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Dominik 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 19.05.2004 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 14:36 |  |
Hallo,
in den nächsten Tagen werde ich einen Johannisbeer-Met ansetzen. Als Hefe wollte ich eigentlich die Bioferm-Killer-Hefe verwenden. Wenn ich jetzt aber so drüber nachdenke, kann ich mir vorstellen, daß ein Met mit 18% oder mehr gar nicht mehr gut schmeckt.
Da ich mir keine neue Hefe kaufen will (schon wiede Versandkosten ), meine Frage: Kann man die Gärung irgendwie vorzeitig abbrechen? Im Internet hab ich einiges gefunden... Abbruch durch Schwefeln, Kälte, etc. (was ja irgendwie ziemlicher Blödsinn ist). Ich hab zwar solche Steril-Filter daheim, aber um die einsetzen zu können, müßte der Met ja erstmal geklärt sein (und wenn er noch richtig gärt, klärt er sich ja nicht). Oder kann man den Met anschließend mit Wasser verdünnen, um so den Alkoholgehalt zu reduzieren? Das wäre aber sicherlich für den Geschmack auch nicht unbedingt zuträglich...
Grüße, Dominik
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14295 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 15:17 |  |
Zum Thema Gärstop siehe die Homepage:
www.fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html
Das Verdünnen mit Wasser müsste man ausprobieren. Dem Geschmack und der Säurebalance wird es feilich nicht zuträglich sein. Dann aber zur Sicherheit das Wasser erst zugeben und dann alles Sterilfiltrieren. Man kann ja nie wissen, was im Wasser alles drin ist 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Dominik 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 19.05.2004 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 15:50 |  |
Hm, schon wieder ein Kapitel, daß ich anscheinend nicht genau genug gelesen hab  Stimmt, ist ja eigentlich die naheliegenste Lösung, nur soviel Zucker zuzugeben, bis der gewünschte Alk.gehalt erreicht ist, und dann zu sterifiltrieren.
Hoffentlich klappt das mit der Filtration dann auch 100%ig. Denn im Prinzip würde ja schon eine Hefezelle in einer Flasche reichen, um diese früher oder später zum explodieren zu bringen.
Grüße, Dominik
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14295 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 15:53 |  |
so ist es theoretisch reicht eine einzige Zelle... Wie groß das Problem in der Praxis ist, haben wir aber noch nicht ausprobiert.
Jendenfalls ist das ist der Grund, weswegen wir unsere Ansätze meist bis zum bitteren Ende durchgären, mit den bekannten Auswirkungen auf die Leber.
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6298 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 19:29 |  |
@Dominik
Bist du denn sicher, dass die Hefe bis 18 % kommt. Das würde ich erst mal ausprobieren und dann erst weitere Schritte überlegen.
Vielleicht ist der Gedanke etwas absurd, aber wenn du Stoffe mit Äterischen Ölen dabeigibst, geht nach meiner Erfahrung der Alkohol nicht so hoch. Vielleicht wären da eine Handvoll Rosenblätter zu nennen. (Hagebuttenblüten)
Ist Geschmacksache, habe ich mit Honig noch nicht probiert.
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 14295 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2004 - 22:09 |  |
Dem kann ich nur zustimmen. In Kombination mit etherischen Ölen und Honig haben wir auch oft beobachtet, dass die Hefen einige % weniger Alkohol bilden. Auch mit den Super-Duper-Alkohol-Hefen erreichen wir in der Regel maximal 15-16%, bei Problemweinen eher ein Tick weniger. Und ein Met mit 15% schmeckt sehr gut 
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
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Dominik 100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 19.05.2004 Beiträge: 196 Nachricht senden | Erstellt am 13.08.2004 - 11:17 |  |
Hi,
auch eine interessante Idee! Ich denke geschmacklich würden da Holunderblüten gut dazu passen... nur wo bekomm ich die her, die Holunderblüte ist ja schon längst vorbei  Naja, werd mich mal umschaun...
Grüße, Dominik
PS: Laut Angaben von Brouwland macht die Hefe 18%. Hab jetzt auch noch irgendwo gelesen, daß sie unter sehr guten Bedingungen sogar noch mehr machen kann. Aber stimmt natürlich, Herstellerangaben sind immer so 'ne Sache... Also ich würde sagen alles zwischen 12-16% ist im grünen Bereich, aber ~18%, das ist zu viel (man will ja vom Met auch mehr als nur ein Schnapsgläschen trinken)
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SirDrinkalot

Status: Offline Registriert seit: 21.12.2008 Beiträge: 0 Nachricht senden | Erstellt am 13.08.2004 - 18:13 |  |
@all
Hi Leute, Hi Dominik,
ist das mit diesen "Turbo-Hefen" nicht ziemlicher Blödsinn? Habe mal die Besitzerin meines Weinladens befragt, und sie sagte statt solchem Zeugs könnte ich auch gleich Backhefe verwenden [wäre genau so gut kontrollierbar und würde den selben Kopf am nächsten Tag machen ]. Außerdem liefert Portweinhefe laut Herstellerangaben...(lol)... auch bis zu 18%. Bitte nicht falsch verstehen Dominik, will niemanden angreifen! Mache nämlich dieses WE auch einen Johannesbeer-Metansatz (schönes Wort?!?) und habe natürlich auch hin und her überlegt, welche Hefe usw. Wünsche dir /euch viel Erfolg und lass mal was hören bzw. lesen wenn erste Ergebnisse da sind!
Gruß,
Tino
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Birgit  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 03.04.2004 Beiträge: 7875 Nachricht senden | Erstellt am 13.08.2004 - 18:39 |  |
Nun ja,
die Killerhefen nicht mit den Turbohefen verwecheln. Die Killerhefen produzieren Stoffe die andere Hefen unterdrücken und dadurch ist die Gärung besonders sauber. Wenn man also belastetes Gärgut hat, eine alternative zum Schwefeln. Die Turbohefen sind Hefen fürs Brennen, es sind Fertigmischungen mit Hefenährsalz und allem drum und dran. Sie werden häufig für sogenannte Zuckermaischen eingesetzt und sollen möglichst geschmackneutral sein, beim Brennen wird das halt so gewünscht.
Bei der Killerhefe ist die hohe Alkoholtoleranz halt nur ein Nebeneffekt mit dem man umgehen muß.
Birgit
Signatur Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers, sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines; nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)
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