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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:02 |  |
alles andere mußte einfach nur befremdlich und beängstigend anmuten.
Plötzlich brandete ein Geräusch auf, das im ersten Moment nicht in die scheinbare Idylle des Waldes zu passen schien. Im nächsten Augenblick hörte Sarah ein Trampeln und Rascheln, dann teilten sich vor ihr die Büsche und ein hochgewachsener Mann trat ihr entgegen.
In seinen Augen lag ein gehetzter Ausdruck, ja vielleicht sogar ein Anflug von Panik, doch als sich ihre Blicke trafen, meinte Sarah auch Erleichterung in ihnen zu erkennen.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:03 |  |
»Mein Gott, da bist du ja!« keuchte der Fremde vor Anstrengung.
Sarah runzelte die Stirn. Sie musterte seine Kleidung, die genau wie ihre nicht zeitgemäß war ? aber es ist ja nur ein Traum, erinnerte sie sich.
Fast schon grob gruben sich die Hände des Fremden in ihre Schulter, als er sie eindringlich ansah.
»Wo hast du nur gesteckt?« herrschte er sie an, aber in seiner Stimme lag keine Wut, sondern eher Besorgnis.
»Au!« stieß Sarah hervor, als der Schmerz in ihren Schultern zunahm.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:04 |  |
Er sah sie überrascht an und merkte dann wohl selbst, daß er zu fest zugegriffen hatte.
»Entschuldige«, murmelte er, wurde jedoch übergangslos wieder ernst.
»Wir müssen fort von hier. Huey ist hinter uns her!«
Sarah blickte ihn nur verständnislos an.
Sie verlor sich in seinen Augen, die ihr seltsam vertraut erschienen.
Doch seine scharfe Stimme schnitt wie eine Klinge durch ihren Verstand und zerrte sie brutal aus dem unwirklichen Meer ihrer Gefühle zurück.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:04 |  |
Ehe sie ihren Einwand vorbringen konnte, hatte der Fremde sie bereits an die Hand genommen und zog sie hinter sich her.
Er war in seinem Entschluß, einen geeigneten Pfad zu finden nicht wählerisch, sondern bahnte sich einen Weg durch das dichte Unterholz.
Mehr als einmal peitschten Zweige in Sarahs Gesicht und hinterließen brennende Striemen auf ihrer Haut.
stolperte über knorrige Wurzeln und rutschte im schwammigen Moos aus, doch stets war der Fremde zur Stelle und fing sie auf, ehe sie zu Boden stürzen konnte.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:05 |  |
»Wir haben es bald geschafft«, japste er, und als Sarah in sein Gesicht sah, erkannte sie, wie erschöpft er in Wirklichkeit war.
Statt ihre Antwort abzuwarten, zog er sie einfach weiter und blickte immer wieder besorgt über die Schulter zurück.
Sarah selbst konnte keinen klaren Gedanken fassen. Die Plötzlichkeit, mit der all dies geschah, raubte ihr nicht nur den Atem, sondern auch die Fähigkeit, ihre Situation zu analysieren.
Sie war schlichtweg paralysiert und lies sich von den Ereignissen treiben.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:06 |  |
Von einem Moment auf den nächsten endete der Wald. Erschöpft und in Schweiß gebadet traten sie auf eine Lichtung hinaus, die in drei Himmelsrichtungen von Wald umgrenzt wurde.
Im Norden erhoben sich statt der Bäume finstere Bergmassive empor, deren Gipfel in eine Wand aus scheinbar undurchdringlichen Wolken eintauchten.
Der Fremde war kurz stehengeblieben und atmete schwer.
Erst in diesem Augenblick bemerkte Sarah die Erschöpfung am eigenen Leib.
Ihre Knie zitterten wie nie zuvor und versagten ihr einfach den Dienst.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:06 |  |
Sie knickte ein und landete auf dem Boden, und diesmal war der Fremde einfach zu schwach, um sie davor zu bewahren.
Sie spürte weiches Gras unter sich und schloß die Augen, doch da wurde sie abrupt wieder in die Höhe gerissen.
»Du darfst nicht einschlafen«, mahnte der Fremde. »Noch nicht!«
Er streckte die Hand aus und deutete nach Norden. Auf halbem Weg zwischen den Waldrändern und den ersten Ausläufern des Bergmassivs stand ein Gehöft.
Aus einem Schornstein drang Rauch in den Himmel, und über der Ansiedlung kreiste ein Schwarm kleinerer Vögel.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:07 |  |
»Bis dorthin müssen wir es noch schaffen«, erklärte der Fremde. »Dann sind wir vor Huey in Sicherheit.«
Sarah atmete tief durch und benetzte ihre vor Anstrengung trockenen Lippen mit der Zunge.
Noch immer raste ihr Herz wie verrückt, doch sie nahm ihren Mut zusammen und baute sich mit in die Hüften gestemmten Händen vor ihrem Retter auf, wobei sie nicht die geringste Ahnung hatte, wovor
vor wem er sie gerettet hatte.
»Wer ist Huey?« fragte sie.
Der Fremde legte den Kopf schief und runzelte dabei die Stirn, als habe er ihre Frage nicht verstanden.
Doch etwas in ihrem Blick mußte ihm zeigen, wie verunsichert sie war.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:09 |  |
Huey Raynor«, sagte er. »Der Statthalter des Earl of Kerrigan. Du kennst ihn doch...«
»Und wer sind Sie?« unterbrach sie ihn.
Der Fremde prallte erschrocken zurück und schüttelte langsam den Kopf, als könne er nun wirklich nicht glauben, welche Frage sie ihm da gestellt hatte.
Statt ihr zu antworten sah er sich wieder in Richtung des Waldes um und legte seine Rechte auf den Knauf des Degens an seiner Seite.
Erst jetzt fiel Sarah auf, daß der Mann bewaffnet war.
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Winner99  Laura Holt
    

Status: Offline Registriert seit: 21.10.2005 Beiträge: 8535 Nachricht senden | Erstellt am 02.04.2007 - 13:09 |  |
In was bin ich da nur hineingeraten? dachte sie. »Es ist nur ein Traum.«
Ihre Worte schienen der reine Hohn zu sein, und der Fremde ging erst gar nicht auf sie ein.
sie mit der freien Hand am Arm und zerrte sie einfach mit sich über die weite mit Blumen übersäte Graslandschaft.
Die kurze Verschnaufpause hatte sie nicht im mindesten zu Kräften kommen lassen.
Schon nach wenigen Schritten spürte sie einen Kloß im Hals und bekam kaum noch Luft.
Heftige Stiche in ihren Seiten und der Brust trugen ihr übriges dazu bei, daß ihre Beine sie bald nicht mehr weitertragen wollten.
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