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Headwork ...



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...   Erstellt am 13.02.2007 - 10:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Demeter hieß zur Griechenzeit
die Herrscherin der Fruchtbarkeit.
Die Tochter war Persephone.
Doch zu Demeters großem Weh
kam Pluton und entführte sie,
obwohl sie strampelte und schrie,
hinunter in das Totenreich.
Die Mutter war durch diesen Streich
zutiefst getroffen und verletzt
und irrte darauf, wie gehetzt,
von Stadt zu Stadt, von Land zu Land,
ob sie vielleicht die Tochter fand.
Doch die war längst dem Tod verfallen
in jenen dunklen Hadeshallen,
nachdem sie einen Apfel aß ,
und so das Leben fast vergaß.
Demeter konnte es kaum fassen
und wollte sich nicht trösten lassen,
bis Zeus aus Mitleid das gewährte,
wonach sie sich beinah verzehrte.
Er wolle folgendes entscheiden:
Persephone gehöre beiden,
ein halbes Jahr der Unterwelt,
als Plutons Weib ihm unterstellt,
ein halbes Jahr, zum Licht erhoben,
der Mutter auf der Erde oben.
Entsprechend dieser Partitur
verhielten sich auch Wald und Flur
Im Winter war die Erde kahl,
wie abgestorben jedes Mal,
im Frühling brach die starre Hülle
es herrschten Überfluss und Fülle
Was also sagt der alte Text?
Dass nichts allein aus Zufall wächst
Was sprießt und spross,
was grünt und blüht,
das wird, gedeiht, erfreut, geschieht,
weil es durch göttlichen Beschluss
so und nicht anders kommen muss.




wortundbild
unregistriert

...   Erstellt am 13.02.2007 - 12:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gefällt mir gut,
.... wenn ich auch ein etwas anderes Weltbild habe




ART
unregistriert

...   Erstellt am 13.02.2007 - 13:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Endlich mal kurz und knapp die Götter auf den Punkt gebracht.




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...   Erstellt am 21.02.2007 - 16:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aphrodite

Auf Zypern soll's gewesen sein,
der Insel ganz im Sonnenschein,
da tauchte, wie in einem Traum,
die Göttin aus dem Meeresschaum
Sie hieß mit Namen Aphrodite,
die schönste Frau, die je erblühte,
verheiratet mit einem Schmied,
perfekt in seinem Fachgebiet,
Hephaistos oder auch: Vulkan,
der sich haushoch hervorgetan
durch Schmuck, Figuren oder Waffen
und was er sonst noch so geschaffen.
Doch war er rußbeschmiert und lahm.
Sie allerdings galt als infam.
Sie trieb's mit Sterblichen und Göttern,
nach Möglichkeit mit den adretter'n;
Adonis etwa und Gott Ares
war'n Stücke ihres Inventares,
und auch der sterbliche Anchises
erlebte einst am Ida dieses.
Es zeigt sich deutlich, Aphrodite
war Meisterin auf dem Gebiete.
Wenn sie sich erst dazwischenmischte,
gab's keinen, der ihr noch entwischte.
Imstande, Menschen aufzuwühlen
mit unauslöschlichen Gefühlen,
verband sie all ihr Tun mit List,
wogegen nichts zu machen ist.
Standbilder gab es allerorten
an Plätzen, Straßen oder Pforten.
Ihr Söhnchen Eros, ein ganz Schlimmer,
traf Jünglinge und Frauenzimmer,
selbst alte Vetteln, tumbe Greise
auf schlechthin raffinierte Weise.
Er kam blitzschnell herangeflogen
mit dem berühmten Pfeil und Bogen,
und wen er traf mit seinem Pfeil,
der war unheilbar liebesgeil.
Dahinter steckte Aphrodite,
die so sich mit Erfolg bemühte,
dass Menschen, gern und voll Behagen,
besiegt zu ihren Füßen lagen.
So war es, und so ist's geblieben,
wo immer Menschen Menschen lieben.




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...   Erstellt am 28.03.2007 - 12:13Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hydra

Als Herakles in seiner Jugend
voranschritt auf dem Weg der Tugend,
befahl Eurystheus ihm, er solle,
getreu der akzeptierten Rolle,
statt in den Tag hineinzuträumen,
die Hydra aus dem Wege räumen.
Sie sei in einem Sumpf zugange
als gierige, verhasste Schlange,
dazu versehen mit neun Köpfen;
nicht leicht, sich diese vorzuknöpfen.
Der Held, der ja noch keiner war,
schrak nicht zurück vor der Gefahr.
Er war sich des Erfolgs gewiss
und wanderte nach Argolis.
Er zwang das Tier mit Feuerpfeilen,
aus seinem Loch herauszueilen,
und fing dann an, voll Selbstvertrauen,
ihm seine Köpfe abzuhauen.
Für jeden aber, den 's verlor,
da wuchsen deren zwei hervor.
Er bändigte das Ungeheuer
mit Fackeln, und das heißt mit Feuer.
Dies machte also Wege frei
im Kampfe gegen Barbarei.
Die Hydra, damals fast vergottet,
scheint seitdem völlig ausgerottet
Doch leider, ach, der Anschein trügt.
Das Böse ist noch nicht besiegt.
Noch immer lauern Ungeheuer,
ganz unempfindlich gegen Feuer,
weil ihnen ständig im geheimen
genießerische Mäuler keimen.

Drum mach' dir keine Illusion;
die nächste Hydra wartet schon.




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...   Erstellt am 04.04.2007 - 18:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Alkestis


Admetos, seinerzeit bekannt
als König im Thessalerland,
begehrte selbstbewußt und schlau
Unsterblichkeit und eine Frau.
Apollon stand auf seiner Seite,
als er dann um Alkestis freite.
Doch nicht nur dieses, er verhieß,
dass ihn der Tod in Ruhe ließ,
falls jemand sich bereit erkläre,
dass er für ihn das Opfer wäre.
Bald trat der Schnitter ihm zur Seite,
damit er ihn hinabgeleite
ins dunkle, kühle Reich der matten,
blutlosen und verzerrten Schatten,
worauf Admetos unbeseh'n beschloss,
die Eltern anzufleh'n,
ob sie statt seiner gehen könnten
und ihm derart sein Glück vergönnten.
Sie aber sträubten sich, ihr Leben vorzeitig
für ihn hinzugeben.
Admetos war ganz außer sich
und lamentierte jämmerlich.
Er hing an seinem jungen Weibe
und wollte, dass es lang so bleibe.
Auch sie hing sehr an ihrem Mann,
doch anders war, was sie ersann:
Selbst wenn mein Herz vor Angst erbebt,
ich sterbe gern, damit er lebt.
Es ging um mehr als Sympathie;
sie liebte ihn, er liebte sie.
Ich frage mich ganz nebenher:
Wer von den beiden liebte mehr?
Er, den es ihretwegen trieb,
dass er für sie am Leben blieb?
Sie, die entschlossen war, ihr Leben
um seinetwillen hinzugeben?




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 04.04.2007 - 19:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Danke dir, fleissiger HeadWorker,
das macht Spass und - bildet!

Ingeborg




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...   Erstellt am 13.04.2007 - 16:24Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


lo


Als Zeus, wie's häufiger geschah,
einst vom Olymp hinuntersah,
erblickte er im Mondenschein
lo, das Königstöchterlein.

Sie ging ihm nicht mehr aus dem Sinn,
und er entschloss sich: »Nichts wie hin!«
Er suchte allen Charme zusammen,
und wirklich, sie geriet in Flammen.
Bald war sie, wie der Mythos zeigt,
dem Techtelmechtel zugeneigt.

Nun ja, ich frag' es ohne Spott:
Wann trifft man schon mal einen Gott?
Doch machte Zeus bei dieser Schau
die Rechnung ohne Ehefrau.
Der Hera war sein Unterfangen
auch diesmal keineswegs entgangen.
Sofort entschloss sie sich, den frechen,
verbot'nen Treuebruch zu rächen.
Sie tat es nicht, was legitim,
am einzig Schuldigen, an ihm, nein,
weil sie solchen Zorn verspürte,
verurteilte sie die Verführte,
und sie verwandelte im Nu
die arme Frau in eine Kuh.

Kuhsein an sich ist ja nichts Schlechtes,
doch wer, der vorher Mensch war, möcht' es?
Blitzschnell verformten sich die Glieder,
und sie fand sich als Rindvieh wieder.
Es ging ihr schlecht, zumindest schlechter.
Zudem erhielt sie einen Wächter,
Argus, der hundert Augen hatte,
damit er ständig sie beschatte.
Sobald er mit zwei Augen schlief,
war'n achtundneunzig noch aktiv.
Bei diesem Zustand des Gesichts
entging ihm in der Regel nichts.

Zeus ließ ihn, ohne zu erröten,
auf los Wunsch durch Hermes töten.
Doch Heras Zorn war nicht gestillt.
Sie wurde jetzt erst richtig wild.
Unheilvoll schallte ihr Gebrummel.
Sie schickte eine böse Hummel,
die, was der Hummel sehr behagte,
lo mit ihrem Stachel jagte, /
was lo ihrerseits missfiel.
Es war auch nicht der feine Stil.
So hetzte sie durchs ganze Land,
wobei sie niemals Ruhe fand.

Ermattet kam sie dann zum Schluss
zur Kuhfurt, griechisch: Bosporus.
Doch erst viel weiter weg am Nil
fand die Gepeinigte ihr Ziel,
als einen Knaben sie gebar
und alle Not zu Ende war.

Kurz war ihr Wahn, die Reue lang,
und damit endet der Gesang.





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