Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 03:15Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Weil er sich auf Raten selbst umbringen will? Süchte sind doch oft mit Depressionen gekoppelt...

Zu Cortison kann ich was sagen: ich habe etwas zugenommen (weil sehr starkes Hungergefühl), waren ca. 4 kg. Solange ich gut drauf war hatte ich sie auch schnell wieder unten.
Depressionen, Essucht, das alles führt zu diesen extremen Zunahmen, mein Endokrinologe sagt alle anderen Gründe wären in 99 % vorgeschoben und hätten nichts mit Hormonen zu tun!




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 18:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Über den Selbstzerstörungstrieb bei Essüchtigen habe ich mir auch schon meine Gedanken gemacht. Aber irgendwie denke ich, daß das zB für SVV nicht unmittelbar genug ist. Ich könnte mir eher vorstellen, daß man das gut wegignorieren kann, weil das so schleichend geht. Man nimmt ja nicht über nacht 100kg zu, dann könnte man sich ja nicht mehr bewegen (trag mal einen 50 kg Sandsack).

Tja, und auf die von einigen gross angekündigten Berichte von den Endokrinologen-Besuchen warten wir ja immer noch...ist halt blöd, wenn man sich da so schön drauf verlassen hat.





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Ulli 
Glühwürmchen vom Dienst :-))
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...   Erstellt am 10.10.2006 - 18:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Daran erinnere ich mich auch noch
Die Praxis hatte damals aber auch schon so wenig dickenfreundliche Bemerkungen auf der edlen HP, da wird wahrscheinlich eher Tacheles geredet...nix mit "die Drüse wars"




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 11.10.2006 - 13:30Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


In den von Maggie eingestellten Artikeln wurde ja auch mal wieder gut deutlich, daß Übergewicht multifaktoriell bedingt ist. Aber zB heisst ja ein genetisch vorgegenes Gewicht oder vielleicht besser eine genetisch vorgegebene Gewichtsklasse, (denn ein Kind von großen, grobknochigen Eltern wird nie zu einer Elfe werden...ich weiss wovon ich rede *seufz*), in Realität nicht auch über- oder unterschritten werden kann. Wenn der genetische Faktor zB so stark wäre, dann dürfte das ja nicht passieren. Und ist es nicht auch so, daß es soagr eine Art Befreiung sein kann, wenn man den Grund für sein ÜG gefunden hat? Ist an dem Punkt dann aber auch die Frage der Eigenverantwortung, wie man damit umgeht. Nimmt man es als gottgegeben hin und fordert eine gesellschaftliche Umwälzung, damit mein Umfeld zu mir passend gemacht wird, nur damit man ja nicht sei eigenes Verhalten mal in Frage stellt? Bejammert man sein Leben lang Geschehnisse aus der Vergangenheit, oder wird man irgendwann auch mal alt genug? Glaube ich lieber den Märchen vom zerstörten Stoffwechsel, oder bilanziere ich mal ehrlich meinen Kalorienbedarf vs KalorienZufuhr?

Es ist mir egal, ob es stimmt oder nicht, daß die deutsche Bevölkerung oder die westliche Welt immer schwerer wird, ob das Antidickenpropaganda ist oder ein Mythos eine gefälschte Statistik oder wahlweise auch Rechtfertigung für mein eigenes ÜG. Weil in dem Moment geht es nur um mich und um meine Gesundheit. Die Userinnen Maggie und Nora zB erleben gerade selber, wie wenig spassig degenerative Gelenkserkrankungen sind, durch meine Knieartrose habe ich trotz Training immer wieder Maleste, das ist nicht jupeidie und dicke Lebenslust.





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Solitude ...
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...   Erstellt am 11.10.2006 - 19:21Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Eigenverantwortung ist der springende Punkt, da stimme ich Dir zu Holly.

Keine genetische Vorbelastung ist ein Gottesurteil, das nicht zu verändern wäre (in gewissen Grenzen).

Ereignisse aus der Vergangenheit können einen Menschen einen Leben lang belasten - es gibt imho nur den Weg, sich diesen Dingen zu stellen und sie (mit therap. Hilfe) zu bewältigen. Ansonsten kann man auch mit 80 noch darunter leiden als Kind mißbraucht oder misshandelt worden zu sein...

Die Esssucht erfüllt einen Zweck. Den Menschen, die ihre "Altlasten" nicht anders ertragen würden, hilft sie zu überleben. Nähme man ihnen die Esssucht würden sie eine andere Sucht brauchen, um sich zu betäuben, zu entlasten, zu spüren.
Die Eigenverantwortung beginnt da, wo ein Mensch sich sagt, dass er anders leben möchte und bereit ist, sich den inneren "Dämonen" zu stellen. Dazu gehört Mut, kann ich aus eigener Erfahrung sagen!

Was ich auch sagen kann - gerade weil Du auch Nora und Maggies gesundheitliche Probleme anführst - es lohnt sich so sehr!!!
Nicht alle gesundheitlichen Faktoren sind reversibel aber viele können entscheidend gebessert werden...

Ich meine ja schon, dass auf allen Süßigkeiten, Fettigkeiten und den anderen "Schweinereien" ein Warnhinweis mit den durch Übergewicht verursachten Gesundheitsrisiken und dem verbundenen früheren Tod kleben sollte.





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 12.10.2006 - 21:27Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


So, und eigentlich ist Dicksein nämlich die wahre Form der Emanzipation nämmich, und solche emanzipierten Frauen haben es ja auch icht nötig, sich von irgendwelchen Männern gar wegen ihrer Kilos bewundern zu lassen

@Soli
Fettigkeiten an sich sind ja nicht das Problem, die Menge ist ausschlaggebend. Wenn ich meine, mir zum nachmittag eine Donauwelle beim Bäcker kaufen zu müsse ist das auch ok für mich. Man darf das nur nicht gnädig unter den Tisch fallen lassen und vergessen, so a la: was ich im Gehen esse gilt nicht und wenn ich zu der Schoko eine Cola Light trinke gleicht sich das wieder aus

Soll es nicht auch denmächst EU-weit so sein, daß auf allen Lebensmitteln die Nährwerte angegeben werden müssen, so wie in GB zB.?

Naja, aber in einem Glas Nu*ella ist ja auch das Beste aus 129 ml entrahmter H-Milch. Oder auf der Tof*ifee steht: "TOF*IFEE leistet einen Beitrag zu ihrer Ernährung", ist echt wahr.

[Dieser Beitrag wurde am 12.10.2006 - 21:32 von Holly aktualisiert]





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Nora ...
fühlt sich hier sowas von wohl...:-))
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...   Erstellt am 12.10.2006 - 22:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holly schrieb

    Tof*ifee steht: "TOF*IFEE leistet einen Beitrag zu ihrer Ernährung", ist echt wahr.


Einen Beitrag zur Ernährung leistet wohl alles was man zu sich nimmt





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Eine Hälfte der Netzteilnehmer versteht die Ironie nicht, die zweite Hälfte sieht Ironie ungern, weil dann ja die erste falsch reagieren
könnte, und der Rest ist dünn gesät.
(Ulrich F. Heidenreich in dang)

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