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Charlotte Administrator Status: Offline Registriert seit: 02.10.2005 Beiträge: 6744 Nachricht senden |
![]() Rosa Luxemburg wird am 5.März 1871 in Zamosc (Russisch-Polen) geboren. Ihr Vater war ein wohlhabender jüdischer Holzhändler. Mit 4 Jahren erkrankt sie an einem Hüfleiden, was sie lebenslang gehbehindert bleiben läßt. 1887 macht sie ihr Abitur in Warschau.Weil sie aber damals schon eine "oppositionelle Haltung" einnimmt, wird ihr Goldmedaille für ihre ausgezeichneten Noten,nicht überreicht. 1889 kommt sie in die Schweiz, weil sie Warschau wegen drohender politischer Verfolgung verlassen muß. Dort lernt sie ihre erste große Liebe, Leo Jogisches kennen. Sie wird in dem Kreis um Lenin,Paul Axelrod und Wera Sassulitsch aufgenommen. In Zürich studiert sie Philosophie, wechselt aber 1892 zu Nationalökonomie über. Ein Jahr später wird sie Chefredakteurin bei einer polnischen Zeitung in Paris und gründet zusammen mit Leo Jogisches die "Sozialdemokratische Partei des Königreichs Polen". Um die deutsche Staatsbürgerschaft zu erlangen heiratet sie 1897 Gustav Lübeck, von dem sie 1903 geschieden wird. Sie tritt in die SPD ein und engagiert sich jetzt sehr aktiv am politischen Tagesgeschehen. Ihre Schrift "Sozialreform oder Revolution" erscheint und bei einem Parteitage referiert sie aufsehen erregend über „Bernsteinschen Revisionismus“ . Andere Vorträge folgen , sie lernt Klara Zetkin kennen und muß zum ersten mal, wegen Majestätsbeleidigung, eine 3monatige Haftstrafe antreten. Nun wird der Wechsel, zwischen mit aller Kraft forcierter politischer Tätigkeit und Haftrafen symptomatisch für ihr Leben. 1906: 4-monatiger Gefängnisaufenthalt nach Festnahme in Warschau. Nach dem sie sich von Jogisches trennt, lebt sie mit Konstantin Zetkin zusammen, doch diese Beziehung hält gerade ein Jahr. Als 1914 der 1. Weltkrieg ausbricht und die SPD-Fraktion am 4. August die Kriegskredite bewilligt, ist das wohl der schwärzeste Tag in Rosa Luxemburgs Leben. Sie schreibt an Karl Liebknecht: „Gelingt es nicht, nach dem Kriege eine regelrechte und diesmal auch für den Kriegsfall ernst gemeinte Absage des internationalen Sozialismus an den Imperialismus und Militarismus unter allen ihren Vorwänden zu erreichen, dann kann sich der Sozialismus begraben lassen, oder er hat sich dann vielmehr schon selbst begraben. Die Klärung nach dem Kriege wird über das Sein oder Nichtsein des Sozialismus entscheiden.“ Am 18. Februar 1915 tritt sie erneut eine Haftstrafe von einem Jahr, diesmal in Berlin, an – sie war bereits im Februar des vorherigen Jahres verurteilt wurden. Am ersten Januar 1916 - 21 Tage vor Rosa Luxemburgs Entlassung- versammelt sich die „Spartakus-Gruppe“ zum ersten Mal. Bei der daraufhin improvisierten 1. Maifeier in Berlin wird Karl Liebknecht – ihr langjähriger Freund und Mitarbeiter – verhaftet und zu einer mehrjährigen Zuchthausstrafe verurteilt. Am 10. Juli des gleichen Jahres wird sie selbst in „Schutzhaft“ genommen und muss Aufenthalte in verschiedenen Gefängnissen über sich ergehen lassen, bis sie im November 1918 von revolutionären Arbeitern befreit wird und nach Berlin zurückkehrt. Trotzdem hält sie sich nie aus der Politik fern. Und arbeitet an der wiedererscheinenden Spartakisten-Zeitung „Rote Fahne“ mit. Verfasst das Programm des Spartakusbundes. 15.Januar 1919 Gemeinsam mit Karl Liebknecht wird sie von Soldaten der Garde-Kavallerie-Schützendivision verschleppt. Sie werden im Eden-Hotel verhört und misshandelt. Wahrscheinlich beim Abtransport wird Rosa Luxemburg ermordet. Ihre Leiche wird in den Landwehrkanal geworfen. 8. Mai 1919: Die Angeklagten in den Mordfällen Liebknecht und Luxemburg erhalten Strafen zwischen 6 Wochen Stubenarrest und 2 Jahren Gefängnis! 31. Mai: Im Landwehrkanal wird Rosa Luxemburgs Leichnam gefunden. Nach Adolf Hitlers Machtergreifung gewährten die Nationalsozialisten den verurteilten Mördern des 15. Januar 1919 Amnestie und Haftentschädigung. Ihr Anführer Pabst ging straffrei aus. Nach einer Zeit des Exils in der Schweiz kehrte er in die Bundesrepublik zurück, wo er sich den Neonazis anschloss. Er starb 1970. In seinem Nachlass fand sich ein Tagebuch mit folgendem Eintrag: „Dass ich die Aktion ohne Zustimmung Noskes gar nicht durchführen konnte – mit Ebert im Hintergrund – und auch meine Offiziere schützen musste, ist klar. Aber nur ganz wenige Menschen haben begriffen, warum ich nie vernommen oder unter Anklage gestellt worden bin. Ich habe als Kavalier das Verhalten der damaligen SPD damit quittiert, dass ich 50 Jahre lang das Maul gehalten habe über unsere Zusammenarbeit! Am 26.01.2006: Zehntausende haben am Sonntag in der Gedenkstätte der Sozialisten in Berlin-Friedrichsfelde der vor 87 Jahren ermordeten Arbeiterführer Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gedacht. An der Totenehrung nahmen auch die Vorsitzenden der Linksfraktion im Bundestag, Oskar Lafontaine und Gregor Gysi, teil. "Die Welt ist so schön bei allem Graus und wäre noch schöner, wenn es keine Schwächlinge und Feiglinge auf ihr gäbe“ (Jüdische Geschichte/Wikipedia/Rosa Luxemburg-Stiftung) [Dieser Beitrag wurde am 05.03.2006 - 14:37 von Charlotte aktualisiert] Signatur Kleine Sünden straft Gott sofort. Für die Großen aber schickt er mich! | |||
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