witchi  Der Burgherr (Admin) freier Ritter
       

Status: Offline Registriert seit: 18.04.2005 Beiträge: 2871 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2005 - 13:44 |  |
Foltermethoden Man zeigte dem Opfer die Folterinstrumente und warnte es, dass man diese anwenden würde, falls es nicht gestehen würde. Selbst vor schwangeren Frauen, Tauben und Stummen schreckte man nicht zurück. Gestand die Angeklagte oder der Angeklagte nicht, wurde man auf grausamste Art und Weise gefoltert. 1. Eine Folter war der sog. "Hackersche Stuhl", auch "Beichtstuhl" oder "Jungfernsitz" genannt. Es war ein fast gewöhnlicher Lehnstuhl aus Holz, dessen Sitzfläche, Lehnen, Armstützen und Trittbrett mit 3 cm langen konischen Holzstiften ausgestattet war. Auf diesen Stuhl wurde die entkleidete Delinquentin festgeschnallt, so dass am Gesäß, Rücken, an Armen und Fußsohlen allmählich nach längerem Sitzen durch die ins Fleisch dringenden Spitzen Schmerzen entstanden. Einige dieser Stühle konnten auch von unten her "beheizt" werden. 2. Auch setzte man das Opfer auf ein aufrechtstehendes, oben zugespitztes Gerüst, den sog. "Spanischen Esel". Die Kante war so scharf, dass sie in den gänzlich bloßen Körper einschnitt. Überdies wurden die Füße noch durch Gewichte beschwert, damit der Schmerz erhöht wurde. 3. Der "gespickte Haxen" bestand aus einer mit zahlreichen Spitzen versehenen Walze. Die Delinquenten wurden auf ein mit Pflöcken besetztes Brett geschnallt. Dann wurde die Walze einmal über den Bauch und dann über den Rücken gerollt. 4. Auch die Streckbank war ein wirkungsvolles Folterinstrument. Die Delinquenten wurden mit dem Rücken auf die Bank gelegt und mit Handfesseln auf der einen Seite der Bank befestigt. Die Beine der Delinquentin wurden mit einer Fußfessel zusammengebunden. An der Fußfessel war ein Strick befestigt, der an einer Winde befestigt war. Indem die Kurbel gedreht wurde, wurde der Körper gespannt und somit die Muskulatur gestreckt, was starke Schmerzen verursachte. Diese Folter hatte den Vorteil, dass sie kaum Spuren hinterließ, aber trotzdem äußerst wirksam war. 5. Eine schlimme Methode war auch die "eiserne Jungfrau", von der es mehrere Variationen gab: eine war grausamer als die andere. Sie war eine Maschine in Gestalt eines menschlichen Körpers mit beweglichen Armen und mit Schwertern versehen. Der Verurteilte wurde gezwungen, sich ihr zu nähern; die "Jungfrau" umarmte das Opfer und durchbohrte es mit Schwertern. 6. Eine Methode war auch, dass der Verurteilte in einen Schacht geworfen wird, der mit Messern gespickt war. Darunter war ein Fluss, in dem die Leiche bzw. die Leichenteile fortgeschwemmt wurde. 7. Eine andere Art der "Eisernen Jungfrau" war eine Art Zwangssarg, in dem das Opfer zwischen zwei Brettern lag, jeglicher Bewegung beraubt. Die Bretter wurden so lange zugedreht, bis das Opfer gestand. 8. Auch wurde das Opfer auf eine Leiter gelegt und so lange auseinander gezogen, bis alle Gelenke ausgekugelt waren. 9. Eine sehr schmerzhafte Folter war auch das Verstümmeln der Haut oder Extremitäten durch Feuer. 10. Es gab mehrere Grade der Folterung und sie wurden nacheinander zur Anwendung gebracht: - Der 1. Grad bestand in der Regel aus Daumenschrauben. - Der 2. Grad begann mit der Fesselung der Arme und Hände auf dem Rücken des wehrlosen Opfers. Dann wurde es mit Hilfe eines Seilzuges an der Decke in die Höhe gezogen. - Der 3. Grad der Folter bestand meist in der Anwendung der "Leiter". Durch die spitzen Hölzer, mit denen diese Leiter versehen war und die beim Aufrichten in den darauf gespannten Körper des Opfers drangen, entstanden furchtbare Schmerzen. - Der 4. Grad der Folter wurde meistens durch die "spanischen Stiefel" gebildet, die, ähnlich den Daumenschrauben, immer fester angezogen wurden. Das Fleisch wurde gequetscht, der Schmerz war irrsinnig. - Der 5. Grad war der schwerste. Er bestand in der Anwendung des Feuers. Die Henkersknechte entzündeten Fackeln und versengten mit deren Flammen Haut und Fleisch der Gequälten.
[Dieser Beitrag wurde am 27.07.2005 - 15:50 von witchi aktualisiert]
Signatur Der Schmerz von heute ist die Kraft von morgen. |
WHISPER  Hohepriesterin
       

Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2702 Nachricht senden | Erstellt am 27.07.2005 - 14:29 |  |
Wieder ein guter Bericht, witchi. Bin aber jetzt etwas karussell , was es mit "Gaukler" zu tun haben soll.
Signatur Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier... |
WHISPER  Hohepriesterin
       

Status: Offline Registriert seit: 21.04.2005 Beiträge: 2702 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 17:12 |  |
Ein Kommentar zur Streckbank-Methode: Es soll ein Konkurrenzspiel unter den Folterknechten gewesen sein, den Körper derart strecken zu können, dass der Lichtschein einer brennenden Kerze durch den Körper hindurch auf der anderen Seite sichtbar war.
Signatur Pazifisten sind wie Schafe, die glauben, der Wolf sei ein Vegetarier... |
SchwarzerEngel  Burgbewohner
 

Status: Offline Registriert seit: 09.07.2005 Beiträge: 43 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 21:55 |  |
=/ Bei sowas dann auch noch Konkurrenzkampf? *kopfschüttel* Mir dreht sich der Magen ja schon beim lesen um.. Erinnert mich sehr an das Foltermuseum in Freiburg.. Da wurds einem ganz anders, als man diese "Dinger" da gesehn hat..
Signatur "Jeder sieht, was du scheinst.
Nur wenige fühlen, wie du bist."
Niccolò Machiavelli |