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Perry  Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 22.08.2005 Beiträge: 2894 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2008 - 19:21 | |
Aber was ist dann der Hintergrund dieser vielen Kindstötungen, Yael. Ich versuche seit einer geraumen Zeit dahinterzukommen, was hinter diesen Taten steckt. Rational kann ich mir einfach nicht erklären warum eine Mutter ihr Kind (aktiv und passiv) tötet.
Der SPIEGEL verweisst auf ein Studie des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen :
Viel mehr Kindstötungen durch Eltern im Osten
: Im Osten Deutschlands werden nach Angaben des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen drei- bis viermal häufiger Kinder von ihren Eltern getötet als im Westen.
"Vermutlich ist eine Ursache, dass es im Osten mehr junge Mütter gibt, die in sozialer Isolation und Armut aufwachsen und überfordert sind mit ihrer Mutterrolle", sagt Christian Pfeiffer, Direktor des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen. "Wir sind aber noch nicht so weit, diese Ost-West-Unterschiede aufzuklären." An seinem Institut läuft laut Pfeiffer derzeit eine Studie zu allen rund 900 bis 1000 gerichtlich abgeschlossenen Fällen von Kindstötungen durch Eltern in Deutschland der vergangenen zehn Jahre.
Die Auswertung von bisher etwa 150 Fällen zeige, dass es drei Kategorien von Müttern gebe, die ihre Kinder töten - allerdings fließen die Kategorien auch ineinander. "Bei einem Viertel bis einem Drittel der Fälle handelt es sich um Frauen, die die Schwangerschaft verheimlichen, das Kind ohne Hilfe zur Welt bringen und es dann töten oder es sich selbst überlassen." Dies seien "sehr isolierte Frauen", die ihre Mutterrolle nicht annehmen wollen oder können. "Durchaus sind darunter auch junge Studentinnen", betonte Pfeiffer.
In 50 bis 60 Prozent der Fälle spielten katastrophale Lebensbedingungen eine wesentliche Rolle. "Oft versuchen es die jungen Eltern zunächst, ihr Kind aufzuziehen, sind dann aber völlig überfordert und irgendwann passiert es, dass Vater oder Mutter das Kind zu Tode schütteln oder es nicht mehr versorgen." So ist vor wenigen Tagen der sechs Monate alte Florian in Frankfurt an der Oder verhungert. Die Eltern stehen unter Mordverdacht. Als dritte Kategorie nannte Pfeiffer psychisch kranke Frauen (15 bis 20 Prozent aller Fälle).
Da scheint vieles zusammenzukommen.
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Yael  Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 20.08.2005 Beiträge: 3295 Nachricht senden | Erstellt am 24.02.2008 - 19:56 | |
Man muss natürlich nach Erklärungen suchen, das ist klar, um solche Dinge wenigstens in den meisten Fällen verhindern zu können. Da sind wir alle gefragt, als Nachbarn, Freunden, Arbeitskollegen usw.
Aber eine so einfache Erkärung wie dieser Böhmers ist nur wieder einmal reinste Polemik, die niemanden hilft, ich denke nur daran, dass die Kinderfreundlichkeit in der DDR um ein wesentliches höher war, von der Versorgung berufstätiger Frauen ganz zu schweigen. Kinder waren dort mehr eine Realität als hier. Als ich hierher kam, war ich erstaunt wie wenig Kinder man hier gesehen hat.
Es spielen immer meistens mehrere Faktoren eine Rolle.
Daran werden sich Experten sicher noch die Köpfe einschlagen.
Signatur Ich kann im Leben auf vieles verzichten, nur nicht auf Katzen und Literatur.
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Shirley Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 21.08.2005 Beiträge: 2586 Nachricht senden | Erstellt am 07.03.2008 - 12:28 | |
Internationaler Schlag gegen Kinderporno-Tausch über Newsgroups
Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland, Großbritannien, Australien, Kanada und den USA sind in einer weltweiten Aktion gegen Produzenten und Anbieter von kinderpornografischem Material vorgegangen. BKA-Angaben zufolge erfolgten bereits am Freitag vergangener Woche Durchsuchungen und Festnahmen auf drei Kontinenten. Einer etwa 50 Mitglieder umfassenden internationalen Bande wird vorgeworfen, seit 2005 große Mengen von kinderpornografischen Bildern, Videos und Texten produziert, beschafft und getauscht zu haben. Die Ermittlungen zogen sich über 13 Monate hin.
Zur Verschleierung der Tathandlungen sollen die Täter "unterschiedliche Internet-Newsgroups" genutzt und "ausschließlich mittels variierender Verschlüsselungstechniken kommuniziert" haben.
[...]
Die Durchsuchungen in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten mit einer Ausnahme in allen Fällen zum Auffinden von bedeutenden Beweismitteln geführt, heißt es weiter. Die eingesetzten Kräfte hätten große Datenmengen sichergestellt, darunter mutmaßlich kinderpornografische Bilder und Videos. Allein in einem Fall habe das sichergestellte Datenvolumen annähernd drei Terabyte betragen. In den USA wurden 14 Tatverdächtige, in Großbritannien und Australien jeweils zwei Tatverdächtige festgenommen. (pmz/c't)
Signatur Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. (Zsa Zsa Gabor) |
schoschana Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 24.08.2005 Beiträge: 1942 Nachricht senden | Erstellt am 31.03.2008 - 13:04 | |
ich denke, die beiden beiträge passen hierhin wohl am besten, auch wenn es dabei nicht ausschliesslich um kinder und jugendliche geht. dennoch in hohem mass.
die frage, wie den sich häufenden vorfällen von kindesmisshandlung in der dati-community zu begegnen ist, ist eine wichtige frage. einer der beiden beiträge befasst sich mit dem weit verbreiteten prinzip von schmirat ha'laschon, welches in vielen fällen von kindesmisshandlung mir nicht das richtige prinzip zu sein scheint.
vor einiger zeit las ich über einen solchen fall von kindesmisshandlung in stamford hill, london. eine haredische familie hatte der betroffenen familie geraten, sich an die öffentlichen behörden und die polizei zu wenden. dies hatte eine lange ächtung der familien zur folge.
To tell or not to tell, that is the question
http://go2url.net/?http://www.jpost.com … agename=JP
Judaism's golden mean
http://go2url.net/?http://www.jpost.com … t%2FJPArti
[Dieser Beitrag wurde am 31.03.2008 - 13:09 von schoschana aktualisiert]
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Shirley Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 21.08.2005 Beiträge: 2586 Nachricht senden | Erstellt am 07.04.2008 - 18:15 | |
Ein Thema, das bereits vor Purim die Gemüter erhitzte:
Mother of eight indicted for child abuse
As her three-year-old child lies in a coma in a Jerusalem hospital for the second straight month, a 38-year-old mother of eight who immigrated to Israel from the US was indicted Sunday in a Jerusalem court for seriously abusing her children, in one of the most gruesome child abuse cases in Israel in years.
The charge sheet recounts that the mother allegedly forced her children to eat feces, locked them in a suitcase for three days - letting them out only for brief periods of time - repeatedly beat, whipped and shook them, burnt their hands with a lighter and a heater, and gave them freezing showers.
The "systematic" abuse was mainly directed at her two youngest children, aged three and four.
[...] Zum Heulen!
Signatur Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können. (Zsa Zsa Gabor) |
schoschana Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 24.08.2005 Beiträge: 1942 Nachricht senden | Erstellt am 08.04.2008 - 11:32 | |
oh, mein...
in berlin haben sie wieder ein totes baby in einem rucksack gefunden.
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Shirley Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 21.08.2005 Beiträge: 2586 Nachricht senden | Erstellt am 22.04.2008 - 09:05 | |
Mutmaßlicher Kinderschänder in Sachsen-Anhalt gesteht
Kanadische Ermittler finden entscheidende Spur
Der nach Hinweisen von kanadischen Ermittlern festgenommene mutmaßliche Kinderschänder aus Sachsen-Anhalt hat die Tat gestanden. Er soll seinen heute 14 Jahre alten Sohn missbraucht und davon Bilder im Internet verbreitet haben.
Das sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle am Montag. Einzelheiten zur Festnahme des 37-Jährigen, der nach der Befragung von mehreren hundert Lehrern Ende der vergangenen Woche gefasst worden war, sollen am Nachmittag bei einer Pressekonferenz des Landeskriminalamtes (LKA) bekannt gegeben werden.
Internationale Ermittlungen
Die Bilder, die der Mann aus Günthersdorf im Internet verbreitet haben soll, hatten kanadische Ermittler entdeckt und herausgefunden, dass eine darauf auch abgebildete Limonaden-Sorte vor allem in Ostdeutschland verkauft wird. Daraufhin zeigte das LKA Lehrern an 600 Grundschulen die Fotos. Die außergewöhnliche Fahndungsmethode war vom Kultusministerium erstmals genehmigt worden, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Halle.
Der 37 Jahre alte Mann aus Günthersdorf (Saalekreis) soll seinen Sohn mindestens sechs Jahre missbraucht und Fotos davon im Internet veröffentlicht haben. Eine Lehrerin erkannte den ehemaligen Schüler auf einem Bild. Die Polizei nahm den Vater am Donnerstag in Leipzig fest. Gegen ihn wurde Haftbefehl erlassen. Angesichts der Beweise soll er die Taten eingeräumt haben.
Gesicht auf Bildern rekonstruiert
Das Landeskriminalamt Sachsen-Anhalt hatte mit richterlicher Genehmigung Anfang April einen Brief mit einem Bild des Jungen an rund 600 Schulen geschickt und bat die Lehrer um Mithilfe. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur dpa zeigt das aus dem Jahr 2003 stammende Foto ein etwa neun Jahre altes Kind. Es gehörte zu einer Serie kinderpornografischer Bilder, die die kanadische Polizei Ende 2007 im Internet entdeckt hatte.
Die Lehrerin erkannte den Jungen und nannte den Vater als Erziehungsberechtigten. Diesen identifizierten die Ermittler schließlich als den mutmaßlichen Kinderschänder, weil das Material auch den Täter zeigte. Dessen Gesicht war nach Informationen der "Mitteldeutsche Zeitung" in Halle unkenntlich gemacht worden, habe jedoch rekonstruiert werden können.
"Erfolg gibt Recht"
"Eine Anfrage auf Amtshilfe dieses Umfangs ist bisher einzigartig und wurde erstmals von uns geleistet", sagte am Sonntag die Sprecherin des Kultusministeriums, Kathrain Graubaum. "Der Erfolg gibt dem Vorgehen Recht. Wir würden in einem gleich gelagerten Fall sicher wieder Amtshilfe leisten."
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JAN  Junior
 

Status: Offline Registriert seit: 06.07.2006 Beiträge: 564 Nachricht senden | Erstellt am 28.04.2008 - 07:33 | |
Jetzt haben wir wieder so einen Fall, oder besser gesagt: so einen hatten wir noch nie. Kindesmissbrauch in Amstetten (45 km von Linz, 110 km von Wien entfernt). Ich denke, der Fall ist nicht wirklich mit dem Fall Kampusch vergleichbar. Und ich hoffe, die Sache ist so bizarr, daß die Medien ihr Interesse rasch wieder daran verlieren werden.
Post Scriptum Insbesondere interessant finde ich diesen Link: Psychologen zur Einzigartigkeit des Falls
[Dieser Beitrag wurde am 28.04.2008 - 07:36 von JAN aktualisiert]
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Perry  Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 22.08.2005 Beiträge: 2894 Nachricht senden | Erstellt am 28.04.2008 - 16:26 | |
Ein echter Alptraum
Wieder so ein Fall wo das Strafrecht eigentlich nicht für angemessene Gerechtigkeit sorgen kann.
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Perry  Senior
   

Status: Offline Registriert seit: 22.08.2005 Beiträge: 2894 Nachricht senden | Erstellt am 28.04.2008 - 20:05 | |
Vater hielt Tochter als "verfügbare Sklavin"
Die Ermittler seien laut LKA-Chef Franz Polzer sicher, dass Josef Fritzl keine Misswisser habe. Außerdem sei seine Vaterschaft der durch den Inzest gezeugten Kinder zweifelsfrei bewiesen: Fritzl habe gestanden, die Kinder gezeugt zu haben.
Das Verbrechen sprenge alle Dimensionen, die auch langjährige Beamte jemals erlebt hätten, sagte Ermittlungschef Franz Polzer. „Dieser Mann hat selber eine Familie mit sieben Kindern gegründet, und er hat im Keller sieben weitere Kinder mit seiner Tochter gezeugt und drei davon bei sich aufgenommen.“
Der Vater hatte in einer Inzest-Beziehung mit seiner heute 42- jährigen Tochter Elisabeth Fritzl sieben Kinder in der niederösterreichischen Kleinstadt Amstetten gezeugt. Mitleid mit den Betroffenen zeigte Fritzl Berichten zufolge nicht.
Die österreichischen Behörden gehen nach bisherigem Erkenntnisstand davon aus, dass die Mutter des Inzest-Opfers Elisabeth Fritzl nichts vom Martyrium ihrer Tochter gewusst hat.
Der Vater habe sich seine Tochter „als Partnerin herangezogen“, sagte Rossmanith der österreichischen Nachrichtenagentur APA: „Er hat sich letztlich eine jederzeit verfügbare Sklavin gehalten.“
Josef Fritzl habe sich seine Tochter „gefügig gemacht, sie gehalten und nach seinen Bedürfnissen benützt“. „Ohne Zweifel hat er daraus einen sadistischen Lustgewinn gezogen“, sagte die Expertin. Der Mann habe „absolute Kontrolle“ ausgeübt. Die Polizei beschreibt Josef Fritzl auch als einen Mann mit „erhöhter sexueller Potenz“, der in seiner Familie herrisch, autoritär und bestimmend auftrat.
Inzwischen schloss der Leiter der Kriminalpolizei Niederösterreich, Franz Polzer, nicht aus, dass Josef Fritzl weitere Verbrechen begangen haben könnte. Es werde „alles überprüft“, sagte Polzer. Es gebe noch eine „breite Palette an offenen Fragen“. Unklar ist unter anderem nach wie vor, wie der Mann es schaffte, die Familie im Kellerverlies jahrelang zu versorgen, ohne dass es seine Familie oder Nachbarn bemerkten.
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