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Drehorgellui  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 27.01.2006 Beiträge: 42 Nachricht senden | Erstellt am 04.09.2006 - 10:19 |  |
Ein leidiges Thema....... Gage für Treffen oder wers solls bezahlen.
Da ja selbst der CDD feststellt, daß die Drehorgeltreffen immer weniger werden, aus obig genannten Gründen, glaube ich daß wir Drehorgelspieler/innen langsam aber sicher Abschied nehmen müssen von Gagen wie sie der CDD ja jahrelang nach oben getrieben hat.
Ist es nicht so, daß jedes Hobby Geld kostet ?, und daß doch der Großteil der Spieler/innen dies hobbymäßig betreibt ?. Allerdings hab ich manchmal den Eindruck, daß nur noch eines zählt, was und wieviel bekomme ich. Da wird gestritten über ein paar Euros und wehe dem der andere, der vielleicht 200 km mehr zu fahren hat, bekommt ein paar Cent mehr.
Jeder Kaninchenzüchter der auf eine Ausstellung fährt, hat seine gesamten Kosten selbst zu tragen. Ein Mitspieler aus unseren Reihen, war völlig überrascht, daß man mit Drehorgeln oder Drehorgeltreffen Geld verdienen kann. Er selbst ist Katzenzüchter und muß all seine Kosten die er hat, wenn er auf Ausstellungen oder dergleichen fährt, selbst tragen.
Vielleicht sollten sich die Veranstalter oder die Spieler mal selbst die Frage stellen, ob die Forderungen zu hoch sind.......... und ob es ihnen wirklich noch um das Hobby geht..........!!
Signatur Musik die von Herzen kommt !!! Oberpfälzer Drehorgelorchester |
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<Orgel Ernst@web.de> unregistriert
| Erstellt am 07.09.2006 - 19:50 |  |
Ludwig Schaue einmal in den Spiegel
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Orgelsmann  Power User
    

Status: Offline Registriert seit: 25.01.2006 Beiträge: 104 Nachricht senden | Erstellt am 08.09.2006 - 22:47 |  |
Hallo verehrte Drehorgelfreunde!
Interessant, was es doch für verschiedene Meinungen zum Thema Geld gibt, wenn es um unser Hobby geht.
Auch ich kann aus eigener Erfahrung sagen, daß ich gelegentlich vom CDD mit einem erhobenen Zeigefinger bedacht wurde, wenn der Eindruck entstanden war, ich würde "unter Preis" oder gar umsonst spielen.
Ludwig hat auch recht, wenn er meint, daß jedes Hobby Kosten verursacht und auch unser Hobby nicht kostenfrei zu betreiben ist.
Geld verdienen, wohlgemerkt = Gewinn machen, werden mit dem Spiel einer Drehorgel nur wenige auerwählte Professionelle, die Ihre Zeit nutzen um den Lebensunterhalt (sprich Berufstätigkeit) durch diese Tätigkeit finanzieren wollen oder gar müssen.
Musiker, gleich welcher Art, denen die Freude an der Musik feizeitmäßig im Blut liegt, spielen dort, wo und wie es ihnen Freude bereitet und wo die Menschen es möchten - auch gratis.
Doch wenn sie gebeten werden, aus gegebenem Anlaß irgendwo aufzutreten, erwarten sie mit Recht ein entsprechendes Honorar und kein Almosen.
Ich zum Beispiel halte es so, daß ich sehr oft irgendwo spiele, dort Wurfgeld von den Zuhörern bekomme und dieses Geld nehme um Treibstoff, Pflegemittel für das Instrum,ent und/oder neue Musik damit finanziere. Nicht selten bleibt etwas übrig, welches dann einem örtlich sinnvollen sozialen Zweck zur Verfügung gestellt werden kann. Dies auch ohne Hinweis an der Orgel oder gar groß angekündigt auf Internetseiten o.ä.
Doch wenn ich eingeladen, beauftragt oder gebeten werde, irgendwo hinzureisen und zu spielen, handele ich vorher je nach Anlaß auch unterschiedliche Honorare aus. Bei kommerziellen Veranstaltungen scheue ich mich nicht, für mich und meine Mitspieler einen gesunden Betrag, angenehme Spielbedingungen, kostenfreies Parken, Verpflegung und evtl. sogar kostenfreie anständige Unterbringung auszuhandeln. Dies ist bei mehrtägigen Veranstaltungen Standard, ebenso wie eine Haftung des Veranstalters gegen Beschädigung meiner Instrumente.
Bei derartigen Auftritten bleibt auch schon mal ein 'Hunni' übrig. Prima und Danke an die Veranstalter!
Und nur so ist es möglich, die Kosten meiner Auftritte für ALLE (auch für mich) Interessierte in Grenzen und überschaubar zu halten. Dann kann ich auch für beispielsweise 50 Euro einen Nachmittag für ein Rentnerehepaar zur goldenen Hochzeit spielen oder zum Sommerfest eines Kindergartens incl. Kinderdiplom, Abzeichen, Belohnungen und alle diese Sachen, die den Kindern eine bleibende angenehme Erinnerung an den Drehorgelsmann vermitteln.
Meine Empfehlung:
Nehmen wir, was die Veranstalter uns bieten und seien wir mindestens doppelt so gut, wie es das Honorar verspricht.
Euer
Herbert
Signatur Gemeinsam geht's besser!
Wer sich der Sonne zuwendet,
hat den Schatten hinter sich! |
Drehorgellui  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 27.01.2006 Beiträge: 42 Nachricht senden | Erstellt am 09.09.2006 - 14:26 |  |
Genau ins schwarze getroffen Herbert,
so sehe ich es auch:
Wenn mich einer direkt anfordert für welches Fest auch immer........dann hat das seinen Preis, wie jede andere Dienstleistung auch.
ruft z.b. eine Betreuerin einer Einrichtung für Behinderte an, weil sie ihren Schützlingen einmal was besonderes bieten will........ dann verlangt der Ludwig nur ein wenig Spritzuschuß´....
ruft aber ein Herr Dr. Dr. Dr. an, weil er seine verzogene Tochter im besten und teuersten Haus verheiratet.......... na dann......... wär ich ja dumm, wenn ich für ein Apfel und Ei spielen würde.
ruft ein Kollege an, weil er einfach mal wieder mit mehreren spielen will, fahre ich da einfach hin weil ich diesen Kollegen vielleicht sehr gerne mag und ihn auch sehen will.........
so läufts auch bei mir............ und nicht immer ist das Geld der entscheidende Faktor.... auch wenns vielleicht nicht jeder glaubt........ aber ich lehne durchaus auch Termine ab.....entweder weil mir viell. der Auftraggeber nicht liegt oder weil jemand meint er bekommt mich oder den Verbund für ein Dankeschön..........
also Feigling unregistrierter............ schau in deinen Spiegel........... falls noch was zu sehen ist, vor Feigheit....
In diesem Sinn
Ludwig
Signatur Musik die von Herzen kommt !!! Oberpfälzer Drehorgelorchester |
Octavio  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 31.01.2006 Beiträge: 14 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2006 - 14:09 |  |
Hallo Ludwig,
man merkt das hat Dich doch sehr getroffen.
Im Prinzip hast Du ja recht.
Doch, wenn man seine Meinung öffentlich macht, muss man auch mit "Scheltde" rechnen. Und gerade dieses Thema ist brisant. Ich denke, die meisten Spieler handeln so wie es Herbert beschrieben hat. Auch ich richte meine Preisgestaltung für die verschieden gelagerten Auftritte so aus.
Aus meiner Erfahrung kann ich nur sagen, Die, die immer Predigen sich nicht "unter Preis zu verkaufen", was das auch immer heißt,gehen nach dem gleichen Muster vor; NÄMLICH: " Mir ist der Spatz in der Hand lieber,als d. Taube.....usw!"
Und weil wir gerade bei den Tieren sind, Futterneid ist die Motivation solcher Aussagen.
Auch ich betrachte mein Drehorgelspiel als Hobby und muß meinen Lebensunterhalt nicht damit verdienen. Freue mich aber über jeden Euro den ich freiwillig durch mein/unser Spiel bekomme.
Viel schlimmer sind doch solche Kollegen, die mit offenem Behältnis für karitative Zwecke sammeln und dabei den Eindruck vermitteln jeder Euro Wurfgeld(Spende) fliesst der Organisation zu.
Wenn die Öffentlichkeit auf solche Spielchen einmal aufmerksam wird, sieht es für unsere Straßenmusik in Zukunft sicherlich schlecht aus.
Lieber Drehorgelfreund Ludwig, jeder versucht mit dem schönen Hobby ein bisschen Geld zu verdienen und dort wo Leistung produziert wird, klappt es auch.
Den Leierkastenspielern wird es immer schwerer werden das richtige Publikum zu finden. Auch nicht über das Honorar. Qualität ist gefragt und hat auch seinen Preis.
In diesem Sinne grüßt alle Drehorgelfreunde
Klaus Steinborn vom Großensee
Signatur Die fröhliche Drehorgel vom Großensee |
Drehorgellui  User aus Leidenschaft
   

Status: Offline Registriert seit: 27.01.2006 Beiträge: 42 Nachricht senden | Erstellt am 11.09.2006 - 17:18 |  |
Hallo Klaus,
also ich wollte niemandem auf die Füße treten oder jemanden beleidigen.............
Wie ich schon gesagt, ich differinziere bezüglich meiner Forderungen........... und ich und auch meine Kollegen aus dem Oberpfälzer Drehorgelorchester spielen mal für Nix und gar Nix, oder eine Brotzeit..... weil uns halt das Hobby Drehorgelspielen sehr wichtig ist und auch gefällt.
Ja es gibt dann die anderen........die nur die Gage sehen......... und immer höher und höher treiben...... die mein ich......... und was das sammeln mit den Dosen betrifft, wo ein Pickerl drauf ist.........für wenns sein soll !!!! da hab ich meine Erfahrungen damit in Regensburg gemacht.
Aber wenns interissiert......... ich verlange für zwei Stunden incl. Anfahrt bis 50 km 90.00 Euro.
Der Verbund verlangt zu Dritt Euro 150.00 Euro für zwei Stunden......... und ich weiß das wir damit in der untersten Preiskategorie spielen... aber wie schon erwähnt.......... nicht der schnöde Mamon ist es......... sondern der Spaß.
Aber was solls............. ich will ja nur eine Diskussion darüber anstoßen und viell. ein wenig zum nachdenken anregen, warum die Festivals und Treffen usw................ immer weniger werden.
WEILS HALT KEINER MEHR BEZAHLEN KANN.
Grüße aus Regensburg
Ludwig
Signatur Musik die von Herzen kommt !!! Oberpfälzer Drehorgelorchester |
<dreho> unregistriert
| Erstellt am 03.10.2006 - 00:44 |  |
Hallo Drehorgelfreunde,
an und für sich ist mir die Gage wurst.
Was habe ich davon, wenn ich € 100 für 20 Minuten spielen erhalte, wenn ich im nachhinein sagen muss, es hat sich spielerisch nicht gelohnt die Kleidung anzuziehen und die Drehorgel einzupacken?
Ein Geburtstag wie der letzte, bei dem ich schlussendlich vom Mittagessen bis weit über das Abendbrot geblieben bin, als willkommener Gast geblieben bin und schlussendlich als Freund der Familie gegangen bin, das sind doch die Höhepunkte eines Drehorgelspielers.
Am Abend habe ich jedenfalls auf die Gage sogar verzichtet, weil es einen solchen Anlass wohl in meiner Laufbahn nicht mehr geben wird.
der Dreho
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Orgelsmann  Power User
    

Status: Offline Registriert seit: 25.01.2006 Beiträge: 104 Nachricht senden | Erstellt am 07.10.2006 - 21:34 |  |
Lieber Dreho!
Sicher wird da etwas verwechselt. Auch bei mir steht nicht die Gage im Vordergrund und Fälle wie von Dir geschildert, gibt es Gott sei Dank immer mehr.
Bei der Frage nach Gage oder Kostenersatz sollte man eigentlich nach der 'Gegenleistung' fragen. Und diese kann und sollte durchaus in gegenseitiger Wertschätzung bestehen.
Doch wenn ein Drehorgelspieler 'geordert' wird, dann darf im Vorfeld und auch generell nach einem entsprechenden Gegenwert Ausschau gehalten werden.
Ein schlechtes Beispiel ist es, wenn wir für den Aufbau eines Elefantendorfes im Osten spielen und wir KEIN Behältnis für Wurfgeld aufstellten, wenn dann eine Mitspielerin ganz enttäuscht fragte: "Und wie sollen wir unser Fahrgeld zusammenkriegen?"
Diese Dame sollte das Drehorgelspielen sein lassen und Markthändlerin werden.
Dies meint
Orgelsmann
Signatur Gemeinsam geht's besser!
Wer sich der Sonne zuwendet,
hat den Schatten hinter sich! |