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...   Erstellt am 07.07.2009 - 23:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


FDP: Trennung von Staat und Kirche?


München. Das Kirchenpapier der FDP ist einer Verlautbarung eines Sprechers des "Evangelisch-Liberalen Gesprächskreises Bayern" zufolge als "erledigt" zu betrachten. Dieser FDP-Arbeitskreis, der dem Landesvorstand nahesteht, betont, daß das Kirchenpapier von "zahllosen" FDP-Mitgliedern verurteilt werde und von Anfang an "nicht als ein Gesetzgebungsprogramm, sondern als ein Diskussionsangebot an die Kirchen unterbreitet wurde". Da diese aber auf das Angebot nicht eingegangen seien, sei, dieses Papier als Gesprächsgrundlage gegenstandslos. (Evangelisches Gemeindeblatt Bayern)

Da diese Erklärung nicht ohne Zustimmung zumindest der bayerischen FDP-Spitze herausgegeben wurde, hat sich hier offenbar in einem weiteren Bereich eine "Wende" innerhalb der FDP vollzogen. Die einzige Partei, die konsequent an Kirchenpapier und an der Trennung von Staat und Kirche festhält, sind nunmehr die Liberalen Demokraten (LD).


Aha! Die FDP, bzw. ihre Poltgestalten, die sich gewissermaßen als DIE LIBERALEN verstehen, haben also vor der Macht der Kirchen kapituliert und somit ihre liberalen Grundsätze aufgegeben.
Für mich liest sich das ungefähr so, wie wenn das revolutionäre bürgerliche Lager die Monarchie, bzw. den König auffordert, endlich abzudanken und damit den Weg für eine liberale Demokratie freizumachen.
Der König aber hält das Schreiben nur für einen Witz seines Hofnarren und er reagiert nicht darauf.

Was also macht der Hofnarr?

Nun, ganz einfach: Er erklärt, daß es sich dabei eh nur um einen völlig unverbindlichen Vorschlag gehandelt habe. Weil aber der Monarch nicht auf eine Diskussion darüber eingegangen sei, habe sich dieser Vorschlag eben wieder erledigt.

Ist es nicht köstlich? Die Vorkämpfer des Liberalismus, John Locke, Immanuel Kant und Voltaire würden sich im Grabe umdrehen, wenn Sie das noch miterlebt hätten. Ebenso die Gründerväter der FDP, Theodor Heuss und Thomas Dehler.

Na egal, zumindest weiß ich bei der nächsten Bundestagswahl, wo ich mein Kreuz nicht machen werde.

Tschüß Guido, ich muß jetzt zum Hambacher Fest! Dort ist was los! Kuckstu:





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