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...   Erstellt am 08.06.2011 - 18:55Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Gegen den Charismatismus



Erzbischof Marcel Lefebvre in seiner Predigt anlässlich der Niederen Weihen am 3. Dezember 1985 in La Reja (Argentinien):

"Die Tendenz, die sich außerhalb der Tradition entwickelt und sich jetzt überall auf der Welt ausbreitet, ist der Charismatismus, das Pfingstlertum. Das ist eine tiefgehende geistige Unordnung. Sie ist der Wirkkraft der Sakramente genau entgegengesetzt. Wenn man den Heiligen Geist außerhalb der Sakramente empfangen kann, warum soll man dann die Sakramente empfangen? Der Heilige Geist wird uns in diesen Sakramenten gerade dazu gegeben, um uns zu Gott zu erheben und uns mit Ihm zu vereinigen. Wenn jetzt andere Mittel erfunden wurden, um den Heiligen Geist zu empfangen, wozu benötigen wir dann die Sakramente? Wozu wird dann das Priestertum benötigt? Das Priestertum wurde gerade dazu geschaffen, die Sakramente zu spenden. Das ist der Untergang der Kirche. Diese Entwicklung steht absolut konträr zur eigentlichen Natur der Kirche. Entfliehen wir diesen teuflischen Gesinnungen und Praktiken. Sie sind nur dazu bestimmt, die Sakramente zu zerstören und die Menschen von den Sakramenten fernzuhalten! Auf diese Weise schafft man eine Art pneumatische Kirche. Diese Kirche wird keinen übernatürlichen Charakter mehr haben. Das alles ist nur ein dunkles Gefühl, das den Seelen nichts nützt. Die Seelen werden von Unserem Herrn Jesus Christus entfernt. Es basiert auf einer Art persönlichen Stolz. Man glaubt, daß man durch sein eigenes Gebet, durch Gesten und Verhaltensweisen, die oft skandalös sind, den Heiligen Geist empfangen kann. Halten wir uns von diesen Dingen fern!"


Erzbischof Marcel Lefebvre in einem Vortrag über "Die Lage vor und nach den Bischofskonsekrationen" am 8. Dezember 1988 in Flavigny-sur-Ozérain im Seminar Saint Curé d'Ars:

"Mit ihrem Charismatismus, ihrem Ökumenismus, ihren schändlichen Maßnahmen hinsichtlich der Liturgie und ihren immer unfaßbarer werdenden Gedankengängen zerstören sie die Kirche."


Erzbischof Marcel Lefebvre erklärte am 9. Dezember 1990 in Suresne (Paris) in einem Interview anlässlich des zwanzigjährigen Bestehens der Priesterbruderschaft St. Pius X.:

"Auch der Charismatismus ist negativ. Er ist der Teufel, denn die Charismatiker bitten uns, sie zu exorzisieren. Man muß annehmen, daß sie vom Teufel besessen sind.
Sie rufen den Geist an. Welchen Geist? Es mag sein, daß unter ihnen Personen sind, die einen guten Willen haben. Ohne Zweifel bemühen sie sich zu beten und Andachten zu halten. Aber der Teufel ist bösartig. Auf der einen Seite zieht er an, auf der anderen Seite nimmt er gefangen."


Diese Ansichten scheinen mir wahr und vernünftig zu sein.

[Dieser Beitrag wurde am 08.06.2011 - 18:57 von CSc aktualisiert]




Stjepan 



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...   Erstellt am 12.06.2011 - 17:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Glaubens- und Kirchenkrise


Aus dem Mitteilungsblatt der Priesterbruderschaft St. Pius X. Juni-Ausgabe (S. 34-37)

Von Pfr. Winfried Pietrek

Die modernen Schwarmgeister – „Es werden viele falsche Propheten aufstehen.“

Ein Schwarmgeist ist ein Christ, für den Gefühlserlebnisse in seinem religiösen Leben an erster Stelle stehen. Es geht ihm – vielleicht unbewusst – zuerst um das Glaubens-Erlebnis, dann erst um die Glaubenslehre. Jesus hat zwar gefordert, Gott aus unserem ganzen Gemüt zu lieben, doch entscheidend im Glaubensleben sind Verstand und Willen – gemeinsam mit dem Herzen, dem innersten Kern jeder Person.

Wenn also zum Beispiel ein charismatischer Visionär behauptet, es sei ihm von Gott das Leitwort Jesu für Petrus geoffenbart worden: „Vertraue dich deinen Gefühlen an!“, dann ist das entweder Phantasie oder dämonische Täuschung.

Im Alltag begegnet wohl jedem Seelsorger die Schwarmgeisterei der „Charismatischen Bewegung“: „Das habe ich doch selbst erlebt!“ heißt es dann. Oder: „Das spüre ich in meinem Innern!“

Welche Folgen das Schwärmertum hat, erlebe ich als Seelsorger fast täglich: Da behaupten Katholiken, zu ihnen hätte ein Engel oder Maria oder Jesus oder der himmlische Vater ganz klar gesprochen – obwohl die angeblich geoffenbarten Worte der Glaubenslehre widersprechen, verführerisch sind oder der Eitelkeit schmeicheln.

Solche Offenbarungs-Erlebnisse hat z.B. der charismatische Wunderheiler Alan Ames, ein Laien-Segner, der die Welt durchreist und seine Bücher verkauft – Bücher, denen auch obiges Zitat („Vertraue dich deinen Gefühlen an!“) entstammt. Viele, die bei den „Segnungen“ von Ames – oder bei der Handauflegung anderer charismatischer Wunderheiler – auf den Rücken gefallen sind, bleiben oft lange körperlich oder seelisch belastet und erleben nach anfänglichen Hochgefühlen später Depressionen oder andere psychische Störungen, so dass sie Hilfe beim Psychiater oder Exorzisten suchen müssen.

Manche aber schwören geradezu auf solche Erlebnisse, verteidigen sie begeistert, zäh, fast wie in einem Rausch, auch fanatisch. Ganz wesentlichen Einfluss auf die Verführten hat es, dass sie in charismatischen Veranstaltungen in die Massensuggestion einer begeisterten Gemeinde eintauchen, suggestive Predigten hören und dass ihr ganzer Körper, z.B. durch Hochwerfen der Arme und Wackeln mit den Händen, in die charismatische Segnungs-Veranstaltung einbezogen ist.

Konkret wird in manchen „Heilungs-Gottesdiensten“ bekannt gegeben, wie viele Krebs-Erkrankungen, Migräneanfälle, Schmerzen oder Lähmungen angeblich geheilt wurden – ohne dass diese „Wunder“ den kirchlichen Autoritäten zur Überprüfung gemeldet werden – wie es Rom doch fordert. In meinem Archiv habe ich zahlreiche Berichte über charismatische „Heilungswunder“ gesammelt, die sich als ein durch Massensuggestion hervorgerufener Placebo-Effekt erklären lassen. Wie sorgfältig die Kirche Wunderheilungen überprüft, wird an Zahlen deutlich: In Lourdes z.B. sind nur 67 von 7.000 gemeldeten Heilungen als sicher echt anerkannt.

Es ist das Verdienst der kleinen Broschüre Wunderheilungen und ‚Ruhen im Geist’ (94 S., 3 €), die charismatische Heilungswunder und das so genannte „Ruhen im Geist“ (Umfallen nach charismatischen Segnungen) unter die Lupe nimmt, solche Heilungen zuerst als natürlich bewirkt vorzustellen, z.B. als Placebo-Effekte, Hypnose oder Trance. Sie legt darüber hinaus aber auch überzeugend dar, dass diese Phänomene als okkult, d.h. als dämonisch bewirkt, erklärt werden können.

Die Leiterin des Evangelisations-Zentrums in Bad Soden, das sich übrigens seit 2004 nicht mehr katholisch nennen darf, die indische Schwester Margaritha Valappila, die nach wie vor im katholischen Fernsehen K-TV auftritt, fühlt sich nach eigenen Worten „zu Höherem berufen“ und lässt sich als „Begnadete“ ehren. Sie wirkt in einer großen Segnungs-Halle in Bad Soden und reist von dort in zahlreiche Städte, um Hunderten die Hände aufzulegen, wobei etwa jeder Zehnte umfällt – manchenorts auch der zuvor zelebrierende Priester. Für viele Besucher sind dies handfeste Beweise für das Wirken des Heiligen Geistes, der

angeblich in der so genannten Geisttaufe – der Handauflegung von Wunderheilern – durch das Rückwärtsfallen erfahrbar wird. Einer von vielen charismatischen Scheinheilern: James Manjackal. Schwarmgeister kommen von einer Begegnung mit ihm zurück und sind begeistert: „Der hat ja so eine Ausstrahlung!“

Wer sich auf charismatische „Begnadete“ fixiert hat, nicht zuletzt, weil diese Personen von Priestern begleitet werden, überschätzt – so erlebe ich es in der Seelsorgepraxis – seine subjektive Urteilsfähigkeit weit und ist oft argumentativ nicht mehr zu erreichen. Er hat sich festgelegt, ist nicht bereit, sich korrigieren zu lassen, selbst wenn Familienbande zerreißen. Jedes Wort prallt an seinem Herzen ab: „Ich habe doch diese pure Heiligkeit selbst erlebt. Sie können gar nicht mitreden. Sie kennen diese(n) Begnadete(n) ja gar nicht persönlich! Gott wirkt, wie und wo er will. Sie sind ein Feind des Heiligen Geistes!“ wird mir dann vorgeworfen.

Die geistige Verblendung charismatisch Verführter ist geradezu erschreckend. Leichtgläubige und religiös wenig ausgebildete Personen werden nur zu oft durch Predigten und Bücher charismatischer Wunderheiler, z.B. von P. James Manjackal oder P. Joseph Vadakkel - in denen Irrlehren und Falschaussagen nachweisbar sind – in die Irre geführt. (Oft sind diese Bücher im Myriam-Verlag erschienen.)

Da die „charismatischen“ Segnungen (Charisma = Gnadengabe) seit den 1960er Jahren über die protestantischen Freikirchen in die katholische Kirche eingedrungen sind und Millionen erfasst haben, werden in der Broschüre Wunderheilungen und ‚Ruhen im Geist’ auch freikirchliche „Segner“ mit ihren Praktiken namentlich vorgestellt. Besonders interessant sind die vielen „Fall“-Berichte von persönlich Betroffenen. Hier einige Beispiele aus meiner Seelsorgepraxis:

„Ich habe über viele Jahre Erfahrungen mit dem Rückwärtsfallen bei katholischen charismatischen Exerzitien gesammelt. Bei offenbar besessenen oder umsessenen Menschen war das Umfallen mit den schlimmsten Reaktionen verbunden, z.B. mit Erbrechen, tierischen Lauten, Krämpfen usw.“

Ein Priester, der das Evangelisations- Zentrum in Bad Soden aufsuchte, berichtet mir: „Als ich nun partout nicht umfallen wollte, wurde vom Segnenden mit einem kräftigen Stoß nachgeholfen.“

Eine offensichtlich dämonisch belastete Frau berichtet von dort: „Nach dem charismatischen Segen durch Handauflegung dachte ich: ‚Ich werde bekloppt im Kopf.’ Ich konnte die Sünden hören, die mein Mann im Nebenraum dem Priester zuflüsterte.“

Eine andere Frau: „Während ich am Boden lag, hatte ich schöne Gefühle. Diese waren allerdings nicht von Dauer. Einigen anderen ging es wie mir.“ Ein junger Mann: „Beim zweiten Segen fiel ich wieder nach hinten, aber dieses Mal spürte ich keinen Frieden, sondern große Angst. Die negativen Gefühle steigerten sich. Total erschöpft stand ich auf… Als sich noch Depressionen einstellten und ich nahe daran war, mir das Leben zu nehmen, habe ich mich einem Priester anvertraut… Ich erholte mich langsam. Ich kann nur alle dringend warnen.“

Ein Priester schreibt mir: „Nach einem Besuch von Medjugorje bin ich in großer Gewissensnot… Zu meiner Überraschung sah ich (dort) viele von den Gläubigen umfallen… Manche fielen auf den Rücken mit lautem Schreien und wilden Gebärden.“

Ein letzter Briefauszug: Seitdem ich mir von Sr. Margaritha die Hände auflegen ließ, fühle ich mich wie tot und meine linke Hand zittert. Vor allem beim Gebet erlebe ich dieses Zittern.“

Aus persönlichen Gesprächen mit Katholiken, die jahrelang an Sr. M. Valappilas Veranstaltungen teilgenommen haben, weiß ich, dass ganze Familien dadurch Belastungen und Ängste erfahren haben.

Betroffene verteidigen sich mit Bekehrungs- Erlebnissen. Doch es gehört zur Strategie des Bösen, mit „Erfolgen“ zu pokern. Wer aber erlebt, dass aus charismatischen Veranstaltungen Zurückkehrende jubeln: „Wir haben jetzt den Heiligen Geist!“, der wundert sich, mit welcher Selbstsicherheit und Heilsgewissheit von charismatischen Priestern und Laien das Sakrament der Firmung durch die sogenannte Geisttaufe ersetzt wird. Schon der Ausdruck „Geisttaufe“ zeigt, dass es dabei nicht um die Erneuerung des Firm-Gnade geht.

Bei solchen „Segnungen“ wird zugleich das Zeichen der Handauflegung missbraucht, das biblisch eindeutig der Spendung der Sakramente zugeordnet ist. Selbst der Weltkatechismus stellt fest: Je mehr aber „eine Segnung das kirchliche und sakramentale Leben betrifft, desto mehr ist ihr Vollzug dem geweihten Amt vorbehalten.“

Bereits 1989 verurteilt die Glaubenskongregation unter Kardinal Ratzinger charismatische Verirrungen: „Die unechten Charismatiker des 4. Jahrhunderts identifizierten die Gnade des Heiligen Geistes mit der psychologischen Erfahrung seiner Gegenwart in der Seele. Heute scheinen sie (die Fehlformen) erneut Christen zu beeindrucken und sich ihnen als psychologisches oder geistliches Heilmittel oder zum raschen Verfahren, um Gott zu

finden, zu empfehlen.“

Frau Prof. Adelgunde Mertensacker verweist in ihrem genannten Büchlein u.a. auf die spanische Nonne Magdalena vom Kreuz (16. Jahrhundert), die in Verzückungen und Ekstasen fiel, in der Luft schwebte, die Wundmale trug und als Prophetin auftrat. Sie wurde vom ganzen Volk bis hin zum Kaiser begeistert verehrt. Priester und selbst Bischöfe holten sich ihren Rat. Als Rom den Fall auf Echtheit prüfte, gestand die „Heilige“, dass sie als junges Mädchen dem Teufel ihre Seele übergeben hatte, um von ihm die Gabe des Wunderwirkens zu erhalten. 38 Jahre lang war es dem Satan gelungen, selbst hohe kirchliche Amtsträger zu täuschen.

Ähnliches geschieht heute: Eine Seherin namens Anne verbreitet ihre Visionen über das Internet! (Das Mitteilungsblatt hat bereits in der Ausgabe vom April 2008 vor dieser völlig konfusen, selbsternannten „Prophetin“ gewarnt). Wann wird Rom endlich eingreifen, nachdem schon Millionen von Katholiken verführt sind?

„Wunderheilungen und Ruhen im Geist“ sowie weitere wertvolle Literatur zum Thema Schwarmgeister finden Sie bei:

Christliche Mitte

Postfach 2168

59531 Lippstadt

Fax: 02523 / 61 38

info@christiche-mitte.de





Signatur
http://charismatismus.wordpress.com

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...   Erstellt am 08.08.2011 - 20:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


1977 zeigte sich Papst Benedikt XVI., damals Erzbischof von München, reserviert gegenüber charismatischen Strömungen. "Anlass dieser (mündlichen) Stellungnahme war der Besuch von Ruth Carter, der Schwester des US-Präsidenten, die einer solchen Bewegung angehörte und, selbst Protestantin, mit einer gewissen Begeisterung erzählte, dass auch fast ein Viertel der Katholiken in den USA vom charismatischen Geist ergriffen sei. Augenzeuge des damaligen Gesprächs war der bekannte Publizist Klaus Harpprecht, der u. a. Reden für Willy Brandt schrieb. Dieser berichtete über Kardinal Ratzingers damalige Haltung: 'Die Reaktion des Kardinals war kühl. Er wiegte skeptisch das Haupt und sprach von der Problematik eines nur gefühlsbetonten theologisch unkontrollierten Schwärmertums. Er höre es mit Bedenken, dass auch die Katholiken drüben gegen eine solche emotionale Überwältigung nicht gefeit seien.'[Die Zeit, 20.05.09, S.54, zitiert nach : IK-Nachrichten 7/2009, S.6]" (Kirchliche Umschau, Mai 2011, S.54f).

[Dieser Beitrag wurde am 08.08.2011 - 20:39 von CSc aktualisiert]




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...   Erstellt am 17.11.2011 - 20:06Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Charismatischer Segen
Vortrag von Pfarrer Winfried Pietrek am 27. Februar 2009 in Bösensell.



[Dieser Beitrag wurde am 17.11.2011 - 20:06 von CSc aktualisiert]




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...   Erstellt am 18.05.2012 - 16:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


MB, September 2010, S. 49

Das Prinzip Gefühl: Persönliche Erscheinungen!

Wie unglaublich weitsichtig Pius X. war zeigt sich, wenn man die noch wenigen konservativen Kräfte innerhalb der modernen Kirche heute ansieht. Es gibt auch in der nachkonziliaren Kirche Konservative, also jene, die noch praktizieren, die Sakramente empfangen (wenn auch modern), den Rosenkranz beten usw.

Das Interessante ist jedoch, dass die allermeisten „Konservativen“ von charismatischer Natur sind! Die „Charismatische Erneuerung“ verzeichnet in der Kirche einen sehr großenZulauf! Der Mensch ist und bleibt nun einmal seiner Natur nach hilfsbedürftig, er istauf Trost und Zuspruch angewiesen. Das suchen die meisten in der CE (CharismatischeErneuerung). Sie verspricht Hilfe durch verschiedene Praktiken; neben Rosenkranzgebeterscheinen da vom „Geist Gottes“ erleuchtete Priester oder Laien, die den Menschen die Hände auflegen. Das wiederum führt in manchen Fällen zum sogenannten „Rückwärtsfallen“ oder sogar zu Autosuggestionseffekten. Die Betroffenen sprechen dann von„Heilungen“.

Es gibt innerhalb der katholischen Kirche mittlerweile eine ganze Gruppe von charismatischen Schwarmgeistern, welche die Leute mit ihren „Heilig-Geist-Gottesdiensten“verführen: Pater James Manjackal, Alan Ames, Sr. M. Valappila, Pater J. Vadakkel. Hauptkristallisationspunkt aller charismatischen Bewegungen ist natürlich Medjugorie, der größte Scheinwallfahrtsort in der nachkonziliaren Zeit.

Interessant ist, wie groß die Gefahr ist, vom modernistischen Prinzip des persönlichen Erlebnisses angesteckt zu werden.

Vor einiger Zeit kursierten in konservativen Kreisendie Erzählungen einer Frau Polo, die – vom Blitz getroffen – Schauungen hatte. SolcheBücher finden rasenden Absatz, wahrhaft katholische Bücher, theologische Erklärungenüber das Messopfer, Neuauflagen von Büchern von Heiligen verstauben auf den Schriftenständen der Priorate!

Ein Katholik darf sich nicht vom Prinzip „gefühlte Religion“ der Modernisten ansteckenlassen! Der Glaube ist wahr, nicht deshalb, weil eine vom Blitz getroffene Frau es persönlich gefühlt hat. Die Liste ließe sich beliebig fortsetzen: Man denke an die Visionen einergewissen Frau Anne, die plötzlich behauptete, bei den Messen der Bruderschaft Schauungen gehabt zu haben. Wieder stürzten sich einige auf diese unseligen Berichte eines„gefühlten Glaubens“. „Ach, wenn diese Frau es doch sieht, dann muss es wahr sein!“

All diese Schwarmgeister haben als Grundlage das modernistische Prinzip: Wahr ist meinpersönliches Erleben. Gleich den Modernisten fordern diese Schein-Seher noch, dass diePriester ihr persönlich-privates Erlebnis als gottgegeben bestätigen!

Aufgabe der Kirche ist es, die Offenbarung zu verkünden. Die Offenbarung sind die Glaubenswahrheiten der katholischen Kirche, welche immer und überall verkündet wurden. Sie sind von Christus den Aposteln geoffenbart worden, und dies haben sie den Menschen verkündet.

Wir nehmen also die katholischen Dogmen aus einem einzigen Grund an: Weil wir derkatholischen Kirche Glauben schenken. Wir glauben nicht, weil Herr X oder Frau Y es auch„gefühlt“, „gehört“, oder bei diesem oder jenem Wallfahrtsorten „gesehen“ hat!




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...   Erstellt am 11.09.2012 - 22:01Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Charismatismus kommt aus der Häresie und führt zur Häresie, auch wenn er nicht direkt häretisch ist. Er ist höchst gefährlich, weil er gegen jede Vernunft Gefühl und Erlebnis betont, anstatt allein auf das felsenfeste Fundament der Doktrin zu bauen. Der hl. Pius X. warnte in seiner Enzyklika "Pascendi Dominici gregis" vom 8.9.1907 vor der Ansicht, "dass der Glaube [...] aus einem tiefen innerlichen Gefühl bestehe" (7). Wer auf das Gefühl vertraut, der landet ohne Zweifel bewusst oder unbewusst im Unglauben: "Ohne Leitung des Verstandes bleibt es jeder Täuschung ausgesetzt" (39). Das I. Vatikanum verurteilte den Fideismus, der einen vernunftlosen Glauben fordert. Augustinus lehrt, dass der katholische Glaube von der Einsicht kommt, dass es vernünftig ist der kirchlichen Autorität zu vertrauen. Petrus mahnt: "Brüder, seid nüchtern und wachsam; denn euer Widersacher, der Teufel, geht umher wie ein brüllender Löwe und sucht, wen er verschlingen könne. Widersteht ihm standhaft im Glauben. Du aber, Herr, erbarme dich unser" (1 Petr 5,8f). Letztlich gründet der Charismatismus auf dem Irrtum des Agnostizismus, wonach man das Übernatürliche nicht erkennen, sondern nur erahnen kann.





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