AdrianLuckmann Gründer
    

Status: Offline Registriert seit: 19.05.2009 Beiträge: 391 Nachricht senden | Erstellt am 04.08.2009 - 02:16 |  |
Gedanken zum Thema: Frauen verdienen weniger
Nur ein ganz grober Anriss des Themas aus Zeitmangel, habe eigentlich grade einen riesen Gedankenstrang im Kopf, aber muss den so wie so erst mal sortieren und grob wiedergeben, um selbst einen berblick zu haben. Hier ein Teilstück über mögliche Lösungen, wenn... viel Spaß beim Lesen und bitte viele Kommentare.
Im folgenden Text werde ich Lösungsmöglichkeiten unter folgender Annahme untersuchen:
- Es gibt Gründe aus denen die Arbeitgeber unfähig sind gleiche Löhne zu zahlen.
Zur aktuellen Situation: Vielleicht habt ihr es schon gehört: Es gab vor einiger Zeit eine Untersuchung zum Verhältnis vom Lohn von Mann und Frau. Das Ergebnis war, dass Frauen im Durchschnitt 25% weniger verdienen.
Die folgenden Lösungsmöglichkeiten werden unstersucht:
- Erwerbssteueraufschlag für Männer
- Subventionierung von arbeitenden Frauen
- Kombination von Erwerbssteueraufschlag und Subventionierung
- solidarischer Ausgleich
- Frauenquote
- Kombination von Frauenquote und solidarischen Ausgleich
Erwerbssteueraufschlag für Männer
Gut beginnen wir mit dem Erwerbssteueraufschlag für Männer. Dahinter steht folgende Idee: Frauen verdienen netto 25% weniger als Männer. Das bedeutet würde man das Nettoeinkommen der männlichen Arbeitnehmer mit zusätzlichen 25% besteuern wären die Ungerrechtigkeiten behoben.
Die Vorteile liegen auf der Hand: Es ist einfach durchführbar und leicht verständlich. Außerdem hätte man Steuermehreinnahmen für die man noch keinen Verwendungszweck hat. Man könnte damit Beispielsweise die Staatsentschuldung in Angriff nehmen.
Des einen Freud ist allerdings des anderen Leid: Der Hauptnachteil ist, dass den privaten Haushalten diese 25% fehlen werden. Es ist schließlich eine versteeckte Steuererhöhung. Das ist auch das stärkste Argument dagegen. Deshalb ist wahrscheinlich die folgende Lösung zumindest aus Arbeitnehmersicht angenehmer und wünschenswerter.
Subventionierung von arbeitenden Frauen
Nun werde ich also die Subventionierung arbeitender Frauen beleuchten: Wenn Frauen 25% weniger verdienen als Männer, dann verdienen Männer etwa 33% mehr als Frauen. Ich weiß, dass klingt unglaublich viel, aber rechne es nach, wenn du mir nicht glaubst. Die Subventionierung definiere ich also so, dass der Staat den Frauen 33% von ihrem Nettolohn oben drauf zahlt. Auch so wären die Ungerechtigkeiten behoben.
Der Hauptvorteil liegt sicher darin, dass die arbeitende Bevölkerung damit effektiv eine Steuererleichterung erfährt. Zumindest Haushalt in denen (auch) die Frau arbeitet. Gerade für alleinerziehende Mütter, welche generell so wie so finanzielle Nachteile haben, ist dies eine sehr schöne Sache.
Aber hier kann man auch gleich einen kleinen Dämpfer entdecken: Auch "karriere-orientierte" Haushalte, in denen Mann und Frau kräftig verdienen profitieren von dieser Lösung und zwar noch mehr als die schlecht-verdienenden Haushalte, in denen die Frau nicht aus Gründen eines teuren Lebensstils dazu verdient, sondern um über die Runden zu kommen. Schließlich profitiert man prozentuell vom Nettoeinkommen. Außerdem verursacht es Mehrausgaben, die die Politik woanders durch Steuererhöhungen ausgleichen muss.
Kombination von Erwerbssteueraufschlag und Subventionierung
Wir haben nun den Erwerbssteueraufschlag auf den Nettolohn von arbeitenden Männern und die Subventionierung von arbeitenden Frauen. Das eine verursachte Steuermehreinnahmen auf Kosten der arbeitenden Bevölkerung. Das andere verursachte Steuermehrausgaben zu Gunsten der arbeitenden Bevölkerung. Was läge jetzt näher als beides zu kombinieren?
Der Vorteil ist, dass es sich gegenseitig kompensiert. Allerdings weiß man am Ende nicht, ob man einen Überschuss einnimmt oder insgesamt mehr auszahlen muss und darin liegt der Nachteil. Es ist eine ungewisse Sache. Aber auf jeden Fall ist der Schaden viel geringer als in den beiden vorherigen Lösungsansätzen.
Solidarischer Ausgleich
Als nächstes möchte ich die Lösung präsentieren, die ich anfangs für perfekt hielt: den solidarischen Ausgleich. Ich nenne ihn solidarischer Ausgleich, weil sich dabei die Männer mit den Frauen solidarisieren. Es gibt hier verschiedene Möglichkeiten für die Ebene auf der man Solidarität übt aus Zeitgründen möchte ich hier die Ebene des Betriebs auswählen, die ich auch favorisiere. So funktionierts: Die Gehälter aller Männer in einem Betrieb werden um 25% "gekürzt". Der Betrag, den man dann erhält, verteilt man verhältnismäßig an alle Arbeitnehmerinnen und Arbeittnehmer des Betriebs. Jeweils nach dem Verhältnis des Nettolohns beziehungsweise des gekürzten Nettolohns bei den männlicchen Arbeitnehmern.
Der Vorteil liegt darin, dass das neue Gealt der Frauen wahrscheinlich am nächsten an dem Gehalt liegt, was sie bekommen würde, wenn sie ein Mann wäre. Zumindest habe ich diesen Eindruck und vom Gefühl her müsste es stimmen. Außerdem können die Betroffenen auch ohne die Politik im Rücken diese Lösung umsetzen. Das ist ein großer Vorteil, wenn die Politik nicht in die Pötte kommt. Allerdings müssen die Frauen die Männer davon überzeugen, wenn die Politik nicht handelt. Was man aber nicht als Nachteil ankreiden kann, weil es hier darum gehen soll, welche Lösung die Politik umsetzen sollte.
Argumente dagegen gibt es auch, so sind Frauen, die in Betrieben mit wenig weiblichen Angestellten arbeiten im Vorteil. Dies könnte zu Mobbing gegen Kolleginnen führen. Frauen, die in so genannten Frauenberufen arbeiten haben gar keinen Vorteil davon, weil es in ihrem Betrieb vermutlich nicht einen männlichen Kollegen gibt, der ihr Gehalt aufbessert.
Frauenquote
Gut, komme ich also zur Frauenquote. Man legt politisch fest, dass in jedem Betrieb ein bestimmter Prozentsatz weiblicher Arbeitnehmerinnen angestellt sein soll. Sollte ein Betrieb diese Quote von nicht erreichen, muss er für jedes Prozent weniger Frauen eine bestimmte Strafe zahlen.
Es soll dadurch erreicht werden, dass die Betriebe sich um weibliche Mitarbeiter streiten und es für sie lohnender ist Frauen mit einem höheren(höher im Vergleich zu jetzt) Gehalt zu ködern als eine Strafe zu zahlen, so dass sie sich für ein höheres Gehalt entscheiden. Der Nachteil ist, dass man den eigentlichen Effekt sehr schlecht einschätzen kann.
Kombination von Frauenquote und solidarischen Ausgleich
Diesen Punkt möchte ich aus Zeit gründen auslassen.
|