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Bilderelse ...

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...   Erstellt am 06.05.2008 - 08:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo meine Lieben alle im Forum,

ich weiß nicht, ob mein Thema unbedingt zu den philosophischen gehört aber ich stelle es hier rein, weil ich denke, dass es vielleicht hier am besten her gehört. Ist ja auch unter d e r Rubrik lange nichts erschienen.
Ich habe mich über viele Themen schriftlich kurz ausgelassen, einfach meine Haltung niedergeschrieben, Ansatzgedanken geäußert. Das ist nicht sehr witzig aber für mich irgendwie wichtig und durchaus wert, einmal auch darüber ein paar Worte zu verlieren.


Geborgenheit


Eine Freundin meinte, sie fühle sich nun geborgen, weil die Vergangenheit vorbei und der Augenblick überschaubar sei. Es herrsche somit eine relative Sicherheit, wovor auch immer. Daher käme gewiss das gegenwärtige und seltene Gefühl von Geborgenheit.

Geborgenheit und Sicherheit bedingen einander. Doch alles ist relativ. Leider handelt es sich nur um ein Gefühl, ein momentanes, was nicht negativ sein muss. Im Gegenteil! Sollte man doch froh sein, dass es sich überhaupt einstellt. Ob man wirklich geborgen ist, das mag eine völlig andere Frage sein: eine politische, eine soziale, eine seelische, eine individuelle. Bei Beantwortung aller Fragen, was sicher äußerst komplex und schwierig sein dürfte, könnte man zu einem ganz anderen Schluss kommen. Bei allen Überlegungen dazu, deren Nützlichkeit mehr als fragwürdig ist, stellt sich heraus, dass sich das wundervolle Gefühl von Geborgenheit sehr schnell wieder verflüchtigen kann. Komischerweise musste man schwer ackern, damit wir es überhaupt je empfinden können. Also genießen wir die Geborgenheit, egal woher sie rührt.

Wer viel auf sich gestellt ist, mit Risiken zu kämpfen hat, wenig oder gar keine Rückendeckung verspürt, Nackenschläge zu ertragen hatte, kurz nicht sehr verwöhnt wurde, weiß irgendwann die Geborgenheit, wenn sie sich einstellt und fühlen lässt, wie ein Wunder zu schätzen.

Natürlich kann es auch sein, dass sich so selbstbewusste und unabhängige Menschen zunächst ein wenig sträuben, geborgen sein zu wollen. Doch nach einigem Gewöhnen nehmen sie die Wärme der Geborgenheit an, sie scheinen sie dann geradezu aufzusaugen, wissend wie schnell alles wieder weg sein könnte, denn sie sind misstrauisch. Das Schicksal hatte ihnen bisher wenig oder gar keine Geborgenheit geliefert.

Geborgenheit bedeutet Sicherheit und Wärme, dabei wird über die Dauerhaftigkeit dieses Gefühls oder Zustandes nichts ausgesagt. Alles ist nur vorläufig, eine Augenblickssache und damit unsicher. Die Grenzen sind fließend. Doch der Mensch will dauerhafte Geborgenheit, Kinder haben einen Anspruch darauf. Wie oft wird er ihnen verwehrt. Das ist traurig.

Wenn wir Geborgenheit als erwachsene Menschen beanspruchen, sollten wir in der Lage sein, zumindest innerhalb unserer Möglichkeiten, auch Geborgenheit zu geben. Nur so kommt sie eines Tages zurück. Aber nur vielleicht. Es wäre auch eine Chance, nicht allein zu sein. Nicht einsam zu sein, wenn wir die Einsamkeit nicht mehr ertragen können, denn dann brauchen wir unter anderem auch dringend Geborgenheit. Sie ist so wichtig.
Ich habe sie jetzt und ich halte sie fest. Ich glaube, sie ist ein Bestandteil der Liebe für andere Menschen.





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Stefan ...
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...   Erstellt am 06.05.2008 - 22:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bilderelse schrieb
    Hallo meine Lieben alle im Forum,

    ich weiß nicht, ob mein Thema unbedingt zu den philosophischen gehört aber ich stelle es hier rein, weil ich denke, dass es vielleicht hier am besten her gehört. Ist ja auch unter d e r Rubrik lange nichts erschienen.


Hallo Helga,

zwar habe ich keine Ahnung von Philosophie, finde Deine Gedanken zur Geborgenheit hier völlig richtig. Dafür das Du die Philosophie - Ecke wiederbelebst, gehört Dir noch ein extra Lob. Da kriegt vielleicht auch unser "Philosphie - Gast" wieder Lust zum mitschreiben???

Und noch richtiger finde ich Deinen letzten Satz:

Ich glaube, sie ist ein Bestandteil der Liebe für andere Menschen.

Da würde ich jetzt sogar sagen, ich weiß das die Geborgenheit ein Bestandteil der Liebe für andere Menschen ist!

Bilderelse schrieb
    Geborgenheit und Sicherheit bedingen einander.


Da zweifel ich ein bisschen. Vielleicht liegts an meiner Einstellung "zusammen sind wir unschlagbar"?

Geborgenheit ist für mich eher glücklich sein mit dem Partner, eine positive Atmosphäre, Wärme, Zuneigung. Aber Sicherheit?

Nun schlaf ich erstmal eine Nacht darüber, vielleicht fällt mir ja Morgen noch etwas zum Thema ein.

In jedem Fall interessante Gedanken. Gefällt mir ausgesprochen gut.





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Bilderelse ...

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...   Erstellt am 07.05.2008 - 08:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Stefan,

ich danke Dir sehr, dass Du meine Gedanken aufgreifst und eigene äußerst.

Die Sache mit der Sicherheit ist natürlich, wenn man es von außen und ganz sachlich betrachtet, wirklich fraglich. Sicherheit ist immer fraglich, denn der Einzelne, der sich geborgen fühlt, wohlgemerkt nur fühlt, der kennt ganz sicher nicht sämtliche Unsicherheitsfaktoren. Aber er fühlt sich sicherer in seiner ganz wundervollen Geborgenheit, die er nun empfindet. Er weiß aber nicht alles (zum Glück oder zum Unglück). Mit anderen Worten, was sich über unseren Köpfen oder hinter uns zusammenbraut, entzieht sich meist unserer Kenntnis.
Ich meinte auch nur die gefühlte Sicherheit, die wir mit dem Gefühl der Geborgenheit verbinden. Wahrscheinlich sind es aber nur verschiedene Worte für ein und dasselbe Gefühl.
"Sicherheit" klingt, so finde ich, mehr offiziell, amtlich und kühl, während "Geborgenheit" als Wort eine individuellere, ja menschlichere und warme Ausstrahlung zu haben scheint.

Ja, ich würde sehr gerne auch über ähnliche allgemeine unser Leben berührende Themen reden oder schreiben. Würde mich sehr auf Meinungen freuen. Wenn Bedarf, dann stelle ich gerne hin und wieder einen Begriff nebst meinen Gedanken zur Diskussion. Ein friedlicher Streit, eine Bestätigung oder ganz neue Gesichtspunkte wären super und sicher auch belebend.

Viele herzliche Grüße und
Tschüss

Helga





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Stefan ...
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...   Erstellt am 08.05.2008 - 00:26Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bilderelse schrieb
    "Sicherheit" klingt, so finde ich, mehr offiziell, amtlich und kühl, während "Geborgenheit" als Wort eine individuellere, ja menschlichere und warme Ausstrahlung zu haben scheint.


Genau das ist es was mich an der "Sicherheit" stört, Helga! Das amtlich-kühle.

Bilderelse schrieb
    Mit anderen Worten, was sich über unseren Köpfen oder hinter uns zusammenbraut, entzieht sich meist unserer Kenntnis.


Es interessiert mich auch nicht sonderlich was sich vor, hinter oder über mir zusammenbraut. Ändern könnte ich es eh nicht und viel wichtiger (für mich) ich lebe HEUTE. Und mache mir keine Gedanken über das Morgen, erst Recht nicht über das Übermorgen.

Bilderelse schrieb
    Ja, ich würde sehr gerne auch über ähnliche allgemeine unser Leben berührende Themen reden oder schreiben. Würde mich sehr auf Meinungen freuen. Wenn Bedarf, dann stelle ich gerne hin und wieder einen Begriff nebst meinen Gedanken zur Diskussion. Ein friedlicher Streit, eine Bestätigung oder ganz neue Gesichtspunkte wären super und sicher auch belebend.


Da bin ich sofort dafür, Helga. Die belebende Idee hatte ich ja bei "Heiße Diskussionen" auch schon. War nur nicht so richtig belebend.

Also ich melde erstmal Bedarf an.

Liebe Grüße

Stefan





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Chrissi ...

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...   Erstellt am 08.05.2008 - 14:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Bilderhelga schrieb
    Eine Freundin meinte, sie fühle sich nun geborgen, weil die Vergangenheit vorbei und der Augenblick überschaubar sei.


Das alleine gäbe mir sicher kein Gefühl der Geborgenheit. Ich denke da an meine Zeit nach dem Auszug beim Ex. Ich war wahnsinnig glücklich, zufrieden was auch immer. Nur, Geborgenheit, nee die liegt für mich woanders.

Bilderhelga schrieb
    Wer viel auf sich gestellt ist, mit Risiken zu kämpfen hat, wenig oder gar keine Rückendeckung verspürt, Nackenschläge zu ertragen hatte, kurz nicht sehr verwöhnt wurde, weiß irgendwann die Geborgenheit, wenn sie sich einstellt und fühlen lässt, wie ein Wunder zu schätzen.

Ja, das drückt es für mich aus. All diese Dinge machen zwar sehr stark nur geborgen ist man deshalb nicht.

Geborgen fühle ich mich erst in meiner jetzigen Partnerschaft. Nicht mehr für alles zuständig sein, sich anlehnen können, Gemeinsamkeit leben und erleben dürfen. Das ist es für mich.
Ganz sicher werde ich versuchen diese Geborgenheit für "immer" festhalten zu können.
Sollte sie sich mal verflüchtigen, kann ich nur hoffen, dass meine Stärke dann für mich ausreicht.
Hoffentlich war das jetzt nicht zu konfus?

Liebe Grüße
Chrissi (die heute auch mal schwach sein darf)





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Ein Tag ohne Lachen, ist ein verlorener Tag!

Bilderelse ...

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...   Erstellt am 09.05.2008 - 10:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Chrissi,

Es ist so, wie Du es sagst! "Auch einmal schwach sein dürfen"

Wenn man sich das erlauben kann, wenn man sich diesen Luxus gönnt, sich auch einmal zurückzulehnen, sich anzulehnen, mit dem Gefühl, jetzt bricht trotzdem die Welt nicht gleich zusammen, dann ist's das Gefühl der Geborgenheit, welches sich eingestellt hat.

Ich hatte es früher nie, außer in meiner Kindheit und Jugend im Elternhaus.
Keiner meiner ersten beiden Ehemänner konte es mir geben. Sie wollten es wohl auch niemals. Ich musste immer stark sein, immer bereit und handlungsfähig, außerdem noch schön, witzig und klug, fleißig sowieso, und nicht zuletzt gut geldverdienend: die Familie musste schließlich leben und wollte nichts entbehren. Die Mutti richtet alles. Oberkacke!!!!
Wenn ich schon höre: "Das Glück wird der Lohn der Fleißigen sein"!!!!
NEIN und nein....erst einmal heißt es leider meistens: "fleißig aber blöd", scheint zu stimmen. Man muss clever sein und auch für sich sorgen können, sich selber ein wenig lieben dürfen, etwas für die eigene Seele tun dürfen und man muss ganz sicher auch einmal schwach sein, die Augen schließen, träumen und Streicheleinheiten genießen. Sonst geht irgendwann gar nichts. Klappe zu, Affe tot!

Ich genieße meine Geborgenheit so wie Du die Deine, liebe Chrissi, glaub es mir....DAT HAM WA UNS VADIENT!!!!!


Ganz herzliche Grüße aus der Geborgenheit
Helga





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