Fatmita  Einwanderungs-Expertin
      

Status: Offline Registriert seit: 24.08.2006 Beiträge: 1645 Nachricht senden | Erstellt am 01.08.2009 - 01:25 | |
EU gibt Lufthansa vorläufig grünes Licht für AUA-Übernahme
Brüssel/Frankfurt (AP) Die Europäische Union gibt der Lufthansa bei der geplanten Übernahme der österreichischen Austrian Airlines (AUA) vorläufig grünes Licht. Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes teilte am Freitag mit, die von der Lufthansa angebotenen Zugeständnisse seien ausreichend. Die EU-Regierungen und die Kommission müssen dem Geschäft aber noch zustimmen. Der österreichische Finanzminister Josef Pröll sprach von einem «wirtschaftspolitischen Meilenstein».
Auch Lufthansa-Chef Wolfgang Mayrhuber zeigte sich erfreut: «Wir begrüßen die positiven Signale, die wir aus Brüssel erhalten und setzen auf die baldige formale Freigabe für den Zusammenschluss mit Austrian Airlines.» Die Generaldirektion Wettbewerb der EU-Kommission habe die kartellrechtliche Freigabe des Zusammenschlusses mit «wirtschaftlich vertretbaren Auflagen» befürwortet. Die Interessen der Kunden und der Standorte seien ausgewogen berücksichtigt. Lufthansa will bis zu 100 Prozent der AUA-Anteile übernehmen, die zu knapp 42 Prozent in Besitz des österreichischen Staates sind.
Weder die EU noch das Unternehmen gaben Einzelheiten der jetzt getroffenen Übereinkunft bekannt. Die Entscheidung aus Brüssel ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur AUA-Übernahme, aber noch nicht der Schlusspunkt. Die Kommission muss auch noch eine Sanierungshilfe der österreichischen Regierung über 500 Millionen Euro erlauben, damit die beiden Firmen fusionieren können. Die von Lufthansa gesetzte Frist für das Angebot endet am 31. August. Bis dann müssen alle Bedingungen erfüllt sein.
Mit der Millionenhilfe sollen die Schulden der strauchelnden AUA gesenkt werden. Laut Finanzminister Pröll willigte die Lufthansa für die Zustimmung aus Brüssel ein, Start- und Landerechte abzugeben, die sogenannten Slots. Details nannte Pröll nach einem Bericht der Nachrichtenagentur APA nicht.
Erleichterung bei Austrian Airlines
Die EU-Kommission hatte zuvor Bedenken geäußert, dass Lufthansa auf einigen Strecken eine monopolartige Stellung bekäme. Dabei ging es unter anderen um die Strecken von Wien nach Frankfurt, München, Stuttgart, Köln, Zürich, Genf und Brüssel. Kroes teilte am Freitag mit, die von der Lufthansa in Aussicht gestellten Zugeständnisse seien in Rücksprache mit konkurrierenden Fluggesellschaften für vorerst genehmigungsfähig befunden worden.
Die von Lufthansa gesetzte Frist für das AUA-Angebot endet am 31. August. Bis dann müssen alle Bedingungen erfüllt sein. Erleichtert äußerten sich auch die AUA-Chefs: Das sei eine gute Nachricht für die Kunden wie fürs Unternehmen. Man habe hart für die Privatisierung gearbeitet. Nun sei der Weg frei, erklärten die Vorstände Andreas Bierwirth und Peter Malanik APA zufolge.
© 2009 The Associated Press. Alle Rechte Vorbehalten - All Rights Reserved
Signatur Ich bin Hamburgerin und Betriebwirt |