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<Roger 2>
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...   Erstellt am 09.02.2006 - 12:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Protokoll Nachbereitung A-Camp 22.10.2005

Traktanden
1 Finanzen
2 Extremismusbericht (Faschos)
3 Organisation, ACB und die Wirklichkeit
4 Werbung
5 Geschlechterfrage
6 Zukunft

1. Finanzen

Posten Einnahmen (CHF) Ausgaben (CHF)
Soli-Aktionen 1009.00
Werbung 270.00
Getränke 2902.00 2715.00
Non Food 982.00
Baumaterial 590.00
Food* 50.00 2551.00
Beiträge 3917.00
Gesamt 7878.00 7108.00

* Die Einnahmen Food sind Verkäufe von Restmaterialien nach Ende des Camps. Die Beiträge beinhalten.

In der Rechnung nicht enthalten sind Eingänge auf das Postkonto.

Der Überschuss von 770.00 CHF kommt auf das Postkonto und steht für ein nächstes A-Camp in der Schweiz, in Österreich oder Deutschland zur Verfügung (in dieser Reihenfolge. Wenn also keines in der Schweiz stattfindet, steht das Geld den OrganisatorInnen? in Österreich zur Verfügung oder für ein A-Camp in Deutschland)

2. Extremismusbericht - Faschos

Im Vorfeld haben wir uns auf drei Punkte geachtet. 1. Zusammen mit den Leuten aus Winterthur die Augen und Ohren offen zu halten, 2. Den Ort des Camps nicht allzu früh auf der Homepage bekannt geben (damit ihnen gegebenenfalls nicht so viel Zeit bleibt sich zu organisieren) 3. Möglichkeiten zur Selbstverteidigung sollten vorhanden sein. Die Umsetzung (was/wie) sollte im Camp entschieden werden. Zu den spontan entstanden Strukturen hier einige Anmerkungen:

* Wenn beschlossen wird, Nachtwachen zu organisieren, sollten diese auch ernst genommen werden. D.h. verantwortungsvoller Umgang mit Alkohol und anderen Drogen und sich an Abmachungen halten (Rundgänge/Ablösungen). Eventuell sollte dies thematisiert werden (Interessenplenum?).
* Auch Themen wie Selbstverteidigung und Deeskalation sollten nach Möglichkeit behandelt werden, womit ev. einem unkontrollierten Abgleiten in patriarchales Macker-Verhalten entgegen gewirkt werden kann.
* Eher Trillerpfeifen, und Licht statt Knüppel.
* Die Kommunikation den Anforderungen des Geländes anpassen (in unserem Fall wäre eine zweite Gas-Hupe oder ein paar Walkie-Talkies sicher nicht schlecht gewesen).

3. Organisation, die ACB und die Wirklichkeit

3.1. Hierarchiefreiheit und Vorbereitungsgruppe

Hat nicht sonderlich gut funktioniert. Probleme ungeachtet des Unterschieds im Engagement der einzelnen waren u.a.

* Die Vorbereitungsgruppe sollte sich bewusst auflösen.
* Infrastruktur muss angepasst sein. So war es nicht sinnvoll, eine Gastro-Kaffeemaschine aufzustellen, die spezielle Wartung braucht (kaum vermittelbar) und eigentlich zum Verkauf steht. Es sollte auf einfache Bedienungs- und Wartungsmöglichkeit geachtet werden.
* Der Campaufbau wird immer mehr oder weniger an der Vorbereitungsgruppe hängen. Das Wissen sollte aber z.B. in Form einer Wissensbörse an der Infowand möglichst allen zugänglich gemacht werden (da können zu verschiedenen Themen auch die Namen der kompetenten Leute stehen – Namen können hinzugefügt werden)
* Die täglichen Einkäufe könnten verteilt werden, wenn klar ist, was bis wann bei wem bestellt/abgeholt werden muss. Bedingt natürlich mehr Abklärung im Vorfeld, auch Problem der Ortskenntnis (Karten, Einkaufs-Gruppen) muss gelöst werden. Für das ‚wieviel von was‘ können sich statt einer Person auch die Küchen-Kompetenten kümmern.
* Ev. mehr Aufräum- und Putzämtli, wenn dies ein Bedürfnis ist (z.B. wäre Werkstatt wischen ein kleines und sinnvolles Ämtli gewesen)
* Beamer und andere sensible Technik solle am besten fest und unzerstörbar installiert werden. Wenn dies nicht der Fall ist, klare Verräum-Regeln einführen (anschreiben). Immer besser leicht verständliche Technik.
* Mehr/grössere Zettel mit der Aufforderung geliehenes/gebrauchtes Material zurückzulegen, zu versorgen
* Verantwortung abgeben fällt leichter, wenn mensch einander kennt, was ein wenig Zeit (ein nächstes Camp) und Raum (gemütliche Sitzgelegenheiten) braucht.

3.2. Infowand / Plena

Die Infowand wurde zu wenig genutzt. Zum einen hatte sie zu wenig Platz, war zu wenig gegliedert und zu wenig zentral aufgestellt (bzw. zu mobil). Die Idee, dass eine gute Infowand lange Plena erübrigen könnte, war wohl zu vielen TeilnehmerInnen? noch neu (ev. Idee im Vorfeld besser bekannt machen), weshalb wir oft auch in den alten Plenumstrott zurückgefallen sind. Ebenso ist die Unterscheidung in Info- und Interessenplenum kaum berücksichtigt worden. Unser Vorschlag: Infowand ausbauen, kein Infoplenum mehr, nur noch Interessenplena. Uninformierten sollte die Info-Struktur erklärt werden.

3.3. Rundgang

Ein wechselnd geführter Rundgang für neue Leute ist sicherlich sinnvoll, wenn das Gelände unübersichtlich ist (wie es bei uns war). Eine veränderbare Liste mit was/wie auf dem Rundgang erklärt werden muss ist sinnvoll (nur sollte die im Camp bleiben bis zum Schluss!).

3.4. Infrastruktur

Im gesamten hat die Infrastruktur gereicht.

* Wenn aber statt 80 unsere geplanten 150 Personen gekommen wären, hätte die Küche zumindest zwei grosse Töpfe zu wenig gehabt.
* Das Wetter hätte natürlich noch wärmer und trockener sein können. Hätte es aber mehr geregnet, wären mehr gedeckte Plätze nötig gewesen (gemütliche Tee-Bar, Info-Zelt mit Infowand, gedeckte Essgelegenheit etc)
* gemütliche Sitzgelegenheiten waren Mangelware, obwohl es Material zu bauen gegeben hätte. Dies müsste klarer sein, ev. Workshop. Auch hätte ein Bedürfnis nach Tischen bestanden.
* Licht/elektrischer Anschluss beim Küchen- Aufenthaltszelt wäre wünschenswert.
* Warmes Wasser zum Duschen (Weicheier! Harrharrharr, der Protokolland)

3.5 Workshops

Das Programm war o.k., obwohl wir uns eigentlich gedacht haben, dass mehr TeilnehmerInnen? selbst Workshops anbieten (aber vielleicht waren dafür zu wenig TeilnehmerInnen?). Auch wären mehr handwerkliche Workshops sicherlich toll gewesen.

3.5. Beitrag & Geld

* Es wäre sicherlich möglich gewesen, statt 7.- zu sagen, 7.- bis 10.- CHF/Tag je nach Möglichkeit (nicht nach Konsum!). Dies hätte das finanzielle Risiko verkleinert. So sind wir eigentlich nur dank Soli-Aktionen nicht in den roten Zahlen.
* In einem wenig höheren Beitrag hätte auch der Kaffee/Tee inklusive sein können. Ob mehr / anderes Essen gewünscht ist, müssen die TeilnehmerInnen? selber festlegen.
* Wichtig wäre festzuhalten, dass für die Bedürfnisse einzelner, gerade was Essen betrifft, effizienter/günstiger im Kollektiv Lösungen gesucht/gefunden werden können (z.B. das Interessensplenum Snack-Beschaffung)
* Die Bierpreise sollten grösser angeschrieben werden.

3.6. Hunde, Autos und NachbarInnen?

* Das mit den (oder besser ohne) Hunde hat bestens geklappt
* Rücksicht auf die NachbarInnen? wurde genommen, das Dorfleben nicht allzu stark aufgemischt, keine campgefährdenden Aktionen
* Zigistummel und Ökoligie hat geklappt (Superidee mit den Filmdöschen-Aschenbechern)
* Auf das Auto wurde meist verzichtet. Vielleicht hätte auf der Homepage der Hinweis stehen sollen, dass die Zugverbindungen selten sind (Link auf SBB-Page)

3.7. Aufräumen und Nachbereitung

* Das Aufräumen hat super geklappt! Grossen Dank und Kompliment an alle, die geblieben sind und angepackt haben.
* Die Nachbereitung sollte schon am Camp angekündigt werden (mit Datum und Ort), damit nicht nur die aus der Vorbereitung vernetzten kommen.

4. Werbung

Schwierig ist die Werbung dann, wenn mensch eine gewisse Zielgruppe eben nicht ansprechen will, wie Faschos oder irgendwelches hohles Party-Sauf-Publikum. Die Idee v.a. über Infoläden und Szenen-Treffpunkte zu mobilisieren ist wohl gut, nur sollten die Infos vor der Sommerpause eintreffen, die Plakate sollten aufgehängt werden und ev. liessen sich sogar Info-Tourneen machen (nur werden so halt viele gar nicht informiert). Grundsätzlich sollte das Plakat ev. mehr Infos enthalten, die Flyer dafür weniger.

5. Geschlechterfrage

Was angekündigt ist, muss auch umgesetzt werden können – und nicht erst mühsam erkämpft – so auch der Anspruch auf sexismusfreien Raum. Wir hätten auf jeden Fall einen autonomen Frauenbereich im Vorfeld einrichten sollen (ev. im Vorfeld auf Frauengruppen zugehen, Workshops organisieren)

6. Zukunft

Eine Vernetzungsliste der Interessierten existiert, wir stehen gerne mit Rat und Tat zur Seite und raten, möglichst frühzeitig (spätestens Januar, ev. für Plätze noch früher) anzufangen.

Protokoll: Roger





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