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matzl0505  1000 Liter Wein
    

Status: Online Registriert seit: 11.01.2009 Beiträge: 1139 Nachricht senden | Erstellt am 01.10.2009 - 21:56 |  |
Ausserdem verlierst du durch abpressen und abziehen auch noch mal Volumen, so dass bei mir am ende meißtens genauso viel rauskommt wie ich am Anfang angesetzt hab.
gruß
Marius
Signatur Wie wird das chemische Element Brom gewonnen?
Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."
Es ist das Phantom unseres eigenen Ichs, dessen innige Verwandtschaft und dessen tiefe Einwirkung auf unser Gemüt uns in die Hölle wirft, oder in den Himmel verzückt. E.T.A. Hoffmann |
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Schmidtek 500 Liter Wein
   

Status: Offline Registriert seit: 20.01.2008 Beiträge: 618 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 09:35 |  |
3kg Zucker im Wein bedeuten ca. 2 Liter mehr Volumen...
Durch die Gärung selbst (also Umsetzung Zucker -> Alk.) ändert sich das Volumen allerdings kaum.
Gruß Schmidtek
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Fenrirwolf  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 01.05.2006 Beiträge: 21 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 10:54 |  |
eben,
und wenn ihr mal aufs Foto seht ist die Volumenmarke am großen ballon bei 14,5 ungefähr.
Bevor ich den Zucker (560g) reingemacht habe war der Meniskus exakt auf der 14L Marke. Und ob gelöst oder ungelöst wird keine Volumenänderung hervorrufen (wäre jedenfalls gegen meine Physikalische Vorstellung) noch sollte die Umsetzung von Zucker -> Alk eine Volumenänderung hervorrufen, obwohl dabei ja Masse in Form von CO2 den Ballon verlässt, also nagut vielleicht sinkt ja der Pegel noch ein klein Wenig aber ich glaube das ist eher zu vernachlässigen.
Also bleibts bei meiner Frage ^^
100L Ansatz + Dann Zucker rein
oder
98L Ansatz + 2-3Kg Zucker = Endvolumen?
[Dieser Beitrag wurde am 02.10.2009 - 10:58 von Fenrirwolf aktualisiert]
Signatur Mein Name sei P.
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fibroin  5000 Liter Wein
     

Status: Offline Registriert seit: 25.05.2004 Beiträge: 6081 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 11:14 |  |
Beim Weinmachen genaue Mengenangaben zu bekommen ist einfach schwierig. Ein kg Zucker nimmt etwa 620 ml Raum ein. Ist er vergoren, wechselt das Volumen in Alkohol um.
Am Anfang ist dir der Zucker der Früchte nicht genau bekannt, darum ist das Volumen der Nachzuckerung ein unbekannter Faktor. Dann das Risiko Bodensatz. Mal mehr mal weniger.
Deine Frage ist praktisch nicht zu beantworten. Großzügig arbeiten und dann hast du die gewünsche Literzahl. Ist was über, irgendwie verwerten.
Signatur Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei. |
felix  100 Liter Wein
  

Status: Offline Registriert seit: 19.01.2006 Beiträge: 390 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 13:22 |  |
Der gelöste Zucker nimmt weniger Raum ein als der feste Zucker, weil zwischen den einzelnen Zuckerkristallen viel Luft reinpasst, die Dir somit das Ergebnis verfälschen.
Da bei der Gärung Alkohol entsteht, ändert sich das Volumen kaum:
Für 1% Alkohol braucht man 20,5 g/l Zucker. Auf jeden Liter Wein kommen somit (nach den 620 ml, die 1 kg Zucker benötigt) 12,71 ml Zucker. Ein Volumenprozent von 1000 ml sind 10 ml. Man erreicht also durch die Gärung eine Abnahme um nur ein Fünftel des Volumens, das der Zucker ursprünglich eingenommen hat. (Ganz genau ist die Rechnung nicht, da ich beim Alkoholgehalt von exakt 1000 ml ausgegangen bin, aber es sind ja ein paar ml mehr geworden durch die Gärung. Aber das ändert das Ergebnis nur hinterm Komma, daher lass ich es für diese überschlägige Rechnung dabei.)
Somit führt tatsächlich jede Zuckerzugabe auch über die Gärung hinaus zu einer Volumenzunahme, ist ja auch logisch, denn der Alkohol kommt dazu, während das Wasser usw. aus dem Ansatz ja erhalten bleibt.
Letztlich hat man beim Abpressen und Abziehen wieder Verluste, womit das oft ausgeglichen wird. Mir passiert es auch immer wieder, dass ich hinterher weniger hab als am Anfang, was natürlich bedauerlich ist. (Ganz schlimm war mein Maracujawein, wo von anfänglichen 5 Litern am Ende nur noch etwa 4 übrig waren).
Gruß,
Christian
Signatur O Alkohol, o Alkohol,
dass Du mein Feind bist, weiß ich wohl!
Doch in der Bibel steht geschrieben,
auch Deine Feinde sollst Du lieben.
(gelesen auf einem Schild in einem Weinberg zwischen Laudenbach und Heppenheim an der Hessischen Bergstraße - Autor mir unbekannt) |
Fenrirwolf  10 Liter Wein


Status: Offline Registriert seit: 01.05.2006 Beiträge: 21 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 15:15 |  |
Ich habe mir ja jetzt extra nen Filter zugelegt weil mir durch das ständige Abziehen bei der Selbstklären Literweise Wein flöten gegangen ist.
Ich hoffe einfach das durch den Filter die Ausbeute höher wird und auch kein Trub mehr in der Flasche entsteht.
Die Diskussion über den Zuckervolumenanteil des Weins hat mich zu dem Schluß gebracht das es wirklich egal ist ob ich 100L Wein mit entsprechend Zucker ansatze oder das Zuckervolumen zum Ansatz rechne.
@fibroin: Großzügig arbeiten geht eben nur solange bis der Ballon voll ist ^^ und wenn am Ende was "übrig" bleibt...wie meinst du das "übrig"? Wenn ich mehr Liter am Ende habe als ausgerechnet freu ich mich weils ein paar Extra Flaschen gibt ^^
Eine sonstige Verwertung findet in Form von "ebenfalls abfüllen und verkorken" statt 
Noch eine Frage: Der Wein hatte 13% und ich habe Zucker für weitere 2% reingetan, wie lange soll ich jetzt warten bis zur nächsten Probe? Oder anders gefragt: Wie lange dauert Zwetschgenwein so im Durchschnitt?
Und nochwas: Wenn ich der Meinung bin, dass der Wein so wie er ist super schmeckt und ne gute Restsüße hat, obwohl die Toleranzgrenze nicht erreicht wurde. Kann ich dann einfach Schwefeln, kaltstellen, Abziehen und Sterilfiltrieren?
Bei der Selbstklärung geht das logischerweise nicht, weil die Hefe sich ja nicht einfach sagen lässt "Los stirb". Aber bei einer Sterilfiltration ist doch theoretisch das was auf der anderen Seite vom Filter rauskommt klarer, Aktivitätsloser Wein der Stabil in der Flasche Lagerbar wäre, oder? Entwickelt der sich dann auch normal? So mit Geschmacksentstehung usw. oder geht das in die Hose?
[Dieser Beitrag wurde am 02.10.2009 - 15:21 von Fenrirwolf aktualisiert]
Signatur Mein Name sei P.
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Fruchtweinkeller  Administrator
         

Status: Offline Registriert seit: 29.03.2004 Beiträge: 13405 Nachricht senden | Erstellt am 02.10.2009 - 20:16 |  |
Ich würde es so machen: Zucker vollständig vergären lassen, nur dann setzt sich die Hefe vernünftig ab. Dann abziehen, Selbstklärung abwarten, abziehen, Restsüße nach Geschmack einstellen und dann filtrieren.
Signatur Jede Null verzehnfacht das Problem.
(Graf Fito)
Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören! |