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Soraya ![]() Weltenbastlerin ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 04.10.2006 Beiträge: 1273 Nachricht senden |
In der Nähe des Strandes befindet sich ein undurchdringliches Felslabyrinth, dass während den letzten Jahrhunderten durch das Salzwasser seine Form erhielt. Signatur Here's a lullaby to close your eyes (Goodbye) It was always you that I despised. I don't feel enough for you to cry. Here's a lullaby to close your eyes (Goodbye) | |||
Lyess ![]() Dem Talas sein Eigen ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Status: Offline Registriert seit: 26.01.2007 Beiträge: 1806 Nachricht senden |
Der Spalt über den sie eben noch mehr als dankaber gewesen war, stellte sich bald als echtes Labyrinth heraus. Die Haare und den Mund voll mit Sand lief Lyess so schnell es die schmalen Gänge erlaubten. Die Akustik hier war so seltsam verzerrt, daß es ihr nicht gelang ein zu schätzen, aus welcher Richtung die Rufe und Schritte kamen die an ihr Ohr drangen. Ihre Orientierung hatte sie schon nach wenigen Metern verlohren und bog wahllos mal links und dann wieder rechts ab, immer in der Hoffnung, nicht in einen Piraten hinein zu laufen. Es war kein Pirat, der sie fast zu Fall brachte, sondern eine Wasserlache, die sich als weitaus tiefer erwies als sie aus sah. Stolpernd brachte die Elfe sich grade noch ins Gleichgewicht, bevor sie lang hingeschlagen wäre und spitze Felskanten bohrten sich überaus schmerzhaft in ihre nackten Arme. Der leise Verdacht, daß es gar keine Piraten brauchte, um hier zu sterben stieg in ihr auf und sie bezweifelte ernsthaft, daß es ihr gelingen würde, einen Ausgang aus diesen sich aneinanderreihenden Felsen zu finden. "Wenigstens kann jetzt keiner behaupten, ich wäre die einzige, die das Ganze heil überstanden hat", dachte sie als sie ihre blutenden Arme betrachtete und spürte, wie zumindest der linke Arm sich anfühlte, als hätte ihr Knochen grade beschlossen, sich in kleine Splitter auf zu teilen. Mit einem Gesichtsausdruck der gar nicht zu der sonst so unbeschwerten Frau passen wollte, drückte sie die Sachen fester an sich und lief weiter. Wie lange sie schon unterwegs war, wußte sie nicht und um sie herum sah alles gleich aus. Nach einer Ewigkeit bog sie schließlich um eine weitere Ecke, von der sie nicht erwartete, daß sie sich von den hunderten zuvor unterscheiden würde und fand sich auf der Rückseite des Fischerdorfes wieder. Ungläubig starrte sie auf die kleinen Hütten und rechnete damit, daß sie sich jeden Moment als unecht entpuppen würden und der Schmerz des gebrochenen Armes sie dazu brachte, Dinge zu sehen, die gar nicht da waren. Die Hütten blieben. Hinter ihr schien niemand zu sein und die Elfe beschloss, daß nun ein günstiger Zeitpunkt wäre, zusammen zu brechen. Achtlos lies sie die Sachen in den Sand fallen und sich eben so achtlos daneben. Ihr Körper weigerte sich strickt wieder auf zu stehen und sie betrachtete die Palmen über sich und den blauen Himmel. Sollte sie doch irgendwer finden, ihr Soll für heute war eindeutig erfüllt. Signatur | |||
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