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DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ ![]() Status: Offline Registriert seit: 16.03.2007 Beiträge: 1364 Nachricht senden |
N paar kennen diese Geschichte schon, hab se bei FF.de schon drin... Nur die letzten Kaps noch net, aber die kommen noch XD Zelos rannte so schnell er konnte durch Mizuho zu Sheenas Haus. Ohne anzuklopfen riss er die Tür auf. „Sheena, du musst mir helfen!“ „Wobei denn diesmal? Muss ich dir wieder deine Groupies vom Hals halten?“, fragte Sheena desinteressiert. Zelos schüttelte den Kopf. „Bitte, es ist wirklich wichtig! Ich habe einfach keine Ahnung, was ich machen soll!“ „Also gut… Wie kann ich dir helfen?“, fragte Sheena. Zelos packte sie am Handgelenk. „Danke, Sheena! Du weißt gar nicht, wie sehr du mir hilfst! Wir müssen nach Meltokio!“ „O-Okay…“, murmelte Sheena und ließ sich von Zelos zu seinem Rheaird ziehen, mit dem sie dann in die königliche Stadt flogen, wo Zelos wohnte. Kaum hatten sie seine Villa betreten, hörten sie auch schon jemanden schreien. „Zu Hilfe! Ich kann nicht mehr!“ „Sebastian!“, rief Zelos und stürmte die Treppe nach oben. „Ich habe Sheena mitgebracht! Sie wird uns helfen!“ Zelos öffnete die Tür zu seinem Zimmer und ging hinein. Sheena folgte ihm neugierig. Als sie sah, in was für einer Situation Sebastian sich befand, zog sie irritiert eine Augenbraue nach oben. „Und du erwartest von mir, dass ICH dir in dieser Situation helfe?“ Zelos nickte nervös. „Tse, ausgerechnet ich… Und wie kam es dazu?“, fragte Sheena. Zelos ging durch die Straßen von Meltokio, um das schöne Wetter zu genießen. Viele Leute waren heute draußen und Zelos sah eine kleine Familie. Der Vater trug ein kleines Kind auf seinen Schultern und kaufte ihm gerade ein Eis, während die Mutter ein schlafendes Baby im Arm hielt und die beiden anlächelte. Zelos lächelte und betrachtete die kleine Familie so lange, bis sie woanders hinging. Der ehemalige Auserwählte saß auf einer Bank und fragte sich, wie es wohl war, eine Familie zu haben. Er hatte nie wirklich eine gehabt. Seinen Vater hatte er kaum gesehen, seine Mutter war früh gestorben und seine Schwester hasste ihn. (Zumindest denkt er das ja) Die einzige Person, die wirklich immer für ihn da gewesen war, war sein Butler, Sebastian. Er war für Zelos mehr als nur ein Diener, den man leicht ersetzen konnte. Er war sein Freund. Zwar konnten Freunde auch die zweite Familie werden, aber es war einfach nicht das Gleiche, wie wenn man jemanden bei sich hatte, mit dem man auch durch Blut verbunden war. In diesem Moment hätte Zelos alles dafür getan, eine Familie zu haben, mit der er die Zeit verbringen konnte und nicht irgendwelche Groupies, die noch nicht einmal einen anständigen Satz bilden konnten. Der einzige Grund, warum er sich mit ihnen abgab, war vermutlich, dass er etwas suchte, das die Leere in ihm füllen konnte. Er hatte nicht gewusst, was es war, aber jetzt wurde ihm langsam klar, dass er die Geborgenheit einer Familie suchte. Jetzt, wo Zelos wusste, wonach er suchte, wollte er etwas machen, damit er dies fand. Vielleicht konnte er seine Schwester Seles zu sich holen, aber… er bezweifelte, dass sie wirklich wie eine Familie für ihn sein würde. Sie hasste ihn und vermutlich würde sie ihn nur auslachen, wenn er ihr sagte, dass er eine Familie haben wollte. Die zweite Möglichkeit war, selber eine Familie zu gründen. Wahrscheinlich hätten alle ihn ausgelacht, wenn sie seine Gedanken hätten lesen können. Der große Herzensbrecher Zelos Wilder dachte daran, sich niederzulassen und Vater zu werden. Absurd. Das wäre es in den Augen der meisten. Aber Zelos wollte nicht mehr diese Leere spüren… Und der Gedanke an eine kleine Babyhand, die seinen Zeigefinger umschloss, erwärmte sein Herz… Nur konnte er ja schlecht alleine eine Familie gründen… Er brauchte eine Frau. Aber keine seiner Groupies kam dafür in Frage. Er wollte jemanden, mit dem man eine interessante Konversation führen konnte, jemanden, der ihn nicht als den ehemaligen Auserwählten ansah, sondern als den, der er war. Spontan fiel ihm nur eine ein, mit der er sich eine solche Zukunft vorstellen konnte: Sheena Fujibayashi. Aber auch sie war nicht gerade gut auf ihn zu sprechen. Sie scherte sich kein bisschen um ihn. Seit Jahren versuchte Zelos schon, ihr Herz zu gewinnen – nicht, weil er von Anfang an vorgehabt hatte, eine Familie mit ihr zu gründen, sondern einfach nur, weil es ihn wurmte, dass es eine Frau gab, die nicht seinem Charme verfiel – aber sie war einfach ein harter Brocken, eine echte Herausforderung. Je mehr Zelos mit ihr flirtete, desto mehr entfernte sie sich von ihm. Vielleicht musste er ihr zeigen, dass er nicht nur der Casanova war, den alle in ihm sahen, sondern dass er auch verantwortungsbewusst und einfühlsam sein konnte. Zelos seufzte. Es hatte sowieso keinen Sinn, jetzt weiter darüber nachzudenken. Er würde ja sehen, was die Zukunft für ihn brachte. Er ging zurück zu seiner Villa. „Sir, Sie haben Besuch“, teilte Sebastian ihm mit. „Sie ist im Esszimmer und wartet auf Sie, Mylord.“ „Sie? Was für ein andauernd kicherndes, dummes Zeug laberndes Groupie ist es diesmal?“, fragte Zelos seufzend. „Hey, hey, bring mich nicht in Verbindung mit diesen überschminkten, kreischenden Mädels, mit denen du dich sonst immer abgibst“, sagte jemand hinter ihm. Zelos drehte sich um und wich einen Schritt zurück. „Sh-Sheila!“ Sheila ging zu ihm hin und verpasste ihm eine Kopfnuss. „Wir haben uns schon lange nicht mehr gesehen, Zelos.“ Der Rothaarige rieb sich die Beule an seinem Kopf. „Aber du bist immer noch so brutal wie früher…“ Schon hatte er sich die nächste Kopfnuss eingehandelt. „Und du weißt immer noch nicht, wann es besser für dich ist zu schweigen“, erwiderte Sheila grinsend. „Was machst du hier?“, fragte Zelos verwirrt. Sheila seufzte. „So ungern ich das auch tue, aber ich muss dich… um einen Gefallen beten.“ „DU bittest MICH um Hilfe?! Wann geht die Welt unter?“, fragte Zelos scherzhaft. Diesmal bekam er einen Tritt in den Magen. „Jetzt tu nicht so, als wäre es ganz und gar abwegig, dass deine Cousine dich um Hilfe bittet!“, rief Sheila verärgert. Zelos rieb sich mit schmerzverzerrtem Gesicht den Magen. „Aber ungewöhnlich… Was soll ich machen?“ Sheila ging ins Esszimmer und bedeutete ihm, ihr zu folgen. Zelos sah einen kleinen Jungen, der nicht älter als drei, vier Jahre sein konnte, der mit ein paar Bauklötzen spielte und ein schlafendes Baby in einem Kinderwagen. Zelos sah Sheila fragend an. „Ich muss für ein paar Tage aus geschäftlichen Gründen verreisen und kann die beiden nicht mitnehmen. Ich bin allein erziehend, meine Eltern sind schon längst tot, meine Nachbarin zu alt, meine Freundinnen mit ihren eigenen Kindern zu beschäftigt, das Kinderheim überfüllt und alle anderen, die ich gefragt habe, haben auch keine Zeit, also… bleibst nur noch du“, erklärte Sheila. Zelos sah hinter sich, zeigte dann mit dem Finger auf sich, als er niemanden sah und fragte dann: „ICH?!“ Sheila seufzte. „Bitte, ich habe sonst niemanden…“ Zelos sah sie mit großen Augen an. „Unmöglich! Ich habe nichts gegen Kinder, aber ich habe doch gar keine Erfahrung…“ Sheila hielt ihre Hand an die Stirn. „Ich hätte niemals gedacht, dass ich so tief sinken würde, aber… es muss wohl sein…“ Sie fiel auf die Knie, faltete die Hände und sah Zelos mit Hundeaugen an. „Bitte, Zelos, ich flehe dich an!“ Zelos kratzte sich am Hinterkopf und beobachtete die Kinder eine Weile. Der Junge spielte fröhlich mit den Bauklötzen und freute sich, als er es schaffte, einen Turm zu bauen, der nicht zusammenbrach. Das Baby hingegen öffnete verschlafen die Augen und sah sich neugierig die Umgebung an. So schwer konnte es ja wohl nicht sein, auf die beiden aufzupassen. Außerdem hatte er sich doch noch vor ein paar Minuten Kinder gewünscht. Jetzt hatte er schon einmal Gelegenheit, dafür zu üben. „Wie lange?“, fragte er schließlich. Sheila blinzelte. „Das heißt, du machst es?“ Zelos nickte, woraufhin Sheila ihm glücklich um den Hals fiel und ihm Küsschen auf beide Wangen drückte. „Oh, danke, Zelos, du rettest mir das Leben! Ich wäre dir dankbar, wenn du eine Woche lang auf sie aufpassen könntest. Danach siehst du mich auch nie wieder, versprochen.“ „Okay…“, sagte Zelos. „Wie heißen die beiden denn?“ „Ashton und Lilly. Sie sind kleine Engel, sie werden dir keine weiteren Schwierigkeiten machen, da kannst du dir sicher sein.“ Der Junge namens Ashton lächelte Zelos an, wie um die Worte seiner Mutter zu bestätigen. „Okay, das wird bestimmt ein Klacks“, meinte Zelos selbstsicher. „Danke noch mal, Zelos!“, sagte Sheila erleichtert und ging dann zu ihren Kindern. „Ashton, benimm dich bei Onkel Zelos, verstanden?“ Der junge nickte. „Mach ich, Mommy.“ „Und pass auf deine kleine Schwester auf.“ Sheila gab ihren beiden Kindern jeweils einen Kuss auf die Stirn und drehte sich dann wieder zu Zelos. Ihre Augen waren leicht feucht, aber sie sah entschlossen aus. „Ich muss jetzt gehen, Zelos.“ Auf einmal sah sie ihn ganz ernst an. „Pass bitte gut auf die beiden auf, Zelos... Sie... sind mir wichtiger als mein eigenes Leben.“ Zelos nickte und er und Ashton begleiteten sie noch bis zur Tür, wo sie stehen blieben und Sheila hinterher winkten, bis sie nicht mehr zu sehen war. Zelos nickte nachdenklich und sagte dann: „Gut, Kleiner. Was wollen wir ma – “ Verblüfft stellte er fest, dass der Junge nicht mehr neben ihm stand. Kurz darauf hörte er es krachen und er rannte sofort ins Wohnzimmer, wo er aber nur noch die Scherben einer sehr teuren und antiken Vase vorfand. Hätte Raine das gesehen, wäre sie die Wände hoch gegangen und hätte den Verantwortlichen mit ihren Blicken sofort ins Grab befördert, egal ob Kind oder Erwachsener. Aber er war nicht Raine und die Vase hatte ihm sowieso nie viel bedeutet. Er machte sich nur Sorgen darüber, was der Junge mit dem Rest seines Mobiliars anstellen würde. Die Bezeichnung ‚Kleiner Engel’ passte jedenfalls nicht zu ihm. ‚Kleiner Teufel’ hingegen schon eher. Zu Zelos’ Pech fing jetzt auch noch Lilly an zu schreien und er musste sich entscheiden, ob er nun versuchte, sie zu beruhigen oder ob er dem Krach des Jungen folgen sollte, um zu verhindern, dass er noch mehr kaputt machte. ‚Von wegen, das wird ein Klacks… Was habe ich mir nur dabei gedacht, auf diesen kleinen Satansbraten und seine plärrende Schwester aufzupassen?! Ich muss vollkommen verrückt geworden sein!’, dachte Zelos gestresst, als er erst ins Esszimmer lief, und Lilly auf den Arm nahm, um danach die Treppe hoch zu rennen und nach Ashton zu suchen. Als er in sein Zimmer kam, erkannte er dieses gar nicht mehr wieder. Seine Kleidung lag zerstreut auf dem Boden, die Wände waren beschmiert, verschiedene Bilderrahmen kaputt und die Geschenke seiner Groupies waren in alle möglichen Ecken geworfen worden. Gut, um letzteres war es weniger schade, aber Zelos konnte nicht zulassen, dass dieser kleine Rotzbengel ihm auf der Nase herumtanzte. Allerdings brauchte er Hilfe… Er konnte unmöglich alleine mit den beiden Kindern fertig werden und Sebastian konnte ihm auch nicht wirklich helfen. Seinen anderen Bediensteten hatte er frei gegeben und er wollte ihnen auch nicht den wohl verdienten Urlaub nehmen, also musste er jemand anderen wohl um Hilfe bitten. „Sebastian! Könntest du ganz kurz auf die Kinder aufpassen?! Ich bin gleich wieder da!“, rief Zelos und als der verdatterte Butler kam, drückte er ihm die kreischende Lilly in die Hand und verschwand so schnell es ging aus dem Haus und ließ den hilflosen Butler mit den beiden Kindern allein zurück. „Tja… Und dann bin ich so schnell wie möglich zu dir geflogen, um dich um Hilfe zu bitten…“, erklärte Zelos. Sheena beobachtete den kleinen Jungen, der auf Sebastians Rücken saß und an seinen Haaren zog und das Baby, das inzwischen friedlich auf Zelos’ Bett schlief. „Und warum fragst du gerade mich? Warum nicht… Raine? Die dürfte Erfahrung mit kleinen Kindern haben, immerhin hat sie Genis alleine groß gezogen“, wandte Sheena ein. „Raine und Genis sind gerade was weiß ich wo! Das Gleiche gilt für Lloyd und Colette und Regal und Presea sind mit dem Aufbau von Ozette genug beschäftigt… Also bliebst nur noch du übrig…“ Sheena verschränkte die Arme vor der Brust. „Ach, und ich habe nichts Wichtiges zu tun, oder wie? Ich bin ja nur das Oberhaupt von Mizuho, das nichts weiter zu tun hat, außer sich zu langweilen… Richtig?“ „Nein, du hast mit Sicherheit auch viel zu tun, aber… Bitte, Sheena! Ich brauche deine Hilfe!“, flehte Zelos. „Warum fragst du nicht einen deiner Groupies?“, fragte Sheena kaltherzig. „Die haben doch noch weniger Ahnung von Kindern als wir beide zusammen! Die wissen doch nicht einmal, wie man Kinder bekommt!“, meinte Zelos. „Weißt du, Zelos, das glaube ich dir sogar. Aber ich sehe trotzdem nicht ein, warum ich dir helfen sollte.“ „Bitte, Sheena! Ich mache auch alles, was du von mir verlangst!“ Zelos sah sie mit Hundeblick an. „Wenn du es schon nicht für mich tust, dann für Sebastian oder die Kinder oder für wen auch immer!“ Sheena sah Zelos, Sebastian, Ashton und Lilly an und seufzte dann. „Also gut.“ „Danke, Sheena!“ Zelos wollte Sheena schon umarmen, aber diese hielt ihn auf Abstand. „Unter einer Bedingung! Nach dieser Woche lässt du mich in Ruhe und… verschwindest aus meinem Leben.“ Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ ![]() Status: Offline Registriert seit: 16.03.2007 Beiträge: 1364 Nachricht senden |
Werd mir ein wenig Zeit lassen mit dem Reinstellen... Wer net warten kann, kann hier weiter lesen: http://www.fanfiktion.de/s/4825bff100008b6706a036b0 „Unter einer Bedingung! Nach dieser Woche lässt du mich in Ruhe und… verschwindest aus meinem Leben.“ Die Worte hallten immer wieder in Zelos’ Kopf nach, während er Windeln, Babybrei und sonstige Dinge für die beiden Kinder einkaufte. Sheena hatte ihm aufgetragen, sich darum zu kümmern, da Sheila rein gar nichts davon da gelassen hatte. Und so ging Zelos nun apathisch von einem Laden zum nächsten, während Sheena auf die beiden Kinder aufpasste. Natürlich hatte ihm Sheenas Bedingung überhaupt nicht gefallen und er hatte überlegt, ob er es doch nicht lieber versuchte, die eine Woche alleine mit den Kindern klar zu kommen, aber er wusste, dass er es nicht schaffen würde und er Sheenas Hilfe brauchte. Aber der Preis dafür war einfach zu hoch… Wie sollte er weiter leben, wenn er Sheena nicht mehr sehen konnte? Da konnte er sich genauso gut gleich von der Großen Tethe’alla-Brücke stürzen. Dann bräuchte er sich nicht mehr um lärmende Kinder zu kümmern, Seles und Sheena wären glücklich, seine Groupies könnten sich eine andere Beschäftigung suchen und er müsste nicht mehr diese Leere in seinem Inneren spüren. Zelos seufzte. Der Gedanke, allem ein Ende zu bereiten, war wirklich verlockend… Aber nur ein Feigling hätte das auch wirklich gemacht. Jemand, der absolut gar keine Hoffnung mehr hatte und nicht mutig genug war, sich weiterhin welche zu machen. Zelos hatte noch Hoffnung. Vielleicht schaffte er es, Sheena in der einen Woche doch noch umzustimmen. Und wenn nicht… Nun, dann war die Brücke immer noch da. Seufzend betrat er seine Villa und sah Sheena auf der Couch sitzen und ein Buch lesen. „Ah, da bist du ja wieder. Die Kinder schlafen, Sebastian macht Mittagessen und hat meine Hilfe höflich, aber bestimmt abgelehnt. Hast du alles bekommen?“, fragte Sheena, ohne den Blick vom Buch abzuwenden. „Ja… Wie hast du es geschafft, dass die Kinder schlafen? Ich mein, dass die Kleine schläft, kann ich ja noch nachvollziehen, aber der Junge…“ „Nun, ich habe ihm gesagt, dass er einen Mittagsschlaf machen soll und daraufhin ist er ganz brav ins Bett gegangen“, sagte Sheena. Zelos sah sie mit offenem Mund an. „Machst du Witze?! Dieser kleine Rotzbengel hat auf dich gehört?!“ Sheena schloss das Buch und sah ihn mit hochgezogener Augenbraue an. „Ja.“ Zelos starrte sie weiterhin an, als wäre sie ein Wesen aus einer anderen Welt, fing sich dann aber wieder und legte die Taschen ab. Jetzt stand es für ihn jedenfalls fest, dass er auf Sheenas Hilfe nicht verzichten konnte. Wenn sie diesen kleinen Satansbraten unter Kontrolle hatte, wurde diese Woche vielleicht doch nicht so schlimm, wie Zelos befürchtet hatte. Insgeheim hatte er sich schon Sorgen gemacht, dass Sheena nach ein paar Tagen vielleicht die Schnauze voll hatte von Ashton und gehen würde – wodurch Zelos ihre Bedingung vielleicht doch nicht hätte einhalten müssen. Aber es sah nicht so aus. Sheena sah sich inzwischen den Inhalt der Taschen an und nickte zufrieden. „Ich werde noch einmal kurz nach Mizuho fliegen. Wenn ich hier übernachten soll, brauche ich immerhin ein paar Sachen“, sagte sie. „Du… willst hier übernachten?“, fragte Zelos erfreut. „Von ‚wollen’ kann hier nicht die Rede sein… Aber traust du dir zu, in der Nacht alleine mit den Kindern klar zu kommen? Lilly wird dich nämlich bestimmt nicht gnädig schlafen lassen.“ Zelos schüttelte den Kopf. „Nein… Ich denke, ich wüsste nicht, was ich tun sollte, wenn sie anfängt zu schreien… Mal abgesehen davon, dass ich mich wahrscheinlich gar nicht aus dem Bett bequemen würde…“ Sheena nickte. „Das habe ich mir gedacht.“ Sie verließ das Haus und Zelos brachte inzwischen die eingekauften Sachen unter. Zum Mittagessen war Sheena wieder da. Sie weckte Ashton und holte Lilly in die Küche, damit sie sich sofort um sie kümmern konnte, sobald diese anfing zu schreien. Sebastian hatte Spagetti gekocht, weil er sich sicher war, dass Ashton das auch mögen würde. Und wenigstens in dieser Beziehung schien der Junge ein normales Kind zu sein. Er benahm sich sogar beim Essen, was Zelos ungemein beruhigte. Nach dem Essen richtete Sebastian Sheenas Zimmer her, Sheena fütterte die kleine Lilly, die inzwischen wach geworden war und Ashton spielte wieder einmal mit den Bauklötzen. Vielleicht war dieser Junge ja doch nicht so schlimm, wie Zelos erst gedacht hatte. Zumindest benahm er sich momentan recht gut, so dass Zelos entspannt auf der Couch sitzen und seine ganze Post durchgehen konnte. Das meiste war Fanpost, die ungeöffnet im Papierkorb landete. Zelos kannte die Briefe inzwischen sowieso schon auswendig. Meistens stand so etwas drin wie: „Hi, Auserwählter! Ich bin XY und ich bete dich an! Ich weiß, das tun viele Mädchen, aber du kannst mir glauben, ich bin viel besser als die anderen! Meinem Vater gehört diese und jene Landschaft und ich erbe irgendwann von meinem Großvater ein riesiges Schloss. Ich habe eine Menge Geld und bin eine entfernte Verwandte der Prinzessin. Bitte heirate mich also! In Liebe, deine XY.“ Unglaublich, wie viele Mädchen in dieser Stadt der Ansicht waren, eine entfernte Verwandte der Prinzessin zu sein. Zwischen all der Post fand Zelos allerdings auch noch ein paar andere Briefe – Rechnungen. Toll, entweder die Leute wollten seine Liebe oder sein Geld. Aber keiner schrieb mal einfach nur einen netten Brief, indem man sich nach seinem Wohlbefinden erkundigte. Nun, es verwunderte Zelos auch nicht weiter. Immerhin war er weitestgehend nur als Auserwählter bekannt, der Großteil der meltokischen Bevölkerung kannte nicht einmal seinen Namen, wie es außerhalb von Meltokio aussah, wollte Zelos nicht einmal wissen. Am liebsten hätte er die Rechnungen natürlich auch in den Papierkorb geschmissen, aber es brachte eh nichts – Sebastian holte sie daraus immer wieder hervor. Also legte er die Rechnungen schön brav zur Seite, damit sich sein Butler später darum kümmern konnte. Nachdem er jetzt also die meiste Post aussortiert hatte, fiel ihm ein Brief mit dem königlichen Siegel auf. Zelos zog eine Augenbraue nach oben. Wunderbar, was wollte der alte Knacker jetzt schon wieder? Er öffnete den Brief, las sich den Inhalt durch und warf ihn dann seufzend weg. Der alljährliche Ball der Adligen sollte nur mal wieder in seiner Villa stattfinden, nichts Besond- Zelos riss die Augen auf. Ein Ball?! Jetzt, wo dieser kleine Satansbraten und seine Schwester hier waren?! Auf gar keinen Fall! Was würden die Leute von ihm denken, wenn er auf einmal Kinder im Haus hatte? Obwohl… Eigentlich scherte er sich nicht darum, was andere über ihn dachten… Aber trotzdem! Wenn dieser Junge so ein Chaos anstellte wie vor ein paar Stunden, war sein guter Ruf auf jeden Fall weg! ‚Guter Ruf? Was für ein guter Ruf?’, ertönte eine Stimme in ihm. ‚Du hast nur einen Ruf als Casanova, aber der ist dir jetzt doch sowieso egal, oder?’ Da hatte die Stimme nun auch wieder Recht, aber… Er konnte sich doch nicht vor allen Adligen blamieren, indem er sich von diesem kleinen Rotzbengel auf der Nase herumtanzen ließ! Zelos fasste einen Entschluss. Er würde am nächsten Tag zum König gehen und ihn darum bitten, den Ball woanders hinzuverlegen. Falls er fragen sollte, warum, dann würde Zelos antworten, dass er… eine Plage im Haus hatte. Genau. Perfekter Plan. Konnte gar nicht schief gehen. Im nächsten Moment zupfte Ashton ihn am Ärmel. Zelos sah den Jungen fragend an. „Wo ist das Bad? Ich muss mal ganz dringend Pipi!“, erklärte Ashton, wobei er Zelos so süß ansah, dass dieser sich ernsthaft fragte, ob der Junge vielleicht doch nicht so schlimm war, wie er dachte. „Oben, ganz hinten rechts“, antwortete Zelos und der Junge lief die Treppe hinauf. Sheena war inzwischen fertig damit, Lilly zu füttern und spielte jetzt ein wenig mit dem Baby. Sie hob es immer wieder in die Luft, was Lilly zu gefallen schien, da sie lachte. „Und hooooooch!“, sagte Sheena und hob das Baby wieder zur Decke. Zelos sah ihr fasziniert zu. Auch wenn sie meinte, keine Erfahrung mit Kindern zu haben, so kam sie doch recht gut mit den beiden Kindern zurecht. Wahrscheinlich war es einfach nur der mütterliche Instinkt, der bei jeder Frau irgendwann zum Vorschein kam. „Hmm… Ich denke, du wirst eine gute Mutter sein…“, sagte Zelos mehr zu sich selbst. „W-Was?“, fragte Sheena, die ihn gehört hatte. „Ähm…“ Zelos war sich nicht sicher, ob er sein Gemurmel noch einmal wiederholen sollte oder ob er es lieber lassen sollte. Immerhin wusste er nicht, wie sie es aufnehmen würde und er wollte nichts Falsches sagen. Aber dann dachte er sich, dass es ja eigentlich ein Kompliment war, also warum sollte sie deswegen wütend auf ihn sein? „Du wirst bestimmt eine gute Mutter sein, wenn du mal Kinder hast.“ „Ich… D-Danke…“, murmelte Sheena und mit leicht geröteten Wangen widmete sie sich wieder Lilly. Zelos grinste. Unglaublich, hatte er Sheena gerade dazu gebracht, rot zu werden? Das schrie ja schon fast nach einem Eintrag im Kalender! Vielleicht war es ja doch nicht so schlecht, dass Sheila ihre Kinder zu ihm gebracht hatte… Möglicherweise brachte das ihn und Sheena näher zusammen. Nein, es musste sogar so sein. Denn wenn nicht, würde Zelos Sheena nie wieder sehen. Und das würde er nicht ertragen. Den Rest des Tages taten sie nicht mehr viel. Sie spielten zusammen mit Sebastian noch ein paar Runden Mau-Mau und dann war es auch schon Abend und sie gingen ins Bett. Als Zelos jedoch schon im Halbschlaf sein Zimmer betrat, stolperte er auf einmal. Er wollte aufstehen, aber er war verheddert in irgendwelchen Schnüren. ‚Ashton’, dachte sich Zelos nur grummelnd. Nein, der Junge war doch eine Plage. Ein Wolf im Schafspelz. Ein Teufel in Engelsgestalt. Und er, Zelos Wilder, hatte doch tatsächlich für eine kurze Zeit gedacht, der Junge wäre doch in Ordnung. Er hätte mal doch seinem Gefühl vertrauen sollen. In Zukunft würde er sich jedenfalls vor dem Bengel in Acht nehmen. Verzweifelt versuchte Zelos sich aus den Schnüren zu befreien und aufzustehen, wobei er mehrere Vasen und Bilderrahmen umstieß – die Sebastian im Übrigen nach dem Chaos, das Ashton vorher am Tag hier veranstaltet hatte, wieder aufgestellt hatte – und sich nur noch mehr verhedderte als vorher. Zelos seufzte und hüpfte zum Bett. Dann würde er eben so schlafen, er war jetzt zu müde, um diesen Schnüren noch einen langen Kampf zu bieten. In seiner Bewegungsfreiheit eingeschränkt schlief Zelos schließlich ein und träumte von kleinen Jungen, die seine Einrichtung zerstörten, seine Hauswände anmalten und das Haus zu guter Letzt auch noch anzündeten. Er wachte wieder auf und drehte sich um, in der Hoffnung, danach keine solchen Alpträume mehr zu haben, aber die Hoffnung war vergebens. Die ganze Nacht träumte er so einen Kram, wachte immer wieder auf und drehte sich dann zur anderen Seite, nur um wieder so einen Traum zu haben. Schließlich blieb er gleich wach und versuchte doch noch einmal, sich aus den Schnüren zu befreien, aber es brachte nichts. Er hatte sogar das Gefühl, dass, je mehr er versuchte sich zu befreien, sich die Schnüre nur umso fester um ihn schlangen. Da half wohl nur noch eine Schere… Aber er hatte keine in der Nähe, also würde wohl Sebastian ihn am nächsten Morgen befreien müssen. Zelos seufzte. So wie es aussah, würde das eine anstrengende Woche werden… Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ ![]() Status: Offline Registriert seit: 16.03.2007 Beiträge: 1364 Nachricht senden |
Zelos war dann doch noch in einen traumlosen Schlaf gefallen. Nun, traumlos war nicht das richtige Wort, eher alptraumlos. Denn der Traum, den er gerade träumte, gefiel ihm ziemlich gut. Sheena und er hatten ein romantisches Candle-Light-Dinner an einem Strand, wo die Sonne gerade alles in ein orangerotes Licht tauchte. Nachdem sie mit dem Essen fertig waren, nahm er Sheenas Hand und ging mit ihr ein wenig spazieren. Schließlich hielt er an, holte etwas aus seiner Tasche – es handelte sich um ein kleines schwarzes Kästchen, in dem sich eigentlich nur eine Sache befinden konnte – und sah Sheena lächelnd an. „Sheena…“, murmelte Zelos im Schlaf, wie um seinen Antrag zu beginnen, drehte sich dann auf die andere Seite und fiel schmerzvoll aus dem Bett, wobei es dann aus war mit dem schönen Traum. Fluchend rieb sich Zelos seinen Kopf so gut es ging – die Schnüre schränkten immer noch seine Bewegungsfreiheit ein – und sah dann auf seinen Wecker, um festzustellen, dass es schon kurz nach Mittag war. Das bedeutete, dass Sebastian schon längst in seinem Zimmer gewesen war! Warum zum Teufel hatte er ihn dann nicht aus seiner misslichen Lage befreit?! Da Zelos eine Antwort haben wollte, rief er nach seinem Butler, aber nichts passierte. Absolute Stille. Nur die Fliege, die in sein Zimmer flog, brummte laut, setzte sich auf seine Nase und schien diesen Platz so angenehm zu finden, dass sie sich nicht mehr fortbewegte. Zelos versuchte vergeblich, die Fliege zu verscheuchen, aber seine Hand kam nicht an seine Nase an und jeglicher Versuch, die Fliege durch ein Kopfschütteln loszuwerden, scheiterte. „SEBASTIAN!!!“, rief Zelos laut, aber es kam immer noch niemand. „Also das ist doch echt…“ Die ganze Zeit grummelnd hievte sich Zelos vom Boden hoch – er wusste nicht, wie er es geschafft hatte, aber er war unheimlich stolz auf sich – und hopste dann zu der Tür seines Zimmers. Dort stellte sich ihm dann auch schon das nächste Problem in den Weg. Wie zum Teufel sollte man eine Tür öffnen, wenn die eine Hand ans Ohr geschnürt war und die andere fest am Oberschenkel klebte? Richtig, mit vollen Körpereinsatz! Zelos bückte sich etwas und versuchte dann, die Türklinke aufzubekommen, indem er sein Kinn darauf drückte. Es funktionierte dann sogar, die Tür sprang auf, Level eins abgeschlossen. Und auf zum nächsten Level: Die Treppe. Okay, kein Problem, seine Beine waren zwar so eng zusammen gebunden, dass man es auch für ein einzelnes Bein einer sehr fetten Person hätte halten können, aber natürlich konnte er diese Hürde mit Leichtigkeit überwinden. Wozu sonst hatte er als Kind immer beim Sackhüpfen gewonnen? Wobei es diesmal keinen Sack gab, er sich an nichts festhalten konnte und er eine Treppe hinunter springen sollte, die unter diesen Umständen recht gefährlich wirkte… Aber, hey, das war doch nichts, was der Große Zelos nicht hinbekam! Zumindest redete er sich das ein. Gut, was hatte es noch für einen Sinn, eine Liste voller Argumente zusammenzustellen, warum man Treppen nicht beidbeinig hinunter springen sollte, wenn einem zudem auch noch im wahrsten Sinne des Wortes die Hände gebunden waren? Die Treppe würde sich dadurch auch nicht in Luft auflösen, die Schnüre ihn immer noch fesseln und die Fliege es sich immer noch auf seiner Nase bequem machen. Zelos atmete noch einmal tief durch und begann dann tapfer, vorsichtig die Treppe herunter zu hüpfen. Nun, es war sogar gar nicht so schwer, wie er es gedacht hatte. Er durfte nur nicht ausrutschen, denn sonst würde er sich vermutlich alle möglichen Knochen in seinem Körper brechen, wobei ihm viele vermutlich total unbekannt waren. Zelos hatte nur noch drei Treppenstufen vor sich, als er dann doch noch ausrutschte. Aber das war nicht so schlimm. Zwar trieb ihm der Aufprall jegliche Luft aus den Lungen und sein Rücken schmerzte und er würde wohl ein paar blaue Flecken davontragen, aber er konnte danach wieder normal atmen, was ein Zeichen dafür war, dass er sich keine Rippen gebrochen hatte und der Schmerz verging nach einer Weile auch wieder. Außerdem hatte er nun auch diese Höllentour überstanden und war endlich unten. Im Übrigen hatte die Fliege auch alles gut überstanden, was Zelos aber nicht wirklich freute. Auf der Suche nach seinem Butler, Sheena, Ashton, kurz nach einer menschlichen Seele hopste er durch das ganze Haus, fand aber niemanden. Und zu allem Übel fand er die einzige Schere im Haus auch nicht dort, wo sie sein sollte… Dies machte ihn natürlich höchst misstrauisch und ihm kam der Verdacht, dass Ashton die Schere hatte verschwinden lassen… Wäre ja nicht weiter verwunderlich gewesen. Aber das erklärte immer noch nicht das Verschwinden sämtlicher Personen aus seinem Haus. Was blieb ihm jetzt also noch anderes übrig, als zu schauen, ob sie draußen waren? Wobei er sich in diesem peinlichen Zustand lieber nicht draußen blicken lassen wollte… Aber er hatte auch keine Lust zu warten, bis sein Butler und Sheena wieder zurück waren, denn wer wusste schon, wie lange das noch dauern würde? Also verließ Zelos sein Haus, hopste durch halb Meltokio und ignorierte die belustigten Blicke, die man ihm zuwarf, so gut es ging. Schließlich kam er zu einem kleinen Spielplatz, wo er endlich Sheena, Sebastian und die Kinder fand. Ashton grinste breit, als er ihn sah, Sheena und Sebastian konnten sich das Lachen fast nicht verbeißen und selbst Lilly schien ihn auszulachen. „Was hast du denn gemacht?“, fragte Sheena schließlich. „Dieser kleine Satansbraten hat mir eine Falle gestellt!“, brachte Zelos wütend hervor und nickte mit seinem Kopf in Ashtons Richtung, weil er seine Hände ja nicht wirklich einsetzen konnte. „Na, nun schieb die Schuld nicht jemand anderem in die Schuhe. Was kann Ashton dafür, wenn du so tollpatschig bist?“ Sheena sah ihn tadelnd an. „Aber er hat doch die Schnüre so gespannt, dass ich mich darin verheddere!“, protestierte Zelos. „Woher willst du wissen, dass es Ashton war? Es könnte doch auch irgendjemand gewesen sein, der sich an dir rächen wollte und sich ins Haus geschlichen hat“, erwiderte Sheena. Ashton setzte die glaubwürdigste Unschuldsmiene auf, die er zu bieten hatte und nickte. Zelos kochte regelrecht vor Wut und zu gerne hätte er Ashton zum Teufel gejagt, wo er ja eigentlich auch hingehörte, aber er wusste, dass Sheena das nicht gerade billigen würde und was er jetzt am wenigsten gebrauchen konnte, war eine frische Beule am Kopf. „Argh!“, rief Zelos nur. „Sebastian, warum hast du mich von diesen Schnüren nicht befreit?! Du warst doch vorhin bestimmt schon in meinem Zimmer!“ Der Butler schüttelte den Kopf. „Ich dachte, ich gönne Ihnen mal den Schlaf, Sir. Sie sahen gestern Abend so fertig aus.“ Zelos konnte es nicht fassen. In all den Jahren, die Sebastian nun schon für ihn arbeitete, hatte er ihn nie ausschlafen lassen und ausgerechnet jetzt, wo er es begrüßt hätte, wenn Sebastian ihn geweckt hätte, hatte sein Butler beschlossen, ihn ausschlafen zu lassen! Entweder war das Ironie des Schicksals oder es ging nicht alles mit rechten Dingen zu. Zelos sah verstohlen zu Ashton, aber dieser ließ sich nicht anmerken, ob er etwas mit dem ungewöhnlichen Entschluss seines Butlers zu tun hatte. „Könnte mich dann jetzt wenigstens jemand befreien?!“, fragte Zelos schon fast hysterisch. „Wieso, das steht dir!“, lachte Sheena. „Außerdem behältst du dann deine Hände mal bei dir.“ „Sheenaaaaaaaa!!!“, rief Zelos gequält und hüpfte auf und ab. „Ich will mich endlich wieder normal bewegen können!“ „Ist ja schon gut“, seufzte Sheena. „Hat jemand von euch beiden etwas Spitzes dabei?“ Ashton und Sebastian schüttelten den Kopf. „Gut, dann bleibt mir wohl nichts anderes übrig. Ifrit, Undine oder Sylph?“, fragte die schwarzhaarige und sah Zelos fragend an. „Äh… Was?“ Zelos war perplex. Was sollte das denn jetzt werden? Eine Art Test oder was? Ja, genau, wahrscheinlich wollte sie sehen, ob er sich für einen weiblichen Elementargeist entschied oder nicht… Und wenn er das tat, würde sie vermutlich wieder so etwas sagen wie ‚Du willst sie doch nur wieder anbaggern’ oder so… Nun, wenn das so war… „Ifrit.“ Sheena nickte. „Ich rufe den Roten Riesen, den Herrscher des Höllenfeuers, herbei! Komm, Ifrit!“ Der Elementargeist des Feuers erschien und wartete auf seinen Auftrag. „Setz Zelos’ Schnüre in Brand“, sagte Sheena. Ifrit nickte und schnipste mit den Fingern, woraufhin Zelos’ Schnüre in Flammen aufgingen und zu Boden fielen. Ifrit verschwand daraufhin. Zelos streckte sich genüsslich. Es tat gut, sich wieder normal bewegen zu können. Dann hielt er auf einmal inne. „Sagt mal… Sind das die Schnüre, die so verbrannt riechen?“ „Ach, nein, ein paar deiner Haare sind aus Versehen in Brand gesetzt worden“, meinte Sheena lässig. Zelos nickte verständnisvoll. „Wenn’s sonst weiter nichts… WAS?! Meine Haare, meine wunderschön gepflegten Haare!!!“ Zelos tauchte seinen Kopf in einen Springbrunnen, bis er sich sicher war, dass die Flammen erloschen waren. Sheena lachte lauthals, Ashton grinste breit – war ja klar, dass er das lustig finden würde – und Sebastian versuchte krampfhaft, sich das Lachen zu verbeißen, was ihm sichtlich schwer fiel. Zelos sah die drei wütend an. Er hatte es satt, er brauchte jetzt seine Ruhe. Also ging er schlecht gelaunt davon, um sich ein ruhiges Plätzchen zu suchen, wo ihm niemand Fallen stellte, seine Haare in Brand setzte oder sich über ihn lustig machte. „Zelos, nun sei doch nicht gleich eingeschnappt!“, rief Sheena und lief ihm hinterher. „Das war doch nur Spaß!“ Zelos drehte sich wütend zu ihr um. „Findest du es etwa lustig, wenn du die halbe Nacht nicht schlafen kannst, weil du gefesselt bist, dir fast alle Knochen brichst, weil du versuchst, eine Treppe im gefesselten Zustand runter zu springen, wie ein Irrer durch halb Meltokio hopst, nur um die Leute zu finden, die sich eigentlich in deinem Haus befinden sollten, deine Haare angezündet werden und sich jeder über dich lustig macht?! Herzlichen Glückwunsch, solltest du so viel Humor haben, ich habe ihn jedenfalls nicht!“ Zelos wandte sich von ihr ab, ging davon und ließ die perplexe Sheena zurück. Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
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Sheena fragte sich, ob sie es vielleicht wirklich etwas zu weit getrieben hatte. Wahrscheinlich hatte Zelos wirklich keine gute Nacht gehabt. Sie wusste natürlich, dass es wohl wirklich Ashton gewesen war, der die Schnüre in Zelos’ Zimmer gespannt hatte, aber er war immer noch ein Kind, da machte man solche Späße nun mal. Aber sie selbst hätte Zelos’ nicht auch noch ärgern sollen… Konnte sie nicht einmal nett zu ihm sein? Immerhin schien er sich zusammenzureißen und spielte nicht die ganze Zeit den Casanova, da konnte sie es doch wohl auch mal schaffen, freundlich zu ihm zu sein, oder nicht? Sie sah ihn ja sowieso nur noch eine Woche, dann würde er aus ihrem Leben verschwinden. Also konnte sie sich diese Woche auch noch mal Mühe geben und ihn etwas besser behandeln. Entschlossen, sich bei ihm für ihr Verhalten zu entschuldigen, begab sie sich auf die Suche nach ihm. Leider hatte sie keine Ahnung, wo er sich befinden könnte. Vielleicht war es besser, Sebastian zu fragen, wo sich Zelos früher zurückgezogen hatte, wenn er wütend oder eingeschnappt war. Also ging sie zurück zum Spielplatz, wo Sebastian gerade alles einpackte, um wieder zurück zur Villa zu gehen. „Sebastian, wo ist Zelos früher immer hin gegangen, wenn er wütend war?“, fragte sie den Butler. „Zum Kanal. Kein Ort für einen Adelsjungen, aber er hatte es ihm seit jeher angetan“, antwortete Sebastian. Sheena nickte und bedankte sich. Sie wusste, wo der Kanal war. (Da weißt du mehr als ich XD Ich denke nur, der ist in der Nähe von der Kanalisation… Macht ja auch irgendwie Sinn, ne? XD) Als sie beim Kanal ankam, beobachtete sie, wie Zelos kleine Steine in das dreckige Wasser warf, das in die Kanalisation floss. Er schien sie nicht bemerkt zu haben, also machte Sheena durch ein Räuspern auf sich aufmerksam. Zelos sah sie kurz an und wandte sich dann wieder ab, als er sie erkannte. „Zelos, es tut mir Leid. Ich habe es zu weit getrieben…“, entschuldigte sich Sheena. Aber Zelos reagierte nicht. Er starrte nur auf das Wasser. Er hatte sogar aufgehört, Steine in den Kanal zu werfen. „Nun sag endlich was!“, forderte Sheena leicht verärgert. „Denkst du, es gibt ein Leben nach dem Tod?“ Sheena blinzelte verwirrt. „Was?“ Was sollte diese Frage denn jetzt? „Und wenn es das gibt… wie sieht es aus? Ist es dem ersten Leben ähnlich? Erlebt man ähnliche Situationen noch einmal? Trifft man womöglich die gleichen Personen?“, fragte Zelos ohne sie anzusehen. „I-Ich weiß es nicht…“, sagte Sheena. Was sollte das Ganze auf einmal?! Warum stellte er solche komischen Fragen?! Konnte er nicht einfach wütend sein?! Damit konnte Sheena noch eher umgehen. Zelos seufzte. „Manchmal wünschte ich, ich könnte in die Zukunft sehen…“ „Ich denke, das wünscht sich jeder irgendwann einmal. Aber es ist gut, dass man es nicht kann. Manche Leute würden dadurch zu selbstbewusst werden – oder zu pessimistisch. In jedem Fall würde man sich nicht mehr so verhalten, wie man es getan hätte, bevor man in die Zukunft gesehen hat; folglich würde das, was man gesehen hat, also gar nicht eintreffen“, meinte Sheena. Wenn er ihr schon mit so philosophischen Fragen kam, bitteschön. Dann würde sie eben auch philosophieren. „Das stimmt nicht. Egal, was man sieht, man handelt immer so, dass das Gesehene auch eintritt. Es ist Schicksal…“, widersprach Zelos nachdenklich. „Schicksal? Meiner Meinung nach existiert dieses Wort nur, damit gewisse Leute behaupten können, sie hätten nicht anders handeln können. Schicksal ist etwas für Feiglinge, die nicht zu ihren Handlungen und Entscheidungen stehen können. Dagegen erfordert es viel mehr Mut, zu akzeptieren, dass man hätte anders handeln können, wenn man gewollt hätte“, erwiderte Sheena. Warum unterhielt sie sich überhaupt mit Zelos über so etwas? Hatte er ihr jetzt eigentlich verziehen oder nicht? Der Kerl war heute echt merkwürdig drauf. Vielleicht war das ja doch nicht der echte Zelos vor ihr… „Freier Wille ist eine Illusion, Sheena. Wir sind Marionetten und wer auch immer die absolute Macht über uns hat, er spielt ein ziemlich verrücktes Spiel mit uns. Wir sind wie Schachfiguren auf einem Schachbrett, wir werden bewegt, wie der Spieler es will. Wir haben keinerlei Macht. Unser Schicksal steht von vornherein fest. Unser Status, unsere Rasse, alles, was wir einmal erleben… Nehmen wir uns beide doch mal als Beispiel. Ich bin der Auserwählte von Tethe’alla. Ich war es schon immer und ich werde es auch immer bleiben. Es stand von vornherein fest, dass dies meine Rolle ist. Dein Schicksal ist es, eine Beschwörerin zu sein und Pakte mit den Elementargeistern zu formen.“ Sheena zog eine Augenbraue nach oben. Was zum Teufel war los mit dem Kerl?! Warum laberte er auf einmal so ein Zeug?! „Zelos, was redest du da?“ Aber der Rothaarige beachtete sie nicht weiter. „Heißt es nicht, das Leben sei ein Spiel? Und in der Tat, das ist es! Aber wir können es nicht kontrollieren, wir sind nicht die Spieler, wir sind die Figuren… Wir haben keinen freien Willen… Aber was ist, wenn wir aus dem Spiel verschwinden? Landen wir dann in einem anderen Spiel, wo wir ebenfalls Regeln unterworfen sind? Können wir denn niemals frei sein? Aber was bedeutet Freiheit eigentlich? Gibt es wahre Freiheit überhaupt?“ „Zelos, bist du dir sicher, dass es dir gut geht?“, fragte Sheena besorgt und fühlte seine Stirn. Sie war total heiß und nass – er hatte Fieber. Das erklärte Einiges. „Sheena… Warum tut mir das Schicksal so etwas an? Warum hasst mich die Person, die ich am meisten liebe so sehr?“ Sheena ging davon aus, dass er von einem seiner Groupies redete. „Was weiß ich. Du gehörst ins Bett, Zelos, du bist krank.“ „Sheena… Warum bloß? Warum? Warum hasst du mich so sehr, wo ich dich doch so sehr liebe?“ Zelos umarmte Sheena. Sheena stand wie versteinert da. Hatte er ihr gerade seine Liebe gestanden? Zelos nahm Sheenas Gesicht in seine Hände und sah ihr tief in die Augen. Im nächsten Moment küsste er sie. Wenn es Sheena möglich gewesen wäre, hätte sie sich wohl noch mehr angespannt, so erschrocken wie sie war. Aber sie war auch so schon wie zur Salzsäule erstarrt und wusste nicht, was sie tun sollte. Das fand sie merkwürdig, normal hätte sie ihn einfach nur weggestoßen und das wär’s gewesen. Aber jetzt war Sheena einfach zu perplex, um zu reagieren und ein Teil in ihr schien das Ganze sogar zu genießen. Sie war so verwirrt, sie wusste nicht einmal mehr, wo oben und unten war. Auf einmal merkte sie, wie sie sich entspannte. Sie schloss die Augen und wollte Zelos’ Kuss gerade erwidern – ob nun gewollt oder nicht wusste sie in diesem Moment nicht –, als Zelos sich auch schon von ihr löste. „Tut mir Leid, ich… ich dachte nur… Ich wollte dich nur einmal geküsst haben, bevor ich dich nie wieder sehe…“, murmelte Zelos. Dann drehte er sich um. „Ich gehe jetzt besser wieder zurück nach Hause. Ich kann Sebastian nicht so lange mit dem kleinen Satansbraten allein lassen.“ Im nächsten Moment war er auch schon verschwunden und Sheena stand allein beim Kanal. Verwirrt lehnte sie sich an die Wand, die zu ihrem Glück hinter ihr war und rutschte sie langsam hinab, bis sie auf dem Boden saß. Was zum Teufel hatte das Ganze zu bedeuten? Was war mit Zelos los? Kam das wirklich alles nur durch das Fieber oder hatte er alles ernst gemeint? Und selbst wenn es sein Ernst gewesen war, was interessierte sie das? Sie wollte ihn nie wieder sehen, sie… nun, sie hasste ihn nicht, aber… er ging ihr auf die Nerven. Seine ganze Art brachte sie auf die Palme. Wie er sich für unwiderstehlich hielt und mit jedem weiblichen Wesen flirtete, das nicht bei drei auf den Bäumen war, wie er die ganze Zeit jammerte, wenn er in einer unangenehmen und anstrengenden Situation war… Aber was sie am meisten an ihm aufregte, war, dass sie ihn trotz allem nicht hassen konnte. Es ging einfach nicht… Abgesehen davon hatte er sich in letzter Zeit ganz anders verhalten. Viel erwachsener und verantwortungsvoller… Zwar benahm er sich in Ashtons Nähe immer noch wie ein kleines Kind, aber er hatte immerhin nicht mehr mit anderen Mädchen geflirtet, seit sie da war. Vielleicht war sein Liebesgeständnis also doch nicht nur leeres Geschwafel… Sheena seufzte. Was war bloß los mit ihr? Warum interessierte es sie, ob Zelos sie wirklich liebte oder nicht? Er war für sie doch nicht mehr als ein… nun, in gewisser Weise Freund… Und nach dieser Woche würde sie ihn nie wieder sehen… Vermutlich… Wenn er sich wirklich an die Abmachung hielt. Aber daran zweifelte sie eigentlich nicht. Sie zog es inzwischen schon viel eher in Erwägung, dass sie ihn nach der Woche doch noch wieder sehen wollte. Und wenn sie es sich recht überlegte… Warum denn nicht? Ihre Bedingung war vielleicht doch ein wenig zu hart und inzwischen fragte sie sich, wie sie überhaupt auf die Idee gekommen war. Zelos mochte ihr ja manchmal auf die Nerven gehen, aber da war er nicht der Einzige. Und den anderen Nervensägen hatte Sheena ja auch keine solchen Bedingungen gestellt. Dies wäre also ein Grund gewesen, ihre Bedingung doch noch wieder zu ändern. Andererseits… würde sich Zelos dann vielleicht nicht mehr so viel Mühe geben, ihr seine Liebe zu beweisen – wenn das Ganze nicht nur vom Fieber ausging. Aber warum wollte sie überhaupt, dass Zelos ihr bewies, dass er sie liebte? Es würde an ihren Gefühlen für ihn – nicht vorhandenen Gefühlen besser gesagt – nichts ändern. Sheena schüttelte den Kopf. Es war unglaublich, wie er sie durch diesen einen kleinen Kuss so verwirren konnte! Es war nichts weiter, es bedeutete ihr nichts, also sollte sie langsam aufhören, sich irgendwelche Gedanken zu machen! Und ihre Bedingung würde sie auch nicht ändern. Sie würde das jetzt durchziehen. Sie stand auf. Es wurde Zeit, dass sie wieder zu Zelos’ Villa zurückging. Bei dem Gedanken daran, Zelos gleich wieder sehen zu müssen, blieb sie allerdings unentschlossen stehen. Wie sollte sie sich ihm gegenüber verhalten? Sie konnte mit Sicherheit nicht mehr so mit ihm umgehen wie sonst. Und er würde sie vermutlich auch anders behandeln… Vielleicht sollte sie erst einmal versuchen, ihm aus dem Weg zu gehen. Er sollte sich sowieso besser ins Bett legen und dann konnte sich Sebastian um ihn kümmern. Perfekter Plan. Während Sheena ins Adelsviertel ging, fragte sie sich, warum Zelos überhaupt Fieber hatte. Hatte er sich eine Erkältung eingefangen oder was war los? Nun, letztendlich interessierte es sie auch nicht wirklich. Zumindest redete sie sich das ein. [Dieser Beitrag wurde am 18.01.2009 - 16:26 von DelFina18 aktualisiert] Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
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Zelos fühlte sich ganz schwach und er fror schrecklich. Bibbernd kam er in seiner Villa an. „Sebastian, schmeiß die Heizung an, mir ist kalt!“, rief er durchs Haus. Sein Butler kam aus der Küche. „Sir, wir haben Sommer. Wie kann Ihnen da kalt sein?“ „Was weiß ich! Es ist nun mal so! Wo ist der Bengel?!“, fragte Zelos missgelaunt. Ihm war nicht nur kalt, er hatte auch noch tierische Kopfschmerzen. „Er macht seinen Mittagsschlaf.“ „Gut“, brummte Zelos. „Ich werde jetzt noch zum König gehen, ich muss diesen Ball absagen…“ „In Ordnung, Sir.“ Doch Zelos hatte die Tür noch nicht mal erreicht, als ihm schwindelig wurde und er umkippte. „Sir!“, rief Sebastian erschrocken und eilte zu seinem Herrn. In diesem Moment trat Sheena in das Haus und sah Zelos auf dem Boden liegen. „Er ist auf einmal umgekippt…“, erklärte Sebastian. „Er hat Fieber und gehört ins Bett. Allerdings sieht seine Nase komisch aus…“, meinte Sheena. Zelos’ Nase war leicht lila und geschwollen. „Vielleicht sollten wir einen Arzt rufen?“, fragte der Butler. Sheena nickte. „Ich hole den Arzt aus Flanoir. Er ist zwar teuer, aber zuverlässig. Außerdem sollte Zelos genügend Geld haben.“ Sebastian nickte. Während Sheena also einen Arzt holte, hievte Sebastian Zelos in sein Zimmer. (Der muss ganz schön Muckis haben XD) Zelos hatte währenddessen einen schönen Traum. Er ging genau dort weiter, wo der Traum vom Morgen geendet hatte. Zelos kniete sich vor Sheena hin und begann seinen Antrag. „Sheena, seit ich dich das erste Mal gesehen habe, hast du mich in deinen Bann gezogen. Vielleicht hast du es nicht gemerkt, aber ich wollte dir immer nur näher kommen. Ich habe mit anderen Frauen geflirtet, um dich eifersüchtig zu machen, aber mir lag nie etwas an ihnen. Du bist die Einzige, für die ich mich interessiere. Ich liebe dich, Sheena. Nur mit dir kann ich mir eine Zukunft vorstellen und deswegen möchte ich dich fragen, ob du meine Frau werden möchtest.“ Er öffnete das schwarze Kästchen, das er in den Händen hielt und zum Vorschein kam ein silberner Ring mit einem kleinen Opal, der in den verschiedensten Farben erstrahlte. Doch bevor Sheena antworten konnte oder Zelos überhaupt ihre Reaktion sehen konnte, veränderte sich das Bild. Es wurde unklarer, er sah nur verschwommen eine Frau mit schwarzen Haaren, die ihm den Rücken zugewandt hatte. Anscheinend regnete es, denn jeder Schritt der Frau wurde von einem platschenden Geräusch begleitet. Sie rannte. Sie stolperte mehrmals, aber sie fing sich immer wieder rechtzeitig wieder auf und rannte weiter, als wäre der Teufel hinter ihr her. Doch dann tauchten Personen vor ihr auf und versperrten ihr den Weg. Die Personen kamen von allen Seiten und letztendlich war sie umzingelt. „Du kannst nicht vor uns fliehen“, sagte eine der Personen. „Du wärst besser daran, es uns zu verraten“, meinte jemand anderes. „Eher sterbe ich, als euch irgendetwas zu verraten!“, schrie die Frau. Die Stimme kam Zelos bekannt vor. Überhaupt schien er die Frau zu kennen… Schwarze Haare… War es etwa… Sheena?! „Diesen Wunsch können wir dir erfüllen. Wir werden es sowieso herausfinden, auch wenn du nichts sagst“, teilte einer der Männer mit. Er gab ein Zeichen und eine der Personen schritt auf die Frau zu und stieß ihr ein Schwert durch die Brust. Die Frau blieb ganz ruhig, presste die Lippen fest aufeinander, wie um sicher zu gehen, dass sie ihr Geheimnis nicht doch noch preisgab und fiel letztendlich auf den nassen Boden, wo sie reglos liegen blieb. Zelos warf sich unruhig hin und her. Das durfte einfach nicht Sheena gewesen sein! Das durfte einfach nicht sein! Er würde das niemals zulassen! „Sheena…“, murmelte er. Sebastian wandte sich auf Zelos’ Gemurmel hin zu seinem Herrn, bemerkte aber, dass dieser immer noch schlief. Er legte ihm einen nassen Lappen auf die Stirn und fragte sich, wo Sheena blieb. Im nächsten Moment öffnete sich die Tür, aber statt Sheena und dem Arzt trat Ashton ein. „Was ist los?“, fragte er und deutete auf Zelos. „Er ist krank“, antwortete Sebastian. Ashton sah Zelos eine Weile an und fragte dann ängstlich: „Wird er sterben?“ Er sah so bedrückt aus, dass es Sebastians Herz berührte. Er legte dem Jungen eine Hand auf den Kopf und meinte: „Nein, bestimmt nicht.“ Aber Ashton schien ihn gar nicht wirklich wahrzunehmen, er war in seine eigenen Gedanken vertieft. Er hatte schon so oft miterleben müssen, wie Menschen starben. Seine Oma, sein älterer Bruder, sein Vater… Sie alle waren tot und alle waren an einer Krankheit gestorben. Auch wenn er Zelos nicht so sehr mochte, wollte er trotzdem nicht, dass er starb. Er würde es einfach nicht ertragen, wenn noch einmal jemand in seiner Nähe starb. Tief in Gedanken versunken setzte er sich auf das Sofa, das in Zelos’ Zimmer stand, legte seine Arme um seine Beine und starrte unablässig auf Zelos. Sebastian sah den Jungen mitleidig an. Anscheinend schien ihn Zelos’ Zustand sehr mitzunehmen. Sebastian seufzte und wechselte noch einmal den Lappen auf Zelos’ Stirn. ‚Wie Sie sehen, mag Sie jeder auf die eine oder andere Art, Sir. Also werden Sie ja wieder gesund!’, dachte der Butler. Wieder öffnete sich die Tür und diesmal traten Sheena und der Arzt aus Flanoir ein. „Martel sei Dank!“, rief Sebastian erleichtert. „Freuen Sie sich nicht zu früh! Nach dem, was ich gehört habe, scheint unser Auserwählter sich was ziemlich Schlimmes eingefangen zu haben“, sagte der Arzt ernst. „Und was?“, fragte Sebastian, dem mulmig zumute war, als er sah, wie blass Sheena war. Anscheinend schien es sich wirklich nicht um eine einfache Krankheit zu handeln. „Einen sehr gefährlichen Virus, der noch kaum erforscht ist. Er wird von einer Art Fliege übertragen, die erst vor kurzem aufgetaucht sind. Deswegen hat diese Krankheit den Namen ‚Virus Brachycerarum’ erhalten.“ (Ist Latein und heißt Virus der Fliegen. Nun, genau genommen sogar Gift/Saft/Schleim der Fliegen. Das bedeutet Virus nämlich übersetzt. XD Ach ja, was wäre ich ohne Wikipedia… ^^) „Dann war so eine Fliege in seiner Nähe?“, meldete sich Ashton leise zu Wort. Der Arzt deutete auf Zelos’ Nase. „Wie man an seiner Nase sieht, ja. Das Virus überträgt sich nicht allein durch die Nähe der Fliegen, sondern nur, wenn sie ein bestimmtes Sekret ausstoßen. Und das scheint diese Fliege bei dem Auserwählten gemacht zu haben“, erklärte der Arzt. (Ihr erinnert euch doch bestimmt noch alle an die Fliege aus Kapitel 3, oder? XDD Egtl sollte sie ja normal sein, aber… besondere Situationen erfordern besondere Maßnahmen XD) „Das braucht uns doch nicht zu interessieren!“, sagte Sheena besorgt. „Viel wichtiger ist doch, ob und wie wir ihn heilen können!“ Der Arzt seufzte. „Genau da liegt das Problem. Bis jetzt ist kein Heilmittel bekannt.“ Sheena wurde noch blasser als sie sowieso schon war, Sebastian musste sich erst einmal setzen und Ashton vergrub sein Gesicht in seinen Armen. „W-Was soll das heißen?“, hauchte Sheena. Der Arzt sah sie bedrückt an. „Das soll heißen, so wie die Dinge jetzt stehen, können wir ihm nicht helfen. Wir können nur abwarten und darauf hoffen, dass er es irgendwie selber schafft, die Krankheit zu besiegen.“ Sheena schlug erschrocken die Hand vor den Mund und bevor sie etwas dagegen tun konnten, liefen ihr Tränen über das Gesicht. ‚Zelos… Bitte, du musst es schaffen! Du darfst nicht sterben! Ich kann nicht… Ich… Du darfst nicht… Zelos… Bitte… Du… Du kannst es dir doch nicht so einfach machen! Du kannst doch nicht gleich ins Gras beißen, nur weil es mal etwas schwieriger wird! Zelos! Tu mir das nicht an!’, dachte Sheena verzweifelt. In ihr herrschte ein totales Chaos und sie konnte keinen klaren Gedanken mehr fassen. Sie war nur von der Sorge um Zelos beherrscht. Die ganze Zeit saß sie an seinem Bett, merkte nicht, wie die anderen gingen, wie Sebastian ihr einen Tee zur Beruhigung gab, wie der Arzt ihr riet, sich abzulenken, wie Ashton ihre Hand ergriff… Sie konnte nur auf Zelos starren, neben ihm am Bett sitzen und zu Martel beten, dass es ihm bald besser ging. Selbst in der Nacht blieb sie bei ihm, hielt seine Hand und tauchte den Lappen auf seiner Stirn in kaltes Wasser. „Sheena…“, murmelte Zelos. „Ich bin hier… Ich bin hier, Zelos“, flüsterte Sheena mit Tränen in den Augen und strich ihm ein paar Haare aus dem Gesicht. „Sheena… Stirb nicht…“, ertönte Zelos’ leise Stimme. „Du solltest dich mal hören, Zelos“, schluchzte Sheena. „Sagst mir, ich soll nicht sterben, dabei bist du es, der mit einem Fuß schon im Grab steht…“ Dicke Tränen fielen auf Zelos’ Gesicht. „Zelos, bitte werd wieder gesund… Das… Das ist mein einziger Wunsch… Werd wieder gesund…“ Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ ![]() Status: Offline Registriert seit: 16.03.2007 Beiträge: 1364 Nachricht senden |
Während Sheena an Zelos’ Bett Wache hielt und es kaum wagte, sich mehr als drei Schritte von ihm zu entfernen, ging der Arzt im Wohnsaal unruhig auf und ab. Er zerbrach sich seit Stunden nun schon den Kopf, ob man dem Auserwählten nicht doch irgendwie helfen konnte. Es wurmte ihn einfach, dass es eine Krankheit gab, die er nicht heilen konnte. Dabei war es nur ein Virus! Ein stinknormaler einfacher Virus! Nun, zugegeben, so normal ja leider nicht, denn ansonsten würde er jetzt nicht langsam eine Laufspur im teuren Teppich des Auserwählten hinterlassen. Aber es war wirklich zum Verzweifeln. Seit Generationen nun prahlten die Ärzte damit, aller Viren Herr geworden zu sein und schon schleuderte das Schicksal ein neues Virus in die Welt, bei dem die Ärzte sich nur ratlos durch die Haare fahren und resigniert den Kopf schütteln konnten. Trotzdem hatte es einen Durchbruch gegeben. Einmal hatte das Virus Brachycerarum geheilt werden können. Wie, wusste keiner, nicht einmal die behandelnde Heilerin. Aber vielleicht konnte sie es ja wieder schaffen… Das war letztendlich die einzige Hoffnung, die der Arzt noch hatte. Er blieb stehen und wandte sich dann zum Kleiderständer, an dem sein Mantel hing. Diese Frau war die letzte Rettung, auf die der Auserwählte und alle anderen noch hoffen konnten, also würde er nach ihr suchen. Bevor er aber das Haus verließ, gab er noch dem Butler Bescheid, der immer noch geschäftig durch das Haus wuselte. Sheena waren vor lauter Müdigkeit inzwischen die Augen zu gefallen und so saß sie schlafend auf dem Stuhl neben Zelos’ Bett. Leider schlief sie nicht so ruhig, wie sie sich das gewünscht hätte, denn sie wurde von einem grässlichen Alptraum geplagt. Dieser Traum hatte die Wirklichkeit als Ausgangssituation. Sie saß neben Zelos’ Bett und hielt Wache über ihren kranken Freund, dem es einfach nicht besser gehen wollte. Doch dann trat irgendjemand – sie konnte diese Person nicht erkennen, da ein verschwommener Schleier sich über ihre Augen legte, sobald sie in ihre Richtung sah – in das Zimmer und drängte sie dazu, einen Spaziergang zu machen, damit sie sich ein wenig ablenken konnte. Nach einigem Zögern und dem weiteren Drängen der Person stand Sheena also auf und verließ das Zimmer. Sie ging durch die Straßen von Meltokio, war mit den Gedanken aber die ganze Zeit bei Zelos. Als sie schließlich nach einer Weile wieder in die Villa zurückkehrte, merkte sie gleich, dass etwas anders war. Sie stürmte in Zelos’ Zimmer und sah ihn da genau so liegen, wie sie es in Erinnerung hatte – nur dass eine dunkelrote Blutlache ihn umgab. Ein Messer steckte in seiner Brust, die sich schon lange nicht mehr hob und senkte und das Blut färbte sein weißes Hemd rot, lief seinen Körper hinab, tropfte auf den Boden. Zelos’ Augen waren geöffnet, starrten starr und gebrochen zur Decke und sein Gesicht drückte Überraschung und Entsetzten zugleich aus. Das dunkle Blut, dass bei dem Stich in seine Brust wohl auch auf seinem Gesicht gelandet war, ließ seine Haut noch blasser und kränklicher Erscheinen. Sheena stand wie erstarrt da, sah sich das Ganze an und konnte nicht anders, als sich jedes kleinste Detail genau einzuprägen. Dann endlich konnte sie das machen, was jeder in ihrer Situation gemacht hätte: Schreien. Sie schrie um ihr Leben, wollte gar nicht mehr damit aufhören, bis sie schließlich eine Hand auf ihrem Arm spürte und feststellte, dass sie auf dem Stuhl neben Zelos’ Bett saß und Zelos immer noch am Leben war. Sebastian sah sie besorgt an. „Ist alles in Ordnung?“ Sheena musste erst einmal die Tränen hinunterschlucken, bevor sie mit zittriger Stimme antworten konnte: „Ja… A-Alles in Ordnung…“ Sie schien nicht gerade überzeugend zu sein, denn Sebastian erklärte ihr, dass er Tee kochen würde und sie ihm dann von ihrem Alptraum, den sie ja anscheinend gehabt hatte, erzählen sollte. Sheena war sich nicht sicher, ob sie über den Alptraum sprechen konnte und dadurch noch einmal alles erlebte, aber Sebastian war schon aus dem Zimmer, bevor sie ihm das sagen konnte. Nun, der Tee würde ihr alle mal gut tun. Solange Sebastian mit dem Aufbrühen des Tees beschäftigt war, strich Sheena Zelos ein paar Haare aus der Stirn und stellte fast schon erleichtert fest, dass er immer noch Fieber hatte. Das war wenigstens ein Zeichen, dass er immer noch lebte. Das Bild des toten Zelos schlich sich wieder vor ihre Augen und Tränen bildeten sich in ihren Augen. ‚Es war nur ein Traum! Nur ein Traum, der nichts zu bedeuten hatte, rein gar nichts…’, dachte sie immer wieder, aber der Traum war so erschreckend real gewesen, dass Sheena sich fast sicher war, dass er sich erfüllen würde. Sie fing an zu zittern. So durfte es einfach nicht kommen. Sie würde nie im Leben zulassen, dass jemand Zelos tötete und sie würde ihm nicht von der Seite weichen, bis sie sicher sein konnte, dass sich ihr Traum nicht erfüllen würde. Wenn sie doch wenigstens wüsste, wer die Person war, die sie dazu gedrängt hatte, den Spaziergang zu machen! Sie war sich sicher, dass es sich dabei um Zelos’ Mörder handelte… Es war auf jeden Fall jemand Erwachsenes gewesen, also kam von den Personen, die bis jetzt im Haus waren, nur einer in Frage: Sebastian. Aber würde der treue Butler wirklich seinen Herrn und Meister umbringen, wo er ihn doch so zu achten schien? Außerdem schien er so nett und freundlich zu sein… Doch der Eindruck täuschte manchmal und so mancher verstand sich darauf, seine dunklen Geheimnisse gut zu behüten und sich dafür sogar eine ganz andere Persönlichkeit zuzulegen. Was also, wenn Sebastian nicht der freundliche und ehrliche Butler war, für den er sich ausgab? Sheena würde ihn ganz genau im Auge behalten und ihn möglichst nicht mehr allein mit Zelos lassen. Dann fiel ihr ein, dass es noch einen anderen Verdächtigen gab: den Arzt auf Flanoir. Aber Sheena fiel kein rechter Grund ein, warum er Zelos töten sollte. Vor allem, weil er ja eher versuchte, sein Leben zu retten. Nein, den Arzt schloss Sheena fürs Erste aus. Ihr Hauptverdächtiger blieb also Sebastian. Besagter kam wieder ins Zimmer mit einem Tablett in den Händen auf dem zwei Tassen Tee und ein paar Kekse standen. „Jetzt erzählen Sie mir von diesem Traum, den Sie gehabt haben, Miss. Er schien war wirklich schrecklich gewesen zu sein, so wie Sie geschrieen haben“, sagte Sebastian. Sheena runzelte die Stirn. Wenn sie so geschrieen hatte, warum war dann Ashton nicht auch wach geworden? Ihr kam ein schlimmer Verdacht. Hatte Sebastian etwa…? „Wo sind Ashton und Lilly?“, fragte Sheena mit zittriger Stimme. „Sie dürften in ihrem Zimmer sein und schlafen… Wobei es mich schon ein wenig wundert, dass Ashton nicht hierher gekommen ist, als Sie geschrieen haben. Ich werde mal kurz nach ihnen sehen.“ Sebastian stand auf und war schon bei der Tür, als Sheena rief: „Nein!“ Sebastian blieb verwundert stehen und sah die junge Frau verwirrt an. Wer wusste schon, was er ihnen antun würde, wenn sie noch lebten! Und wenn sie schon tot waren… Nun, dann konnte Sebastian immer noch behaupten, es ginge ihnen gut. Am liebsten wäre Sheena selber gegangen, um nach den Kindern zu sehen, aber dann müsste sie Zelos mit Sebastian allein lassen… Und damit seinem möglichen Mörder. Aber sie konnte auch nicht zusammen mit Sebastian gehen, denn dann wäre Zelos ebenfalls allein und jemand anderes hätte die Gelegenheit, ihn umzubringen… Sheena befand sich in einer Zwickmühle und vor lauter Verzweiflung wusste sie nicht, was sie tun sollte. Aber dann wurde ihr Problem ganz leicht gelöst, denn Ashton trat nun zusammen mit Lilly auf dem Arm ins Zimmer. Die beiden waren quicklebendig und putzmunter, auch wenn Ashton ein wenig müde aussah und Lilly wieder einmal schrie. Sheena umarmte die beiden glücklich, lachte und weinte zugleich. Sebastian und Ashton warfen sich verwirrte Blicke zu und fragten sich, was mit ihr wohl los war. „Miss, mit Ihnen stimmt doch etwas nicht. Der Alptraum scheint Sie ziemlich mitgenommen zu haben. Trinken Sie doch erst einmal einen Schluck Tee, danach geht es Ihnen bestimmt besser“, bemerkte Sebastian jetzt. Sheena sah ihn misstrauisch an. Was war, wenn der Tee vergiftet war und Sebastian nur sichergehen wollte, dass er beim Mord an Zelos keine Zeugen hatte? Aber dann schüttelte Sheena unmerklich den Kopf und ärgerte sich darüber, dass sie so misstrauisch war. Natürlich konnte es nicht schaden, vorsichtig zu sein, aber sie musste aufhören in jedem Zelos’ möglichen Mörder zu sehen. Es war nur ein Traum, mehr nicht. Also atmete Sheena einmal tief durch, nahm einen großen Schluck von dem heißen Tee und spürte, wie die Flüssigkeit sie von innen heraus wärmte und sie beruhigte. Sie nahm Lilly in die Arme, wiegte sie sanft hin und her, bis sie aufhörte zu schreien und fing dann an, von ihrem Alptraum zu berichten. Bevor sie beschreiben konnte, was sie in Zelos’ Zimmer vorgefunden hatte, musste sie allerdings erst eine ganze Tasse von dem Tee trinken, bevor sie fortfahren konnte. Sie ließ kein noch so kleinstes Detail aus und das war wohl auch der Grund, warum auch Sebastians Haut langsam eine ungesunde Farbe annahm. Ab diesem Moment stand für Sheena fest, dass er nie im Leben Zelos töten würde und deswegen erzählte sie ihm auch von ihren Verdächtigungen, die sie bis eben noch tiefstes Misstrauen gegenüber dem Butler hatten empfinden lassen. „Miss! Nie im Leben würde ich…! Der Alptraum muss Sie sehr mitgenommen haben, wenn…! Ich schwöre Ihnen, dass ich dem Herrn nie ein Haar krümmen würde!“, rief Sebastian mit weit aufgerissenen Augen. „Das weiß ich, Sebastian… Es tut mir Leid, dass ich dich verdächtigt habe, aber… Dieser Traum war so real und…“ Sheena fing an zu schluchzen. „… ich will Zelos nicht verlieren…“ Sie murmelte das so leise, dass Sebastian sie kaum verstand. Der Butler legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Das werden Sie nicht, Miss. Der Herr ist sehr stark und er wird mit allem fertig werden, sei es nun eine Krankheit oder ein Mordanschlag. Sie müssen Vertrauen in ihn haben.“ (Wieso habe ich wieder mal ein Déjà-vu? O.o) „Das habe ich“, sagte Sheena bestimmt. Sebastian lächelte. „Der junge Herr wird mit Sicherheit sehr erfreut sein zu hören, dass Sie sich so große Sorgen um ihn gemacht haben.“ Sheena lief rot an, erwiderte aber nicht darauf. Was sollte sie auch sagen? Abstreiten konnte sie es ja wohl kaum. Auf einmal waren Schritte zu hören. Sheena spannte sich an und drückte Lilly fester an sich. Doch als dann der Arzt ins Zimmer kam, lachte sie fast vor Erleichterung auf. Als er dann jedoch zur Seite schritt, um jemand anderes ins Zimmer zu lassen, blinzelte Sheena verwirrt. Was machten die beiden denn hier? Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
DelFina18 ![]() ~Kraine no Aikosha~ ![]() Status: Offline Registriert seit: 16.03.2007 Beiträge: 1364 Nachricht senden |
„Hallo, Sheena!“, rief Genis grinsend. „Hallo…“, erwiderte Sheena tonlos und sah fragend von den Sage-Geschwistern zum Arzt. „Wenn jemand den Auserwählten heilen kann, dann Miss Sage“, erklärte der Arzt. Raine seufzte. „Wie oft soll ich Ihnen noch erklären, dass ich zwar ganz genau weiß, wie ich den letzten Patienten geheilt habe, aber leider nicht weiß, wo ich die Zutat für den Heiltrank herbekommen soll?!“ „Aber irgendwoher müssen Sie die Zutat doch auch letztes Mal herbekommen haben“, meinte der Arzt verwirrt. „Sie lag einfach irgendwann bei meinen Sachen, zusammen mit diesem Brief“, sagte Raine und gab dem Arzt ein Stück Papier. Nachdem er es durchgelesen hatte, runzelte er die Stirn und gab es Sheena. „Die Mondblume vermag so manche Krankheit zu heilen. Zu finden ist sie dort, wo die Kraft des Mondes sich sammelt. Komm zu diesem Ort, Raine, denn dort liegt deine Macht verborgen.“ Sheena wurde aus dem Schreiben auch nicht sehr viel schlauer. „Und wo soll dieser Ort liegen?“ „Wenn ich das wüsste, hätte ich jetzt keine Schwierigkeiten, Zelos zu heilen. So kann ich nicht sehr viel mehr machen als ihr schon getan habt“, meinte Raine bedrückt. Ashton streckte sich jetzt, um an den Brief zu kommen, den Sheena immer noch in Händen hielt. Sie gab ihn ihm ohne einen Gedanken daran zu verschwenden. Sollte er doch auf die Buchstaben starren, er konnte damit ja eh nichts anfangen, da er noch nicht lesen konnte. Zumindest dachte sie das. „Mama hat mir mal erzählt, dass das Tor der Welten sich öffnet, wenn Vollmond ist. Dabei sammelt sich die Kraft des Mondes in den Steinsäulen und…“ Ashton konnte nicht mehr zu Ende erzählen, weil Raine sich plötzlich die Hand gegen die Stirn schlug. „Natürlich! Der Junge hat Recht, das Tor der Welten! Warum bin ich da noch nicht eher drauf gekommen?!“, fragte sich Raine und im nächsten Moment war sie auch schon zur Tür raus und nach kurzer Zeit hörte man einen Rheaird starten. Genis überlegte sich kurz, ob er ihr folgen sollte, entschied sich dann aber dagegen. Raine würde auch alleine klar kommen. Sheena hingegen hatte ganz andere Sorgen. Warum konnte Ashton lesen, wo er doch erst vier oder fünf Jahre alt war? Überhaupt benahm er sich manchmal viel älter… „Ashton, wieso kannst du schon lesen?“, fragte sie schließlich. Er zuckte mit den Schultern. „Mama hat es mir beigebracht.“ „Wer ist dieser Junge überhaupt und das Baby auf deinem Arm?“, wollte Genis wissen. „Das sind die Kinder von Zelos’ Cousine, er soll für eine Woche auf sie aufpassen und hat mich um Hilfe gebeten“, erklärte Sheena. Genis nickte. „Aha. Und ich dachte, du wärst hier, weil du und Zelos zusammen wärt.“ Sheena drehte sich weg, damit der kleine Halbelf nicht sah, dass sie errötete. „So ein Unsinn! Als würde ich…“ Der Rest endete in einem unverständlichen Gemurmel. „Ich denke, ich sollte jetzt wohl noch einmal Tee aufbrühen… Ans Schlafen kann momentan wohl keiner denken“, bemerkte Sebastian und sofort schlug die Stimmung um. Bedrückt sahen alle zu Zelos, der in seinen Fieberträumen seinen Kopf hin und her warf. °~°~° Raine flog durch die Dunkelheit der Nacht und war froh, dass Yuan erst neulich die Scheinwerfer der Rheairds verbessert hatte, so dass sie jetzt eine stärkere Leuchtkraft hatten. Nicht auszudenken, was einem passieren konnte, wenn man einen Felsen nicht rechtzeitig sah! Unter ihr waren jetzt die Lichter von Altamira zu sehen. Die Kasinos hatten auch noch bis tief in die Nacht geöffnet, weswegen in der Stadt auch noch reges Treiben herrschte – auch wenn zu dieser Zeit wohl nur noch die Trunkenbolde auf den wackeligen Beinen waren. Sie flog über das Meer – ein Schauer lief ihr über den Rücken, als sie sich der Tatsache bewusst wurde, dass unter ihr nichts als Wasser war – und konnte die kleine Insel mit den Steinsäulen schon sehen. Sie landete und sah sich um, doch sie entdeckte nichts und niemanden. Nicht die geheimnisvolle Person, die ihr den Brief geschrieben hatte, noch irgendwelche Mondblumen. War dies vielleicht doch nicht der Ort, zu dem sie kommen sollte? Enttäuschung und Verzweiflung machten sich in ihr breit. Wie sollte sie Zelos denn jetzt heilen? Sie wollte schon wieder zu ihrem Rheaird gehen, als sie auf einmal eine Stimme hörte: „Ich dachte schon, du kommst gar nicht mehr.“ Raine blieb wie angewurzelt stehen. Diese Stimme… Sie schaffte es nicht, sich umzudrehen und sicherzugehen. Sie hörte, wie etwas durch die Luft rauschte – sie nahm an, dass die Person auf einer der Steinsäulen gesessen hatte – und leise landete. „Raine. Es freut mich zu sehen, dass es dir gut geht. Ich hoffe, den anderen geht es ebenfalls gut.“ „Zelos hat sich das Virus Brachycerarum eingefangen, aber den anderen dürfte es gut gehen“, antwortete Raine, die der Person immer noch den Rücken zugewandt hatte. „Dann bist du wohl hier, um Zelos zu heilen“, nahm die Person an. „Ja.“ Sie hörte, wie die Person näher kam. „Raine, bitte dreh dich um. Sieh mich an.“ Raine fing an zu zittern. Sie konnte nicht! Sie konnte einfach nicht… Sie hatte Angst vor dem, was sie zu sehen bekäme… Die Person legte ihr eine Hand auf die Schulter. „Raine…“ Raine stieß einen Schrei aus und schüttelte die Hand ab. Eine bleiche Hand, die sie anfasste… „Raine, was ist los mit dir?“ Sie hörte die Verwirrung in der Stimme. Die Person packte sie jetzt am Handgelenk, in der Hoffnung, sie so dazu zu bringen, sich umzudrehen. Raine schrie noch mehr und wollte sich losreißen, aber sie war zu schwach. Eisern schloss sich die blasse Hand um ihr Handgelenk und ließ sie nicht mehr los, egal wie sehr sie sich wehrte. Langsam wurde sie umgedreht… „Nein! Lass mich los! Ich will nicht!“, schrie Raine wie von Sinnen und Tränen liefen ihr Gesicht hinab. Panik machte sich in ihr breit. Es gab kein Entkommen, gleich würde sie dem Schrecken ins Gesicht sehen… Sein Körper war blutüberströmt, was seine Haut noch blasser erscheinen ließ. Mehr tot als lebendig stand er vor ihr und starrte sie aus leeren Augen an. „Nein…“, flüsterte sie in Erinnerung an den Alptraum, der sie in letzter Zeit verfolgte. Vollkommen erschöpft fiel sie gegen die Brust der Person und schluchzte leise. „Schhhhh. Es ist alles in Ordnung, Raine.“ Die Person strich ihr sanft über den Rücken und sie beruhigte sich langsam wieder. Schließlich fasste sie allen Mut zusammen und sah der Person ins Gesicht. Kein Blut, keine blasse Haut, nur das normale Gesicht des Schwertkämpfers, den weder sie noch einer ihrer Freunde seit Monaten gesehen hatten. „Kratos…“, murmelte sie. „Beruhige dich, Raine. Es ist alles in Ordnung. Setz dich erst einmal hin und wart ab“, sagte Kratos. Sie setzte sich verwirrt auf einen Stein und fragte: „Was soll ich abwarten?“ Kratos deutete zum Himmel. „Du sollst warten, bis der Mond zum Vorschein kommt.“ Raine runzelte die Stirn, sagte aber nichts weiter. Als sich endlich die Wolken verzogen und der volle Mond sein Licht auf die kleine Insel schickte, fing auf einmal an, alles zu leuchten. Das Leuchten der Steinsäulen kannte sie ja schon – wobei sich diesmal kein Tor nach Sylvarant öffnete –, aber hinzu kam noch das Leuchten der Pflanzen, die auf einmal wie aus dem Nichts erschienen waren und ihre Blütenkelche öffneten. „Die Mondblumen…“, flüsterte Raine. Kratos nickte. „Man kann sie nur bei Vollmond hier finden, wenn diese Insel in seinem Licht erstrahlt…“ „Warum hast du diesen komischen Brief geschrieben? Warum bist du neulich nicht selber gekommen? Was machst du überhaupt hier? Solltest du nicht auf Derris-Kharlan sein?“, bestürmte Raine ihn mit Fragen. Kratos seufzte. „Das ist alles nicht so wichtig. Viel wichtiger ist, was du hier neben den Mondblumen noch finden kannst – beziehungsweise finden musst.“ Raine schüttelte nur verwirrt den Kopf. Was sollte das Ganze? „Was soll ich hier finden?“ „Einen Stein.“ Raine zog eine Augenbraue nach oben. „Einen Stein? Kratos, ich bitte dich, hier sind viele Steine!“ „Du wirst ihn erkennen, wenn du ihn siehst“, sagte Kratos unbeeindruckt. „Oh, wunderbar! Was soll ich überhaupt mit diesem Stein?!“ „Du wirst ihn noch brauchen.“ „Kannst du dich auch mal deutlicher ausdrücken?!“, fragte Raine, der seine ganze Geheimniskrämerei langsam auf die Nerven ging. „Ich fürchte nein. Nur du kannst diesen Stein finden, Raine, und nur dir wird er nützlich sein. Wozu genau du ihn gebrauchen kannst… steht noch in den Sternen.“ Raine brummte nur vor sich hin. „Erst mal kümmere ich mich um diese Mondblumen und dann wäre es eigentlich angebrachter, wenn ich so schnell wie möglich nach Meltokio zurückkehren würde, anstatt hier nach einem dummen Stein zwischen einem Haufen von Steinen zu suchen.“ „Du kannst diesen Stein nur heute finden, Raine. Und, ich weiß nicht, ob dir das schon aufgefallen ist, aber die Nacht ist fast vorbei. Der Mond wird bald untergehen“, meinte Kratos. „Und was, wenn ich diesen Stein nicht mehr rechtzeitig finde?“, fragte Raine unbekümmert. „Geht dann die Welt unter?“ Kratos’ Blick verfinsterte sich. „Das nun vielleicht nicht… Aber uns stünden dann auf jeden Fall dunkle Zeiten bevor.“ „Dann stellen wir eben überall Blaue Kerzen auf“, scherzte Raine. Kratos packte sie am Arm. „Raine, ich meine das ernst! Jeder von uns hat seine Rolle in der Prophezeiung zu spielen und deine ist nun mal die der Mondheilerin!“ „Prophezeiung? Mondheilerin? Kratos, was zur heiligen Martel…“ Kratos ließ sie los und schüttelte den Kopf. „Pflück so viele Mondblumen, wie du brauchst und such dann endlich nach diesem Stein. Und stell bitte keine weiteren Fragen!“ Raine sah ihn verärgert an und widmete sich dann wieder dem Pflücken der Blumen. Was sollte das alles bloß? Was redete Kratos da für ein Zeug von wegen Prophezeiung? Auf einmal meinte sie ein Leuchten zu sehen, das anders war. Die Blumen und die Steinsäulen gaben ein grünblaues Licht ab, aber das Leuchten, was sie jetzt sah, war silbern. Verwirrt stand sie auf, ging zu dem Leuchten hin und starrte auf den Boden. Vor ihr lag eine Kette mit Lederband und einem silbernen Steinsplitter. Von ihm ging das Leuchten aus. War das vielleicht der Stein, den Kratos gemeint hatte? Sie bückte sich, um die Kette aufzuheben und als ihre Finger den Steinsplitter berührten, wurde das Leuchten stärker, bis es sie auf einmal vollkommen umgab. Mehrere Bilder schossen ihr blitzschnell durch den Kopf, so viele und mit solch einer Geschwindigkeit, dass sie kaum etwas davon wirklich wahrnehmen konnte. Als diese Bilder ein Ende nahmen und das Leuchten schwächer wurde, fiel sie in Ohnmacht. Signatur ![]() Fina: Hach, wie ich ToS liebe... *Spiel knuddel* Lloyd: Das versteh ich nicht... Was ist so toll daran? *am Kopf kratz* Genis: Wenn ich dich daran erinnern dürfte, du bist ein Teil davon. Lloyd: Oh. ^^" Zelos: Finaleinchen, war das etwa ein indirektes Liebesgeständnis? *Herzchenaugen hab* Fina: Nee, du gehörst zu Sheena. Sheena: *von Zelos umarmt werd* *ihm eine Kopfnuss verpass* Fina, sag so etwas nicht! Presea: ... Fina: Hey, Presea, sag doch auch mal was. Presea: ... Was bringt das hier? Fina: Keine Ahnung. Ich habe mir nur gedacht, dass es ganz witzig als Signatur ist. Regal: Und ziemlich lang... Fina: Das ist nun einmal meine Natur. Es dürfte inzwischen jeder wissen, dass ich nur selten was Kurzes schreibe. Lloyd: ... Du bist verrückt. Fina: Ich weiß. *grins* Verrückt nach Kratos und Raine! Hach, sie sind so ein süßes Paar! Kratos & Raine: *rot anlauf* Colette: Fina, sollten wir nicht langsam zum Ende kommen? Fina: Ist jeder aufgetaucht? Gut, dann kann ich zu meinem eigentlichen Anliegen kommen. Ich grüße alle im Forum! *grins* | |||
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