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Babe4Blazin ...
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...   Erstellt am 28.04.2007 - 20:23Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fame is nothing without u!

Alles begann mit einem regnerischen Tag in London! Ich irrte mit einem, im Regen nass gewordenen Zettel mit der Aufschrift „OCG Records! – Highhamsstreet A76“ durch die Straßen. Ich muss dazu sagen, ich kenne mich noch nicht sehr gut in London aus, weil ich erst vor einem Monat hier her gezogen bin! Mein damaliger Manager Mr. Delfosy hatte mir gesagt, dass ich in England mehr Glück mit meiner Gesangskarriere haben könnte als in Deutschland. Auf seinen Rat hin packte ich meine Sachen und zog auf einen Schlag nach London! In Deutschland hatte ich es schon einmal mit der Karriere versucht, doch wurde bitterlich enttäuscht! „In Deutschland sind sie nicht bereit für dich. Du bist nun mal kein gecastetes Küken wie die anderen!“ Diese und ähnliche Sätze hörte ich nur zu oft von meinem Manager und meiner Familie. Mir reichte es!!! Nun lebte ich seit knapp einem Monat in einer Wohnung im Zentrum Londons. Heute hatte ich mein erstes Vorsingen bei einer neu gegründeten Plattenfirma. Na ob das was gibt, bin ich mal gespannt!
Seit einer halben Stunde suchte ich schon diese Straße und fand sie immer noch nicht! Endliche Highhamsstreet! Jetzt musste ich nur noch die Hausnummer finden. A76 da ist sie. Das Haus sah schon ziemlich alt und heruntergekommen aus, wie ein altes Fabrikgebäude. „Ob ich hier wirklich richtig bin? Ich geh einfach mal rein, was soll schon passieren?“, dachte ich mir. „Wow“ sagte ich leise vor mich hin, als ich durch die Eingangstür in eine riesige, helle und freundliche Empfangshalle kam. An der Rezeption angekommen, sagte ich kurz meinen Namen und mein Anliegen. Die Frau führte mich in ein Wartezimmer, in dem noch einige andere Mädels saßen, die anscheinend ebenfalls einen Termin zum Vorsingen hatten. Ich setzte mich auf den letzten freien Platz.
„Hi ich bin Simone. Bist du auch wegen dem Vorsingen hier? Bin irgendwie ein bissl nervös. Ich mach so was zum ersten Mal. Und wie siehts bei dir aus?“
„Hi ich heiß Nadine. Ich komm ursprünglich aus Deutschland, aber da hat es net so geklappt mit dem Singen, deswegen bin ich nach London gezogen. Mach dir keine Gedanken, ich hab so was schon öfter gemacht, die fressen dich schon nicht auf.“ Wir beide unterhielten uns noch ne ganze Weile, bis Simone aufgerufen wurde. „Viel Glück, das packst du schon!“ rief ich ihr noch hinterher, bis sie in einer Türe verschwand! Nach knapp 20 Minuten kam sie wieder. „Ich hab es gepackt.“ schrie Simone mir entgegen. „Ich bin in der Band!“ „In welcher Band?“ entgegnete ich ihr zweifelnd. „Die suchen doch ne neue Girlband und ich bin drin.“ „Ne Girlband? Ich dachte die casten Solokünstler. Aber egal, ich probiers mal.“ sagte ich. Nach weiteren 40 Minuten war ich endlich an der Reihe. Simone blieb noch bei mir sitzen um zu sehen, ob ich es auch in die Band packte. Und ich schaffte es! Wir beide freuten uns riesig. Nächste Woche würden wir die endgültige Größe der Girlgroup wissen und unsere neuen Bandkolleginnen kennen lernen.
Nach dem Casting gingen Simone und ich noch was trinken in einem kleinen Cafe ganz in der Nähe der Plattenfirma. „Wie geil ist das denn, dass wir es beide in die Band geschafft haben? Ich kann es immer noch nicht glauben.“sagte ich. „Ja bin auch mal gespannt wie die Band dann heißen wird.“meinte Simone. Wir unterhielten uns noch eine ganze Weile über alles Mögliche. Anschließend gingen wir noch ein bisschen zu mir. „Wow die ist ja wahnsinnig groß deine Wohnung.“staunte Simone. „Ja schon, ich weiß gar nicht was ich mit den ganzen Zimmern machen soll. Ich hab allein drei Schlafzimmer. Für was brauch ich drei Schlafzimmer?“ „Und warum hast du die Wohnung dann genommen?“ fragte mich Simone. „Naja ich hab sie nicht genommen, mein damaliger Manager hat sie mir besorgt.“ „Naja, vielleicht zieh ich ja irgendwann mal ein!“ sagte Simone spaßeshalber. „Ja genau, wer weiß, was noch so alles passieren wird.“grinste ich sie an.

*Fünf Tage später*
Um 8.30 Uhr wurde ich unsanft aus meinen Träumen geweckt. Mein Handy klingelte. „Wer will denn um die Uhrzeit schon was von mir?“ sagte ich noch im Halbschlaf versunken. „Ja hallo, spreche ich mit Nadine?“ „Ja wieso, wer ist denn da?“ „Mein Name ist Kristina, ich bin die neue Managerin der Gruppe. Ich habe schon alle Mädels angerufen, wir treffen uns heute um 11.00 Uhr in der Plattenfirma, dann werden wir den Vertrag unterschreiben, ihr werdet eure ersten Songs aufnehmen, den Bandnamen erfahren, euren ersten Fotoshot haben und euch gegenseitig kennen lernen. Bitte sei pünktlich. Bis dann!“ ratterte sie den Text runter, wie als hätte sie ihn auswendig gelernt. Ich konnte ihr noch nicht mal etwas sagen, da legte sie schon wieder auf. Langsam stand ich auf, ging ins Bad und machte mich erstmal fertig. Ich duschte, zog mir eine Jeans und ein Top an und ging anschließend erstmal in die Küche etwas essen. Nachdem ich eine Schüssel Cornflakes verputzt hatte, rief ich erstmal Simone an. Sie war auch schon total aufgeregt. Wir entschieden uns gemeinsam hinzufahren, damit wir vorher noch etwas quatschen konnten. Um 10.40 Uhr war ich vor ihrer Wohnung um sie abzuholen. Schnell sprang sie ins Auto. Wir begrüßten uns mit einem Bussi auf die Wange und fuhren los. Auf der Fahrt redeten wir ununterbrochen. „Denkst du nicht auch, dass der Tag stressig wird?“ wollte ich wissen. „Ich find des voll viel auf einmal. Ich hoffe nur, dass wir auch mal ne pause machen können.“ „Ich auch, und dass die anderen Mädels nett sind. Immerhin müssen wir jetzt viel Zeit mit denen verbringen.“ „Stimmt.“grinste Simone und ich grinste zurück. Bei der Plattenfirma angekommen, stand schon ein junges Mädel, nicht viel älter als wir, vor der Tür und begrüßte uns mit den Worten „Ich nehme mal an ihr seit Simone und Nadine. Ich bin Kristina, ihr könnt mich aber auch Kicki nennen.“ „Ja hey dann bist du unsere Managerin?!“ entgegneten wir ihr. Sie schien sehr nett zu sein. Zusammen gingen wir rein, wo auch schon die anderen Mädels standen. „So ich würde mal sagen ihr lernt euch mal kurz kennen, bevor wir anfangen. In der Zwischenzeit hol ich mal euren Vertrag.“ Mit diesen Worten lies Kicki uns allein und wir standen alle da, wie bestellt und nicht abgeholt. Simone macht den Anfang „Hallo ich bin die Simone, bin 17 Jahre alt und hab vorher noch nicht so viel Erfahrungen mit Musik gemacht.“ „Hi ich bin die Julia, könnt mich aber auch Ju nennen. Ich singe für mein Leben gern, deswegen hab ich das Casting mitgemacht.“ „Und ich bin die Jojo, bin 20 und singe gerne zuhause!“ „Hi ich bin die Nadine, bin auch 20 und komm aus Deutschland. Ich hab dort versucht eine Solokarriere zu starten, doch die hat net so hingehauen.“ …
Als wir Mädels uns grad ein bisschen besser kennen gelernt hatten, kehrte Kicki auch schon wieder mit dem Vertag unter dem Arm zurück. „So kommt erstmal mit ihr Süßen, wir gehen in mein Büro.“ Im Büro angekommen unterschrieben wir alle nacheinander den Vertrag. Unsere Gruppe heißt BeStGirlS4u. Kaum hatten wir den Vertrag unterschrieben, zog uns Kicki auch schon wieder zum nächsten Termin unsere erste Single aufnehmen. Im Tonstudio angekommen schauten wir uns erst einmal um. Bis auf Ju und mich hatte noch keine der Mädels ein Tonstudio live gesehen. „So hier ist der Text zu eurer ersten Single. Ihr seht ja wann ihr dran seid. Ich hab eure Namen drübergeschrieben. Lest euch den Text durch. Jojo du bist als erste dran!“ meinte Kicki nur und nahm Jojo mit. Wir anderen lasen uns den Text durch. „Der Song ist ja der Hammer!“ meinte Ju. Wir anderen nickten zustimmend. Jojo nahm sich die Kopfhörer und sang drauf los. Als sie fertig war, war Simone an der Reihe. Auch sie war schnell fertig mit ihrer Aufnahme. Dann war ich an der Reihe. Nach 10 Minuten war mein Teil auch fertig und Ju war die letzte im Bunde. Sie ging in die Kabine und sang wahnsinnig toll. „Man hört sich das super an, die hat echt ne tolle Stimme.“ hörten wir plötzlich eine Männerstimme hinter uns. „Ja hat sie. Hi ich bin Jojo, wir nehmen gerade unsere erste Single auf, die Walk away heißt auf. Und wer bist du?“ „Ich hab die Beats zu eurem Lied gemixt. Ich heiße Thomas, Tommy oder Tom reicht aber auch.“ „Ne jetzt oder? Die Beats sind echt der Hammer! Machst du so was denn schon länger?“ wollte ich von ihm wissen. „Naja so 8 Jahre ungefähr. Hab schon einige Lieder gemacht. Vielleicht kennt ihr ja Blazin Squad oder Friday Hill? War früher bei Blazin Squad, bis wir uns getrennt haben.“ „Aha und was macht ihr jetzt so alle?“ wollte Simone wissen. „Ich bin DJ, hab kurze Zeit für MTV gearbeitet, vier von den Jungs sind noch bei Blazin Squad, drei haben ne neue Gruppe, die Friday Hill heißt, einer ist Solo unterwegs und Ollie ist sozusagen euer Boss.“ „Wie unser Boss?“ wollte Ju wissen, die kurz zuvor von ihrer Aufnahme zurückkam und alles mitangehört hatte. „Na OCG Records. Der Boss ist Oliver Constantine Georgiou. Er hat sein eigenes Label gegründet und bis jetzt ein paar Bands unter Vertrag.“ „Echt? Des ist ja witzig. Dann ist das ja sozusagen eine Familienladen. Ihr kennt euch ja schon alle.“meinte Ju spaßeshalber. „Ja kann man so sagen, wir kennen uns alle. Außer euch, euch haben wir noch nicht kennen gelernt. Müssen wir aber mal machen. Wie wär’s wenn ihr morgen um acht ins Blue kommt? Da treffen sich alle Jungs. Die würden sich bestimmt freuen, so süße Mädels kennen zulernen.“ „Ja warum nicht“ sagte ich, doch wurde abrupt von Kicki unterbrochen. „Sorry Mädels aber wir müssen zum Fotoshooting.“ Kicki zog uns halb aus dem Tonstudio. Tom konnte uns nur noch „Wir treffen uns um 21.30 Uhr da. Kommt bitte!“ hinterher rufen.
Wir stiegen alle in ein Auto und wurden in ein Fotostudio gebracht in dem wir die Pics für unser CD Cover machen sollten. Im Auto saß ich neben Kicki und Ju. Kicki ging alle Termine durch, die wir noch zu erledigen hatten als ihr handy plötzlich klingelte. Sie telefonierte anscheinend mit einem Jungen, der sie ganz aus der Fassung brachte. Sie stotterte etwas total unverständliches ins Handy und legte nach kurzer Zeit auf. Als wir ankamen war Ju total in Gedanken versunken, sie merkte noch nicht einmal, dass wir schon da waren. „Hey Ju was ist denn los mit dir?“ wollte ich von ihr wissen. „Ach nix. Ist schon gut.“erwiderte sie mir. „Sie hat sich verliebt, glaub ich.“ Sagte Simone. „In wen?“ wollte ich nun genauer wissen. „In Tom.“ (simone) „Ne gar nicht. Wenn dann vielleicht nur ein bisschen verschossen. Süß ist er ja schon“ antwortete Ju auf unser kleines Gespräch. „Du siehst ihn ja morgen abend wieder“ grinsten Simone und ich sie an. „So jetzt müssen wir aber mal rein. Der Fotograf wartet nicht“ meinte Kicki eilig. Drin angekommen begrüßte uns der Fotograf, der einen leicht französischen Akzent hatte. Er sagte, wir sollen uns die Kleider anziehen und danach in die Maske. Die Kleider waren der absolute Wahnsinn. Jojo hatte ein pastellfarbenes Abendkleid mit passendem Schal an, Ju hatte ein babyblaues Kleid mit einem Schlitz an der Seite, der ziemlich hoch blicken lies an, Simone hatte ein kurzes türkisblaues Kleid an, dazu trug sie ihre Haare offen und ich hatte ein weißes langes Kleid mit passender Hochsteckfrisur. „Ihr seht einfach super aus“ staunte Kicki. Der Fotoshot ging schnell vorbei. Wir kannten uns zwar erst seit kurzer Zeit, doch trotzdem aggierten wir schon wie ein eingespieltes Team, dass sich seit Ewigkeiten kennt. Nach dem Shooting war nur noch ein Interviewtermin. Der dauerte lange, da sie alles von uns wissen wollten. Erst um 1 Uhr nachts kam ich müde nach Hause. Ich schmiss mich in mein Bett und schlief sofort ein. Am nächsten Tag war nix angesagt, wir konnten uns alle auf den Abend mit den Jungs einstellen. Um 17 Uhr klingelte es plötzlich an meiner Tür. Kicki stand davor. „Hi was willst du denn hier? Sag bloß wir müssen heut doch noch was machen?“ „Ne quatsch. Ich hoffe es macht dir nichts aus, aber ich hab den anderen Mädels schon bescheidgesagt, dass wir uns bei dir treffen, um heute abend zusammen ins Blue zu gehen. Du hast nun mal die größte Wohnung von uns allen“ grinste mich Kicki an. „Komm doch erstmal rein. Wann kommen denn die anderen?“ „Die kommen bald. Ich hab gedacht, wir können erst noch ein bisschen reden und uns besser kennenlernen.“ Um 17.23 kam dann auch Simone, die letzte im Bunde zu mir. Wir quatschten über alles Mögliche, natürlcih auch über Ju und Tom. Ju war das aber gar nicht so recht. Um kurz nach 9 machten wir uns dann schließlich auf den Weg zum Blue. Als wir ins Blue gingen, traute ich meinen Augen nicht. Dieser Laden war super! Hier war ne Menge los und die Musik war einfach geil. Tom sah uns schon von weitem. Er winkte uns zu dem Tisch an dem die anderen Jungs schon saßen. Wir liefen alle zusammen, wie eine kleine Entenschar, durch die Menge in Richtung Tisch. Kicki begrüßte alle mit Küsschen auf die Wange und setzte sich zu Ollie. Die beiden beredeten anscheinend noch etwas wichtiges. Tom stellte uns die Jungs, und die Jungs uns vor. „Ich glaub da passen wir aber nicht alle zusammen hin“ sagte Chris. „Na dann müssen wir uns halt aufteilen. Ich geh erstmal tanzen, kommst du mit Marcel?“ fragte Kenzie. Marcel, Chris und Kenz gingen ein wenig tanzen und Stu ging mit einem Mädchen an die Bar. „Das ist seine neue Freundin Steff“ meinte Jay. Alle Mädels setzten sich mit an den Tisch, Simone setzte dich zu Jay, Jojo zu Lee und ich zwischen Sam und Tom. Nur Ju wusste nicht wo sie sich hinsetzen konnte. „Komm setz dich doch zu mir. Ich rutsch noch ein bisschen, dann hast du auch noch Platz. Wird dann zwar ein bisschen eng, aber das geht schon irgendwie.“ sagte Tom. Ju wurde etwas rot aber setzte sich hin.
Jay unterhielt sich sofort mit Simone. Die beiden verstanden sich echt gut und auch Jojo und Lee unterhielten sich ausgiebig, auch wenn man sah, dass Jojo etwas rot im Gesicht wurde, aber das wird sie immer sehr leicht. Ju und Tom fingen sogar schon etwas an miteinander zu flirten. Ich stupste Kicki leicht an und fragte sie ob sie nicht mit mir an die Bar kommen will. Sie nickte und wir machten uns auf den Weg. Wir bestellten uns zwei Sex on the beach, als Stu plötzlich meinte „Na soll das ne Anspielung sein?“ Ich verstand nicht direkt was er damit meinte und Kicki schaute in nur leicht säuerlich von der Seite an. „Hi ich bin übrigens Steff. Wir konnten noch gar nicht miteinander reden. Stu wollte mal wieder an die Bar und was trinken.“ Ich unterhielt mich mit Steff, während Kicki und Stu sich nach draußen auf den Balkon verzogen. Nach einer Weile kam mir das komisch vor, dass die beiden immer noch nicht zurück waren. „Weißt du wo die beiden so lange abbleiben?“ fragte ich Steff. „Ja die sind auf dem Balkon. Die reden bestimmt wieder über Geschäftzeug, wo ich keine Ahnung von hab. Das machen die zwei öfter.“ „Ich geh trotzdem mal nach den zwei schauen. Kicki wollt heut bei mir pennen und ich will so langsam gehen. Bin echt müde und hier turteln doch sowieso alle miteinander rum. Das will ich mir net geben.“ Sagte ich nur. „Ne nicht alle, Mus und Sam sitzen da gelangweilt in der Ecke. Komm wir gehen zu denen und quatschen ein bissl mit ihnen.“ Nach kurzem hin und her überredete mich Steff doch und wir machten uns auf den Weg zu den beiden. „Hey kommt wir tanzen ein bisschen mit euch.“ Meinte Steff ganz selbstsicher und sprach für uns zwei. Die beiden ließen sich nicht lange bitten und folgten uns. Ich tanzte mit Sam und Steff mit Mus. Sam tanzt echt gut, dachte ich mir. Nach einer ganzen Stunde abdancen, hatte ich genug, ich brauchte dringend frische Luft. Sam schlug mir vor mit ihm auf den Balkon zu gehen, da er auch etwas frische Luft brauchte. Doch als ich sah, was auf dem Balkon ablief, blieb mir die Luft weg.
Sam und ich sahen Kicki und Stu heftigst miteinander rummachen. Seine Hand war unter ihrem Top verschwunden und sie fummelte an seiner Hose rum. Die beiden störte es noch nicht einmal, dass noch andere Leute ihnen dabei zusahen. Sam rannte an mir vorbei in Richtung der beiden. Ich sah, wie Sam sich halb mit Stu schlug und Kicki versuchte die beiden auseinander zuhalten. Ich rannte ebenfalls zu ihnen und versuchte Sam zurück zuhalten. Nach einer Zeit gelang es mir Sam und Kicki Stu festzuhalten. „Sag mal spinnst du jetzt ganz? Was geht dich das an, mit wem ich hier rummache?“ schrie Stu Sam an. „Was mich das angeht? Du hast eine Freundin und zwar Steff, und außerdem ist Kicki meine Schwester, da darf ich mich ja wohl mal einmischen.“schrie Sam zurück. Plötzlich standen auch die anderen Jungs und Mädels auf dem Balkon und wussten nicht so recht, was los war. Steff ging zu Stu und knallte ihm mit voller Wucht eine. Anschließend rannte sie weg und Jojo rannte ihr hinterher. Mus und Chris nahmen Sam und gingen mit ihm aus dem Club, ich ging mit Kicki zu mir nach Hause. Für heute Abend reichte mir die Aufregung schon mal. Zu hause angekommen, schnauzte ich Kicki erst mal richtig zusammen „Sag mal tickst du nicht ganz richtig? Stu hat ne Freundin und das weißt du auch! Warum tust du so was denn?“ „Pass mal auf Nadine, Stu und ich waren bis vor kurzem zusammen. Ich habe mich vor ca. 2 Monaten von ihm getrennt. Aber so ganz kommen ich doch nicht von ihm weg.“ Rechtfertigte sie sich vor mir. „Aber warum trennst du dich denn von ihm, wenn du ihn immer noch liebst?“ wollte ich von ihr wissen. „Ich habe Gefühle für einen anderen Jungen bekommen und dachte, es sei besser mich von ihm zu trennen. Doch anscheinend hat dieses Junge keine Gefühle für mich. Als Stu dann auch noch Steff kennen lernte, wusste ich, dass ich einen Fehler gemacht habe. Ich hätte mich nicht von ihm trennen sollen. Doch jetzt ist es zu spät. Er erzählt mir dauernd, wie sehr er Steff doch liebt und dass sie seine Traumfrau ist.“ „Aber warum macht er dann noch mit dir rum, wenn er sie angeblich so sehr liebt?“ wollte ich wissen. „Stu macht öfter solche Ausrutscher. Auch als ich noch mit ihm zusammen war, ist das mit einem anderen Girl passiert. Aber Steff weiß es auch!“ „Was weiß sie?“ „Sie weiß das mit Stu und mir. Sie hat uns schon einmal erwischt.“ „Und da sagt sie nichts? Aber wenn es ihr nichts ausmacht, warum hat sie ihm dann heute eine geknallt und ist weinend weggelaufen?“ „So hat sie auch letztesmal reagiert aber die beiden versöhnen sich immer wieder. Die beiden lieben sich nun mal.“ Wir redeten noch länger in dieser Nacht über das Thema.
Am nächsten morgen, als ich aufgestanden war, sah ich Kicki schon im Wohnzimmer sitzen, sie telefonierte gerade mit einem Jungen. Ich konnte mir schon denken, wer es war. Als sie fertig war, wollte ich wissen, warum sie das mit Stu nicht einfach mal lassen kann und dass sie sich auf andere Jungs konzentrieren sollte. Immerhin hat Stu eine Freundin. „Das war Sam.“ Entgegnete sie mir, als wüsste sie was ich gedacht habe. „Er wollte wissen, ob es dir gut geht und ich soll dir sagen, dass es ihm Leid tut, das er gestern so ausgerastet ist.“ „Ist schon ok, aber jetzt will ich doch mal wissen, Sam ist dein Bruder? Hab ich das richtig verstanden?“ „Ja genau. Er ist mein Bruder. Deswegen ist er gestern auch so ausgerastet. Aber jetzt erzähl mal, was läuft da zwischen euch?“ Doch bevor ich ihr sagen konnte, dass da rein gar nix läuft, klingelte es an der Tür. Es waren die Mädels, inklusive Steff! „Hi was macht ihr denn hier?“ „Wir wollten mal vorbeischauen und Steff wollte mal mit kicki reden.“ Jojo, Simone, Ju und ich gingen in mein Schlafzimmer, damit Kicki und Steff in Ruhe reden konnten.
~im Schlafzimmer~
„Also Mädels jetzt erzählt mal. Ich hab euch gestern nur noch am flirten gesehen, wer hat nun was mit wem?“ wollte ich von ihnen wissen. „Also mit mir und Jay läuft noch nix richtiges. Er ist voll süß, er hat voll die süße Art und bei seinem Lächeln schmelze ich dahin. Wir haben uns gestern echt gut verstanden und er hat mich noch nach hause gebracht, wir wollen uns nächsten Freitag wieder treffen. Aber diesmal alleine“ grinste Simone uns an. „Bei mir und Lee ist da schon etwas mehr am laufen. Ich liebe einfach alles an ihm, wie er redet, sein Aussehen. Ich bekomm nicht genug von ihm und außerdem kann er wahnsinnig gut küssen“ grinste Jojo und wurde rot im Gesicht. „Ihr habt euch geküsst? Wie Süüüüß!“ (Simone) „und was läuft mit dir und Tom?“ wollte Jojo von Ju wissen. „Naja, sagen wir es mal so. wir verstehen uns echt super! Er ist echt süß. Wir haben heftig miteinander geflirtet und er hat mir auch gesagt, dass er mich echt süß und sexy findet, aber ich will mir noch ein bisschen Zeit lassen. Nicht dass das so endet wie mit Steff und Stu.“ „Ach ja, was denkt ihr, was die beiden bereden?“ wollte Jojo wissen.
~im Wohnzimmer~
„Kicki, ich bin nicht böse auf dich. Ich wusste es ja schon länger, dass da noch was mit Stu und dir ist, doch ich wollte es einfach nicht wahr haben. Aber bitte tu mir einen Gefallen, halte dich in Zukunft von meinem Freund fern. Zumindest, lass die Finger von ihm!“
„Ok Steff, ich hab es verstanden, es tut mir leid, dass du so verletzt wurdest von uns beiden. Ich bin nur verletzt, weil der Junge, den ich toll finde anscheinend keine Gefühle für mich hat. Ich hab gesehen, wie du mit ihm getanzt hast, da wollte ich mich ablenken. Ich hab einen riesen Fehler gemacht. Kannst du mir verzeihen?“
„Du hast mit Stu rumgemacht, weil ich mit einem anderen Jungen getanzt habe? Warum?“
„Hab ich doch schon gesagt, es hat mich verletzt und Stu und ich wurden eifersüchtig, da dachten wir uns, dass wir das auch können! Es war ein Fehler!“
„Du bist in Mus verliebt? Warum sagst du ihm das nicht einfach? Ich denke nämlich nicht, dass er so abgeneigt sein wird. Hast du gesehen, wie er geguckt hat, als er dich mit Stu gesehen hat? Er sah verletzt und traurig aus. Rede doch mal mit ihm! Dann wirst du schon sehen!“
„Meinst du? Danke Steff, du bist echt eine Freundin, und ich bin so blöd und tu dir auch noch weh! Ich weiß nicht, was ich mir dabei gedacht habe. Sorry noch mal.“
„Ist schon ok.“ Simone, Ju, Jojo und ich gingen aus dem Schlafzimmer um zusehen, ob die zwei noch leben oder sich schon zerfleischt haben. Doch wir sahen das Unerwartete. Die beiden saßen auf der Couch und umarmten sich. Sie hatten die Auseinandersetzung geklärt.





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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!

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...   Erstellt am 28.04.2007 - 20:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Wir wollten uns noch alle gemeinsam einen schönen Tag unter Mädels machen. Dafür gingen wir alle zusammen in den Hyde Park um uns ein bisschen sonnen zu lassen. Doch als wir dort ankamen, sahen wir Tom, Jay, Lee, Stu, Mus und Sam schon von weitem Fußballspielen. Stu sah uns und kam zu uns rübergerannt. „Hey was macht ihr denn hier. Kommt doch rüber zu uns.“begrüßte uns Stu und gab dabei Steff einen Begrüßungskuss. Wir gingen alle zusammen zu den anderen Jungs und begrüßten sie mit Küsschen auf die Wange. Lee küsste seine Jojo zur Begrüßung mit einem langen, leidenschaftlichen Kuss. „Wie wär´s wenn wir Mädchen gegen Jungs spielen?“ fragte Mus plötzlich. „Das ist aber dann ein bisschen unfair oder? Nur Ju kann wirklich gut Fußballspielen von uns Mädels. Da haben wir doch keine Chance gegen euch“ sagte ich. „Dann spielen wir halt in Pärchen zusammen und ich nehm Jojo“ meinte Lee sofort. Alle waren damit einverstanden. Lee und Jojo bildeten sofort eine Mannschaft mit Steff, Stu, Kicki und Mus. Die rote Mannschaft. In der blauen Mannschaft waren Jay, Simone, Tom, Ju, Sam und ich. Das Spiel begann. Nach nur einer Minute fiel das erste Tor für die rote Mannschaft. Stu köpfte den Ball direkt an Jay vorbei. „Sorry ich hab den Ball echt net gesehen“ kam es von Jay als Rechtfertigung. Es machte allen wirklich riesen Spaß zu spielen. Ju schoss den Ausgleich für unser Team. In der Halbzeitpause setzten wir uns alle auf den Rasen und überlegten, was das Verliererteam zur „Strafe“ machen musste. „Wie wär´s wenn die Verlierer uns ins Freibad einladen und dort eine kleine Mutprobe erledigen müssen?“ schlug Kicki vor. „Und was für eine Mutprobe?“ wollten wir anderen von Kicki wissen. „Die Verlierer müssen vom 10er springen!“ Nach kurzer Diskussion wurde der Vorschlag angenommen und es ging in die zweite Halbzeit. Alle strengten sich nun noch mehr an um nicht zu verlieren. Steff hatte den Ball und rannte mit ihm in Richtung Tor, nur Simone war noch ein Hindernis für sie, an dem Steff nicht vorbei kam. „Ich bin frei, schieß ihn zu mir“ rief Kicki Steff zu. Steff passte den Ball zu ihr rüber, doch ich sprang in den Weg und nahm ihr den Ball ab. Jetzt rannte ich Richtung Tor, passte zu Sam und „TOORRR!!!!“ Sam brachte uns mit seinem Treffer in Führung. Hinter mir sah ich wie Steff und Kicki am rumdiskutieren waren, warum Kicki den Ball nicht halten konnte und ihn an mich verloren hat. Jay ging dazwischen und beruhigte die beiden. Das Spiel ging weiter und es stand 1:2 für das blaue Team. Mus hatte den Ball und schoss aus großer Entfernung den Ausgleich. Jetzt wurde es spannend. Gleichstand! Nur das Elfmeterschießen konnte nun über Sieg und Niederlage entscheiden. Jay machte dich im Tor bereit für Lee´s Schuss. Er nahm Anlauf und traf in das linke, obere Eck. 3:2. Nun war Tom in der Reihe, Jojo die im Tor stand, hüpfte auf und ab um sich warm zu machen. Tom nahm Anlauf und schoss den Ball. Tor! 3:3. Wir trafen alle, jetzt hing es nur noch von Sam und Stu ab. Stu traf den Ball ins Tor! Nun musste Sam auch treffen, sonst hätte das blaue Team verloren. Er nahm Anlauf, schoss und traf—die Latte! „Verloren, verloren, ihr habt verloren! Loser!“ schrie die ganze rote Mannschaft wie im Chor. Das Spiel war aus. Und das hieß, Ju, Simone, Sam, Tom, Jay und ich mussten die Mutprobe bestehen. Besonders ich, die so Höhenangst hat. Na das kann ja was geben!
*Freitag Abend*

Die Woche verlief eigentlich ganz ruhig. Wir hatten ein paar Interviews und Fotoshots zu machen. Erst nächste Woche, wenn unsere erste Single veröffentlicht wird, werden wir viel zu tun haben. Promotion, Interviews, Auftritte, Promotion, Interviews, Auftritte und noch mal das Gleiche und noch mal … „Wir werden wahrscheinlich noch nicht mal zum Schlafen kommen, bei so einem vollen Terminkalender“ dachte ich mir.
Es war 17.29 als plötzlich mein Handy klingelte. „Hi Nadine ich bin´s Simone. Kannst du vielleicht ganz schnell zu mir kommen. Es ist echt wichtig!“ sagte sie. „Wieso was ist denn los? Ist was passiert?“ „Naja so wie man es nimmt! Ich weiß nicht was ich anziehen soll. Ich geh doch heut Abend mit Jay aus.“ „Achso, Mensch du hast mir schon Angst gemacht! Ich bin in ner halben Stunde bei dir“ meinte ich nur noch und legte auf. Eigentlich wollte ich mich gerade selbst zurecht machen, da ich heute mit Kicki, Mus, Kenzie, Chris und Sam treffen wollte. Aber das mit Simone schien mir gerade wichtiger zu sein. Schließlich könnte dies heute der Abend werden, an dem sie zusammenkommen. Ich düste also so schnell ich konnte los. Noch nicht einmal 20 Minuten später war ich bei ihr!

~Bei Simone zuhause~

„Hey das ging aber schnell. Ich hab keine Ahnung was ich anziehen soll.“ Ich sah eine leichte Verzweiflung in Simones Augen. Sie wollte umwerfend für ihn aussehen. Wir durchwühlten gemeinsam ihren Kleiderschrank und fanden schon bald etwas Passendes. Schließlich hat sie so eine gute Figur, dass sie eigentlich alles anziehen konnte, und trotzdem wunderschön aussah. Sie entschied sich für einen kurzen, schwarzen Rock auf dem kleine weiße Glassteine waren und ein blaues Top. Anschließend schminkte sie sich noch dezent und band ihre Haare in eine Hochsteckfrisur. „Simone du siehst echt super aus. Wenn Jay das nicht sieht, dann muss er blind sein!“ sagte ich. „Tut mir leid süße aber ich muss jetzt auch so langsam gehen, ich treff mich ja heut Abend mit Kicki und den Jungs.“ Sagte ich zu ihr und machte mich dann schleunigst auf den Weg nach hause. Es war schon 19.40 Uhr und ich wollte mich um 20.30 Uhr mit ihnen treffen.

*20.45 Uhr am See*

Alle saßen schon am See und warteten auf mich. Ich begrüßte alle und entschuldigte mich für meine kleine Verspätung. „Frauen werden nie rechtzeitig fertig“ musste ich mir von Chris anhören. „Ne ich war noch bei Simone. Die geht doch heute mit Jay aus und wusste nicht, was sie anziehen sollte.“ Entgegnete ich ihm mit einem leichten grinsen. „Wir haben schon gedacht du versetzt uns.“meinte Kicki nur. „Ja und das hätte Sam nicht verkraftet“ meinte Kenzie grinsend. Ich sah rüber zu Sam der plötzlich ganz rot im Gesicht wurde und Kenzie leicht in die Seite schlug. Ich wusste nicht, was das zu bedeuten hat und meinte ganz gelassen „Jetzt bin ich ja da.“
Wir saßen zusammen am See, Kenzie und Chris betranken sich so sehr, dass sie sich nach kurzer Zeit nur noch lallend verständigen konnten. Kicki und Mus saßen etwas Abseits von uns und unterhielten sich. Schließlich wollte Kicki nun endlich wissen, ob Mus was für sie empfindet oder nicht. Ich saß bei den zwei Betrunkenen und versuchte sie davon abzuhalten noch mehr zu trinken. Sam lag auf dem Rücken im Gras und dachte über irgendetwas angestrengt nach. Das sah man an seinen Augen. Nur über was er nachdachte, wusste ich überhaupt nicht.
Nach langem Kampf mit Kenzie und Chris gab ich mich geschlagen und ließ sie einfach weitertrinken. Ich beschloss zu Sam zu gehen. „Hi über was denkst du nach?“ fragte ich ihn ganz unbefangen. Er erschrak, da ich ihn aus seinen Gedanken riss. „Äh … über nix! Mir ist nur langweilig.“ „Dann komm doch rüber zu uns. Die zwei musst du dir einfach geben.“ grinste ich ihn an. „Ne, lass mal. Ich bleib lieber hier.“ Plötzlich kam ein schwankender Kenz zu uns rüber. „Na ihr Turteltäubsssschen, darf issch ssschtören?“ „Oh Kenzie halt doch einfach die Klappe, du nervst“ meinte Sam wütend. „Sorry, wollt nur fragen wo Mus und Kicki hin sind.“ sagte Kenz. Wir wussten aber auch nicht wo sie waren, die zwei sind auf einmal weg gewesen ohne uns bescheid zu sagen, wo sie hin wollen. „Ich geh die zwei mal suchen“ meinte Sam nur, stand auf und ging los. „Hey warte Sam, du kannst mich doch hier nicht allein mit den zwei lassen. Ich komm mit suchen.“ Zusammen machten wir uns dann auf die Suche der beiden, wir sahen am See nach und auf der großen Wiese, doch keine Spur der beiden. „Ich mach mir so langsam echt Sorgen, nicht das ihnen noch was passiert is“ sagte ich mit leicht besorgter Stimme zu Sam. „Denen wird schon nix passieren. Ich kann mir schon vorstellen, was die machen. Komm mit, auf dem Hügel haben wirt noch nicht nachgeguckt“ sagte er und nahm mich dabei an die Hand. In diesem Moment hatte ich ein Gefühl in meinem Bauch, dass ich nicht richtig beschreiben kann. Es kribbelte einfach überall in meinem Körper.
Auf dem Hügel angekommen sahen wir die beiden Arm in Arm sitzend. Sie küssten sich. Ihre Lippen berührten sich erst zärtlich, dann immer leidenschaftlicher. Sie bemerkten uns zwei noch nicht einmal. Plötzlich drehte Sam sich um, ließ meine Hand los und ging verärgert den Hügel runter. Ich rannte ihm hinterher. „Sam warte doch! Was ist los, warum bist du jetzt auf einmal so?“ rief ich ihm nach. Er blieb stehen und drehte sich zu mir um. „Du willst wissen, was mit mir auf einmal los ist? Ich sag´s dir! Alle labbern davon, wie verknallt sie sind, und wie glücklich. Dauernd seh ich irgendwelche neuen Paare rumlaufen und ich … ich ach vergiss es einfach!“ schrie er mir entgegen. „Nein jetzt warte doch mal. Sam was ist los mit dir? Irgendwas stimmt doch nicht. Vorhin warst du so komisch, dauernd schnauzt du Kenzie an, weil er spaßeshalber Sachen über uns sagt, die nicht stimmen und jetzt haust du einfach ab, weil du Kicki und Mus gesehen hast. Sag schon was ist los!?“ „Denk mal scharf nach. Vielleicht hat Kenzie das doch nicht spaßeshalber gesagt!“ Mit diesen Worten rannte Sam weg. Ich rannte ihm hinterher, so einfach kam er mir nicht davon! Ich schrie ihm hinterher, dass er doch bitte stehen bleiben soll. Er stoppte. Wir standen nun direkt vor dem See und der Mond spiegelte sich auf der Wasseroberfläche. „Sam bitte erklär es mir. Ich versteh das nicht genau. Was, mit was hat Kenzie recht?“ fragte ich ihn außer Atem. „Wie soll ich es dir nur sagen. Ich… ich hab mich glaub ich in dich verknallt!“ Ohne meine Antwort abzuwarten, wollte er direkt wieder weiterlaufen, doch diesmal hielt ich ihn am Handgelenk fest. Ich schaute ihm tief in die Augen. Da war schon wieder dieses unbeschreibliche Gefühl. Er stand vor mir, ich konnte nichts tun, ich war wie versteinert. Plötzlich beugte sich Sam langsam zu mir runter. Ich spürte seinen warmen Atem auf meiner Haut, seine Lippen kamen immer dichter an meine, ich konnte seine Lippen schon fast auf meinen spüren, doch da wurden wir unterbrochen. Kenzie packte Sam an der Schulter und zog ihn von mit weg.
„Hey spinnst du?“ schrie Sam Kenz an. „Komm schnell! Chris, er …er ist in den See gefallen und taucht nicht mehr auf!“ schrie Kenz zurück. Die beiden rannten so schnell sie konnten, an die Stelle, an der Chris ins Wasser gefallen ist. Sam sprang ohne nachzudenken ins Wasser und tauchte unter. Nach kurzer Zeit, die mir aber sehr lange vorkam, tauchte Sam zusammen mit Chris wieder auf. Sam trug Chris an Land und ohrfeigte ihn, bis er wieder zu Bewusstsein kam. „Sag mal hast du nicht mehr alle? Was machst du für ne scheiße?“ schrie Sam. Chris grinste ihn nur an, wie als wäre nichts gewesen. In diesem Moment kamen auch Kicki und Mus angerannt, die anscheinend die lauten Schreie gehört hatten.

~Zur gleichen Zeit bei Jay und Simone~

Jay hatte Simone von zuhause abgeholt und gemeinsam machten sie sich auf den Weg in den Park. Dort angekommen konnte Simone ihren Augen nicht trauen. Jay hatte ein romantisches Picknick vorbereitet. Auf der Decke lagen Trauben, Baguette, Erdbeeren, Wein und eine weiße Rose für Simone. Beide setzten sich auf die Decke und fingen an sich gegenseitig zu füttern. „Weißt du Simone ich hab dich wirklich sehr gern. Du bist das erste Mädchen, für die ich so etwas mache.“ Simone grinste ihn nur an und trank einen Schluck Wein. Als sie fertig mit dem Essen waren, nahm Jay sie an der Hand und ging ein bisschen mit ihr im Park spazieren. Sie gingen an einem Steinweg entlang als Simone plötzlich stoppte. Mit so einer Überraschung hatte sie nie gerechnet. Vor ihr lag ein Herz aus Teelichtern, indem ein kleiner Zettel lag. „Ließ ihn“ hörte sie nur von Jay. Sie nahm den Zettel und las ihn leise für sich. Darin stand: „I love you, you’re the one, the one for me my baby, you’re the kind of girl, miss you for a life so try my best to do what’s right. Simone I love u! Xxx Jay.
Als sie dies lies lief ihr eine kleine Träne an der Wange hinunter. Sie drehte sich zu Jay um, der sie erwartungsvoll ansah. Sie ging ganz langsam auf ihn zu, legte ihre Hand auf seine Wange und küsste ihn. Der Kuss schien all ihre Gefühle für Jay zu beschreiben.
*Nächster Tag*

Heute war es soweit. Wir wollten alle ins Freibad! Und das hieß auch, die Mutprobe musste erfüllt werden. Simone, Kicki, Jojo, Ju, Steff und ich waren gerade in der Stadt uns neue Bikinis für die Jungs (und uns) zu kaufen. Auf Anhieb fanden wir alle einen passenden Bikini, was echt ein Wunder war. Von der Stadt aus, machten wir uns dann zusammen auf den Weg ins Freibad. Die Jungs wollten uns dort auf der Wiese treffen, von der aus man einen tollen Blick auf den 10 Meter Turm hatte. Als wir die Jungs erblickten blieb uns fast der Atem stehen, die sahen einfach Hammer aus. Das Gleiche dachten die Jungs wohl auch, als sie uns sahen, sonst wären sie wahrscheinlich nicht mit halboffenem Mund dagestanden als wir sie begrüßten. Wir legten uns erstmal auf die Wiese und wollten uns alle ein bisschen sonnen lassen, doch Mus wollte sofort, dass wir die Mutprobe jetzt erledigten. „Man Mus jetzt sei net so ungeduldig! Wir springen schon noch früh genug. Soll ich mit nem Köpfer reinspringen oder soll ich dir meinen Salto vorführen?“ spuckte Jay große Töne. „Spiel dich mal nicht so auf Jay, du kannst froh sein, wenn du da oben nicht anfängst zu heulen.“ Meinte Mus ganz cool und grinsend zu ihm. Simone gab ihm darauf hin einen Kuss und flüsterte ihm ins Ohr, das er so oder so ihr Held sei. Mus ließ einfach nicht locker und die anderen fingen so langsam auch noch an zu nerven, wann wir denn jetzt endlich springen, oder ob wir zu viel schiss hätten. Das ließen wir und nicht bieten! Sam, Jay, Tom, Ju, Simone und ich standen von unseren Handtüchern auf und machten uns auf den Weg Richtung Turm. Langsam steig ich die Stufen hoch, mit jeder Stufe bekam ich mehr angst. Als wir oben standen wollte ich am liebsten sofort wieder von dort oben runter. Jay traute sich als erster nach vorne an die Kante. Er überlegte noch kurz, wie er runterspringen sollte und entschied sich einen Köpfer zu wagen. Er riss seine Arme nach oben und sprang. Als er unten im Wasser war, hörte man das Gekrölle von den anderen sechs, die sich an den Beckenrand gestellt hatten. Jay hatte im Flug seine Badehose verloren und suchte sie nun verzweifelt im Wasser. Als er sie endlich fand, anzog, aus dem Wasser stieg und sich mit hochrotem Kopf zu den anderen stellte, ging Tom an die Kante. Mit einem lautem „Arschbombe“ sprang auch er. Simone und Ju trauten sich langsam an den Rand und wollten gemeinsam springen. „Eins, zwei, dreeeeeeeiiiiiiiiii“ sprangen die beiden auch. Nun standen nur noch Sam und ich dort oben. Meine Knie schlotterten vor Angst. „Wollen wir auch zusammen springen?“ kam es plötzlich von Sam. Ich konnte nur mit einem leisen „Ähm ja“ antworten. Er nahm mich an die Hand und ging langsam mit mir an die Kante. Dort sagte er mir noch kurz „Am besten machst du die Augen zu und lässt meine Hand nicht los. Das packst du schon, vertrau mir“ Genau das tat ich auch. Sam zog mich ein bisschen nach vorne und wir sprangen gemeinsam. Alle jubelten als wir aus dem Wasser stiegen. „Echt geil, dass du dich getraut hast Nadine.“ meinte Kicki. Wir gingen wieder zurück zu unseren Handtüchern. Dort redeten wir noch etwas über die Mutprobe, Jay´s kleinen „Unfall“ mit der Badehose und wie er und Simone zusammen gekommen sind. Plötzlich standen Tom und Ju auf. „Wir gehen ein bisschen ins Wasser, will jemand mit?“ fragte und Tom. Wir schüttelten nur alle den Kopf. „Geht ihr mal ruhig alleine“ grinste Jojo die beiden an.
~Bei Tom und Ju im Wasser~

Die beiden planschten und spielten eine ganze Zeit lang im Wasser rum. Tom und Ju drückten sich gegenseitig unter Wasser, tauchten um die Wette und spritzten sich voll mit Wasser. Tom bekam eine große Ladung Wasser ins Gesicht und Ju wollte ihm gerade das Wasser aus dem Gesicht wischen, da nahm Tommy sie plötzlich in seine Arme und trug sie im Wasser herum. „So kannst du mir wenigstens kein Wasser mehr ins Gesicht spritzen“ lächelte Tom Ju an. Beide schauten sich tief in die Augen und Tom küsste sie plötzlich. Ju erwiderte den Kuss.

~Bei uns anderen~

„Ähm ich glaub ich geh mal ne Runde Eis für uns alle holen. Jungs kommt mit und helft mir.“meinte Jay nur und die Jungs folgten ihm aus Wort. Kaum waren die Jungs weg, da fingen unsere Mädchengespräche auch schon an. „Los jetzt erzähl mal Simone, bist du jetzt mit Jay zusammen?“ wollte ich wissen. „Und lass bloß keine Einzelheiten aus! Simone erzählte und alles mit einem breiten Grinsen im Gesicht. „Und ich glaub, wir werden bald noch mehr Pärchen in unserer Clique haben, wenn es so weiter geht.“ließ Jojo verlauten. „Nadine was geht eigentlich mit dir und Sam ab? Seit ihr zusammen?“ Etwas traurig erzählte ich den Mädels, dass wir uns beinahe gestern geküsst hätten, doch Kenz uns dazwischen kam. „Und ich hätte doch fast wetten können, dass ihr zusammen seid. Wie süß ihr da zusammen vom 10er gesprungen seid.“sagte Kicki. Plötzlich sah ich Ju und Tom. „Jojo hat recht gehabt. Wir haben ein neues Pärchen in der Clique! Schaut mal.“ Alle drehten sich zu den beiden um und sahen, wie sie händchenhaltend auf uns zukamen. In diesem Moment kamen auch die Jungs mit dem Eis zurück. Mus schmiss Kicki´s Eis direkt in ihren Ausschnitt, die sie mit einem lauten Schrei dafür bedankte. Simone lag auf Jay´s Brustkorb und genoss ihr Eis. Ju und Tom waren so mit rumknutschen beschäftigt, dass ihr Eis schon langsam anfing zu schmelzen. Ich saß alleine auf meiner Decke und machte mir Gedanken über Sam. Die ganze Zeit hat Sam noch kein Wort über gestern Abend verloren. Warum? Aber eine Antwort darauf fand ich leider nicht.
Es wurde schon langsam dunkel, als wir beschlossen nach Hause zu gehen. Kicki, Mus, Sam und ich liefen zusammen nach Hause. An einer Kreuzung musste ich eine andere Richtung einschlagen als die anderen drei. „Sam bring sie noch nach Hause. Nicht das ihr noch was passiert.“grinste Kicki und schubste Sam leicht in meine Richtung. Er willigte ein und wir gingen zu zweit weiter. Auf dem Weg redeten wir kein Wort miteinander. Ich glaube keiner wollte etwas Falsches sagen. Kurz vor meiner Haustüre, fing es plötzlich wahnsinnig an zu regnen. Wir beide rannten so schnell wir konnten zu mir nach Hause. Vor der Tür nahm ich all meinen Mut zusammen und fragte ihn, ob er nicht mit hoch kommen will, da es zu sehr regnet. Er nickte nur leicht und ich schloss die Türe auf. In meiner Wohnung angekommen, gab ich ihm ein Handtuch, damit er sich abtrocknen konnte. „Sam ich geh kurz unter die Dusche, das restliche Chlor abwaschen. Du kannst ruhig fernsehen, bis ich wieder komm. Ich duschte schnell und zog mir meine Trainingsklamotten an. Als ich wieder ins Wohnzimmer zurückkam, stand Sam noch an genau der gleichen Stelle, wie bevor ich duschen ging. „Warum setzt du dich nicht?“ wollte ich von ihm wissen. „Ich will deine Couch nicht nass machen mit meinen Klamotten.“sagte er als Begründung. „Dann zieh sie doch aus. Ich schmeiß sie schnell in den Trockner, dann sind sie gleich wieder trocken“ entgegnete ich ihm ohne vorher darüber nachgedacht zu haben. Nein Nadine, was hab ich da nur eben gesagt! Dachte ich. Ich spürte, wie ich langsam rot wurde. Sam ging mit diesen Worten ins Badezimmer und rief nur noch „Wo hast du denn noch Handtücher?“ „Im roten kleinen Schrank“ rief ich ihm entgegen. Während er im Bad verschwunden war, versuchte ich meine Gedanken zu sammeln. Gleich würde ich einen halbnackten Sam sehen. Als er wieder kam, traf mich der Schlag. Mein Gott sah er geil aus! Ich hab ihn zwar schon im Freibad so gesehen, aber als er da so in meiner Wohnung stand, kribbelte es wieder überall in meinem Bauch. Ohne mir etwas anmerken zu lassen, ließ ich mich ganz cool auf´s Sofa plumpsen. „Nadine, was ich dich fragen wollte, kann ich vielleicht heut Nacht bei dir pennen? Sieht so aus, als würde es nicht all zu bald aufhören zu regenen.“fragte mich Sam ganz schüchtern. „Ja klar. Warum nicht? Ich hab noch ein Schlafzimmer frei.“gab ich ihm ganz gelassen als Antwort.
Sam setzte sich zu mir auf die Couch und wir sahen uns einen Film zusammen an. Während des Films, überlegte ich mir die ganze Zeit, ob ich ihn wegen gestern ansprechen sollte, und wie ich es tun sollte. Der Film war vorbei. Viel zu früh! Aber ich wollte es einfach wissen. Ich nahm meinen Mut zusammen „Sam wegen gestern Abend am See, wollt ich noch mal mit dir reden.“ „Ja, so ein Idiot! Wie kann der nur betrunken schwimmen gehen. Chris hat sie echt net mehr alle beisammen.“bekam ich als Antwort. „Ne, des meinte ich gar nicht. Ich meinte als wir zusammen am See standen bevor Kenz dich weggezogen hat.“ „Ach des! Mach dir da keine Gedanken drüber. Ich war ein bissl angetrunken. Vergiss die Geschichte einfach. Da war ja außerdem gar nix!“ Boom, das hatte gesessen. Am liebsten hätte ich ihn einfach aus meiner Wohnung geschmissen, doch ich wollte mir nichts anmerken lassen. „Oooh Sam. Ich glaub ich geh mal ins Bett. Bin hundemüde! Du kannst ruhig noch aufbleiben. Bis dann.“sagte ich fröhlich gespielt und ging in mein Zimmer. Wie konnte ich nur so blöd sein? Oder ist er derjenige der hier blöd ist? Denkt er, er kann einfach so mit meinen Gefühlen spielen?

Ich dachte noch lange nach. Über gestern, was Sam am See zu mir gesagt hatte, dass er mich fast geküsst hätte, ob er mich geküsste hätte, wenn Kenzie uns nicht gestört hätte. Was heute im Freibad war, und warum er plötzlich so abweißend zu mir ist. Irgendwann schlief ich einfach ein!
*1 Woche später*

Seit diesem Abend, nahm ich etwas Abstand von Sam. Ich wollte nicht noch einmal so ein Gefühlschaos erleben. Heute war es endlich so weit. Wir würden erfahren, auf welche Position unsere erste Single eingestiegen ist und hatten unseren ersten Auftritt bei the Dome. Doch nicht nur unsere. Wir hatten sozusagen einen Wettbewerb. Alle hatten ihre Singles am gleichen Tag in die Läden gestellt. Die Jungs, Lee und wir. Im Auto hörten wir gespannt die Top 10 Platzierungen. Es war schon Platz 5 vorbei, und wir waren immer noch nicht dabei. „Und auf Platz vier haben wir unseren ersten Neueinstieg.“verkündete der Radiomoderator „Lee Bailey mit Stop that! Viel spaß!“ Jojo fing an zu schreien. „Ahhhh mein Schatz ist auf Platz vier! Wie geeeeeiiiiil!“ Wir anderen mussten sie erst einmal beruhigen. „Und hier kommt Platz drei. Ebenfalls ein Neueinstieg von drei Jungs namens Friday Hill. Jetzt kommen sie mit ihrem neuen Song I won´t walk away!“ Jetzt fing Simone an zu schreien. „Mein Jay, mein Jay!“ Kicki schaute nur sehr glücklich vor sich hin, denn immerhin, wollte sie doch nicht zeigen, dass sie mit ihm zusammen ist. „na das war doch mal ein toller Song. Und jetzt unsere neue Nummer 2“ Auf einmal fingen wir alle an zu schreien! Das war unser Lied!!!! Wir sind von null auf zwei eingestiegen! Wie geil! Wir sangen alle lauthals mit, bis Kicki plötzlich rief „Moment mal, wenn ihr „nur“ auf 2 seid, wer ist dann auf eins? Wer ist besser als ihr?“ Da hörten wir schon den Moderator „Und hier die neue Nummer 1! Die vier Jungs von Blazin Squad, mit ihrem Lied All night long.“ „Ne jetzt, die Jungs sind besser als wir?! Das kann doch nicht wahr sein. Keiner ist besser als wir!“ prahlte Ju spaßeshalber!

~The Dome~

Wir wurden gerade für unseren Auftritt gestylt, da klopfte es an der Tür. Lee, Mus, Jay und Kenz kamen rein. „Herzlichen Glückwunsch zur Platzierung“ riefen sie alle vier im Chor. Jojo stürmte sofort auf Lee und Simone auf Jay zu und küssten sie stürmisch. „Wünschen wir euch auch“ kam es von Ju, die gerade Tom eine Mail schrieb. „Wo sind denn sie anderen Jungs?“ wollte Kicki wissen. „Die machen sich auch gerade fertig für ihren Auftritt.“sagte Kenz. Friday Hill, Blazin Squad, Lee und wir würden heute alle beim Dome performan. „Die wollen aber gleich noch mal bei euch vorbei schauen“ sagte Jay und küsste seine Simone zärtlich auf die Wange. Von mir aus können die ruhig wegbleiben, zumindest einer von ihnen! dachte ich mir. Doch schon klopfte es an der Türe. Natürlich kamen Stu, Chris, Sam und Marcel rein und gratulierten uns auch zu unserer Platzierung. „Haha wir sind aber besser als ihr“ grölte Stu. „Ist doch klar gewesen, dass wir besser sind“ fügte Marcel hinzu. „Idioten!“ war Kicki´s einziger Kommentar dazu. Nach kurzer Zeit schmissen wir die Jungs aber raus, damit wir uns noch fertig für die Show stylen konnten.
Lee trat zuerst mit seinem Song auf. Die Mädchen schrieen sich fast die Kehle aus dem Hals. Danach waren wir dran! Wir brachten die Menge zum Beben. Das war ein hammer Auftritt!!!
Kicki und Simone wollten sich unbedingt ihre Jungs anschauen und blieben nah am Bühnenrand stehen um sie zu beobachten. Und als letzter Act waren Blazin Squad dran. Auch sie sorgten noch einmal für riesen Stimmung.
Nachdem die Show zu ende war, trafen wir uns alle Backstage und beredeten noch, wann wir uns alle zusammen das nächste Mal treffen können. Wir verabredeten uns in zwei Wochen in ein Restaurant essen zu gehen. Vorher mussten wir alle nämlich noch einige Termine erledigen.
*2 Wochen später*

Wir Mädels trafen uns alle vor dem Abendessen wieder bei mir. Alle außer Kicki und ich, berichteten wie glücklich sie doch mit ihren Jungs seien. Außer Sam und mir wusste nämlich immer noch keiner von Kicki´s und Mus´ Beziehung. „Und Mädels jetzt erzählt mal. Habt ihr schon mit euren Typen geschlafen“ wollte Steff ganz neugierig wissen. Ju verschluckte sich an ihrem Saft, den sie gerade trinken wollte. „Steff, sag mal, du platzt aber auch gleich mit der Tür ins Haus.“ Steff grinste und meinte nur „Na kommt schon, erzählt!“ Doch keine fing an etwas zu erzählen. „Also gut, dann fang ich halt an.“legte Steff los. „Stu ist einfach der perfekte Lover! Er ist zärtlich, kann aber auch mal ganz wild sein! Kicki du weißt ja wovon ich rede“ zwinkerte sie ihr zu. Kicki grinste nur und nickte. Dann fing Simone an. „Ähm also… Jay und ich haben es noch nicht getan, aber ich glaube, heute wird es soweit sein. Ich hab da so ein Gefühl!“lächelte sie ganz verträumt. Nun war Ju an der Reihe. „Tom und ich haben auch schon miteinander geschlafen. Aber Einzelheiten erzähl ich euch nicht!“ Nun schauten wir alle zu Jojo rüber, die schon ganz rot im Gesicht wurde. „Was guckt ihr so? Ja … ja wir haben auch schon. Lee ist einfach nur der Wahnsinn im Bett. Er lässt sich immer so verrückte Sachen einfallen.“ „Was denn für Sachen?“ wollte Steff nun genauer wissen. „Ähm ich will ja nix sagen, aber wir hätten schon lang gehen müssen. Die Jungs warten bestimmt schon“ unterbrach ich das Gespräch, dass Jojo gut fand.

~Im Restaurant~

Mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir endlich im Restaurant an. Die Jungs saßen schon leicht genervt am Tisch und schauten dauernd auf die Uhr. „Da seit ihr ja endlich“ rief Mus uns entgegen. Mir einem kleinen „Sorry“ setzten wir uns auch an den Tisch. Alle saßen bei ihren Partnern, auch Kicki war bei Mus gesessen. Ich habe mich mit Absicht extra an die andere Seite des Tisches gesetzt, damit ich so weit wie Möglich von diesem Idioten Sam weg saß. Wir bestellten unser Essen und die anderen turtelten bis zum Abwinken miteinander. Die ganze Stimmung nervte mich. Nicht, dass ich mich nicht für die anderen freuen würde, das tat ich ohne Zweifel, aber gleichzeitig musste ich immer wieder nur an einen denken. Sam! Nach dem Hauptgang bestellten wir uns alle noch Nachtisch. Kicki und Mus flüsterten die ganze Zeit miteinander. Plötzlich standen beide auf und gingen Richtung Toilette.

~Bei Mus und Kicki~

„Kicki ich will es nicht mehr geheim halten. Ich will endlich den anderen zeigen, dass wir zusammen sind.“ „Aber Schatz, du weißt doch, wenn das an die Öffentlichkeit kommt, könnten wir Schwierigkeiten bekommen. Was würden die Leute denken? A ja, die Managerin verliebt sich in den Star!“ „Ja und, was ist daran so schlimm? Die anderen haben es doch auch öffentlich gemacht?“ wollte Mus von ihr wissen. Er redete noch eine ganze Weile auf sie ein, bis Kicki plötzlich sagte, „Okay! Du hast mich überredet. Aber wir sagen es erstmal nur unseren Freunden. Die Öffentlichkeit braucht es noch nicht zu erfahren!“ Mit einem breiten Grinsen ging Mus mit Kicki zurück zu unserem Tisch.

~Zurück am Tisch~

„Könnt ihr mal bitte kurz zuhören. Ich hab euch was zu sagen.“find Mus an. „Kicki und ich, wir sind seit knapp einem Monat zusammen.“ Alle starrten die beiden fassungslos an, bis auf Sam und ich natürlich. Wir wussten es ja schließlich schon. „Was? Und warum sagt ihr uns das jetzt erst?“wollten alle von ihnen wissen. „Naja. Wir wollten es geheim halten, wegen der Öffentlichkeit und so. Wir wollten erstmal schauen, wie es sich so entwickelt zwischen uns.“gab Kicki als Antwort. Als Steff hörte, dass Mus und Kicki nun zusammen sind, grinste sie leicht vor sich hin. Sie war froh, dass sie sich keine Gedanken mehr über Stu und Kicki machen musste. Ein großes Gespräch begann. Alle wollten nun von den beiden wissen, wann sie genau zusammen gekommen sind und wie. Wir waren alle überrascht über die Bekanntgabe, doch das sollte nicht die letzte für heute sein!





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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!

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...   Erstellt am 28.04.2007 - 20:31Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Als unser Nachtisch kam, sollte die zweite Überraschung folgen. Wir bekamen alle Schockopudding serviert. Der war echt super. Wir schlangen ihn nur so runter, bis wir plötzlich ein „Aua, was ist denn das?“ von Jojo hörten. Sie fummelte in ihrem Mund rum und zog einen Ring raus. Plötzlich nahm Lee ihre Hand und sagte zu ihr „Jojo mein Schatz. Wir sind zwar noch nicht allzu lange zusammen, doch ich kann mir kein Leben mehr ohne dich vorstellen. In den zwei Wochen, in denen ich dich nicht bei mir haben konnte, kam mir mein Leben leer und sinnlos vor. Ich kam zu dem Beschluss, dass du meine Traumfrau bist und ich dich nie verlieren möchte. Ich liebe dich so sehr. Jojo möchtest du dich mit mir verloben?“ Alle warteten gespannt auf ihre Antwort. Langsam bekam sie Tränen in die Augen. „Lee, also … wie soll ich es sagen? Ich … Ja, Ja, Ja mein Schatz ich will!“ Sie umarmte und küsste Lee, dass er fast keine Luft mehr bekam. Als die beiden sich nach einem endlos langen Kuss voneinander lösten, nahm Lee den Ring und steckte ihn ihr an den Finger. Stolz zeigte sie ihn uns und wir grölten vor Begeisterung. Wir gratulierten den beiden. Die zwei sahen so süß und glücklich aus! Sie gehörten einfach zueinander.

*Am nächsten Morgen*

Ich stand auf und wollte mir gerade etwas zu essen machen, da klingelte es an der Tür. Kicki stand davor. „Guten morgen Schlafmütze. Ich wollte dich mal besuchen kommen und mit dir über etwas Bestimmtes reden.“kam es von ihr. Sie setzte sich auf das Sofa und zog mich mit darauf. „Was gibt es denn so wichtiges?“wollte ich von ihr wissen. „Ich wollte über Sam mit dir reden.“schieß sie los. „Was ist denn mit euch beiden los? Seitdem er bei dir übernachtet hat, seid ihr beide wie verändert. Steckt da mehr dahinter?“sah sie mich mit fragenden Blicken an. „Nö ist doch alles normal“ log ich sie an. „Jetzt schieß schon los Nadine. Ihr beide verhaltet euch total anders. Ist da was Besonderes in der Nacht gewesen? Von Sam hab ich nix rausbekommen.“ „Ach Kicki, lass mich doch einfach mit diesem Deppen in Ruhe. Ich weiß er ist dein Bruder und so, und du bist auch echte ne gute, wenn nicht sogar meine beste Freundin, aber über ihn will ich echt nicht reden. Der ist abgehakt“ „Wieso das denn?“ schaute sie mich entsetzt an. „Er hat so Andeutungen gemacht, dass er nix von mir will. Er hat gesagt, das am See war doch gar nichts, und es hat ihm auch nichts bedeutet, dass wir uns so nah gekommen sind. Und als er mir das gesagt hatte, hab ich gedacht, bevor ich mich noch mehr in ihn verknall, lass ich es gleich mit ihm sein.“ „Nadine, du siehst doch, wo das fast bei mir uns Mus hingeführt hätte! Ich wollte auch schon die Hoffnung aufgeben, aber du siehst ja, jetzt sind wir zusammen.“ Entgegnete sie mir. Mir wurde das Gespräch echt so langsam zu blöd. Was wollte sie denn von mir hören? JA ich bin total in ihn verleibt und renne jetzt sofort hin und knutsch ihn ab? Nein nicht mit mir!, dachte ich. Sie bohrte noch eine ganze Zeit lang an diesem Thema rum, bevor sie plötzlich aufsprang und nur noch im gehen meinte „Ich hab noch was zu erledigen.“ Die Tür schloss sich und Kicki war weg. Ich saß total überrumpelt da und wusste nicht, was ich nun davon halten sollte. Was hatte sie nur wieder vor?

Nachdem Kicki gegangen war, rief ich Steff an. Ich wollte heute mit ihr shoppen gehen. Wir trafen uns dann auch schon um 2 in der Stadt. Wir fingen an über gestern Abend zu reden, über Mus und Kicki und über den supersüßen Antrag von Lee. „So was will ich auch mal haben. Stu muss sich richtig ins Zeug legen, damit ich ja sage!“ scherzte Steff rum. „Und ich muss überhaupt erst mal einen finden!“antwortete ich nur. „Du hast doch schon einen!“sagte Steff. „Wen denn? Sag jetzt bloß nicht, du meinst den, den ich gerade im Kopf hab!“ „Ja genau, Sam!“ „Oh ne Steff, fang du bitte nicht auch noch von diesem Typen an. Der kann mich echt mal!“ „Aja, der kann dich mal!? Aber warum wusstest du dann sofort wen ich meine?“ Doch auf diese Frage wusste ich keine Antwort! War Sam mir doch noch wichtig? Hatte ich doch noch Gefühle für ihn? Wenn ja, sollte ich sie schnell vergessen!!!
Steff und ich kauften uns ein paar echt tolle Tops und Hosen. Anschließend gingen wir noch etwas trinken, bevor sie dann zu Stu wollte. Wir verabschiedeten uns und ich schlenderte mit meinen fünf Tüten nach Hause. Dort angekommen, lag eine rote Rose vor meiner Tür mit einer kleinen Karte dran. Von wem konnte die sein? Ich hob beide Sachen auf, schloss meine Türe auf ging rein und in mein Schlafzimmer. Dort setzte ich mich auf´s Bett und las, was in der Karte stand.

Hallo Nadine. Bitte komm heute Abend um 8 Uhr an den See. Ich möchte gerne mit dir reden.

Mehr stand nicht drin, kein Name, gar nichts. Ich wusste nicht von wem die sein könnte. Ich dachte nach und mir kam nur ein Name in den Sinn…Sam! Nein, ich wollte doch nicht mehr an ihn denken, doch jetzt tat ich es schon wieder! Neugierig wie ich bin, wollte ich natürlich wissen, wer das war und machte mich so langsam fertig für den Abend. Es war schon nach sieben und um 8 sollte ich doch schon am See sein. Schnell zog ich mir mein neues, rotes Top an und meine neue Hüftjeans. Und dann ging es schon Richtung See. Langsam schlenderte ich an das Ufer, doch da war niemand zu sehen. Hatte mich da jemand verarscht und einen Spaß auf meine Kosten gemacht? Ich beschloss noch ein bisschen zu warten, vielleicht verspätete sich die Person einfach. Ich setzte mich an das Ufer und streckte meine Füße ins Wasser. Plötzlich erschrak ich. Jemand legte mir seine Hand auf meine Schulter. Ich drehte meinen kopf etwas zur Seite und sah, wer die Person war. Es war Sam!
Als ich ihn sah, war ich leicht geschockt! Ich hätte nie gedacht, dass meine Gedanken richtig waren. Doch was mich umso mehr verwunderte, er war genau so überrascht mich zu sehen. „Was machst du denn hier?“ bekam ich als Begrüßung von ihm zu hören. „Was soll ich schon hier machen, du wolltest doch mit mir reden, oder?“(ich) „Ne, wie kommst du denn darauf?“(sam) „Na weil ich die Karte hier bekommen hab.“ Ich nahm die Karte, die ich zufällig mitgenommen hatte, aus meiner Tasche und gab sie Sam. Plötzlich griff er sich in seine Hosentasche und holte ebenfalls eine Karte raus, in der haargenau dasselbe wie in meiner stand. „Also hast du mir die Karte nicht geschrieben?“ fragte ich ihn. „Nein, aber ich hab da so eine Vermutung, wer das war. Schau dir die Schrift noch einmal genau an. Die Schrift sieht aus, wie die von meiner Schwester!“ Und er hatte Recht, als ich genauer hinsah erkannte ich, dass dies Kicki´s Schrift war. „Und was will sie nun damit erreichen? Warum bestellt sie uns beide hier hin?“ wollte Sam von mir wissen, als wüsste ich es. „Ich weiß es nicht genau, aber ich hab so eine Vermutung. Ich glaube sie will uns verkuppeln!“ (ich) „Oh nein. Ich fass es nicht. Wie kommt sie denn auf die Idee, dass wir zusammen kommen?“(sam) „Mh, vielleicht, weil wir uns genau an dieser Stelle hier, fast geküsst hätten!“ sagte ich mit einer leichten Gereiztheit und leicht sarkastisch. „Hat dir das wirklich so viel bedeutet? Immerhin haben wir uns noch nicht einmal geküsst“ „Es wäre aber passiert, wenn Kenz nicht da gewesen wäre.“ antwortete ich ihm schon leicht sauer. „Das kann sein, aber dann wäre es auch nur gewesen, weil ich betrunken war.“ „Sonst nicht oder was?“ Ich spürte schon wie es anfing in mir zu brodeln vor Wut. „Nein wahrscheinlich nicht.“(sam) „Und warum? Sag es mir doch einfach!“ schrie ich ihn an. Das wollte ich zwar nicht, aber ich konnte meine Wut einfach nicht mehr unterdrücken! „Weil ich eine andere hab!“ Bum, der Satz hatte gesessen. Ich stand ohne ein Wort zu sagen auf und rannte weg. Ich wollte mir das einfach nicht mehr geben. Dieser Arsch! Heulend rannte ich bis nach Hause, wo ich mich dann in mein Bett schmiss und einfach nur noch weiter heulte. Währendessen schrieb ich Kicki eine SMS.
Tja, dein Plan ist wohl nicht aufgegangen! Sam hat schon eine Freundin. Da hättest du lieber vorher noch mal mit ihm reden sollen! Jetzt kannst du es nämlich vergessen, dass ich jemals wieder ein Wort mit deinem Bruder wechsle.
Doch auf diese SMS kam keine Antwort.
Irgendwann schlief ich einfach weinend ein, bis ich plötzlich unsanft aus meinem Schlaf gerissen wurde. Es klingelte an der Tür. Ich sah auf die Uhr und dachte meine Uhr sei stehen geblieben. War es wirklich erst 4 Uhr morgens? Langsam trottete ich an die Türe und öffnete sie. Vor mir standen Kicki und Sam völlig verzweifelt. Kicki war in Tränen aufgelöst und hielt sich an Sam fest, denn sie brach fast zusammen. Ich nahm Kicki in den Arm und führte sie ins Wohnzimmer. Dort setzte sie sich auf die Couch und beruhigte sich langsam. Sam stand an der Tür gelehnt und schaute mit leerem Blick Richtung Fenster. „Was ist denn los Kicki? Is was passiert?“ „Unser Haus, es… es hat gebrannt.“ sagte sie und brach wieder in Tränen aus. „Was? Wie konnte das passieren, ist jemand verletzt?“(ich) „Nein, zum Glück nicht. Ich war in der Zeit bei Mus und Sam war am See. Und unsere Eltern sind noch in Italien. Jemand hat unser Haus angezündet. Die Polizei ermittelt jetzt wegen Barndstiftung“sammelte sich Kicki und erzählte es mir. „Komm Schwester, wir müssen uns ein Hotel suchen.“kam es aus Richtung Tür von Sam. „Nein, ihr könnt ruhig hier bleiben. Ich richte euch die Schlafzimmer her und dann bleibt ihr erstmal hier.“ sagte ich zu Kicki, ohne ein Nein als Antwort zu akzeptieren. Ich begab mich in die Schlafzimmer und bezog die Betten neu. Anschließend gab ich Kicki noch einen Schlafanzug von mir und redete noch ein bisschen mit ihr. Sam ging wortlos in sein Zimmer und schloss die Türe ab. Das war mir gerade recht gekommen. Ich wollte sowieso nicht mit ihm reden.

*Am nächsten Morgen*

Ich hatte nicht viel Schlaf in dieser Nacht bekommen, aus verschiedenen Gründen. Als ich aufstand, machte ich zuerst einmal frühstück für uns. Doch schon bevor ich fertig damit war, kam Kicki aus ihrem Zimmer und half mir beim frühstück machen. „Sorry wegen gestern!“ sagte plötzlich Kicki. „Hey ist doch ganz klar, dass du immer zu mir kommen kannst. Das ist echt der Horror mit eurem Haus.“gab ich ihr als Antwort. „Nein das mein ich nicht. Ich mein das mit Sam. Ich wusste nicht, dass er eine Freundin hat. Er verheimlicht solche Sachen gern.“ „Ist schon gut. Der ist für mich erledigt“ Bevor Kicki jedoch noch etwas dazu sagen konnte, kam Sam ganz verschlafen aus seinem Zimmer. „Ich geh mal zu Stu. Der leiht mir ein paar Klamotten, bis ich mir neue kaufen kann.“meinte er nur kurz und ging sofort aus der Tür. Auch wir beiden Mädels verloren kein Wort mehr über das Thema mit Sam und mir.

*2 Wochen später*

Die Polizei hatte eine Ermittlung wegen Brandstiftung eingeleitet. Die beiden wohnten immer noch bei mir, da sie noch keine passende Wohnung für sich gefunden hatten. Außerdem spielte Kicki sowieso mit dem Gedanken vielleicht mit Mus zusammen zu ziehen. Und um zu testen, ob die zwei auch wirklich zusammen wohnen können, ohne sich dauernd in die Haare zu kriegen, hatten die zwei die brillante Idee, dass Mus nun auch dauernd bei mir rumhängt. Echt toll! Ich hatte so langsam das Gefühl ich habe ein Hotel aufgemacht. Nun wohnten schon drei Leute bei mir!

Kicki und Mus waren mal wieder in ihrem Zimmer und machten, wer weiß was miteinander, während ich Fernsehn schaute und versuchte Sam, der sich gerade etwas zu essen in der Küche machte, strickt zu ignorieren. Wir hatten immer noch kein einziges Wort miteinander gesprochen. Außerdem war er sowie so dauernd weg. Wahrscheinlich bei seiner Freundin, dachte ich mir. Plötzlich klingelte das Telefon. Ich nahm ab und am anderen Ende war ein Polizist der Neuigkeiten für Sam und Kicki hatte. „Kicki, Telefon, die Polizei will was von dir“ rief ich in Richtung ihres Zimmers, doch es kam keine Antwort. Das hieß, ich musste Sam ans Telefon holen. Ich ging in die Küche zu ihm und meinte in einem arroganten und genervten Ton „Die Polizei ist am Telefon.“ Sam sah mich mit keinem Blick an und ging ohne zu zögern ran. Leise versuchte ich das Telefonat mitzulauschen, doch ich hörte nur unverständliches Gerede. Sam legte nach kurzer Zeit auf und klopfte an Kicki´s Tür. Als er keine Antwort bekam, öffnete er dieses einfach und ging rein. Was ich dann nur noch hörte, war ein lautes Kreischen von Kicki und ein „Sag mal spinnst du? Raus, sofort!“ von Mus. Sam schrie die beiden an, dass sie sich doch jetzt mal beide anziehen sollen und das Kicki mit ihm auf die Polizeistation sollte
Sam ging aus ihrem Zimmer und ging zurück in die Küche um sich sein Essen zu holen. Nach fünf Minuten kamen dann endlich Kicki und Mus aus dem Zimmer. Mus setzte sich zu mir auf´s Sofa und Kicki ging mit hochrotem und wütendem Gesicht in die Küche zu Sam. Die beiden diskutierten anscheinend über das, was eben passiert war. Nachdem sie fertig damit waren, machten sie sich auf den Weg zur Polizei. Mus und ich unterhielten uns über alles Mögliche und spekulierten die wildesten Sachen, was da jetzt los sei mit der Polizei. Nach zwei Stunden kamen die beiden zurück! Kicki war total blass im Gesicht. Natürlich wollten wir sofort wissen, was da los war. Sam erzählte es uns, bzw. Mus und ich hörte nur zu, denn schließlich redete er ja nicht mehr mit mir! „Sie haben den Täter geschnappt. Es ist jemand den Kicki und ich sehr gut kennen. Er heißt Emil.“ „Emil, wer ist Emil?“ wollte Mus nun wissen. „Er ist Kicki´s Ex. Sie trennte sich vor gut einem Jahr von ihm.“ „Und warum hat er das gemacht?“ (Mus) „Das ist eine längere Geschichte. Ich erzähl mal grob warum. Also Emil hat anscheinend immer noch Gefühle für Kicki und wollte sie wieder sehen. Er hat sie eine Zeit lang beobachtet, um mehr über sie zu erfahren und hat dann anscheinend gesehen, dass sie mit einen neuen Freund hat. Er hat, um sicher zu gehen noch unsere Eltern angerufen und die Bestätigung für seine Vermutung, dass sie einen neuen Freund hat, bekommen. Da ist er ausgeflippt und hat unser Haus angezündet. So zumindest hat er es der Polizei erzählt.“ „Nur weil sie nun mit mir zusammen ist?“ fragte Mus. „Er ist ein bisschen durchgeknallt. Wenn er nicht bekommt, was er will, macht er immer irgendwelche dummen und idiotischen Sachen.“fügte Kicki hinzu. „Und was macht die Polizei jetzt mit ihm?“ wollte ich nun wissen. „Er wird für fünf Monate eingesperrt. Mehr nicht.“ (kicki) „Mehr nicht? Das kann doch wohl nicht wahr sein! Ihr hättet umkommen können, wenn ihr im Haus gewesen wärt.“(Ich) „Ja, deshalb ist die Strafe ja auch so wenig. Es war niemand im Haus! Wenn jemand drin gewesen wär, wäre es versuchter Mord gewesen, aber so war es „nur“ Brandstiftung! Ich habe jetzt aber keine Lust mehr über diesen Kerl zu sprechen. Er bekommt seine Strafe und Schluss“ (kicki)

Wenn Kicki „Schluss“ sagte, hieß es das auch. Es war für sie erledigt und deshalb wollte sie nicht mehr darüber reden. Das tat dann auch niemand mehr von uns.
*1 ½ Monate später*

In der Zwischenzeit war nicht viel passiert. Wir brachten unsere zweite Single raus, die diesmal sogar von null auf eins(!!) ging. Wir waren die totalen Durchstarter im Moment. Privat ging es bei uns allen aber gerade drüber und drunter. Jojo und Lee machten sich schon mal Gedanken über ihre Hochzeit, bei der der Termin aber noch nicht ganz fest stand, Ju und Tom waren dabei einen eigenen Song rauszubringen, Simone und Jay waren gerade dabei zusammenzuziehen und Steff war im zweiten Monat schwanger von Stu. Nur bei Kicki und mir veränderte sich in dieser Zeit nicht viel. Kicki, Mus und Sam wohnten immer noch bei mir und ich redete nun schon ein bisschen mehr mit Sam. Wir hatten nun schon so etwas wie eine Freundschaft aufgebaut.

Heute Abend wollten wir mal wieder alle zusammen ins Blue gehen, wo es vor einer Weile mit uns richtig angefangen hatte (Beziehungen, Freundschaft…) Alle freuten sich schon riesig auf den Abend. Als wir im Blue waren, herrschte das übliche Bild. Es war voll und es herrschte eine riesen Stimmung. Wir setzten uns an unsere gewohnten Tische. Jedes Pärchen zusammen. Auch ich setzte mich zu Sam, mit dem ich keine Probleme mehr hatte. Wir blödelten sogar schon wieder miteinander rum. Kicki und Mus knutschten die ganze Zeit, Jojo und Lee tanzten zusammen mit Simone und Jay und Steff und Stu waren an der Bar. Nach einer Weile, kam Steff ein bisschen zu uns an den Tisch, da sie sich vorgenommen hatte in der Schwangerschaft nichts mehr zu trinken, und Stu sie immer wieder versuchte zu überreden, dass sie doch mal wenigstens sein Bier probieren könnte. Doch um dieser Versuchung zu widerstehen, fasste sie den Entschluss lieber zu uns zu kommen, denn normalerweise brauchte Stu nicht lange um seinen Willen bei ihr durchzusetzen. Wir unterhielten uns zu dritt und machten allerhand Unsinn. Wir bewarfen Mus und Kicki dauernd mit Bierdeckeln, Papierkügelchen oder ähnlichen Sachen. Das ging eine ganze Weile so, bis Steff meinte, sie wolle lieber mal nach ihrem Süßen schauen, bevor er sich noch selbst unter den Tisch säuft. Plötzlich sahen wir, wie Steff auf Stu zustürmte und ihm eine gewaltige Ohrfeige verpasste und dem Mädchen, das neben ihm stand gleich eine dazu. Sie schrie die beiden an, was diese Scheiße soll und wie er sie denn nur schon wieder so verletzen konnte. Stu stand nur da und versuchte Steff zu erklären, dass da solch gar nichts war, doch Steff wollte davon nichts hören und schlug ihm mit ihrer Faust mitten ins Gesicht. Stu war von dem Schlag ziemlich mitgenommen, Steff wollte gerade wieder ausholen um ihm eine zu verpassen, doch da ging das Mädchen dazwischen und erwischte Steff ungünstig. Steff fiel sofort auf den Boden und wurde bewusstlos. Wir rannten alle sofort zu ihr und Jay verständigte den Notarzt. Wir sahen, dass Steff blutete. Stu hielt sie in seinen Armen und man sah wie ihm Tränen die Wange runterliefen. Nach knapp 10 Minuten war der Notarzt da und brachte Steff ins Krankenhaus. Wir fuhren alle hinterher. Als wir im Krankenhaus ankamen, mussten wir noch fast 2 Stunden auf einen Arzt warten, der uns sagen konnte, wie es ihr geht. Stu durfte als erster rein. Er sah sie, weinend in ihrem Bett liegen. Mit schwacher Stimme sagte sie nur „Was willst du hier? Wieso tust du mir immer so etwas an?“ Stu setzte sich an ihr Bett und versuchte ihr zu erklären, dass da nichts zwischen den beiden war. Es stellte sich heraus, dass es Stu´s Cousine war und Steff einfach überreagiert hatte. „Schatz es ist schon okay!“ sagte er zu ihr. „Nein nichts ist okay. Das Baby, ich habe das Baby verloren.“schrie sie ihn an. Stu sah sie fassungslos an. „Wie konnte das passieren?“ (stu) „Deine Cousine wollte mich von dir zurückhalten, und da ich so in Fahrt war, schlug sie mir versehentlich in den Bauch.“ „Es tut mir so leid mein Schatz!“ war Stu´s einigste Antwort. Beide wussten nun nicht, wie sie mit der Situation umgehen sollten. Beide weinten. Irgendwann sammelte Stu sich und baute Steff auf „Mein Schatz, wir schaffen das schon. Wir werden schon noch Eltern werden. Früher oder später sicher. Das verspreche ich dir!“ Steff fing langsam an zu grinsen und küsste ihren Stu.
*5 Tage später*

Wir waren alle geschockt, als wir erfuhren, das Steff das Baby verloren hatte. Heute durfte sie endlich aus dem Krankenhaus. Wir wollten für Steff eine kleine Party bei mir zuhause machen, damit sie sieht dass sie nicht alleine ist! Stu holte sie vom Krankenhaus ab und ich empfing die Gäste! Jojo, Lee, Simone, Jay, Tom, Ju, Kenzie, Marcel und Ollie waren eingeladen. Sam, Mus und Kicki musste ich ja nicht einladen (ihr wisst warum). Als Steff in die Wohnung kam, war sie völlig baff! Sie hatte leichte Tränen in den Augen, als sie uns alle sah. Die Party begann und wir feierten alle sehr ausgelassen. Wir sangen ein bisschen, spielten Spiele und tanzten. Irgendwann wollte ich ein bisschen frische Luft auf meiner Terrasse schnappen. Kenzie stand auch schon draußen mit einer Zigarette in der Hand. „Lässt du mich mal ziehen?“ fragte ich ihn als ich raus kam. Er reichte mir seine Zigarette und ich zog dran. „Kann ich sie wiederhaben“, wollte er danach von mir wissen! „Ne, des ist jetzt meine! Vergiss es!“ lächelte ich ihn an. Er griff nach der Zigarette, doch ich zog sie schnell weg und versteckte sie hinter meinem Rücken. Er beugte sich nah an mich, um seine Hände hinter meinen Rücken zu bekommen. Ich drehte mich ruckartig weg Richtung Terrassentür. Da stand Sam und sah mich entsetzt an. Kenzie sah in nicht, nahm in diesem Moment die Zigarette an sich und bedankte sich dafür mit einem kleinen Kuss auf meine Wange. Ich stand nur da, sah in Sam´s entsetztes Gesicht, seine traurigen Augen und wie er sich langsam von der Tür entfernte. Ich stieß Kenzie weg und lief hinter Sam her. Er ging in sein Zimmer und verschloss die Türe hinter sich. Ich klopfte und rief dauernd, dass er doch bitte aufmachen sollte, doch er tat es nicht. Nach einer kurzen Zeit wurde ich echt sauer, tritt gegen die Tür und schrie „Was kann es dich überhaupt stören, du hast doch sowie so eine Freundin. Hol sie doch und tröste dich mit ihr!“ Für mich war die Party in diesem Moment gelaufen. Ich ging in mein Zimmer und verschloss ebenfalls die Tür. In meinem Bett ärgerte ich mich über mich selbst. Schon wieder hatte ich Streit mit Sam, wie oft sollte diese Eifersuchtsspiele noch zwischen uns laufen? Da hatte ich echt keine Lust mehr drauf. Die anderen bekamen unseren Streit natürlich mit und beschlossen die Party zu beenden. Alle gingen nach hause bzw. in ihr Zimmer.

*Am nächsten Abend*

Sam und ich hatten schon den ganzen Tag (mal wieder) nicht miteinander geredet! Kicki und ich redeten über dieses Thema und Sam und Mus anscheinend auch! Ich merkte, dass Kicki so langsam die Nase voll von ihrem Bruder und mir hatte. „Ihr seit echt wie Katz’ und Maus! Vertragt euch doch mal!“ gab sie mir als Rat, den ich aber dankend ablehnte. Kicki ging aus meinem Zimmer, in dem wir dieses Gespräch hatten und ließ mich allein.

~Bei Mus und Kicki in der Küche~

„Weißt du Schatz, ich bin es so langsam echt leid, immer die Seelenklempnerin für Nadine zu spielen. Sie ist zwar meine beste Freundin, aber irgendwann reicht es echt!“ besprach Kicki mit Mus. „Bei mir ist das nicht anders. Sam ist immer so blöd drauf, wenn er mit Nadine Streit hat.“ „Die zwei müssen sich einfach wieder vertragen. Und ich glaub ich weiß auch schon wie.“ Das war Kicki´s letzter Kommentar, dem ein gehässiges Grinsen folgte.

~In meinem Zimmer~

Kicki klopfte an der Tür und kam rein. „Nadine, komm mal mit. Ich hab mir was für dich überlegt. Dir geht´s doch nicht so gut. Ich glaub du musst mal einfach ein bisschen frische Luft schnappen, dann geht´s dir bestimmt bald wieder besser.“ Kicki zog mich von meinem Bett runter und schubste mich auf die Terrasse raus. Sie und Mus standen an der Terrassentür, und schlossen diese ab. „Hey, was soll der Mist, lasst mich wieder rein.“ Schrie ich die beiden an, die ein breites Grinsen in ihrem Gesicht hatten. „Ne, nicht bis ihr euch vertragen habt.“entgegnete mir Kicki. „Viel Spaß ihr beiden. Wir gehen jetzt ins Kino. Bis später!“ fügte Mus noch hinzu und ich sah, wie die beiden doch tatsächlich aus der Wohnung gingen. Ich drehte mich von der Tür weg und wollte sehen, ob ich die beiden auf der Straße laufen sah, doch da sah ich was anderes und erschrak mich. Sam saß in einer Ecke der Terrasse und hörte Musik. Er hatte seine Augen geschlossen, bemerkte mich nicht, und wahrscheinlich wusste er auch nicht, dass Mus und Kicki uns ausgesperrt hatten. Ich tippte ihn an der Schulter an und er erschrak. Mit einem „Was willst du?“ begrüßte er mich. „Hast du was damit zu tun?“ wollte ich von ihm wissen. „Mit was hab ich was zu tun?“ „Na das die beiden uns ausgesperrt haben?“ Mit einem Satz sprang er auf und rüttelte an der Tür, als ob er es nicht glauben könnte. „Was soll die Scheiße denn jetzt. Darauf hab ich echt keinen Bock, lasst mich rein!“ schrie er gegen die Tür. „Die sind weg! die wollten ins Kino und haben gemeint, die lassen uns erst wieder rein, wenn wir uns vertragen haben!“ (ich) „Oh ne mann, ich hab echt keinen Bock hier draußen zu sein.“ (Sam) „Denkst du ich hab Lust mit dir hier draußen in der Kälte zu sitzen?“ (ich) „Ne, du würdest wahrscheinlich am liebsten mit Kenzie hier draußen sein.“ (sam) „Aja, und du mit deiner Freundin!“ Nach diesem Satz herrschte erst einmal ruhe. Ich setzte mich auf die kalten Fließen und nahm die Knie zwischen meine Arme. Wir schwiegen uns bestimmt eine halbe Stunde an. Dann sagte Sam auf einmal „Willst du eine?“ Er hielt mir seine Zigaretten hin. Dankend nahm ich sie und zündete sie mir an. Plötzlich spürte ich Tropfen auf meiner Haut. Es fing an zu regnen. Nicht nur dass es sehr kalt war und ich nur ein Top anhatte, jetzt fing es auch noch an zu regnen. „Hier nimm!“ (sam) Er hielt mir seinen Kaputzenpulli hin. „Ich seh, dass du frierst!“ Ich wollte ihn zuerst nicht nehmen, weil Sam dann selbst nur noch ein T-Shirt anhatte, doch er drängte ihn mir förmlich auf. „Und was ist mit dir? Frierst du nicht?“ (ich) „Ne geht schon!“ (sam) „Wenn nicht kannst du ihn wieder zurück haben.“grinste ich ihn an. „Oder ich setz mich neben dich und du wärmst mich!“ lächelte er. Solche Späße hatten wir früher oft gemacht. Wir unterhielten uns ein Weilchen, bis ich sah, dass er schon Gänsehaut auf seinen Armen hatte. „Sam du frierst doch. Komm nimm den Pulli zurück. Mir ist schon gar nicht mehr kalt.“ „Nein ist schon okay. Ich setzt mich einfach zu dir.“ Sam stand auf und setzte sich genau neben mich. „Ich muss dir was gestehen Nadine. Ich hab dich angelogen!“ hörte ich auf einmal von ihm. „Ich hab gar keine Freundin!“ Bam, dass saß mal wieder. Ich war total sprachlos. „Wie, du hast keine? Warum hast du dann so was nur gesagt?“ „Mir war der Abend am See total peinlich, das wegen dem Kuss mein ich. Ich weiß auch nicht warum, aber ich wollte nicht zugeben, dass ich Gefühle für dich hab.“ „Du bist echt ein Spinner“ scherzte ich rum „Und deshalb hatten wir Streit? Nur weil es dir peinlich wahr. Das kann doch nicht wahr sein.“ (ich) Wir lachten beide darüber bis Sam plötzlich seinen Arm um mich legte. „mir wird so langsam doch kalt und ich bin schon ganz nass“ kam es von ihm. Ich schaute ihn an, sah in seine Augen und lächelte. „Nadine, ich muss dir noch etwas gestehen!“ sagte er zu mir und sah mir tief in die Augen. „Ich hatte Gefühle für dich und jetzt hab ich noch viel stärkere. Ich bin seit dem Tag am See in dich verliebt, doch wusste nicht, wie ich es dir sagen sollte.“ Mit dieser Aussage kamen auf einmal alle Gefühle an ihn, die ich die ganze Zeit versucht habe zu verdrängen, wieder. Es kribbelte in meinem Bauch und mein Herz pochte schneller. Ich sah ihn an, er sah mich an und plötzlich spürte ich es. Ich wusste nun ist es soweit. Langsam kam Sam immer näher an mich, ich sah die Leidenschaft in seinen Augen. Unsere Lippen berührten sich ganz zart. Sein Atem erwärmte meine Lippen. Ich spürte eine Zungenspitze an meinen Lippen und ich erwiderte dies. Endlich küssten wir uns zum aller ersten Mal. Es war der wunderschönste Augenblick, den ich mir vorstellen konnte.
Langsam trennten sich unsere Lippen und wir sahen uns beide an. „Ich war so ein Vollidiot. Wie konnte ich nur so blöd sein?“ (sam) Ohne ein Wort zu sagen, legte ich meinen Kopf auf seine Schulter und genoss seine Wärme. Tausend Gedanken schossen mir durch den Kopf. Irgendwann kam mir eine Idee, Mus und Kicki wegen ihrer Aktion zu ärgern. „Wie wär´s wenn wir den beiden nicht sagen, dass wir uns vertragen haben?“ „Warum das denn? Ich will nicht verschweigen, dass wir jetzt zusammen sind.“ (sam) „Ich eigentlich auch nicht, ich möchte nur nicht die Kommentare zu ihrem Triumph hören, wie toll ihre Idee doch war, dass sie es doch gleich gewusst haben, dass wir nur durch ihre Hilfe zusammen gekommen sind und so“ Gemeinsam heckten wir einen Plan aus, dass wir so tun als ob wir uns vertragen haben, bis sie uns rein lassen und dann doch wieder anfangen zu streiten. Kaum war unser Plan fertig, kamen die beiden nach Hause. Schnurrstraks gingen sie an die Terassentür und schauten zu uns. Wir hatten uns in der Zwischenzeit wieder weiter auseinander gesetzt, und redeten nur miteinander. „Und ihr zwei? Habt ihr euch nun endlich vertragen?“ rief Mus durch die geschlossene Tür und sah uns mit hoffnungsvollem Blick an. „Ja und jetzt lasst uns endlich rein! Hier ist es echt arschkalt!“ Kicki öffnete die Tür und ließ uns rein. Kaum waren wir drinnen, wollten Kicki und Mus ihrem Triumph Ausdruck verleihen, grinsten und sagten „na das haben wir doch super hinbekommen. Wir wussten ihr würdet euch vertragen!“ Doch nun trat unser Plan in Kraft. Sam und ich sahen uns an, ich holte tief Luft und fing an ihn anzuschreien „ich bin so froh, dass wir endlich drin sind, dann muss ich mich wenigstens nicht mehr mit dir abgeben!“ Sam schrie mich ebenfalls an „Denkst du für mich war das ein vergnügen? Im Regen bei der Kälte und dann auch noch mit so was wie dir? Das wünsch ich noch nicht mal meinem größten Feind.“ Wütend trennten sich unsere Wege. Wir liefen beide in unsere Zimmer und knallten mit den Türen. Wie gerne hätte ich nun die Gesichter der beiden gesehen, wie sie fassungslos dastehen und ihr Triumph verblasste! Grinsend legte ich mich auf mein Bett und lachte innerlich. Natürlich klopfte es nach kurzer Zeit an meiner Tür und Kicki stand davor. Sie öffnete die Tür, kam rein und setzte sich auf meine Bettkante. „Ihr habt euch doch nicht vertragen. Vielen Dank, dass ihr uns so verarscht habt“ meinte Kicki verärgert. „Was sollten wir denn tun? Ihr hättet uns sonst nicht reingelassen“ entgegnete ich ihr mit ruhiger Stimme, damit sich ihre Verärgerung dämpfte. „Aber trotzdem war das nicht okay von euch.“ (kicki) „Aber von euch oder was?“ (ich) „Ne eigentlich auch net. Okay wir haben uns alle nicht richtig verhalten. Tut mir leid, dass ich versucht hab euch zu versöhnen. Ich wusste einfach keine andere Möglichkeit mehr. Mir ist es nun mal wichtig, dass sich mein Bruder und meine beste Freundin vertragen und miteinander auskommen.“ (kicki) „Wer weiß, vielleicht klärt sich ja alles mal früher oder später auf und wir vertragen uns wieder“ Kicki umarmte mich und entschuldigte sich noch mal für die Aktion, die Mus und sie mit uns abgezogen hatten. Auch Mus kam noch zu mir und entschuldigte sich.

~2 Uhr nachts~

Ich wartete ab, bis Mus und Kicki eingeschlafen waren. Als ich sicher war, schlich ich mich aus meinem Zimmer, ging den Flur auf zehenspitzen ab und öffnete Sams Tür. Zum Glück schlief er noch nicht. Ich schloss die Tür leise hinter mir und legte mich zu ihm ins Bett. Leise flüsterten wir, damit die beiden uns nicht hören konnten. „Das war ne echt geile Aktion, die wir da abgezogen haben“ sagte ich zu Sam, der nur nickte. „Und wie lange wollen wir das noch so durchziehen?“ (sam) „So lange wie´s geht! Also auf jeden Fall noch ein paar Tage!“ (ich) „Also für mich wird es schwer, nicht mit dir zu reden, geschweige dem dich zu küssen“ (sam) „Schon, aber die beiden sind ja meistens sowie den ganzen Tag nicht da.“ (ich) „Stimmt, ich hoffe nur, dass die beiden nun mal bald ne Wohnung finden, dass wir ungestört sind“ (sam) „Werden sie schon noch!“ (ich) Sam zog mich unter seine Decke und wir kuschelten noch ein bisschen, bevor ich wieder in mein Zimmer schlich, damit die beiden nichts merkten.
*Am nächsten Morgen*

Unsanft wurde ich von Kicki aus dem Schlaf geweckt. Sie rüttelte die ganze Zeit an meiner Schulter und versuchte mich wach zu bekommen, das sie dann auch nach kurzer Zeit schaffte. „Guten morgen Schlafmütze! Wird ja auch mal Zeit. Wir müssen heute zu Ollie ins Studio!“ „Wieso das denn? Muss das sein?“ entgegnete ich ihr noch ganz verschlafen. „Ja und wie das sein muss. Immerhin habt ihr auch noch eine Karriere, die ihr verfolgen müsst. Sag bloß du hast vergessen, dass ihr heute Aufnahmen habt mit den Jungs?“ Erschrocken sprang ich aus dem Bett und düste ins Bad. Ich hatte wirklich vergessen, dass wir heute die letzten Aufnahmen für unser erstes Album machen. Schnell duschte ich und zog mich an. Ich wollte gerade in die Küche gehen und mir was zu essen holen, da fing mich Kicki im Flur ab und zog mich Richtung Haustür. „Ne ne Schlafmütze, du hast keine Zeit mehr. Simone hat schon ne Mail geschrieben, wo wir bleiben. Sam und Mus sitzen schon im Auto und warten.“ Wir gingen beide aus der Tür, die Treppen runter und stiegen ins Auto. Mus fuhr, Kicki saß neben ihm und ich saß zusammen mit Sam hinten. Um unseren Plan weiter zu verfolgen, fing Sam gleich wieder an, an mir rumzumeckern „Nur wegen dir mussten wir warten. Und jetzt muss ich auch noch mit dir in einem Auto sitzen.“ Ich sagte als Vorwurf, dass es mir auch keinen Spaß mache, neben so einem Hirni zu sitzen. Mus und Kicki rollten nur abgenervt mit ihren Augen. Als wir ankamen, warteten schon alle auf uns. Ollie war heute ausnahmsweise auch bei unseren Aufnahmen dabei, da es besondere waren. Immerhin sangen heute vier verschiedene Künstler bzw. Gruppen zusammen, die alle unter Vertrag bei ihm standen. „Da seit ihr ja endlich. Wird ja auch mal Zeit!“ begrüßte uns Marcel. „Ja aber jetzt sind wir ja da“ war meine einzige Antwort. Gemeinsam gingen wir alle ins Studio und besprachen noch kurz, wer mit wem in der Kabine stehen würde. Ich muss dazu sagen, dass wir zusammen 4 Lieder für unser Album aufnahmen und Steff und Kicki auch mitsingen durften. Für die beiden war das echt der Hammer. Immerhin waren sie sozusagen die special Vocalsingerinnen  Außerdem haben uns die Jungs noch ein Lied geschrieben, dass auch auf dem Album drauf sein wird, OVER ME. Tom hatte alle Beats, Melodien und Tunes für uns gemacht. Und außerdem ist auf dem Album noch, als special track Ju und Tommys Lied drauf. Also ein echt hammer geiles Album!

„So als erstes nehmen wir HOW I DO MY DIRTY auf“ sagte Ollie, der für den Ablauf der Aufnahmen verantwortlich war „Marcel du bist als erster dran und Kenzie, du gehst gleich mit rein und bist als zweiter.“ Als die beiden ihren Teil fertig hatten, war Jay an der Reihe. Auch er war mit seinem Rap schnell fertig. „Und jetzt kommt der Chorus. Lee, Simone, Jojo, Ju und Nadine auf geht’s.“ Für uns war es am Anfang etwas schwierig mit Lee mitzukommen. Immerhin war der Chorus ziemlich schnell und Lee hatte, im Gegensatz zu uns schon mehr Erfahrung mit dem schnell singen, als wir. Aber irgendwann war das auch geschafft und Jay, Mus und Chris hatten ihre Teile auch fertig. Nun kam aber der schwierigste Teil für uns. Wir mussten ziemlich, wenn nicht schon zu schnell unseren gemeinsamen Teil rappen. Dauernd verrappten wir uns, was zu Lachanfällen führte. Ollie schaute schon ganz grimmig drein, bis wir es dann doch irgendwann schafften. Nach dieser Aufnahme brauchten wir erst einmal eine kleine Pause. Kenz, Stu, Kicki, Jay, Sam und ich nutzten diese um eine zu Rauchen. Zusammen gingen wir vor die Tür, wo Kenz mal wieder nicht aufhören konnte uns Löcher in den Bauch zu fragen. „Hab gehört du und Nadine wurden auf die Terrasse gesperrt. Hat aber nix gebracht, wie´s aussieht.“ „Ja stimmt, hab aber jetzt auch keine Lust darüber zu reden. Das Thema nervt mich“ antwortete Sam Kenz. Sam wollte nicht über dieses Thema reden, da er Angst hatte sich versprechen zu können und es doch rauskommt, dass wir uns vertragen haben. Kenzie, was sehr verwundernd war, hielt wirklich die Klappe und fragte nicht mehr danach. Nachdem wir fertig mit dem Rauchen waren, gingen wir wieder rein. Nun war BACK IN THE DAYS dran. Das war das erste Lied, bei dem ein Mädel von uns zusammen mit einem der Jungs rappen sollte. Es waren Jay und Simone. Die beiden gingen zusammen in die Kabine, hielten Händchen und rappten was das Zeug hält. Es klappte echt auf Anhieb. „Na da sieht man, dass die beiden sich ergänzen“ war Ollies Kommentar an die beiden. Als nächstes war Kenz an der Reihe, der sein Talent unter beweiß stellte. Für den Chorus waren wir vier Mädels dran. Und danach noch Stu und Lee. Und schon war das Lied fertig. „Na wenn das so weiter geht, sind wir bald fertig mit den Aufnahmen. Ihr seit alle wirklich provesionell“ gab uns Ollie als Anerkennung. „Jetzt wird es spannend. Jetzt müssen alle ran“ Das war aber leichter gesagt als getan. Immerhin mussten 13 Leute gleichzeitig in die Kabine. Mus, Sam, Jojo, Lee, Steff, Stu, Ju, Simone, Jay, Kenz, Chris, Marcel und ich. Irgendwie quetschten wir uns alle rein und nahmen den Chorus für OFFERING auf. Dann rappte zuerst Chris, dann Mus, dann Kenzie und dann noch Lee ihre Teile. Nun wurden wieder Paare zum rappen gebildet. Sam und ich, Marcel und Jojo und Stu und Steff sollten zusammen einen kleinen Satz rappen. Sam und ich wurden zuerst in die Kabine geschickt, da wir zwei Sätze hatten, die dann an die richtigen Stellen geschnitten wurden. Wir fingen an mit „If love was a car it be a Bentley.” Das war schnell fertig. Jetzt nur noch einer und wir haben es geschafft, dachte ich mir. Immerhin mussten wir unsere angebliche Abneigung gegeneinander zeigen. Aber jetzt war auch noch der Satz dran, denn ich absolut jetzt nicht haben wollte. „I´ll be lovin you for eternity“ Bei diesem Satz musste ich Sam einfach ansehen. Ich hätte ihn am liebsten geküsst, wie süß er diesen Satz sagte, doch dann wäre unser Plan ruiniert und ich riss mich lieber zusammen. Als nächstes waren Marcel und Jojo dran. Ihren Satz „if love was crime, come and shift me” hatten die beiden auch gleich fertig. Nun war Steff dran mit ihrem Stu. Die beiden sahen sich in die Augen und legten los mit ihrem Satz „If love was cash I'd do robbery“ Als sie den Satz fertig hatten, nahm Stu Steff hoch und trug sie aus der Kabine. „Ich hab meinen Schatz geklaut“ scherzte er. Nun war das letzte Lied dran CAPUERA. Dieses Lied bestand fast nur aus Paaren. Jay und Simone hatten ihren Teil wieder perfekt gerappt. Nun waren Mus und Kicki dran. Sie hatte ein bisschen Angst, ob sie sich nicht verrappen könnte, doch auch sie rappte hervorragend, das Mus dann auch mit einem langen Kuss bestätigte. Nun war der Chorus dran. Den sangen Lee und Jojo. Die beiden hatten ihren Teil schnell eingesungen und kümmerten sich danach wieder nur umeinander. Kenz und Chris rappten als einzige ihren Teil alleine und Marcel rappte zusammen mit Ju. Tom beobachtete wie toll Ju das machte. Und auch sie bekam als Bestätigung einen leidenschaftlichen Kuss. Nun mussten Sam und ich ran. So langsam kam es mir vor als hätte Ollie diese Paarungen extra gemacht. Warum bin ich immer mit Sam? Wir taten wieder so als ob wir uns nicht abhaben können und erledigten unseren Teil schnell. Endlich waren wir alle fertig! „Super habt ihr das gemacht. Die Aufnahmen sind hiermit erledigt! Ich sag euch bescheid, sobald alles gemixt und geschnitten wurde und die fertigen Songs bei mir sind.“ Wir jubelten alle und wollten eigentlich noch alle was zusammen unternehmen, aber irgendwie waren alle müde, oder hatten noch was zu erledigen.
Kicki und Mus wollten sich noch eine Wohnung anschauen, Jojo und Lee mussten noch ihre anstehende Hochzeit planen, Stu wollte sein Versprechen an Steff, dass sie doch bald Eltern werden, erfüllen, Tom und Ju wollten einen Abend zu zweit und Simone und Jay waren zu müde. Nur Kenzie, Chris und Marcel wollten Party machen und gingen zusammen mit Ollie weg. Sam und ich wurden noch von Mus nach Hause gefahren und bekamen den Rat uns nicht die Augen auszukratzen. Doch wir hatten schon ganz andere Ideen, was wir in der Zeit, während Kicki und Mus weg sind, machen könnten.
~Zu Hause~

Kaum waren wir in der Wohnung ging es auch schon los bei uns. Sam umarmte mich von hinten und ließ mich noch nicht mal in die Küche. „Du bleibst jetzt bei mir. Ich lass dich nie wieder auch nur eine Sekunde los!“ (sam) Ich versuchte, mit Sam im Schlepptau Richtung Küche zu gehen um mir was zu trinken zu holen, doch er zog mich aufs Sofa, wo ich mich dann auf ihn legte. Gemeinsam lagen wir da, küssten uns und ich spürte seine Hände über meinen Körper wandern. Er schob seine Hände unter mein Top und streichelte meinen Rücken ganz zärtlich. Ich spielte mit meinen Fingern in seinen Haaren und küsste sanft seine Stirn. „Am liebsten würde ich für immer hier mit dir liegen und nichts anderes tun als dich anzusehen“ flüsterte Sam mir ins Ohr. So etwas Süßes hatte ich noch nie von jemandem gehört. Ich war so glücklich, dass ich ihn hatte.

Wir lagen noch eine ganze Weile so dar, bis wir plötzlich die Schlüssel von Kicki in der Türe hörten. Schnell standen wir auf, Sam ging in die Küche und brachte seine Haare in Ordnung. Ich blieb auf dem Sofa sitzen, machte den Fernseher an und richtete mein Top wieder zu Recht, da kamen auch schon Mus und Kicki freudestrahlend reingelaufen. „Was ist denn los?“ war meine erste Frage. „Ihr werdet es nicht glauben. Wir haben eine Wohnung gefunden!“ rief Kicki freudestrahlend. „Nein, echt?“ kam es von Sam, der aus der Küche kam. „Ja, und wir werden schon in zwei Wochen einziehen“ (Mus) „Komm mein Schatz, wir gehen gleich mal zu dir, und schauen welche Möbel wir von dir mitnehmen, und welche wir noch kaufen müssen“ (kicki) Kicki holte nur noch einen Stift und Papier, bevor sie schon wieder losgingen. Bevor die Tür jedoch zu war, rief sie noch „Wir kommen heute nicht mehr. Ich penn heut bei Mus. Also bis Morgen dann.“ Und schon waren die beiden weg. Sam setzte sich nun wieder zu mir auf´s Sofa und sah irgendwie bedrückt aus. Ich wollte von ihm wissen, was los sei und er sagte etwas, dass mich auch zum Nachdenken über unsere gemeinsame Situation brachte „Wenn meine Schwester jetzt hier auszieht, was ist dann mit mir? Wo soll ich denn hin? Ich kann doch nicht einfach bei dir bleiben“ Wieso kann er nicht bei mir bleiben? Will er nicht bei mir bleiben? Ich wusste nicht, was ich darauf antworten sollte, doch er erklärte mir sein Problem weiter „Du bist so süß, dass wir so lange bei dir wohnen durften, und ich freu mich ja auch, dass Kicki und Mus jetzt bald zusammen ziehen, aber irgendwie weiß ich jetzt nicht wo ich hin soll“ „Du kannst ruhig hier wohnen bleiben“ antwortete ich ihm und hoffte er würde ja sagen „Das würd ich echt gern, aber nerv ich dich nicht so langsam?“ (sam) „Nein natürlich nicht Baby, ich freu mich, wenn du bei mir bleibst.“ (ich) Ich sah wie Sam langsam wieder glücklich wurde. Er packte mich plötzlich und trug mich in sein Zimmer. Dort legte er mich auf sein Bett und legte sich auf mich. Er küsste mein Gesicht und wanderte langsam zu meinem Hals. Ich spürte auf der einen Seite ein riesiges Verlangen nach ihm, doch auf der anderen Seite sagte mein Kopf „Stop“. Er schob seine Hand langsam unter mein Top. „Sam, bitte hör auf damit“ meinte ich als er an meine Brüste kam. „Wieso mein Schatz?“ (sam) „Ich bin noch nicht bereit dafür. Das geht mir ein bisschen zu schnell.“ Verständnisvoll sah er mich an und zog seine Hand zurück. „Tut mir leid“ (ich) „Nein das muss es nicht. Ich kann warten mein Schatz. Ich finde es gut, wenn du sagst was du willst. Dafür liebe ich dich nur noch mehr“ Er ließ sich neben mich fallen und nahm mich in den Arm. Gemeinsam lagen wir in seinem Bett und kuschelten noch, bis wir beide einschliefen.

*Am nächsten Tag*

Ich wurde schon ziemlich früh wach, da ich Angst hatte, dass Kicki und Mus schon kommen würden, wenn ich noch bei Sam im Bett liege. Also stand ich auf, Sam schlief noch, und ging in mein Zimmer. Dort sah ich auf mein Handy, und sah eine SMS. Sie war von Jojo:

Hallo Maus! Ich wollt dir nur sagen, dass Lee und ich uns endlich auf einen Termin geeinigt haben. Wir werden genau heute in einem Monat heiraten. Kuss Jojo.

Ich freute mich so sehr für die beiden. Endlich hatten sie einen Termin. Doch bis zur Hochzeit musste noch viel erledigt werden, die Gästeliste, die Feier, das Kleid usw. Jojo hatte uns alle als Brautjungfern engagiert. Ich schrieb ihr zurück, wann wir uns mal treffen, wegen den Kleidern und so.

Nächsten Freitag bei mir zuhause. Da können wir alles besprechen!

Bekam ich als Antwort zurück. Ich legte mein Handy zur Seite und war gerade wieder am einschlafen, da kam Sam in mein Zimmer. Er gab mir einen kleinen guten morgen Kuss und erzählte mir, dass Mus geschrieben hat, dass sie die nächsten Tage nicht nach hause kommen würden, da sie die neue Wohnung renovieren müssen. Das war natürlich super für uns. Wir brauchten uns in der Zeit nicht zu verstellen und so zu tun, als hätten wir immer noch Streit. Wir konnten uns an Ort und Stelle, einfach wenn wir Lust darauf hatten, küssen.
Sam ging dann das Frühstück machen, während ich erstmal ins Bad ging und duschte. Als ich wieder kam, hatte er uns Müsli gemacht, das wir dann in meinem Bett aßen. Den ganzen Tag über, kuschelten und küssten wir uns und machten allerhand Unsinn. Nachts schliefen wir immer entweder bei ihm im Bett oder bei mir.

*3 Tage später*

Ich hatte gerade mit Kicki telefoniert und erfahren, dass sie immer noch am Renovieren waren und sie froh darüber sei, dass wir, Sam und ich uns noch nicht gegenseitig umgebracht haben. Ich dachte mir nur, wenn ihr wüsstet. Als ich fertig mit Telefonieren war, ging ich zu Sam, der gerade mal wieder PS zockte. Ich gab ihm einen Kuss auf die Wange, erzählte ihm, was Kicki gesagt hatte und das ich mich jetzt noch mit Steff, Ju, Jojo und Simone treffen würde. Er nickte nur, da er so vertieft in sein Spiel war, dass ich mir überlegte, ob er überhaupt gehört hatte, was ich zu ihm sagte. Nachmittags traf ich mich dann mit den Mädels um ein bisschen mit ihnen shoppen zu gehen. Wir tratschten mal wieder über die Jungs und was sie wieder für Sachen machten. „Also Jay ist letztens beim Kuscheln einfach eingepennt.“ (Simone) „Ach das ist doch gar nix! Tom ist neulich genau nach dem Sex eingepennt. Da hab ich mir auch gedacht, hallo war ich jetzt so langweilig oder was?“ scherzte Ju rum. Jojo konnte nur noch über die Hochzeit reden. Man merkte, je näher die Hochzeit kam, desto nervöser wird sie. „Jojo, wenn du so weiter machst, dann bekommst du noch einen Herzinfarkt, bevor ihr überhaupt Ja gesagt habt“ (steff) „haha, sehr witzig! Ich will nun mal, dass alles perfekt wird“ (Jojo) Wir quatschten noch ein bisschen, bevor ich dann nach hause zu meinem Schatz ging. Dort angekommen wusste ich nicht ganz was los war. Es lief romantische Musik und überall war Dämmerlicht. Ich stellte meine Tüten beiseite und suchte nach Sam. Der stand in der Küche und machte uns gerade etwas zu essen. „Hi mein Schatz. Du bist ein bisschen zu früh. Das Essen ist noch nicht ganz fertig. Du kannst dich aber schon mal auf die Terrasse setzen, ich komm gleich!“ begrüßte mich Sam. Ich tat was er sagte und ging auf die Terrasse. Dort stand der Tisch, auf dem ganz viele Rosenblätter lagen und Kerzen brannten. Ich setzte mich und war sprachlos. Kurz darauf kam Sam mit dem Essen. Er setzte sich, gab mir einen Kuss und wir fingen an zu essen. „Schmeckt es dir?“ (sam) „Ja und wie. Das ist echt super“ (ich) Als wir fertig mit dem Essen waren, rückte Sam nahe zu mir und nahm mich in den Arm. „Hier hat es vor kurzem mit uns angefangen. Eigentlich müssen wir den beiden dankbar sein, dass sie uns ausgeschlossen haben“ fing er an „Sonst wär ich jetzt immer noch alleine, wir würden wahrscheinlich immer noch kein Wort miteinander reden und ich wär zu schüchtern um dir meine Gefühle für dich zu sagen.“ Ich war so glücklich in diesem Moment. Ich sah ihm in die Augen und brachte mit einem Satz meine Gefühle für ihn zum Ausdruck „Ich liebe dich!“
Wir saßen noch eine kleine Ewigkeit dort draußen, bis es anfing zu regnen. Wir gingen rein und in sein Zimmer um so langsam schlafen zu gehen. Ich setzte mich auf sein Bett während er sich bis auf sein T-Shirt und eine Boxershorts auszog. Dann kam er zu mir ans Bett und setzte sich zu mir. Unsere Gesichter näherten sich. Wir kamen uns immer näher und näher, bis wir uns schließlich küssten. Erst ganz vorsichtig, dann leidenschaftlich und dann etwas wilder. Er zog mich auf seinen Schoß, während wir uns weiter küssten. „Du bist so schön!“, flüsterte er mir ins Ohr. Mir wurde auf einmal so warm und alles drehte sich um mich. Meine „Stop“ Gedanken verschwanden während ich ihm sein T-Shirt auszog. Unsere Küsse wurden immer intensiver und der Rest der Welt um uns war total vergessen. Also gaben wir uns dem Moment hin und schliefen miteinander. Sam war total lieb, sanft und vorsichtig. Danach lagen wir Arm in Arm und schliefen ein.
Am nächsten Morgen wachten wir auf und hörten die Tür ins Schloss fallen. „Nadine, Sam wir sind wieder da!“ rief Kicki und wir erschraken. Sam schnappte sich schnell seine Boxershort und zog sie an. Plötzlich sah ich wie sich Sam´s Zimmertür langsam öffnete. „Neeeeeein!“ schrie ich, doch die beiden standen schon im Zimmer. Sie sahen, wie Sam nur in Boxershorts vor dem Bett stand und ich mit dem Deckbett in der Hand versuchte meine Brüste zu verstecken. „Geht weg“ rief ich den beiden entgegen. „Danke für die nette Begrüßung“ meinte Mus. „Was ist denn hier los?“ wollte Kicki empört von uns wissen. „Ähm, also, wie soll ich sagen … also…“ druckste Sam rum. „Ich seh schon was hier läuft!“ grinste Mus nur und lachte sich einen ab. Kicki stand immer noch fassungslos im Zimmer und konnte oder wollte es nicht wahr haben, was da offensichtlich zwischen Sam und mir abging. „Raus jetzt“ schrie Sam sie mit hochrotem Kopf an. Mus zog die perplexe Kicki raus und schloss die Tür. Schnell zogen wir uns an und gingen dann mit gesenkten Köpfen Richtung Wohnzimmer, wo man Kicki schon mit Mus diskutieren hörte. „Wie können die nur so was machen? Uns hier anlügen, und kaum sind wir weg, poppen die schon zusammen.“ Kicki war anscheinend wütend, weil wir unsere Beziehung vor den beiden verheimlicht haben. Mus versuchte seine Kicki zu beruhigen, was er dann auch schaffte. Langsam trotteten wir ins Wohnzimmer und setzten uns, wie als würde uns ein Kreuzverhör erwarten. Doch statt einen Anschiss zu kassieren, kam Kicki zu uns rüber und drückte uns richtig fest. „Seit wann?“ wollte sie wissen. „Was seit wann?“ (ich) „Na seit wann seit ihr zusammen?“ „Seit dem Abend, an dem ihr uns ausgesperrt hattet“ antwortete Sam auf die Frage seiner Schwester. Doch statt das die beiden nun ein Freudentänzchen aufführten, dass sie es doch gewusst hatten, dass wir uns wieder vertragen würden, meinte Mus nur „Cool! Jetzt hören die Zickerein zwischen Sam und Nadine endlich auf!“ Die beiden wollten noch so allerhand von uns wissen über das Thema Beziehung zwischen uns, dass wir dann auch ganz brav beantworteten.
*3 Tage später*

Sam und ich waren froh darüber, dass wir unsere Beziehung vor Kicki und Mus nicht mehr geheim halten mussten. Jetzt mussten wir es nur noch den anderen sagen. Wir freuten uns beide schon richtig über die Gesichter unserer Freunde, wenn wir mit der Sprache rausrücken. Doch wir mussten uns noch den richtigen Moment dafür überlegen.

~21.30 Uhr~

Die Party ging los und alle waren da. Wir setzten uns alle auf Ollies Sofa und auf den Boden, da nicht genug Platz für alle da war. Ollie wollte uns was Wichtiges mitteilen. Er stellte sich vor uns und nahm ein Glas Champagner in die Hand, als er plötzlich anfing zu erzählen „Wisst ihr noch, wie alles angefangen hat mit uns. Zuerst waren wir 10 Jungs, die nur Musik im Kopf hatten. Kaum waren wir mit Crossroads auf Nummer 1, schon wurde unser Leben turbulent. Wir drehten Videos, hatten Auftritte, unsere Tour, und diese ganzen Fans, die wir hatten. Doch plötzlich wurde alles anders. Unser Plattenvertrag wurde nicht verlängert und wir beschlossen verschiedene Wege zu gehen. Erst dachte ich, wir werden uns aus den Augen verlieren, bis ich die Idee hatte ein eigenes Label zu gründen. Schnell wart ihr da um mir unter die Arme zu greifen. Ihr wusstet nicht, ob es mit meinem Label klappen würde, und ob ihr nicht dadurch eure Karrieren auf Spiel setzt, doch trotzdem wart ihr sofort dabei. Dann kamen auch noch andere Künstler zu mir. Besonders meine ich damit, meine vier Süßen, da auf der Couch, Ju, Simone, Jojo und Nadine. Nicht zu vergessen Kicki und Steff, die ebenfalls viel für das Label gemacht haben. Was ich nicht ahnen konnte war, dass sich sogar die ein oder andere Beziehung zwischen euch Jungs und Mädels entwickeln würde, und das ihr sogar mal zusammen Lieder aufnehmen würdet….“ Ollie hörte gar nicht mehr auf mit seiner Ansprache. Ich dachte schon das würde noch stundenlang so weiter gehen, bis Marcel ihm ins Wort viel und „Ollie, wird des heut noch was? Wir haben nicht ewig Zeit. Wir wollen doch Party machen! Komm mal auf den Punkt“ sagte. Ollie nickte darauf hin und meinte „Ja, also worauf ich hinaus will ist, dass ihr demnächst viel zu tun habt. Ihr werdet alle zusammen eine große Tour machen, wie in alten Zeiten“ Nun waren wir alle platt. Wie sollten wir dies nun verstehen. „Also ich erklär es euch. Die Musikindustrie braucht euch. Die Lieder, die ihr zusammen aufgenommen habt, sind eingeschlagen wie eine Bombe. Alle stehen total auf eure Lieder. Und jetzt habe ich eine Tour geplant für euch, also für Friday Hill, Blazin Squad, BeStGirlS4u, Lee und Tommy, alle zusammen versteht sich. Und auf der Tour werden dann natürlich auch noch Steff und Kicki mit dabei sein. Immerhin habt ihr auch bei den Songs mitgesungen.“ (Ollie)

Nun realisierten wir langsam was Ollie versucht hatte uns zu vermitteln. Wir würden alle gemeinsam auf Tour gehen! Wir sprangen alle auf und umarmten uns, schrieen und jubelten. Diese Neuigkeit musste wirklich gefeiert werden. Wir tranken alle viel zu viel, was sich dann auch gegen 12.00 Uhr bemerkbar machte. Bei jedem jedoch ein bisschen anders. Jay war so betrunken, dass er ein Date mit der Toilette hatte und Simone, die versuchte ihren Süßen wieder etwas nüchterner zu bekommen. Ju wurde schon fast ein wenig aufdringlich von Tommy umarmt, der ihr dann auch noch erzählte, wie verliebt er doch in sie sei. Ju wurde dies dann irgendwann zu viel, und beschloss Tom zu Jay ins Bad zu schleppen und in dort kalt abzuduschen. Dies gefiel ihm natürlich nicht sonderlich. Jojo tanzte wie wild durch Ollies Wohnung und Lee machte es sich auf dem Sofa mit einem Bier bequem. Kicki versuchte Mus davon abzuhalten, vom Balkon zu springen, da er dachte er sei Superman und könne fliegen und Kenzie spielte mit Marcel, Ollie und Chris Strippoker. Fragt mich nicht warum sie das taten Sam und ich saßen auf dem anderen Balkon. Ich saß auf Sam´s Schoß und wir küssten uns wieder mal. Diesmal war es uns aber egal, ob uns jemand erwischt oder nicht. Denn wir hatten an dieser Stelle schon mächtig einen sitzen. Irgendwann kam jemand zu uns. Steff kam mit ihrem schwankenden Stu auf den Balkon gestolpert. Sie stützte ihn ab, damit er nicht schnurrstraks auf dem Boden lag. Mit einem Bier in der Hand kam Stu, in Begleitung von Steff natürlich. Lallend beugte er sich über meine Schulter und sagte „Erwisssssscht. Isssch wusste es doch, dass ihr noch zuschamen kommt.“ Wir erschraken, da wir die beiden nicht kommen sahen. Schnell kletterte ich von Sam´s Schoß und sah in die grinsenden Gesichter von Steff und Stu. Sam saß immer noch auf dem Stuhl mit verdutztem Gesicht. „Na wenn haben wir den da erwischt? Die zwei Streithähne beim rumknutschen. Wie geil is das denn?“ bekamen wir von Steff zu hören. Ich versuchte die ganze Story aufzuklären. Ich erklärte ihnen, dass wir unsere Beziehung erst einmal geheim halten wollten, bevor wir es dann allen sagten. Steff verstand das sofort. Sie ist echt klasse. Stu setzte sich in der Zwischenzeit auf Sam´s Schoß, da er nicht mehr stehen konnte. Sam war das sichtlich unangenehm und Steff versuchte dann auch schon bald Stu dazu zu bewegen, wieder von dem armen Sam aufzustehen. Es klappte dann auch soweit, dass Steff und ich Stu an den Armen packten und ein bisschen hochzogen, damit Sam wenigstens aufstehen konnte. Dann ließen wir Stu wieder los, der sich dann in den Stuhl fallen ließ und bald darauf einschlief. Sam wollte sich was Neues zu trinken holen und ich quatschte noch ein bisschen mit Steff bevor wir beschlossen zusammen mit Jojo ein bisschen abzudancen.
Irgendwann beschlossen wir drei mal nach den anderen zu schauen, weil wir sie schon länger nicht mehr gesehen haben. „Sag mal wo sind die denn alle?“ wollte Jojo wissen. Zusammen machten wir uns auf die Suche. Nach kurzer Zeit fanden wir die ersten im Wohnzimmer. Mus und Kicki schliefen, halb übereinander auf dem Sofa, Kenzie vor dem Sofa und Marcel auf dem Sessel. In der Küche saßen, mit dem Kopf auf dem Tisch liegend, Chris und Lee ebenfalls schlafend. „Sag mal schlafen die etwa alle schon?“ (Steff) Wortlos sahen wir uns an und beschlossen im Schlafzimmer nachzusehen, ob vielleicht da jemand ist. Und ja, dort schliefen Ollie, Tom, Simone und Ju. Ollie schlief im Bett, während die anderen es sich mit Decken und Kissen auf dem Boden gemütlich machten. Leise sagte ich zu Jojo und Steff, damit ich die Schlafenden nicht aufweckte „Jetzt müssen wir nur noch Stu, Jay und Sam finden.“ Gemeinsam überlegten wir wo sie sein könnten und gingen dann einfach mal auf die Toilette nachschauen. Dort fanden wir Jay, der sich abstützend übers Klo hängte und schlief. Wir drei mussten uns die Hände vor den Mund halten, dass wir nicht lauthals drauf los lachten. „Wartete mal kurz, ich hab ne Idee“ kam es von Steff, die schnell zurück ins Wohnzimmer lief und in ihrer Tasche was suchte. Kurze Zeit später stand sie grinsend, mit ihrer Digicam bewaffnet wieder bei uns. Sie knipste ein Foto von Jay. „Wenn er irgendwann mal blöd kommen sollte, können wir das gegen ihn verwenden“ flüsterte sie und wir mussten fast wieder loslachen. Auf dem Balkon fanden wir dann auch noch die letzten zwei, Stu und Sam. Stu saß genau noch so auf dem Stuhl, wie bevor wir tanzen gingen. „Der muss wohl durchgepennt haben“ grinste Steff. „und Sam wollte ihm wohl Gesellschaft leisten“ erwiderte ich grinsend. Sam saß ähnlich wie Stu auf einem Stuhl, zusammengekauert mit einer Flasche Bier in der Hand. „Kommt Mädels, dann gehen wir auch mal pennen, würd ich vorschlagen“ sagte Jojo. Zusammen gingen wir in Ollies Gästezimmer, in dem komischerweise keiner schlief. Wir drei machten es uns zusammen im Bett gemütlich und schliefen bald darauf ein.
Am nächsten Morgen wurde ich von lauten Stimmen, die aus dem Wohnzimmer kamen wach. Ich räkelte mich im Bett, und bemerkte, dass Steff und Jojo schon wach zu sein schienen da sie nicht mehr da waren und beschloss daraufhin auch aufzustehen. Ich versuchte meine Haare, die in alle Richtungen standen, so gut es ging zu bändigen. Im Wohnzimmer angekommen, saßen da schon alle in einem Sitzkreis und sprachen über gestern, die Party und unsere anstehende Tour. „Morgen“ kam es von mir noch etwas verpennt. Alle drehten sich mit den Köpfen in meine Richtung und begrüßten mich ebenfalls. Alle, bis auf Sam. Der schien anscheinend noch zu schlafen. Ich setzte mich zu allen und quatschte mit ihnen. Steff, Jojo und ich erzählten, wie lustig manche beim Schlafen aussahen, bis plötzlich Sam kopfkratzend zu uns in Zimmer kam. „Guten Morgen“ sagte er und setzte sich zwischen Ju und Kenz. „Wir machen erst mal nen Kaffee, dann können wir ja weiter reden“ meinte Marcel, der Ju und Tom mit in die Küche nahm. Simone beschloss sich in der Zwischenzeit zu duschen. Kicki, Kenz, Stu, Sam und ich gingen auf den Balkon um ein bisschen Luft zu schnappen. Die restlichen schauten solange TV, bis der Kaffee fertig war. Marcel rief uns nach kurzer Zeit rein, damit unser Kaffee nicht kalt wurde. Simone war in der Zwischenzeit wieder vom duschen zurück und ich ging anstelle von ihr duschen. Nachdem ich fertig war und wieder im Wohnzimmer ankam, lachten sich die anderen schon wieder über den gestrigen Abend kaputt. Ich setzte mich zwischen Chris und Jojo. Sie war gerade wieder dabei zu erzählen, wie witzig Stu auf dem Stuhl aussah. Alle lachten sich schlapp, bis Stu meinte „Haha wirklich witzig, aber Steff und ich haben gestern auch was Interessantes auf dem Balkon, auf diesem besagten Stuhl gesehen“ grinste Stu schadenfroh Sam und mich abwechselnd an. Die anderen, außer Steff, Sam und ich, hatten natürlich keine Ahnung, auf was er da nun anspielte. „Ich hab da zwei miteinander rumknutschen sehen“ (Stu) „Na und? Ist doch klar, dass wir mit unserem Liebsten auch knutschen, oder?“ sagte Simone, die nicht wusste, dass er speziell zwei Menschen im Kopf hatte. „Jetzt lass dir doch nicht alles aus der Nase ziehen“ meinte Ollie und sah zu Stu rüber. Ich wusste, dass er nun gleich unsere Namen nannte, und schaute schon mal auf den Boden, um den gleich fallenden Blicken zu entgehen. „Steff sag du, wen wir gesehen haben“ (Stu) „Nein, du hast damit angefangen, also bringst du´s jetzt auch zu Ende“ (Steff) „Jaha, is ja ok.“ (Stu) Die anderen sahen schon ungeduldig auf Stu, der nun endlich mit der Sprache rausrücken sollte. „Sam und Nadine. Die haben rumgeknutscht“ Als er diese Worte aussprach, merkte ich genau die, schon fast erdrückenden Blicke der anderen. Sie sahen uns total irritiert an und forderten eine Stellungnahme von uns. Sam brach das Schweigen „Ja stimmt. Nadine und ich, wir sind zusammen“ sagte er. „Waaaaas? Wie jetzt? Hab ich da was nicht mitbekommen? Ihr zwei Zicken seit zusammen?“ wollte Chris erstaunt wissen. „Jaaaaaaaha“ meinte ich nur abgenervt. War das denn so unglaublich? Wieso konnte es niemand glauben, dass Sam und ich ein Paar sind?





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...   Erstellt am 28.04.2007 - 20:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Nach der Erklärung, wie, wann, wo und warum wir zusammen gekommen sind, waren unsere Freunde dann auch endlich zufrieden, bis auf Ju. „Ich glaub es nicht, bevor ich es nicht gesehen hab“ sagte Ju und sah abwechselnd zu Sam und mir „Was meinst du?“ wollte ich wissen. „Küsst euch!“ (Ju) Perplex sah ich sie an. Die anderen fingen nun auch noch damit an, „küsst euch, küsst euch!!!“ zu rufen. „Nadine, du sitzt ja noch nicht mal neben ihm. Komisch für ein angebliches Pärchen, oder? Erzählen könnt ihr mir viel. Ich will Beweise. Vorher glaub ich es nicht“ grinste sie mich an. Ich fühlte mich wie beim Spiel Flaschendrehen. Alle saßen im Kreis, grölten, schauten auf uns und meine Pflichtaufgabe war es, Sam zu küssen. Sam und ich sahen uns an. Grinsend beugte sich Sam in die Mitte des Kreises und wollte, dass ich das Gleiche tat. Langsam beugte ich mich ebenfalls in die Kreismitte. Sam legte seine Hand an meine Wange, zog mich leicht zu sich und küsste mich. Das Gegröle der anderen wurde lauter, doch statt „küsst euch“ riefen sie nun „Jaaaaaaaa“. Sie hubelten und wir beide hörten gar nicht mehr auf uns zu küssen. Nach einiger Zeit, lösten sich unsere Lippen und wir setzten uns wieder zurück in den Kreis. „Und reicht dir das als Beweis“ meinte ich ganz lässig zu Ju. Die grinste und nickte.
Nachmittags, so gegen 4 machten wir uns dann alle auf den Weg nach Hause.

~Zu Hause bei mir~

Ich wollte heute nicht mehr viel unternehmen, am liebsten wäre ich einfach nur auf dem Sofa gelegen und hätte mir Zeitschriften gelesen. Mit einer Tasse Tee und einer Decke machte ich es mir gemütlich, während Sam Computer zockte. Gerade trank ich einen Schluck Tee und blätterte eine Seite der Zeitschrift um, als ich mich halb an meinem Tee verschluckte. „Saaaaaaaam“ schrie ich in Richtung PC. „Komm schnell her, dass musst du dir ansehen.“ „Oh ne, jetzt nicht. Bin grad am gewinnen und so einen blöden Artikel über wer weiß wen, kann ich mir auch noch später antun.“bekam ich von Sam als Antwort. „Nein! Das musst du dir jetzt anschauen. Beweg jetzt deinen Arsch hier rüber zu mir“ sagte ich mit leicht gereizter Stimme. Langsam trottete er nun doch genervt zu mir rüber. „Was is so wichtig, dass es nicht bis später warten kann?“ Er hatte seinen Satz noch nicht richtig zu Ende gesagt, als ihm fast die Augen rausfiehlen, bei der Betrachtung des Artikels. „Was? Was soll das? Das müssen die anderen auch sehen“ rief er schon auf dem Weg zum Telefon. Er rief Simone, Jay, Ju, Tom, Steff, Stu, Jojo, Lee, Ollie, Kicki und Mus an, die alle zu uns kommen sollten. Damit war mein Faulrumhängtag vorbei. Nicht 20 Minuten später waren alle da und setzten sich ins Wohnzimmer. Sam zeigte allen den Artikel aus der Zeitschrift. Darin stand über jeden von uns 13 etwas drin. Jojo las den Teil über sich und Lee vor. „Die Hochzeit bei OCG Records! Jojo, Sängerin der Gruppe BeStGirlS4u und der Sänger Lee Bailey, werden in zwei Wochen heiraten. Bei einer 20.000 Pfund teuren Feier werden die beiden ihr Ja-Wort geben. Es bleibt abzuwarten, ob diese Ehe aber halten wird. Es wird gemunkelt, die beiden treten auf Anweisung von Boss Oliver Georgiou vor den Traualtar, um die Promotion der Firma anzukurbeln.“ Als Jojo fertig mit lesen war, sah man das rote, wütende Gesicht von Jojo und Lee, der blass neben ihr saß. Wir wussten nun alle, dass sie gleich explodieren wird. Sie stand auf und fing an rumzuschreien, was die Scheiße sollte, und wieso die Presse nichts Besseres zu tun hat, als ihre Hochzeit zu ruinieren. Lee versuchte sie zu beruhigen. Er redete auf sie ein, dass das doch nur Klatschblätter seien, die nichts Besseres zu tun hatten, als Lügen zu verbreiten. Irgendwann beruhigte sie sich wieder und setzte sich auf die Couch. Dann nahm Simone die Zeitschrift in die Hand und wollte erfahren, was über sie drin steht. „Simone, ebenfalls Sängerin bei BeStGirlS4u hat seit knapp drei Monaten eine Beziehung mit Jay, Mitglied der Gruppe Friday Hill. Die beiden scheinen sehr glücklich zu sein. Auch wenn sie ab und zu Schwierigkeiten haben, sind die beiden ein Herz und eine Seele. Hoffen wir, dass es so bleibt.“ Als Simone fertiggelesen hatte, sagte sie nicht viel, nur dass dieses Informationen keine Auswirkungen auf ihre Beziehung haben und ihr egal sei, was über sie geschrieben wird, da sie es ja schließlich am Besten wüsste, was in ihrer Beziehung läuft. Jay umarmte sie daraufhin und gab ihr einen kleinen Kuss auf den Mund, als Zustimmung. Steff las als nächstes ihre Schlagzeile. Über sie stand nicht viel, doch was da stand, reichte schon „Baby verloren, Stu fremdgegangen! Wie lange hält sie das nur noch aus?“ Daneben war ein Bild von ihr abgebildet, auf dem sie weinte. „Diese Arschlöcher! Wie können die sich nur trauen, so etwas zu schreiben“ schrie Steff, die Tränen in den Augen hatte. Stu nahm sie daraufhin tröstend in den Arm und flüsterte ihr was ins Ohr, dass wir anderen nicht verstanden. In dieser Zeit schnappte sich Tom die Zeitschrift und las weiter vor. „Tom, DJ der Firma OCG Records wird bei seiner Freundin Ju, Mitglied der Gruppe BeStGirlS4u handgreiflich!“ Daneben war ein Bild abgebildet, auf dem es so aussah, als hätte Tom ihr gerade ins Gesicht geschlagen und Ju hätte eine Platzwunde auf der Stirn. Dabei handelte es sich um ein Foto, dass wir mal in einem Freizeitpark gemacht haben, wo Tom Ju rote Farbe ins Gesicht schmierte, die er an einem Bodypaintingstand gekauft hatte. Ju rastete daraufhin aus und wollte die Zeitschrift schon zerreisen, doch Mus nahm sie ihr weg. er wollte wissen, ob auch über ihn etwas drinstand. Und natürlich stand da auch was über ihn „Jetzt ist es raus! Heimliche Liebe fliegt auf! Managerin Kristina Vlaho ist mit ihrem Klienten Mus Omer, Mitglied der Gruppe Friday Hill zusammen.“ Daneben sah man ein Bild der beiden, wie sie küssend und händchenhaltend auf der Straße standen. „Aaah ich wusste es! Ich wusste, dass es rauskommt! Ich wusste das sie es so hinstellen als hätte ich was falsch gemacht, weil ich die Managerin von euch bin!“ schrie Kicki wütend. Mus beruhigte sie, und erklärte ihr, dass es doch besser sei, dass es rausgekommen ist, und es sowieso irgendwann rauskommen musste. Ju, die sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt hatte, fragte Sam und mich, ob auch etwas über uns drinstehen würde. Sam nahm die Zeitschrift und las vor, was über ihn und mich stand. „Rauchen, Saufen, Party machen. Was für Vorbilder sollen das für unsere Kinder sein? Sam Foulkes, Mitglied der Gruppe Blazin Squad und Nadine Rösch, Mitglied der Gruppe BeStGirlS4u haben nichts Besseres zu tun. Nur durch Alkohol und Zigaretten kommen die beiden noch mit ihren dauernden Streitereien klar. Wie lange soll das noch so weitergehen?“ Daneben war ein Bild von uns beiden, aus alten Tagen, auf dem wir vor der Plattenfirma, mit einer Zigarette in der Hand standen und uns stritten. Ollie hatte nun genug gehört. Stumm stand er auf, nahm sein Handy und rief seinen Anwalt an. Gegen diese Zeitschrift musste eine Anzeige erstattet werden. Das war Rufschädigung und Falschaussage. Damit konnte die Zeitschrift nicht durchkommen.
*Zwei Wochen später*
Die Verhandlung zwischen der Zeitschrift und Ollie ging schnell von der Bühne. Die Zeitschrift musste eine Gegenanzeige drucken, in der alles richtig gestellt wurde. Außerdem musste der Verlag 70.000 Pfund „Schmerzensgeld“ zahlen. Es kam uns gerade recht, dass diese Verhandlung schnell vom Tisch war, denn heute war schon die Hochzeit von Jojo und Lee.

~8 Uhr morgens~

Wir trafen uns alle bei Jojo zu Hause, um mit ihr vor der Hochzeit noch alles abzusprechen, uns zu stylen und den Ablauf der Trauung zu proben. Als ich bei ihr ankam, waren schon alle da. „Morgen. Wird auch mal Zeit dass du kommst“ begrüßte mich eine total nervöse Jojo an der Tür. Zusammen gingen wir ins Wohnzimmer, wo die anderen schon mit Lockenwicklern oder Alufolie für ihre Strähnchen in den Haaren, saßen. Jojo hatte extra einen Starfriseur und eine Stylistin für uns alle geordert. Ich setzte mich auf den letzten freien Stuhl, begrüßte alle und der Friseur fing prompt an, mir Lockenwickler ins Haar zu drehen. Wenn uns die Jungs so gesehen hätten, die hätten sich wahrscheinlich nicht mehr vor Lachen gekriegt. Wir saßen alle in Reih und Glied, bekamen die Fingernägel gemacht und unser Make-up. „Das hab ich euch ja noch gar nicht erzählt! Eure Kleider wurde fast nicht rechtzeitig fertig“ fing Jojo an zu erzählen, während ihre Wimpern gerade getuscht wurden. „Was? Aber die sind doch jetzt da oder?“ erschrak Kicki. „Ja keine Sorge. Gestern Abend hab ich die noch schnell abgeholt. Das kommt davon, wenn ihr alle Unikate an Kleidern wollt“ meinte Jojo mitgespielt genervter Stimme. Jede von uns wollte ein individuell abgestimmtes Kleid. Nach ca. zwei Stunden stillsitzen, dass uns alle wie eine Ewigkeit vorkam, waren wir, bis auf Jojo schon fertig gestylt und konnten unsere Kleider anziehen. Steff zog sich als erstes um. Als sie rauskam, sah sie aus bezaubernd aus. Sie hatte ein weißes langes Kleid an, das ein wenig schimmerte. Dazu hatte sie gelockte, offene Haare, in das eine kleine rote Blume gesteckt war. Ju war als nächstes dran. Sie hatte ein knielanges pastellfarbenes Kleid an, das am Dekolletee kleine rote Blumen hatte. Simone hatte ebenfalls ein pastellfarbenes, knielanges Kleid an, das am Rücken einen V-Ausschnitt hatte. Dazu trug sie eine Hochsteckfrisur, in der kleine rote Blumen eingearbeitet waren. Kicki hatte ein langes weißes Kleid an, das hinten einen Schlitz hatte, der bis zu den Kniekehlen ging. Ihr Träger bestanden aus roten Blümchen. Ihre Haare waren gelockt und offen. Ich hatte ebenfalls ein weißes langes Kleid an mit dünnen Trägern und einem V-Ausschnitt. Ich hatte eine rote Rose seitlich am Träger befestigt. Meine Haare trug ich offen und gelockt. Jojo wollte, dass unsere Kleider hell bzw. weiß sind, da sie selbst ein rotes Brautkleid trug. Doch damit jeder weiß, dass wir die Brautjungfern sind, musste jede von uns irgendwo, entweder am Kleid oder in den Haaren rote Blumen haben. Wir Mädels waren schon ganz ungeduldig und wollten endlich Jojo in ihrem Brautkleid sehen. Die Tür ging langsam auf und raus kam Jojo in einem wunderschönen roten Brautkleid. Das Kleid war sehr lang. Es hatte eine zwei Meter lange Schleppe, auf der kleine Stickereien zu sehen waren. Ihr Dekolletee war mit kleinen weißen Perlen und Rosen verziert. Ihre Haare trug sie halb offen. Ein paar gelockte Strähnchen sah man durch den Schleier scheinen, der ebenfalls eine beachtliche Länge von fünf Metern hatte. Das einzige was wir Mädels sagen konnten, als wir Jojo sahen, war WOW. Jojo strahlte über das ganze Gesicht und sah richtig glücklich aus. Doch lange Zeit zum Bewundern hatten wir nicht mehr. Wir mussten los! Wir stiegen in das Hochzeitsauto und fuhren Richtung Kirche. Von weitem hörten wir schon die Glocken läuten. Als wir ankamen, blieb Jojo im Auto sitzen und wir stellten uns nach Plan auf. Zuerst ich, dann Ju, dann Kicki, dann Simone und schließlich Steff. Alle schön geordnet nach weiß, pastell, weiß, pastell, weiß LOL. Langsam gingen wir Richtung Tür. Dort begrüßte uns der Pfarrer. Jojo stieg nun auch aus dem Auto und stellte sich hinter Steff. „Stop! Die Blumensträuße!“ rief Jojo und rannte schnell zurück ans Auto. Sie drückte jedem von uns einen Strauß Blumen in die Hand und richtete ihren Strauß noch mal schön. Dann ertönte die Orgel und wir machten uns bereit. Der Pfarrer ging zuerst an den Altar. Als er ankam, war das mein Zeichen in die Kirche zu laufen. Langsam schritten wir fünf Mädels in die Kirche. Ich sah am Altar den Pfarrer stehen. Lee in einem weißen Anzug, mit den Händen ineinander gefaltet. Seitlich standen die anderen Jungs. Als erstes Stu, dann Jay, dann Mus, dann Tom und dann Sam. Alle sahen richtig toll aus. Wir stellten uns auf die andere Seite des Altars, so dass wir parallel zu unseren jeweiligen Partnern standen. Dann kam Jojo. Alle standen von den Bänken auf und sahen sie an. Lee war sprachlos. Jojo stellte sich neben Lee und der Pfarrer begann mit der Predigt. Ich beobachtete wie Jay versuchte Simone zu sagen, dass sie toll aussieht. Dabei musste ich mir ein Lächeln verkneifen, denn es sah zu witzig aus. Er fuchtelte leicht mit den Armen rum, damit Simone ihn bemerkte, doch sie tat es nicht. Irgendwann stupste Kicki sie leicht an, dass sie zu Jay schauen soll. Das ging dann noch ne ganze Zeit weiter. Auch Mus und Stu wollten ihren Mädels unbedingt jetzt schon mitteilen, wie toll sie doch aussahen. Bis plötzlich der Pfarrer meinte „Möchtest du Lee Colin Bailey, die hier anwesende Johanna zu deiner Ehefrau nehmen, sie lieben und achten, bis dass der Tot euch scheidet?“ „Ja ich will!“ (Lee) „Und möchtest du Johanna, den hier anwesenden Lee Colin Bailey zu deinem rechtmäßig angetrauten Ehemann nehmen?“ „Ja ich will!“ (Jojo) … „Sie sind nun Mann und Frau. Du darfst die Braut nun küssen!“ Auf diesen Moment hatten wir alle gewartet. Lee drehte sich zu Jojo und die beiden küssten sich zum ersten Mal als Mann und Frau.
~Auf der anschließenden Feier~

Jojo und Lee waren gerade dabei den Eröffnungstanz zu tanzen. Mus, Tom und Chris machten sich über das Büffet her, Simone und Kicki redeten gerade mit Lee´s Schwester, Ju und Jay holten gerade unser Geschenk für Lee und Jojo, aus dem Auto und wir restlichen saßen am Tisch und schauten den beiden beim tanzen zu. Als die beiden fertig waren, applaudierten alle und Lee nahm sich das Mikro um eine Ansprache zu halten. Wir hörten ihm zu, wie er Jojo, die Liebe seines Lebens redete. „So jetzt hab ich aber auch schon genug gesagt. Also die Tanzfläche ist eröffnet.“meinte er und wollte gerade das Mikro wieder weglegen, als Jay es ihm aus der Hand riss. „So ihr beiden. Erstmal herzlichen Glückwunsch. Natürlich haben wir uns ein Geschenk für euch überlegt. Mädels, Jungs kommt mal alle her“ forderte uns Jay auf. Gemeinsam gingen wir zu den beiden und Jay fuhr fort mit seinem Text. „Also, wir haben uns Gedanken gemacht, was könnten wir euch alle schenken? Und nach langem hin und her ist es uns dann endlich eingefallen. Ju, gib ihnen mal bitte das Geschenk!“ Die beiden sahen uns zweifelnd an, als Ju ihnen einen kleinen Umschlag überreichte. Jojo öffnete ihn und gemeinsam lasen sie leise was drin stand. Plötzlich fing Jojo an zu kreischen und umarmte einen nach dem anderen. „Vielen, vielen, vielen Dank“ sagte sie jedem einzelnen von uns. „Wir wollen auch wissen, was es ist!“ schrie Lee´s Schwester von ihrem Tisch aus zu uns. Lee nahm sich das Mikro und erklärte allen, was wir ihnen zur Hochzeit geschenkt haben. „Unsere besten Freunde haben uns eine Flitterwochenreise geschenkt nach Italien!“ rief er und umarmte uns dann auch. Die beiden bedankten sich noch mindestens 20 Minuten bei uns.
Jetzt begann der gemütliche Teil. Die ersten Paare tanzten, der Alkohol fing an zu fließen und die Jungs fingen an ihre Späße zu machen. Wir Mädels saßen zusammen am Tisch und quatschten mit Jojo, dass der Flug nach Italien schon morgen Nachmittag geht und was sie dort erwarten wird. Plötzlich kamen Mus, Jay, Tom und Stu zu uns rüber und forderten ihre Mädels zum Tanzen auf. Nun saßen nur noch Jojo und ich am Tisch, als dann auch noch Lee mit Jojo verschwand, saß ich alleine dort und schaute, wo Sam schon wieder rumhing. Ich konnte ihn aber nicht entdecken und dachte mir nichts dabei. Ich holte mir noch einen Drink und setzte mich wieder alleine an den Tisch. Plötzlich spürte ich, wie jemand sich von hinten über mich beugte und mich sanft auf die Wange küsste. „Willst du tanzen?“ fragte Sam mich. „Du und tanzen Schatz? Ich weiß doch wie sehr du diese Standardtänze hasst“ entgegnete ich ihm. „Na und? Für mein ein und alles mache ich alles! Außerdem will ich ein bisschen mit dir angeben und zeigen, was für eine wunderschöne Freundin ich doch habe.“ Mit diesem Satz stand ich auf und küsste Sam. Er konnte manchmal so schöne dinge zu mir sagen, die mich einfach zum lächeln brachten. Hand in Hand gesellten wir uns zu den anderen auf die Tanzfläche. Ein romantisches Lied lief gerade. Ich legte meine Hände in Sam´s Nacken und er umfasste meine Hüfte. „Wo warst du eigentlich die ganze Zeit?“ fragte ich als wir tanzten. „Ach, ehm, nirgends“ bekam ich als einzigste Antwort und merkte schon, dass er mich anschwindelte. Doch für den Moment wollte ich es gut sein lassen und wir tanzten ohne ein Wort zu wechseln weiter.
Als Sam keine Lust mehr hatte zu tanzen, gingen wir ein bisschen vor die Tür um frische Luft zu schnappen. „Jetzt erzähl schon. Wo warst du vorhin?“ fasste ich nun wieder das kleine Gespräch auf, dass ich vorhin mit ihm angefangen hatte. „Hab ich doch schon gesagt. Ich hab was erledigt“ kam es in einem schroffen Ton zurück. „Sam ich will jetzt sofort wissen was los war“ Mir kam die Situation sehr komisch vor. „Musst du immer alles wissen? Aber gut ich sag´s dir, wenn du aber den anderen nichts verrätst“ (sam) Sam erzählte mir, dass er zusammen mit den Jungs eine kleine Überraschung für Lee und Jojo geplant hatte, und dies mit Kenzie und Chris umsetzte, als sie weggingen. „Und was habt ihr gemacht?“ (ich) „Ich hab von Nicola den Schlüssel von Lee´s und Jojo´s Wohnung bekommen. Dort haben wir überall Luftballons und Toilettenpapier verteilt, damit sie eine schöne Überraschung erwartet, wenn sie heim kommen.“lachte Sam. Ich musste auch mitlachen, von der Vorstellung wie perplex die beiden sein werden, wenn sie nach Hause kommen und sie ein Chaos erwartet. Gemeinsam feierten wir weiter bis spät in die Nacht. Wir verabschiedeten und von Lee und Jojo, da wir sie morgen nicht mehr sehen würden. Erst in drei Wochen kommen sie wieder aus den Flitterwochen zurück.
*3 Wochen später*

Heute kommen endlich Lee und Jojo aus ihren Flitterwochen zurück. Gerade rechtzeitig! Den schon übermorgen wird die Tour von uns beginnen, und wir mussten mit den beiden noch alles durchsprechen. Wir beschlossen alle, die beiden vom Flughafen abzuholen.

~Am Flughafen~

Wir standen alle schon gespannt am Ankunftsgate der Maschine, die aus Italien kommen sollte. Langsam trotteten alle Menschen in die Halle, doch von Lee und Jojo war noch keine Spur zu sehen. So langsam kamen auch die letzten Passagiere des Flugs, doch immer noch nix zu sehen von den beiden. Irgendwann kamen Lee und Jojo dann doch noch. Händchenhaltend, total braun gebrannt und verliebt wie am ersten Tag kamen sie freudestrahlend zu uns gelaufen. Sie begrüßten uns alle mit einer Umarmung. Wir beschlossen erst mal was trinken zu gehen, dass die beiden von ihrer Reise erzählen konnten. Schließlich kam das Thema Arbeit, speziell Tour noch früh genug auf die beiden zu.
Jay verstaute das Gepäck der beiden in seinem Auto und fuhr zusammen mit Simone, Lee und Jojo ins Cafe. Chris fuhr mit Kenz, Mus, Kicki und Marcel im Auto, Steff mit Stu, Tom und Ju, und ich fuhr mit Sam und Ollie. Gemeinsam wollten wir uns dann alle dort treffen.

~Im Cafe~

Wir stellten einige Tische zu einem großen Tisch zusammen, an dem wir dann alle genügend Platz hatten. Jeder bestellte sich etwas zu trinken und wir warteten gespannt auf die Berichterstattung der beiden. „Also erstmal will ich wissen, wer da so eine Sauerei in unserer Wohnung hinterlassen hat“ (Jojo) Sam und Chris sahen sich gleichzeitig an und mussten leicht grinsen. „Hab ich´s mir doch gedacht, dass ihr beide das wart! Ich hab´s irgendwie nicht anders erwartet“ kam es von Lee, der es den beiden ansah, dass sie es waren. „Wir haben ganz schön lange gebraucht, alles wieder aufzuräumen. Das bekommt ihr irgendwann zurück.“ (jojo) „Jetzt wollen wir aber mal wissen, wie es in Italien war“ wollte Steff wissen, die sich auf einer Hand ihren Kopf abstützte. „Es war einfach wunderschön. Jeden Abend haben wir zusammen den Sonnenuntergang am Strand angeschaut. Die ganze Atmosphäre war einfach unbeschreiblich schön. Ich kann euch ja mal die Bilder zeigen. Wir haben sie schon in Italien entwickeln und zu einem Album fertigen lassen“ (lee) Natürlich wollten wir die Bilder alle sehen. Es war anscheinend wirklich unbeschreiblich schön dort. So konnte man es zumindest den Bildern nach beurteilen. Alle gerieten ins Schwärmen und wollten auch endlich mal mit ihrem Liebsten so einen Urlaub verbringen. „Warum macht ihr das dann nicht einfach?“ wollte Ollie wissen. Wir sahen ihn alle mit Fragezeichen an „Ja, was ich damit sagen will ist, wenn eure Tour in einem Monat vorbei ist, könnt ihr Zwölf doch einen Urlaub zusammen machen. Natürlich bezahlt die Firma die Kosten des Aufenthaltes“ grinste Ollie uns Pärchen an. „Die Firma bezahlt? Wie können wir uns das vorstellen?“ fragte Tom etwas irritiert. „Ich werde das einfach als Erholungsurlaub, nach der anstrengenden Tour von der Steuer absetzen“ grinste Ollie nun noch breiter. Wir fingen alle an zu jubeln, nur Marcel, Kenz und Chris waren etwas geknickt, da von ihnen keine Rede war. „Keine angst! Wir werden auch Urlaub machen. Wie wär´s wenn wir vier nach Ibiza oder Mallorca fliegen? Party machen und geile Mädels anbaggern?“ (Ollie) Natürlich war das genau der Geschmack der Jungs. Also war das Thema auch gegessen. Wir würden alle zusammen einen Pärchenurlaub machen und die vier Singles gehen Partyurlaub machen LOL!!
Doch nach den ganzen freudigen Gesprächen, musste nun auch noch die bald beginnende Tour besprochen werden. Alles war schon geplant, die Bühnenoutfits fertig, die Lieder abgestimmt, nur Jojo und Lee mussten die noch erfahren.

*2 Tage später --- Die Tour beginnt*

Heute war es endlich soweit. Das erste Konzert der Tour stand an. Unser Auftaktkonzert hatten wir in Wembley, und die ganze Tour war ausverkauft. Hinter der Bühne trafen wir uns noch einmal alle zusammen und sammelten uns ein letztes Mal bevor es schließlich losging. Man hörte die Fans sogar Backstage schon schreien. Das war ein Wahnsinns Gefühl. Nun war es soweit. Die Lichter gingen aus, wir betraten die Bühne, stellten uns auf und die Lichteffekte fingen an. Die Musik startete und wir fingen an unser Lied HOW I DO MY DIRTY zu perfoman. Die Fans fingen wie wahnsinnig an uns zu zujubeln. Nach zwei schnellen Liedern, war dann ein Lied nur von Friday Hill an der Reihe, I WON`T WALK AWAY. Alles verlief nach Plan. Anschließend waren Blazin Squad dran, dann wir, dann Lee, danach wieder ein Lied von allen zusammen. So ging das fast zwei Stunden lang. Als Abschluss sangen die Jungs noch OVER ME und das erste Konzert unserer Tour war zu ende.
Anschließend fielen wir nur noch hundemüde ins Bett. Das Konzert hatte uns alle geschafft, aber trotzdem freuten wir uns alle, auf die noch folgenden!
*1 Monat später*

Unsere Tour lief hervorragend. Die Fans waren der absolute Wahnsinn und wir verstanden uns untereinander so toll. Ich hatte echt meine besten Freunde gefunden, die ich nie missen wollte. Heute war das Abschlußkonzert unserer Tour. Wir waren auf der einen Seite unendlich traurig, doch auf der anderen Seite wollten wir endlich ein bisschen Auszeit haben, und das würden wir in einer Woche in unserem Urlaub haben. Nach dem letzten Konzert wollten wir alle noch ein bisschen zusammen feiern gehen. Doch zuerst war unser Konzert….

Wir performten, wie wir es immer taten. Zuerst kamen die Bühneneffekte, wir sangen und rappten zusammen. Danach waren die einzelnen Gruppen dran bzw. Lee als Solokünstler, dann kamen wir wieder alle zusammen auf die Bühne. Doch statt das die Jungs als Zugabe OVER ME sangen, waren wir diesmal alle zusammen auf der Bühne. Wir sangen alle ein Lied, dass wir erst während der Tour geschrieben hatten. Darin verarbeiteten wir unsere Gefühle und Gedanken über die Vergangenheit, über unser Leben und die Liebe. Das Lied, war wirklich wunderschön. Wir bedankten uns alle bei den Fans, die uns gar nicht von der Bühne lassen wollten. Wir Mädels hatten alle Tränen in den Augen, da wir so gerührt waren, von der Unterstützung der Fans. Doch auch der schönste Moment ist einmal zu ende, wir verließen die Bühne, und unsere „Like-what?“-Tour war vorbei. Backstage besprachen wir noch einmal, wo wir jetzt noch hin wollten. Wir wollten ins Six-Under gehen, einen neuen, hochangesagten Club im Herzen Londons. Alle zogen sich noch um und machten sich zurecht, bevor es auf in den Club ging.

*Im Six-Under*

Ein paar von uns waren schon mal in diesem Club. Tommy legte hier sogar schon öfter, als DJ Platten auf. Auch Kenz, Ju, Simone und Jay kannten den Club schon, für uns anderen war es eine Premiere. Im Club angekommen, sahen wir wie geil dieser Club war. Es gab eine riesige Tanzfläche, auf der Lee und Jojo sofort anfingen abzufeiern, eine Bar, an der Stripstangen waren, jede Menge Sitzlounges und verschiedene VIP- Lounges, in denen es Liegewiesen, Sofas und so gab. Wir setzten uns alle erst einmal in eine Sitzlounge und Jay holte uns was zu trinken. „Ist der Laden hier nicht geil?“ fragte Tom, der gerade seinen Arm um Ju legte. Wir anderen nickten nur begeistert. Jay kam nach kurzer Zeit mit den Drinks zurück und wir fingen an zu feiern. Nach kurzer Zeit waren wir alle schon etwas, naja ich sag mal lieber etwas viel angetrunken. Irgendwann beschlossen ein paar von uns in so eine VIP-Lounge zu gehen, dass kein Problem war, da Tom den Inhaber persönlich kannte. Kicki, Mus, Sam, Kenz, Stu, Steff, Tom, Ju und ich machten es uns sofort auf der Liegewiese bequem. Wir bestellten uns noch mehr Drinks. Nach kurzer Zeit lagen Mus und Kicki, wild fummelnd da. Mus hatte seine Hände unter Kicki´s Shirt und Kicki genoss dies sichtlich. Sie saß auf Mus, bewegte sich kreisend auf ihm und küsste seinen Hals. Die beiden wurden immer leidenschaftlicher und es sah so aus, als hätten sie total vergessen, dass wir anderen auch noch da waren. Ju sprach irgendwann das aus, das wir anderen uns schon lange dachten „Nehmt euch ein Zimmer, des is ja nicht zum Aushalten mit euch beiden. Könnt ihr sexhungrigen nicht bis später warten, wenn ihr zu Hause seid?“ Mus und Kicki interessierte dies aber nicht sehr viel. Sie machten einfach weiter damit. Sam ging dann irgendwann zu den beiden, tippte Kicki leicht an, und sagte noch einmal das gleiche, dass Ju sagte. Genervt stieg Kicki von Mus, der sichtlich erregt von ihr war. „Komm Schatz, dann gehen wir eben nach Hause.“ Mus stand, unauffällig mit der Hand vor seiner Hose auf und die beiden gingen. Auch Tom und Ju gingen bald darauf aus der Lounge. Die beiden wollten zusammen mit Simone, Jay, Marcel, Chris, Ollie, Jojo und Lee tanzen. „Und was ist mit euch los?“ wollte Kenz von Steff und Stu wissen. Steff, die mit dem Kopf auf Stu´s Schoß lag meinte nur, dass es ihr nicht so gut geht und sie auch lieber nach Hause will. Stu, der eigentlich noch gar nicht im Sinn hatte zu gehen, tat das dann aber Steff zuliebe. Die beiden verabschiedeten sich und nun waren nur noch Sam, Kenz und ich in der Lounge. Wir tranken fleißig einen Tequila nach dem anderen, bis ich mich schon bald nur noch lallend äußeren konnte. „Sssschatz, der Tequila is gleich leer. Kans du vielleicht Wodka holn?“ Sam, der noch etwas nüchterner als ich zu sein schien, stand auf und wollte runter an die Bar, da es in der VIP-Lounge keinen Wodka gab, sondern nur an der Bar. Außerdem wollte er sehen, was die anderen so machten.
Nun waren Kenz und ich nur noch alleine in der Lounge und warteten sehnsüchtig, dass der Wodka kommt. „Willst du noch einen Tequila? Die Flasche is noch nicht ganz leer. Für einen reichts noch!“ meinte Kenz. Ich nickt, und wollte mir gerade eine Priese Salz auf meine Hand träufeln, und einen Zitronenschnitz nehmen, doch Kenz nahm mir beides weg und wollte etwas von mir, dass ich in nüchternem Zustand nie getan hätte „Komm her, wir machen das so!“ Kenz träufelte sich eine Priese Salz auf die Hand und gab mir das letzte Glas Tequila. Ich exte es und Kenzie hielt mir seine Hand hin. Ich lutschte das Salz ab und wartete darauf, dass er mir den Zitronenschnitz hinhielt, doch er nahm ihn zwischen die Zähne. „Traust du dich nicht oder was? Komm schon her. Es sieht ja niemand!“ meinte er scheinheilig. Da ich schon zu besoffen war, um klar bzw. überhaupt zu denken, kam ich zu Kenz und saugte am Zitronenschnitz, der zwischen seinen Lippen war. Er ließ den Schnitz dann einfach fallen, legte seine Arme um mich und drückte mich wieder an seine Lippen. Wir küssten uns und irgendwie konnte ich nicht „Stop“ oder ähnliches zu ihm sagen. Nach kurzer Zeit wurden wir aber unterbrochen. Blitzartig drehte ich mich Richtung Eingangstür der Lounge und sah Sam, Simone und Jay dort stehen. Sam sah uns mit entsetzten Augen an und ließ dabei die volle Wodkaflasche einfach aus seinen Händen gleiten, die dann auf dem Boden zerbrach.
Ich war geschockt. Die anderen waren es genauso. Keiner wusste, wie er sich verhalten oder was er sagen sollte. Sam stürmte plötzlich auf Kenz zu und schlug ihm mit der Faust mitten ins Gesicht. Kenzie versuchte sich zu wehren und verpasste Sam ebenfalls eine. Die beiden prügelten sich so sehr, dass ich nur noch Blut sah. Jay, Simone und ich versuchten die zwei auseinander zu ziehen, was sich als schwierig herausstellte. Simone und ich schrieen aus voller Kehle, dass sie aufhören sollen, doch nichts passierte. Ich hatte Angst, dass sie sich noch gegenseitig umbringen würden. Als Jay keinen anderen Ausweg mehr sah, rannte er schnell zu den anderen um Hilfe zu holen. Ich versuchte weiterhin sie, durch Schreien von einander abzubringen. Simone zog mich dann aber an meinen Armen aus der Gefahrenzone, dass ich nicht auch noch etwas abbekomme. Nach kurzer Zeit kam Jay mit Verstärkung zurück. Zusammen mit Marcel, Chris und Lee konnte Jay sie die beiden dann endlich von einander trennen. Ju, Jojo und Tom standen fassungslos an der Tür und wussten noch gar nicht, was überhaupt vorgefallen war. Jay und Chris kümmerten sich um Sam und seine Verletzungen, während sich Lee und Marcel um Kenzie kümmerten. Ich wollte zu Sam, doch Simone packte mich erneut an meinen Armen „Lass es sein Nadine, es ist jetzt wirklich nicht gut wenn du zu ihm gehst. Lass ihn erstmal etwas abkühlen.“ Simone ging mit mir zu Ju, Jojo und Tom. Ich wollte jedoch nicht. Ich wollte lieber zu Sam und ihm versuchen, die Geschichte zu erklären, obwohl ich eigentlich keine Erklärung, geschweige dem eine Entschuldigung für mein Verhalten hatte. „Komm schon mit Nadine. Lass es für heute gut sein. Morgen sieht alles schon wieder ganz anders aus“ versuchte mich Simone zu trösten. Zögernd ging ich mit den 4 mit, doch schaute noch einmal zurück zu Sam, der auf dem Boden, mit blutender Schläfe und Nase, saß, traurig doch gleichzeitig wütend. Was hatte ich nur getan? Wie konnte ich Sam nur so etwas antun?
*Am nächsten Morgen*

Ich konnte die ganze Nacht kein Auge zu machen. Sam kam in dieser Nacht nicht nach Hause. Ich wusste nicht, wo er war, ich hatte nur eine Vermutung, dass er bei Jay geschlafen hatte. Ich schrieb ihm gerade eine SMS. Es war bestimmt die 15. die ich ihm schon schrieb…

„Sam, es tut mir leid, was gestern passiert ist. Bitte komm nach Hause, dann erklär ich dir alles“ Solche und ähnliche SMS hatte ich ihm schon die ganze Nacht gesendet, doch es kam nie eine Antwort. Auch auf meine Anrufe reagierte er nicht. Um 12 Uhr mittags reichte es mir mit dieser Ungewissheit, wo Sam war. Also beschloss ich bei Jay anzurufen, der auch gleich abnahm. „Hi Jay ich bins. Is Sam zufällig bei dir?“ „Ähm, hi. Ja der is bei mir, aber er will nicht mit dir reden.“ „Jay, dann sag mir wenigstens, ob es ihm gut geht!“ Aus dem Hintergrund hörte ich Sam´s Stimme, die sich traurig anhörte „Jay jetzt leg endlich auf. Lass sie doch einfach. Die soll zu ihrem neuen Lover gehen“ Ich hörte die bittere Enttäuschung in Sam´s Stimme und wusste nicht, was ich noch sagen sollte. Langsam stiegen mir Tränen in die Augen. Jay sagte mir noch etwas, dass ich jedoch schon nicht mehr richtig verstand, da ich zu sehr in Gedanken versunken war. Irgendwann legte ich einfach auf, ohne noch ein Wort zu Jay zu sagen. Ich lief in mein Zimmer und schmiss mich auf´s Bett. Dort weinte ich bestimmt eine Stunde lang, bevor ich erschöpft einschlief. Irgendwann hörte ich plötzlich einen Schlüssel in der Tür. Sam kam nach Hause. Schnell sprang ich aus dem Bett und riss meine Zimmertür auf. Und tatsächlich, Sam stand vor mir. Entsetzt sahen wir uns an. „Sam … es tut mir so leid mein Schatz“ waren meine ersten Worte an ihn, die nur mühsam aus mir herauskommen wollten. Sam verdrehte die Augen und stampfte in Richtung seines Zimmers. Ich trottete hinter ihm her, wie sein Schoßhündchen. Er bemerkte dies zwar, aber versuchte mich zu ignorieren. Er packte sich ein paar Klamotten zusammen. „Sam was soll das? Du kannst doch nicht einfach so gehen!“ flehte ich ihn schon fast weinend an. Nun drehte er sich doch zu mir um, da er sonst die ganze Zeit versuchte mir strickt den Rücken zu zeigen. „Denkst du wirklich ich bleibe bei dir? Nachdem was du mir gestern angetan hast? Es ist aus!! Ich hätte es von Anfang an wissen müssen, dass da doch was ist zwischen Kenz und dir. Ich hätte es damals auf der Terrasse kapieren müssen“ Ich sah ihn nur noch sprachlos an… In seine mit Tränen gefüllten Augen, in sein Gesicht, auf seine Platzwunde an der Schläfe, an sein Veilchen am linken Auge und seine Beule an der Stirn. Das war zu viel für mich. Ich brach mitten in seinem Zimmer, weinend zusammen. Kniend und weinend war ich auf dem Boden und flehte ihn an „Bitte Sam, bitte geh nicht, ich liebe dich doch so sehr!“ Doch er ließ mich einfach liegen, schnappte sich noch schnell seine Tasche und ging aus dem Zimmer und dann aus der Wohnung. Nun war ich allein, ganz allein!
Ich saß Ewigkeiten in Sam´s Zimmer und konnte es nicht fassen. Irgendwann hörte ich wieder einen Schlüssel in der Tür. War das etwa wieder Sam? Ich war nicht im Stande aufzustehen und nachzusehen. Ich hatte einfach keine Kraft mehr. Plötzlich ertönten die Stimmen von den Mädels. Sie riefen nach mir, doch wie schon gesagt, ich hatte keinerlei Kräfte mehr, auch nur einen Ton von mir zu geben. Die Mädels schauten in jedes Zimmer, bis sie mich schließlich in Sam´s Zimmer fanden. Alle stürzten zu mir auf den Boden und umarmten mich fürsorglich. „Was machst du für Sachen?“ war Kicki´s und Steff´s erste Frage, die die Schlägerei gestern nicht mehr mitbekommen hatten. Ich war erleichtert zu hören, dass Kicki nicht sauer auf mich war, obwohl Sam ihr Bruder ist. Alle versuchten sie mich etwas aufzumuntern, doch alles war vergeblich. Ich konnte mir noch nicht mal ein kleines Lächeln auf die Lippen zaubern. „Maus das wird schon wieder“ sagte Jojo und wollte mich aufmuntern. Ju war so lieb und machte mit einen Tee. Zusammen setzten wir uns auf die Couch und die Mädels planten schon wieder Verkupplungsversuche zwischen Sam und mir. „Ihr seid echt süß, aber ihr hättet ihn echt erleben sollen. Es ist wirklich aus. Wir werden nie wieder zusammen kommen“ sagte ich ernüchtert. „Das kriegen wir schon irgendwie im Urlaub hin“ meinte Ju nur und plötzlich erschrak ich. Den Urlaub hatte ich total vergessen. In fünf Tagen würde schon unser Flieger nach Kroatien starten, in einen Pärchenurlaub. Super! Alle sind verliebt, nur Sam und ich sind auseinander, und so wie es scheint werden wir wieder kein Wort miteinander reden. Irgendwoher kannte ich diese Situation. Früher war es doch schon mal so. „Ich komm nicht mit“ sagte ich. Die Mädels sahen mich erschrocken an und meinten alle gleichzeitig „Du kommst mit, und wenn wir dich in den Flieger zerren müssen“ Sie ließen nicht locker, bis ich dann irgendwann doch einwilligte.

*Fünf Tage später auf dem Flughafen*

Wir warteten schon alle zusammen am Check-In Schalter, auch Sam. Die Jungs hatten ihn ebenfalls dazu überredet mit zu kommen. Steff wollte noch mal kurz auf die Toilette, und wie das bei Mädchen so ist, gingen wir natürlich alle zusammen. Wir waren schon alle fertig und machten uns noch ein bisschen auf dem Klo frisch, bis auf Steff. Die war schon fast zehn Minuten auf dem Klo „Steff bist du ins Klo gefallen oder was is los?“ meinte Jojo spaßeshalber. „Ne is alles okay. Ich komm gleich!“ meinte sie nur aus der Toilette. Nach weiteren zwei Minuten hörten wir einen Schrei von Steff. Sie schloss die WC Tür auf, rannte zu uns rüber und hielt uns etwas unter die Nase. „Da seht mal, rosa Striche! Ich bin schwanger!“ rief sie freudestrahlend. Wir anderen waren total perplex bis wir es dann doch nach kurzer Zeit kapierten. Wir umarmten sie alle und beglückwünschten sie. „Ich hab es einfach nicht mehr aushalten können. Ich hatte so eine Vermutung und jetzt hab ich die Bestätigung. Stu und ich werden Eltern“ hüpfend umarmte sie und erneut, bis wir Lee´s Stimme vor der Mädchentoilette hörten „Kommt ihr bald? Wir können ins Flugzeug.“ Schnell gingen wir zu den anderen und Steff verkündete nun auch Stu und den anderen Jungs die freudige Nachricht, dass sie schwanger sei. Stu war so glücklich über diese Nachricht, dass er Steff küsste und einen lauten Freudenschrei losließ. Im Flugzeug angekommen saß ich genau neben Steff und Stu. Die beiden waren die ganze Zeit nur am rumknutschen und Quatschen über das Baby. Die anderen nervten die Stewardess dauernd damit, dass sie ihnen doch dies und dann noch das bringen solle, was ihnen ungeheuer spaß machte. Ich setzte mir meine Köpfhörer auf und schloss meine Augen.
Nach zwei Stunden Flug waren wir auch schon in Makarska/ Kroatien. Ollie hatte für uns eine richtige Villa besorgt, genau am Strand. Man musste nur ein paar Stufen von unserer Villa runtergehen und schon war man am Meer. Natürlich hatten wir aber auch einen eigenen Pool mit Liegen und Strandbar. Wie sich das so gehört für echte Stars 

Alle Pärchen suchten sich ein Zimmer aus. Da Ollie schon vor Sam und meiner Trennung die Villa buchte, hatten wir ein Problem. Es gab nur sechs Schlafzimmer, für jedes Pärchen eins! Sam schnappte sich sofort das Schlafzimmer und mir blieb dann nichts anderes übrig als auf der Couch im Wohnzimmer zu pennen, da ich keine Lust hatte mit Sam, der mich anscheinend hasste, in einem Bett zu schlafen. Doch den ganzen Triumph ließ ich Sam dann doch nicht. Ich packte meine Sachen wenigstens auch in das Zimmer von ihm. Ich räumte meine Sachen schon ordentlich in den Schrank neben seinen Sachen.

Es war schon spät. Eigentlich wollte ich direkt schlafen gehen, doch die Mädels überredeten mich noch ein bisschen mit an den Strand zukommen. Die Jungs wollten nicht mit. Die wollten lieber ein bisschen PS zocken, die Sam extra mit in den Urlaub nahm. Zusammen machten sich Kicki, Jojo, Steff, Ju, Simone und ich auf zum Strand. Der Sand war total weich und es war überhaupt nicht kalt, obwohl es schon sehr dunkel und spät an diesem Abend war. Wir setzten uns dann irgendwann einfach in den Sand und fingen an zu quatschen. „Der Urlaub wir bestimmt voll geil! Vier Wochen non-stop relaxen!“ sagte Ju und lehnte sich zurück. „Und nicht vergessen Party, party, party!“ rief Jojo. „Und natürlich Romantik pur. Bei so einer Kulisse, frag ich mich, ob wir alle überhaupt mal aus unserem Zimmer kommen, wenn ihr wisst was ich meine“ grinste Simone und zwinkerte mit einem Auge. „Klar kommen wir aus unseren Zimmern. Es gibt ja auch noch den Pool, den Strand, das Meer, die Küche, die Abstellkammer…“ lachte Steff. Kicki sah mich an, während die anderen noch weiter über ihre Urlaubspläne redeten. Sie sah, dass ich traurig war „Komm schon Maus, das mit Sam wird schon wieder. Sei nicht traurig!“ (Kicki) „Ach ich mach euch hier nur den Urlaub kaputt mit meiner schlechten Laune. Am besten steck ich einfach meinen Kopf in den Sand“ (ich) „Warte mal das haben wir gleich!“ grinste Steff mich an und drückte meinen Kopf wirklich in den Sand. Die anderen bekamen einen Lachanfall, da ich anscheinend zu witzig aussah, mit dem ganzen Sand im Gesicht und in den Haaren. Mühsam versuchte ich die Sandkörner wegzubekommen, das aber nicht so ganz klappte! Ich wollte in die Villa gehen und dort den restlichen Sand entfernen, doch Ju und Simone packten mich schon an den Armen und rannten mit mir ins Meer. Auch Jojo und Kicki kamen wenig später zu uns ins Meer. Wir alberten noch ein wenig rum, bis wir schließlich zu Steff zurückgingen. „Wer ist das denn?“ wollte Jojo von uns wissen, die sich gerade och die letzten Wassertropfen aus dem Gesicht wischte. Wir gingen schnell zu ihr. „Hi Mädels, darf ich euch jemanden vorstellen? Das ist Armo. Er ist Italiener und macht hier auch Urlaub. Er wohnt nur zwei Häuser weiter von uns.“ Armo begrüßte uns mit einem Handkuss und unterhielt sich noch eine ganze Weile mit uns. „Ich bin müde. Ich geh mal hoch schlafen“ sagte Ju und wir anderen stimmten ihr zu, dass wir auch mit wollten. Nur Steff und Armo blieben noch ein bissl am Strand und quatschten.





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...   Erstellt am 28.04.2007 - 20:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


*Am nächsten Morgen*

Die erste Nacht auf der Couch war für mich schon sehr unbequem. Ich fand einfach keine richtige Position in der ich schlafen konnte. Mir tat einfach alles weh. Ich war die erste, die auf war. Alle anderen schliefen noch seelenruhig, dass auch kein Wunder war. Immerhin konnten sie alle in einem weichen, großen Bett mit ihrem Partner schlafen. Ich beschloss erstmal für alle Frühstück zu machen. In der riesigen Küche, stellte sich das aber als schwierig heraus, da wir noch nichts hatten. Wir hatten gestern vergessen einzukaufen. Ich beschloss mich erstmal anzuziehen und anschließend mit einem unserer Mietwagen einkaufen zu fahren. Ich schlich mich leise in Sam´s Zimmer um mir neue Klamotten zu holen. Er schlief so friedlich und süß in seinem Bett. Am liebsten hätte ich mich einfach dazu gelegt. Nach dem duschen, schnappte ich mir die Schlüssel des Audi´s und wollte gerade los, als ich eine Stimme hörte. „Das kannst du grad mal vergessen. Mit dem TT fahr nur ich“ Ich drehte mich um und sah Sam, der anscheinend während ich duschte aufgestanden war. „Ach ja? Wer sagt das?“ entgegnete ich ihm schnippisch. „Ich! Und jetzt her mit den Schlüsseln. Du kannst den Mercedes nehmen“ Doch auf solche Befehle wollte ich nicht hören. „Hör auf mir was vorzuschreiben. Ich kann mit jedem Auto fahren“ „Ach ja? Das glaub ich nicht.“ Schon wieder fingen unsere kindischen Streitereien an und darauf hatte ich keinen Bock. „Tja ich geh jetzt. Dann musst du schon mitkommen, wenn du so angst hast, dass ich den Wagen schrotte“ sagte ich schon leicht gehässig, ging aus der Tür und stieg in den Audi. Sam rannte mir hinterher, machte die Autotüre auf und setzte sich auf den Beifahrersitz. Ich sah ihn verwundert an. „Was guckst du so? Ich hab Angst um den Wagen“ meinte er nur. Genervt fuhren wir beide zum Einkaufen. Es war wirklich keine Freude mit Sam einzukaufen. Er nörgelte an allem rum, was ich in den Einkaufswagen legte, selbst wenn es nur Joghurt war. Nach einer Stunde, waren wir endlich wieder zu hause. Die anderen, außer Stu waren in der Zwischenzeit auch wach geworden und vergnügten sich am Pool. Ich räumte die Einkäufe ein als plötzlich Steff mit einem ganzen Korb voller Milch und Müsli ankam. „Sag bloß du warst auch einkaufen Steff?“ wollte ich von ihr wissen. „Nein, nein. Ich bin nur rüber zu Armo und hab was ausgeliehen, dass wir nicht verhungern“ Gemeinsam aßen wir dann alle am Pool und Stu kam dann auch irgendwann zu uns. Wir wollten heute alle zusammen einen kleinen Ausflug machen und die Gegend erkunden. Nur Steff wollte zu Hause bleiben, da es ihr nicht so gut ging. Ihr war schlecht. „Ich bleib bei dir mein Schatz“ sagte Stu und streichelte ihr dabei über den Bauch. „Nein, nein du gehst mit“ kam es schon fast als Befehl von ihr. Stu willigte dann ein und wir verbrachten einen schönen Tag. Sam und ich redeten sogar ein bisschen miteinander. Auch wenn es nicht viel war. Wir kündigten uns erst für 22.00 Uhr bei Steff an, doch irgendwie waren wir schon früher zu hause. Erschöpft schleppten wir uns in unsere Zimmer. Ich war gerade mal wieder dabei mir neue Klamotten aus dem Schrank zu holen, als ich plötzlich lautes Geschreie aus Stu´s und Steff´s Zimmer hörte. Auch die anderen hörten dass und liefen in das Zimmer. Stu packte sich gerade Armo, der halbnackt im Zimmer stand. Steff sah komischerweise irgendwie erleichtert und glücklich aus. Stu schubste Armo aus dem Haus, Lee schmiss ihm die restlichen Sachen hinterher und wir anderen standen immer noch fassungslos da. Steff schmiss uns dann aus ihrem Zimmer, damit sie sich wieder anziehen konnte. Wir anderen, samt Stu saßen unten im Wohnzimmer und warteten darauf, dass Steff runterkommt. Als Stu sie sah, wie sie die Treppen runterkam, schrie er sie schon an „Sag mal spinnst du, was soll diese verfickte Scheiße. Poppst hier einfach mit so nem ekeligen Italiener rum“ Steff fing an zu grinsen und sagte etwas, dass Stu noch heftiger ausrasten ließ! „Er war nicht ekelig. Er war richtig süß und hammer geil im Bett. Ich hab es mit ihm genossen!“ Ju, Simone, Jojo und Jay saßen mit offenem Mund auf der Couch und wussten nicht mehr weiter. Stu lief bedrohlich auf Steff zu, doch ich stellte mich noch schnell zwischen die beiden, dass Stu ihr nichts tun konnte. Sam packte Stu an den Armen und hielt ihn zurück. „Komm schlag doch zu Stu! Willst du, dass ich unser Baby schon wieder verliere? So wie damals, als du fremdgegangen bist? Ich wollte es dir endlich heimzahlen, was du mir die ganze Zeit angetan hast“ sagte Steff und provozierte Stu nur noch mehr. „Ist das Kind überhaupt von mir? Wie lange fickst du schon mit anderen?“ schrie er sie an. „Das war das erste Mal. Und ja, dass Kind ist von dir! Vielleicht bin ich ja deshalb fremdgegangen, weil ich deine Fremdgänger-gene in mir trage“ (Steff) „Jetzt hört endlich auf damit!“ schrie ich nun beide an. „Sei du doch ruhig Nadine. Du bist doch nicht besser“ motzte nun Sam mich an. „Geht hier denn eigentlich jeder mit jedem fremd? Du mit Kenz, Steff mit so nem Itaka, Stu mit meiner Schwester? Wer ist denn der nächste?“ (sam) Mir reichte diese Situation und die Stimmung. Nicht schon wieder wollte ich meinen Fehltritt rechtfertigen müssen. Ich bekam Tränen in die Augen und lief nach draußen auf die Terrasse. Von drinnen hörte ich nur noch Steff und Stu, die weiter stritten und die anderen, wie sie versuchten die beiden zu beruhigen. Ich hielt es nicht mehr aus. Ich ging runter an den Strand um alleine zu sein und nachzudenken.
Ich schlenderte gemütlich am Strand entlang und sah dauernd in den Himmel. Die Sterne funkelten und der Mond schien so hell. Kleine Tränen liefen mir die Wange runter. Ich hörte Schritte im Sand hinter mir, doch mir war im Moment egal, wer das war. Ich hörte eine Stimme, die meinen Namen rief. Starr blieb ich stehen, doch drehte mich nicht um. Ich spürte eine Hand auf meiner Schulter. Die Person stellte sich, außer Atem vom Rennen, vor mich. Es war Sam. „ich muss mit dir reden“ kam es von ihm „Wenn du mich wieder anschreien oder mir eine Predigt darüber halten willst, dass ich eine Schlampe bin, weil ich fremd geküsst habe, dann kannst du gleich wieder gehen“ ich verschränkte meine Arme und senkte meinen Kopf, damit ich ihn nicht ansehen musste. „Nein, ich will dir etwas sagen“ (sam) Er legte seine Finger unter mein Kinn und drückte es ein wenig hoch, damit ich ihn ansah. „Mir ist eben etwas klar geworden, über dich und mich“ er stockte, als erwarte er jetzt eine Antwort von mir, doch ich sagte nichts. „Ich habe darüber nachgedacht, was da mit Kenz und dir war“ „Ich hab doch gesagt, ich will darüber nicht mehr reden“ sagte ich genervt. „Hör mir zu Nadine. Eigentlich war da doch gar nichts Richtiges zwischen dir und Kenz. Das ist mir eben klar geworden, als ich die Story mit Stu und Steff gesehen hab. Und die haben sich eben auch wieder vertragen. Warum sollten wir das dann nicht auch tun?“ „Was? Die beiden haben sich vertragen?“ fragte ich Sam erstaunt. „Lenk jetzt nicht vom Thema ab“ (sam) Er sah mich, wie früher mit seinen wunderschönen, treudoofen Augen an und wartete auf eine Antwort. Ich konnte ihm aber nichts sagen. Ich weiß auch nicht warum. Ich war in diesem Moment so überwältigt von der Situation. Sam nahm meine Hand in seine. Ich ließ meine Finger zwischen seine gleiten und wollte gerade etwas sagen. Doch Sam ließ mich nicht einmal ausreden und küsste mich plötzlich, und das sehr, sehr lange.
Ich war so glücklich in diesem Moment. Ich wusste zwar nicht warum Sam so plötzlich seine Meinung geändert hatte, aber das war mir irgendwie auch egal. Gemeinsam gingen wir Hand in Hand am Strand entlang. Wie waren schon fast an unserer Villa angekommen, da schnappt Sam mich plötzlich und warf mich in den Sand. Er lag über mir und stützte sich mit seinen Händen im Sand ab. Der Mond schien so hell, dass er die Umgebung wie ein Märchen aussehen ließ. Sam küsste mich und ich erwiderte den Kuss. Ich war so glücklich, dass wir uns wieder vertragen hatten. Ich schwor mir, dass niemals mehr etwas zwischen uns kommen wird. Wir sahen uns unendlich lange an. Wir küssten uns wieder, bis wir plötzlich lauten Krach hörten, der anscheinend ganz in der Nähe von uns zu sein schien ...
Wir wollten wissen woher das Geräusch kam und gingen nachsehen. Wir gingen Richtung Villa und sahen, wer diesen Krach verursachte. Es war Armo, der seine Koffer und seine Sachen in den Wagen schmiss. Anscheinend wollte er abreisen. Man war das ein Schisser! Kaum hatten sich unsere Jungs mit ihm angelegt, schon verschwand er. Sam und ich beschlossen zu den anderen zu gehen. Wir fanden alle auf der Terrasse stehend, die anscheinend auch mitbekommen hatten, dass Armo abreiste. Grölend und lachend verabschiedeten sie sich von ihm „Auf nimmer wiedersehen du Hirni“ schrie Ju ihm entgegen. „Du hättest dich nicht mit uns anlegen sollen“ rief Simone ergänzend. „Und wehe wir sehen dich hier noch mal“ schrie Stu ihm bedrohlich hinterher, als Stu ihn in seinem Wagen wegfahren sahen. Dabei hielt er Steff ganz fest in seinem Arm, um zu zeigen, dass niemand außer er sie anfassen darf. Jojo bemerkte zuerst, dass Sam und ich wieder da waren. Sie kam zu uns rüber und sah uns mit einem zweifelnden Blick an „Ja wir sind wieder zusammen“ sagte ich nur, da ich schon ahnte, dass sie dies von uns wissen wollte. Sie grinste und gemeinsam gingen wir zu den anderen, die es auch mitbekommen hatten, dass wir wieder zusammen sind. Ich redete noch kurz mit Steff, wie sie sich mit Stu wieder vertragen hat, bevor wir dann alle schlafen gingen.

„Am nächsten Tag*

Heute Abend wollten wir alle zusammen weggehen und die Gegend unsicher machen. Wir machten uns so um 8 Uhr auf den Weg in die Stadt. Dort gingen wir von einem Club in den nächsten, doch nirgends war so richtig gute Atmosphäre. Nach ca. 10 Clubs fanden wir endlich was, dass uns allen zusagte. Es war ein kleiner Club mit einer Bar, an die wir uns dann alle erstmal setzten. Wir bestellten uns einen Drink nach dem anderen und schon nach kurzer Zeit hatten die Jungs die witzige Idee Karaoke zu singen. Alle sechs gingen auf das kleine Podest und fingen an „It´s raining man“ zu singen. Wir Mädels hatten keine Ahnung, wieso sie dieses Lied aussuchten. „Na eigentlich müssten wir doch so ein Lied singen“ meinte Kicki und nahm einen Schluck von ihrem Drink. „Naja lassen wir sie doch einfach mal. Wird bestimmt lustig“ sagte Jojo. Und schon fingen die Jungs besoffen an das Lied zu grölen. Von singen kann hier nicht die Rede sein. Wir Mädels pieselten uns fast in die Hose vor Lachen. Und als wäre das nicht schon genug, setzten die Jungs auch noch einen drauf und sangen „YMCA!“ Jay war der Indianer und steckte sich eine Feder ins Haar, Lee der Cowboy mit einem Lasso, Mus der Bauarbeiter mit so einem schicken gelben Helm, Sam der Polizist mit der Pistole und Stu und Tom wussten selbst nicht so genau, was sie eigentlich bei diesem Lied waren. Die beiden machten die Handbewegungen zu diesem Lied.

Das reichte uns Mädels. Wir kugelten uns förmlich auf dem Boden vor Lachen. Nach dem Lied kamen die Jungs zu uns rüber, und wollten, dass wir ebenfalls ein Lied singen. Wir überlegten, was für eins wir nehmen. Es gab zu viel Auswahl an Liedern. Es gab Partykracher, aktuelle Hits, Rock, Pop, Boy und Girlgroups… einfach zu viel! Es dauerte eine Ewigkeit bis wir endlich ein Lied fanden, dass wir singen konnten. Wir entschieden uns für „Dirrty“ was den Jungs natürlich gefallen hat. Danach sollte jede und jeder von uns noch ein eigenes Lied alleine singen. Tom entschied sich für „Smack that“, Stu für „Push it“, Sam für „Yeah!“, Ju für „Girlfriend“, Jay „In da Club“, Simone für „Fallin“, Lee für „U drive me crazy von N SYNC“, Steff für „(hit me baby) One more time“, Jojo für „Crazy in love“, Ich für „Baby Boy“, Kicki für „Lopov“ ein kroatisches Lied, da sie Kroatin ist und Mus für „My love“.
Die Stimmung war einfach zu geil! Sie war echt auf ihrem Höhepunkt. Nun war Mus als letzter mit seinem Lied dran. Er stellte sich auf das Podest und die Musik startete. Schwankend versuchte er sich zum Beat zu bewegen. Immerhin hatte Mus schon einige Drinks zuviel intus. „ … Now If I wrote you a love note and made you smile with every word I wrote what would you do? Would that make you wanna change your scene and wanna be the one on my team, tell me would you? See what's the point in waiting anymore cause girl I've never been more sure that baby it's you! This ring here represents my heart and everything that you been waiting for… Just say it, I do!” Nachdem er diese Strophe gesungen hatte, sagte er etwas, dass wir nicht von ihm erwartete hatten, zumindest noch nicht zu diesem Zeitpunkt. Im Hintergrund lief immer noch der Beat zu „MY LOVE“, doch Mus sang nicht weiter. Er drehte sich zu Kicki „Kicki, heirate mich!“ sagte er etwas lallend. Kicki sah Mus verblüfft an. Wir anderen sahen immer abwechselnd Kicki und Mus an. Alle warteten auf eine Antwort von Kicki. Mus forderte mit seinen Augen förmlich eine Antwort von ihr, doch sie sagte nichts. Sie sah irgendwie geschockt aus. Plötzlich stand sie von ihrem Stuhl auf. Sie hatte Tränen in den Augen. Kopfschüttelnd rannte sie weg, raus aus dem Club. Wieso reagierte Kicki nur so? Warum ließ sie Mus einfach so stehen und rannte weg?
Wir Mädels wollten Kicki hinterher rennen und wissen, was los war, doch als wir aus dem Club kamen, war sie nirgends zu sehen. Wir machten uns auf die Suche nach ihr „Weit kann sie ja noch nicht sein“ sagte Simone und schaute in der Gegend rum. Ich versuchte sie in der Zwischenzeit auf ihrem Handy anzurufen, doch sie nahm nicht ab. Nach ungefähr einer Stunde Suchen, rief Tom auf Ju´s Handy an. „Wir sind jetzt zu hause. Habt ihr Kicki gefunden? Mus macht sich voll die Gedanken.“ (Tom) „Nein wir haben sie noch nicht gefunden. Wir wissen nicht, wo sie noch sein könnte.“ (Ju) „Dann kommt lieber auch nach Hause. Kicki wird schon wieder auftauchen.“ (Tom) „Ja ok. Wir kommen. Bis gleich Süßer“ sagte Ju noch und legte auf. „Kommt wir gehen lieber nach Hause. Tom hat gesagt, dass sie auch schon dort sind.“ (Ju) „Und was ist wenn Kicki was passiert ist?“ meinte Steff mit besorgter Stimme. „Der wird schon nix zugestoßen sein. Die kommt bestimmt auch bald nach Hause“ sagte Jojo. Gemeinsam machten wir uns dann auch auf den Weg zurück. Dort angekommen begrüßten uns die Jungs und sagten, dass Kicki noch nicht da war. Mus stand zusammen mit Stu und Sam auf der Terrasse. Anscheinend versuchten sie Mus etwas zu trösten und abzulenken. Steff und ich beschlossen zu den drei zu gehen. Stu und Sam begrüßten uns mit einem Kuss und ich sah Mus, der mit Tränen in den Augen am Terrassengeländer lehnte. Wir überlegten gemeinsam, wo Kicki nur sein könnte, als Stu sie plötzlich sah. „Da unten am Strand. Die Frau die da läuft, die sieht aus wie Kicki“ Wir anderen sahen nun auch auf den Strand, und tatsächlich, es war Kicki, die da unten lief. Mus wollte schon runter zum Strand laufen, aber Steff und ich überredeten ihn erst einmal oben zu bleiben und uns allein mit ihr reden zu lassen. Wir beide gingen zum Strand und rannten zu Kicki. „Süße was ist den los? Was machst du nur für Sachen?“ war Steff´s erste Frage. Wir umarmten sie und setzten uns gemeinsam in den Sand. Kicki´s Augen funkelten als sie uns erzählte, warum sie weggelaufen war „Mus hat das 100 pro nicht ernst gemeint mit dem Antrag. Erstens war er volle Kanne dicht, und zweitens haben wir schon mal über heiraten geredet und er hat gemeint, dass er wahrscheinlich niemals heiraten möchte. Er findet so etwas altmodisch und überflüssig.“ Als Kicki uns dies erzählte, sah man in ihren Augen, dass sie ziemlich sauer und verletzt war. „Ach quatsch! Mus hat das bestimmt ehrlich gemeint“ (Steff) „Ja genau. Wie man immer sagt Kinder und Betrunkene sagen immer die Wahrheit“ (ich) Kicki grinste leicht und ihre Verärgerung legte sich „Er hat sich solche Sorgen um dich gemacht. Komm mit in die Villa und rede mit ihm“ sagte ich zu ihr und stupfst sie leicht von der Seite an. Sie nickt und wir wollten gerade aufstehen, als wir eine Männerstimme hinter uns hörten. „Hallo Kicki. Ich bin zurück! Hast du mich vermisst?“ Wir drehten uns alle drei um und erkannten wer es war. Oh nein … ER?!?! Wie konnte das nur möglich sein?
„Was, was machst du denn hier?“ stotterte Kicki leicht ängstlich. „Ich bin früher raus gekommen und dachte mir, ich besuch mal meine Süße“ Mit einem hämischen Grinsen sah er uns an. Ich konnte nicht mehr an mich halten. „Wie konnte so ein Arsch, wie du nur freigelassen werden? Verpiss dich Emil“ schrie ich ihn an. Das hätte ich nicht tun sollen! Er klatschte mir voll eine mitten ins Gesicht. „Halt die Fresse du blöde Schlampe! Wer redet mit dir?“ schrie er mich an. „Ich glaube ich muss euch noch Manieren beibringen. So redet man nicht mit mir! Danijel, Armo schnappt sie euch!“ rief er an einen Felsen, hinter dem die anderen zwei standen. Die zwei rannten zu Steff, Kicki und mir und fesselten uns gewaltsam. Wir versuchten so laut wie möglich zu schreien, damit uns möglicherweise die anderen hören. Sie schleppten uns weg, doch von Weitem sahen wir Mus, Sam, Stu, Tom und Jay rennen. Sie versuchten uns einzuholen, doch es war zu spät. Armo hatte uns schon in seinen Lieferwagen geschmissen und Emil fuhr los. Wir hatten ungeheuer angst. Was sollte nun mit uns passieren? Was haben Emil und die anderen nur vor?
Wir waren in diesem Lieferwagen eingesperrt und merkten, dass wir wegfuhren. Es war aber zu dunkel um genaueres erkennen zu können. Wir fuhren nun schon fast eine halbe Stunde, die uns wie eine Ewigkeit vorkam. Wir drei hatten wahnsinnige Angst, was nun mit uns passieren würde. Leise robbte ich zu Kicki rüber, die angelehnt an der Wand des Transporters saß und ihren Kopf gesenkt hatte. „Hast du einen Plan, was die mit uns vorhaben? Wie konnte er nur früher raus kommen?“ flüsterte ich zu Kicki. Die schüttelte nur mit dem Kopf und ich sah, dass sie weinte. „Mach dir keine Sorgen. Das wird schon wieder“ versuchte ich sie aufzubauen, aber wusste selbst nicht, ob wir jemals heil aus dieser Angelegenheit rauskommen würden. Steff versuchte unterdessen ihre Fesseln an der Kante der Lieferwagentür aufzuscheuern, was aber vergeblich war. Irgendwann hielt der Wagen und wir hörten, wie sich die Türen öffneten und jemand nach hinten zu uns kam. Ich konnte mein Herz richtig laut pochen hören. Die Türe wurde aufgerissen und Emil stand vor uns mit seinen zwei Gehilfen. Er packte sich Kicki über die Schulter und Armo und Danijel taten das gleiche mit Steff und mir. Sie schleppten uns zu einem alten Haus. Eigentlich konnte man dieses Gebäude noch nicht einmal als Haus bezeichnen. Es war eher ein Haus, das noch im Rohbau war und so aussah, als hätte der Besitzer kein Geld mehr gehabt, um es fertig zubauen. Sie trugen uns die Treppen hoch und brachten uns anschließend in den Keller. Komischerweise war dieser völlig ausgebaut. Der Kellerraum hatte kleine Fenster, eine Türe aus Stahl und sogar eine Toilette. Dieser Raum ähnelte einem Bunker. Es schien so, als hätte Emil es von langer Hand geplant, Kicki hierhin zu entführen. Die drei legten uns auf den Boden, gingen zur Tür und Emil lachte noch gehässig zu uns rüber, bis sie die Türe schlossen. Man hörte, dass sie ein Schloss anbrachten und uns einschlossen. Es war so dunkel in diesem Raum, dass wir am Anfang gar nichts sahen. Mit der Zeit bewöhnten sich aber unsere Augen an die Dunkelheit und wir erkannten immer mehr, was sich in diesem Raum befand. Hier lagen alte Tonnen, Farbeimer, Gläser, Zeitungspapier, Laken und so Zeug rum. Steff gelang es irgendwann aufzustehen, indem sie sich an der Wand abstützte und hochzog. Sie lief, mit gefesselten Händen in diesem Raum rum und suchte nach irgendetwas brauchbarem, dass sie benutzen könnte um ihre Fesseln aufzubekommen. Doch sie fand nichts! Frustriert ließ sie sich wieder zu uns auf den Boden plumpsen. Wir waren irgendwie nicht in der Lage miteinander zu reden, da wir viel zu viel Angst davor hatten, dass uns die drei hören könnten und uns etwas antun. Langsam wurde es morgen. Die ersten Sonnenstrahlen vielen durch die kleinen Kellerfenster in den Raum und wir hörten die Stimmen der drei von oben. Weder Kicki, Steff oder ich konnten in dieser Nacht ein Auge zumachen. Wir saßen stundenlang einfach nur da und machten gar nichts. Plötzlich entriegelte jemand dir Tür und Armo stand vor uns. Er hatte etwas hinter seinen Armen versteckt. Was versteckte er da? Was hatte er vor?
Langsam kam er zu uns. Er setzte einen Schritt vor den anderen. Wir hatten alle drei wahnsinnige angst. Er stellte sich vor uns drei. Langsam nahm er seine Hände hinter dem Rücken vor, damit wir sehen konnten, was er hinter dem Rücken versteckt hielt. Es war ein Messer!!!! Wir fingen wie wild an zu schreien. Todesängste gingen in unseren Köpfen herum. Doch Armo fand das auch noch witzig! Er lachte laut los und sah uns hämisch an. Wir schrieen so laut wir konnten um Hilfe. Doch vergeblich. In diesem Bunker konnte uns keiner hören. „Haltet die Klappe ihr Hühner! Das ist ja nicht zum Aushalten mit euch!“ schrie er uns plötzlich an. In einer zehntel Sekunde verstummten unsere Hilfeschrei und unser Weinen. „So ist es besser…. Besser für euch!“ grinste er uns böswillig an. „Wer will zuerst?“ fragte er uns scheinheilig und erwartete allen Ernstes eine Antwort auf diese Frage. Was sollte diese Scheiße? Was wollte wer zuerst? Wollte er uns eine nach der anderen umbringen und so fair sein und auch noch uns entscheiden lassen, wer zuerst stirbt? Na dann, vielen Dank Armo!

Wir antworteten nicht auf diese Frage. Und wieder fragte er uns, wer zuerst wollte. Steff sah auf den Boden und leise ertönte ihre, vor Angst zitternde Stimme „ICH!“ Kicki und ich sahen sie entsetzt an. Armo beugte sich langsam runter zu ihr auf den Boden. Sie konnte sich ein Schnurzen nicht verkneifen und wir fingen wieder an zu weinen. Langsam kam er immer näher an Steff, das Messer berührte sie schon fast. Sie spürte die eiskalte Klinge an ihren Armen. Kicki und ich schlossen die Augen und wiegten uns hin und her. Wir hörten ein schneidendes Geräusch und Steff meinte plötzlich „Danke!“ Wir rissen die Augen auf und sahen zu ihr. Armo wollte uns gar nicht umbringen. Er durchschnitt lediglich die Fesseln an unseren Händen. Ich kann nicht beschreiben, was ich in diesem Moment fühlte. Es waren zu viele Gefühle und Gedanken auf einmal. Nun schnitt Armo auch Kicki´s und meine Fesseln durch. „Ich bring euch gleich noch was zu Essen. Kommt aber in der Zwischenzeit nicht auf blöde Gedanken. Wenn ihr denkt ihr kommt hier so leicht raus, dann liegt ihr falsch. Wir haben noch so einiges mit euch Hübschen vor!“ Mit diesem Satz ging er. „Was denkt ihr haben die mit uns vor? Warum haben die uns entführt?“ wollte ich von den beiden wissen, wie als wüssten sie eine Antwort. „Ich weiß es nicht, aber wir müssen es irgendwie rauskriegen“ sagte Kicki, bis plötzlich die Türe erneut aufging. Diesmal stand Danijel vor uns. Er war ziemlich groß, dafür aber auch ziemlich dünn und schlaksig. Er hatte hellbraune Haare und sah irgendwie ziemlich lieb aus. „Vielleicht bekommen wir aus dem was raus“ flüsterte ich zu Kicki und Steff. Er brachte uns etwas zu essen. „Hier für euch, Wasser und einen selbstgebackenen kroatischen Kuchen“ sagte er mit einem leicht kroatischen Akzent. Kicki sagte irgendetwas auf kroatisch, was ihn erstaunte. Anscheinend hatte ihm Emil nicht erzählt, dass Kicki ebenfalls Kroatin ist. Die beiden unterhielten sich ein bissen und als er ging, erzählte Kicki uns sofort, was sie aus ihm rausquetschen konnte „Er hat gesagt, dass die drei schon länger geplant hatten mich zu entführen. Das ihr auch entführt werdet, haben sie am Anfang nicht mit eingeplant. Erst später“ „Wie, was meinst du mit erst später?“ wollten wir von ihr genauer wissen. „O je da muss ich etwas weiter ausschweifen. Also das mit der Story von Armo und Steff war geplant. Emil kennt Armo und Danijel schon länger. Die haben so eine kleine Gang gegründet. Emil hat Armo befohlen, dass er sich in unsere Gruppe integrieren soll, damit er mehr über uns rausfindet. Er hat von den Zeitungen erfahren, dass es bei Steff und Stu kriselt, und das war die Gelegenheit. Armo hat sich an dich rangeschmissen, hat sich dann aber sofort in dich verknallt. Als Stu euch dann erwischt hatte, schwor er Rache an ihm. Und wie könnte er das besser tun, als ihm das zu nehmen, was er am meisten liebt?“ „Das war ein Plan?! Und Armo hat sich in mich verliebt?“ wiederholte Steff noch einmal, um es zu realisieren. „Ja das ist der Grund warum ihr zwei entführt werden solltet, aber wieso haben sie mich dann auch noch?“ (ich) „Da wollte Danijel nix genaueres drüber sagen. Ich hab da nur so ne Vermutung.“ (Kicki) „Und die wäre?“ „Der hat sich auch in dich verknallt! Ich hab gesehen, wie er dich angeschaut hat. Diese Blicke haben alles gesagt“ (Kicki) „Na toll! Was ist das denn bitteschön? Woher kennt der mich denn bitte? So ein paar Stalker haben nix besseres zu tun als um zu entführen? Die sind doch echt bekloppt“ Ich merkte, wie der blanke Hass und die Unverständnis gegenüber den drei hoch kam. Steff stand auf und beruhigte mich. „Ich hab eine Idee, wie wir hier vielleicht wieder rauskommen können!“ sagte sie leise zu uns. Doch ihren Plan konnte sie uns nicht verraten, da Emil plötzlich in der Türe stand und Kicki mit sich aus dem Bunker nahm. Was passiert nun mit Kicki?
*Währenddessen bei Simone, Jay, Ju, Tom, Jojo, Lee, Stu, Mus und Sam*

Die Jungs kamen zu spät und sahen uns nur noch in einem Lieferwagen wegfahren. Sie erkannten nicht, wer die Entführer waren. Auch die anderen sahen von der Terrasse aus unsere Entführung. Simone, Ju, Jojo und Lee rannten ebenfalls runter an den Strand. Sie konnten es alle nicht fassen. „Nein. Kicki!“ schrie Mus dem Wagen hinterher und auch Sam schrie aus voller Kehle. Stu ließ sich auf seine Knie in den Sand fallen und konnte gar nichts mehr sagen. Der Schock saß allen tief. Immerhin wussten sie nicht, was sie nun machen sollten. Ju, Jojo und Simone fingen bitterlich an zu weinen und wurden von ihren Jungs getröstet. Nach einiger Zeit fingen sich alle ein wenig und beschlossen gemeinsam zurück in die Villa zu gehen. Im Wohnzimmer setzten sie sich alle zusammen und berieten, wie sie nun weiter vorgehen sollten. Ob sie die Polizei einschalten oder lieber abwarten und auf eine Nachricht der Entführer warten. „Also ich will auf jeden Fall die Polizei einschalten“ sagte Simone und Jojo ergänzte ihren Satz „Wer weiß, ob die Entführer sich überhaupt mal melden“ „Ja genau darauf können wir uns nicht verlassen“ sagte nun auch Ju, die noch unter ihren Tränen zu kämpfen hatte. „Aber was ist, wenn die Entführer mitbekommen das wir die Polizei eingeschaltet haben und dann tun sie den Mädels vielleicht noch was an!“ gab nun auch Jay seinen Senf dazu. „Wenn sie das nicht schon getan haben“ sagte Tom. Doch diesen Kommentar hätte er sich lieber verkneifen sollen. Ju stieß ihn sofort kräftig in die Seit. Stu, Sam und Mus wurde es zu viel. Sie machten sich schon genug Gedanken um uns und jetzt kam auch noch so ein Kommentar von Tom. Zu dritt beschlossen sie ein bisschen auf die Terrasse zu gehen. „Wir gehen nur ein bisschen frische Luft schnappen“ sagte Stu leise. Die anderen merkten aber sofort, dass sie nur nach draußen gingen um ihre Tränen nicht länger zurückhalten zu müssen. „Freunde sollten einen eigentlich versuchen aufzubauen und nicht sie noch mehr zu deprimieren und ihre Hoffnungen zerstören“ funkelte Lee Tom an als die drei auf der Terrasse verschwunden waren. Man sah, dass es Tom richtig leid tat, was er gesagt hatte. Jojo beschloss die Polizei zu informieren und ging zum Telefon. Als sie wieder zurück kam, teilte sie den anderen mit, dass die Polizei sich auf die Suche nach uns begeben hat.
* Auf der Terrasse bei Sam, Mus und Stu*

Gemeinsam zündeten sich Sam und Stu erstmal ne Zigarette an und sahen sich alle drei schweigend an. „Gebt mir mal bitte einen Zug“ sagte Mus nach längerem Schweigen. „Ich halt diese Ungewissheit einfach nicht mehr aus! Ich will meine Steff einfach nicht verlieren!“ (Stu) „Und ich will meine Kicki nicht verlieren! Das kann doch nicht so zu ende gehen. Die letzten Momente, die wir miteinander hatten, waren als sie wütend aus dem Club rannte. Das kann doch nicht alles gewesen sein“ (Mus) „Jetzt passt mal auf. Ich habe nicht nur meine große Liebe, sondern auch noch gleich meine Schwester verloren.“ Meinte Sam vorwurfsvoll zu den zwei. „Sam beruhig dich. Wir müssen uns alle beruhigen. Es wird schon alles wieder gut. Du weißt doch wie stark die drei sind“ beruhigte Stu ihn und nahm einen Zug an seiner Zigarette. „Und du hast das Wichtigste vergessen… die sind schlau! Denen wird schon was einfallen, wie sie da raus kommen. Die Entführer haben sich die falschen Opfer ausgesucht“ ergänzte Sam und nahm ebenfalls einen Zug an seiner Zigarette.

*Wieder zurück bei uns*

Kicki war nun schon fast eine Stunde mit Emil verschwunden. Wir hatten keine Ahnung, was er mit ihr vor hatte. Wir verwickelten uns schon in die größten Vermutungen, ob sie entwischen konnte, ob er ihr was getan hat, ob sie ihn oder er sie um den Finger gewickelt hat. Plötzlich ging die Tür auf und Kicki kam herein. Sie hatte Tränen in den Augen, aber gleichzeitig ein Grinsen. Als Emil die Türe wieder abschloss, konnte uns Kicki endlich erzählen, was da los war mit ihm und ihr. „Der ist echt so hohl! Der wollte mir doch wirklich angst machen. Der hat mich da oben auf so nen Stuhl gefesselt, damit ich nicht abhauen kann. Dann stellt der sich so vor mich und droht mir, wenn ich Mus nicht verlasse und mit ihm zusammenkomme, dass er Mus, Sam und euch was antun wird, damit ich so richtig schön leide, so wie er es die ganze Zeit nach unserer Trennung tat. Echt so ein Hirni“ „Und was hast du dann gemacht?“ wollten wir von ihr wissen. „Na ich hab dann angefangen zu weinen und gemeint, dass er euch alle in ruhe lassen soll und so. hab ihm gesagt, dass ich noch ein bisschen Zeit zum Überlegen brauche, da er ja immerhin mein Haus abgefakelt hat und uns gekidnappt hat.“ „Und damit hat er sich zufrieden gegeben?“ fragten wir etwas ungläubig, da wir irgendwie nicht glauben konnten, dass jemand wie Emil sich damit zu frieden gab. „Ja, er hat gesagt, dass er sich geändert hat, auch wenn das jetzt komisch aussieht mit der Entführung und so. Er will sich für mich ändern“ „Wenn das wirklich war ist, dann ist das geil! Wir können dich einsetzen, um hier raus zukommen. Du musst ihn dir nur um den Finger wickeln“ Steff und ich planten schon, wie Kicki das hinbekommen könnte, doch sie zerstörte unseren Plan „Es tut mir leid Mädels, aber ich glaub ich kann das nicht. Ich kann in solchen Situationen nicht richtig handeln. Den Plan könnt ihr knicken. Wenn der merkt, dass ich nur mit ihm spiele, dann wird er ausrasten, und dann hab ich wirklich angst, dass er uns was antut.“ Damit war Steff´s und mein Plan ruiniert. Entmutigt ließen wir uns auf den Boden fallen. Mit angewinkelten Knien und hängenden Köpfen saßen wir nun in diesem Bunker. Unsere Hoffnungen gingen flöten, bis Steff einen neuen Plan hatte „Ich habs! Wie wär´s wenn ich uns hier raushole?“ „Und wie willst du das bitte anstellen?“ (Kicki) „Ganz einfach. Aufpassen, Plan B! Armo hat sich doch in mich verknallt, hat doch dieser eine gesagt. Ich kann doch so tun, als würde das mit Stu seit unserem Seitensprung nicht mehr laufen und ich mich so sehr nach ihm gesehnt habe. Dieses ganze „Ich bin ja so froh, dass ich dich noch einmal sehen kann, da ich mich in dich verliebt habe“ Ding. Damit kann ich ihn rumkriegen!“ sagte Steff triumphierend über ihren Plan. Wir besprachen noch Einzelheiten und der geniale Plan zu Entkommen stand. Das einzigste Problem bei diesem Plan war, dass wenn sie es schafft Armo um den Finger zu wickeln, nur sie fliehen könne. Was dann mit Kicki und mir passiert, das wussten wir nicht. Was würden dann Emil und Danijel mit uns machen?
Wir waren nun schon fast eine Woche in diesem Keller gefangen. Unsere Kräfte wurden so langsam weniger und wir hielten uns nur noch an einem Gedanken fest, ENTKOMMEN! Steff tüftelte immer weiter an ihrem Plan Armo zu verführen, was ihr auch immer mehr gelang. Armo kam oft zu uns in den Keller und redete mit Steff. Innig saßen die beiden händchenhaltend da und schienen sehr verliebt zu sein. Kicki und ich wussten zwar, dass Steff nur schauspielert, doch wenn wir es nicht gewusst hätten, dann wären wir sicher, dass die beiden sehr verliebt sind. Wir wussten, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis wir frei kommen. Wir klammerten uns an den Gedanken bald wieder bei unseren Freunden zu sein und ertrugen die Situation einigermaßen.

*Zur gleichen Zeit bei den anderen*

„Die Polizei hat immer noch keine Anhaltspunkte, wo sie sein können“ sagte Simone enttäuscht, als sie mit ihrem Gespräch mit der Polizei fertig war und zurück zu den anderen, die im Wohnzimmer saßen, kam. „Was soll dieser Mist! Was sind das denn bitte für Bullen, die nach einer Woche immer noch keine Ahnung haben, wo sie sein könnten?“ fragte Mus in den Raum hinein. „Ich halte es nicht mehr aus. Diese Gedanken, dass Steff und den anderen etwas zustoßen könnte. Ich will Steff und das Baby nicht verlieren. Nicht schon wieder!“ Stu war so wütend, dass er die Vase, die auf dem Tisch stand in hohem Bogen durch das Zimmer warf. In diesem Moment klingelte das Telefon erneut. Jojo ging ran und legte nach kurzer Zeit mit einem „Danke vielmals“ wieder auf. „Das war noch mal die Polizei. Sie haben etwas rausbekommen. Sie wissen, anhand von Zeugen, wer die Entführer sind.“ (Jojo) Alle sahen Jojo erwartend an. „Sie haben gesagt, es war Emil, Armo und noch ein Typ namens Danijel. Weiteres wissen sie jedoch noch nicht und wo sie sich aufhalten wissen sie auch nicht.“ (Jojo) „Emil und Armo? Was, wie,… wie konnte Emil den aus dem Gefängnis raus?“ (Ju) „Er wurde früher entlassen“ (Jojo) Sie waren alle sprachlos, doch ebenfalls ein bisschen erleichtert über den Fortschritt der Polizei, auch wenn es nur ein kleiner war.
„Wir müssen uns selbst auf die Suche nach ihnen machen“ war Lee´s Vorschlag. „Und wie willst du das anstellen?“ fing Jay an zu fragen und Tom ergänzte die Frage mit dem Satz „Wir kennen uns doch überhaupt nicht in Kroatien aus.“ „Und wir kennen Emil nicht. Wer weiß, wo er sie hingebracht hat?“ (Simone) „Doch Sam kennt ihn!“ ertönte es plötzlich von Mus. „Immerhin war Emil lange mit Kicki zusammen und Sam ist doch ihr Halbbruder. Sam du musst doch etwas über ihn wissen!?“ Sam überlegte und überlegte „Ich kenne ihn nicht so gut. Wir waren nur einmal in Kroatien zusammen. Da haben wir seine Familie besucht. Ich weiß nur, dass er sich hier sehr gut auskennt und viele Freunde hat“ „Dann gehen wir doch mal zu seiner Familie. Vielleicht haben die ja ne Idee wo er seien könnte“ (Stu) „Selbst wenn die wissen, wo er ist, denkt ihr wirklich die würden uns sagen wo er ist?“ (sam) „Einen Versuch ist es doch wert“ (Tom) „Aber lasst uns wenigstens noch bis morgen warten. Es ist schon spät!“ sagte Ju noch und alle gingen schlafen.

*Wieder zurück bei uns*

Es war schon spät, als Armo wieder aus dem Keller gehen wollte. Die anderen zwei waren schon nicht mehr im Haus. Steff gab ihm einen Kuss und er ging Richtung Tür. „Halt warte mal!“ rief Steff Armo plötzlich entgegen. Sie stand auf und ging zu ihm an die Türe. Sie flüsterte ihm etwas ins Ohr, woraufhin Armo nachdachte. „Das kann ich nicht machen“ sagte er leise zu ihr. Steff spielte ihre Trumpfkarte aus. Langsam glitt sie mit ihrer Hand an seine Hose, was Armo sichtlich erregte. „Komm schon Baby. Ich will dich!“ flüsterte Steff ihm leise ins Ohr. Nun konnte er nicht mehr anders. Er erlaubte Steff mit ihm nach oben zu kommen. Mit einem kleinen Zwinkern verabschiedete sie sich von uns, was so viel heißen sollte, dass wir uns keine Sorgen machen brauchen. Als sich die Tür schloss, schossen Kicki und mir tausend Gedanken durch den Kopf. Wird sie es schaffen? Kann sie entwischen? Merkt Armo etwas von dem Plan? Kommen Emil und Danijel vielleicht zu früh zurück und erwischen die beiden? Was passiert mit Kicki und mir? Wird Steff rechtzeitig zu uns zurück kommen? Wir machten uns große Sorgen, wie es nun weitergehen wird.
*Bei Armo und Steff*

Als Steff sah, wie einfach es schien aus diesem Gebäude zu entwischen, beruhigte sie sich ein wenig. Hier gab es ein provisorisches Schlaflager, bestehend aus einer Matratze, Kissen und einer Decke. Sonst war nicht viel in diesem Raum rumgestanden. Steff setzte sich auf die Matratze und forderte Armo mit einer Handgeste auf, sich zu ihr zu setzen. Dies tat er dann auch, obwohl man ihm ansehen konnte, dass es ihm irgendwie unangenehm war, dass Steff bei ihm war. „Jetzt beruhig dich mein Süßer! Ich hau dir schon nicht ab! Ich will dich! Nur dich! Die Nacht damals war so wunderbar mit dir. Können wir die nicht wiederholen?“ (Steff) „Ähm, ich will dich doch auch. Ich will mit dir zusammen sein. Steff ich liebe dich!“ Steff musste ihre Anwiderung gegenüber Armo unter Kontrolle halten und so tun als würde sie genau das gleiche für ihn empfinden. Sie setzte sich auf seinen Schoß und der Plan kam somit in die Endphase! Sie küsste ihn leidenschaftlich. Ihre küsse wurden immer heftiger und heißer. Armo legte Steff auf die Matratze und sich auf sie. Langsam zogen sie sich gegenseitig aus, bis sie miteinander schliefen. Währenddessen überlegte sich Steff schon, wie sie Armo überwältigen kann. Den Schlüssel für den Lieferwagen hatte sie sich schon aus Armo´s Hosentasche klauen können, als sie ihn heiß machte. Nach 10 Minuten war die Angelegenheit schon fertig und Armo rollte sich erschöpft auf die Seite neben Steff. Die setzte sich auf und zog sich wieder an. „Willst du schon wieder runter in den Keller oder warum ziehst du dich an?“ wollte Armo von ihr wissen. „Äh, ne. Nur falls einer deiner Kumpels kommt, will ich hier nicht nackt rumliegen. Du würdest bestimmt Ärger bekommen, wenn sie das von uns rausfinden würden“ Armo nickte nur und streckte sich ein wenig. „Aber die beiden kommen sowieso nicht mehr heute. Die kommen erst so um 8 Uhr morgen früh wieder“ (Armo) Steff bekam ein heftiges Grinsen ins Gesicht, da dies hieß, dass wenn Steff mit dem Lieferwagen abhauen wird, Armo keine Möglichkeit hat zu den anderen zu kommen. „Was grinst du so meine Süße?“ wollte er von Steff wissen. Der Moment war gekommen. Mit voller Wucht schlug sie mit ihrer Faust in seine empfindlichste Stelle und rannte los. Armo rollte sich mit schmerzverzerrtem Gesicht auf der Matratze und konnte nichts dagegen tun, dass Steff wegrannte. Schnell öffnete sie die Lieferwagentür, startete den Motor und düste los. Sie musste sich zuerst einmal orientieren, wo sie überhaupt war. Immerhin wussten wir nicht, wo genau wir eigentlich waren. Steff fuhr auf eine vielbefahrene Straße und achtete auf die Schilder. Irgendwann kam ein Schild, auf dem der Name stand, von der Ortschaft wo unsere Villa stand. Steff konnte ihr Glücksgefühl nicht fassen und fing an zu jubeln. Sie erkannte die Gegend und sah irgendwann die Villa von uns. Sie parkte schnell das Auto, rannte so schnell sie konnte an die Türe und klingelte und klopfte, bis ihr jemand aufmachte. Verschlafen und mit zerzausten Haaren öffnete Lee die Türe. Als er Steff sah, viel er rückwärts um. Er dachte anscheinend, er würde Steff´s Geist sehen. Auch die anderen kamen nun langsam die Treppe runtergetrottet, bis sie erkannten wer vor ihnen stand. Stu war in einem Moment wieder hellwach und rannte zu seiner Steff. Sie stand weinend vor ihm. Er umarmte sie glücklich und konnte es nicht fassen, seine Süße wieder zu haben. „Geht´s dir gut mein Schatz?“ war seine erste Frage. „Ja“ war ihre einzige Antwort. Sie konnte in diesem Moment nicht mehr sagen. „Ich liebe dich so sehr“ konnte Stu noch sagen, bevor er von den anderen weggedrückt wurde, die ebenfalls Steff umarmen wollten. Als sie halb tot geknuddelt wurde, fragte Sam plötzlich mit Tränen in den Augen „Wo … wo sind Nadine und Kicki? Geht es ihnen gut?“ Alle sahen sie Steff nun fragend und verzweifelt an. Sie wollten eine Antwort von ihr!
Steff stellte sich vor alle und sagte „Lasst mich doch ausreden. Wenn ihr mich hier halb tot drückt, kann ich ja wohl schlecht was sagen. Ja es geht beiden gut, aber es ist besser, wenn wir uns beeilen! Ich erkär euch alles auf dem Weg.“ Schnell rannten alle in den Lieferwagen und Steff fuhr los. Auf dem Weg erklärte sie den anderen, wie und warum wir entführt wurden, wer die Entführer sind und wie es ihr gelang zu fliehen. Nach nur 20 Minuten fahrt waren sie schon an dem Haus angekommen.

*In der Zwischenzeit bei Kicki und mir*

Wir hörten einige Geräusche, die von oben kamen. Die Türe wurde entriegelt, ging auf und Armo stand vor uns. Er hielt sich mit der Hand den Unterleib. Damit wurde uns klar, dass es Steff anscheinend geschafft hatte zu fliehen. Doch wir wussten nicht, was Armo nun mit uns vorhatte. Er kam bedrohlich auf uns zu gelaufen und packte mich an den Haaren. Er zog mich vom Boden auf und schrie mir ins Gesicht, dass wir ihn nur verarscht hatten und dies nun bitterlich büssen müssen. Kicki stand auf und wollte mir helfen, doch mit nur einem Faustschlaf von Armo lag sie wieder auf dem Boden. „Halt dich da raus! Ich rede gerade mit deiner Freundin, also misch dich nicht ein“ schrie er, die auf dem Boden liegende Kicki an. Dann wandte er sich kurz von mir ab, um die Türe zu schließen. „Jetzt kann uns niemand hören“ grinste er schadenfroh und beängstigte uns damit immer mehr. Nun kam er wieder zu mir und packte mich grob an meinen Schultern. Er schlug mir mit voller Wucht ins Gesicht, wieder und wieder. Plötzlich öffnete jemand dir Türe und Sam, Mus und die anderen standen da. Wir waren gerettet! Jay, Stu, Tom, Sam, Mus und Lee stürzten sich auf Armo und überwältigten ihn ohne Probleme. In der Zwischenzeit kamen Ju, Simone, Jojo und Steff zu uns gelaufen und kümmerten sich um uns. Stu fesselte Armo an eine herumliegende Tonne und knebelte ihm den Mund. Die Polizei, die Jojo während der Fahrt angerufen hatte, kam in diesem Moment und nahm Armo fest. Mus stürmte zu Kicki und nahm sie fest in den Arm. er nahm Kicki´s Gesicht zwischen seine Hände und schaute sie mit Tränen in den Augen an. Sie küsste ihn und er erwiderte diesen! „Schatz ich liebe dich so sehr!“ sagte Mus nach einem sehr langen Kuss. „Ich dich auch. Ach und übrigens Ja!“ (Kicki) Mus sah sie verwirrt an und wusste nicht genau was sie meinte. „Ja mein Schatz! Ja ich will dich heiraten“ sagte sie mit Tränen in den Augen. Beide waren überglücklich sich wieder zu haben. Und auch Sam kam zu mir und küsste mich wie nie zuvor. Dieser Kuss war der schönste und leidenschaftlichste Kuss den ich je bekommen habe. Wir konnten beide nichts sagen. Wir waren zu überwältigt von der ganzen Situation. Wir hielten uns einfach nur gegenseitig in den Armen und waren froh uns wieder zu haben. Irgendwann kam die Polizei zu uns und forderte uns auf das Gebäude zu verlassen und das Gelände zu räumen, da Emil und Danijel auch irgendwann kommen würden und die Polizei sie überwältigen muss. Steff, Kicki und ich wurden vorsichtshalber in ein Krankenhaus gebracht, wo wir durch gecheckt wurden. Einen Tag später erfuhren wir, als wir wieder nach hause durften, dass die beiden anderen auch festgenommen wurden.

*9 Monate später*

Emil, Danijel und Armo wurden verurteilt. Danijel muss für 7 Jahre ins Gefängnis, Armo für 8 ½ Jahre und Emil sogar für 15 Jahre, da er gegen die Bewährungsauflagen verstoßen hat.

Bei uns hat sich in dieser Zeit viel verändert. Abgesehen von den Hits und Alben die wir rausgebracht haben, hat sich auch privat viel verändert. Steff und Stu sind nun seit fast drei Monaten glückliche Eltern eines kerngesunden Jungens geworden, der Jason Stuart Baker heißt, Ju und Tom sind zusammengezogen und mittlerweile auch verlobt, genauso wie Simone und Jay, die nächsten Monat sogar heiraten werden. Kicki und Mus haben vor drei Monaten geheiratet und Kicki ist nun im vierten Monat schwanger. Jojo und Lee werden bald Eltern. Es wird ein Mädchen, das sie Ailleen nennen wollen. Und ich? Was soll ich schon sagen? Sam hat mich vor ungefähr sechs Monaten gefragt, ob ich ihn heiraten will. Und natürlich habe ich ja gesagt. Das hätte wahrscheinlich vor knapp zwei Jahren keiner geglaubt, dass wir bald verheiratet sein werden. Die ganzen Streitereien, die zwischen uns stattfanden sind wie vergessen. Bald werden wir für immer vereint. Aber wenn man es genau nimmt sind wir das bereits. Denn was vor neun Monaten bei der Entführung noch keiner wusste war, dass ich bereits schwanger war. Vor drei Wochen brachte ich unseren Sohn Luca Gabriel auf die Welt. Für jeden hat sich viel verändert. Wer hätte es gedacht, dass jeder von uns mal so glücklich wird? Früher stand für uns alle nur der Erfolg im Vordergrund. Doch was ist Ruhm und Erfolg ohne die Liebe. Denn fame is nothing without u!


Ende





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Die Siggi ist einfach geil! Vielen Dank Fridde!


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