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sylvia  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 15 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 10:45 |  |
Was hat man um 1800 gegessen und getrunken ??? Wer von Euch hat Rezepte ???
In Dankbarkeit Sylvia
Signatur Carpe diem.
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Justine_de_Farinot  Administrator


Status: Offline Registriert seit: 11.10.2005 Beiträge: 678 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 14:08 |  |
Huhuuu  Also zwei Bücher hab ich hier, die kann ich dir leihen. Einmal "Der elegante Theetisch - Rezepte aus der Goethezeit", überwiegend Gebäck und eine Anleitung zur richtigen Teezubereitung. Und dann "The Jane Austen Cookbook" (englisch) mit Rezepten, welche in unserer Zeit in England gekocht wurden.

Signatur Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.
(Rousseau) |
Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 14:30 |  |
kennst Du : Wie man in Berlin zur Zeit der Königin Luise kochte
ISBN 3-349-00579-9
ein ganz zufällig ausgewähltes Rezept ist die Französche Suppe
Man nimmt sehr gute kraeftige Fleisch-Brühe. Wenn es soweit ist , daß die Suppe geklährt ist , thut man dazu vier bis 5 Köpfe Welschkraut, welches blos geviertheilt wird, eine starke Hand voll Theltower Rüben , einige gelbe Rüben und Borree und läßt es gahr kochen. Ohrgefähr eine halbe Stunde vor dem Anrichten wird die Suppe mit den Ingredienzien in eine Castrolle gethan, und darauf wie ein Finger dick geschnittene, gröstete Semmel gethan. Dieß muß eine halbe Stunde über dem Feuer ziehen. Die Fleisch-Brühe wird beynah gelbfarben und muß ganz klar bleiben.
Signatur der Unterschied zwischen Einbildung und Bildung besteht in Anstrengung und darin , daß man sich die Finger schmutzig macht ..... |
Republicain  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 522 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 15:11 |  |
Im "Handbuch für Corporäle und Unteroffiziere" steht eine Anleitung für eine ekelige Suppe, weil über Nacht jeder Geschmack verkocht ist. Extrem zu empfehlen wäre wiederum das "Frauenzimmerlexikon" von 1715. Die einfachen Rezepte stimmen gewiss immernoch für das Empire/Directoire. Es wurde zu DDR-Zeiten neu aufgelegt und ist antiquarisch erhältlich. Ich will nicht übertreiben, aber glaube noch nirgendwo soviele Rezepte auf einem Haufen gesehen zu haben und dann in einem Reprint. Was kann man sich besseres wünschen? Es fällt ein gewisser Bezug zu Sachsen auf, aber die Rezepte sind so weit gefächert bis "italiänischer Salat", dass bestimmt für jeden Geschmack was dabei ist.
Signatur ... Das Sturmläuten, das nun anheben wird, ist kein Alarmsignal, es bedeutet den Generalangriff auf die Feinde des Vaterlandes. Um sie zu besiegen, brauchen wir Mut, meine Herren, Mut und nochmals Mut; dann ist Frankreich gerettet. |
britta Ast


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 380 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 17:11 |  |
ohweh, das letzte Mal hatte ich ein Kochbuch-reprint dabei von...1807? oder so als Hausnummer? Oberpfälzisches Kochbuch. Viele einfache Gerichte, Hausmannskost, aber auch mehr...naja, da werden Suppen z.B. gerne über aufgeschlagenen Eiern in Schüsseln serviert... Momentan habe ich es einer Freundin ausgeliehen, kommst Du zum Weihnachtssalon? Den eleganten Teetisch gibts öfters mal beim großen online-ersteigerungs-ausstatter 
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Suzette  Zweig


Status: Offline Registriert seit: 26.10.2005 Beiträge: 164 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 19:39 |  |
Irgendwas zum Thema "Kochen in der Goethezeit" schwirrt auch in meinem Kochbuchregal rum, nur in welchem meiner Haushalte ? Aber als dieses Thema aufgeworfen wurden, meinte ich mich vage zu erinnern, kürzlich beim Stöbern in einem Antiquariat über etwas zu diesem Thema gestolpert zu sein. Also bin ich heute hingeflitzt und siehe da, ein Buch mit dem schönen Titel: "Neues Kochbuch oder geprüfte Anweisung zur schmackhaften Zubereitung der Speisen, des Backwerkes, des Konfekts, des Gefrorenen und des Eingemachten. 1. Theil, 4. durchaus verbesserte und vermehrte Auflage. Stuttagart bey Johann Friedrich Steinkopf, 1806" Darinnen allerley Rezepte und sogar Menüfolgen für verschieden große Gesellschaften. Leider schreckte mich der Preis von 140,- Euro ein wenig, es gleich zu erwerben. Aber falls jemand aus diesem Kreis Interesse hat.... 
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MadameKaya  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 14.10.2005 Beiträge: 742 Nachricht senden | Erstellt am 26.10.2005 - 20:09 |  |
Madame Elisabeth, darf ich fragen , ob ihr die oben erwähnte Suppe schon mal probiert habt? Unklar ist mir der Verbleib der Semmeln, die zerfallen doch sicherlich nach einer halben Stunde Kochzeit, oder dienten die nur der Bindung?
Oh Suzette, ein Original Kochbuch aus der Zeit wäre schon erstrebenswert aber für den Preis sollte der Original Koch schon dabei seinsein
Kennt ihr schon DEN Klassiker aus der Zeit, Huhn a la Marengo?
"Ich so berichtet Napoleons Koch- habe es erfunden .
Bei Marengo war es, spätabends. Wir hatten die Schlacht endlich gewonnen und der Chef wollte essen. Ich hatte nur eine Bratpfanne bei mir, denn der Küchenwagen war unterwegs liegengeblieben. Soldaten brachten mir ein Huhn, sechs Krebse, drei Eier, eine handvoll Champignons, zwei Knoblauchzehen und eine Flasche Olivenöl ..." Daraus bereitete ich dem General ein so schmackhaftes Gericht , das er mir zweimal wohlwollend das Ohrläppchen zerrupfte.
So ist der kleine Ort Marengo in der Po Ebene zu unvergänglichem Ruhm (nicht nur) bei den Feinschmeckern gelangt
Ach ja das Rezept: Eine Mastpoularde zerteilen und die einzelnen Stücke mit einer Öl- Butter Mischung in einer Kasserole kräftig von allen Seiten anbraten.
Fünf gewürfelte Schalotten, 200 g Tomaten, Petersilie, Knoblauch , Salz und Pfeffer zugeben.
Gemüseteile leicht anschmoren mit trockenem Wein ablöschen.Zugedeckt bei kleiner Temperatur ziehen lassen.
In 250 g. Butter Champignons anschwenken und einige Trüffelscheiben überstreuen. Fleiscstücke auf einer Schüssel anrichten, mit gebackenen Eiern umlegen. bon Appetit
..und morgen gibt es an gleicher Stell ein Rezept für "Consomme a la Marie Louise"
[Dieser Beitrag wurde am 26.10.2005 - 20:45 von MadameKaya aktualisiert]
Signatur Es gibt kein echtes Leben im Falschen... |
Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2005 - 07:02 |  |
habe das Buch mal aufgeschlagen und irgendein Rezept als Besipiel genommen , wie sie hier aufgeschreiben sind.
essen , naja- Weißkraut doch lieber in Form von Sauerkraut und die Rüben , am liebsten gar nicht ;- ))))
apropos Goethezeit : seeeehr lecker ist die berühmte GRÜNE SOSSE , sobald sich Mutter Ayas Rezept gefunden hat , kommt's hierher ....
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Nanny  Dieses Baums Blatt


Status: Offline Registriert seit: 12.10.2005 Beiträge: 656 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2005 - 07:52 |  |
Ich kann euch leider nur mit traditioneller Südstaatenküche beglücken. Nix mit Weißkohl und Sauerkraut, dafür so klangvolle Namen wie Jambalaya oder Gumbo.... (Gumbo! Lecker!)
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Elisabeth Ast


Status: Offline Registriert seit: 13.10.2005 Beiträge: 231 Nachricht senden | Erstellt am 27.10.2005 - 09:09 |  |
fast hätt ich's vergessen : heut' auf ARTE um 18:15
Geschichten aus dem Kochtopf 18 Jh. und morgen dann das 19 .....
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