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hartmutholzhey 



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...   Erstellt am 16.11.2004 - 20:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Herr Wolfram – herzlich willkommen im Forum. Frau Pidun bekam als erste Frau im Forum einen (Sonnen)blumenstrauß. Für Sie als ersten Kommunalpolitiker lasse ich mir noch was einfallen.Versprochen!

Das Hauptproblem einer Verwaltungsreform sind sicherlich die vielen Verwaltungsangestellten, denen die Perspektive genommen wird. Und es ist völlig legitim, dass sie sich gegen eine Verwaltungs- verschlankung sträuben. Auch sie haben eine Lebensplanung und auch Ängste, haben Kredite aufgenommen für den Hausbau etc. und auch sie wollen Kinder groß- und erziehen. Es müssen Ihnen (was in der Wirtschaft leider nicht immer der Fall ist) BRÜCKEN gebaut werden. Zunächst sollten alle Verwalter die gleiche Chance für eine Weiterbeschäftigung in der öffentlichen Verwaltung erhalten. Es darf nicht sein, dass die, deren Verwaltung im Zuge einer Reform gestrichen wird, automatisch draußen sind. Und ebenso darf es nicht sein, dass die, die in einer überlebenden Verwaltung arbeiten, automatisch drin bleiben. Deshalb sollten alle Verwaltungsangestellten geschlossen vor einer Gebietsreform in eine Landkreis- Beschäftigungsgesellschaft überführt werden. Die neuen Verwaltungen können dann ihre Mitarbeiter aus dieser Gesellschaft rekrutieren. Es ist doch möglich, dass ein Probstzellaer Bürger Bürgermeister von Leutenberg wird – wenn er halt besser ist, als zum Beispiel der Leutenberger Kandidat. Derjenige könnte dann auch einzelne fleißige und eventuell besser qualifizierte Mitarbeiter aus Probstzella mit ins Rathaus nach Leutenberg nehmen....
Weiterhin sollte man den Verwaltungsangestellten auch die Chancen einer Verwaltungsreform aufzeigen. Macht es denn wirklich noch Spaß, Mangel zu verwalten? Gehen sie wirklich noch gern auf Arbeit – das sichere Geld ist schon sehr wichtig, aber jeden Tag nur unbefriedigt von Arbeit nach Hause zu gehen,ist doch ganz sicher nicht das hohe C. In Anbetracht der gegenwärtigen Arbeitsmarktlage klingt mein folgender Denkanstoß fast schon idiotisch. Ist er aber nicht, wenn wir unser Glück wirklich selbst und bald in die Hand nehmen. Ja, ich glaube fest daran, dass viele heutige Verwalter in wenigen Jahren ihren eventuellen Sprung ins kalte Wasser „WIRTSCHAFT“ nicht bereuen werden. Sogar dankbar sind, mehr oder weniger gezwungen worden zu sein.
Mal was Neues zu probieren, ist ungeheuer spannend und tatsächlich befriedigend – das ist echt keine Phrase. Und es gibt sie – die Marktlücken, die Arbeit. Nur die Augen auf und querdenken!HH





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<Marko Wolfram>
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...   Erstellt am 19.11.2004 - 00:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Herr Holzhey,

wenn es sich bei Herrn Schneider, um den Herrn Schneider von der PDS aus Saalfeld handelt, gebührt ihm die Ehre des ersten Kommunalpolitikers im Forum. Er ist im Stadtrat in Saalfeld.

Gute Ideen sind das Eine, deren Umsetzung das Andere. Die Verantwortlichen für die Umstrukturierung der öffentlichen Verwaltungen sind Bürgermeister und Verwaltungsleiter. In wie weit diese willens und fähig zu einem Wandel und zur entsprechenden Mobilisation ihrer Mitarbeiter sind, kann man nur im Einzelfall prüfen. Das können wir nur beobachten und alle sechs Jahre bei der Wahl bewerten.

Aber ich bin voller Hoffnung, dass am Ende alles Gut wird.

Schöne Grüße

Marko Wolfram




hartmutholzhey 



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Registriert seit: 08.10.2004
Beiträge: 73
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...   Erstellt am 19.11.2004 - 10:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo Herr Wolfram, hatte Politiker der Kreisebene gemeint- und da waren Sie der ERSTE. Die Mitarbeit von Herrn Schneider im Forum ist natürlich auch hervorhebenswert. Ich zähle ihn schon wie selbstverständlich zu den Denkanstoßern. Aber Recht haben Sie - Pferde, die den Hafer verdienen, bekommen ihn nicht..... Aber Sie haben sich Ihren tatsächlich verdient.
An eine ausschließliche Beobachtung der Politiker hatte ich eigentlich nicht gedacht - eher an das Treten auf die Fussspitzen und das Tippen an die Köpfe . HH





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<Joker>
unregistriert

...   Erstellt am 31.12.2004 - 17:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Hallo, nun will ich mich mal aus der Ferne einbringen. (Früher einmal habe ich mich in der Region eingebracht, bin aber wegggezogen)
Zunächst einmal Dankeschön für die Initiative. Bei einem Besuch bei Herrn Bürgermeister Beetz habe ich davon gehört, das Papier ausgedruckt bekommen und es sogar gelesen und jetzt im Internet gestöbert.
Zum Thema Gebietsreform:
Wir als katholische Christen arbeiten hier im Südthüringer Raum über 4 Städte und 4 Landkreise hinweg. Wir wollen es. Es geht. Viele Dinge werden regional, vor Ort entschieden. Ich wäre als Pfarrer für die 4 Städte (Oberhof, Zella-Mehlis, Suhl und Schleusingen doch blöd, würde ich die örtlichen Initiativen auflösen.
Aber vieles bündeln wir auch und gestalten es gemeinsam (Religionsunterricht, Altenarbeit, Vorbereitung auf die Firmung, Jugendarbeit).
Was leitet uns?
Die Grundidee der katholische Soziallehre:
Subsidiarität und Solidarität.
Was ist damit gemeint?
Was der einzelne als Person (auch Ort) wirklich leisten kann, das soll er auch leisten.
Wenn er das nicht mehr kann, soll die übergeordnete Gemeinschaft ihn unterstützen.

Daher die Zusammenfassung:
Leitbegriffe der KS, die sowohl auf der Heiligen Schrift als auch auf dem Naturrecht basiert, sind:
. Personalität (Würde der person)
. Subsidiarität (Verantwortlichkeit und
Selbsthilfe der kleineren gesellschaftlichen
Einheiten, beginnend bei der Familie)und
. Solidarität (mitmenschlicher Zusammenhalt)

Im Beobachten der augenblicklichen Situation erscheint mir Folgendes:

1. Das Risiko wird von der übergordneten Instanz
gern an sich gezogen (deutscher Zentralismus),
aber auch von uns gern dorthin abdelegiert.

2. Damit werden Kräfte gelähmt und andere
gefördert, die unglaubliche Kosten um des
Selbsterhaltes verursachen - alles wird
geregelt und verwaltet, auch aus rechtlicher
"Sicherheit". Ganze Brnchen leben davon, wir
aber fo(e)rdern sie auch.

3. Die meisten fordern gern von der Gemeinschaft
alles und bringen sich wenig ein.

4. Die Verwaltung zieht aber auch gern alles an
sich und lässt wenig Raum für eigene Initiative.

Daher freut mich dieses Querdenken. Ich werde es weiter verfolgen und evtl. mit dem evgl. Kollegen nach hier importieren





RGeheeb ...



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...   Erstellt am 02.03.2005 - 16:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Lieber Herr Holzhey,

nachdem ich Ihnen schon lange versprochen hatte im Forum einige Gedanken beizutragen, wage ich nun den ersten Schritt. Zu Ihrem Beitrag in Erwiderung auf "Emse", würdigen Sie Ihren Mut, hier zu schreiben. Auch ich war bisher ein stiller, aber regelmäßiger Beobachter. Dass wird sich nun ändern und ich versuche - nunmehr regelmäßig - Ihnen wenigstens einen Teil meiner Gedanken darzulegen und diese in die Diskussion mit einzubringen.
Und ich möchte zunächst einmal Ihnen danken, denn Sie und die anderen Initiatoren des Denkanstosses haben schon einiges bewirkt - und sei es nur das Nachdenken Einzelner.

Ich habe kürzlich eine Studie gelesen. Darin wurde das Verhalten von Individuen in Gemeinschaften untersucht. Das Ergebnis war, dass sich (grob gesagt) drei Gruppen in jeder Gemeinschaft identifizieren lassen.
Es gibt die Gruppe derer, die passiv sind und die sich nicht großartig mit einbringen (sei es intellektuell, mit körperlicher Arbeit etc.).
Dann gibt es die Gruppe der außerordentlich aktiven Menschen, die immer versuchen, etwas zu verändern oder zu probieren oder die einfach nur Verantwortung übernehmen, wenn es notwendig ist.
Die dritte Gruppe, ist am häufigsten anzutreffen: Es sind Individuen die sich zunächst noch nicht einer der beiden Gruppen zuordnen lassen, die partiell, je nach Lage der Dinge entscheiden, ob Sie eingreifen/mitwirken oder lieber passiv im Hintergrund bleiben.

Das erstaunliche an der Studie ist, dass es für den Erfolg oder Misserfolg einer/der Gemeinschaft nicht auf die Zahl der Aktiven oder Passiven ankommt.
Nein, wichtig ist vor allem die Gruppe der partiell Aktiven (schon Otto Rehhagel wußte, dass man ein Fußballspiel nicht nur mit Häuptlingen gewinnen kann), die sich von Fall zu Fall einklinken, die aber auch soetwas wie ein ruhender Pol oder ein schweigendes Gewissen bilden.

Dass die Gruppe der Passiven für die Gemeinschaft nicht viel tut und somit keinen wesentlichen Beitrag zu deren Erhalt leistet, wohl aber gleichzeitig von Sicherheit und Wohlstand der Gemeinschaft profitiert, dürfte einleuchtend sein. Dass aber auch eine Vielzahl von Aktiven nicht unbedingt zum größeren Erfolg einer Gemeinschaft beiträgt dürfte zunächst verwundern. Erklärbar wird dies aber, wenn man sich vergegenwärtigt, dass es bei einer Vielzahl Aktiver auch häufiger zu Konflikten kommt, dass man sich vielleicht nicht auf ein gemeinsames Vorgehen einigen kann etc.

Den Aktiven kommt die für den Erhalt der Gemeinschaft wichtige Aufgabe zu, die Gruppe der Semi-Aktiven bei der Stange zu halten, so dass diese nicht in die Passivität abrutschen, aber auch nicht plötzlich alle Häuptlinge sein wollen.

Ich will damit nur sagen, dass auch wenn es hier im Forum bisher nur wenige Aktive gibt, dies a) kein Nachteil sein muss und b)nicht heißt, dass diese Diskussionen nicht wahrgenommen oder gar ernstgenommen werden. Schon das erstmalige Anstossen der Themen, aber auch die Publizität, die Sie, lieber Herr Holzhey, mit Ihrer Initiative bisher erreicht haben, zeugen vom Gegenteil.

Und so denke ich, dass es sich trotzdem lohnt, hier seine Ansichten zum Besten zu geben.

Bis bald
RGeheeb





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"Manche Menschen würden eher sterben als nachdenken. Und sie tun es auch." Bertrand Russell

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