kucky 

Status: Offline Registriert seit: 17.02.2006 Beiträge: 79 Nachricht senden | Erstellt am 19.02.2006 - 18:17 |  |
Ginkgo Pflanze: Ginkgo biloba L. Familie: Ginkgoaceae
Anwendung: Hirnleistungsstörungen, Periphere arterielle Durchblutungsstörungen Ohrensausen, Schwindel, Macular Degeneration Höhenkrankheit, Glaukom Legende In klinischen Studien wurden bisher nur für Ginkgoextrakte, die aus den Blättern mit einem Aceton-Wasser-Gemisch (DEV 35-67:1) gewonnen werden, ein positiver Effekt nachgewiesen. Am besten untersucht sind die Extrakte mit der Bezeichnung Egb 761 und LI1370. Diese Extrakte werden eingestellt auf etwa 25% Flavonoidglykoside (Flavonole und Biflavone) und etwa 6% Terpenlactone (Ginkgolide A,B,C und Bilobalid), wobei der Gehalt an Ginkgolsäuren, die stark hautreizend wirken und zu Magenunverträglichkeiten führen können, unter 5 ppm liegen soll. Experimentell nachgewiesen wurden folgende Wirkungen:
Steigerung der Toleranz insbesondere des Hirngewebes gegenüber Sauerstoffmangel Förderung der Gehirndurchblutung Verbesserung der Fließeigenschaften des Blutes PAF-Hemmung (Plättchenaggregationsfaktoren) Beeinflussung zentraler Neurotransmitter Inaktivierung schädlicher Radikale
Zubereitungen aus diesen Extrakten werden zur symptomatischen Behandlung von hirnorganisch bedingten Leistungsstörungen (dementiellen Syndromen) mit den Leitsymptomen Gedächtnis- und Konzentrationsstörungen, depressive Verstimmung, Schwindel, Ohrensausen und Kopfschmerzen im Rahmen eines Therapiekonzeptes eingesetzt. Weiterhin werden sie zur unterstützenden Behandlung von peripheren arteriellen Durchblutungsstörungen, bei Schwindel und Tinnitus verwendet. Bevor mit einer Behandlung begonnen wird, sollte ärztlich abgeklärt werden, ob die Störungen nicht einer spezifisch zu behandelnden Grunderkrankung zuzuordnen sind! (s. Hinweis) Derzeit laufen auch Untersuchungen, die eine Wirksamkeit zur Verbesserung der geistigen Leistungsfähigkeit gesunder, jüngerer Menschen, bei dem prämenstruellen Syndrom (PMS), bei altersbedingte Degeneration der Macula, bei der Höhenkrankheit, die Verbesserung der Ansprechrate einer Chemotherapie des Pankreaskarzinoms sowie eine günstige Beeinflussung diabetischer Folgekrankheiten prüfen sollen. Die ersten Ergebnisse sind jedoch noch zu vorläufig, um daraus eine Therapieempfehlung ableiten zu können. Beim Zuckerkranken ist zudem noch nicht geklärt, inwieweit Ginkgoextrakte zu einer Verschlechterung der Krankheit führen kann, da der Einsatz möglicherweise die Insulinresistenz verstärkt. Ginkgonüsse (= Samenkern der Ginkgofrüchte): Die gerösteten Samenkerne, wobei zuvor die fleischige Außenschicht der Früchte entfernt wurde, werden vor allem in Ostasien als Delikatesse, in der Traditionellen Chinesischen Medizin auch als Heilmittel, geschätzt. Die Außenschicht der Früchte enthalten stark hautreizend wirkenden Ginkgolsäuren und Ginkgole sowie 4`-Methoxypyridoxin, das zu Vergiftungserscheinungen führen kann. Anwendungsdauer: Bei Hirnleistungsstörungen ist eine Behandlung von min. 8 Wochen erforderlich. Nach einer Behandlungsdauer von 3 Monaten sollte überprüft werden, ob die Therapie noch weitergeführt werden soll. Eine Besserung arterieller Durchblutungsstörungen ist frühestens nach 6 Wochen zu erwarten (Verlängerung der Gehstrecke). Bei Durchblutungsstörungen des Innenohres, z.B. Schwindel, Tinnitus, bringt eine Behandlung von mehr als 6 bis 8 Wochen keine Vorteile.
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