Quarter gutes member
  

Status: Offline Registriert seit: 28.12.2003 Beiträge: 203 Nachricht senden | Erstellt am 18.01.2004 - 22:32 |  |
Hallo ihr Lieben, hier kommt dann also noch mal eine Geschichte von mir. Habe mal versucht, in einem ganz anderen Stil zu schreiben und auch etwas Abstand haltend von meinen gewöhnlichen Storys (Pferden - die andere die hier schon ist war auch ne Ausnahme)...! Übrigens habe ich mir die meisten Sachen neu ausgedacht. Klar gab es die Saga Einhörner schon vorher und über den Basilisken habe ich mich auch informiert, aber z.B. die anderen Wesen habe ich mir ausgedacht und einige Merkmale von Einhörnern und Basilisken verändert. Im Großen und ganzen ist das mal ne ganz spezielle Geschichte, wo ich richtig Kreativ war, da ich auch andere Sachen geschaffen habe, statt der Geschichte .
Darauf liegt also 100% mein Copyright und darf nicht kopiert oder in irgend einer anderen Form verwendet werden. Denkt euch lieber was selbst aus .
Die Sonne tauchte die Landschaft in ein tiefes Rot, kurz bevor sie sich ganz hinter den Horizont niedersenkte, als wenn sie schlafen wollte bis zum nächsten Morgen.... Der abendliche Wind strich sanft über das Gras, schien es zu glätten um es dann sanft wieder aufzurichten. Die letzten schwachen Strahlen warfen sich noch über die Berge hinüber und im Halbdunkeln der Nacht getaucht, lag der Wald da, friedlich und doch scheinbar arglos, als wenn er nicht wüsste, was er in sich barg. Käuzchen riefen in die langsame Dunkelheit, die sich sanft über sie legte wie in Tuch, hinein und das fortwährende Rauschen des Windes in den Baumkronen erklang besänftigend. Strahlend Weiß und zierlich, den Hals stolz gebogen, das Horn schräg in die Höhe gerichtet stand es auf dem Weg, wissend das keiner es Nachts im Wald stören würde. Der lange Schweif schlug im Wind, als wenn er damit spielen würde, und die Mähne glitt sanft unter den leichten Bewegungen hin und her. Die Hufe, angeblich aus purem Gold, glänzten schwarz, in der immer dichteren Dunkelheit kaum mehr sichtbar. Die klugen Augen, wie die eines Menschen aussehend, glitten umher, kein winziges Detail entgehend. Maiestätisch, sich sehr wohl seiner Schönheit bewusst, schritt es voran, bedächtig jeden Huf nach vorne gesetzt, als wenn es langsam seinem Todesurteil entgegen treten würde. Den Kopf nun nach oben gerichtet, den Schweif wie eine Fahne tragend und das Horn steil in die Höhe blieb es stehend, nervös tänzelnd, aber kein einziger Tritt war zu vernehmen. Es war egal ob Tag oder Nacht, der Mensch konnte es nicht wahrnehmen, sah nicht genug hin, um die Schönheit zu sehen, die sich verborgen im Schutze seiner Macht hielt, hörte nicht genau, um die Tritte zu hören, das klare Schnauben, roch nicht klar genug, um den süßlichen Duft zu erkennen, schmeckte nicht, um den angenehmen Geschmack in der Luft wahrnzunehmen. Wie im Tagtraum scheinen wir durch's Leben zu gehen, ohne zu erkennen, was für herrliche Geschöpfe um uns leben. Die Zeit nimmt von uns besitz, greifend und herrschend, nach vorne treibend, nur auf einen Punkt fixiert, ohne andere zu beachten. Die Stille schien zu regieren, bis sich, plötzlich, ohne den scheinbaren Anflug eines Geräusches, weitere Einhörner aus der Umgebung näherten, stolz und ihrer Schönheit bewusst, vorsichtig und denoch schnell, gesellten sich hinter das Erste, um zu warten, was geschah. Die Bäume, nun von so viel schönen Geschöpfen erhellt, schien mit dem Wind zu flüstern, zu fragen, was jetzt gleich passieren würde, warum sie alle hier waren, auf diesen einzigen Fleck. Ein schriller Schrei erzitterte in der Luft, nichts scheinte sich mehr zu regen, Ruhe herrschte, scheinbar das vorhere Rauschen erdrückend, und die weit geblähten Nüstern und das nach oben gerissene Maul verriet, dass das erste Einhorn den Ruf von sich gegeben hatte. Wie nur darauf wartend erklangen harte Tritte, die Zweige zerbrachen und Blätter beiseite schoben. Durch das dichte Dickicht schob sich eine Herde, eine lange Schneise hinter sich ziehend. Die Hufe, die einfach keine klare Form annehmen wollten, sondern fließend aussahen, waren leuchtend rot, der Kopf eines Hirsches lag auf einem eben solchen Hals, der Körper bis zu den Hufen gedrunken und kräftig, wie die eines Rindes. Kurz hinter der Schulter befanden sich lange, breite Adlerflügel, die um ein mehrfaches verdoppelt groß schienen. Die Augen, rot wie die schemenhaften Hufe, sahen sich suchend um und wendeten sich dann ganz plötzlich ab, als etwas anders sich ebenfalls näherte. Es rauschte durch die Blätter, knisternd und scheinbar schleichend und dennoch schnell wie ein Pfeil. Der Basilisk (Es gab ihn schon vor Harry Potter , sogar die Stadt Basel ist nach ihm benannt!) schob sich voran und die Bäume hinter ihm schienen ein plötzliches Gelb anzunehmen, erholten sich aber rasch, als er vorbei gezogen war. Die leuchtend Gelbe Augen sahen sich suchend um und bemerkten, dass die Fehale sich abgwendet hatten, die Einhörner, die den Basilisken nicht mehr Respekt als jedem anderen zollten, starrten ihm direkt in die Augen, als wenn sie ihn begrüßen wollten. Er schlängelte sich um einige Bäume - die direkt gelb wurden - und sah dann zischend von den Fehalen weg. "Nun, Einhörner, warum ruft ihr uns?" In der Stimme des Anführers der Fehalen klange indeutiger Missmut mit. Die Stimme des Einhornes klang klingelnd ähnlich und störmte als warmes Gefühl durch den Körper. "Wartet!" Einige Minuten verstrichen, als man plötzlich ein Donnern vernahm. Es klang so brechend und zerstörend, dass der Basilisk herum schnellte und seine Augen zu blitzen begann. Denn das Donnern erhob sich nicht aus dem Himmel, sondern klang direkt aus dem Wald, wo man bald weitere Bewegungen vernahm. Noch ein letztes Mal donnerte es laut, als ein weiteres Geschöpf über den Busch gesprungen kam und sanft auf einem Baum landete, um dann federnd herunter zu springen. Seine Pfoten gaben kein Geräusch auf dem Boden und die katzenartigen Augen flogen über das Geschehen. Sein Körper war so groß wie die eines Rindes, hatte aber wolliges, häßlich graues Fell und sah einer Katze ähnlich, glitt aber so eng an jeden Knochen, dass man die Rippen zählen konnte und scheinbar nur das dicke Fell vor der Kälte schützte. Sein Kopf sah aus wie das eines Leoparden, jedoch wuchsen zwei faustdicke, gerade Hörner aus ihm heraus, nahe bei einander. Der Donnerball warf einen Blick zurück und kurz darauf erschienen weitere Geschöpfe seiner Art. "Wo, sssind die Elemente?", zischte der Basilisk, scheinbar wissend, was die Einhörner vorhatten. Das erste Einhorn warf ihm einen prüfenden Blick zu und schrie noch einmal in die nacht hinein. Wieder herrschte Stille, der Schrei wieder zitternd in der Luft, nichts mochte sich bewegen, bis dann, jäh, an der Seite des Einhornes ein Pferd auftauchte. Es schien aus Erde gemacht, der dicke, lähmige Schweif wie eine Route um sich schlagend. Dann erschien ein zweites Pferd, wenn man die Form als dessen deuten mochte. Flammen zügelten an Stelle seines Körpers, rot, organe, gelb, an manchen Stellen blau und grün. Einige Einhörner sprangen erschrocken zu Seite, als das Feuer in mitten des Körpers sie zischend und zügelnd anschnaubten. Es dauerte nicht lange, als ein drittes Pferd erschien. Man konnte durch es hindurch sehen, aber der Hintergrund war verschwommen und im Körper schienen einige Wellen zu schlagen. Ein Donnerball fröstelte, da das Pferd neben ihm scheinbar Feuchtigkeit und Kälte im Umkreis verbreitete. Die Fehale und Donnerballen warteten auf das vierte Pferd, aber der Basilisk und die Einhörner sahen gebannt auf etwas unsichtbares neben der Erde. Bei näheren Hinsehen erkannte man ein schemenhaft gezeichnetes Pferd, welches man mehr hörte als sah. Es heulte leise, wie der Wind der um die Ecken pfiff und nur die Ränder fahren fein gezeichnet, als wenn es den Wind darin geborgen hielt. Ein Hauch fuhr am Basilisken vorbei, denn der Wind hatte so schnell seinen Platz geändert, dass man ihn nur hatte spühren können. Ein Donner schoss aus den Hörnern des verwirrten Anführer der Donnerballen, der scheinbar nicht verstehen konnte, was hier vor sich ging. "Sprich!", herrschte er dann das Einhorn an, dass ihm einen gebieterischen Blick zu warf und sich einmal blitzschnell um sich selbst drehte. "Sehr gesprächig sind die ja nicht!", flüsterte ein Fehale dem anderen zu. Das Einhorn, welches den Satz sehr wohl mit gespitzen Ohren gehört hatte, reagierte nicht. "Wir haben euch, Fehalen, Donnerballen, den Basilisk und die vier Elemente, hier her gerufen, um mit euch zu reden." Das Feuer zügelte um die Geschöpfe herum und trieb sie dichter beisamen. "Bündelt euch, dass uns keiner hören mag...", raschelte es. "Als wenn man uns nicht sehen würde!", sagte ein Donnerballen belustigt, doch das Feuer zischte um ihn herum, drang ihn dicht an einen Baum und lies, gerade als das Fell leicht zu kockeln begann, von ihm ab. "Spöttet nicht!", rief die Erde mit bebender Stimme und sah zum ersten Einhorn hinüber. "Beginn, Einhorn!" Nervös tänzelte das weiße Geschöpf herum und versuchte sich zu konzentrieren. "Es kann nicht weitergehen, dass wir, uralte Geschöpfe, eingedrängt in einen winzigen Wald leben müssen, uns nur nachts wirklich heraustrauen dürfen, weil die Menschen uns zwingen." Das Basilisk lies ein wütendes zischen vernehmen, schlug wild mit dem Kopf und schlug dann beinahe wütend zu Boden. "Sssag niemalsss diesssen Namen!" - "In deiner, lang zurückliegenden Vergangenheit, wurden deine Artgenossen getötet, von ihnen. Wir wissen es. Wir waren dabei, wie du dich erinnern magst, wir Einhörner waren dabei." Der Basilisk warf ihm stechende Blicke zu. "Und wie du weissst, habt ihr nichtsss unternommen." Wütendes Schnauben auf Seiten der schönen Geschöpfe drang schwellend an und es trat eine spürbare Unruhe auf. "Schweigt! Damals waren wir Feinde. Ihr wisst es." "Ihr seit der Letzte eurer Art...", meinte da plötzlich das Wasser, wobei die Wörter so fließend zusammenhängend klangen, "nirgendswo sonst auf der Erde gibt es andere Wesen wie wir." Die anderen Tiere schienen bestürzt, gleichwohl sie es schon lange wussten. "Darum geht es! Wir müssen etwas tun. Lassen wir uns nicht zusammen drängen, wie normale Tiere, lassen wir uns nicht verbannen, von den Wesen, die sich uns überlegen glauben." Die Fehalen traten hervor, die Hufe flammend, die Geweihe hoch erhoben. "Und was gedenkt ihr zu tun?" - "Wir," antwortet das Einhorn langsam, "wollen uns nicht's mehr sagen lassen. Wir sind die ältesten Geschöpfe, die der Erdboden kennt. Wir waren die ersten Geschöpfe, die sich auf dem Boden bewegen durften. Ihr wisst es. Der Basilisk kam direkt mit uns." Die Luft, pfeiffend, beinahe singend, stellte sich neben das Einhorn. "Das sagtet ihr breits!" singsangte sie. Das Einhorn rief: "Eben um uns nicht unterdrücken zu lassen, eben darum müssen wir sie vernichten." Eine plötzliche Stille trat ein, schwerwiegender als der Tod. "Das geht nicht!", schrie der Donnerballen, wilde Blitze zischten aus seinen Hörnern und donnerten durch die Finsternis, die anderen taten es ihm gleich. "Es ist schwerwiegend!", rief der Fehale und seine Gefährten nickten um seine Worte zu unterstreichen. "Lassst esss unssss tun!", zischte der Basilisk, beinahe erfreut von den Worten des Einhornes, Todeslust in seinen Augen. "Es wundert mich, dass von euch zu hören." Hinter den Worten des Feuers folgte nichts. Gedehnte Stille breitete sich über die Nacht aus und schien nicht enden zu wollen. "Das stimmt!", rief der Donnerballen, "man sagt Einhörner sind liebliche Wesen." Das Feuer raschelte und lies scheinbar ein Lachen hören. "Da bist du schlecht informiert, Talames. Einhörner lassen sich nichts sagen und sie warten nicht, bis sie einen Gegenzug starten." Das erste Einhorn warn sich im zu. "Es stimmt, Feuer! Wir lassen uns nichts sagen - wir brauchen es nicht. So denken wir." "Ihr!", rief der Donnerballen, Talames, gehäßig. "Wieso sprichst du für die anderen mit? Haben sie keine eigene Meinung?" Plötzliche Wut flakerte in den Augen des ersten Einhornes auf. Es tänzelte um Talames herum, die plötzliche Macht in sich ausbreitend. "Wir sind nicht so töricht wie ihr! Wir sind die ältesten Wesen! Der Meinung des einen fügen wir uns an. Wir brauchen keine Namen, um uns zu erkennen. Wir sind nicht töricht wie ihr!" Der Donnerbalken war zurück gewichen, angsterfüllt. "Hört nicht auf ssssie! Ssssie sssind die jüngsssten unter unsss. Ssssie haben keine Ahnung!" Ein hinterer Donnerballen sprang herum: "Schweig -!" Er hatte das Wort nicht ganz zu Ende gesprochen, als er tot umfiel. Der tödliche Blick des Basilisk hatte ihn getroffen. "Was habt ihr getan?", schrie Talames, verbat sich aber jeden Blick. "Er war dumm!", wehrte das Wasser ab. "Wo doch jeder weiss, dass nur die Einhörner und wir dem Blick des Basilisk überlegen sind. Außerdem," fuhr es fort, "hat er es nicht mit Gewissen getan. Die Schuld liegt bei euren Untertan." Talames fauchte und spuckte. "Sie sind nicht meine Untertanen!" Der Wind war im Bruchteil einer Sekunde bei ihm und hauchte ihn an. "Das ist dumm von euch. Sie könnten sich aufstellen." Die Donnerballen gerieten in Aufruhr, sie äugten sich wütend um, mieden aber jeden neugierigen Blick zum Basilisk, der das erste Einhorn erstaunt anschaute. "Ihr mögt älter sein, durchaus! Aber wir sind nicht so jung wie die Menschen und wir wissen, dass wir zusammen halten müssen." "Ich bringe sssie um!", zischte der Basilisk, "Mein Körper durssstet danach, Menschen anzzzublicken, ihre Felder zu verdören, die sssich nicht erholen werden, wie in diesssem verzzzzauberten Wald!" Die Einhörner blickten auf, tänzelten freudig herum, die schönen Köpfe weit erhoben, dem Basilisk dankbare Blicke zu werfend. "Wir werden zuschlagen, mit dem Basilisk. Und wenn die anderen sich uns auflehnen, werden wir sie umbringen müssen." Schallendes, vierstimmiges Lachen erklang und es drang zu einer so großen Macht an, dass sie anderen Geschöpfe zuckten und sich duckten. "Nehmt euch in acht, Einhörner. Wagt nicht, uns zu drohen!" Das erste Einhorn reagierte sofort: "Ich sprach nicht mit euch, Vier Elemente! Es waren die anderen Wesen, die ich meinte." Die Donnerballen waren aufgebracht, sprangen um die anderen herum und schienen sich nicht entscheiden zu können. "Uns werdet ihr nicht töten brauchen, Einhörner. Wir werden euch helfen.", rief der Erste der Fehalen. "Wir hörten, die Menschen können fliegen. Und sie haben Waffen, mit denen sie uns leicht umbringen können. Eine Druckwelle breitet sich aus, sie verdunkelt Tage lang die Sicht. Es war einer unserer Gefährten dabei.", rief Talames erregt. Die Erde blickte traurig, es war das erste Mal, dass die anderen sie nicht in ihrer Macht strahlen sahen. "Aber sie sind auch dumm. Sie bringen sich gegenseitig um." Stille herrschte. "Wie kann man nur so schwach sein?", fragte der Fehale und die anderen sahen ihn an. "Ja, sie sind schwach. Und so werden wir sie umbringen. Gegen uns haben sie keine Chance, besonders, wenn uns die vier Mächte helfen." Das Einhorn lies den Blick von den vier auf die Donnerballen schweifen. "Und wenn wir nicht die Schwäche zeigen, die die Menschen uns darlegen." Die Katzen nickten nur und das Feuer näherte sich langsam und bedächtig. "Wie? Wie? Habt ihr euch gefragt, wie? Die Tiere, wir werden sie nicht töten. Ich sage euch, wenn Tiere getötet werden, bringen wir euch um." Die anderen drei Elemente schienen ihn bestärken zu wollen, denn sie standen direkt hinter ihm. "Es," begann das erste Einhorn ruhig, "steht nicht in unserem Sinne, unschuldige Lebewesen zu ermorden. Es könnten aber Tiere umkommen." - "Solange es nicht zur Absicht wird.", raschelte das Feuer und wand sich wieder ab. "Dann steht es fest. Wir werden reden, ein ander Mal. Der Plan muss gefestigt werden. Sie haben Wirkungsvolle Waffen. Wir müssen überlegen, ein ander Mal. Denkt in eurer Herde nach, keiner von uns soll zu Schaden kommen. Basilisk, du kommst mit uns. Wir müssen reden." Damit drehte sich das erste Einhorn und die Herde, strahlend ihrer Schönheit, galoppierten Stolz und Energievoll davon, gefolgt von dem sich schlängelnden Basilisk, der eben so mächtig aussah, wie ein Einhorn.
(c) by Charlotte Hoes
Signatur
 |