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Gunni

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2008 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2008 - 11:49 |  |
Hallo liebe Forumsmitglieder,
ich recherchiere in letzter Zeit über den militärischen Werdegang meines Grossvaters und hoffe hier auf das Wissen der Spezialisten die mir vielleicht dabei weiterhelfen können.
Bis Oktober 1944 ist es für mich noch nachvollziehbar, jedoch bis Mai 1945 habe ich einige Probleme was die letzten Einheiten betrifft.
Von der WAST sind mir folgende Informationen mitgeteilt worden:
13.11.1940 2. Kompanie Feldzeug-Bataillon 9
17.03.1944 2. Kompanie Feldzeug-Park-Bataillon I
18.03.1944 Heeres-Feldzeug-Park I
22.10.1944 1. Kompanie Feldzeug-Bataillon 26
Einsatzraum 1944/45 Heeresgruppe Nord
Weitere Unterlagen liegen nicht mehr vor. So, nun kommt die Sache in der ich nicht mehr weiterkomme.
Ich habe eine Kopie des Antrags auf Kriegsgefangenschaftsentschädigung die von meinem Grossvater handschriftlich ausgefüllt wurde.
Gefangennahme am 08.05.1945 in Kurland. Als letzte Einheit hat er folgendes angegeben:
Luftwaffeneinheit
Luftwaffenachrichten 2/258 oder 2/358 ( ist schwer zu entziffern )
FeldpostNr. 11528 ( diese Feldpostnr. wäre Landschützen-Zug der LW 182/XI )
Kriegsgefangenen Lager Nr.7448/2
Entlassen am 30.03.1948 durch britische Entlassungsstelle im Lager Friedland
Jetzt meine Fragen:
Ist es möglich oder war es üblich das Heeresangehörige in Luftwaffeneinheiten verschoben wurden ?
Wäre es dann in eine Luftwaffen Feld Division ? In Kurland waren diese ja im Einsatz.
Kann jemand was mit der "Luftwaffennachrichten" anfangen ?
Kennt jemand näheres zur Lager Nr. 7448/2
Wäre toll wenn jemand da etwas Licht ins Dunkle bringen könnte.
Gruss Gunni
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michaelmolter  Webmaster
    

Status: Offline Registriert seit: 09.01.2005 Beiträge: 81 Nachricht senden | Erstellt am 16.07.2008 - 17:05 |  |
Hallo Gunni,
zu den genannten Einheiten kann ich leider nicht viel sagen. In Kurland war die 12. und 21. Luftwaffen-Feld-Division im Einsatz. Diese hatten unter anderem je eine Luftnachrichten-Kompanie. Weitere Infos über die genannten Einheiten kannst Du eventuell beim Militärarchiv Freiburg, oder beim Militärgeschichtlichen Forschungsamt Potsdam erhalten. Über die Zeit der Gefangenschaft kann Dir unter: http://www.suchreferat-moskau.de/ möglicherweise weiter geholfen werden.
Gerade gegen Ende des Krieges gab es ja jede Menge Versetzungen, Umgliederungen, Auflösungen ganzer Einheiten usw., da war bestimmt nichts unmöglich.
Weiterhin viel Erfolg bei Deiner Recherche!
Viele Grüße
Michael
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Gunni

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2008 Beiträge: 2 Nachricht senden | Erstellt am 19.07.2008 - 09:35 |  |
Hallo Michael,
vielen Dank für die Antwort.
Ich werde mal eine Anfrage beim Suchreferat-Moskau stellen. Über den Verlauf werde ich dann mal berichten.
Viele Grüsse
Gunni
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adrian 
    

Status: Offline Registriert seit: 20.04.2006 Beiträge: 159 Nachricht senden | Erstellt am 11.08.2008 - 20:23 |  |
Hallo Gunni,
aus dem Forum www.vermisst-gefallen.net folgende erste Antwort zu dem von Dir gesuchten Lager von Tobias:
"das hab ich an Infos:
Zitat:
Montschegorsk
sowjet. Stadt im Gebiet Murmansk, Standort der Lagerverwaltung 7448, 1945 errichtet und im wesentl. mit Kapitulationsgefangenen belegt. In Montschegorsk befanden sich durchschnittl. 2500 dt. Gefangene, davon verstarben allein im Juli 45 etwa 190 Mann, weit mehr jedoch im Winter 1945/46. Genaue Angaben über die Gesamtzahl der in Montschegorsk umgekommenen dt. Soldaten liegen nicht vor.
Habe das ganze aber auch in einer anderen Liste mit Moncegorsk verzeichnet. Also aufpassen bei der genauen Ortssuche.
Am besten beim DRK den Lagerspiegel anfordern und in Österreich beim Boltzmann-Institut anfragen, dort gibt es meist auch nochmals zahlreiche Infos!"
Gruß Werner
[Dieser Beitrag wurde am 11.08.2008 - 20:24 von adrian aktualisiert]
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<Inge> unregistriert
| Erstellt am 11.08.2008 - 20:53 |  |
Hallo Gunni, damit Adrian nicht alles noch einmal übertragen muß hier etwas über das Lager 7448/2.
Die Lagerverwaltung 7448 war in Moncegorsk von 1946 - 1949, 120 km südlich Murmansk.
Ein Lager bestand aus einer Verwaltung u.in verschiedener Anzahl weitere Lager im Umkreis, daher die 2 hinter dem Schrägstrich.
Zum Friedhof ist in meinem schlauen Buch zu lesen:
"Moncegorsk
In der Südwestecke des Lagers 74498 / 2 hatzen Kriegsgefangene einen Friedhof errichtet und die Gräber gepflegt. Die Namen der Toten seien in einer Liste der Lagerverwaltung geführt worden Das Lager selbst war 800 Meter ostwärts von der Bahnstation entfernt."
Die Auskunft ist von Heimkehrern gemacht worden.
Du kannst beim beim Vdk Tel.; 0561 7009 243 anrufen u. fragen was jetzt über diesen Friedhof bekannt ist u. ob Dein Gesuchter in der Lagerliste zu finden ist.
Bevor Du an das Militärarchiv in Moskau schreibst, frage beim DRK Suchdienst in München nach, ob bereits Kopien von der Moskauer Akte vorliegen. Seit einiger Zeit übersendet das Militärarchiv Kopien der Akten.
Wenn in München noch nichts vorliegt schreibe nur an das Suchreferat, wenn Du nicht auf den Euro achten muß.
Ansonsten lese hier
http://www.forum-der-wehrmacht.de/threa … 718&page=3
Dann wirst Du wissen wohin Du schreiben kannst.
Gruß Inge
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adrian 
    

Status: Offline Registriert seit: 20.04.2006 Beiträge: 159 Nachricht senden | Erstellt am 12.08.2008 - 21:27 |  |
Hallo Gunni,
hier noch eine Info aus vermisst-gefallen.net von Stefan Reuter:
"als Ergänzung zum Lager (7)448 Montschegorsk hier noch eine Heimkehreraussage, widergegeben in Teil II der DRK-Dokumentation "Zur Geschichte der Kriegsgefangenen im Osten" (S. 112):
"Über andere Lager kam ich mit einem Transport von 1.500 Kriegsgefangenen nach Montschegorsk, Gebiet Murmansk. Soviel mir bekannt ist, verstarb auf dem Transport niemand. Im Kriegsgefangenenlager Montschegorsk waren 2.500 Kriegsgefangene. Ich verblieb dort von Juli 1945 bis Januar 1949. In dieser Zeit sind in unserem Lager etwa 190 Kriegsgefangene verstorben. Davon starben 90 Mann in den Monaten November 1945 bis März 1946, der Rest in den übrigen Jahren."
Im gleichen Buch heißt es im Kapitel zu den Friedhöfen (S. 343):
"In der Südwestecke des Lagers 7448/2 hatten Kriegsgefangene einen Friedhof errichtet und die Gräber gepflegt. Die Namen der Toten seien in einer Liste der Lagerverwaltung geführt worden. Das Lager selbst war 800 Meter von der Bahnstation entfernt."
Zum Lagerstandort s. Karte unten (© DRK-Suchdienst)
Gruß, Stefan"
das Einpassen eines Bildes muss ich noch üben. Tut mir leid, evtl. demnächst.
Gruß Werner
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