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Aginor 



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...   Erstellt am 28.07.2009 - 15:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Leute!

Um mich von den nervigen Diskussionsthreads ein wenig abzulenken und weil mich maSu auf die Idee gebracht hat, mache ich jetzt mal diesen Thread auf.

These1 :
Jede Generation wird die Generation ihrer Kinder nicht verstehen und versuchen, sie zu unterdrücken. Das war schon immer so und bleibt auch so. Ausbruchsversuche (siehe 68er) sind (wie wir inzwischen wissen) scheinbar nutzlos.
Will heißen:
Unsere Großeltern verbieten unseren Eltern Musik,
Unsere Eltern verbieten uns Computerspiele,
Wir verbieten zwangsläufig unseren Kinder das neue XYZ das es geben wird.


These 2:
Die alten werden bald wegsterben und die Gesellschaft in der wir das Sagen haben, wird aufgeschlossener sein. Wir werden sogar das wieder erlauben, was unsere Elterngeneration uns verboten hat (z.B. "Killerspiele").


Wie steht Ihr dazu?


Gruß
Aginor





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Der größte Feind des Menschen ist der Mensch selbst

maSu 



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...   Erstellt am 28.07.2009 - 15:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich persönlich tippe auf die Kombination von These 1 und 2, da selbiges in der Vergangenheit schon immer so stattfand:

Die "Alten" verbieten etwas, sterben, die jungen geben es frei, werden alt, finden etwas anderes was sie verbieten können, sterben, die neuen Jungen geben es wieder frei, altern ...

Ich erwische mich jetzt schon bei Argumentationsansätzen, wie ich sie von meinem Opa her kenne, dann läuten bei mir im Regelfall bevor ich es asusprechen kann die alarmglocken und ich merke: ich werde genauso, nur weil ich etwas nicht verstehe.

Da bei mir aber die Alarmglocken losgehen, bin ich NOCH nicht so, evt auch nur weil ich diesen teufelskreis gerade aus der Opferrolle miterlebe.

Also ich glaube schon, das wir im Bezug auf Medien aufgeklärter sein werden, aber wer weiss, was in 30-40 Jahren "in" ist?!





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So ich geh nun an die nächste Straßenecke, hol mir da n Porno, eine Schachtel Zigaretten und etwas Schnaps!

Warum ich das mache?

Weil es in 100km umkreis keinen Laden gibt (den ich kenne) der indizierte Videospiele verkauft und mir langweilig ist…

DoktorTrask 



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...   Erstellt am 28.07.2009 - 15:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


These1: Das ist die die ich vertrete der Mensch ist dumm und ein Gewohnheitstier warum sollte er sich auch ändern ist doch viel angenehmer sich nicht zu ändern, zudem ist der Mensch paranoid und hat vor allen Fremden und neuen große Angst und er kennt nur die Vernichtung und das Verbot um seine Angst zu bekämpfen, sich neuen und fremden zu stellen heißt sich seiner Angst stellen und das ist für viele zu unangenehm. Außerdem liebt der Mensch seine Macht und durch neuen sieht er die bedroht, er mißbraucht auch gerne seine macht um andere zu unterdrücken und sich oben aufzustellen.

[Dieser Beitrag wurde am 28.07.2009 - 15:24 von DoktorTrask aktualisiert]





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We are so alone - So endlessly small
In infinite space - At first we were free
With fir and antlers - Heaven was empty
But the human wanted more - Fate was clear
Now we're disfigured - Then now the world is so close to hell - Gods are for species
That betray themselves - Flee into believe
To execute each other/themselves - Humans need gods
To hurt each other/themselves - To destroy each other/themselves
That is us - Sex - Fear - Blood - Gold - Glory - Power - Greed
Do you want to be a human and no animal - Then bring God into your territory - Then being human will become a scaffold - Animals need no god
no god

Mars ...



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...   Erstellt am 28.07.2009 - 15:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hi Aginor,

In den Wirkungen gebe ich dir Recht, aber ich glaube es sind andere Gründe am Werk als du sie hier nennst.

Aginor schrieb

    These1 :
    Jede Generation wird die Generation ihrer Kinder nicht verstehen und versuchen, sie zu unterdrücken. Das war schon immer so und bleibt auch so. Ausbruchsversuche (siehe 68er) sind (wie wir inzwischen wissen) scheinbar nutzlos.
    Will heißen:
    Unsere Großeltern verbieten unseren Eltern Musik,
    Unsere Eltern verbieten uns Computerspiele,
    Wir verbieten zwangsläufig unseren Kinder das neue XYZ das es geben wird.


Ich glaube nicht dass hier eine Generation die andere unterdrückt. Jede junge Generation provoziert gezielt in der Pubertät die Eltern. Damit sind Konflikte ja vorprogrammiert. Außerdem haben wir ja immer das Problem dass Eltern mit Dingen konfrontiert sind, die sie nicht kennen. Da sie ihre Kids lieben versuchen sie sie vor Gefahren zu schützen. Mangels Interesse oder manchmal auch Zeit wird jetzt eben vorsorglich zu viel verboten.
Ich sehe es also nicht unbedingt als böswillig an, wie es bei dir anklingt, sondern als Kombination aus Zeitmangel, Faulheit und auch Ignoranz.

Aginor schrieb

    These 2:
    Die alten werden bald wegsterben und die Gesellschaft in der wir das Sagen haben, wird aufgeschlossener sein. Wir werden sogar das wieder erlauben, was unsere Elterngeneration uns verboten hat (z.B. "Killerspiele").


aufgeschlossener? Was meinst du damit?
Ich denke wir werden mehr erlauben als heute erlaubt ist. Aber: In 20 Jahren wird 1 Ding mehr erlaubt sein (Killerspiele) aber es gibt vielleicht 2 neue, die wir dnan verbieten.
Deshalb bin ich bei aufgeschlossener vorsichtig, aber es werden sicherlich manche der Diskussionen, die heute stattfinden, Gott sei Dank nicht mehr stattfinden.

Gruß,
Mars




hecterspecter ...



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...   Erstellt am 28.07.2009 - 16:17Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Aginor,

Ich sehe es in etwa so wie Mars. Auch ich vermute keine böswilligen Absichten. Ich sehe in solchen Diskussionen sogar eine notwendige Entwicklung für die jüngere und die ältere Generation. Bei solchen Konflikten kann es zu Aussprachen zwischen beiden Generationen kommen, die sie einander verstehen lassen. Was allerdings die Sache erschwert, ist die Tatsache, dass es eben nicht nur ein Generationskonflikt ist. Vieles wird nebenbei noch untergemischt. Jede Menge Teilinteressen wirken da noch mit. Wenn man die Möglichkeit hätte, der Diskussion die Emotionalität zu entnehmen und beide Seiten offen ausprechen zu lassen, würde man damit die Entwicklung vorantreiben. Aber auch wenn es weiterhin emotional bleibt denke ich, wird die Diskussion schon die richtigen Wege nehmen. Und auch wir werden unseren Kindern ebenso gegenüberstehen, wie die Älteren heute. Doch wir sollten uns nicht dagegen wehren, sondern uns an diese Diskussion erinnern. Man kann ruhig Bedenken haben, aber diese sollte man offen aussprechen und sich um einen vernünftigen Diskurs bemühen.





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,,Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.´´
(Heinrich Heine - Almansor)

Aginor 



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...   Erstellt am 29.07.2009 - 10:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


@Mars:
Mit "aufgeschlossener" meine ich, dass wir im besten Fall als Elterngeneration den folgenden Generationen nicht etwas verbieten, nur weil es uns nicht gefällt. Aber ich meine damit auch, dass wir Interesse zeigen und nicht einfach alles als "neumodischen Unsinn" und "Zeit- und Geldverschwendung" ansehen.

@hecterspecter:
Da ist durchaus was dran: Wir werden das neumodische Zeug, das wir nicht richtig verstehen, vielleicht genauso grauslig finden wie ein Mensch Jahrgang 1920 "Call of Duty" furchtbar findet. Aber vielleicht werden wir ja so weit sein, dass wir nicht unsere persönlichen Vorlieben zur allgemeinen Politik machen.

Jetzt ist natürlich die Frage: Wie kann man das erreichen? Ich sehe nämlich schon in unserer Generation viele Menschen, die nicht einmal mit den Medien UNSERER Zeit etwas anfangen können, wie soll das dann erst sein wenn diese Menschen 20-30 Jahre älter sind?

Gruß
Aginor





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Crusader ...



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...   Erstellt am 30.07.2009 - 14:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Aginor schrieb

    Mit "aufgeschlossener" meine ich, dass wir im besten Fall als Elterngeneration den folgenden Generationen nicht etwas verbieten, nur weil es uns nicht gefällt. Aber ich meine damit auch, dass wir Interesse zeigen und nicht einfach alles als "neumodischen Unsinn" und "Zeit- und Geldverschwendung" ansehen.


Die Kenntnisse sind sicherlich ein großes Problem, grad bei der Großelterngeneration, die einerseits nicht wirklich weiß, was Computerspiele sind, andererseits durch Adolf und seine Bande vorbelastet sind, was etwa die Darstellung von Krieg angeht.

Zu ersterem Punkte hatte ich vor jahren einen lustiges Gespräch mit meinem Großvater.
1998: Jahr der Fußball WM in Frankreich. Ich kaufe mir das Spiel dazu (Frankreich 98) und spiele es seeeehr oft. Irgendwann unterhalten wir uns über Fußball und ich meinte, dass ich ein Spiel hätte, wo ich Partien nachspielen könne und das dabei Deutschland immer gewinne. Er verstand nix und dachte ich würde irgendwie die realen Spielergebnisse manipulieren oder für eine Neuauflage der Spiele sorgen.

These 1 würde ich durchaus unterstüzen. Ich weiß etwa bis heute nicht, worum's bei Pokemon und Yu-Gi-Yo(?) geht und finde es verwerflich, dass die Sachen so vermarktet werden, dass Kinder immer mehr von etwas kaufen sollen, was letztlich wertloser Mist ist. Verbieten würde ich die Serien als solche trotzdem nicht, sondern würde eher gegen das extreme Marketing vorgehen, das die Kinder einspannt, weil die Werbebotschaften noch nicht hinterfragen können. Unabhängig davon sehe ich in solchen Fällen jedoch wie immer die Eltern in der Pflicht, sich mit den Dingen die ihre Kinder mögen auseinanderzusetzen und mit ihnen darüber zu sprechen.

These 2 sehe ich hingegen kritisch, weil die Elterngeneration und das soziale Umfeld in manchen Fällen dermaßen gute Arbeit leisten, das der Nachwuchs bestimmte Ideen unreflektiert übernimmt. So kann die frühere Generation zwar wegsterben, aber die Ideen verschwinden nicht automatisch.





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"Silent enim leges inter arma" (Cicero, 52 v. Chr.)

buzzti ...



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...   Erstellt am 30.07.2009 - 14:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich habe mich auch schon erwischt, wie ich bei Kiddies die sich in der S-Bahn gegenseitig ihre (Bushido/Furz/Besoffener Elch)-Klingeltöne präsentieren den Kopf geschüttelt habe. Ich verstehe den Reiz dahinter nicht - aber ich weiß noch, wie ich selber damals unbedingt so ein doofes Tamagotchi haben wollte - also sehe ich das heute gelassen.





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"For great justice"


Aginor 



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...   Erstellt am 30.07.2009 - 15:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hehe, ja, so fängt es an.
Aber es ist nicht unbedingt eine Frage der Generation. Ich fand schon als Kind vieles lächerlich und behämmert, was die normalen gleichaltrigen in meinem Umfeld toll fanden und unbedingt haben mussten...

Nein, Spaß beiseite: Genau so ist es. Der "besoffene Elch" und der "crazy frog" sind genau wie Yu-Gi-Oh und Pokemon für viele von uns schon unverständlich. Wenn man noch ein paar Jahre ältere Menschen anschaut, dann verstehen schon viele nicht für was Twitter oder Diggit gut sein sollen. Es ist einfach ein anderes denken, wenn man mit etwas aufwächst.

Ich denke man muss einfach immer interessiert bleiben, dann hat man eine chance, nicht ignorant zu werden. Ich gebe mir Mühe.

Gruß
Aginor

[Dieser Beitrag wurde am 30.07.2009 - 15:12 von Aginor aktualisiert]





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Der größte Feind des Menschen ist der Mensch selbst

Mars ...



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...   Erstellt am 30.07.2009 - 16:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Twitter? Wer braucht denn sowas.... (ich finds aber wirklich nur sinnlos)

Ich denke hier triffst du aber einen interessanten Punkt: Das Problem ist ja nicht dass die ältere Generation Games nicht spielt oder so, intolerant ist man ja höchstens dann wenn man es dem anderen wegnehmen will.
Ich kann an Bushido auch nix Positives finden, aber so lange ich es den Kids nicht verbiete ist es doch ok, oder seht ihr dsa anders?

Mars




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