mit donnerndem Rauschen in den unermesslichen Abgrund stürzten. Ihre Fluten die Eliwagar erstarrten in der grausigen Kälte Ginnungagaps zu Eis und da der brausende Kessel sich immer erschöpfte schob sich eine Eisschicht über die andere und im Laufe vieler Jahrtausende füllten die stetig wachsenden Massen einen Teil des gähnenden Schlundes aus.
Wie anders war es im Reich des heißen Südens in Muspelheim! Dort zischte und blitzte es von unherstiebenden Feuerfunken auf tausend Essen sprühte und leuchtete die rote Glut,und die Hitze war so groß das nur einer sie zu ertragen vermochte: Surtur der Beherrscher des Flammenreiches Muspelheim. Dort saß auf einem Felsblock der Feuerriese, schwarz und finster von Angesicht gestützt auf sein flammendes Schwert und beobachtete wie die Funken von seinen Essen über den gähnenden Abgrund flogen und drüben auf die Eisblöcke Nifelheims niederfielen. Wusste er was die sprühenden Flammengeister dort wirkten und schafften? Hatte Fimbultyr der ihn zum Herrn von Muspelheim gesetzt hatte ihm kundgetan das dort eine neue Welt voll großen reichen Lebens entstehen sollte? Reichte sein Blick bis an das Ende der Tage da er im Bunde mit allen Unholden der Zerstörung aufbrach um in gewaltigem Kampf die in Schuld und Sünde versunkene Welt der Götter und Menschen zu vernichten?
Die Feuerfunken vermischten sich mit den Wassertropfen aus dem Urweltbrunnen und auf den starren Eismassen des Eligwagar fing es an zu zischen zu dampfen zu wallen und siehe: aus der kreisenden Gärung entstand ein lebendes Wesen: der Reifriese Ymir oder Örgelmir der brausende Lehm.
Und noch ein zweites Lebewesen ging aus den gärenden Massen hervor: die Kuh Audhumbla die Schatzreiche. Aus ihren Euter flossen vier Milchströme die dem Riesen Ymir zur Nahrung dienten und ihm ungeheure Kraft verliehen. Eines Tages da er sich satt getrunken entschlief er und geriet in Schweiß. Da erwuchs ihm unter einem Arm ein Sohn unter dem anderen eine Tochter und diesen beiden entstammte das gewaltige Geschlecht der Hrimthursen: Reif- oder Frostriesen.
die Kuh Audhumbla leckte an den salzigen Eisblöcken und unter ihrer Zunge kam aus dem Block in drei Tagen ein Mann hervor: groß stark und schön. Er nannte sich Buri und schuf aus eigener Kraft einen Sohn, Bor geheißen. Dieser nahm die Riesentochter Bestla (Die Beste) zum Weibe und sie gewannen drei Söhne: Wodan/Odin(Geist)Hönir/Wili(Wille)Loki/We(Weihe oder Heiligtum)
Diese drei Söhne Bors waren von göttlicher Kraft und Schönheit ganz unähnlich den unförmigen plumpen Riesen aus dem Geschlechte Ymirs. Wem gebührte nun die Herrschaft über die werdende neue Welt: dem brüllenden Lehmriesen Ymir und seiner unholden Sippe oder den edlen Söhnen des Bor?
Sie zogen aus zum Streite gegeneinander und trotz seiner gewaltigen Kraft unterlag der schreckliche Brüller und wurde erschlagen. Aus den Wunden des Ungeheurs ergossen sich so mächtige Blutströme das in der dampfenden Sintflut alle Hrimthursen ertranken bis auf zwei: Bergelmir und sein Weib die sich auf einem Boot retteten. Diese beiden wurden die Stammeltern aller späteren Riesengeschlechter.
Als sich die Flut verlaufen hatte nahmen die Sieger den ungeheuren Körper Ymirs warfen ihn mitten in den gähnenden Abgrund zwischen Nifel- und Muspelheim und schufen aus ihm die neue Welt.
Aus dem Fleisch wurde die Erde geschaffen aus dem Blut das Meer und alle Gewässer aus den Knochen die Berge aus den Zähnen die Steine aus den Haaren Bäume und Sträucher aus dem Schädel die Wölbung des Himmels und aus dem Hirn die wallenden Wolken aus den Augenbrauen aber erbauten sie einen festen Wall gegen das Meer. So war nun Land und Wasser geschieden die Erde ward trocken kreisrund umfloss sie das Meer an der jenseitigen Küste und auf den Inseln des Nordens und Ostens siedelten sich die Riesen an, die erhöhte Mitte der Scheibe wurde Midgard benannt und sollte künftigen Menschnegeschlechtern zur Heimstätte werden.
So hatten Wodan,Hönir und Loki sich die Weltherrschaft erobert,und mit Recht sie sich Asen oder Ansen,Säulen der Welt.
(Quelle Gondrom, Deutsche Götter und Heldensagen)
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Darkprinzess  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1109 Nachricht senden | Erstellt am 23.01.2008 - 00:04 |  |
Der Tag und die Nacht,Sonne,Mond und Sterne
Nun waren Himmel und Erde Wolken und Meer geschaffen aber noch war es finster in Tiefen und Höhen und aus dem Reich der Riesen wehten eisigkalte Lüfte. Da sprach Wodan der erstgeborene und vornehmste Ase zu seinen Brüdern Hönir und Loki:
Unserer jungen Welt fehlen Licht und Wärme ohne sie können sich blühendes Leben und holde Schönheit nicht entfalten. Auf! Lasset uns Surturs Feuerflammen die funkelnd die Lüfte durchwirbeln einfangen und sie als leuchtende Gestirne an das Himmelsgewölbe setzten!
Das taten die Asen und bald strahlte das Firmament im Lichte unzählbarer Sterne.
Die dunkle Riesentochter Nott (Nacht) die bisher allein die Zeit beherrscht hatte nahm nun einen Mann aus göttlichem Geschlecht den schönen Dellinger zum Gemahl und erhielt einen Sohn der Dag (Tag) genannt wurde. Dieser war heiter und schön von Augen und Antlitz und glich seiner Mutter so wenig wie die Nacht dem Tage gleicht. Unter diese beide teilte Wodan die Zeit gab der Mutter einen dunklen Wagen mit dem schwarzen Ross Hrimfaxi (Reifmähne)und dem Sohn einen goldig schimmernden Wagen mit dem weißen Hengst Skinfaxi(Glanzmähne).
Wenn nun der Abend naht so kommt die Riesin Nacht am Himmel emporgefahren und von ihrem schwarzen Mantel fallen dunkle Schatten auf die Welt. Ihr Pferd Hrimfaxi schüttelt Reif aus Mähne und Schweif,und der Schaum seines Gebisses fällt als Tau herab.
Morgens in der Frühe aber steigt der Tag in seinen Wagen fährt aus dem goldenen Himmelstor die blaue Bahn hinan die seine Mutter nun zurückgelegt hat und sein heiteres freundliches Angesicht und Skinfaxis strahlende Mähne verleihen der Welt ein sanftes mildes Licht.
Außer den zahllosen kleinen Gestirnen hatten die Asen auch zwei große Sterne geschaffen doch hatten diesen ihren Sitz noch nicht angewiesen.
Nun lebte in Riesenheim ein Mann namens Mundliföri. Der hatte zwei sehr schöne Kinder Knabe und Mädchen.Den Knaben nannte er Mani (Mond) und das Mädchen Sol (Sonne). Die Geschwister wuchsen zu pragender Jugendblüte heran und in seinem Vaterstolz vermaß sich Mundliföri seine Kinder mit den hohen Asen zu vergleichen. Darüber schüttelte Wodan zürnend sein Haupt und er entriss dem verblendeten Mann die Kinder, versetzte sie an den Himmel und übertrug ihnen die Führung der beiden großen Gestirne. Sol das Mädchen musste auf des Gottes Geheiß den Sonnenwagen fahren vor den zwei windschnelle Rosse,Frühwach und Allgeschwind geschirrt wurden,ihr Bruder Mani aber fährt den Wagen des Mondes. Und damit die Glut der Sonne nicht Himmel und Erde in Flammen setzte befestigte Wodan vorm Wagen den Schild Swalin.
So hatte nun die junge Welt Licht und Wärme und Tag und Nacht waren durch den Auf-und Untergang der großen Himmelslichter geschieden. Dem vorausfahrenden Tag folgt mit ihrem schnellen Rossen die Sonne und hinter der dunklen Nacht kommt in seinem Wagen Mani der mild leuchtende Mond gezogen.
Den götterfeindlichen Riesen aber war das Licht mit seiner wohltätigen Wärme verhasst und sie beschlossen Sonne und Mond zu vernichten. Zwei grimme Wölfe Sköll (Stürmer) und Hati(Hass)hetzten sie auf die strahlenden Himmelslichter. Mit klaffendem Rachen rennt Sköll hinter der Sonne her um sie zu packen Hati aber verfolgt einer schwarzen Wetterwolke gleich den Mond. Schnell wie der Wind laufen die Himmelsrosse und dennoch gelingt es manchmal den Wölfen die rollenden Wagen einzuholen. Dann sind Sonne und Mond in großer Gefahr und sie erbleichen vor Angst und verlieren all ihren Glanz.
Menschenkinder sagen dann: Es ist Sonnen oder Mondfinsternis. Zum Glück für die Welt ist es Sol und Mani bisher noch immer gelungen ihren Verfolgern zu entfliehen erst am Ende der Welt werde die Wölfe sie einholen und beide verschlingen.
Sonne und Mond die schönen Rosselenker der großen Himmelsgestirne wurden von einigen germanischen Völkern wie den Sachsen als göttliche Wesen verehrt und man benannte nach ihnen zwei Tage der Woche.
(Quelle Gondrom,Deutsche Götter und Heldensagen)
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Darkprinzess  Moderatorin
    

Status: Offline Registriert seit: 25.09.2006 Beiträge: 1109 Nachricht senden | Erstellt am 23.01.2008 - 22:06 |  |
Die Erschaffung der Menschen
Unter den warmen Strahlen der Sonne bedeckte sich Midgard das weite Land in der Mitte der Erde im Laufe der Zeiten mit Gras und Kräutern, Blumen und rauschenden Wäldern auch wurde es allmählich mit Tieren groß und klein bevölkert. Es fehlte darin nur noch der Mensch das Ebenbild der Götter für den diese es doch zur Heimat bestimmt hatten.
Da gingen eines Tages die Asen Wodan, Hönir und Loki am Meeresstrand entlang und kamen zu zwei Bäumen Ask (Esche) und Embla (Ulme). Aus diesen Bäumen sprach Wodan zu seinen Brüdern lasst uns Menschen machen auf das Midgard die schöne fruchtbare Erde von ihnen und ihren Nachkommen bewohnt und angebaut werde und wir an ihrem Tun und Treiben, Ringen und Kämpfen, Blühen und Gedeihen Lust und Freude gewinnen.
Allvater sprach´s und sie schufen aus der Esche einen Mann und aus der Ulme ein Weib. Wodan verlieh ihnen Geist und Leben, Hönir Verstand und Bewegung und Loki die Sinne, Gefühle, blühende Frabe und Sprache.
So stand nun vor den Göttern das erste Menschenpaar in seiner holden Schönheit und Unschuld, und Allvater streckte seine Hand über Midgard aus und sprach zu den Neuerschaffenen:
Seht! Das ist eure Heimat! Da sollt ihr fortan wohnen Tiere zähmen und züchten das Land bebauen und essen die Früchte der Bäume und des Feldes ihr, eure Kinder und Kindeskinder.
Ask und Embla folgten Wodans Wink und von ihnen stammen alle Völker germanischer Zunge ab, die das weite Midgard bewohnen.
(Quelle Gondrom, Deutsche Götter und Heldensagen)
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