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Westallgaeuer
unregistriert

...   Erstellt am 21.01.2007 - 12:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zeit zu kaufen, nein danke!
Die Geschäftemacher würden damit nur Humbug betreiben, nur noch die Reichen könnten sich Zeit leisten, es gäbe Zeitdiebstähle, Neid und Mißgunst wäre die Folge.
So bedacht ist es besser sich der jedem und jeder gegebenen Zeit so zu bedienen, dass daraus ein verantwortungsvoller Umgang entsteht.




Q10
unregistriert

...   Erstellt am 15.04.2007 - 15:46Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


gestohlene Zeit?
geschenkte Zeit
zeit gestohlen
unverhohlen
leise sanft kam sie an mein ohr
zeit genossen
unverdrossen
rauh und sanft zugleich
engelsgleich
zeit geborgt
unbesorgt
zeitgespürt
zart berührt

© Q10




Aleph
unregistriert

...   Erstellt am 24.07.2007 - 23:18Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In einem der Innenhöfe der Grazer Burg befindet sich eine 342 Ansammlung von Statuetten zu Ehren großer Söhne dieser Landschaft, darunter die von Peter Rosegger, der eigentlich Petri-Kettenfeier getauft ist, und eines weithin unbekannt gebliebenen Mannes, nämlich August Musgers, der Priester und Lehrer und Erfinder der Zeitlupe war. Dass ein Priester die Zeitlupe erfunden hat, scheint dem, der vor dem Standbild andächtig weilt, höchst angemessen.
Die erste große philosophische Beschäftigung mit der Zeit verdanken wir einem Priester, dem hl. Augustinus.
Der Kalender wird seit alters von der Kirche verwaltet, und allen ist aus der Lektüre der Heiligen Schriften bekannt, was es mit der Zeit auf sich hat, dass sie nicht absolut ist, sondern dehnbar oder nicht zu beschleunigen.


Vor Gott sind tausend Jahre wie ein Tag, oder auch ein Tag wie tausend Jahre.
Vor der Schöpfung gab es keine Zeit, sie hört mit der Ewigkeit wieder auf.
Eine Raumlupe zu erfinden ist nichts, bloß eine Art Brille;
aber die Zeitlupe ist eine philosophische Trouvaille wie das dreidimensionale Bild.




wortundbild
unregistriert

...   Erstellt am 25.10.2007 - 18:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


An diesem Wochenende stellen wir wieder unsere Uhren um. Es hat fast den Anschein, als könnten wir willkürlich über die Zeit verfügen, als wären wir Herrscher über die Zeit.
Auf der anderen Seite kommt es mir manchmal so vor, als würde die Zeit uns beherrschen. Terminkalender, Stundenpläne, Fahrpläne.... festgelegte Zeiten, durch die wir uns gegängelt und bedrängt fühlen.
Die Tatsache, dass wir zweimal im Jahr (und bei Reisen in andere Zeitzonen noch öfter) durch die Umstellung der Uhren in unser Zeitgefühl eingreifen, kann uns fragen lassen: Was ist das eigentlich, die Zeit?
„Zeit ist Geld“ hört man oft. – Aber stimmt das wirklich? Ich will nicht so weit gehen, zu behaupten, dass diese vielzitierte Redensart immer richtig ist. Allerdings bin ich schon der Meinung, dass es Zusammenhänge und Parallelen gibt zwischen der Zeit und dem Geld. Das Geld, das ich besitze, kann ich nur einmal ausgeben, genau so wie ich über die Zeit, die ich habe, nur einmal verfügen kann. Und bei beiden ist es wichtig, zu lernen, wie damit am besten umzugehen ist, wie man sie verantwortlich und sinnvoll einsetzen kann.
Geld kann Zinsen bringen – aber Zeit? Nun, Zeit zu vermehren ist wohl nicht so einfach. Aber sie kann auf ganz andere Art Gewinn bringen – Gewinn für mich und für andere.
In einem Song von Roger Stein heißt es:
„Ich brauch Zeit, um meine Zeit zu leben.
Ich brauch Zeit, um Dir von meiner Zeit zu geben.
Ich brauch Zeit, um ein bisschen zu verweilen.
Und das kleine bisschen Zeit, mit deinem bisschen noch zu teilen.
Sei bereit, denn das ist deine Zeit,
Deine Zukunft und Vergangenheit, drum nütze die Gelegenheit“
Dazu muss ich allerdings bereit sein, Zeit nicht immer nur für mich behalten zu wollen, sondern sie anderen zu überlassen, Zeit zu verschenken.
Möglichkeiten dazu gibt es viele. Zeit verschenken heißt auch sich anderen zuwenden, sei es durch einen Krankenbesuch, durch eine Hilfeleistung, durch ein Gespräch und vieles mehr. Zeit übrig haben für andere Menschen und schließlich auch Zeit haben für Gott im Bewusstsein, dass alle unsere Zeit in seiner Hand liegt.
Oft genug werden wir feststellen, dass verschenkte Zeit Nutzen brachte - auch für uns selbst.




Minka
unregistriert

...   Erstellt am 25.10.2007 - 18:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


ich las einmal:

Zeit IST, nur wir gebärden uns
in ihr.

Ingeborg




Westallgaeuer
unregistriert

...   Erstellt am 25.10.2007 - 21:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Im Buch Kohelet (die evangelischen nennen es Prediger) gibt es folgenden Text von dem ja auch ein sehr bekanntes Lied von Simon und Garfunkel abgeleitet ist:

1 Alles hat seine Stunde. Für jedes Geschehen unter dem Himmel gibt es eine bestimmte Zeit:
2 eine Zeit zum Gebären / und eine Zeit zum Sterben, / eine Zeit zum Pflanzen / und eine Zeit zum Abernten der Pflanzen,
3 eine Zeit zum Töten / und eine Zeit zum Heilen, / eine Zeit zum Niederreißen / und eine Zeit zum Bauen,
4 eine Zeit zum Weinen / und eine Zeit zum Lachen, / eine Zeit für die Klage / und eine Zeit für den Tanz;
5 eine Zeit zum Steinewerfen / und eine Zeit zum Steinesammeln, / eine Zeit zum Umarmen / und eine Zeit, die Umarmung zu lösen,
6 eine Zeit zum Suchen / und eine Zeit zum Verlieren, / eine Zeit zum Behalten / und eine Zeit zum Wegwerfen,
7 eine Zeit zum Zerreißen / und eine Zeit zum Zusammennähen, / eine Zeit zum Schweigen / und eine Zeit zum Reden,
8 eine Zeit zum Lieben / und eine Zeit zum Hassen, / eine Zeit für den Krieg / und eine Zeit für den Frieden.
9 Wenn jemand etwas tut - welchen Vorteil hat er davon, dass er sich anstrengt?
10 Ich sah mir das Geschäft an, für das jeder Mensch durch Gottes Auftrag sich abmüht.
11 Gott hat das alles zu seiner Zeit auf vollkommene Weise getan. Überdies hat er die Ewigkeit in alles hineingelegt, doch ohne dass der Mensch das Tun, das Gott getan hat, von seinem Anfang bis zu seinem Ende wieder finden könnte.
12 Ich hatte erkannt: Es gibt kein in allem Tun gründendes Glück, es sei denn, ein jeder freut sich und so verschafft er sich Glück, während er noch lebt,
13 wobei zugleich immer, wenn ein Mensch isst und trinkt und durch seinen ganzen Besitz das Glück kennen lernt, das ein Geschenk Gottes ist.
14 Jetzt erkannte ich: Alles, was Gott tut, geschieht in Ewigkeit. Man kann nichts hinzufügen und nichts abschneiden und Gott hat bewirkt, dass die Menschen ihn fürchten.
15 Was auch immer geschehen ist, war schon vorher da, und was geschehen soll, ist schon geschehen und Gott wird das Verjagte wieder suchen.




ART
unregistriert

...   Erstellt am 25.10.2007 - 23:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Begriff Zeit

Isaac Newton beschreibt 1687 das Phänomen der Zeit mit den folgenden Worten:

"Die absolute, wahre und mathematische Zeit verfließt an sich und vermöge ihrer Natur gleichförmig und ohne Beziehung auf irgendeinen äußeren Gegenstand."

Die Zeitmessung ist eine der ältesten Aufgaben der Astronomie. Dort wird zwischen einem Sonnentag und einem Sterntag unterschieden (die im Jahr um einen Tag differieren.

Der Sonnentag hat keine ganze Anzahl von Sekunden nach SI; der Unterschied wird durch Schaltsekunden ausgeglichen. Diese Probleme führten zur Einführung verschiedener Zeitskalen:
- TCB (Barycentric Coordinate Time) ist die Eigenzeit des Schwerkraftzentrums des Sonnensystems.

- Geocentric Coordinate Time (TCG) gibt die Eigenzeit im Mittelpunkt der Erde an

Astronomische Daten und Zeiten werden oft zweckmäßig als Julianisches Datum (JD) angegeben.

Heute ist die Zeit in der Physik, wie andere Messgrößen auch, über ein Messverfahren, definiert.

Zur Zeitmessung werden Systeme verwendet, die periodisch in denselben Zustand zurückkehren. Die Zeit wird dann durch das Zählen der Perioden ( z.b. Sekunden ) bestimmt.


Quelle


Z ielgerichtet agieren
E rgebnisse erzielen
I mmer präsent
T agwerk




Tagtraeumerin
unregistriert

...   Erstellt am 09.01.2008 - 16:00Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zunächst dachte ich: "Marlene aufwachen, mach deine Augen auf." Nach dieser Ermahnung, weitete ich konzentriert meine Augen und blickte noch einmal auf die Uhr. Ich konnte keine Zeit ablesen.
Die Zeiger der Rathausuhr waren ab.
Das Zifferblatt war entmachtet, blickte mich stumm an.
Vorwarnungen gab es in den letzten Wochen reichlich.
Die Zeit hatte verrückt gespielt und gemacht was sie wollte, statt sich an die Zeit zu halten, damit alles seinen gewohnten Gang gehen konnte.

Am Vormittag hieß es beispielsweise fünf vor halb eins, am späten Nachmittag viertel nach sieben.
An diesen verrückten Tagen,hatte die Rathausuhr mir deshalb schon so manchen Schrecken eingejagt.

Auf was soll man sich verlassen, wenn die Zeit auf einmal verrückt verrutscht?

Ich war deshalb ein bisschen sauer auf die Uhr.
Sie stimmte nicht mehr mit meiner inneren Uhr berein, brachte mich total durcheinander und schaffte es, dass ich abends um 23.00 Uhr, zur Tagträumerin wurde, weil ihre Zeiger 8.30 Uhr hatten.

Und darum kam jetzt Schadenfreude auf, als ich sie ohne Zeiger völlig entmachtet sah.

Das hat sie nun davon, dachte ich, dass sie die
eigenen Zeiger so unbarmherzig scheucht und die Menschen so hetzt.

Jetzt ist ihr das Zepter abgefallen, und den Spott hat sie obendrein.
So lächerlich wie sie aussieht. Eine Uhr ohne Zeiger!
Ich warf noch einen Blick auf die Uhr,wollte mich schon umdrehen, als mir das zeigerlose Zifferblatt selbstironisch zu zwinkerte


„Gib mir doch nicht die Verantwortung,wenn Du mit Deiner Zeit nicht zurecht kommst!
In jedem Moment deines Lebens bist du frei!
Pass doch selbst auf deine Zeit auf! Lass dir dein Leben nicht stehlen! Es ist ein großes Geschenk!
Du selbst verfüge über deine Zeit!
Und behandle sie gut:
Lass sie nicht zerhackt werden durch den Takt der Minuten und Stunden.
Du siehst ja, auch Zeiger können abfallen, genau wie gestürzte Tyrannen. Tot, und da liegen sie!Auch ich bin nicht wirklich mächtig.
Ich bin nur wie ein Messbecher, den ihr gebraucht.“



All das schien die Uhr mir zu sagen.




Leseprobe ...



...

Status: Offline
Registriert seit: 25.03.2007
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...   Erstellt am 26.01.2008 - 11:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


»Du musst mit der Zeit gehen«, mahnte mich mein Schatten, sonst verlierst du den Anschluss an die Gesellschaft und wirst vereinsamen. «

»Warum sollte ich etwas tun, was mich nicht weiterbringt, sondern zurückwirft«, fragte ich erstaunt,“oder willst du, dass ich in meiner Entwicklung stehen bleibe?
Denn nur als eigenständig handelndes Individuum bin ich stark, aber als Abhängiger des Zeitgeistes wäre ich ein namenloser Sklave des Nichts.
Sören Kierkegaard, sagte schon: »Ein Mann, der sich mit dem Zeitgeist vermählt, wird bald Witwer sein!«

»Das ist es ja gerade«, knüpfte der Schatten an,“die Entwicklung der Menschheit und ihres Umfeldes geht weiter, und du willst dich absetzen. Da würdest du nicht nur stehen bleiben, sondern mit eigenen Ansichten und Lebenswandel ins Abseits abdriften. «

»Jetzt bleib mal auf dem Teppich! « erwiderte ich und hielt entgegen. »Ist dir denn nicht bekannt, dass blinde Anpassung ohne Überzeugung zum Verlust der Persönlichkeit führt? Glaubst du etwa, ich wollte zur Attrappe verkümmern? Wäre das etwa kein Rückschritt? «

»Und was den Anschluss anbelangt, was könnten mir all diese Angepassten, die von der Zeit als willenlose Geschöpfe am Strick hinterhergezogen werden, denn bieten - außer mir die Zeit zu stehlen.
Und darauf kann ich gut und gerne verzichten.

Und überhaupt, sagte Schiller nicht zu Tell: »Der Starke ist am mächtigsten allein!«

»Ich warne dich eindringlich, wenn du nicht mit der Zeit gehst, wirst du verkümmern.
Du kannst dich doch nicht gegenüber dem Zeitgeist verschließen, weil er stärker ist als du es sei denn, du bist vom Größenwahn besessen. «

»Wie stark der Zeitgeist ist, berührt mich nicht«, stellte ich klar,“ich entscheide selbst für mich, was mir bekommt. Und was das Verkümmern anbelangt, da finde ich auf meinem selbstgewählten Weg auch immer Menschen, die so denken wie ich. «

»Das musst du ganz anders sehen. Menschen gehen mit der Zeit, weil sie klug sind und erkannt haben, dass sie damit leichter vorankommen. «

»Hör zu«, ich will kein leichtes, sondern ein erfülltes Leben. Das aber erreiche ich nicht durch Anpassung und Leere. «

»Was machst du dir das Leben unnötig schwer«, versuchte er es jetzt auf die gefühlsbetonte Tour und schüttelte mitleidig den Kopf, »wo du es so leicht haben könntest.
Du bist auf Konfrontationskurs und wirst irgendwann auf der Strecke bleiben. «

»Und was glaubst du wohl, wird mit all denen geschehen, die hinter dem Zeitgeist hergelaufen sind und dabei nicht auf die Richtung geachtet haben? « fragte ich meinen Schatten.

Der verschwand soeben, weil sich Wolken vor die Sonne schoben...




<Minotaurus>
unregistriert

...   Erstellt am 26.01.2008 - 13:02Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


... und der Mino glaubt, daß - neben dem Verstand - die Zeit zu den wenigen Dingen des Lebens gehört, die wirklich gerecht verteilt sind. Immerhin besitzt jeder Mensch - ob arm, ob reich - täglich 24 Stunden davon.
Es liegt allein an ihm, was er damit macht und wie er diese Zeit verteilt. Er kann sie nutzen oder verplempern, er kann sie verkaufen oder auch verschenken. Er kann sie aber auch für sich selbst beanspruchen.

Mit dem Verstand verhält es sich in ähnlicher Weise, denn schließlich ist doch jeder von uns ganz fest davon überzeugt, daß er selbst genug davon besitzt, nicht wahr?
Somit scheint auch der Verstand völlig gerecht verteilt zu sein.

Halbphilosophische Grüße vom Mino.




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