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leguan 

Status: Offline Registriert seit: 14.11.2005 Beiträge: 207 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2006 - 13:31 |  |
Hallo Alle,
hat jemand Erfahrung, was man so als Tauschobjekt für Landesprodukte oder auch als Gastgeschenke im pazifischen Raum mitnimmt? Sind es DVDs oder LED Taschenlampen oder was ist sonst "in"
Gruß
Bernd
[Dieser Beitrag wurde am 02.10.2006 - 13:32 von leguan aktualisiert]
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TomBerger

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2005 Beiträge: 243 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2006 - 15:18 |  |
leguan schrieb
hat jemand Erfahrung, was man so als Tauschobjekt für Landesprodukte oder auch als Gastgeschenke im pazifischen Raum mitnimmt? Sind es DVDs oder LED Taschenlampen oder was ist sonst "in"
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Ich wäre prinzipiell vorsichtig damit.
Ich weiss ja nicht, was Du unter Gastgeschenk verstehst, aber recht häufig meinen Touristen damit auch kleine Bestechungen von Beamten. Wenn's also um eine kleine Aufmerksamkeit für einen Zöllner geht, der beim Einklarieren besonders verständnisvoll war, dann halte ich beispielsweise einen Kugelschreiber für die Obergrenze. Dem Empfänger sollte klar sein, dass man ihm eine Freude machen will, und dass es sich dabei nicht um eine Gegenleistung handelt.
Wenn's darum geht, einer Familie, bei der man z.B. zum Abendessen eingeladen ist, ein Gastgeschenk mitzubringen, dann ist das nicht anders als bei uns: es hängt davon ab, zu wem man kommt, und in welchem Verhältnis man zu dieser Person steht. Manchmal wird man auch recht konkret um etwas gebeten - in Indonesien sollte ich von meinem Vorrat an Malaria-Prophylaxe was mitbringen. Gut ist es immer, für die Kinder was zu haben: Buntstifte, Malkasten und Zeichenblock kamen bei den indonesischen Kindern eben so gut an wie bei unseren. Den Erwachsenen bringe ich meist etwas mit, das ihnen eine Vorstellung aus meinem Kulturkreis gibt. Je nachdem, wen man besucht, kann das auch mal ein Buch sein. Eine einfache LED-Taschenlampe, ein Taschenrechner o.ä. kann's aber auch mal sein.
Besonders in manchen ursprünglichen Gegenden muss man sehr aufpassen, was den lokalen Wert des Gastgeschenks betrifft: dort fühlen sich die Leute oft verpflichtet, etwas von vergleichbarem Wert zurück zu geben. Da kann es dann schon sein, dass man durch das Geschenk eines billigen Taschenrechners den Gastgeber zwingt, sein einziges Schwein zu schlachten und der eigenen Familie die Lebensgrundlage zu entziehen!
Tom
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nixe 

Status: Offline Registriert seit: 08.12.2005 Beiträge: 284 Nachricht senden | Erstellt am 03.10.2006 - 08:38 |  |
hallo Tom,
recht hast du! und das ist nicht nur im pazifik so.... wir lagen mal in der türkei eingeweht alleine in einer bucht. mitten im fetten sturm humpelte ein kleines fischerboot mit 2 mann an bord rein und ankerte neben uns.
wie wir am nächsten tag (ans auslaufen war noch immer nicht zu denken) merkten, hatten die beiden keinerlei proviant dabei.
da ich sowieso am brotbacken war, machte es keinen unterschied, einen oder zwei laib brot in den ofen zu schieben, wir brachten den fischern dann ein brot und tee rüber.
nachmittags klopfte es bei uns.... einer der beiden stand mit einer platte gebratener sardinen vor uns... da hatten die 2 selbst so gut wie nix zum kauen und dann DAS.... war uns echt peinlich,aber hätten wir abgelehnt, wären sie tödlich beleidigt gewesen.. so konnte ich nur hoffen,d ass der nährwert meines brotes *grins* hoch genug war...
Signatur es grüsst mit flossenschlag... die nixe
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leguan 

Status: Offline Registriert seit: 14.11.2005 Beiträge: 207 Nachricht senden | Erstellt am 03.10.2006 - 11:35 |  |
Hallo Tom und Nixe,
danke für die Ausführungen. An Bestechung hatte ich überhaupt nicht gedacht. Als Deutscher ist man gewohnt, staatliche Dienstleistungen ohne "Bakschisch" in Anspruch zu nehmen, zumal die Staatsdiener von meinen Steuergeldern bezahlt werden. Im aussereuropäischen Ausland mag das etwas anders sein, mir fällt es trotzdem schwer mich da umzugewöhnen.
Ich dachte bei meinem Beitrag vor allem an Dinge, die man verschenken kann, wenn man eingeladen wird und die Leute nicht kennt. Natürlich muß man da abwägen, damit alles in einem gesunden Verhältnis steht. Ich dachte dabei an Dinge, die in diesem Lebensraum schwer zu bekommen sind, wie z.B. eine Flasche Wein oder auch technische Dinge, mit denen man den Menschen helfen kann, oder auch eine Freude bereiten kann, ohne daß es protzig wirkt. Dinge für Kinder ist eine gute Idee, werde ich im Hinterkopf behalten.
Erlebnisse wie Nixe sie beschreibt hatte ich auch, vor allem in Brasilien, wo die meisten Menschen auch nicht gerade mit Reichtümern gesegnet sind.
Tom, Du warst in Indonesien, warst Du dort als Segler? Wenn ja, ist es noch immer so schwierig für Segler, oder sind die Bedingungen etwas besser geworden?
Bernd
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TomBerger

Status: Offline Registriert seit: 17.11.2005 Beiträge: 243 Nachricht senden | Erstellt am 04.10.2006 - 11:24 |  |
leguan schrieb
Hallo Tom und Nixe,
danke für die Ausführungen. An Bestechung hatte ich überhaupt nicht gedacht. Als Deutscher ist man gewohnt, staatliche Dienstleistungen ohne "Bakschisch" in Anspruch zu nehmen, zumal die Staatsdiener von meinen Steuergeldern bezahlt werden. Im aussereuropäischen Ausland mag das etwas anders sein, mir fällt es trotzdem schwer mich da umzugewöhnen.
Ich dachte bei meinem Beitrag vor allem an Dinge, die man verschenken kann, wenn man eingeladen wird und die Leute nicht kennt. Natürlich muß man da abwägen, damit alles in einem gesunden Verhältnis steht. Ich dachte dabei an Dinge, die in diesem Lebensraum schwer zu bekommen sind, wie z.B. eine Flasche Wein oder auch technische Dinge, mit denen man den Menschen helfen kann, oder auch eine Freude bereiten kann, ohne daß es protzig wirkt. Dinge für Kinder ist eine gute Idee, werde ich im Hinterkopf behalten.
Erlebnisse wie Nixe sie beschreibt hatte ich auch, vor allem in Brasilien, wo die meisten Menschen auch nicht gerade mit Reichtümern gesegnet sind.
Tom, Du warst in Indonesien, warst Du dort als Segler? Wenn ja, ist es noch immer so schwierig für Segler, oder sind die Bedingungen etwas besser geworden?
Bernd
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Ja, Gastgeschenke wind wirklich eine sehr sensible Sache. Auch Dein durchaus sinnvoller Vorschlag, den Leuten etwas mitzubringen, was sie brauchen können und vor Ort nicht kriegen können, kann sehr leicht umschlagen in Richtung Kulturchauvinismus oder kann als hochmütiges Almosen empfunden werden. Allgemeine Ratschläge kann man nicht geben, denn das hängt eben auch immer sehr von der Indiviudalität des Menschen ab, die man besucht.
Eine Flasche Wein kann in einem islamischen Land eine tödliche Beleidigung sein! Andererseits kann eine Flasche Whiskey gerade in einem islamischen Land auch das allerbeste Gastgeschenk darstellen ...
Die Kontakte, die man so auf Reisen findet, und die dann zu solchen Einladungen führen, die sind ja hauptsächlich von gegenseitigem Interesse geprägt. Deine Gastgeber haben immer ein sehr gesteigertes Interesse daran, etwas über Deine Heimat und die Lebensumstände dort zu erfahren. Gastgeschenke, die dieses Interesse bedienen, sind IMO am unverfänglichsten - wie wäre es beispielsweise mit einem kleinen Bildband über Deine Heimatstadt oder über Deutschland?
In Indonesien war ich mehrmals, aber eigentlich nicht als Segler, obwohl ich mehrere Tage lang als Deckspassagier auf einem Segelfrachter mit gefahren bin. Und das ist inzwischen auch schon fast 30 Jahre her. Wegen des extrem zugenommenen Islamfaschismus dort eird es heute wohl schwerer sein, so intensiven und freundschaftlichen Kontakt zu den Einheimischen zu bekommen, wie wir damals.
Im Netz habe ich einige sehr interessante Reiseberichte von Seglern gefunden, die in jüngerer Zeit dort waren. Diese sind ausnahmslos ziemlich positiv.
Gruß
Tom Berger
[Dieser Beitrag wurde am 04.10.2006 - 11:27 von TomBerger aktualisiert]
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Sayang 

Status: Offline Registriert seit: 06.11.2005 Beiträge: 5 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2006 - 14:00 |  |
Hallo Tom,
sitze gerade hier in Bandung, und sehe Deinen Beitrag.
Etwas scherzhaft, ich wuerde von Whikey abraten. Der ist entweder aus Irland, und damit vom Geschmack her nur Eingeweihten zugaenglich, oder aus USA, und damit politisch unkorrekt. Da kommt Whisky besser an, vorzugsweise der aus Schottland.
Ansonsten hast Du recht, Alkohol ist oft in islamischen Laendern ein hervorragendes Gastgeschenk. Wenn man aber tatsaechlich Alkohol fuer diese Zwecke mitfuehrt, schlage ich Danziger Goldwasser vor: es ist billiger, das Blattgold beeindruckt wirklich, es ist aus Deutschland, und der suesse Geschmack trifft den Geschmack in Asien besser als in Deutschland. Gut kommt auch 4711 Echt Koelnisch Wasser an.
Ich habe lange in Indonesien gelebt, und seit 25 Jahren besuche ich das Land mindestens ein Mal im Jahr. Das der Islamfaschismus es schwerer machen soll, intensiven und freundschaftlichen Kontakt mit der einheimischen Bevoelkerung zu bekommen, kann ich nicht erkennen. Das wuerde die durchweg positiven Reiseberichte, die Du anfuehrst, bestaetigen.
[Dieser Beitrag wurde am 27.10.2006 - 06:58 von Sayang aktualisiert]
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tubarasant

Status: Offline Registriert seit: 23.12.2007 Beiträge: 6 Nachricht senden | Erstellt am 24.12.2007 - 02:00 |  |
hallo an alle,
als kleine geschenke kommen (fuer kinder immer) angelhaken und nylon, am besten auf einen korken gewickelt, groesere haken fuer berufsfischer, zigaretten (lassen sich klasse unter mehreren aufteilen), speziell auf kuba: duftende seife, westliche modemagazine, fuer fischer oder andere locals mit booten sind auch aussortierte schoten und festmacher sehr begehrt.
man sollte auch bedenken wo einwegfeuerzeuge, kugelschreiber und alte batterien landen... und versuch mal auf einer kleinen insel eine knopfzelle fuer die led-taschenlampe aufzutreiben....
als tauschware gegen frischen fisch eignen sich u.a. auch 1/2 liter rumfaschen, zigaretten, wasserfeste streichhoelzer, harpunen-gummis, etc.
bei einem arztbesuch auf abgelegenen inseln/gegenden hat es sich immer gut gemacht eigene sterile handschuhe, skalpelle, spritzen und kanuelen dabei zu haben. man kann ja auch etwas dort zuruecklassen.... reduziert meistens die rechnung erheblich.
mit sonnigen gruessen und sandigen fuessen, jan.
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