mgsmusiccollector engangierter Funker
    

Status: Offline Registriert seit: 20.10.2006 Beiträge: 271 Nachricht senden | Erstellt am 14.03.2007 - 11:11 |  |
Lang lebe das VINYL
Schade für die CD aber die neusten Nachrichten das CD's nicht lange haltbar sind schockt auch die Industrie.Nach den neusten Erkenntnissen ist die Lebensdauer sehr gering.
Kommentare:
Einst verkündete die Industrie, die CD haben ein unendliches Leben, damals war sie auch noch völlig unempfindlich gegen Kratzer und Schmutz. Heute wissen wir es besser. Doch wie lange hält eine CD?
Die Horrormeldung stand in der Welt und in der Süddeutschen Zeitung-Milliarden CDs gehen dem sicheren Ende entgegen. Ihre glänzende Aluminiumschicht wird durch eine chemische Reaktion unaufhaltsam durchsichtig. Bei Musikliebhabern oder Computerfreaks ist dieser drohende Verlust weit gehend unbekannt.
Doch Autor Thilo Resenhoeft beliebt zu übertreiben, wenn er behauptet,"wer seine mit viel Geld und Mühe zusammengestellte Musiksammlung erhalten möchte, muss sie auf ein neues Speichermedium umkopieren oder komplett neu kaufen." Auch meint er, die Musikindustrie müsse ihre Kunden vom langsamen aber stetigen Verfall der CI)s warnen. Da wird sogar eine Verbraucherschützerin aus Hamburg zitiert. Doch Edda Costello kann bei der drohenden Musik-Katastrophe nur auf die gesetzliche Gewährleistung von sechs Monaten verweisen. ja sogar die Rechtspflicht, Kunden auf den möglichen CD-Tod hinzuweisen, besteht nicht.
Wie lange hält eine CD? Wir erkundigten uns bei EMTEC, einem der führenden Hersteller für Speicher-Medien jeglicher Art: "Eine verbindliche Aussage zur Lebensdauer einer CD kann grundsätzlich nicht gemacht werden, da diese von einer Reihe von Umständen abhängig ist. Nachstehende Kriterien sind für die Haltbarkeit von CDs allerdings von existenzieller Bedeutung. Zunächst gilt, nicht am falschen Ende zu sparen. Grundsätzlich sollten nur bekannte Markenqualitäten ausgewählt werden, die in der Regel auch für einen hohen Qualitätsstandard stehen.
Eine CD besteht im Wesentlichen aus Polycarbonat mit den eingeprägten Informationen, einer Reflexionsschicht aus Aluminium und einer Schutzlackierung. Geringfügig teurere Markenartikel besitzen im Allgemeinen eine hochwertige "Rundum" Schutzlackierung, die auch ein eventuelles Eindringen von Sauerstoff/Wasser an der schmalen Seite verhindert, Oxidation könnte sonst die AluminiumReflexionsschicht und damit die Lesbarkeit negativ beeinflussen.
Mechanische Verformungen, wie beispielsweise starkes Verbiegen, können bei einer CD die Oberflächenversiegelung beschädigen (Haarriss) und dadurch einer langsamen Zerstörung der Aluminiumschicht Vorschub leisten.
Sonnen- und Halogen-Licht können die optischen Eigenschaften des Polycarbonats zerstören. Auch produktionsbedingte Verformungen, wie kalter Materialfluss, können die Kunststoffscheibe mechanisch verformen und damit die Lesbarkeit einschränken oder unmöglich machen.
Hitze (Verformung) und auch Kälte (Versiegelung) können, besonders einer ungeschützten CD, schaden. Auch sollten tiefer gehende Kratzer und Beschädigungen auf beiden Seiten der Fläche vermieden werden
Werden alle Punkte sorgsam beachtet, kann aus heutiger Sicht die Lebensdauer einer CD mit etwa 80 Jahren angegeben werden. Man sollte bei dieser Betrachtung allerdings nicht die Weiterentwicklung der Technologien vergessen. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass die Technologien der Lesegeräte eher veraltet sein werden als die CD selbst. Neue Entwicklungen und Formate, mit den dazugehörigen Medien werden sich mit Sicherheit in den nächsten Jahren etablieren und ein etwaiges Umkopieren der CD-Daten nötig machen.
Zu weitaus kürzeren Lebenserwartungen kommt dagegen Professor Henning Hopf, geschäftsführender Leiter des Institutes für organische Chemie der Technischen Universität Braunschweig. Er schätzt die Haltbarkeit von CDs auf etwa 25 bis 30 Jahre. Den Grund glaubt Rainer Vesper, Ingenieur bei der Bayer AG in Leverkusen, die keine CDs oder ähnliche Speichermedien herstellt, zu kennen, "Unter der bedruckten Oberseite einer CD kommt eine Schicht aus Klarlack, gefolgt von einer dünnen Schicht aus Aluminium. Unterhalb dieses feinen MetalIfilms liegt der durchsichtige Kunststoff Polycarbonat, der in Form kleiner Vertiefungen die Informationen speichert. Der Laserstrahl tastet diese ab und gibt sie wieder. Das Aluminium reflektiert dabei den Laserstrahl. An das Metall können Sauerstoff- und Wassermoleküle gelangen. Damit reagiert das Aluminiun über Jahre hinweg zur durchsichtigen Verbindung Aluminiumhydroxid. Zwar bleiben die Vertiefungen in der Polycarbonatschicht erhalten, doch der Laserstrahl wird nicht mehr reflektiert, der Datenträger mithin unlesbar."
Damit könnte er Recht haben, denn es gibt heute gerade im CD-R und CD-RW Segment Billigstangebote, deren empfindliche Schwachstelle der seitliche Rand ist. Hier fehlt eine Lackversiegelung und es ist durchaus möglich, dass hier Sauerstoff und auch Wassermoleküle zwischen die Schichte eindringen können.
Trotzdem ist Ingo Kolasia, Leiter des Deutsche Musikarchivs in Berlin, vorsichtig. Seit 1973 (gemeint ist wohl 1983) wird jeweils ein Exemplar jeder in Deutschland erscheinenden CD in diesem Archiv gesammelt: Aktueller Bestand mehr als 250 000 Silberscheiben. "Internationale Musikarchivare gehen zurzeit davon aus, dass eine CD etwa 50 Jahre hält." Aber er ist schon von Berufs wegen skeptisch, wer kann heute schon sagen, welche Probleme wir zu späteren Zeiten bekommen werden ?" Seine Favoriten sind noch immer Schellackplatten: "Die halten vermutlich ewig, wenn man sie nicht zerbricht.`
Vorgestern lief ein Bericht im TV und da sagten Techniker,das sogar die Ext.Festplatten nicht ein Lebenlang hielten.Na dann PROST MAHLZEIT für alle die die ihre Dateien auf sog.ext.Festplatten oder Sticks gespeichert haben.
Was für die Einen gut (Vinyl)ist,denn so gibt es wohl demnächst wieder einen BOOOM & RUN auf Platten.
D.H.die werden wieder teurer-Mist
In diesem Sinne
KAUFT PLATTEN
LOS
KAUFEN
KAUFEN
KAUFEN
bevor der Markt leer ist
Bye
Signatur manfred geismann |
SoulFMRadio  Funk-Meister
       

Status: Offline Registriert seit: 15.10.2005 Beiträge: 661 Nachricht senden | Erstellt am 15.03.2007 - 12:19 |  |
Sensations erhaschende Panikmache der Medien finde ich.
Klar mache auch ich mir Gedanken.
FPs:
Und wenn Musik auf Festplatten auslagern, dann die ins Regalgestellten FPs immer mal periodisch "in Bewegung halten". Also nicht mit der FP unter dem Arm geklemmt herumjoggen, sondern sie im PC betreiben 
CDs:
Aber eine Zersetzung kommt nur bei wenigen Schrott CD Produkten vor.
Ich sage nur Philips/Dupont (PDO) oder Nimbus in England.
Qualitativ hochwertige Legierungen scheine die frühen US CDs von CAPITOL zu haben, weil die (fast) alle in einem japanischen Presswerk hergestellt wurden:
Ray Goodman & Brown, Melba Moore, Bert Robinson etc.
Alle leicht silber-goldfarbig.
Ist so minimal, erkennt man nur im direkten Vergleich zu rein silberfarbigen CDs.
Ich denke mal meine CDs werden mich überleben.
Dannach ists zwar schade aber das bekomme ich dann ja nicht mehr mit 
Die älteste CD Pressung "SHALAMAR-Friends" die hier wunderbar läuft ist von 1983 und war gefertigt in Hannover Langenhagen. Ist also 24 jahre alt.
Nebenbei leiert sie nicht, wie die spätere UNDISC-Ausgabe.
Atlantic Starr - Straight to the point (A&M)
LTD - Love magic (A&M)
Active Force - S/T (A&M)
Sie sind alle 1986 gefertigt und sind damit 21 Jahre alt und laufen fehlerfrei
Dagegen gibts eine spätere Pressung (David Joseph) aus England die wurde in 1993 gefertigt und prasselt mittlerweile im Ton beim Abspielen.
Allerding fangen die letzten Tracks zuerst an zu prasseln/knacksen. Das, weil die letzten Tracks auf einer CD sich im Gegensatz zur LP immer aussen befinden.
Und genau dort würde bei Oxydation der Schaden zuerst auftreten.
Dazu muss ich sagen: Vieles was in England gefertigt wurde, lief schon beim Neukauf nur fehlerhaft.
Stichwort: NIMBUS
Nimbus CD Pressungen waren überwiegend eine Katastrophe.
CD Player hatten oft Probleme solche CDs überhaupt einzulesen oder durchgängig zu spielen.
Aber man kann wirklich nicht pauschal sagen dass jetzt alle CDs mal eben kaputt gehen.
Die meisten spielen ohne Probleme.
Wenn man ältere CDs ins Licht hält, erkennt man feine Stecknadekopf grosse Löcher (sieht aus wie eine Milchstrasse) in der Silberschicht.
Die sind bei alten CDs scheinbar fertigungsbedingt schon immer drin gewesen. Die Löcher haben sich nicht verändert.
Die CDs laufen und laufen.
Bei alten Japan Pressungen habe ich noch nie diese
Löcher entdeckt. Die japanischen Hersteller scheinen eine noch bessere (oxydationsresistentere) Legierung für die Spiegelfläche zu verwenden.
Der erscheint auch meist nicht exakt silbern sondern sehr minimal silber-goldfarbig.
Also sind solche Berichte, die natürlich vorzugsweise auf RTL, Sat 1 oder in der Boulevardpresse mit schöner Regelmässigkeit auftauchen, nicht ganz so dramatisch zu sehen 
Anders sieht es allerdings bei CDRs RWs etc und noch vielmehr bei DVDRs, RWs etc. aus.
Die heutigen DVDR/RW Medien zB. sind relativ kurzlebig und extrem anfällig gegen Temperaturschwankungen.
Gerade bei selbstgebrannten DVDs sind bedingt durch die hohe Datendichte die Informationen derart klein, sodass geringste Änderungen in der Temperatur und die damit verbundenen Ausdehnungen eines Rohlings, sie unlesbar machen.
Besonders die massenhaft angebotene Ramschware bei unseren Discountern ist sehr anfällig.
Ca. 1992/94?? habe ich mal diverse CDRs mit einem Marantz Standgerät aufgenommen. Das stand bei uns im Hörfunkstudio.
Die CDRs hatten alle einen dunkelgrünen bzw. dunkelblauen organischen Layer.
Alle CDRs sind also 13-15 Jahre alt.
Sie laufen ohne Probleme.
Vielleicht war damals die Güte in der Herstellung besser. Sie waren ja entsprechend bis zu 40x teurer als heute.
Nun insgesamt mache ich mir schon Gedanken,
wie man neue verlässliche Speichermedien verwenden könnte. Momentan mir noch zu teuer.
Panik bekomme ich jedoch nicht, wenn ich solche aufgebauschten Hiobsbotschaften höre, die sich dann wohl doch mehr überwiegend auf CDRs beziehen.
Spart nicht bei den Rohlingen wegen ein paar Cent.
fonky Gruss
JT
[Dieser Beitrag wurde am 15.03.2007 - 13:20 von SoulFMRadio aktualisiert]
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www.soulfm.de
SoulFM....Musik aus einer Zeit, als sie noch für beide Ohren gemacht wurde ;-) |
carkiller08  engangierter Funker
    

Status: Offline Registriert seit: 21.09.2005 Beiträge: 285 Nachricht senden | Erstellt am 15.03.2007 - 14:42 |  |
Die miserable Qualität von CD-R's vom Discounter kann ich bestätigen.
Teilweise gibt's da schon Leseplobleme nach dem Brennen.
Andererseits gibt's 50er Marken-CD-R Spindeln
inzwischen so günstig, daß sich der Kauf dieses
Discounter-Sondermülls eigentlich nicht mehr lohnt.
Die CD-R's , die ich ab 1997 gebrannt habe (anfangs Fuji mit dunkelgrüner Schicht/ Kodak Gold und
Verbatim mit dunkelblauer Schicht), funzen immernoch tadellos (Preis damals um die 10 bis 12 Mark pro Stück).
"Richtige" CD's, die aufgrund solcher
Oxydationsvorgänge nicht mehr funzen, hatte ich überhaupt noch nicht.
Und für den Fall der Fälle gibt's immernoch
2 Sicherheitskopien.
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Soulbrother  Funk-Meister
       

Status: Offline Registriert seit: 02.09.2006 Beiträge: 776 Nachricht senden | Erstellt am 18.03.2007 - 14:54 |  |
Ich habe bisher noch keine Org. CD, die nicht mehr funzt, selbst die aus den 80ern klappen noch.
Es sind ja erst 27 Jahre, und somit gönnen wir dem Zerfall noch weitere 3 Jahre, und kopieren kurz vorher um auf eine CDR.
Aber letztendlich musste ja ein Haken bei der CD sein.
Warten wir's mal ab, was anderes können wir sowieso nicht machen.
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