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Professore ...
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 09:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Geognost schrieb
    Hier muß ich Dir widersprechen Quarz ist weder chemisch noch mineralogisch mit Glas zu vergleichen


Ahh, da kennt sich einer aus!

Ich hab es nicht chemisch oder mineralogisch gemeint, sondern morphologisch. SiO2 amorph ist Glas (rein als Quarzglas, mit Zusätzen E-Glas usw.), SiO2 kristallin ist Quarz.

Gruß

Jochen





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geognost 
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 10:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als blindes Huhn find ich auch ab und an ...

Gruß geognost




MetNewbi 
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 19:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo,

ich hatte schon mal vor längerer Zeit meine Vermutung über das Zustande kommen der Versprödung des Glases hier niedergeschrieben.
Um das Glas bei niedrigeren Temperaturen schmelzen zu können, wird dem Sand Kalk, Kaliumcarbonat (Pottasche) und Natriumcarbonat (Soda) zugesetzt. Bruchsicheres Glas wird in Kaliumsalz eingelegt erhitzt. Dabei wandern K-Atome in die Obefläche des Glases und ersetzen dort Plätze von Na-Atomen im Gitter. K-Atome sind allerdings größer. So entsteht eine mech. Spannung an der Oberfläche. Bei mech. Belastung, wo Glas normalerweise bricht, reißt durch Kerbwirkung eine Unebenheit weiter. Durch die Vorspannung in der Oberfläche (durch das K) bricht das gehärtetes Glas aber eben nicht, da die Vorspannung und die Belastung sich kompensieren. Wenn man derartig behandeltes Glas aber sehr grob belastet, dann zefliegt es explosionsartig in kleine Splitter. (Hatte ich mal mit so einem schwarzen 8-eckigen Glasteller erlebt, die auf die Fliesen fiel)
Bei der Alterung ist es meiner Meinung nach genau umgekehrt. Die meisten Reiniger sind Natrium basiert. (Na-Seifen, Natronlauge, Pitt, Oxireininiger besteht meist aus Percarbonat...) Dadurch werden K Atome aus der Oberfläche durch kleinere Na Atome aus den Reinigern ersetzt, es entsteht "Zug" auf der Oberfläche. Säureeinwirkung (Fruchtsäure, saure Reiniger, tun ihr Übriges.
Dadurch wird die Oberfläche anfälliger für Stöße, als sie es ursprünglich mal war.
Ich hoffe, ich konnte meine Gedankengänge einigermaßen verständlich darlegen

Gruß Gerald




Professore ...
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...   Erstellt am 16.09.2009 - 21:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Interessante Technik. Ich war immer der Meinung, dass die Vorspannung beim Sicherheitsglas durch
definiertes Abkühlen erzeugt wird. Aber das gilt vielleicht nur für die Autoscheiben.

Allerdings werden unsere Ballons sicher aus Kalk-Natron-Glas ("Flaschenglas") hergestellt und das ist nicht
bruchsicher, wie schon viele leidvoll erfahren mussten.

Dass die Ballons mit der Zeit "mürbe" werden führe ich auf mikroskopische kleine Risse auf der Oberfläche
zurück, die während des Gebrauchs entstehen (u.a. Glaskorrosion durch die von Dir beschriebenen Chemikalien)
Durch die Kerbwirkung geht dann der Ballon schon bei sehr geringen Belastungen kaputt.

Gruß

Jochen





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geognost 
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 08:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Schön was es hier neben der Weinbereitung rundherum noch zu erfahren gibt .... Trotz all der Bruchgefahr, der Alterung etc. sind bei mir die Glasballons als Gärbehälter klar in der Mehrheit, da gegenüber anderen Materialien meiner Meinung nach die positiven Eigenschaften überwiegen.

Gruß geognost

[Dieser Beitrag wurde am 17.09.2009 - 08:16 von geognost aktualisiert]




vladdi78 ...
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 13:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Professore schrieb

    Dass die Ballons mit der Zeit "mürbe" werden führe ich auf mikroskopische kleine Risse auf der Oberfläche
    zurück, die während des Gebrauchs entstehen (u.a. Glaskorrosion durch die von Dir beschriebenen Chemikalien)
    Durch die Kerbwirkung geht dann der Ballon schon bei sehr geringen Belastungen kaputt.


Nicht zu vergessen die Mikrorisse die entstehen, wenn man aus Versehen mit dem Glasballon an den Danebenstehenden oder an die geflieste Wand im Bad dotzt. Das Herz bleibt für einige Sekunden stehen, man erstarrt zur Salzsäule, doch das Glas verzeiht es einem, und man kommt wieder runter. Und dann, eines Tages beim "ordentlichen Saubermachen" machts *peng* ... und die Theorie des Fließenden Glases bekommt plötzlich wieder eine ganz neue persönliche Relevanz.

Ach ja: Fließendes Glas gibts doch! --> Guckst du hier!

Und für die älteren Semester hier noch ein Klassiker, der mir beim Lesen dieses Threads ganz spontan in den Kopf kam!

... hab ich schonmal erwähnt, daß es in meinem Kopf ganz lustig zugeht?

Edit(h) hat rausgefunden, warum mir spontan die Petrophaga lorioti beim Lesen in den Sinn kam: Laut Wikipedia ernährt sich dieses possierliche Tierchen von Silicaten ... vor 20 Jahren gesehen und ich erinnere mich immer noch daran. Aber keine Ahnung, was ich gestern gegessen habe...

[Dieser Beitrag wurde am 17.09.2009 - 13:20 von vladdi78 aktualisiert]





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geognost 
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 13:37Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen



Gruß geognost




Professore ...
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...   Erstellt am 17.09.2009 - 16:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


vladdi78 schrieb
    ...vor 20 Jahren gesehen und ich erinnere mich immer noch daran. Aber keine Ahnung, was ich gestern gegessen habe...


Alzmeier?

Gruß

Jochen





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Hans1989 ...
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...   Erstellt am 15.10.2009 - 13:58Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hatte mal einen alten 50 Liter Ballon das Alter betrug ungefähr 30 Jahre der war auf einer sehr großen Fläche gerademal 1 mm dick.
Boden und Hals sehr dick aber Äquator sehr dünn.
Doch vor etwa 3 Jahren kam der Supergau ich befüllte ihn gerade mit Wein der geklärt werden sollte er war fast voll und plötzlich hörte ich ein Knacken und ca. 40 Liter Rotwein ergossen sich in mein Wohnzimmer.
Seitdem benutze ich nur noch Ballons mit einem Fasungsvermögen von 25 Litern.
Ergebnis: 40 Lieter Wein beim Teufel
Auslegeware ruiniert
Tapeten und Dielung ruiniert
( Komplettsanierung des Wohnzimmers )




vladdi78 ...
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...   Erstellt am 15.10.2009 - 14:12Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mein persönlicher Horror! Ich hab auch einen Dielenboden, das Zeug kriegst du ja nie wieder aus dem Holz raus! Ganz zu schweigen von dem Raum unter den Dielen!

Deshalb hab ich mit meinen 60L-Gefäßen erstmal den Test gemacht, und hab sie (in der gefließten Küche) bis oben hin mit Wasser gefüllt (mußte ich sowieso, um außen eine Skala anzubringen), und hab sie über Nacht stehen lassen. Alternativ wäre aber so eine Plastikwanne noch eine greifbare Alternative! Oder falls Du dir einen Korb selber basteln möchtest: ringsrum (von innen) mit dicker Folie auslegen. Der Wein könnte nach dem Bruch zwar ungenießbar werden, aber immerhin bleibt die Soße fern von Möbeln und Wänden...





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