Wege aus der Essstörung - das Forum für eine tolerante und offene Diskussion rund um das Thema und Erfahrungsaustausch über Wege aus der ES. ************************************************************************************************************************************************************************************************************************************* Wir freuen uns auf einen regen Austausch mit Esssüchtigen, die auf dem Weg aus der Esssucht sind und mit ehemaligen Esssüchtigen, die dabei sind nach dem psychischen jetzt auch den körperlichen Ballast abzuwerfen. Wir wollen uns gegenseitig auf diesem Weg unterstützen. Führt Euer Online-Tagebuch bei uns, gebt Euch gegenseitig Tipps und Tricks und Feedback zu dem, was bei Euch so läuft. Gemeinsam sind wir stark!!

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Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 09.12.2005 - 20:07Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo zusammen!
Wenn ich "woanders" lese wie sehr sich ein Mensch verändern kann (ich bin jetzt nicht für Magenband-OPs, dass das keiner missversteht), aber das ist wirklich ein Phänomen Da schreibt eine Frau, die vor wenigen Wochen noch nur unter Morphium, völlig depressiv dachte, es ginge gar nicht mehr weiter. Und jetzt ist das ein völlig anderer Mensch, geht ins Fitnesstudio und das mit Spass, das kann meiner meinung nach doch nicht nur an den bestimmt verlorenen Kilos liegen? Was meint ihr, liegt das nicht doch daran, dass es bei ihr im Kopf einfach geklickt hat???
Maggie

Und ich kann mir nicht verkneifen, wie völlig unmöglich ich es finde, dass man ihr nun immer noch vorhält wie doof die OP war (selbst wenn es stimmt, ist es einfach nur peinlich, sich nicht mit ihr zu freuen, oder?).




Holly ...
die nur nach ihrer eigenen Pfeife tanzt...
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...   Erstellt am 10.12.2005 - 09:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hm,
also ich denke auch nicht, daß das ausschliesslich an den verlorenen Kilos liegt. Ich würde mal vermuten, daß das einfach eine Art Wegmarke in ihrem Leben war, ein plötzlicher Richtungswechsel, endlich bewegt sich was, vor allem im Kopf. Ich denke nämlich auch nicht, daß sie in der rel kurzen Zeit mit Rekonvaleszenz und allem schon endlose Kilos abgenommen hat. Der Vergleich hinkt zwar ein wenig aber ich denke, daß das so ähnlich bei Leuten ist, die eine "Schönheits"-OP machen lassen (ich persönlich bin vollkommen dagegen, aber kann Leute nicht verurteilen, die das mit sich machen lassen). Da hört man auch plötzlich vom gewachsenem Selbstbewusstsein, und die Leute strahlen was ganz anderes aus. Eine Freundin von mir hat sich mal die Brust vergrößern lassen, und ih weiss, wie sehr sie darunter gelitten hat, daß sie "obenrum" wie ein Junge ausah. Danach war sie ja immer noch derselbe Mensch, aber sie wirkte völlig anders, schon allein die Körperhaltung.

Und dieser Klick im Kopf, der muss einfach kommen, wie auch immer der kommt. Der Weg mit der MagenOP war vielleicht ihre einzige Möglichkeit, der Leidensdruck muss ja nach den Schilderungen immens gewesen sein.
Manchmal denke ich bei mir, der KLick wäre schon da, an guten Tagen, und dann kommen wieder die Rückfälle. Aber ich will versuchen, das nicht als Rückschrit zu sehen, sondern nur als eine Art Verweilen, Luftholen um dann weiterzumachen.

Liebe Grüße
Holly





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Freier Willen!

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Maggie 
...die Bienenbetörerin ;)
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...   Erstellt am 10.12.2005 - 21:22Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Hallo ihr!
Wenigstens Chiyele hat sich mal ordentlich mit ihr gefreut...dieses "Schweigen" dort bei denen, denen es so oder so besser geht ist schon echt unangenehm
Mit dem Klick sagst Du was Holly , geht mir ähnlich wie Dir.
Aber das mit dem Luftholen zwischendurch hört sich gut an, das gucke ich mir ab
Maggie




Sunny 
on her way to the sunny side of life...
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...   Erstellt am 10.12.2005 - 22:53Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Ich glaube auf jeden Fall, dass die Veränderung im Kopf beginnt. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo ich soviele Gründe hatte essensmäßig nichts zu verändern. Im nachhinein würde ich sagen, dass das nun nicht alles nur Ausreden waren, ich hatte auch handfeste Probleme, aber vorgeschobenes gab es auch. Oder ich habe Auswege nicht sehen können.
Mit meinen Depris geht es jetzt auch noch so. Ich sehe den Ausweg nicht. ich probiere mal was, das ist gut, aber am nächsten Tag mache ich es wieder anders...
Manchmal denke ich, dass ich jetzt meinen Frust wegschlafe statt wegfresse.
Dann denke ich wieder, dass ich schon soviel erreicht habe in der Thera und vielleicht nur ungeduldig bin. Oder einfach, dass ich vielleicht etwas melancholisch veranlagt bin...
Sunny


[Dieser Beitrag wurde am 10.12.2005 - 22:58 von Sunny aktualisiert]




Solitude ...
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...   Erstellt am 10.12.2005 - 23:39Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Diese immense Veränderung ist wohl jedem aufgefallen, Maggie.
Ich denke, dass sie ihre Situation vorher als so auswegslos empfunden hat und die Aussicht auf eine langsame Veränderung hätte ihr nicht weitergeholfen.
Durch die OP hat sie wahrscheinlich beides, die schnelle körperliche Veränderung (die ersten 20 kg sind ja wohl schon weg) und dadurch einen enormen mentalen Auftrieb.

Und ja, es beginnt meiner Meinung nach auf jeden Fall im Kopf!
Soli





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Der Weg zu mir selbst war der schwerste, den ich je gegangen bin aber auch der lohnendste, weil er mich auch zu Dir geführt hat.
(von mir für Dich )

Solitude ...
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...   Erstellt am 10.12.2005 - 23:43Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Holly schrieb

    Manchmal denke ich bei mir, der KLick wäre schon da, an guten Tagen, und dann kommen wieder die Rückfälle. Aber ich will versuchen, das nicht als Rückschrit zu sehen, sondern nur als eine Art Verweilen, Luftholen um dann weiterzumachen.
    Liebe Grüße
    Holly


Das ist ein schönes positives Bild, Holly.

[Dieser Beitrag wurde am 10.12.2005 - 23:44 von Solitude aktualisiert]





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...   Erstellt am 11.12.2005 - 00:09Zum Seitenanfang Beitrag zitieren Beitrag melden Beitrag verändern Beitrag löschen


Sunny schrieb

    Ich glaube auf jeden Fall, dass die Veränderung im Kopf beginnt. Ich kann mich noch an Zeiten erinnern, wo ich soviele Gründe hatte essensmäßig nichts zu verändern. Im nachhinein würde ich sagen, dass das nun nicht alles nur Ausreden waren, ich hatte auch handfeste Probleme, aber vorgeschobenes gab es auch. Oder ich habe Auswege nicht sehen können.
    Mit meinen Depris geht es jetzt auch noch so. Ich sehe den Ausweg nicht. ich probiere mal was, das ist gut, aber am nächsten Tag mache ich es wieder anders...
    Manchmal denke ich, dass ich jetzt meinen Frust wegschlafe statt wegfresse.
    Dann denke ich wieder, dass ich schon soviel erreicht habe in der Thera und vielleicht nur ungeduldig bin. Oder einfach, dass ich vielleicht etwas melancholisch veranlagt bin...
    Sunny



Das kann gut sein sunny, die Veranlagung zu Depressionen soll vererbt werden können.

Auch Stress spielt eine wichtige Rolle bei der Entstehung von Depressionen. Bei Depressiven ist der Stresshormonhaushalt gestört.
Nomalerweise wird die Hormonproduktion gestoppt, wenn genügend Cortisol im Blut vorhanden ist. Dieser Vorgang funktioniert bei depressiven Menschen nicht richtig.
Ebenfalls möglich als Ursache für Depressionen ist ein Mangel an Noradrenalin und Serotonin an den Schaltstellen der Nervenzellen.
Hast Du es mal ärztlich abklären lassen?





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