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gerhardo

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2006 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2006 - 18:40 |  |
Felsenbirnen - kennt fast keiner gibt es aber!
Ich bin auf der Suche nach einem Rezept für Fruchtwein. Bislang ohne Erfolg.
Das einzige was ich fand sind Gele-Rezepte.
Ich habe nach "Gefühl" eine Maische angesetzt.
8750 gr. Frucht; 2,7 L. Wasser; 2250 gr. Zucker
Hefe: Tarragona
Nach 10 Tagen rd. 10 % Alkohol - Maische schmeckt
"fad" da ich einen Dessertwein möchte, nochmal 1000 gr. nachgezuckert.....
Hat jemand ein Rezept?
oder
Hat jemand schon Erfahrungen mit Felsenbirnen?
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13383 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2006 - 19:37 |  |
Hallo gerhardo,
willkommen im Forum 
schau mal hier vorbei:
http://www.razyboard.com/system/morethr … 627-0.html
Vorsicht mit den Kernen. Ich bin etwas beunruhigt das Fibrion einen Bittermandelgeruch bemerkt hat, das deutet auf die giftige Blausäure hin. Steinobst enthält Substanzen in den Kernen die Blausäure freisetzen können. Und Fibrion hat den Geruch bemerkt obwohl er eine Saftgärung durchgeführt hat. Generell dürfen Kerne nicht zerkleinert werden und sollten schnellstmöglich aus dem Ansatz.
Wie hoch der Fruchtanteil im allgemeinen sein sollte kann ich nicht sagen, da fehlen mir die Erfahrungswerte. Falls Du die Säure bestimmen kannst würde ich einen Saft wie von Fibrion beschrieben herstellen (siehe auch Rezept für rote Johannisbeeren, eventuell weniger stark erhitzen wegen der Blausäure). Ist der Säurewert zu niedrig wird Säure ergänzt, andernfalls mit Wasser auf einen guten Wert verdünnen. Dazu kommen die üblichen Zutaten (Hefenährsalz....).
Falls Du schon Meßwerte zur Säure hast poste sie bitte!
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |
fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6080 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2006 - 19:45 |  |
Fesenbirnen habe ich erst in diesem Jahr kennen gelernt. Einige Sträucher in meiner Umgebung fielen dadurch auf, dass unter ihnen dunkle Punkte waren, nämlich die reifen, abgefallenen, zertretenen Beeren.
Ich habe mich dann ähnlich wie du ans Pflücken gegeben um auch Wein daraus herzustellen. Das erste Problem ist die verhältnismäßig dünne Belegung der Zweige mit Beeren. Das zweite Probem ist wie beim Holunder die Größe des Strauches, der keine Anstellleiter verträgt. Also habe ich nur erreichbare Beeren gepflückt. So um 2 kg.
Das gab 1,5 l Saft. Zu wenig für einen Weinversuch.
Allerdungs bin ich zu folgenden Erkenntnissen gekommen: Süßer Saft bis zu 75 ° Oe und wenig Säure, um 5 g/l. Eine Verdünnung verträgt der Saft kaum, dann schmeckt er nach laff. Das Pressgurt riecht nach Marzipan, ein Zeichen von Blausäure in den Kernen.
Du hast jetzt eine Maischegärung gemacht. Wieweit riecht denn der Wein oder das Pressgut nach Marzipan? Also, ein Rezept habe ich auch nicht, ich hätte auch nur probiert. Den Saft brauche ich jetzt als Farbgeber und Geschmacksbringer in anderen Fruchtweinen.
Lass uns wissen, wei es bei dir weitergeht. Im nächsten Jahr bemühe ich mich um eine bessere Ernte.
Edit: Fruchtweinkeller war schneller
[Dieser Beitrag wurde am 14.07.2006 - 19:46 von fibroin aktualisiert]
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
lexxa  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 26.06.2006 Beiträge: 351 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2006 - 22:04 |  |
hallo,
Die Felsenbirne kannte ich noch gar nicht.
Nach was schmeckt die denn, denke mal birne heißt sie wegen dem aussehen,oder ?
hier ein paar "technische" infos gegoogled:
http://www.fh-weihenstephan.de/fgw/wiss … php?id=112
gruß
Signatur "Schade, daß man einen so guten Wein nicht streicheln kann."
Kurt Tucholsky |
fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6080 Nachricht senden | Erstellt am 14.07.2006 - 22:17 |  |
Also, weder noch. Sieht nicht wie Birne aus und schmeckt auch nicht so. Es sind Wildfrüchte, die Vogelbeergröße haben und von den Vogeln auch gerne gefressen werden. Haben auch Widfruchtgeschmack.
@lexxa
habe hier gepostet:
Garten, Obst- und Fruchtanbau » Fruchtbestimmung
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
gerhardo

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2006 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 15.07.2006 - 12:53 |  |
Erst mal vielen Dank für euer Interesse!
Ich werde 4 - 5 Tage noch warten, da ich jetzt erst
nachgezuckert habe.
Ich werden dann die Säure messen und evtl. nochmal nachzuckern - nachdem die Maische dann rd. 3 Wochen gährt, werde ich abpressen und schauen, ob es nach Marzipan riecht - möchte den "Trester" evtl. brennen lassen... schauma a moi wie wir Bayern sagen.
Ich werde es euch berichten ist doch klar!
Super war auch die Zusammensetzung von Weihenstephan
hatte ich nicht gefunden.
Danke!
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gerhardo

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2006 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 17.07.2006 - 21:11 |  |
Versuch Felsenbirnen
Ich habe heute die Säure gemessen 5,0
musste den Zuckeranteil nochmal erhöhen, bin jetzt bei 40 % des Fruchtanteils; vielleicht hätte ich kein Wasser zusetzen sollen.
Ich werde noch 2 - 3 Tage warten und dann die Maische abpressen.

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gerhardo

Status: Offline Registriert seit: 14.07.2006 Beiträge: 4 Nachricht senden | Erstellt am 18.09.2006 - 20:46 |  |
Also mein Wein aus Felsenbirnen schmeckt hervorragend (Dessertwein).
Wer es nächstes Jahr mal probieren möchte hier das Rezept:
4 kg Frucht/1,3 L Wasser/1,3 Kg Zucker
20 ml Antigel 1 Fl. Reinzuchthefe/ 4 gr. Hefenährsalz und 1 gr. Kaliumpyrosulfit
Felsenbirnen (nur die Dunkelroten pflücken)zerkleinern, mit Antigel ca. 8 - 10 Stunden
zugedeckt stehen lassen.
Zucker im Wasser auflösen und mit Hefe und Maische vermischen.
Nach 2 Wochen abpressen (Felsenbirnen haben sehr viele kleine Kerne).
Wenn sich die Hefe abgesetzt hat - abziehen und wieder stehen lassen.
Der Wein klärt sich von selbst sehr gut.
Ähnlich wie Johannisbeer oder Erdbeerwein.
evtl. nachsüssen.

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