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Tagtraeumerin unregistriert
| Erstellt am 11.04.2007 - 08:39 |  |
Wenn der Freund von Jennifer Fischer raus muss, bleibt ein wenig was von dem Piloten zurück: „Ich behalte immer ein T-Shirt von Christian mit seinem Duft. Das tröstet dann ein bisschen", sagt die Wiesbadenerin.
Kein Einzelfall: Fast alle Frauen vertrauen auf so genannte Dufttröster, hat der Kasseler Wissenschaftler Harald Euler herausgefunden. Und: Kaum ein Mann bewahrt sich mit einem duftenden Pyjama die Nähe der Partnerin, wenn sie mal nicht da ist.
Mehr als 600 Menschen hat Euler befragt, 459 Frauen und 153 Männer. Ergebnis: „Mehr als 80 Prozent der Frauen haben schon einmal an einem Kleidungsstück des Partners gerochen und zwei Drittel sogar schon einmal in einem geschlafen." Bei den Männern seien es gerade einmal 34 Prozent. „Die typische Reaktion der Männer auf unsere Frage war ein: „Hä? Wer macht denn so was?"
Die Motive der „Riecher" seien zudem unterschiedlich: „Wenn ein Mann mal schnuppert, dann meistens nur, weil es gut riecht. Frauen machen es, um Nähe aufzubauen und bei ihrem Partner zu sein.' Wenn die Wissenschaftler nach Gründen fragten, kam von den Männern Schulterzucken, von den Frauen hingen sehr emotionale Antworten: Weil ich mich ihm nahe fühle; weil mich der Duft
beruhigt; weil ich mich geborgen fühle.
Eine Sichtweise, die Verena Schurr bestätigt. Wenn ihr Freund früh aufsteht, dreht sie sich auf seine Seite des Bettes: „Dann hüllt mich sein Duft noch etwas ein und ich fühle mich ein bisschen umarmt", sagt die Hamburgerin.
Ein überlegener Geruchssinn
Früher brauchten Männer für die Jagd ein gutes Auge und schnelle Reflexe. ..Frauen mussten aber sehr genau wissen, ob sie die Nahrung noch ihrem Kind geben konnten oder ob die Beeren bekömmlich waren. Daraus resultiert noch heute ein Geruchssinn, der dem männlichen überlegen ist."
Aber das allein könne es nicht sein. Laut Euler suchen Frauen in der Partnerschaft vor allem Nähe. „Frauen suchen Liebe, dass kann dann gelegentlich zu Sex führen. Bei Männern ist es umgekehrt."
Dabei habe bei der Sexualität der Faktor Geruch abgenommen. „Der Mensch ist das einzige Säugetier, bei dem das Männchen nicht riecht, ob das Weibchen empfänglich ist", erklärt der Professor. Parfüm, Deodorant und Eau de Cologne tun ihr übriges. Aber der Geruch habe eine wichtige Funktion: „Menschen mögen den Körpergeruch von Partnern, die ein anderes Immunsystem haben. Auf diese Weise könnte Nachkommen ein möglichst vielfältiger Schutz mitgegeben werden."
Autor Chris Melzer
Es gibt Menschen, bei denen man die tiefen Gedanken sehen und die warmen Worte riechen kann. Meine Großmuter war ein solcher Mensch. Als Kind dachte ich, meine Zuneigung läge an den kleinen, wilden Erdbeeren in ihrem Garten oder an ihren tollen Bratensaucen. Heute weiß ich, es war ihr bloße Anwesenheit, die ich liebte. Und obwohl sie starb, als ich noch recht klein war, habe ich manchmal ihrem warmen, süßen Geruch in der Nase. Dann vermisse ich sie.
[Dieser Beitrag wurde am 11.04.2007 - 08:40 von Tagtraeumerin aktualisiert]
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JetSetWilly 

Status: Offline Registriert seit: 05.02.2007 Beiträge: 288 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2007 - 11:06 |  |
In meiner eigenen Umgebung habe ich ähnliche Erfahrungen gemacht. Wenn ich länger (will sagen "mehr als zwei Tage") auf Reisen war, musste ich mir mein Schlafanzugoberteil oft aus dem Zimmer meiner Tochter holen, die es in der Zwischenzeit als Schnuffeltuch benutzt hatte, um ihren Vater nicht aus der Nase zu verlieren.
Horche ich in mich hinein wird mir klar, in wie vielen Fällen man Gerüche mit Dingen, Menschen, Orten oder Situationen assoziiert.
Viele meiner Kindheitserinnerungen sind untrennbar mit Gerüchen verknüpft und werden durch eben solche wieder ans Tageslicht geholt.
Die Bedeutung des Riechens scheint mir immer als zu gering angesehen zu werden. Heißt es doch nicht umsonst, daß man "jemanden nicht riechen kann". Da zerstört ein Lufthauch schnell die durch Eloquenz, perfektes Auftreten und makellose Erscheinung aufgebaute Illusion. Ist unserer Heldin auch noch so strahlend, hilft ihr all das nichts, wenn sie unter all ihren Duftwässerchen wie unser Lieblingsfeind aus dem Sandkasten riecht.
Benutzt sie das gleiche Rosenduftwasser wie die heiß geliebte Oma Selma, wird sie hingegen sofort ins Herz geschlossen und bekommt in diesem einen festen Platz als ältliche Freundin zugewiesen.
Ich verlasse mich auf meine Nase noch mehr als auf meine Augen und Ohren. Wahrscheinlich ist sie auch deshalb so groß geraten.
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Epikur 

Status: Offline Registriert seit: 04.02.2007 Beiträge: 479 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2007 - 11:56 |  |
Mit Düften ist es genau so, wie es Jetsetwilly geschrieben hat, sie rufen positive und negative Erinnerungen hervor.
Dies hat auch die Autoindustrie erkannt, und sich zu nutze gemacht.
Schon vor Jahren gaben sie Studien über Verhaltenspsychologie in Auftrag, damit der Autobesitzer von Morgen in seinem Auto keinen Gebrauchsgegend mehr sieht sondern seinen einfühlsamen Partner. Der Prototype ist längst gebaut. Aus der Klimaanlage strömt der Außentemperatur angepasst, dem Fahrer ein passender Duft entegen.
Dieser wird noch optimiert durch die Tageszeit. Das riecht um 6.00 Uhr in der Früh bei Regenwetter nach Bergamotte mit Vanille. In der warmen Mittagszeit ist Zitrone Trumpf und Abends Minze, um vor Übermüdigkeit zu schützen.
Bei Fahrten mit einer hohen Durchschnittsgeschwindigkeit schützen Düfte wie Mandarine und Vanille vor Wutattacken und Stress, eine Prise Zedern schafft Konzentration, bei riskanten Überholmanövern.
Das alles behaupten Verhaltenswissenschafter. Ich passe nicht in dieses Duftmuster.
Der Duft von Vanille erinnert mich an Duftkerzen, an den Teeladen, den meine Frau als Oase des Wohlfühlens entdeckt hat. Ich hasse diese Beleidigung für meine Nase.
Dieses Trendgespenst Namens Wellness macht sich in allen Läden mittels Duftkerzen breit. Nichts riecht mehr natürlich. Die angeblich tiefenpsychologische Botschaft, geht mir so am A.... vorbei und bewirkt nur eines, die Flucht.
Die Menschen sind verschieden, ihre Reaktionen auch, aber Duftmanipulieren lasse ich mich nicht. Da sag ich :
„Ziel verfehlt, Autoindustrie“
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CarpeNoctem 

Status: Offline Registriert seit: 19.02.2007 Beiträge: 470 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2007 - 12:14 |  |
Epikur, ich kann das nachvollziehen.
Einerseits ergreife auch ich die Flucht aus diesen Dufttempeln, die mir etwas suggestieren wollen, anderseits muss ich gestehen, bin ich fasziniert, was sich die Marketingstrategen alles einfallen alles.
Auf den ersten Blick ist der Grundgedanke ist gar nicht schlecht.
Wenn die Forscher Recht hätten, wie viele Unfälle ließen sich dadurch vermeiden, dass rasende Fahrer daran gehindert werden, sich im Verkehr auszutoben. Alles durch ihr Riechorgan, dass ihnen Harmonie und Ruhe in ihre Gehirnzellen transportiert und ihr Fahrverhalten positiv beeinflusst.
Auf den zweiten Blick ist die Idee absurd.
Sanfte Musik, betörende Düfte, augenschmeichelnde Farben, und schon vergessen Autofahrer die Tatsache, dass auf der Straße Vernunft gefragt ist.
Das ist mir dann doch zuviel künstliche Sinnlichkeit.
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HeadWork 

Status: Offline Registriert seit: 06.09.2008 Beiträge: 79 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2007 - 12:37 |  |
Wisst ihr was, auch wenn es vom Thema etwas ablenkt, ich bin der Meinung, dass Autofahrer gar nicht harmonisch duftmäßig beräuchert werden wollen.
Der Grund liegt auf der Hand. Wir lieben unsere Autos, weil es der einzige Platz auf der Welt ist, von dem wir sagen können
„Hier bin ich Mensch, hier darf ich sein“
Nirgendwo sonst können wir über die Politiker so fluchen wie in unserem Auto,
Im Auto können wir auch nach Herzenslust über unsere Frauen und Schwiegermütter hemmungslos schimpfen. Wir können
Wutattacken richtig loslassen, Stress abbauen, in dem wir über den Linksfahrer auf der Autobahn herfallen, der nichts anderes tut, als zu versuchen, uns mit Tempo 100 km seine Geschwindigkeit aufzuzwingen.
Und wenn wir all unseren Dampf abgelassen haben, geht es uns wieder richtig gut.
Dieses Gefühl kann kein Duft der Welt uns Autofahrern schenken.
Zum Thema Duft. Ich mag Duftwässer, die allerdings ausnahmslos von meiner Frau gekauft werden.
Nichts geht über den Duft der Natur.Wenn ich mit dem Fahrrad unterwegs bin, sauge ich ihn ein.
Erinnern kann ich mich auch die Backgerüche, die zur Weihnachtszeit bei meiner Mutter durch das Haus strömten, oder an den Geruch des Waschtages, die Lauge und den Duft der Wäsche, die damals noch auf der Leine getrocknet wurde.
Düfte erinnern und beruhigen. So konnte auch unsere Tochter nicht ohne ihr Schmusekissen einschlafen, dass meine Frau mit Lavendelblüten gefüllt hatte.
Frauen, die eine Abwesenheit ihres Mannes nicht ohne ein Schweißhemd von ihm ertragen, sollten über ihre Abhängigkeit mal nachdenken.
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JetSetWilly 

Status: Offline Registriert seit: 05.02.2007 Beiträge: 288 Nachricht senden | Erstellt am 11.04.2007 - 12:42 |  |
Epikur, ich kann Dir nur beipflichten: die süßlichen Nebel von Avon, mit denen man uns inzwischen an vielen Örtlichkeiten die Nase verklebt, sind ebenso eine Beleidigung für mein Riechorgan, wie die Fahrstuhlmusik bei Zahnarzt, Friseur oder Fußgängerzone es für die Ohren ist.
Am fürchterlichtsten finde ich dabei das Passieren einer Douglas-Filiale: der ausströhmende, indifferente "Düftbrei" als Melange aus tausend Gerüchen, gepaart mit der Affektiertheit der geschäftig umher stöckelnden 400 Euro-Kräfte macht mir ein Würgen in Hals.
Jedesmal aufs Neue frage ich mich, warum ich mir die Stadt und ihre kulturellen Abgründe eigentlich noch antue. Vor alle, wenn ich zu Hause auf dem Lande mit dem Hund durch die Felder streife und den Duft einer einzelnen Blume atme, die sich frühzeitig aus der Erde gewagt hat. Ein einziger Duft, nicht künstlich komponiertes von Avantgarde-Künstlern in buntes Glas gegossenes Chemie-Extrakt. Einfach nur eine Blume, die Dich an der nase in die Kindheit zu entführen vermag.
P.S. Die "Forschungsergebnisse" hinsichtlich der Auswirkungen von Düften sind wahrscheinlich ebenso aussagekräftig wie die der Psychologen, unsere Körpersprache betreffend. Durch eine scheints genügend große Anzahlö von Probanden gibt man dem Ganzen dann noch einen seriösen Anstrich. Marketiers und ihre "wissenschaftlichen" Zuarbeiter wollen schließlich auch von etwas leben.
[Dieser Beitrag wurde am 13.04.2007 - 12:04 von JetSetWilly aktualisiert]
Signatur So einfach ist das |
<Romi> unregistriert
| Erstellt am 13.04.2007 - 11:02 |  |
Mir fällt etwas auf: dass ausschließlich Herren sich
zum Thema Duft äußern...man könnte beinahe ins
Grübeln kommen, ob diese nicht hin und wieder so
manches "duftende" Fläschchen ignorieren.
Ich finde es wunderbar, wenn ich einem Herrn - egal
welchen Alters - rechts und links ein begrüßendes
Wangenküsschen gebe und dabei ein gutes After Shave
einatme.
Ich finde es weiterhin fantastisch, wenn Männer nach
frischen Hemden duften und weniger nach Achselschweiß.
Ich liebe es, wenn Männer trotz dezenter Düfte natürlich
bleiben und riechen.
Wenn ich diese seltsam parfümierten Teelichter einatme,
wird mir beinahe speiübel.
Entspannungsmusik und Duftkerzchen hin und wieder,
das bei einem Entspannungsbad (und einem Gläschen
Rotwein) - Genuss pur - aber in Maßen.
Die esoterische Tempel-Mystik - nix für mich. Dort
habe übermannt mich der Eindruck, hier wird mittels
Seelenstriptease Wirtschaftswachstum erzielt.
Und was ist mit den AutofahrerINNEN? Bin gerade
von einer mehrstündigen Fahrt zurückgekommen.
Ich versichere Euch, ich habe weder geduftet, noch
geflucht, noch fahrlässig überholt....nichts von
alledem...ich habe lediglich Bayern 3 gehört -
und Alfred Schuhbek zugehört, wie man bayerische
Paella zubereitet und dass die Paella ursprünglich
aus Arabien komme und nicht aus Spanien. Leider
konnte ich im Auto die Paella nicht riechen...ich
wäre glatt ausgestiegen und hätte sie gesucht.

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Minka unregistriert
| Erstellt am 13.04.2007 - 13:47 |  |
Als ich als Kind morgens noch in Mutters Bett schlüpfen durfte und sie aufstehen musste, warf sie mir ihr Nachthemd wieder ins Bett. Ich durfte dann noch liegen bleiben und Mamas Nestwärme einatmen.
Herrlich!
Die Düfte chemisch hergestellt stimmen mich skeptisch. Manchesmal - auf der Straße - wenn ein Duft an mir vorbei rauscht, kann es passieren, dass irgendwas an/in meinem Kehlkopf knödelt. Ich kann es nicht anders erklären, irgendwas geht dort zu.
Meine Schwester hat nach dem Tod ihres Mannes seinen Schlafanzug im Bad lange nicht gewaschen, und immer wieder daran geschnuppert, das verstehe ich.
Aber - ihr habt keine Ahnung, wie meine Katze duftet! Und jetzt mein Garten, nein, noch nicht aufdringlich, erst die Veilchen, man muss sich zu ihnen bücken, oder ein winziges Sträußle genehmigen... Das sind Düfte!
...und manchesmal duftet ein Lächeln...
Ingeborg
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<Romi> unregistriert
| Erstellt am 13.04.2007 - 21:01 |  |
Minka, ich muss gestehen, ich habe mir heute
*Angel* von Thierry Mugler gekauft....aber bitte
nicht den Herren verraten, sonst verduften sie...

hmmmmm....riechst du es?

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Minka unregistriert
| Erstellt am 13.04.2007 - 21:06 |  |
Meine Güte, Romi, was es alles gibt, Engel die
duften!
Ich verrate nichts, Ehrenwort. Aber - vielleicht
rennen sie dir jetzt haufenweise hinterher, die
Herren...? Wenns dir zuviel wird, schick ein paar
zu mir. Sie dürfen dann bei mir im Garten Kräuter
riechen.
Mein kleiner Nachhilfe-Bub fängt schon damit an, die Kräuter zu riechen und lieben.
Sei lieb gegrüßt
Ingeborg
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