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Marian 
...lost...
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...   Erstellt am 07.04.2013 - 21:11Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich versuchte immer noch vorwaerts zu kommen, aber inzwischen musste ich auch einiges an Kraft aufwenden um Kayle weiter festzuhalten. Ich bekam die Fuesse nicht mehr ganz aus dem Sand, schob sie nur noch irgendwie weiter... Der Sand reichte mir bis an die Haelfte der Unterschenkel...
Ich hatte wieder ein paar Augenblicke lang geschwiegen nach Kayles Antwort, waehrend ich versuchte weiter zu gehen... Nein, ich wuerde es nicht schaffen...
"Wenn du zurueck gehst... koenntest du... mein Kleines fuer mich finden? ..Puka... Ich...hab das Gefuehl, es koennte mir helfen..." sagte ich leise zwischen meinen angestrengten Atemzuegen. Ich war stehen geblieben weil ich sah dass es so nichts brachte... "Bitte... such es und pass auf es auf..."





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. : Marian . : . 17 Jahre . : . Mensch : .
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Come, tell me your trouble
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But I'm a listening ear

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While a wicked one stands
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While the monsters stand
I don't know why the little ones thirst
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Kayle 
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...   Erstellt am 07.04.2013 - 21:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Okay, es wurde wohl Zeit realistisch zu sein. Marian hatte die Hoffnung aufgegeben und versank gerade in einem Boden, der zuvor noch fest gewesen war, während ich zu einem schwarzen Loch gesogen wurde das mich wohin-auch-immer brachte...trotzdem...
Ich antwortete nicht sofort, auch wenn es so aussah als blieb nicht mehr viel Zeit...mittlerweile fühlte es sich so an als würde dieser Sog versuchen, mir die Beine auszureißen.
"Okay...meinetwegen," lenkte ich dann schließlich ein und seufzte.
"Aber dann versprich du mir das du hier nicht vor dich her vegetierst, ja? Lass dich ja nicht hier hängen." Naja, es konnte auch sein das mir da gleich der Garaus gemacht wurde und Marian wieder zurück kam, möglich war alles. Das sie, falls das der Fall sein sollte, gut auf Shenzy und die Kinder aufpassen sollte, sprach ich nicht laut aus...das würde Marian auch so tun.
Und ich verdrängte den Gedanken auch einfach.





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-- + Kayle + --
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+- Dämon -+
The Age is...
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Kayle ist ein zugegeben gewöhnunsbedürftiger Genosse. Mag er im einen Moment der reinste "Sonnenschein" sein, kann sich seine Laune schlagartig ändern. Seit er aus der Hölle ausgebrochen ist und diesen Menschenkörper übernommen hat, wandert er auf der Insel herum. In seiner Nähe kann es schon manchmal ziemlich chaotisch werden, wobei Kayle schon das ein oder andere Mal seine Finger im Spiel hat, ob gewollt oder ungewollt. Genauso schleierhaft ist auch, ob ihm was davon passt oder nicht...die meiste Zeit jedenfalls. Er hasst Engel wie die Pest, ihm ist immer kalt, er hegt eine erhebliche Abneigung gegenüber des Elements Wasser, kann ziemlich aggressiv bei Wölfen und weißgekittelten Menschen werden und überhaupt ist er wohl eher schlecht gelaunt.
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Das Einzige, was er "bei sich" hat, ist ein Dolch ohne besondere magische Fähigkeiten, den ihr ohnehin nie zu Gesicht bekommt. Ansonsten besitzt er nichts an Waffen bei sich...nichts was ihr unter diesem Begriff versteht. Man kann wohl zweifelsfrei behaupten, das er das dank seiner Fähigkeiten meistens auch nicht braucht. Was seine "Kräfte" angeht kann man nichts genaues sagen. Es ist das reine Schwarze oder wie Menschliche es nennen würden "das Böse" was ihm so viele Vorteile verschafft. Er kann damit so ziemlich alles anstellen, doch irgendwo wird er wohl auch seine Grenzen erreichen. Erwähnen müsste man wohl auch, das er natürlicherweise gegen jegliche Schwarzmagie "immun" ist, dafür jedoch umso mehr bei Licht leidet.

-- + Außerdem besitzt der Gute + --
-Zwei Hörner, die ihm über der Stirn aus dem Schädel ragen
-Einen pechschwarzen, echsengleichen (ungeschuppten) Schweif...

Beides ein kleiner Wink seiner dämonischen Herkunft.

Macht euch ein eigenes Bild von ihm...vielleicht mag er euch ja...




- - + A Perfect Circle-Annihilation + - -

Marian 
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...   Erstellt am 07.04.2013 - 22:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Mein Blick war an Kayle vorbei auf den schwarzen Tunnel gerichtet, der noch immer einige Meter entfernt war. Ich gab mir aber lieber Muehe, Kayle weiter zu halten, anstatt mich vorwaerts zu bewegen...
"Ja..." Ich nickte bei seinen Worten, leicht nur weil es anstrengend war Kayle immer noch an mich zu druecken so gut es ging.
"Ich finde einen anderen Weg", sagte ich und versuchte ueberzeugt zu klingen. Ich hatte keine Ahnung ob das ging... Aber irgendwie musste es auch fuer mich weitergehen... Irgendwie...
Vielleicht begegneten wir uns auch wieder, bevor wir diese Ebene verliessen... Vielleicht konnten wir sie gar nicht alleine verlassen... Aber ich wollte nicht daran denken was dann geschah, wenn wir uns jetzt trennten...
"Pass gut auf dich auf, Kayle", sagte ich leise.





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Kayle 
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...   Erstellt am 07.04.2013 - 22:16Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Irgendwann konnte ich ein leises Keuchen nicht mehr verkneifen. Das ich die Augen bereits seit einigen Sekunden zugekniffen hatte wegen den zunehmenden Schmerzen sah Marian ja nicht, weil sie sich an mich, und ich mich an ihr festhielt.
"Okay," seufzte ich. Ich war nicht hundert prozentig überzeugt...
"Du weißt ja...du darfst nicht lügen...also mach das das, was du gerade gesagt hast keine Lüge ist...ja?"
Ooou...das...ging echt nicht mehr lange so...weiter...





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...   Erstellt am 07.04.2013 - 22:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich atmete zitternd ein bei der Anstrengung und presste die Lippen noch einen Moment lang aufeinander. Fuer ein Nicken reichte es nicht mehr, aber mein Kopf machte eine ganz leichte Bewegung.
"Mach ich..." brachte ich hervor. "Ich... tu alles was ich kann..."
Ich wagte nicht meine Haende hinter Kayles Ruecken noch einmal nachzufassen, aus Angst dass ich dann endgueltig den Halt verlor. Sie rutschten auch so immer mehr und ich hatte nicht mehr die Kraft sie zu halten...
"Und ich verlass mich auf dich... Bitte..." Ich kniff die Augen zusammen... Nur ein paar Augenblicke...





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...   Erstellt am 07.04.2013 - 22:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Guuuut..." schnurrte ich, soweit das mit dem Gefühl das die Beine einem gleich ausgerissen wurde eben ging...
"...kanns nicht versprechen...aber ich werds versuchen..." Damit war alles so mehr oder weniger gesagt. Mir fiel nichts weiter ein...und abgesehen davon ignorierte ich auch vollkommen die Tatsache, dass es vielleicht das letzte Mal war, dass ich Marian sah. Ich blendete das einfach aus und ging davon aus, dass sie ihren Hintern schon irgendwie hier weg bekam ohne in der Wirklichkeit gleich wieder auseinander zu fallen.
Es vergingen dann auch vielleicht nur noch ein paar Sekunden, war mir nicht so sicher, das mit dem Zeitgefühl war hier ja so eine Sache. Tatsache war, dass ich mich einfach nicht mehr an Marian festhalten konnte.
Meine Hand rutschte ab...was bedeutete, das Marian mein ganzen Gewicht würde halten müssen und das...konnte sie mit Sicherheit nicht.





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...   Erstellt am 11.04.2013 - 16:05Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Trotz allem huschte kurz der Ansatz eines Laechelns ueber mein vor Anstrengung verzogenes Gesicht, bei der Antwort die von Kayle kam. Ich spuerte mittlerweile immer deutlicher, wie ich durch Kayle mit nach vorne gezogen wurde, was alles andere als angenehm war, denn meine Unterschenkel steckten im sandigen Boden fest...
"Danke..." sagte ich ganz leise. Dass er nichts versprechen konnte war mir klar... Genauso wenig wie ich versprechen konnte, dass es tatsaechlich einen anderen Weg fuer mich... Aber ich wuerde alles versuchen, einen zu finden...
Ich versuchte den Druck mit dem ich Kayle hielt noch einmal zu festigen, aber es ging nicht mehr... ich hatte keine Kraft mehr und meine Haende entglitten einander hinter Kayles Ruecken mit jeder verstreichenden Sekunde mehr...
Und schliesslich konnte ich ihn nicht mehr festhalten, meine Haende rutschten gleichzeitig mit seinen ab und ich fiel halb nach vorne, musste mich aber wieder aufrichten weil ich immer noch im Sand steckte und meine Beine dabei schmerzhaft gestreckt wurden... Ich hob den Kopf und blickte Kayle an, der von mir weggezogen wurde...





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Kayle 
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...   Erstellt am 11.04.2013 - 17:41Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"Danke...auch," flüsterte ich leise zurück...und dann fiel mir plötzlich noch viel mehr ein das ich Marian sagen konnte, einfach damit sie es wusste oder weil ich es für wichtig hielt...
Aber in dem Moment konnte sie mich nicht mehr halten und ich spürte, wie ich aus ihrer Umarmung glitt. Das, was danach kam, passierte wahrscheinlich innerhalb weniger Sekunden, aber er kam mir trotzdem kurz länger vor, wahrscheinlich, weil so viele Eindrücke auf mich einprasselten. Der letzte Blick, mit dem ich Marian ansah als ich in das schwarze Loch gesogen wurde, das kurze mulmige Gefühl, das dabei entstand weil ich nicht wusste, was jetzt kam...das alles schien diesen einen Moment noch etwas in die Länge ziehen.
Dann verkleinerte sich auch schon der Durchgang, der Eingang des Tunnels als ich in die dahinter liegende Dunkelheit flog. Die roten Zeichnungen schossen an mir vorbei und die, die sich auf meiner Haut befanden, begannen wieder zu schmerzen. Ich meinte ein leises Summen zu hören als das Ziehen abschwächte, obwohl ich nach wie vor durch den Runentunnel flog. Es fühlte sich jetzt eher wie Schwerelosigkeit an als wie ein direktes ziehen...seltsam...
Ich drehte den Kopf und wandte den Blick von dem kaum mehr zu erkennenden Durchgang ab, um ihn hinter mich zu wenden. Dort hinten war es noch schwärzer...oder bildete ich mir das nur ein?
Was jetzt kam, wusste ich nicht...aber schlimmer als die letzten Monate konnte es nicht sein.
Ich schloss seufzend die Augen...





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...   Erstellt am 11.04.2013 - 18:34Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Da war wieder der Impuls, Kayle doch noch weiter festzuhalten und doch noch von irgendwo ein Fuenkchen Kraft aufzubringen das zu tun, als er noch etwas sagte, aber es ging nicht... Ich steckte im Boden fest und konnte Kayle nur hinterher blicken, und ich tat es auch noch als sein Gesicht in dem dunklen Tunnel so klein war dass ich es nicht mehr sehen konnte... Das Gefuehl in mir drueckte mein Herz zusammen... Es war als haette ich gerade etwas Wichtiges verpasst oder verloren...
Ich versuchte wieder die Fuesse zu bewegen, aber inzwischen ging es gar nicht mehr... Ich war bis ueber die Knie in dem was sich wie nasser Sand anfuehlte versunken, und sank immer weiter. Es fuehlte sich so an als wuerde der Sand mit der Zeit noch fluessiger, noch naesser werden...
Als mein Blick auf meine Haende fiel, merkte ich dass sie sich jetzt ganz schwarz verfaerbt hatten... Wegen meinen Aermeln konnte ich nicht sehen wie weit sich das zog. Es kribbelte immer noch leicht, aber ansonsten nichts. Ich versuchte mich auf dem Boden vor mir abzustuetzen um mich aus dem Sand zu befreien, aber es klappte nicht.
Ich konnte nichts tun ausser zusehen wie ich weiter im Boden versank...
Als der Sand meinen Bauch erreicht hatte, begann mein mulmiges Gefuehl...
Innerhalb einer weiteren Minute sank ich so schnell, dass es sich nur noch um Augenblicke handeln konnte bis ich ganz untertauchte. Ich wusste nicht was passieren wuerde... Ich fuehlte mich so hilflos...
Ich holte tief Luft, kurz bevor mein Kopf von dem nassen Sand verschluckt wurde und ich unterging...
Ich oeffnete die Augen wieder, weil sich der Boden jetzt eher wie Wasser anfuehlte, auch wenn es trueb war und in den Augen stach. Ich konnte mich nur traege bewegen, und sank unaufhoerlich weiter, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte... rueckwaerts in die Tiefe, die ich nicht sehen konnte...
Mein Blick war direkt nach oben gerichtet, und ich kniff die Augen ein wenig zusammen, weil ich meinte eine Gestalt zu erkennen, die oben auf der...Wasseroberflaeche auf Knien und Haenden aufgestuetzt dahockte. Ich konnte nichts genaues mehr sehen... Vielleicht bildete ich es mir auch nur ein...
Ich musste an den See auf der Wiese denken, auf dem ich so gehockt hatte, und mein Spiegelbild angesehen hatte, waehrend seine Federn in die Tiefe sanken... Jetzt war ich es die sank...
Mir ging langsam die Luft aus, und ich konnte mich noch immer nicht bewegen...
Ich schloss die Augen weil sie begannen wehzutun... Genau wie mein Brustkorb, waehrend ich weiter sank und keine Luft bekam...
Das Sonnenlicht schien auf einmal so weit weg...





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...   Erstellt am 25.08.2013 - 13:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich schlug die Augen auf und blickte in den strahlend blauen Himmel ueber mir. Das war das erste was mir auffiel. Wie blau er war.
Erst nachdem ich ein paar Augenblicke lang dort gelegen hatte, blinzelte ich und drehte den Kopf. Ich lag auf dem Ruecken, flach auf den Ruecken, wegen meiner fehlenden Fluegel, auf sandigem Untergrund. Genauer gesagt war alles um mich herum voller Sand.
Langsam setzte ich mich auf und liess den Blick ueber meine Umgebung schweifen. Es schien keine Sonne am Himmel, es war einfach hell. Und der gelbe Sand erstreckte sich nach allen Seiten, in Huegeln und Taelern, soweit das Auge reichte. Es war eine Wueste...
Ich stand auf und drehte mich ein paar mal langsam um mich selbst, liess den Blick in alle Richtungen ueber den Horizont schweifen. Es sah ueberall gleich aus. Sandduenen, nichts als Sand. Es gab keinen Hinweis darauf in welcher Richtung...irgendetwas lag, falls es hier irgendetwas gab. Und ohne Sonne gab es auch keine Himmelsrichtungen.
Es war ein frustrierender Anblick. Als waere ich mitten im Garnichts gelandet... Vielleicht bestand dieser Ort auch nur aus dieser Wueste. Aber... irgendetwas anderes musste es doch geben. Irgendwohin musste man doch gehen koennen, oder? Sonst konnte ich ebenso gut hierbleiben.
Das hatte ich allerdings nicht vor. Und weil ich nicht wusste in welche Richtung ich sollte, und weil es auch keine Rolle zu spielen schien, weil es ueberall gleich aussah, machte ich mich einfach auf den Weg. Einfach geradeaus an der naechsten Sandduene vorbei, die sich vor mir auftuermte. Die Duenen waren nicht besonders hoch, so dass man weit blicken konnte, ungefaehr so wie die Wiese auf Echsinea, soweit ich sie in Erinnerung hatte.
Alles was auf der Insel passiert war, schien so weit weg zu sein... Als waere alles eine vollkommen andere Welt, ein vollkommen anderes Leben... Es war so lange her...
Blauer Himmel ueber mir, gruenes Gras unter mir...
Ich ging lange durch den endlosen Sand, und wie ich schon fast erwartet hatte, aenderte sich nichts. Weiterhin breitete sich die Wueste hartnaeckig nach allen Seiten aus.
Der Himmel wurde dunkler, ohne dass es eine Abendroete gegeben haette, denn es gab ja auch keine Sonne. Und als es Nacht wurde, gab es auch keinen Mond und keine Sterne. Nur die gleichmaessige Nachtschwaerze des Himmels.
Ich lief auch die Nacht durch, bis meine Fuesse zu muede waren und ich mich hinsetzen musste. Es hatte sich nichts an der Umgebung geaendert. Die Nacht schritt weiter voran und die Stunden schlichen dahin, waehrend ich mich ausruhte. Schlafen konnte ich nicht. Und es gab nichts anderes zu tun als zu warten.
Als es irgendwann wieder daemmerte und dann schliesslich hell wurde, stand ich auf und ging weiter. Es gab hier keine Hitze und Kaelte, genauso wenig wie ich Hunger oder Durst hatte. Es war alles einfach. Haette das Licht nicht gewechselt, haette ich geglaubt in der Zeit festzustecken. Nun, vielleicht tat ich das ja trotzdem...
Und nun hatte ich alle Zeit der Welt, und keine Ablenkung, und irgendwann begann ich wieder ueber alles nachzudenken, und es mir damit auch in Erinnerung zu rufen, denn es schien immer noch alles so weit weg... Wieso ich hier war und was mein Ziel war. Und was ich tun konnte, falls ich einen Weg hier raus fand. Ich rief mir das in Erinnerung was geschehen war; in den letzten Monaten mit und ohne Kayle in diesem Wald; mein sich aufloesender Koerper, der Grund wieso wir ueberhaupt hierher aufgebrochen waren; dieses Maedchen, die andere Marian, und was sie mit mir zu tun hatte...
Und meine Gedanken schweiften weiter zurueck, waehrend die Tage weiter voranschritten und ich nirgends ankam. Ich dachte an Karchkun und seine Bewohner; Shenzy, und wie ich ihr mit den beiden Babys geholfen hatte; alles was ich falsch gemacht hatte und Ilyos Blick... das eine Mal als ich Lilian getroffen hatte; als Gregor mich gefunden und sich um mich gekuemmert hatte, und uns dann noch einmal geholfen hatte; den Preis, den er dafuer hatte zahlen muessen... All die anderen, denen ich im Laufe der Zeit begegnet war. Und Puka. Mein Kleines...
Alles war so weit weg, dass es mir beinahe schwerfiel zu glauben, dass das alles wirklich jemals passiert war. Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich zwischendurch vollkommen vergessen hatte, dass ich eigentlich Fluegel hatte. Wer ich eigentlich war und woher ich kam. Ich musste mich daran erinnern, dass das alles wirklich passiert war, und nicht nur Bilder in meinem Kopf waren.
Die Tage vergingen und wechselten sich mit den Naechten ab. Mir blieb nichts als weiter zu gehen. Wohin wusste ich nicht, denn es gab hier nichts. Ich musste mich ab und an selbst daran erinnern, wohin ich lief. Naemlich wieder zurueck. Zurueck in die Welt, in der sich alle befanden die mir etwas bedeuteten.
Was dieses Wohin an diesem Ort bedeutete, davon hatte ich keine Ahnung. Ich hoffte nur, dass es irgendwo sein wuerde. Und ich musste es finden. Den Weg zurueck.
Eigentlich waere ich schon froh gewesen, einfach ueberhaupt irgendetwas anderes als Sand zu finden... Doch waehrend die Tage zu Wochen wurden und ich bald schon nicht mehr sagen konnte wie lange ich schon weiterlief, verliess mich zusehends der Mut. Meine Gedanken versiegten, und irgendwann konnte ich einfach nicht mehr nachdenken und tat nichts anderes als stumpf weiter zu gehen. Etwas anderes blieb mir nicht. Es gab hier nichts. Nichts ausser die endlose Wueste...
Vielleicht war das hier fuer mich, was dieser Wald – damals, vor scheinbar so langer Zeit, in einem anderen Teil dieses Ortes – offenbar fuer Kayle gewesen war. Fuer mich hatte es dort etwas gegeben, Baeume, Gras, die fernen Berge und der See. Die erschreckenden Naechte. Und Kayle war da gewesen. Dinge, mit denen ich mich beschaeftigen konnte.
Jetzt war es anders. Jetzt gab es nichts mehr...
Und ich hatte nicht mehr die Kraft, um weiter zu gehen. Es hatte keinen Sinn, und ich tat es nur noch, weil es nichts anderes fuer mich gab als Laufen. Aber die Pausen zwischen dem Laufen wurden laenger, die Zeit die ich lief kuerzer, und es kam jetzt vor, dass ich mehr als einen ganzen Tag an einer Stelle sass, bis ich weiterging. Das Laufen erschoepfte mich mehr und mehr. Und irgendwann ging ich nicht mehr weiter und blieb einfach sitzen. Ich hatte es nicht beschlossen, ich tat es einfach, ohne darueber nachzudenken. Es spielte einfach keine Rolle mehr was ich tat. Ich wollte genauso wenig weiter wie ich hier bleiben wollte. Es war egal.
Einige Tage vergingen, ohne dass ich mich von der Stelle ruehrte. Warum sollte ich mich auch aufraffen und weitergehen? Es hatte keinen Sinn. Es gab hier nichts. Und ich hatte keine Kraft mehr, mich fuer nichts anzustrengen.

Ich wusste gar nicht, wieso ich mich dann doch wieder aufraffte. Vielleicht weil ich irgendwann wieder an Kayle denken musste, wie ich ihn vorgefunden hatte in diesem Wald, so wie ich hier auch gerade im Wuestensand lag und nichts tat als in den Himmel zu blicken. Und wie ich ihn dazu gebracht hatte wieder aufzustehen und weiter zu gehen. Und wie wir schliesslich tatsaechlich etwas fanden.
Aber hier war es anders. Hier gab es einfach nichts ausser Sand...
"Aber dann versprich du mir das du hier nicht vor dich her vegetierst, ja? Lass dich ja nicht hier hängen."... Ich finde einen anderen Weg.... "Du weißt ja...du darfst nicht lügen...also mach das das, was du gerade gesagt hast keine Lüge ist...ja?"
..Wieso darf ich nicht luegen?..

Ich blinzelte, als mir bewusst wurde was ich da gerade gedacht hatte. Und das ruettelte mich mehr wach, als alles andere es bisher getan hatte. Ich setzte mich auf und starrte statt in den Himmel nach vorne auf die naechste Duene.
Ich hatte mich so etwas noch nie gefragt. Ich hatte das noch nie in Frage gestellt. Und tat es auch jetzt nicht, aber einen Augenblick lang war die Frage trotzdem in meinem Kopf erschienen.
Ich stand langsam auf, und dann setzte ich mich in Bewegung und ging weiter, zuerst noch langsam und eher stolpernd, dann etwas sicherer. Ich hatte schon fast vergessen wie anstrengend es war, durch den Sand zu laufen. Ich wusste nicht mehr in welche Richtung ich unterwegs gewesen war, aber es spielte wahrscheinlich sowieso keine Rolle. Ich musste jetzt einfach nur in Bewegung bleiben. Dieser Gedanke vorhin hatte mich unruhig gemacht...
Ich musste einen Weg finden. Ich hatte es Kayle gesagt. Ich wusste nicht mehr warum, aber ich wollte nicht zulassen, dass dieser Gedanke von vorhin mich niedermachte. Es fuehlte sich fuer mich im Moment nicht so an, als wuerde es eine Rolle spielen, aber ich wusste jetzt, dass es das sehr wohl tat. Dass ich mir eben diese Frage gestellt hatte, hatte mir gezeigt, dass dieser Ort etwas mit mir machte, was ich nicht wollte. Und dass ich mich offenbar nicht mehr auf mich selbst verlassen konnte, in meinem jetzigen Zustand. Es war mir egal ob ich hier weg kam oder nicht, aber ich wusste, dass es mir vorher nicht egal gewesen war. Ich wusste dass ich zurueck wollte...
Es war nicht einfach damit weiter zu laufen, aber ich tat es. Selbst wenn es nur ein bisschen war... Ich versuchte mir Puka in Erinnerung zu rufen, aber es war schon so lange her seit ich ihn das letzte mal gesehen hatte, dass es mir schwer fiel. Noch ein Grund mehr, weiter zu gehen. Ich muss ihn finden...
Ich dachte an Kayle, an Shenzy und an Morgan und all die anderen die ich kannte und die mir etwas bedeuteten. Ich dachte auch an das was ich erlebt hatte, von dem vieles mich mich eher fragen liess, wieso ich eigentlich wieder zurueck gewollt hatte. Im Augenblick wollte ich es nicht... Aber ich versuchte diesen Gedanken beiseite zu schieben.
Es klappte nicht immer. Ich musste wieder Pausen machen, jetzt auch wieder in kuerzeren Abstaenden, und musste mich jedes Mal wieder auf die Beine kaempfen um weiter zu gehen. Hauptsaechlich, weil ich immer noch keinen Sinn darin sah...
Es ging lange so weiter, und ich rief mir immer wieder ins Gedaechtnis warum ich zurueck wollte. Manchmal wusste ich es selbst nicht mehr und wollte nicht weiter, und dann blieb ich wieder lange an einer Stelle sitzen... Bis ich mich irgendwann doch wieder aufraffte und mich weiterschleppte. Anders konnte man es nicht nennen... Obwohl – oder vielleicht auch gerade weil? - sich an der Umgebung nichts veraenderte, kostete es mich immer mehr Kraft, und die Erschoepfung wich kaum noch von mir...

Wie lange war ich nun schon hier? Viele, viele Wochen, ich wusste es nicht mehr. Alles andere schien Ewigkeiten weit weg zu sein. Manchmal fragte ich mich ob nicht alles nur ein Traum gewesen war. Aber ich schlief ja nicht...
Trotzdem begannen die Dinge zu verblassen, wie es Traeume nach einer Weile taten. Zuerst waren es nur kleine Dinge. Ich wusste nicht mehr, wie lange ich eigentlich auf der Erde gewesen war. Oder wie der Mann geheissen hatte, der mich an diesen dunklen Ort gebracht hatte. Oder wie lange ich bei Gregor gewohnt hatte. Dinge die man vergass, weil alles einfach zu lange her war.
Aber dann merkte ich, dass es nicht bei diesen Dingen blieb. Es fehlten wichtige Dinge, Dinge die noch nicht so lange her waren, Dinge die etwas bedeuteten. Ich wusste nicht mehr, was an diesem dunklen Ort passiert war. Ich erinnerte mich nicht, wie ich wieder erfahren hatte, wer ich eigentlich war. Ich wusste nicht mehr wer bei dem Dinner in Karchkun alles dabeigewesen war.
Ich begann wieder laengere Pausen zu machen, und dachte dabei ueber diese Dinge nach, die ich nicht mehr wusste, aber sie fielen mir einfach nicht mehr ein. Ich schloss die Augen und erinnerte mich wie ich am Tisch gesessen hatte, dass ich nichts gegessen hatte, und wie die anderen um mich herum sprachen. Kayle war da und Shenzy war da. Aber an die anderen konnte ich mich einfach nicht mehr erinnern. Es schien so lange her...
Und es wurde schlimmer... Je weiter ich ging, umso mehr schien sich alles von mir zu entfernen...
Ich erinnerte mich an einen sprechenden Hund, der sich verwandeln konnte, aber ich wusste seinen Namen nicht mehr... Ich erinnerte mich an ein Maedchen mit Katzenohren, der ich meine weisse Feder gegeben hatte... aber wo ich diese her hatte oder wer das Maedchen war, wusste ich nicht mehr. Ich wusste noch, dass Shenzy noch ein Baby bekommen hatte, aber ich erinnerte mich nicht mehr an seinen Namen.
Wie gross war Morgan gewesen? Welche Haarfarbe hatte Shenzy? Wer war nochmal Lilian? Wo war dieses Zimmer, von dem ich im Kopf hatte dass es meins war? Was hatte Kayle immer getan, was diese Verzweiflung und Trauer in mir ausgeloest hatte?
Ich begriff, dass das hier nicht einfach nur normales Vergessen war, weil alles so lange her war. Das hier war mehr als das. Ich hatte grosse Luecken in meinem Gedaechtnis, ich kannte Personen nicht mehr, wusste ihre Namen nicht, oder wie sie aussahen, oder was sie mit mir zu tun hatten. Ich wusste nicht mehr was passiert war. Und so sehr ich auch nachdachte, diese Dinge fielen mir einfach nicht mehr ein.
Ich war verzweifelt und verstand nicht, wie es sein konnte dass mir diese Erinnerungen nach und nach abhanden kamen, wie Sand der durch meine Finger rann, ohne dass ich etwas dagegen tun konnte. Es war als wuerde ich beim Laufen durch den ewigen Sand meine Erinnerungen auf dem Weg verlieren. Als haette mein Kopf ein Loch, aus dem sie nach und nach heraussickerten. Und ich muesste nur umdrehen und koennte sie alle wieder aufsammeln... Aber es gab hier kein Zurueck, weil es keine Richtung gab. Es gab nur ein Weiter oder ein Hierbleiben.
Irgendwann wurde mir bewusst, dass ich nicht einmal wirklich merkte wie es weiter voranschritt. Ich bemerkte nicht als irgendwelche Dinge aus meinem Gedaechtnis verschwanden, weil ich sie ja dann nicht mehr wusste. Ich bemerkte nur die Luecken, die sie hinterliessen... Und als die Luecken so gross wurden dass sie nicht mehr zu uebersehen waren, als ich merkte dass es nicht nur einige wichtige Dinge waren die verloren gingen, sondern dass alles nach und nach aus meinem Kopf sickerte, bekam ich Angst... Ich wollte diese Dinge nicht verlieren... Sie waren der Grund, wieso ich ueberhaupt zurueckging. Das wusste ich noch, auch wenn ich vieles nicht mehr wusste. Und nun wo sie verschwanden, liessen sie eine gaehnende Leere in mir zurueck... von der ich mich bereits nicht mehr erinnern konnte, dass ich sie schon einmal erlebt hatte.
Ich hatte Angst weiter zu gehen, weil ich nicht noch mehr verlieren wollte. Es war als wuerde ich mit jedem Schritt ein Stueck meiner selbst verlieren... Da war eine dumpfe Erinnerung zu diesem Gedanken, aber ich konnte sie nicht mehr greifen. Nur der Drang, immer noch weiter zu gehen, war da... Weil ich wusste, dass ich irgendwo ankommen musste...
Das Weitergehen wurde zusehends anstrengender, nicht nur weil es meinen Koerper anstrengte, sondern auch weil es mich innerlich fertig machte. Ich wollte nicht weiter, ich wollte nicht noch mehr verlieren... Ich wollte nicht, dass sich diese gaehnende Leere in mir weiter ausbreitete... Ich konnte einfach hier bleiben, dann wuerde ich mich an alles erinnern...
Aber ich hatte auch gesagt, ich wuerde einen Ausgang finden. Ich wusste nicht mehr wem ich es gesagt hatte... vielleicht Puka. Ich erinnerte mich an Puka... Ich musste zu ihm...
Aber was nuetzte es wenn ich einen Ausgang fand, und mich nicht mehr an ihn erinnern konnte? Falls es hier ueberhaupt einen Ausgang gab. Ich wusste nicht einmal mehr wohin ich eigentlich wollte.
Einen Ausgang finden, oder hier bleiben und meine Erinnerungen behalten?
Vergangenheit oder Zukunft?
Ich blieb sitzen. Lange blieb ich sitzen, liess die Tage vergehen, erinnerte mich an all das was ich noch wusste. Ich rief es mir so genau wie moeglich ins Gedaechtnis und versuchte es zu behalten, damit ich es nicht vergessen wuerde.
Und dann, irgendwann, nach vielen Tagen, entschied ich mich. Fuer die Zukunft.
Ich stand auf und ging weiter durch die endlose Wueste. Ich dachte nicht nach, was mir nicht besonders schwer fiel. Vielleicht wuerde alles gut gehen, wenn ich nur nicht nachdachte. Ich behielt nur Puka im Sinn, klammerte mich an ihn, um mich daran zu erinnern, dass ich weiter musste. Ich dachte nicht darueber nach was weiter passierte... Es war nur wichtig, dass ich wieder zurueck fand...
Zurueck wohin?
Ich kniff leicht die Augen zusammen, als in der flimmernden Luft in der Ferne etwas auftauchte, das nach mehr als nur einer weiteren Duene aussah. Etwas Gruenes, wie ein gruener Fleck... Es war noch zu weit weg.
Mir war schwindelig, aber ich hielt weiter darauf zu. Es kam naeher und bald konnte ich auch mehr erkennen. Es schien eine Oase zu sein. Es gab Baeume und Gras und Wasser.
Meine Beine trugen mich kaum noch und ich spuerte, dass ich jeden Moment zusammenbrechen wuerde... Ich konnte nicht mehr... Mein Atem ging keuchend und mein Herz ging stolpernd, genau wie meine unsicheren Schritte. Ich schleppte mich mehr voran, als dass ich lief. Aber dort vorne war das Leben, und wenn ich es nur schaffen konnte dorthin zu gelangen, dann konnte ich mich ausruhen, dann wuerde alles wieder gut werden...
Ich stolperte und fiel in den Sand... Die letzten Meter kroch ich auf allen Vieren. Mir wurde schwarz vor Augen und die Luft schien zu dick zu sein um zu atmen... Mein Herz schlug mir heftig und unnatuerlich gegen die Brust. Gleich...
Und dann war es vorbei. Ich brach auf dem Boden zusammen und hatte keine Kraft mehr wieder aufzustehen. Ich fuehlte mich ausgelaugt und zerbrochen. Unter meinen Haenden spuerte ich Sand und ein paar Grashalme. Aber nichts wurde besser. Ich war am Ende und es war vorbei.
Es war das Ende. Vorbei...
Ich schloss die Augen... und ruehrte mich nicht mehr...





Signatur
. : Marian . : . 17 Jahre . : . Mensch : .
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Come, tell me your trouble
I'm not your answer
But I'm a listening ear

I don't know why a good man will fall
While a wicked one stands
And our lives blow about
Like flags on the land

I don't know why the innocents fall
While the monsters stand
I don't know why the little ones thirst
But I know the last shall be first
I know the last shall be first

..: = flags = :..

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