Jay  Amöbe

Status: Offline Registriert seit: 26.08.2005 Beiträge: 17 Nachricht senden | Erstellt am 03.09.2005 - 15:53 |  |
Ich bin ja echt überrascht,alle möglichen Tiere habt ihr hier, aber die Jetie's habt ihr vergessen Jay

[Dieser Beitrag wurde am 03.09.2005 - 22:11 von DeeJay aktualisiert]
Signatur Hamster beissen, Katzen kratzen, Pferde schlagen aus, nur ein Hund darf sich nicht zur wehr setzen...
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DeeJay  Administratorin
         

Status: Offline Registriert seit: 15.08.2005 Beiträge: 822 Nachricht senden | Erstellt am 05.09.2005 - 18:44 |  |

Frettchen sind als Haustiere mit Sicherheit schon lange vor Christi Geburt bekannt gewesen. Freilich waren sie nie Streicheltiere sondern stets Jagdhelfer. Sie wurden besonders bei der Kaninchenjagd eingesetzt und dienten außerdem dazu,Haus und Hof von schädlichen Nagetieren zu befreien. Als man Katzen als die besseren Mäusefänger und kleine Hunde als zuverlässigere Jagdhelfer erkannte, verlor das Frettchen seine Sonderstellung. Unsere Zeit hat es als Haustier entdeckt, weil ihm der Ruf des Besonderen anhaftet. Und das Frettchen ist tatsächlich ein besonderes Tier. Es wird gleichermaßen zahm, wie ihm seine Wildheit erhalten bleibt, es lernt schnell an der Leine zu gehen, und es veschwindet für Wochen oder auch für immer, wenn es die Gelegenheit dazu hat. Es kuschelt gerne und beißt doch ganz unerwartet zu, es läßt sich gerne herumtragen, und wenn es ihm plötzlich nicht mehr paßt, aktiviert es seine Stinkdrüse. Spätestens dann begreift man,dass Frettchen zur Familie der Iltisse gehören, denn ihr Geruch ist heftig und unverwechselbar. Wohnungs- und auch Einzelhaltung sind zwar möglich, für die Tiere aber nicht ideal, sie lieben einen artgleichen Partner und Luft, Licht und Sonne. Zumindest ein Balkon sollte ihnen zur Verfügung stehen. Wie groß ihre Behausung sein soll erkennt man, wenn man überlegt, was alles seinen Platz darinnen finden muß: einige Klettergerüste, ein Schlafhäuschen,Futternäpfe, Wasserschüssel und eine Toilette, die in der Größe einem Katzenklo entsprechen muss. Als Grundmaß nimmt man 150 mal 70 Zentimeter bei einer Höhe von etwa 70 bis 100 Zentimetern für einen Frettchenkäfig an, der aus Holz gebaut und mit Maschendraht abgesichert sein soll. Der Boden des Käfigs soll wasserbeständig sein, die Vorderseite muß gut verschließbare Türen haben. Der Jäger bleibt im Frettchen immer erhalten. Bei Freiläufen im Garten muß man sicher sein, dass keine freilaufenden Kleintiere wie Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster in der Nähe sind, das nämlich könnte für diese ein verhängnisvolles Ende nehmen. Mit Hund oder Katze könnte das Frettchen hingegen durchaus eine Freundschaft entwickeln. Die wirkliche Gefahr für Frettchen liegt in dem Umstand, dass man es nicht ständig im Käfig halten kann, sondern ihm auch in der Wohnung Auslauf ermöglichen muß. Und da fühlt sich das muntere und überaus neugierige Tier von nahezu allem angezogen, was es zum Schlüpfen und Stöbern benutzen kann. Eine Waschmaschine, in der sich gemütlich niederläßt, ein Trockner oder ein Geschirrspüler werden da leicht zur lebensgefährlichen Falle, heiße Öfen oder Herdplatten ebenso. Wenn man diesem unglaublich schönen und liebenswerten Tier alles bieten kann, was es braucht, um glücklich zu sein, und sich weder an seiner Lebhaftigkeit noch an seinem strengen Geruch stößt, dann hat man sicher ein ganz besonderes Haustier — und einen Full-Time-Job für die nächsten 5 bis 6 Jahre.
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