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Charlotte 
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...   Erstellt am 13.07.2006 - 18:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen




Allons enfants de la Patrie,
Le jour de gloire est arrivé!



14. Juli 1789 die Bürger von Paris bewaffnen sich, und zogen zur alten königlichen Festung.
Dieser Sturm auf die Bastille wurde zu einem Mythos, für die Franzosen verbindet sich damit das Erinnern an die französische Revolution, den Sieg über die verhasste Königsherrschaft am Ende des absolutistischen Zeitalters.
Der Rest ist Geschichte. Wie jeder Aufstand mit viel Blut getränkte Historie.



1790 wurde dieses Ereignis noch mit viel Pomp gefeiert, dann wurde darauf verzichtet.

Bis zum 14. Juli 1880, da wurde dieser Tag per Gesetz zum Nationalfeiertag der *Grande Nation* erklärt und Festplatz war das Hippodrom von Longchamp.

Es ist immer beeindruckend, am Vormittag die große Militärparade auf der Pariser Champs Elysées sehen zu können, die seit 1915 ein Teil der Feierlichkeiten ist. Am besten von der Tribüne aus.

1919, nach Beendigung des ersten Weltkrieges waren erstmals auch Soldaten fremder Nationen, der Entente, zugelassen.

Während des zweiten Weltkrieges werden die Feierlichkeiten klein gehalten. Die Vichy-Regierung bindet die katholische Kirche ein, was diese zulässt und die es werden mehr Gottesdienste, als Bälle veranstaltet.

Erst am 14. Juli 1945 gibt es wieder ein großes Militäraufgebot. Die Befreiungsparade , in der vor der totalen Zerstörung geretteten Hauptstadt.

Bei der Militärparade zum Nationalfeiertag 1994 paradieren erstmals seit dem Ende des Krieges auch 200 deutsche Soldaten des Eurokorps auf den Champs-Elysées. Und Helmut Kohl saß auf der Ehrentribüne.

Die Bastille übrigens wurde im 19. Jahrhundert abgerissen, ihre Steine als Erinnerungsstücke verkauft. Wo früher die Bastille stand, ist heute in Paris der „Place de la Bastille




Ja, und dann sind dann noch die Feste in den Städten und Dörfern. Alles putzt und dekoriert. Die Trikolore überall, Tribünen für patriotische Ansprachen jeder Parteicouleur. Dann wird gegessen und getanzt. Bis in die frühen Morgenstunden. Ganz Frankreich ist ein Festzelt und *alle Menschen werden Brüder* wenn auch nur für einen Tag, für eine Nacht. Und dazu krachen Feuerwerke....




Kleine persönliche Anmerkung:
Für meine Familie und mich war das immer ein ganz besonderer Tag.
Und die Feierlichkeiten fielen etwas größer aus. Denn mein Mann hatte Geburtstag.
Morgen würde er 80 Jahre alt.





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