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Mehiel
unregistriert

...   Erstellt am 09.09.2007 - 13:51Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


„Harmonie ist nur Harmonie, wenn sie Kontrast und Akzent aufweist", schrieb der chinesische Philosoph Konfuzius.




Der Brauch, zum Essen Wein zu trinken, stammt aus den Mittelmeerländern.
Er kommt aus einer Zeit, in der Wein noch ein Lebensmittel war. Heute ist Wein ein Genussmittel. Aber das mediterrane Vorbild gilt auch heute noch. Allerdings wird mehr Augenmerk auf die richtige Kombination von Speisen und Wein gelegt als früher.




Das Austüfteln von raffinierten Geschmacksverbindungen ist ein schwieriges, aber lohnendes Unterfangen.
Denn soviel ist klar: Wenn der richtige Wein gewählt wird, muss das Essen keine kulinarische Spitzenleistung sein, um zu einem Erlebnis zu werden.

Wenn aber der Wein nicht passt, nützt auch das beste Essen nichts.





Grundsätzlich gilt: Der Wein muß den Speisen geschmacklich standhalten. Er muss ihren Geschmack unterstreichen. Aber er darf die Speise nicht dominieren:

Ein schwerer Rotwein passt nicht zu einem leichten Forellenfilet, und ein Champagner schmeckt nicht
Spinat oder Aal.

Das bedeutet: Der Geschmack des Weins muss den Geschmack der Speise ergänzen, etwa so, wie eine Sauce es auch tut.

Er darf, ja er soll der Speise etwas hinzufügen, einen Akzent setzen.

Davon profitiert nicht nur das Gericht. Ein junger, verschlossener Wein öffnet sich plötzlich, ein älterer Wein fängt an zu blühen.

Freilich kommt es bei der Wahl des richtigen Weins nicht nur auf die Speise selbst an.

Die Zubereitungsart und die Sauce sind meist wichtiger. Die unzähligen Versuche, Speisen und Wein zu kombinieren, folgen in Wirklichkeit nur wenigen Regeln.







CarpeNoctem 



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...   Erstellt am 09.09.2007 - 15:04Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Verehrte Angela,
zunächst ein Dankeschön für diese gelungen Präsentation.
In den letzten Jahren gab es in Deutschland eine nie gekannte Begeisterung für das älteste Getränk der Welt nach Wasser und Milch.
Manch edler Tropfen ist zum Kultwein geworden,
aber auch viele Skandale haben Weinliebhaber aufhorchen und noch bewusster bei der Wahl der Weingüter werden lassen.
Wie in der Kunst entscheidet der Geschmack eines jeden Einzelnen, was schmeckt und was nicht.

In den alten Weinbauländern wie Spanien, Italien, und Frankreich ist Wein seit jeher ein Tischgetränk.

Über die „Vermählung von Speise und Wein" wie Du sie anklingen lässt, gibt es unzählige Abhandlungen.

Vielen Autoren gilt es als unumstößliche Wahrheit, dass Artischocken, Spargel, Tomaten und Schokolade schwer mit Wein zu kombinieren sind - auch wenn in jedem Frühjahr Hunderte von Spargelweinen auf den Markt kommen und sich Millionen von Menschen offenbar an ihnen delektieren.

Es hat sich dagegen herumgesprochen, dass Rotwein auch zu hellem Fleisch und Weißwein zu dunklem passt. Ein Quäntchen Wahrheit steckt in allen diesen Aussagen - vielleicht auch mehr.

Aber um den Eigenversuch kommt kein weintrinkender Feinschmecker herum.

Sicher ist: Wein kann den Geschmack einer Speise heben. Welcher Wein zu welcher Speise passt, ist kein Dogma mehr.





Signatur
Wozu einer fähig ist, ahnt man spätestens dann, wenn einige nicht vorhandene Fähigkeiten zutage treten.
© Martin Gerhard Reisenberg

Romi 



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...   Erstellt am 11.09.2007 - 09:38Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Liebe Angela,

deine Berichte sind hoch interessant und geben
vielseitige Anregung.

Wir sollten ein *Lukullisches Reise-Spitzenrestaurant'
eröffnen: Während du Gerichte zauberst, verreise
ich...*lach

Wunderschön die Ästhetik - sowohl im liebevollen
Aussuchen deiner Gerichte als auch in deren
Präsentation.

Danke!




Mehiel
unregistriert

...   Erstellt am 11.09.2007 - 10:59Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Fisch und Wein eröffnen ungeahnte Möglichkeiten. Selbst Rotwein passt zu manchen Fischgerichten. Aber viele der sogenannten Idealkombinationen erweisen sich als traditionelle, rein regionale Geschmacksverbindungen.


Zu Fisch wird traditionell Weißwein getrunken.



Diese Regel gilt überall auf der Welt.

Aus gutem Grund: Fisch ist in der Regel salzig, und Salz verträgt sich nicht mit dem Gerbstoff des Rotweins. Außerdem ist Fisch von Natur aus eher zart im Geschmack. Wuchtige Rotweine würden die meisten Fischgerichte erschlagen.

Natürlich muss der Wein auf das Fischgericht abgestimmt sein. Die Wahl des richtigen Weißweins ist aber weniger schwierig als die eines Rotweins. Fast alle trockenen Weißweine eignen sich, um Fischgänge zu begleiten.




Natürlich gibt es bewährte regionale Kombinationen. Zu einem Eglifilet aus dem Zürcher See werden die Schweizer einen ihrer Chasselas-Weine vorziehen, vielleicht einen Fendant oder einen Yvorne.

Zu einer Seezunge aus Dieppe trinken die Belgier gerne einen Pouilly Fume von der Loire.

Freilich haben gute Köche bewiesen, dass auch Rotwein zu Fisch schmecken kann, insbesondere zu fettreichen Fischen.

Zu einem Karpfen lässt sich nicht nur ein speckiger Grauburgunder, sondern auch ein kräftiger, junger, deutscher Spätburgunder vom Kaiserstuhl gut trinken.

In den Trattorien von Ravenna und Modena wird trockener Lambrusco zu Aal aus dem Comacchio-See serviert.

In Amerika genießt man geräucherten Lachs gerne mit Pinot Noir aus Oregon.

Und in guten Pariser Restaurants kann es vorkommen, dass der Sommelier zu einem Rochenflügel eine Flasche St-Fmilion empfiehlt.

Nur eine Regel gilt fast immer: Je edler der Fisch, desto besser sollte der Wein sein.




Minka ...



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...   Erstellt am 11.09.2007 - 11:10Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Magen knurrt -
Ruhe!!!


Ingeborg





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lasst uns wachsam sein!

Romi 



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...   Erstellt am 11.09.2007 - 20:08Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen





<Gästin>
unregistriert

...   Erstellt am 09.03.2008 - 17:50Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Essen und trinken hält Leib und Seele zusammen.
Auf anschauliche, lehrreiche, wort- und bildhafte Weise, hast Du gezeigt, was es für göttliche Köstlichkeiten zu speisen und trinken gibt.
Es tut gut zu lesen, wie Du ernährungsbewusst und doch dogmenfrei, Deine Beiträge vorstellst.


Dies insbesondere, weil es mittlerweile
Menschen gibt, die sich durch eine übertriebene Sorge um eine gesunde Ernährung, krankhaft gesund essen. Dieses Essverhalten ist ein neues Krankheitsbild

Bezeichnend ist für diese Menschen, dass sie weder an Magersucht noch an Bulimie leiden, sondern „nur" gesunde Lebensmittel essen möchten. Zu Anzeichen des krankhaften Gesundessers zählen u.a.: Drei Stunden und mehr am Tag über Ernährung nachdenken, die Mahlzeiten mehrere Tage im Voraus planen, den ernährungsphysiologischen Wert über die Freude am Essen stellen u.v.m.

Noch ist diese Krankheit in Deutschland kaum bekannt. Fachleute sprechen aber von einem Phänomen mit hoher Dunkelziffer. Sie essen Rohkost, ganz bestimmte biologische Lebensmittel, ganz bestimmte Salze, Gemüse, das nur bei Vollmond gepflückt sein darf.

Sie trinken auch kein normales Mineralwasser mehr, sondern es muss ganz spezielles Wasser sein, und es muss vielleicht tagelang offen gestanden haben. Manche sind so mit der Zusammenstellung ihres Ernährungsplanes beschäftigt, dass sie sich allmählich von der Umwelt isolieren.

Nichts spricht dagegen, das Leben selbst mit all seinen Genüssen zu zelebrieren, und ab und zu kulinarische (Un)Köstlichkeiten zu verspeisen, zumal diese doch oft wirklich nur göttlich schmecken. Guten Appetit und zum Wohle.

genussvolle Grüße
Gästin Jutta




Romi 



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...   Erstellt am 03.05.2008 - 08:49Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Apropos 'Essen, um gut zu trinken..."

Am 6. Mai = Anti-Diät-Tag

Mir war das bis heute neu, dass man dafür einen
eigenen Gedenktag braucht, bis ich gerade einen
Hinweis in unserer Augsburger Allgemeine las:

"Morgens Rührei mit Schokolade, mittags Pommes
total, nachmittags Torte und abends Chips und
Gummibärchen vor der Glotze:"

Am 6. Mai können wir also hemmungslos schlemmen
und Kalorien bunkern, wenn wir uns im Einklang
mit der Welt fühlen wollen. Denn der 6. Mai ist
seit 1992 auch der "Internationale Anti-Diät-Tag".

Die Initiative zu diesem Fanal gegen das Diktat
des Fastens kam aus Großbritannien. Dort rief
eine Gruppe von Frauen, angeführt von der Bestsel-
lerautorin Mary Evans Young, diesen Tag als Protest
gegen den Schlankheitswahn und die unterträgliche
gesellschaftliche Diskriminierung dickerer Menschen
aus. Das Anliegen fand sehr bald Nachahmer in der
ganzen Welt - von Neuseeland bis Südafrika, von
Norwegen bis Deutschland...

...sorry, liebe Zeitung, ich habe erst heute von diesem
Fress-Gedenktag erfahren und werde mich am 6. Mai
gerne mit allen Schwergewichtigen solidarisieren
und in Memoriam an Südafrika

ohne verschämten Blick auf die Waage



mich im Genussschlemmen üben...


foto: barbara






WordPerfekt 



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...   Erstellt am 06.05.2008 - 19:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen







Das große Fressen





Signatur
Der menschliche Geist gleicht einem Fallschirm;
er kann nur funktionieren, wenn er offen ist.

Franscis Picabia

<LiteraTour>
unregistriert

...   Erstellt am 07.05.2008 - 10:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Das große Fressenmit Marcello Mastroianni, Michel Piccoli, Ugo Tognazzi und Philippe Noiret

Die Freunde Marcello, Michel, Ugo und Philippe sind des Lebens überdrüssig.
Sie beschließen, sich in einer Villa zu Tode zu fressen.
Drei Callgirls und die üpppige Lehrerin Andrea leisten ihnen Gesellschaft.
Eine hemmungslose Orgie aus Sex- und Fresslust beginnt...

Der provokante und umstrittene Film sorgte in den 70ern für einen Skandal und volle Kinokassen. Er wurde in Cannes mit dem FIPRESCI-Preis der internationalen Filmkritik ausgezeichnet und für die Goldene Palme nominiert.


Filmrezension




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