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Cecilia ...



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Registriert seit: 28.06.2007
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...   Erstellt am 24.01.2008 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Geh deinen Weg
ruhig
inmitten von Lärm und Hast
und wisse,
welchen Frieden
die Stille dir schenken mag
.


Diesen irischen Segensspruch hat Fidelis in seinem
Wort in den Tag veröffentlicht. Beherzt sage ich danke, Fidelis, weil du ein feines Gespür für die Lebensgeschichten der Menschen um dich herum hast.



Von einem Tag auf den anderen, wurde aus dem glücklichsten Menschen der Welt, eine depressive,
suizidgefährdete Frau.

Auf der Kommunion meines Neffen war meine damals dreijährige Tochter verschwunden.

Es war nicht so, dass uns nicht aufgefallen war, dass sie weg war, das hatten wir innerhalb weniger Augenblicke herausgefunden. Aber wir haben sie ca. 15 Minuten gesucht.
Sie lag in einem Teich. Als sie gefunden wurde, war sie klinisch tot.
Sie ist erst von mir dann vom Notarzt wiederbelebt worden.

18 Monate lag sie in einem sogenannten Wachkoma. Allerdings in einem Zustand, den ich heute kaum als überlebensfähig oder überlebenswürdig bezeichnen würde.

Ich machte mir nicht nur Vorwürfe, mein Kind nicht beschützt zu haben, ich machte mir auch Vorwürfe nach dem ich alle Prognosen gehört und gelesen hatte, es wiederbelebt zu haben.

Damals gab es Phasen, vor allem nach den Diagnosen und Prognosen der Mediziner, in denen ich gesagt habe, wenn das das Leben ist, dann möchte ich nicht, dass mein Kind wieder aufwacht.

Ich möchte es nicht für mein Kind, und ich möchte es auch nicht für mich. In der Zeit hatte ich starke Suizidgedanken.

Dieses Ohnmachtsgefühl, dass mein Kind leidet und das mit anzusehen, das war schlimmer als ein Alptraum

Meine Freundin hatte beim einen Artikel gelesen, in dem über einen Arzt berichtet wurde der kranke Kinder mit Hilfe von Delfinen behandelt.

Es gab auch eine Telefonnummer. Ich habe am gleichen Tag noch mit ihm telefoniert, und eine Woche später war ich selbst da, um mir einen persönlichen Eindruck zu machen.

Zu Hause hatte ich eine Rund um die Uhr Betreuung organisiert, die meine Tochter versorgten.

Sechs Wochen später war ich mit meinem Kind in Florida.

Muireann, ein Mädchen, das nicht überleben sollte, ist heute 8 Jahre alt.
Sie hat all das gelernt, was sie nie können sollte, hätte ich den Diagnosen und Prognosen vieler Fachärzte geglaubt.

Regelmäßig testet sie ein Gehirncomputer der Universitätsklinik in Miami, für orthopädische Rehabilitation als durchgängig zweisprachig in ihrem Sprachverständnis.

Sie ist ein ziemlich intelligentes Mädchen, das durch den Unfall und ihrer geistigen- und körperlichen Behinderungen ihren zauberhaften, fröhlichen Charakter nicht verloren hat,die heute genauso wieder lachen und die Stirn runzeln kann, wie sie es vor dem Unfall gemacht hat

Ich möchte behaupten, Muireann ist ein glückliches Kind, auch wenn sie immer noch eine 24 Stunden Betreuung braucht und ihre Motorik einem Baby von 9 Monaten gleicht.

Sie kann noch nicht stehen, aber daran arbeiten wir. Wir, das sind die wunderbaren Therapeuten und ich.
Sie machen alle eine fantastische Arbeit.
Diese Therapie wäre mir nie möglich gewesen, wenn ich nicht eine finanzielle Rückendeckung durch meine Eltern hätte.

In den ersten Jahren konnte ich meinen Beruf gar nicht ausüben.
Seit zwei Jahren habe ich mir diesen Freiraum „ Beruf“ erkauft. Ich musste meinen eigenen Weg finden.

Dabei helfen mir Segensprüche wie dieser.
Auch von Fidelis ausgesucht.

Mögen Friede und Freude
deine Welt segnen
und mögen alle Jahreszeiten
des Lebens
dir und den Deinigen
das Beste geben
.





Signatur
Arbeite, als würdest du kein Geld brauchen.
Liebe, als hätte dich noch nie jemand verletzt.
Tanze, als würde keiner hinschauen.
Singe, als würde keiner zuhören.
Lebe, als wäre das Paradies auf Erden!

(Irisches Sprichwort)

Delfin ...



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Status: Offline
Registriert seit: 04.01.2008
Beiträge: 751
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...   Erstellt am 24.01.2008 - 18:03Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Cecilia,
deine ergreifende Lebensgeschichte
geht mir sehr zu Herzen.
Ich gestehe, ich hätte sicher auch erst nicht gewusst,
was 'richtig' ist.
Wenn du dein Kind heute anschaust, weißt du, dass du die richtige Entscheidung getroffen hast.
Und deine Frage, die du als Thema gewählt hast,
kann ich nur mit JA beantworten.
Ja, wenn sie soviel Liebe, Halt und Unterstützung bekommen, wie deine Tochter von dir.
Meine Hochachtung für dich,
du bist eine starke Frau.
Lieben Gruß
Susanne





Signatur
Die Seele ernährt sich von dem,
worüber sie sich freut.

(Augustinus)

Westallgaeuer ...





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Registriert seit: 03.01.2007
Beiträge: 2252
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...   Erstellt am 24.01.2008 - 19:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Cecilia, jetzt habe ich feuchte Augen bekommen. Tief berührt hat mich deine Geschichte und noch tiefer berührt haben mich die Gedanken, dass ich, total unwissend, mit diesen Segenswünschen, dir insgeheim Kraft und Zuversicht schenken konnte und durfte. Dass diese Gedanken vielleicht auch der Ansporn für dich waren, hier deine Geschichte zu erzählen.
Kürzlich war von einem Gast im Thread "Glauben" etwas über Wunder. Das was da als Wunder bezeichnet und genannt wurde ist im Vergleich zu dem was du erlebt hast, ein kleines Wunder.

Ich weiß von einer Familie, meine Frau hat einige Wochen mal bei ihnen auf Besuch in Brasilien gelebt, sie hatten ein Kind, das Toxosplasmose hatte. Schwerst behindert, das Mädchen konnte sich nie selbst bewegen, ist sie dennoch 28 Jahre alt geworden. Wir haben nie die Möglichkeit zu erahnen, was im Kopf eines so stark behinderten Menschen vor sich geht, wir können es nie nachvollziehen, was gefühlsmässig in solch einem behinderten Menschen abläuft und ich habe große Achtung und riesigen Respekt vor all den Menschen, die gezwungenermaßen oder freiwillig mit Behinderten, egal wie massiv der Grad der Behinderung auch sein mag, umgehen. Es grenzt für mich immer wieder an ein Wunder, welche Reserven Menschen aufbringen können, um solch einem Menschen Liebe zukommen zu lassen . Und es ist schön, zu erleben, dass solcher Dienst immer wieder belohnt wird, durch kleine Gesten, Zeichen von diesen Behinderten, aus denen Dankbarkeit und Liebe zurückfließen.

Liebe Cecilia, Dir wünsch ich weiterhin Kraft und Zuversicht und ich darf dir auch die Zusage geben, du und deine Situation, ihr seid von jetzt ab auch in meine Gebete eingeschlossen.

Fidelis





Signatur
Die Menschen so behandeln, wie man selbst behandelt werden möchte, ist ein guter Weg zum Frieden

wortundbild ...



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Registriert seit: 14.12.2006
Beiträge: 4085
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...   Erstellt am 25.01.2008 - 00:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Cecilia, am frühen Abend las ich heute deine Geschichte. Sie hat mcih sehr bewegt, (wie wahrscheinlich alle, die es gelesen haben oder noch lesen werden.) Ich konnte nicht anders als den PC ausschalten und ganz still werden. Mir fehlten die Worte, dir darauf zu antworten. Und auch jetzt kann ich eigentlich ncith viel anderes schreiben, als es Fidelis schon schrieb.
Ich kenne auch Fälle - und da stocke ich schon wieder, denn ist "Fall" das richtige Wort? - Also ich weiß von einer Familie, die ähnliches erlebt hat, allerdings nicht mirt einem so gutenAusgang. Der Junge, der mit 5 Jahren fast im Schwimmbad ertrunken wäre, hat zwar überlebt - ebenfalls nachdem ihn die Ärzte aufgegeben hatten. Die schweren Behinderungen, die bei ihmzurückblieben, lassen ihn sicher sein ganztes Leben lang Pflegefall bleiben (schon wieder dieses Wort Pflege"fall", das uns oft so leicht von den Lippen geht.
Aber die Familie hat sehr drunter gelitten und nie zu einer wie auch immer gearteten Normalität zurück gefunden.
Es tut gut deinen Bericht zu lesen und zu sehen, wie du damit umgehst. Ich kann nur sagen: Weiter so. Ich wünsche dir viel Kraft!





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