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Captain_James_Hook 





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...   Erstellt am 23.07.2004 - 13:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


*grins diabolisch*

Wenn die nächste Kritik drinsteht - und nicht nur die Frage nach der nächsten Fortsetzung, meine Liebe!

*fächel Jean Luft zu*

Natürlich nur wegen der 30° C im Schatten...





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"Everyone is a moon and has a dark side which he never shows to anybody." (Mark Twain)



jean 





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...   Erstellt am 23.07.2004 - 14:19Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Kritik!





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Gott gebe die die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Die Klugheit Dinge zu Ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden!


jean 





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...   Erstellt am 23.07.2004 - 14:20Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Ich waaaarte!

Schliesslich haben Sie gesagt, es gibt die Fortsetzung wenn die nächste Kritik drin steht!

Das tut sie jetzt!

Siehe Oben!

*grinsunschuldig*





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Captain_James_Hook 





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...   Erstellt am 23.07.2004 - 14:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


*grins anerkennend*

Touché!!!

*murmel* Kleines Biest!!!

*grins dennoch*

Du willst spielen, ja?? Komm her... gib mir, was ich möchte, und du bekommst das, was du möchtest!!

[Dieser Beitrag wurde am 23.07.2004 - 14:27 von Captain_James_Hook aktualisiert]





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kimi 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 04:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


weiter!
Kritik!
Weiter!
*geht mit Wasserpistole in Stellung*
Weiter!




jean 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 08:14Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Also meine Kritik:

Ich finde die Story, teilweise grenzwertig, was vielleicht an meinem Konservativen Stil liegt.
(Im Vergleich zu diesen Snape/Lupin Slash, ist sie allerdings harmlos)

Die Geschichte ist gut geschrieben und läßt sich leicht lesen. Am meisten interessiert mich, ob die Mädchen (die zwei Ältern) entlich mal ihren Stolz herausholen. Und den Alten Hook in seine Schranken weisen und ihm gescheit die Meinung geigen!

Zum Glück, ist das ja nur eine Geschicht, in unserer Poolrealität sind sie viel netter!

jean





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Captain_James_Hook 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 10:36Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Braves Mädchen!!!

*lächel + zwinker*
*schieß eben Kimi Wasserpistole aus der Hand*

So, wo waren wir stehengeblieben? Ach ja... Natürlich bin ich in der Realität viel netter!

*zwinker gleich nochmal*

Und ich werde im Laufe des Tages auch nie nächste Fortsetzung einstellen! Versprochen!





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kimi 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 11:33Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


*umfall*
ups verzeihung, für ein duell bin ich noch viel zu müde.
*geht weg*




Captain_James_Hook 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 11:47Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Achtung: Fortsetzung!!!

*grins*

Wozu doch eine Brieftaube, die man eben so von Bord wirft, gut sein kann, nicht wahr??

**************************************

Kapitel 9

Währenddessen tigerte Christin aufgewühlt durch ihre Kajüte. Sie war wütend! Wütend auf sich, wütend auf ihre Schwestern und natürlich auf diesen unverschämten Captain Hook! Wäre Samantha nicht auf diese absurde Idee gekommen, mit Hilfe ihres Parfüms in dieses gottverdammte Nimmerland zu reisen, wäre das alles gar nicht passiert! Und dieser Captain... Christin schnaubte wütend und trat vor einen altersschwachen Spiegel, der seine besten Tage auch längst hinter sich gelassen hatte und mit einem dünnen Schmierfilm überzogen war. Ihr Spiegelbild blickte ihr verdrossen entgegen. Christin stampfte zornig mit dem Fuß auf und raufte sich ihre noch übriggebliebenen Haare.
„Oooh... ich hasse diesen Kerl!!! Ich sehe aus wie eine Krähe mit diesem kurzen Schopf! Ohh... wenn ich so könnte, wie ich wollte...“
Sie sah sich um, packte eine herumstehende Teekanne und schmiss sie gegen die Wand. Dann atmete sie tief durch.
„Ohh... ich wünschte, dass dieser Captain Hook bei einem Sturm, wie ihn die Weltgeschichte noch nie gesehen hat, über Bord geht und ich ihn nie wiedersehen muss!“

Wenig später klopfte Smee an Hooks Tür.
„Captain? Capt’n, darf ich reinkommen?“
Er wartete auf die Antwort und trat dann ein. Hook sah ihm finster entgegen.
„Was ist?“
Smee nahm seine Mütze ab und drehte sie verlegen zwischen den Fingern.
„Capt’n, ich glaube, es ist besser, Sie würden mal mit rauskommen und sich das ansehen.“
„Was?“
Hook zog die Augenbrauen zusammen. Smee wiegte den Kopf.
„Sieht so aus, als wenn sich ein gewaltiger Sturm zusammenzieht, Capt’n!“
Jetzt beugte sich Hook leicht vor.
„Soll das ein Witz sein? Hier in Nimmerland hatten wir noch nie einen Sturm!“
„Deswegen... vielleicht sehen Sie es sich selbst mal an!“
Mit den Worten verließ Smee die Kajüte. Seufzend erhob sich Hook. Er schnappte sich ein Hemd, zog es über und schlüpfte in seine Stiefel, dann folgte er dem Mann nach draußen. Der lehnte an der Reling und deutete nach Süden.
„Sehen Sie, Capt’n, die Wolke da drüben?“
Hook folgte seinem ausgestreckten Zeigefinger und starrte in die angegebene Richtung. Am Horizont schwebte eine einzelne, etwas dickere weiße Pluderwolke, die in seinen Augen definitiv als „harmlos“ einzustufen war. Hook seufzte auf.
„Smee... die wird uns keine Probleme bereiten!“
Er wandte sich wieder ab. Smees Blick ging zwischen der Wolke und dem Captain hin und her, dann rief er:
„Aber Captain, Sir... meine Mutter pflegte immer zu sagen „Zieh’n die Wolken auf im Süden, lässt ein Sturm uns nicht in Frieden!“
Wie angewurzelt blieb Hook stehen. Ganz langsam drehte er sich um. Auf seinem Gesicht zeigte sich ein ungläubiger Ausdruck.
„Was???“
Smee nickte und wiederholte:
„Zieh’n die Wolken auf im Süden, lässt ein Sturm uns nicht in Frieden!“
Hook atmete tief durch. Einmal, dann noch ein zweites Mal. Dann zwang er sich zu einem Lächeln.
„Smee, das ist wirklich das Blödeste, was ich je gehört habe!“

„SMEE!!!!!“
Es war keine fünf Minuten später, als Hooks Schrei versuchte, das Tosen der Wellen zu übertönen, die sich meterhoch aufbäumten und über die Reling der „Jolly Roger“ schlugen.
„Refft die Segel! Schmeißt den Schleppanker über Bord! LOS – LOS!!! Treib die Männer an, sonst knickt uns der Hauptmast um und wir kentern!“
Trotz des Sturmes war in diesem Moment ein mahlendes Geräusch aus dem Innern des Schiffes zu hören. Hook verzog ärgerlich das Gesicht und wurde im nächsten Moment von einem Brecher zu Boden geschleudert. Wütend rappelte er sich wieder auf und bekam gerade noch mit, wie ein Pirat schreiend über Bord gespült wurde.
„Verdammt noch mal!“
Er hangelte sich zur Reling hinüber und klammerte sich daran fest.
„SMEEEEEEEEEEE!“
„Ja, Capt’n?“ brüllte der zurück.
„Los, unter Deck, sieh nach, ob alles in Ordnung ist!“ befahl Hook, während er vergeblich versuchte, sich seine nassen langen Haare aus dem Gesicht zu wischen. Smee nickte, zögerte einen Moment und ließ die Reling los, als eine erneute Welle über Bord fegte und ihn gleichermaßen dorthin segeln ließ, wo er hin wollte. Mit offenem Mund starrte Hook ihm hinterher, dann stürmte er so gut es ging auf ein Seil zu, mit dem er das Steuerruder befestigen wollte. Ein Pirat kam auf ihn zugetaumelt.
„Capt’n, ich habe die Mädchen rausgelassen, weil ich dachte...“
„Du hast was?“
Hook kam nicht dazu, weiter darüber nachzudenken, weil jetzt auch die drei Schwestern schreiend an Bord auftauchten. Nein, genauer gesagt, waren es nur Grace und Christin, die am Schreien waren. Samanthas Augen blitzten, als sie sich durch den tosenden Sturm auf ihn zu bewegte und dicht vor ihm stehen blieb. Sie schrie:
„Wollten Sie uns in den Kajüten ertrinken lassen oder was?“
„Ach...“
Hook schob sie einfach aus dem Weg und rannte mit seinem Seil auf das Steuerrad zu. Als er die paar Stufen dorthin hochgeeilt war und das Seil gerade befestigen wollte, bemerkte er, dass Samantha ihm gefolgt war. Er fuhr sie an:
„Was willst du denn hier? Scher dich runter zu den Anderen, hier oben ist es viel zu...“
Zum letzten Wort kam er nicht mehr. Eine besonders hohe Welle donnerte gerade gegen die volle Breitseite des Schiffes, Hook verlor das Gleichgewicht, strauchelte und stürzte im nächsten Moment über Bord. Samantha schrie gellend auf und hechtete auf die Reling zu. Mit zitternden Fingern ergriff sie das am Steuerrad festgezurrte Seil und warf es über Bord. Mit einem Sirren entrollte es sich und Samantha erkannte, wie Hook gerade auftauchte und nach Luft schnappte, bevor wieder eine Welle über ihm zusammenschlug. Sie brüllte ihm zu:
„Das Seil! Nehmen Sie das Seil, na los!“
Mit schreckgeweiteten Augen beobachtete sie, wie Hook versuchte, das Seilende zu erwischen. Und schließlich gelang es ihm auch. Hastig schaute sich Samantha um. Ihre Schwestern standen auf Deck, hatten sich an den Mast geklammert und starrten ängstlich auf das donnernde Wasser um sie herum. Samantha schüttelte sich die Haare aus dem Gesicht und schrie ihnen zu:
„Los, kommt her... ihr müsst mir helfen!“
Während Christin hermetisch den Kopf schüttelte und sich nur fester an den Mast klammerte, rief Grace zurück:
„Was ist denn? Komm besser her... nicht, dass du über Bord gehst!“
„Schwing deinen Arsch hier rüber und hilf mir!“ brüllte Samantha fast hysterisch. Ihr lief Wasser über das Gesicht und sie ahnte nicht, dass sich darunter auch Tränen gemischt hatten. Erschrocken gehorchte Grace. Sie rutschte auf dem nassen Deck noch aus und schlug sich das Knie auf, aber dann stand sie schwankend neben Samantha.
„Was?“
„Hier! Hilf mir!“
Samantha drückte ihr das Seil in die Hand und packte auch mit zu.
„Zieh, Grace, zieh!“
Dann stemmte sie sich mit den Füßen gegen die Reling und automatisch gehorchte Grace. Gleich darauf tauchte Hooks Gesicht auf. Er keuchte erleichtert auf und zog sich dann über die Reling. Seine Knie gaben unter ihm nach und sekundenlang schloss er die Augen. Doch dann rappelte er sich schon wieder hoch.
„Wir müssen den Anker kappen und raus aus der Bucht...“
Er taumelte vorwärts, brach dann aber erneut zusammen, hustete und fing dann an, literweise das geschluckte Wasser auszuspucken. Angewidert wandte sich Grace ab und an Samantha, um sie mit ungläubigem Gesicht zu fragen:
„Hab ich eben etwa diesem widerlichen Kerl das Leben gerettet? Ich glaub das nicht! Samantha...“
Die winkte bloß ungeduldig ab und stürzte nun ihrerseits auf die Leine zu, die den Schleppanker hielt. Unterwegs dorthin riss sie einfach einem Piraten das Messer aus dem Gürtel, was dem bei dem ganzen Getümmel und dem immer noch andauernden Sturm gar nicht auffiel. Dann trennte sie das fast unterarmdicke Tau durch, was ein paar Minuten in Anspruch nahm und eilte zurück zu dem immer noch am Boden knienden Hook.
„Capt’n, das Schiff ist los... wir treiben auf See raus!“
Mit einem Keuchen hob Hook den Kopf.
„Was? Wer...“
Bevor er weitersprechen konnte, tauchte auch Smee auf und schrie:
„Capt’n, die Kleine hat das Ankerseil gekappt und...“
Hook winkte schwach ab und nickte nur. Dann richtete er sich schwankend auf und sah nun selbst, dass sein Schiff vom Sturm schon ein Stück weit auf See getrieben worden war. Grace schluchzte auf.
„Wir werden alle sterben! Wir... wir werden alle ertrinken! Oh Gott, ich wünschte, dieser Sturm würde endlich aufhören!“
Sie hatte kaum ausgesprochen, als schlagartig die Sonne durch die dunklen Wolken brach und der Sturm augenblicklich nachließ. Selbst Grace war so überrascht, dass sie zu weinen aufhörte. Sie schluckte nervös, als sie bemerkte, wie Hook, Smee und Samantha sie aus großen Augen anstarrten. Dann zogen sich Hooks Augenbrauen zusammen. Er atmete tief durch und machte einen Schritt auf sie zu.
„Was war das grad?“
„Ähm...“
Grace fuhr sich mit der Zunge über die Lippen, schluckte und räusperte sich nervös, während Hooks Atem sich beschleunigte. Seine Hände ballten sich zu Fäusten und er knirschte:
„Was hast du da gerade gesagt?“
„Ich... ich sagte... ich sagte ich wünschte... dass... dass der Sturm... ähm... aufhören solle!“
Bei Hooks Gesichtsausdruck wich Grace ängstlich zurück und wäre fast noch die kleine Treppe zum Deck heruntergestürzt, wenn sie sich nicht rechtzeitig gefangen hätte. In Hooks Innerem tobte es. Mit einem Mal kam ihm auch ein Gedanke. Wenn dieser Sturm durch einen simplen Wunsch so schnell aufgehört hatte... Womöglich war er auch durch einen ähnlichen Wunsch genauso entstanden! Jetzt begann er zu zittern vor Wut und er wirbelte zu Samantha herum.
„Du! Du hast damit angefangen! Du hast dir gewünscht, ich hätte meine Hand wieder! Hast du dir auch...“
Mitten im Satz brach er ab, als er Samanthas Gesichtsausdruck bemerkte. Er wischte sich kurz über die Stirn, als wolle er einen unliebsamen Gedanken loswerden.
„Nein, natürlich nicht! Du hast damit gar nichts zu tun...“
Hook ging auf sie zu und zog sie mit einer raschen Bewegung an sich. Regungslos stand Samantha da. Sie wagte kaum zu atmen. Doch schon ließ Hook sie wieder los. Er lächelte etwas, als er zu ihr herabblickte.
„Tapferes Mädchen... kappst den Schleppanker und rettest mir noch nebenbei das Leben!“
Er stutzte selbst kurz bei seinen Worten. Samantha schnappte kurz nach Luft. Hook kniff ein Auge leicht zusammen.
„Ich dachte schon, als ich im Wasser lag, dass du mir den Schleppanker hinterher wirfst und ebenso gut zielst wie mit Hühnerknochen!“
Als Samantha nun errötete, zog ein Grinsen über sein Gesicht und er streckte eine Hand aus, um ihr kurz über die Wange zu streichen, dann fügte er noch ein nur für Samantha hörbares „Danke“ hinzu, was auch sie nun lächeln ließ.
„Ich hätte es gekonnt! Ich meine... das Werfen! Aber der Anker selbst war mir zu schwer!“
Sie machte wieder ein ernstes Gesicht. Hook senkte kurz den Kopf und sie bemerkte, dass er sein Lachen so verbergen wollte, denn als er den Kopf wieder hob, sah er genauso ernst aus wie sie.
„Natürlich!“
Als er jetzt kurz das Auge zusammenkniff, war sich Samantha sicher, dass er ihr diesmal wirklich zuzwinkerte. Aber sie biss sich auf die Unterlippe und nickte nur wortlos. Hook wandte sich mit einem tiefen Atemzug wieder ab. Ihm war wieder eingefallen, wodurch dieser Sturm womöglich entstanden sein konnte. Und – vor allen Dingen – wem er das wahrscheinlich zu verdanken hatte! Er wandte sich langsam um und sah zu Christin hinüber, die sich immer noch an den Hauptmast geklammert hatte. Dann streckte er langsam den Arm aus und deutete auf sie.
„DU!“
Christin schrak zusammen. Sie schluckte hastig, als Hook nun mit schnellen Schritten auf sie zukam und vor ihr stehen blieb. Seine Augen blitzten, als er seine Hand ausstreckte, ihren Oberarm packte und sie zu sich heranriss.
„Hast du etwas mit diesem Sturm zu tun?“
„Ich?“
Unnatürlich laut lachte Christin auf.
„Wie sollte denn gerade ich einen Sturm au... auuuuu!“
Hook hatte ihren Arm gepackt und ihn ihr auf den Rücken gedreht. Jetzt zwang er sie, sich ihren Schwestern zuzuwenden. Auch die anderen Piraten kamen näher heran und umringten sie nun. Hook starrte Christin zornig an.
„Hast du es dir gewünscht oder nicht? REDE!“ donnerte er los, als sie nicht sofort antwortete. Christin zuckte zusammen. Jetzt begann sie zu zittern und schaute ihre ältere Schwester an.
„Grace, er hat mich... er wollte mich vergewaltigen und dann... sieh es dir an, er hat mir... er hat mir einfach die Haare abgeschnitten!“
Grace schnappte zwar auch nach Luft, als ihr jetzt erst die misslungene Frisur ihrer Schwester auffiel, aber bei dem Ausdruck in Hooks Augen schwieg sie. Dessen Finger gruben sich tiefer in Christins Oberarm, so dass sie einen erneuten Schmerzlaut nicht unterdrücken konnte.
„Ich sagte ‚Rede’!“
„Sie tun mir weh!“ heulte Christin auf, stoppte aber, als auch Grace nun forderte:
„Sag schon... stimmt es etwa?“
Christins Gesicht verzerrte sich kurz, dann brach es aus ihr heraus:
„Ja! Ja, es stimmt! Grace, dieser Mann wollte mich... er hatte seine Hände und seine Zunge zwischen...“
Ihr fielen die gierigen Blicke der anderen Piraten auf und schlagartig presste sie die Lippen wieder zusammen. Smee schüttelte ungläubig den Kopf.
„Und nur deshalb hast du das Leben von uns allen aufs Spiel gesetzt? Oh Mann...“
„Sie hatten ja auch noch nie seine... diverse Körperteile von diesem... diesem...“
Christin fiel kein passendes Wort ein, daher fuhr sie hastig fort:
„An diversen Körperteilen von sich selbst! Es... es war eklig und primitiv und...“
„So primitiv, dass du mit einem Stöhnen meine Hand fester an dich gepresst hast?“ höhnte Hook. Christin wurde dunkelrot, während die Piraten schallend begannen zu lachen. Hook lachte nun ebenfalls kurz auf. Dann ließ er Christin abrupt los und befahl:
„Bindet sie an den Mast. Sobald wir wieder in der Lagune liegen, bekommt sie 20 Schläge mit der Peitsche!“
Sofort gehorchten zwei Piraten, während Christin Grace anschrie, sie möge ihr doch helfen. Die rang nach Luft. Das alles wurde langsam wirklich zu viel für sie. Sie schloss die Augen und murmelte kaum hörbar:
„Oh Himmel, ich wünschte, wir wären alle Drei wieder zu Hause!“
Sie hielt kurz den Atem an und öffnete die Augen wieder.


Kapitel 10

Grace holte röchelnd Luft. Die Szenerie vor ihr hatte sich in keinster Weise verändert. Sie stand immer noch an Bord des Schiffes und lauter Piraten tummelten sich um ihr herum. Gerade schrie Christin, die man wieder an den Hauptmast gebunden hatte, erneut:
„Grace! Grace, du wirst doch wohl nicht zulassen, dass sie mich auspeitschen! Grace! Tu doch etwas!“
Hilflos sah sich Grace um. Hook sah sie herablassend an, zog wortlos eine Augenbraue hoch und befahl dann zu Smee gewandt:
„20 Hiebe auf den nackten Rücken!“
Der nickte und ergriff die Peitsche. Christin stieß einen gellenden Schrei aus, als er auf sie zutrat und ihr das Nachthemd bis zur Taille herunterschob. Hook seufzte genervt auf und trat auf sie zu. Seine Hand umfasste ihr Kinn und er zwang sie, ihn anzusehen.
„Ich schwöre dir, wenn du noch einmal so schreist, ohne einen triftigen Grund oder Schmerzen zu haben, reiße ich dir diesen Fetzen vom Leib und werfe dich meinen Männern vor!“
Christin ächzte entsetzt auf. Ihr Blick flog herum zu Grace. Doch die war immer noch zu geschockt, dass ihr Wunsch diesmal nicht funktioniert hatte, dass sie nur starr geradeaus blickte. Hook stieß ein kleines Schnauben aus.
„Haben wir uns verstanden? Mmh??“
Er ließ Christins Kinn los und sie nickte hastig. Nun trat Hook wieder zurück.
„Smee!“
Der stellte sich nun hinter Christin auf und hob die Peitsche. Hook sah sich kurz um, dann krauste er die Stirn.
„Warte!“
Smee ließ die Peitsche wieder sinken und sah ihn fragend an. Hooks Augenbrauen hatten sich verdächtig zusammen gezogen.
„Wo ist die Kleine? Wo ist Sam?“
Jetzt blickten sich auch die Anderen um. Der Platz neben Grace, wo Samantha vorhin noch gestanden hatte, war leer. Hook fuhr Grace an.
„Wo ist deine Schwester?“
Die schrak zusammen.
„Was?“
„Wo ist deine Schwester?“
Hook packte sie an den Schultern und schüttelte sie. Grace sah sich verzweifelt um.
„Ich weiß es nicht... vorhin... vorhin stand sie noch neben mir!“
„Das weiß ich auch!“ blaffte Hook, dann ließ er sie los und wirbelte herum.
„SAM???“
Als keine Antwort kam, fluchte er laut und befahl:
„Los, sucht sie!“
„Ich auch, Capt’n? Oder soll ich schon mit Auspeitschen anfangen?“ wollte Smee wissen, doch als er das Gesicht von Hook sah, wusste er schon die Antwort, ohne dass der sie aussprechen musste. Daher grinste er verlegen.
„Ay... ich warte!“
Hook knurrte, dann ging er mit schnellen Schritten auf seine Kajüte zu, wo er warten wollte, bis jemand Samantha gefunden hatte. Doch kaum war er eingetreten, als er schon wie angewurzelt stehen blieb. Hinter seinem Tisch stand Samantha. Aber nicht nur das ließ ihn innehalten. Sie hielt eine Flasche Rum in der Hand und es war offensichtlich, dass sie gerade davon getrunken hatte. Hook spürte, wie es in ihm zu brodeln begann. Und schon tobte er los:
„Was zum Teufel hast du in meiner Kajüte zu suchen? Und...“
Er brach ab, stürmte auf sie zu und riss ihr die Flasche aus der Hand.
„Bist du verrückt geworden, dich an meinem Rum zu vergreifen? Ich sollte dich gleich neben deine Schwester an den Mast fesseln lassen und dich ebenfalls... was ist los?“
Hook hatte abgebrochen, als er sah, wie Samantha den Kopf senkte und nicht einmal versuchte, die Tränen zu verbergen, die ihr nun aus den Augen schossen. Mit einem tiefen Atemzug stemmte er die Hände in die Hüften.
„Hör zu, ich muss sie bestrafen! Sie hat uns... sie hat das ganze Schiff in Gefahr gebracht und... was ist denn?“
Seine Stimme klang ungeduldig, als Samantha nun hastig mit dem Kopf schüttelte und ein „Das ist es nicht!“ hervorschniefte.
„Was ist es dann?“
Jetzt hob Samantha den Kopf und sah ihn an. Ihre Unterlippe zitterte.
„Ich... ich kann es nicht sagen!“
„Kannst du nicht oder willst du nicht?“ forschte Hook mit zusammengekniffenen Augen. Samantha senkte den Kopf wieder, doch er hob ihr Kinn sofort wieder an.
„Sag es mir.“
„Ich... ich kann es nicht... wirklich... bitte zwingen Sie mich nicht dazu!“ flehte Samantha nun. Hook öffnete den Mund, als hinter ihm eine Stimme zu hören war:
„Oh, Sie haben Sie gefunden, Capt’n! Sollen wir dann...“
Der Pirat kam nicht weiter. Hook hatte nur wieder wortlos seine Waffe gezogen und mit einem raschen Blick hinter sich gefeuert. Dieser Pirat war schlauer, er duckte sich geistesgegenwärtig und verschwand blitzschnell. Mit einem tiefem Atemzug wandte sich Hook wieder an Samantha.
„Ich werde dich nicht zwingen, es mir zu sagen. Ich möchte einfach, dass du es tust...“
Er sah sie ernst an. Samantha erwiderte seinen Blick. Dann senkte sie erneut den Kopf und schluckte.
„Ich... ich wollte weg, weil... ich weiß, dass ich es nicht sagen dürfte, dass ich es nicht einmal denken dürfte... aber ich wollte weg, weil... weil ich Angst hatte, dass ich... dass ich...“
Sie biss sich kurz auf die Unterlippe, bevor sie leise weitersprach:
„Ich hatte Angst, dass ich selbst zur Peitsche greifen würde, um sie zu schlagen...“
Samantha sah nicht den erstaunten Ausdruck in Hooks Gesicht. Erst als er begriffsstutzig den Kopf schüttelte, blickte sie rasch hoch, senkte aber sofort wieder den Kopf.
„Ich... ich fand es nicht... nicht fair, was sie... was Christin gesagt hat!“
„Sam, ich weiß wirklich nicht, wovon du redest!“ seufzte Hook. Samantha hob den Kopf und starrte kurz an die Decke.
„Sie... Sie haben sie angefasst und geküsst und sie sagte, sie fand es eklig! Und das ist nicht... ich meine...“
Sie brach ab und drehte sich von Hook weg. Der stand fassungslos da und starrte auf ihren Rücken. Als er schließlich antwortete, ärgerte er sich, dass seine Stimme etwas rau klang:
„Dreh dich um und sieh mich an!“
Samantha schüttelte nur leicht den Kopf. Sonst rührte sie sich nicht. Hook ging um sie herum und hob erneut ihr Kinn leicht an. Er sah, dass sie weinte.
„Warum tust du das? Warum weinst du?“
„Tu ich ja gar nicht!“
Hastig wischte sie sich über die Augen. Sie schniefte einmal auf und wiederholte:
„Tu ich ja gar nicht! Ich... vergessen Sie einfach, was ich gesagt habe!“
Sie riss ihren Kopf weg und wandte sich ab.
„Was soll das jetzt, Sam? Ich dachte...“
Ja, was dachte er eigentlich? Hook war sich da selbst nicht so sicher. Das Mädchen seufzte.
„Ist nicht so wichtig. Wir... wir sollten...“
Sie brach ab, als Hook sie zu sich herumdrehte. Dann drückte er sie an den Schultern einfach an die Wand neben der Tür und beugte sich zu ihr herab.
Und dann küsste er sie. Samanthas Augen weiteten sich. Er küsste sie! Er küsste sie, während sein Blick sie festhielt. Samantha erschauderte, als seine Zungenspitze ihre liebkoste, sie einsog und lockte, seine Lippen waren weich und warm und fest und sein Bart kitzelte ein bisschen und er schmeckte wieder nach Rum und er schmeckte nach mehr oder Meer und seine Augen, diese blauen Augen sahen sie an, während er sie weiterküsste, so dass Samantha, obwohl sie es gar nicht wollte, mit einem Aufseufzen die Augen schloss. Und genau in dem Moment gab Hook sie wieder frei und löste sich von ihr.
„Komm...“
Samantha blinzelte und rang nach Luft. Noch immer spielten Hunderte von Schmetterlingen in ihrem Magen Fangen und sie war froh, dass sie an der Wand gelehnt stand. Jetzt griff Hook nach ihrem Arm und wiederholte:
„Komm!“
Samantha schluckte, dann folgte sie ihm. Er verließ die Kajüte mit ihr und ging zurück zum Hauptmast, wo die Anderen warteten. Kurz davor ließ Hook Samantha los und schob sie wortlos neben ihre ältere Schwester. Grace sah Samantha an.
„Wo warst du? Was war denn los?“
Samantha räusperte sich, schüttelte aber nur wortlos den Kopf. Grace zog die Stirn kraus und wollte noch einmal nachhaken, unterließ es aber, als Hook jetzt die Stimme erhob:
„Smee... walte deines Amtes!“
„Aye, Capt’n!“ nickte der, dann hob er die Peitsche und holte aus. Christin, die bis zuletzt noch gehofft hatte, dass der Kelch dieser Bestrafung an ihr vorbeiziehen würde, schrie auf, als das dünne Peitschenende ihren nackten Rücken streifte. Noch bevor Smee zum zweiten Mal ausholte, jammerte sie:
„Warten Sie... nur einen Moment, ich...“
Der zweite Schlag ließ sie abbrechen und nach Luft schnappen. Ungerührt beobachtete Hook sie. Er wusste, dass Smee nur leicht zuschlug. Aber er beließ es dabei und kritisierte ihn nicht. Für Christin waren selbst diese leichten Schläge fast zu viel. Sie war die ganze Zeit am Schreien und Weinen und flehte, man möge doch bitte aufhören. Als Smee die Peitsche endlich sinken ließ, hing Christin in ihren Fesseln und schluchzte nur noch leise vor sich hin. Hook atmete tief durch und warf einen raschen Blick zu ihren Schwestern hinüber. Grace stand aufrecht da, aber auch ihr Gesicht war tränenüberströmt und ihre Hände hatten sich in ihren Bademantel gekrallt, den sie notdürftig vor sich verknotet hatte. Als Hook Samantha ansah, zuckte er zusammen. Sie schaute nicht zu ihrer Schwester hinüber, sondern ihn an. Und ihr Blick sprach Bände. Es lag eine Sehnsucht in ihm, die Hook nicht ignorieren konnte. Und er schalt sich einen Narren, dass er sich dazu hatte hinreißen lassen, sie auch noch zu küssen! Nicht nur, dass sie zu jung für ihn war – nein, zu allem Überfluss reagierte sein Körper extrem auf Christin. Selbst jetzt, wo sie gefesselt in den Seilen hing, spürte Hook, wie sie ihn erregte. Er atmete tief durch, trat auf den Mast zu und durchtrennte die Fesseln. Sofort sackte Christin zusammen. Wortlos packte Hook ihr Handgelenk, zerrte sie hoch und hinter sich hinterher zu seiner Kajüte. Dort ließ er sie los und mit zitternden Knien blieb Christin stehen, während Hook in seinem Sessel Platz nahm und sie ansah.
„Bist du jetzt kooperativer?“
Sie öffnete zwar den Mund, sagte aber nichts. Ihre Lippen zitterten und sie versuchte seinem Blick auszuweichen. Hook beugte sich leicht vor.
„Ich höre dich nicht!“
„Was... was wollen Sie von mir?“
Christins Stimme war kaum zu verstehen, so leise sprach sie.
„Das weißt du ganz genau!“ erwiderte Hook.
„Oder etwa nicht?“
Langsam nickte Christin.
„Gut. Dann weißt du ja, was du zu tun hast.“
Hooks Stimme klang wie Eis. Christin zog wie fröstelnd die Schultern zusammen, dann drehte sie sich langsam um und trat auf das Bett zu. Davor blieb sie stehen und rang nach Luft. Schließlich setzte sie sich auf den Rand und streckte sich dann rücklings darauf aus. Sie stöhnte kurz auf und Hook wusste, dass ihr die Striemen auf dem Rücken Schmerzen bereiteten. Er erhob sich und ging zum Bett hinüber. Christin lag darauf und hatte die Augen geschlossen.
„Sieh mich an!“ forderte Hook mit heiserer Stimme. Er bemerkte, dass Christin heftig schluckte, doch sie gehorchte. Hook zog sich nun das Hemd aus und warf es achtlos zu Boden. Dann schlüpfte er aus seinen Stiefeln. Er trat dichter auf das Bett zu.
„Sag mir, was du denkst!“
Hilflos schüttelte Christin den Kopf, ohne etwas zu sagen. Hook beugte sich leicht vor.
„Dann lass mich dir etwas sagen. Ich will nicht, dass du wie ein Opferlamm unter mir liegst. Ich will dich sehen und dich spüren und wissen, dass du lebst!“
Er richtete sich wieder auf und begann seine Hose zu öffnen, ohne ihren Blick loszulassen. Christins Augen weiteten sich und automatisch wollte sie den Kopf abwenden, als Hooks Stimme sie innehalten ließ.
„Lass es. Ich sagte, dass du mich ansehen sollst – also tu es!“
Sekunden darauf warf er auch die Hose zur Seite. Christins Atem flog, als sie ihn ansah und sich bemühte, nicht auf seine Leibesmitte zu starren. Jetzt stieg Hook aufs Bett und schwang ein Bein über Christin, so dass er nun über ihr kniete. Sofort hörte er sie leise aufschluchzen. Sein Gesicht verzog sich ärgerlich.
„Was ist so schlimm daran, was ich tue? Füge ich dir Schmerzen zu? REDE!“ schimpfte er dann. Christin presste die Lippen aufeinander und rang sich dann ab:
„Nein... nein... aber...“
„Was dann?“ stieß Hook hervor. Er beugte sich ruckartig vor, packte er ihre Handgelenke und presste sie neben ihrem Kopf ins Kissen. Sein Gesicht war dicht vor ihrem.
„Was?“
Christin wandte den Kopf leicht zur Seite.
„Sie... Sie widern mich an! Sie... allein der Gedanke, dass Sie mich... dass Sie für mich der... dass Sie der erste Mann sind, der mich so sieht und der mich... berührt und küsst und womöglich...“
„Womöglich?“ wiederholte Hook höhnisch. Er brachte sein Gesicht dicht an Christins heran und raunte:
„Seit ich dich gestern gesehen habe, vergeht kein Moment, wo ich nicht daran denke, wie du unter mir liegst! Es vergeht kein Moment, wo ich mich nicht an dir ergötze! Es vergeht kein Moment, wo ich nicht davon träume, wie es sein mag, in dich einzutauchen! Es vergeht kein Moment, wo es in meinem Schoß zieht, wenn ich daran denke, dich zu berühren! Und es vergeht kein Moment, wo ich darüber nachdenke, wie es sein mag...“
Er brach kurz ab und stieß dann hervor:
„Ich will dich spüren, Christin... ich weiß, wie gut du schmeckst und ich weiß, dass es dich erregt hat, wie ich dich berührt habe und wie ich dich geküsst habe! Du kannst es ruhig leugnen, aber dein Körper hat dich verraten, Christin!“
Der liefen mittlerweile die Tränen über das Gesicht. Hooks Gewicht hielt sie auf dem Bett fest und jede auch nur so kleine Bewegung machte deutlich, dass er nackt war. Hook fuhr sich mit der Zunge über die Lippen.
„Christin...“
Sie wimmerte leise, als sie ihn so eng an sich geschmiegt spürte. Hook warf den Kopf in den Nacken und schloss mit einem Aufstöhnen die Augen, während er das Mädchen an sich zog. Doch in dem Moment, als er die Augen schloss, tauchte ein anderes Bild vor ihm auf: leicht geweitete blaue Augen, in denen ein seltsamer Glanz lag und die so herrlich blitzen konnten, und goldblonde Locken, die genauso ungebändigt waren wie ihre Trägerin Samantha... Sam! Hook riss die Augen wieder auf und gab ein Keuchen von sich, das tief aus seiner Kehle kam. Samantha! Wieso in drei Teufels Namen tauchte jetzt gerade dieses Kind in seinen Gedanken auf? Mit einem Ruck wich er von Christin zurück und setzte sich schockiert auf. Fassungslos strich er sich fahrig über das Gesicht. Das konnte nicht wahr sein! Ach, was hieß schon ‚das konnte’? Das DURFTE einfach nicht wahr sein!!! Es konnte nicht mit rechten Dingen zugehen, dass er jetzt schon auf Kinder scharf war!
Christin, die natürlich bemerkt hatte, dass Hook sich von ihr gelöst hatte, hatte sich auch hochgerappelt und war – mal wieder – bis ans Kopfende des Bettes geflüchtet. Sie packte das Kissen und verschanzte sich dahinter, während sie Hook skeptisch beobachtete. Was führte er jetzt schon wieder im Schilde? Er saß auf der Bettkante und starrte vor sich hin. Christin schluckte nervös. Jetzt hörte sie ihn leise aufstöhnen. Und da war ihr alles klar! Natürlich! Sie hatte schon von ihren Freundinnen davon gehört, dass Männer ab einem gewissen Alter diverse Probleme hatten. Zwar war es ihr im Grunde genommen nicht nur herzlich egal, sondern auch mehr als willkommen. Nach einem Moment gab sie sich einen Ruck.
„Hören Sie... es ist nicht schlimm, das kann schließlich jedem mal passieren!“
Hook hörte zwar, dass sie etwas gesagt hatte, aber immer noch kreisten seine Gedanken um seine eigene kranke Phantasie. Dennoch wandte er den Kopf.
„Was?“
Christin verdrehte die Augen.
„Ich sagte, dass es nicht schlimm wäre, dass Sie Potenzprobleme haben!“
„WAS???“
Jetzt sprang Hook wütend auf. Er deutete an sich herab.
„Sieht das vielleicht nach einem Potenzproblem aus??“
Er entriss ihr das Kissen, das sie umklammert gehalten hatte und schmiss es quer durchs Zimmer. Dann fletschte er wütend die Zähne.
„Ich verrate dir etwas: DAS HIER... ist definitiv keins!“
Er schnaubte kurz durch die Nase, dann hob er seine Hose auf und zog sie wieder an. Noch während er sie sich zuknöpfte, befahl er:
„Los, raus aus meinem Bett!“
Er trat barfuss auf eine Kommode zu, fischte ein Hemd heraus und warf es ihr zu.
„Zieh das an. Dann brauchst du dir nicht ständig diesen Fetzen schamhaft vor der Brust festzuhalten!“
Christin hatte es aufgefangen und war rasch hineingeschlüpft. So recht traute sie dem Frieden jedoch noch nicht, aber sie wagte auch nicht, nachzufragen. Hook begann nun, seine Stiefel wieder anzuziehen. Das war so offensichtlich, dass Christin ein erleichtertes Aufseufzen nicht unterdrücken konnte. Dennoch gab sie sich jetzt einen Ruck.
„Heißt das... heißt das, dass Sie mich endlich in Ruhe lassen? Dass Sie mich nun doch nicht... ich meine...“
Mit zusammengepressten Zähnen knirschte Hook:
„Mach, dass du aus meiner Kajüte kommst!“
Das ließ sich Christin nicht zweimal sagen! Doch noch bevor sie die Tür erreichte, klopfte es und nach Hooks Aufforderung trat Smee ein.
„Capt’n... wir haben ein Problem!“
„Wir haben nicht nur eins, wir haben Dutzende!“ murmelte Hook, während er sein Hemd ergriff und es sich überstreifte. Doch dann seufzte er.
„Was für eins ist es diesmal, Smee? Eine Wolke im Norden?“
„Mmh.“
Smee schüttelte grimmig den Kopf.
„Capt’n, Ihre Crew ist ziemlich sauer! Dieses kleine Ding hier...“
Er erwischte Christin gerade noch am Arm, bevor sie hinaushuschen konnte.
„Sie hat das Schiff und uns alle in Gefahr gebracht. Außerdem hat es Charlie erwischt und ein paar Männer sind auch verletzt.“
Smee machte eine kleine Pause und fuhr dann etwas leiser fort:
„Capt’n... die Männer haben recht: Diese 20 Peitschenhiebe waren zu wenig für solch ein Vergehen! Erinnern Sie sich... erst letztens haben Sie Black Jack für weniger über die Planke gejagt!“
Hook schluckte. Smee hatte recht. Dieser Black Jack hatte „nur“ ihren ersten Steuermann umgebracht. Aber hier war es um das Leben aller gegangen. Noch während er überlegte, meinte Smee:
„Außerdem sollten Sie sich mal unsere Takelage ansehen... die hat’s nämlich auch ziemlich übel erwischt!“
Für einen Moment schloss Hook die Augen. Manchmal war es wirklich nicht leicht, Kapitän eines Schiffes zu sein! Doch dann richtete er sich auf.
„Also los.“
Er packte Christin am Arm und schob sie vor sich her. Draußen drückte er sie Smee in die Arme.
„Bind sie wieder fest!“
Smee nickte, schubste Christin auf einen anderen Piraten zu und befahl:
„Hier, bind sie wieder fest!“
Der gehorchte augenblicklich, während Hook Smee zum Großsegel folgte. Als er es erblickte, entrang sich seiner Kehle ein Stöhnen. Es hatte ein paar ziemlich große Risse und sah auch sonst reichlich ramponiert durch den Sturm aus. Smee wiegte den Kopf.
„Sieht übel aus, hm? Ich sagte ja, Capt’n, die Männer sind ziemlich sauer auf das Mädchen!“
Hook wusste, dass Smee recht hatte. Christin hatte das Leben aller aufs Spiel gesetzt durch ihren kindischen Wunsch. Und dafür musste sie tatsächlich härter bestraft werden! Er wandte sich ab, um langsam zum Hauptmast hinüber zu gehen. Smee lief neben ihm her.
„Capt’n... ich sag’s nicht gern, aber wissen Sie, was mein Großvater mütterlicherseits immer zu sagen pflegte?“
Er störte sich nicht am leisen Stöhnen, das er von Hook vernahm, sondern erzählte einfach weiter:
„Er sagte immer ‚Hast du Frauen auf dem Schiff, steuere es gleich aufs Riff! Dann bist du vielleicht tot, aber du ruhst in Frieden!’ ... mmh, genau das sagte er immer!“ nickte er. Hook tat einen tiefen Atemzug, dann wandte er den Kopf und lächelte Smee gezwungen an.
„Hast du viele Verwandte, Smee?“
„Aye, Captain, ja… Aber die meisten sind schon tot!“
Smee strahlte ihn breit an. Er meinte gehört zu haben, dass sein Captain etwas von „Die Glücklichen!“ murmelte, aber er konnte sich auch getäuscht haben. Jetzt marschierte Hook weiter zum Mast hinüber, wo Christin bereits wieder angebunden war. Auch Grace und Samantha waren von den Piraten wieder dazu geholt worden. Wahrscheinlich hatte Smee dafür gesorgt, vermutete Hook. Aber Smee hatte sowieso einen ganz besonderen Stellenwert für ihn als Erster Maat. Christin war diesmal mit dem Rücken an den Mast gebunden, so dass sie die Anderen besser sehen konnte. Hook blieb jetzt stehen. Sekundenlang herrschte Schweigen, dann atmete er tief durch und erhob seine Stimme:
„Durch diesen verheerenden Sturm heute haben wir ziemliche Verluste erlitten. Wir wissen, wer daran schuld hat. Und selbst, wenn wir rechtzeitig gehandelt hätten, hätten wir dieses Unglück nicht abwenden können.“
Er machte eine kleine Pause und sprach dann weiter.
„Smee hat mir gesagt, dass ihr verärgert seid. Das ist verständlich. Ich bin es auch! Als ich vorhin die Strafe für das Mädchen dort angesetzt hatte...“
Er deutete auf Christin und fuhr fort:
„Da wusste ich noch nicht, was für Auswirkungen der Sturm für euch und für unser Schiff hatte. Dass ein paar von euch verletzt sind, dass Charlie ertrunken ist und nicht zuletzt, dass unsere Segel auch Schäden davongetragen haben, die tagelange Arbeit erforderlich machen, um sie wieder zu reparieren.“
Hook senkte kurz den Kopf, dann räusperte er sich.
„Das Ganze erfordert eine Maßnahme, die ich nicht gern treffe. Und das wisst ihr alle.“
Jetzt war es so leise, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können. Hook wandte sich an Smee.
„Lass die Planke vorbereiten. Bei Sonnenuntergang ist es soweit.“
Er hatte kaum ausgesprochen, als er sich schon wieder abwandte, um zu seiner Kajüte zurückzugehen. Hinter sich hörte er nur die Crew aufjubeln. Hook schloss kurz die Augen, dann ging er weiter.

Tbc...





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jean 





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...   Erstellt am 27.07.2004 - 12:42Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden 


Uff, jetzt wird es aber ziemlich spannend!





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Gott gebe die die Gelassenheit Dinge hinzunehmen, die ich nicht ändern kann. Die Klugheit Dinge zu Ändern, die ich ändern kann. Und die Weisheit, das Eine vom Anderen zu unterscheiden!


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