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RAJABEAT ...
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...   Erstellt am 01.07.2009 - 17:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich will Fredrik ja nicht vorgreifen mit einer Einleitung zum Monatsthema „EUROPA“, aber weil es gerade auf den heutigen Tag passt, und noch nix dasteht, die neueste Verordnung der EU, die mit 1.7.2009 in Kraft tritt (eigentlich ist es keine Verordnung, sondern eine Aufhebung einer Verordnung – trotzdem dürfen wir uns alle daran halten.
Um keine Urheberrechtsverletzung zu begehen: Der Artikel ist vom 29.6.2009 aus der „Tiroler Tageszeitung“. Ich bin Abonnent und habe mir dadurch das Recht erworben, den Artikel weiterzuverbreiten.
Um nicht unter den Copyright-Paragraphen der EU zu fallen, stelle ich ein eigenes Foto von nunmehr zugelassenem Gemüse dazu. Es handelt sich vermutlich um irgendwelche Bohnen.
Sie sind rot und wunderschön geformt, aber ausserhalb des EU-Raumes fotografiert, irgendwo in der Karibik. Aber den neuen, schönen EU-Pass hatte ich schon dabei, auf dem man nicht lächeln darf.
Über die Schwierigkeiten eines Brillenträgers zu so einem Dokument zu kommen, habe ich schon mal berichtet. Das ist eine Vorwahl zum Präsidenten der USA ein Dreck dagegen.
Jedenfalls ist mein Pass jetzt EU-konform und ich muss nicht Sorge tragen, meinen Lebensabend in einer Zelle zu verbringen, nur weil ich schlecht seh. Schlecht hören tu ich übrigens gut und guten Ratschläge nehm ich schlecht an.





Bild einer rotgekrümmten karibischen Bohne © rajabeat





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...   Erstellt am 01.07.2009 - 22:57Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Endlich ...... Nun verstehe ich auch, warum mein türkischer Obst- und Gemüsehändler mich immer so geheimnisvoll zu einer gewissen Gurkenkiste bringt.

Durch die Aufhebung des im von Raja eingesetzten Zeitungsausschnittes erwähnten Gurkenparagraphen muss ich samstags bei oben erwähntem Händler nicht immer klammheimlich die kleinen, dünnen und krummen Gurken, die so überaus lecker schmecken, unauffällligen zahlen und in meinen Korb legen - selbstverständlich zusätzlich mit einem Tuch verdeckt.

Freiheit für die krummen Gurken!





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Minotaurus ...

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...   Erstellt am 02.07.2009 - 14:25Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Zukunftsvisionen von Europa:


Länder, Grenzen und Staatenbündnisse verändern sich. Je nach Interessenlage ihrer Bewohner und Regierungen und deren politischen Gesichtspunkten. Das ist ein völlig natürlicher Prozess.
Auch Europa verändert sich, die letzten Jahre der politischen "Osterweiterung von Europa" sind ein deutliches Beispiel für diesen immerwährenden Prozess. Dazu braucht man keineswegs in das Jahr 1938 zurückblicken.

Aber wozu braucht Europa ein vereintes Deutschland? Immerhin war Deutschland der Ausgangspunkt von zwei Weltkriegen und sollte deshalb von der Karte Europas getilgt werden. Erste Bemühungen in diese Richtung laufen bereits.

Bei unseren "Partnern in Europa" gibt es bereits vielerlei Bestrebungen, diese liebgewonnenen Wunschvorstellung endlich zu verwirklichen. Die Diskriminierung der deutschen Sprache auf EU-Ebene ist nur ein Beispiel von vielen. Zwar ist sie dort (noch) offizielle Amtssprache, aber es ist äußerst verpönt und "unfein", sie im internationalen Sprachgebrauch zu verwenden.

Wer auf vielerlei Gebrauchsgegenständen des täglichen Lebens eine Bedienungsanleitung in deutscher Sprache sucht, der sucht vergebens. Stattdessen finde man dort detailierte Beschreibungen in Englisch, Französisch, Niederländisch, Polnisch, Tschechisch, Japanisch, Chinesisch, Russisch und sogar in Koreanisch und auf Suaheli. Die weiteren Übersetzungen möchte ich hier lieber gar nicht erwähnen. Nur Deutsch findet man dort nicht, obwohl all diese Artikel in Deutschland verkauft werden.

Aber nicht nur die deutsche Sprache, sondern GANZ Deutschland sollte von der Landkarte getilgt werden.



Eine Karte aus einem satirischen Artikel über “Anti-Deutschheit” im deutschen Kulturmagazin DUMMY.
Das Blog verlinkt leider nur den Gestalter der Grafik und nicht den Artikel selbst. Jedenfalls zeigt die Karte ein Europa ohne Deutschland, in dem die umliegenden Nationen alle ein Stück davon bekommen haben, inklusive (teilweise falsch) übersetzter Stadtnamen.
München ist Österreichisch, aber Österreich spricht in dieser Karte italienisch. Ganz “deutschlos” eben. Nürnberg ist tschechisch, Berlin polnisch und Dänemark hat endlich Schleswig und Holstein zurück, plus Entschädigung bis runter nach Hamburg.

Undeutsche Grüße vom Mino.





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RAJABEAT ...
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...   Erstellt am 02.07.2009 - 18:28Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich hab ja lange überlegt, ob ich was zu Europa überhaupt schreiben kann. Bei der Volksabstimmung über den Beitritt hab ich mit NEIN gestimmt (wir Österreicher sind eben die besseren Schweizer *g*). Gebracht hats ja eigentlich wenig, ausser der gemeinsamen, sauteuren Währung und dass ich am Brenner den Pass nicht herzeigen muss (das musste ich vorher auch nicht).
Vielleicht rafft sich das Parlament in Brüssel, nachdem die Gürkenkrümmungsfrage vom Tisch ist und wir wieder essen dürfen was schmeckt, doch noch dazu auf, die Probleme auf diesem alten Kontinent anzugehen. Zu tun wäre genug: Eindämmung der Spekulationsgeschafte, Arbeitslosigkeit, Altenvorsorge, Bildungswesen, einen einheitlichen Mehrwertsteuersatz, Preisregelungen bei Treibstoffen, Reduzierung des Transitverkehrs usw.

27 Mitgliedsstaaten hat die EU, ich kenne bei weitem nicht alle, dafür solche, die mit ohne Mitglied sind, und hab mir gedacht, ich könnte mal ein paar europäische Staaten, die ich kenne ohne Copyrightverletzung vorstellen.
Andorra lass ich aus, weil ich nie dort war *g*, aber in Belgien sind wir schon da, von wo aus wir alle regiert werden, obs uns passt oder nicht:

BELGIEN
Hauptstadt: Brüssel
Fläche: 30.528 km²
Einwohner: 10,670.000 (2008)
Regierungsform: Parlamentarische Monarchie
Nationalhymne: Brabanconne

LE BRABACONNE









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Minotaurus ...

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...   Erstellt am 03.07.2009 - 01:52Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Raja weiß ja nix, denn der war noch nirgends. Deshalb möchte ich diese Bildungslücke schließen und euch einen kleinen Reisebericht über Andorra anbieten.
Kuckstu:


Zwischenstopp in Andorra




Diesen Begriff darf man ruhig wörtlich nehmen, denn Andorra war keineswegs mein Reiseziel, sondern wurde nur auf einer meiner Motorradreisen durch Europa mal kurz gestreift.
In typisch deutscher Gründlichkeit hatte ich mir natürlich vorher aus der Stadtbücherei einen Reiseführer über dieses Land besorgt, über dessen Eigenheiten und Sehenswürdigkeiten ich überhaupt nichts wußte. Wenn man für seine Freunde schon den "Roadcaptain" macht, dann man muß sich ja schließlich vorher etwas informieren, nicht wahr?

der Reiseführer schrieb
    Andorra ist ein Zwergstaat zwischen Frankreich und Spanien. Die Hauptstadt heißt Andorra la Velle, als Währung gilt der französische Franc und die Landessprache ist Katalanisch, es wird aber vereinzelt auch Französisch und Spanisch gesprochen.
    Die Bevölkerung ist ein wildes Bergvolk, das sich vorwiegend von der Schafzucht ernährt. Fremden gegenüber sind sie äußerst skeptisch und zurückhaltend eingestellt.
    usw, usw...


Nun ja, damals gab es noch kein Internet und auch kein Wikipedia, denn dort wird Andorra ein bißchen anders dargestellt.
Kurzum, wir waren ziemlich überrascht, anstatt schlechten, kleinen Paßstraßen und mißtrauisch blickenden Eingeborenen mit Stöcken und langen Messern überwiegend 3-4spurige, gut ausgebaute Straßen, unzählige Tankstellen und einen Einkaufsshop nach dem anderen vorzufinden.

Fazit: Ganz Andorra ist eine gut ausgebaute Autobahn, nur unterbrochen von unzähligen Tankstelle, denn Benzin ist dort steuerfrei. Der Rest des Landes wird von Banken, Kaufhäusern und Verkaufsständen belegt.
So sieht's aus!

Die wenige Schafe, die wir gesehen haben, die hatten ihre Wintermäntel bereits ausgezogen und in den ebenfalls unzähligen Verkaufsständen den Touristen zum Verkauf angeboten. Es war ja Sommer.
Im Klartext: Es gab jede Menge Schaffelle und Lederprodukte zu kaufen und das zu äußerst günstigen Preisen. Verkauft wurden diese Waren von überaus netten, aber ziemlich aufdringlichen Verkäufern. Sehr viele von ihnen hatten eine äußerst dunkle Hautfarbe, fast schon ins Schwarze, was wahrscheinlich von der kräftigen Höhensonne dieses Landes kam.
Soviel zu "wildes, fremdenfeindliches Bergvolk."

Etwas irritiert über so viele Widersprüche schaute ich kurz im Reiseführer nach, ob wir uns vielleicht verfahren hätten und aus Versehen an der Côte d’Azur gelandet wären, aber es hatte alles seine Richtigkeit. Nur - der Reiseführer war aus dem Jahre 1952!

Jedenfalls verließen wir bald wieder dieses gastliche Land, aber nicht, ohne uns vorher noch die Tanks randvoll mit billigem Sprit zu füllen und weiter ging die Reise über Spanien und die Pyrenäen zurück nach Frankreich an die richtige Côte d’Azur.

Seitdem achte ich bei Reiseführern immer auf das Datum der Ersterscheinung.

[Dieser Beitrag wurde am 03.07.2009 - 02:05 von Minotaurus aktualisiert]





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...   Erstellt am 03.07.2009 - 09:40Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Einheit Europas war ein Traum weniger.
Sie wurde eine Hoffnung für viele.
Sie ist heute eine Notwendigkeit für alle.“

Konrad Adenauer





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...   Erstellt am 03.07.2009 - 09:54Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Die Völker, die in den kalten Gegenden und in Europa wohnen, sind zwar mutig,
ermangeln aber einer höheren Kultur.

Sie erhalten sich zwar dauernd ihre Freiheit, sind aber zur Staatsbildung unfähig
und daher auch nicht imstande, ihre Nachbarn zu beherrschen.

.... meinte seinerzeit Aristoteles





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Minotaurus ...

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...   Erstellt am 03.07.2009 - 13:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


"nicht imstande, ihre Nachbarn zu beherrschen?"
Ha! Der gute Aristoteles wußte wohl noch nix von den Wikingern? Von den Germanen, den Franken, den Angelsachsen, usw...
Das nördliche Europa ist voll mit Geschichten über Gewaltherrschaft, Völkermord und Tod.





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...   Erstellt am 03.07.2009 - 14:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Allein die Tatsache, dass Bayern ungestraft in Andorra einreisen dürfen, spricht für die europäische Idee.
Nach Dänemark bin ich nur geschäftlich gekommen, ich sollte da auf der Insel Fünen Preis- und andere Verhandlungen mit einem Lieferanten führen. Dank Scandinavien Airlines ist aber mein Gepäck mit den Geschäftsunterlagen in Kopenhagen verschollen und ich hatte zwei Tage Urlaub in Odense. Viel zu früh kam dann der Koffer nach, ich hätte gerne mehr gesehen als nur das Geburtshaus von H.C.Andersen. Ausserdem hatte ich nur eine kleine Pocket-Kamera im Handgepäck.
Zumindest ging meine Konsumation an der Bar des Odense Plaza locker als Geschäftsessen für 6 Personen durch. Seit damals weiss ich, was ein Spesenritter ist, Dänemark sei dank.

DÄNEMARK
Hauptstadt: Kopenhagen
Fläche: 43.094 km² (ohne Grönland und Färoer)
Einwohner: 5,500.000 (Grönland und Färoer 100.000)
Regierungsform: Konstitutionelle Monarchie
Nationalhymne: Der er et yndigt land

DER ER ET YNDINGT LAND









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Judith7 
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...   Erstellt am 04.07.2009 - 07:44Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Der Tag wird kommen, an dem du, Frankreich, du, Russland, du, Italien, du, England und du, Deutschland, all ihr Völker dieses Erdteils, zu einer höheren Einheit verschmelzen werdet, ohne eure verschiedenen Vorzüge und eure ruhmreiche Einzigartigzeit einzubüßen, und ihr werdet eine europaïsche Bruderschaft bilden, genauso wie die Normandie, die Bretagne, Burgund, Lothringen und das Elsaß, all unsere Provinzen, in Frankreich aufgegangen sind.“
Victor Hugo






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