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sabine 
Frauchen & Dosi




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...   Erstellt am 10.05.2006 - 23:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


... tja, ist nun die Katze für uns Hunde Freund oder Feind ?
Ich versuchs Euch mal zu erklären :



Grundsätzlich sollte man wissen, dass die Katze andere Tiere in drei Gruppen einteilt:

* in große Tiere … so wie mich, wuff wuff
* in potentielle Beutetiere ... dass bin ich leider auch manchmal, zähnefletsch RRRRRRR ! .... und
* in persönliche Bekannte … dass bin ich auf jeden Fall, wuff wuff !

Große Tiere beachtet man am besten nicht oder geht ihnen vorsichtshalber aus dem Weg.

Gute Bekannte, ob groß oder klein, werden immer freundschaftlich behandelt. Auf diese Weise kommt die Katze – zumindest aus ihrer Sicht mit allen anderen Tieren klar. Natürlich wünscht Miez nicht unbedingt Konkurrenz im eigenen Heim.

Kleintiere werden zwar kaum als solche beachtet, wohl aber den Hund.

Überhaupt ist die Beziehung zwischen Katze und Hund ein Kapitel für sich.



“Die beiden leben wie Hund und Katz“ sagt der Volksmund von zwei Menschen, die sich ständig streiten. Dabei sind Hund und Katze in Wirklichkeit durchaus zur friedlichen Koexistenz in der Lage – vorausgesetzt, der Mensch übt keinen negativen Einfluss aus. Leider gibt es immer noch Leute, die ihren Hund auf Katzen hetzen. Dass dieser Hund Katzen „nicht leiden kann“ bzw. sie als jagdbare Beute betrachtet, versteht sich von selbst. Die Katze ihrerseits fürchtet den Hund und flieht normalerweise. Nur ganz selten stellt sie sich ohne Not und geht von sich aus zum Angriff über ... und gegen einen kampferprobten Kater hat selbst ein großer Hund keine Chance ! Ey Leute … dass durfte ich leider schon am eigenen Leib spüren, als Mecky aus der Nachbarschaft … obwohl ich ihn nur begrüßen wollte, wirklich ! … zum Angriff überging und sich so tolle, richtig tolle in meinem Nacken fest biss ... jaul, jaul ... dass ich Fersengeld geben musste. Ich kam mir damals vor wie ein junges Rodeo-Pferd. War das ein BÖSER KATER !


Die Friedfertigkeit zwischen Hund und Katze in südlichen Ländern (dort hebt der Hund nicht mal den Kopf, wenn eine Miez vorbeischleicht) ist mit der hiesigen Situation nicht zu vergleichen und hier völlig anders: Katzen und Hunde kommen relativ selten zusammen und haben normalerweise keine Gelegenheit, unbeeinflußt näheren Kontakt aufzunehmen. Kein Wunder, dass der Hund die KATZE als HOCHINTERESSANTES WESEN betrachtet, das er gern mal vor die feine Nase bekommen würde. Auch Mieze hat im Grunde nichts gegen eine Bekanntschaft – aber bitte, ganz behutsam unter Wahrung aller Anstandsregeln !!! … und damit beginnen die Missverständnisse.


Katze und Hund haben eine völlig konträre Lebensauffassung und sprechen verschiedene Sprachen. Der Hund ist spontan und führt seine Vorhaben ohne Umschweife aus. Also marschiert er direkt auf die Katze zu und sieht sie dabei auch noch an ! Das erscheint dieser äußerst gefährlich. Sie dreht sich normalerweise um und rennt davon. Sofort nimmt der Hund die Verfolgung auf. Erst durch das Weglaufen wird die Katze für ihn zum x-beliebigen Beutetier.


Katzen mit Hundeerfahrung bleiben oft ruhig sitzen. Sie haben ein sicheres Gefühl dafür, ob ein gefährlicher Katzenkiller oder nur ein neugieriger Vertreter der bellenden Art herantrabt. Der arglos Kontaktsuchende freut sich, endlich einmal einer Katze nahe zu kommen. Er weiss ja nicht, dass seine freundlich wedelnde Rute bei dem Minitiger Argwohn auslöst. Unter Katzen bedeutet schließlich ein schlagender Schwanz nichts Gutes. Und sofort begeht der Hund den nächsten Fehler: Er hebt ohne viel Federlesen den Schwanz der Katze hoch, um mit kalter Nase die „Visitenkarte“ zu kontrollieren. Eine Unverschämtheit ! Solche Vertraulichkeiten gesteht Mieze nur sehr guten Freunden zu. Eine gutmütige Katze dreht sich weg und warnt den Hund, indem sie die Vorderpfote hebt und die Ohren anlegt. Der Hund jedoch kapiert schon wieder nicht, sondern sieht in dieser Geste eine Aufforderung zum Spiel. Nu reicht`s der Katze endgültig! Sie holt blitzschnell aus, feuert ein/zwei gezielte Hiebe auf die Hundeschnauze ab und bringt sich schleunigst in Sicherheit. Der Hund gerät außer sich nach dieser unfairen Attacke und handelt künftig je nach Veranlagung:

Der UNBELEHRBARE macht immer wieder denselben, erfolglosen Kontaktversuch.

Der KLUGE … und dazu gehöre ich … nähert sich Katzen vorsichtiger oder geht ihnen ganz aus dem Weg.

Der AGGRESSIVE verhängt Sippenhaft und jagt jede Katze in die Flucht.


Generell fühlt sich eine Katze dem Hund haushoch überlegen (... leider ! dass kenn ich auch von unseren Coonis ...) selbst dann noch, wenn er sie gerade auf einen Baum gescheucht hat ... ha, dass hab ich auch schon gemacht mit eener, die draussen rumlief, wuff wuff. Die Katze sitzt oben und blickt verächtlich auf dieses aufgeregt herumtobende Wesen hinunter, das nicht einmal klettern kann. Hat Mieze gute Laune, dann spielt sie gern „Hund provozieren“. Sie schätzt genau richtig ab, wie weit z.B. die Kette von Nachbars Schäferhund reicht und spaziert ihm knapp an der Nase vorbei. Er führt natürlich einen Höllentanz auf. Vielleicht simuliert die Miez sogar noch einen kleinen Angriff mit Buckel und Fauchen und so. Erst wenn Hundili voll in Rage ist, gibt die Katze zufrieden auf.

Wenn Katze und Hund gemeinsam aufwachsen, dann entwickelt sich eine richtige Freundschaft. Man lernt die jeweilige Fremdsprache von klein auf – nicht nur verstehen, sondern sogar zu sprechen. Die Katze benimmt sich teilweise wie ein Hund und umgekehrt. Die Katze fühlt sich allerdings nur diesem einen Hund so eng verbunden. Fremde Vertreter werden mit äußerster Skepsis behandelt. Bringt man beide Vertreter im Erwachsenenalter zusammen, ist das problematisch, aber nicht unmöglich. Der Mensch sollte möglichst wenig eingreifen, keinerlei Zwang ausüben und die Tiere ihre Angelegenheit weitgehend selbst regeln lassen, denn das geht meist schneller als man denkt, Voraussetzung ist natürlich man hat einen Hund der Kategorie „KLUG oder auch UNBELEHRBAR“, wie oben beschrieben.



Denn einen großen Vorteil hat man noch:
Ähnlich dem „Welpenschutz“ gibt`s im EIGENEN REVIER den sog. BURGFRIEDEN .... oder anders ausgedrückt: Aggressionshemmung. Also Leute, auf einen Versuch kommt es an !



In dem Sinne “Gute Zusammenführung”

Euer Ayk,
der ein 3-Wochen altes Katzenbaby während eines Spazierganges mit Frauchen fand und adoptierte. Mehr dazu unter: PINKY

[Dieser Beitrag wurde am 15.06.2006 - 22:23 von sabine aktualisiert]





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