BDBruemmer1  Administrator
    

Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2007 - 10:07 |  |
Glutenfrei kochen
Getreide und Mehl finden sich fast auf jedem täglichen Speiseplan. Es wird in Brot, Brötchen, Kuchen und sogar im Bier verarbeitet!
Die meisten Menschen können Getreide sehr gut vertragen. Einige Menschen müssen jedoch bei Teigwaren und ähnlichem auf sogenannte glutenfreie Kost achten, da sie ansonsten krank werden. Gluten ist ein Eiweißstoff, Klebereiweiß, der in verschiedenen Getreidesorten vorkommt. Die Krankheit, die sich bei Genuss dieses Getreides bemerkbar macht, trägt den Namen: Zöliakie.
Zöliakie, auch Sprue genannt, ist eine angeborene Überempfindlichkeit gegenüber Gluten. Der Darm der Betroffenen reagiert auf dieses Klebereiweiß wie auf einen Krankheitserreger.
Wofür hat die Natur Gluten geschaffen?
Was dem Teig von Backwaren, wie Kuchen oder Brot, seine typischen elastischen Eigenschaften verleiht, verdankt er dem Klebereiweiß, das sich im Korn befindet. Es findet sich vor allem in Weizenmehl, aber auch in Dinkel, Gerste, Roggen und in Hafer.
Wie macht sich Zöliakie bemerkbar
Diese Krankheit kann sehr unterschiedlich ausgeprägt sein. Manche Kinder bekommen einen Blähbauch, sind viel zu dünn, oft krank und wachsen schlecht. Wird die Glutenüberempfindlichkeit im Erwachsenenalter entdeckt, so nennt man sie Sprue. Es ist denkbar, dass Sprue manchmal nicht entdeckt wird und als "vage Bauchbeschwerden" oder "Reizdarm- Syndrom" eine Diagnose findet. Sowohl bei Kindern als auch bei Erwachsenen wird die Nahrung bei dieser Überempfindlichkeit nur unvollständig verdaut - das verursacht Bauchschmerzen und Durchfall und es werden weniger Nährstoffe, Vitamine und Mineralien im Körper aufgenommen. Die betroffenen Menschen leiden dadurch oft unter Mangelerscheinungen und Blutarmut.
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Status: Offline Registriert seit: 12.06.2005 Beiträge: 20742 Nachricht senden | Erstellt am 31.05.2007 - 10:09 |  |
Ist diese Unverträglichkeit häufig?
In Mitteleuropa wird die Erkrankungshäufigkeit auf 1:500 bis sogar 1:100 Menschen geschätzt. Die bisher einzig mögliche Therapie ist eine lebenslang einzuhaltende Diät, bei der auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet wird. Bei vollständigem Verzicht auf glutenhaltige Lebensmittel bilden sich die Symptome nach einiger Zeit zurück. Betroffene können sich bei der Deutschen Zöliakie-Gesellschaft informieren.
In welchen Lebensmitteln sind Gluten?
Gluten sind in Roggen, Weizen, Gerste, Dinkel, Grünkern, Emmer, Einkorn, Kamut u.a. zu finden. Glutenfrei sind dagegen z.B. Quinoa, Amarant, Mais, Reis, Hirse, Soja, der sogenannte Wildreis, Buchweizen, Kartoffeln, Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Eier, Natur-Käse-Sorten, Sesam, Mohn, Leinsamen, Nüsse, Mandeln u.a..
Buchweizen, auch Quinoa, Ammaranth genannt
Quinoa, Ammaranth und Buchweizen sind im Reformhaus und in Naturkostläden schon lange zu finden. Tatsächlich handelt es sich hier nicht um Getreide, sondern um sogenannte Pseudocereialien, Pseudogetreide. Es sind Körnerfrüchte von Pflanzen, die nicht zur Familie der Gräser gehören. Buchweizen ist auf unseren Wiesen heimisch, Amaranth und Quinoa gehörten einst zu den Grundnahrungsmitteln der Inka und Azteken. Beides wird in Peru, Mexiko und in den Anden angebaut.
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